Prolixletter
Freitag, 4. April 2025
  --- Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter auf diesere Seite  --- Kennen Sie schon unser Informationsportal wodsch.de?
19:44:16 Uhr
  •  


Verschiedenes

Stadt Freiburg richtet GPS-Referenzpunkt im Seepark ein
GPS-Referenzpunktes im Seepark (c) Foto: Patrick Seeger
 
Stadt Freiburg richtet GPS-Referenzpunkt im Seepark ein
Das Vermessungsamt der Stadt Freiburg hat diese Woche im Seepark einen GPS-Referenzpunkt eingerichtet. Diese Einrichtung bietet zukünftig Nutzerinnen und Nutzern von Navigationsgeräten oder Smartphones die Möglichkeit, die Positionsgenauigkeit ihrer Geräte zu überprüfen. Alle Interessierten, die diesen Service nutzen wollen, finden eine Granitstehle mit Infotafel an der Sonnenuhr beim Bürgerhaus Seepark.

Das Vermessungsamt hatte ursprünglich geplant, sich im Rahmen des Stadtjubiläums und mit dem Motto „analog trifft digital“ an einer landesweiten Aktionswoche der Geodäsie zu beteiligen. Die Geodäsie befasst sich mit der Erfassung, Verwaltung und Verarbeitung raumbezogener Daten. Die Einweihung des neuen GPS-Referenzpunktes sollte im Rahmen dieser landesweiten Aktionswoche erfolgen. Die für Juli 2020 geplante Veranstaltung musste leider Pandemie bedingt abgesagt werden.

GPS-Empfänger (Global Positioning System) ermöglichen eine exakte Bestimmung der Position auf der Erdoberfläche. Im Privatgebrauch werden GPS-Empfänger neben der Fahrzeugnavigation zunehmend auch als Navigationshilfe zu Fuß oder per Rad, zur Positionierung von Fotos und Videos, zur Ortung von Handys oder zum Geocaching genutzt.

„Ich danke den Auszubildenden des Vermessungsamtes sowie des Garten- und Tiefbauamtes für die Bestimmung und bauliche Ausführung des Referenzpunktes, der im digitalen Alltag eine wichtige Rolle spielt. Viele Apps greifen auf die GPS-Daten der Satelliten zu und ermöglichen ihnen damit eine noch genauere Standortbestimmung. Wie z.B. alle gängigen Karten-Apps, Geocaching-Apps und andere Programme, die eine Standortbestimmung durchführen. Wie genau diese Standpunktkoordinaten sind, können sie nun mithilfe dieses Referenzpunktes selbst testen.“, so Bürgermeister Breiter.

Die Vergleichswerte wurden durch das Vermessungsamt der Stadt Freiburg mit Hilfe eines hochpräzisen geodätischen GPS-Empfängers unter Verwendung des atellitenpositionierungsdienstes SAPOS® zentimetergenau bestimmt.

Realisiert wurde das Projekt im Rahmen der Ausbildungskooperation zwischen dem Vermessungsamt und dem Garten- und Tiefbauamt.
 
 

Erster Anbieter von Leih-E-Scootern startet in Freiburg
E-Scooter in der Reiterstraße / Foto: Daniel Jäger
 
Erster Anbieter von Leih-E-Scootern startet in Freiburg
Vorstellungen der Stadt vertraglich geregelt

In Freiburg soll es demnächst einen stationslosen Verleih von Elektro-Scootern geben. Die Stadtverwaltung hat diesbezüglich in den vergangenen Tagen eine Vereinbarung mit einem ersten Anbieter getroffen. Der Gemeinderat hatte Anfang 2020 einen Beschluss gefasst, der Leitlinien für Anbieter von Leih-E-Scootern aufstellt. Dieser Beschluss wurde vom Garten- und Tiefbauamt in Vereinbarungen mit Anbietern umgesetzt.

Ziel der Vereinbarungen ist, dass sich E-Scooter-Leihsysteme verkehrssicher, ökologisch nachhaltig und möglichst störungsfrei in das Mobilitätsangebot der Stadt integrieren. Dafür ist in der Vereinbarung unter anderem geregelt, dass die Roller mit Ökostrom geladen werden, die Flotte eine gewisse Größe nicht überschreitet, Wartung und Flottenunterhalt von festangestellten Mitarbeitern übernommen werden, auf die Belange von (sehbehinderten) Fußgängern besondere Rücksicht genommen wird und dass ein Teil der E-Scooter in der Nähe von Haltestellen des ÖPNVs abgestellt wird. Auch wird sichergestellt, dass in der Innenstadt nicht zu viele Roller abgestellt werden. Der Anbieter verpflichtet sich zudem, störende oder defekte E-Scooter innerhalb weniger Stunden aus dem öffentlichen Raum zu entfernen oder umzuplatzieren. Für alle Betreiber sollen außerdem gleiche Wettbewerbsbedingungen gelten. Derzeit verhandelt die Stadt noch mit weiteren Interessenten.
 
 

 
Kleineschholz im Stühlinger
Neues Quartier hat gemeinwohlorientierte Akteure im Blick

Mehr als 550 Wohneinheiten sollen errichtet werden Mit einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme sollen preisgünstiges Wohnen, innovative, soziale, ökologische und kulturelle Konzepte klimaneutral ermöglicht werden

Neue Projektgruppe hat ihre Arbeit am 1. November begonnen

Intensivierung der Maßnahmen durch neue Projektstruktur

Rund 550 Wohneinheiten sollen im Wohnquartier „Kleineschholz“ gebaut werden. Um die Wohnungen zügig bauen zu können, hat die Stadtverwaltung einen ambitionierten Zeitplan. Derzeit wird der Rahmenplan überarbeitet, der im nächsten Jahr vom Gemeinderat beschlossen werden soll. Auf dieser Grundlage soll die Offenlage ebenfalls noch im nächsten Jahr stattfinden. Und der Satzungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren ist für 2022 eingeplant. Parallel dazu wird die Stadt die Kriterien für die Vermarktung der Grundstücke entwickeln. Das Vermarktungskonzept soll 2022 vom Gemeinderat beschlossen werden. Über diesen aktuellen Sachstand wird die Verwaltung den Gemeinderat am 8. Dezember in öffentlicher Sitzung informieren.

Das innenstadtnahe Quartier soll gemeinsam mit gemeinwohlorientierten Akteurinnen und Akteuren entwickelt werden. Diese sind beispielsweise Dachgenossenschaften, traditionelle Genossenschaften, die Freiburger Stadtbau (FSB), das Mietshäusersyndikat und private Baugruppen. Ihre bisherigen Erfahrungen sollen unter anderem in das Vermarktungskonzept einfließen.

„Die Entwicklung des neuen Quartiers Kleineschholz ist eine Riesenchance für Freiburg neue innovative und kreative Wohnideen in einem lebendigen und grünen Viertel umzusetzen. Das heißt in erster Linie vor allem bezahlbares Wohnen, aber zum Beispiel auch innovative ökologische, inklusive oder kulturelle Konzepte, die das Allgemeinwohl im Blick haben“, erläutert Oberbürgermeister Martin Horn.

Damit dieses ambitionierte Konzept kein reiner Papiertiger bleibt, sondern auch so umgesetzt wird, soll die Hälfte, also 50 Prozent, der neu entstehenden Wohnungen als geförderter Wohnraum realisiert werden. Geplant ist unter anderem ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept für den Fußverkehr, den Radverkehr und den ÖPNV sowie Carsharing oder Fahrrad- und Lastenräderverleih: Damit kann die Zahl von privaten Autos so gering wie möglich gehalten werden. Außerdem sollen technische Voraussetzungen für einen hohen Anteil an E-Mobilität geschaffen werden.

Baubürgermeister Martin Haag: „Wir sind der festen Überzeugung, dass ein nachhaltiges Mobilitätskonzept für dieses innovative Stadtquartier nicht nur für den Klimaschutz unerlässlich ist, sondern auch die Wohn- und Lebensqualität im Quartier enorm steigert - egal ob für junge Leute, Menschen mit Behinderung oder Seniorinnen und Senioren.“

Zudem soll das Baugebiet klimaneutral konzipiert und darüber hinaus auch die Optionen für einen Plus-Energie-Stadtteil geprüft werden.

Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM)

Die Stadt beabsichtigt, das Quartier Kleineschholz im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) zu gestalten. Mit der SEM hat die Stadt ein wirksames Instrument, klar umgrenzte Entwicklungsgebiete, wie Kleineschholz, städtebaulich neu zu ordnen. So sollen mit der SEM das Verfahren beschleunigt sowie die Kosten und die Umsetzung sichergestellt werden.

Vorab bedarf es aber so genannter vorbereitender Untersuchungen. Konkret bedeutet das eine Prüfung, ob die rechtlichen und fachlichen Voraussetzungen gegeben sind, um eine SEM zu beschließen. Darüber wird der Gemeinderat am 8. Dezember entscheiden.

„Mit der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme sollen eine Verfahrensbeschleunigung, Kostentransparenz erreicht und ein gemeinwohlorientiertes Vermarktungskonzept entwickelt werden“, erläutert Bürgermeister Stefan Breiter.

Kleingärten

Mit der SEM Kleineschholz sowie dem 2. Bauabschnitt des Rathauses im Stühlinger müssen die städtische Kleingartenanlage „Lehener Wanner“ sowie die Kleingärten „Kleineschholz“ aufgegeben werden. Die Stadt bietet den Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern mit Pachtverträgen aber Ersatzgärten in St. Georgen sowie in Betzenhausen an. Die Bereitstellung dieser Ersatzgärten hat auch der Gemeinderat im Oktober beschlossen. Im Umfeld des „Lehener Wanner“ im Stühlinger werden aber weiterhin einige Gärten für beispielsweise Urban Gardening angeboten.

Die Kleingärten sollen in den nächsten beiden Jahren stufenweise aufgegeben werden. Sechs Kleingärtnern musste die Stadt bereits zum Winter 2020 kündigen, da im nächsten Jahr die ersten Ausgleichsmaßnahmen für die Mauereidechsen angelegt werden. Weitere Gärten müssen zum Winter 2021 in Anspruch genommen werden, alle anderen können mindestens bis zum Winter 2022 bewirtschaftet werden. Der Lesegarten soll im Quartier verbleiben.

Neue Projektgruppe

Um das Quartier Kleineschholz zeitnah realisieren zu können, hat die Stadt seit 1. November eine neue Projektgruppe ins Leben gerufen. Die Projektleitung teilen sich Sabine Recker. Leiterin des Referats für bezahlbares Wohnen (RbW) sowie Thomas Fabian, stellvertretender Amtsleiter des Stadtplanungsamts mit Stadtplanung und Projektentwicklung einerseits sowie Finanzen, SEM und Vermarktung andererseits.

„Das Referat für bezahlbares Wohnen wird natürlich über das Projekt hinaus das Thema bezahlbares Wohnen auf allen Ebenen intensiv bearbeiten. Das Projekt Kleineschholz gibt uns die Gelegenheit, vieles umzusetzen, was für preisgünstigen Wohnraum heutzutage essentiell ist“, erläutert Sabine Recker.

Das Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen (ALW) wird die Vermarktung in enger Zusammenarbeit mit der Gesamtprojektleitung bearbeiten.

Und Thomas Fabian ergänzt: „Aus städtebaulicher Sicht ist die Entwicklung von Kleineschholz eine einmalige Chance für Freiburg. Die Lage in fußläufiger Nähe zu Innenstadt und Bahnhof, die Freiraumqualität, die hervorragende Anbindung an den ÖPNV sind perfekte Bedingungen für ein spannendes, innovatives Quartier mit hoher städtebaulicher Qualität“.

Entwicklung des Baugebiets Kleineschholz

Mit Abschluss des 2-stufigen, städtebaulichlandschaftsplanerischen Wettbewerbs Kleineschholz im Frühjahr 2019 wurde der Grundstein für die Entwicklung des geplanten Baugebiets gelegt. Die Siegerkonzeption von Dietrich|Untertrifaller Architekten ZT und Ramboll Studio Dreiseitl sieht für die Entwicklung der heute als Kleingärten „Kleineschholz“ genutzten Fläche zwischen der Güterbahntrasse und dem Grundstück der Agentur für Arbeit ein urbanes Wohnquartier mit rund 550 Wohneinheiten vor. Gleichzeitig soll mit der baulichen Entwicklung, des Wohnquartiers eine rund 2 Hektar große öffentliche Parkanlage geschaffen werden.

Hierauf aufbauend beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am 19.07.2019 die Aufstellung eines Bebauungsplans „Kleineschholz Nord“ im Stadtteil Stühlinger. Die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung wurde anschließend vom 22.07. bis 16.09.2019 durchgeführt.

Eine Vielzahl von planerischen Themen müssen im Verlauf des weiteren Verfahrens berücksichtigt und eingearbeitet werden, wie unter anderem:

- die Ausgleichsmaßnahmen für die streng geschützte Art der Mauereidechse (so genannte CEF-Maßnahmen),
- die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes,
- Verkehrs- und Freiraumkonzeption mit vielfältigen Nutzungen der künftigen Grünanlagen,
- Klimaanpassung und Energie
 
 

 
Gleichgeschlechtliche Beziehungen und häusliche Gewalt in Namibia
In Namibia kämpfen Frauen* und LGBTIQs für die Ankerkennung ihrer Rechte. Dabei machen sie auf vielen Ebenen sichtbar, welche Repressionen, institutionellen Diskriminierungen und Alltagsaggressionen sie erfahren und nicht länger hinnehmen wollen. Um die Sichtbarkeit von Frauen* und LBTIs in der namibischen Öffentlichkeit zu stärken und auf ihre Belange und Rechte aufmerksam zu machen, gehen Aktivist*innen auf die Straße, organisieren Festivals, schreiben Schattenberichte, veröffentlichen Bücher, lancieren Bildungsprogramme.

Eine von ihnen ist Liz Frank, die Programmkoordinatorin des Women‘s Leadership Centre. Der südnordfunk sprach mit ihr unter anderem über die (kolonialen) Ursprünge von Homophobie und Frauen*- & Lesbenfeindlichkeit in Namibia. ► Ein Interview von Martina Backes ...
Mehr
 

 
Freiburg: Vielfältiges Engagement einer offenen Stadt
Verleihung des Integrationspreises findet zum neunten Mal statt
Oberbürgermeister Martin Horn und Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach würdigen die Preisträgerinnen und Preisträger

Der Freiburger Integrationspreis - Für eine offene Stadt geht dieses Jahr an das Kooperationsprojekt „Project One World“ der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie Freiburg und dem Wordcafé Freiburg. Weitere Preisträger sind „Zeugen der Flucht e.V.“ für das Projekt "Miteinander sprechen: Zeitzeugenberichte von Geflüchteten" und das „Mosaik Netzwerk“. Sie erhalten insgesamt 5000 Euro für ihre wertvolle Arbeit.

Wegen der Corona-Pandemie findet dieses Jahr keine Einbürgerungsfeier im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses statt. In diesem Rahmen überreichten der Oberbürgermeister und der Erste Bürgermeister in den letzten Jahren die Preise. Den gegebenen Umständen geschuldet, gab es dieses Jahr eine Preisübergabe unter freiem Himmel. Oberbürgermeister Martin Horn und Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach überreichten dem ersten Preisträger, dem „Project One World“ gemeinsam mit Dr. Katja Niethammer, Leiterin des Amtes für Migration und Integration, und Meral Gründer, Mitglied im Beirat für Migrantinnen und Migranten, bei einem Pressetermin einen Scheck über 3000 Euro. Anschließend fand ohne Presse, aber mit EBM Ulrich von Kirchbach, die Preisübergabe an die Ehrenamtlichen von „Zeugen der Flucht e.V.“ und dem „Mosaik Netzwerk“ statt.

Oberbürgermeister Martin Horn: „Ich bedanke mich herzlich bei allen Menschen, die sich in unserer Stadt mit den verschiedensten Projekten und Ansätzen für Integration einsetzen. Dieser Preis soll solches Ehrenamt würdigen und die einzelnen Projekte stärker ins Rampenlicht rücken.“

Der Preis wurde 2011 auf Initiative von Alt-Stadträtin Dr. Sylvie Nantcha aus dem Gemeinderat heraus ins Leben gerufen und 2012 erstmals vergeben. Eine Jury aus Mitgliedern des Gemeinderats und des Beirats für Migrantinnen und Migranten unter Vorsitz von Ulrich von Kirchbach haben alle Bewerbungen gesichtet und schließlich gemeinsam in einer Online-Konferenz die Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. Die diesjährigen Einreichungen für den Integrationspreis zeigen den großen ehrenamtlichen Einsatz der Menschen, die hinter den Projekten, Vereinen und Initiativen stehen. Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach: „Die Freiburgerinnen und Freiburger engagieren sich auf ganz unterschiedliche Weise, aber alle eint das Ziel einer offenen und lebendigen Gemeinschaft. Das freut die Jury und mich jedes Jahr bei der Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger.“

Erster Preis
One World Project e.V. – Preisgeld 3000 €
Sprachbarrieren machen keine Ausnahme für Familien in medizinischen Notfällen. Daher entschied die ärztliche Direktorin der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Prof. Dr. Charlotte Niemeyer, diesen Familien die Möglichkeit zu geben, die deutsche Sprache von Behandlungsbeginn an zu lernen. Wendy Zähringer-Hardy, Gründerin des Wordcafés, setzte das in die Praxis um und startete das Kooperations-Projekt „One World" an der Kinderklinik. Dieses richtet sich an junge ausländische Patient*innen der Freiburger Kinderklinik und die sie begleitenden Familien, die zur lebensrettenden Krebsbehandlung nach Deutschland kommen. Oft sprechen sie kein oder kaum Deutsch und die Behandlung kann viele Monate dauern. Das „One World Project“ bietet maßgeschneiderten Spracherwerb für Kinder und Eltern. Dabei lernen Eltern, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu kommunizieren und mit medizinischem Personal zu besprechen. Auch die Kinder lernen beispielsweise zu sagen, wann und wo sie Schmerzen haben. Aber im Sprachunterricht soll es sich nicht ausschließlich um Krankenhaus und Körperbefinden drehen, sondern auch um Alltägliches. Oft sind Vokabeln wie „Tabletten gegen Übelkeit“ schon bekannt, „die Sonne scheint“ aber noch nicht. Sprachfähigkeiten ermöglichen darüber hinaus den Aufbau eines sozialen Netzwerkes mit anderen Patientinnen und Paten, Familien, medizinischem Personal und alltäglichen Bekanntschaften. Der Sprachendienst kostet nichts und das Wordcafé möchte den Service nach der Pilotphase in der gesamten Klinik anbieten – überall dort, wo Unterstützung benötigt wird. Das „One World Project“ hilft Menschen, die gleich zwei Integrationshürden zu überwinden haben.

Antirassistisches Bildungsangebot: Zeugen der Flucht e.V. Preisgeld 1000 Euro
Der Verein „Zeugen der Flucht e.V.“ gründete sich als Reaktion auf die gesellschaftliche Situation im Jahr 2015 und 2016. Er leistet mit dem Projekt "Miteinander sprechen: Zeitzeugenberichte von Geflüchteten" antirassistische Bildungsarbeit, die sich auf sozialwissenschaftliche Erkenntnisse stützt. Er ermöglicht Geflüchteten und Schülerinnen und Schülern Austausch und Begegnung auf Augenhöhe. Dazu gehen ehrenamtliche Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter und junge Menschen mit Fluchterfahrung in Schulklassen, um mit den Kindern und Jugendlichen über das sensible Thema Flucht zu sprechen. Zunächst geht es bei einer kurzen inhaltlichen Einführung um globale Fluchtbewegungen, Herkunfts- und Zielländer sowie die vielfältigen Ursachen von Flucht. Die Beschreibung der weltweiten Lage Geflüchteter soll deutlich machen, über wen und was die gesellschaftliche Debatte geführt wird. Mit der Frage, was für die Schülerinnen und Schüler individuelle Beweggründe für eine Flucht sein könnten, startet die gemeinsame Gesprächsrunde. Es folgt ein offener Austausch mit geflüchteten Menschen im Stuhlkreis. In den Begegnungen geht es nicht darum, Mitleid zu erregen, sondern darum, dass geflüchtete Menschen ihre Sichtweise darstellen können. So werden die Schülerinnen und Schüler für deren Lebenssituationen sensibilisiert und eine differenzierte Meinungsbildung gelingt. Persönliche Geschichten sollen das mediale Bild ergänzen. Des Weiteren will der Verein Ängsten und Unsicherheiten entgegenwirken, welche oftmals zu Diskriminierungen und Vorurteilen führen. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen.

Begegnungsnetzwerk: Mosaik Netzwerk Preisgeld 1000 Euro
Beim Begegnungscafé "Mosaik am Mittwoch“ treffen sich seit fünf Jahren bis zu 60 einheimische und geflüchtete Menschen wöchentlich zum Austausch, Lernen, gemeinsamen Basteln, Backen und Musizieren. Aus den Treffen heraus sind weitere Projekte wie ein wöchentlich reservierter Tisch im Café Satz zum Austausch und Deutsch lernen entstanden. Über die Begegnungscafés haben sich über die Jahre auch sehr viele Lernpatenschaften gefunden. Außerdem gibt es Patenschaften für die Hilfe bei der Wohnungssuche, Begleitung bei Behördengängen, Vermittlung von Praktika und Hilfe bei der Jobsuche. Ehrenamtliche haben allein in diesem Bereich in fünf Jahren über tausend Stunden geleistet. Zudem gibt es jedes Jahr ein Programm mit Bildungsfahrten und Freizeitangeboten wie zum Beispiel der Besuch des Landtages, Wanderausflüge, Theaterbesuche, Bowling oder Ausflüge an den Bodensee. Mehrmals im Jahr kocht ein Team aus dem Mosaik Netzwerk ein warmes Gericht aus deren Heimatland für bis zu 60 Personen und im zwei-Wochen Rhythmus trifft sich eine Nähgruppe in den Räumen des Stadtteiltreffs. Wer sich als geflüchteter Mensch in das Mosaik Netzwerk einbringt, kann von der integrativen Wirkung auf ganz unterschiedliche Weise profitieren.
 
 

 
Vorschlag für Modellversuch "Tempo 30 in ganz Freiburg"
Harmonisierung auf Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der ersten deutschen Stadt
Landesverkehrsminister Hermann unterstützt Freiburger Initiative
Vorteile für alle Verkehrsteilnehmende

OB Horn appelliert an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer für mehr kommunalen Handlungsspielraum und Freiburg als Modellkommune

Seit längerem schon liegt es aus verschiedenen Gründen nahe, in der ganzen Stadt Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit einzuführen. Das ist auch schon seit Jahren die Forderung des Deutschen Städtetags. Denn von einheitlichen Regelungen profitieren alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.

Die STVO sieht aber als innerörtliche Höchstgeschwindigkeit grundsätzlich Tempo 50 vor – Tempo 30 oder andere Geschwindigkeitsbeschränkungen sind daher zu begründende Ausnahmen von dieser Regel. Nur in sensiblen Bereichen wie Wohngebieten oder Kitas oder auch aus Lärmschutzgründen kann Tempo 30 momentan begründet werden. Durch unterschiedliche Begründungen entstehen auf Straßenabschnitten heute unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten mit teilweise unterschiedlichen Zeitfenstern – ein Wirrwarr, das viele Verkehrsteilnehmer verunsichert und auch verärgert. Oberbürgermeister Martin Horn hat deshalb nun Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in einem Brief den Vorschlag gemacht, Freiburg als erste deutsche Modellkommune für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit zu benennen und hierfür über die STVO eine Sonderregelung für Kommunen einzuführen.

„Mit dieser Initiative möchten wir vorangehen. Es gibt zahlreiche überzeugende Gründe für eine Harmonisierung auf Tempo 30 in der Stadt. Deshalb hoffe ich sehr, dass das Bundesverkehrsministerium unser Angebot annimmt und mit uns gemeinsam diesen Weg einschlägt. Wir reden alle über nachhaltige Mobilität und mehr Verkehrssicherheit. Von dem Modellversuch würden wir alle profitieren. Autofahrer hätten Klarheit und der Verkehr würde besser fließen. Fahrradfahrer und Fußgänger wären besser integriert und verkehrstechnisch geschützt. Und es wäre ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Verkehrswende, für die Sicherheit und die Lebensqualität“, so Oberbürgermeister Martin Horn.

Auch Landesverkehrsminister Winfried Hermann unterstützt den Freiburger Vorschlag:

„Eine solche Regelung für die Städte ist im Interesse der Verkehrssicherheit überfällig. Seit vielen Jahren setze ich mich schon dafür ein, die Regelgeschwindigkeit innerorts von 50 auf 30 km/h zu senken. Dann würde die alte Regel Tempo 50 zur Ausnahme für die großen Durchgangsstraßen und der Flickenteppich aus zahllosen Tempo-30-Zonen verbunden mit einem beträchtlichen Schilderwald hätte ein Ende. Autofahrer müssten dann innerhalb der Stadt nicht immer wieder darüber nachdenken: ‚Bin ich noch in einer Tempo-30-Zone oder nicht?‘ Und alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer hätten Klarheit bezüglich der Regeln und vor allem mehr Sicherheit und Verkehrsqualität. Ich begrüße ausdrücklich diesen neuartigen Freiburger Vorstoß“

Baubürgermeister Martin Haag erläutert, dass bei einer einheitlichen Regelung Tempo-30 innerorts würden wenige übergeordnete Straßen von einer Geschwindigkeitsreduzierung ausgenommen. Auch Städtetag und ADAC Südbaden haben sich für eine Vereinheitlichung der Geschwindigkeitsanordnungen ausgesprochen. „Ebenfalls belegt ist, dass geringeres Tempo zu weniger schweren Unfallfolgen und damit weniger Unfalltoten führt. Durch die Möglichkeit für Kommunen, Geschwindigkeit auf Tempo 30 zu reduzieren, würde das Ziel eines stadtverträglichen Verkehrs näher rücken“, so Baubürgermeister Haag.
 
 

Buchtipp:
 
Buchtipp: "MERIAN Freiburg und der Breisgau"
Der Jahreszeiten Verlag veröffentlicht mit „MERIAN Freiburg und der Breisgau“ im November die fünfte Spezial-Ausgabe über die Green City Vor 900 Jahren hat Freiburg das Marktrecht erhalten. Für das lebenswerte Zentrum im Südwesten Deutschlands ist das längst nicht der einzige Anlass zu feiern: So ist Freiburg heute ein wichtiger Ort für Bildung, Forschung und Nachhaltigkeit. Und schon seit jeher Mittelpunkt der reizvollen Genussregion Breisgau, die direkt vor den Toren der Stadt beginnt. Genügend gute Gründe für MERIAN, dem führenden deutschen Reise- und Kulturmagazin, der Stadt und seiner Umgebung eine eigene Ausgabe zu widmen. Trotz der schwierigen Umstände durch das Coronavirus ist es der Redaktion gelungen, in der mittlerweile fünften Freiburg-Ausgabe alle geplanten Wunschthemen umzusetzen – auch ein Portrait des Freiburger Barockorchester ist mit von der Partie.

Auf 132 Seiten warten auf die Leserinnen und Leser spannende Themen, wie zum Beispiel „Blühendes Gemüse“, „Champignons aus dem Bunker“, „Ein Erfolgsrezept für Käsekuchen: zu Besuch bei den Machern vom Münstermarkt“ oder „Die Welt in einer Kirche: Gespräch mit Münster-Experte Konrad Kunze über ein Meisterwerk der Gotik und seine Geheimnisse“. Auch Freiburgs Popularität als Öko-Vorzeigestadt und die Planungen zum neuen Stadtteil Dietenbach werden thematisiert. Die Geschichte der Bächle und des Bergwerks Schauinsland sowie Impressionen des historischen Stadtbildes mit seinen prachtvollen Jugendstil-Gebäuden spiegeln eindrucksvoll den nostalgischen Charme, den Freiburg bis heute versprüht, wider. Ein Überblick über die schönsten Weingüter rund um Freiburg, charmante Hotels und eine Genusstour, die vom Frühstück bis zum letzten Drink die kulinarischen lokalen Highlights präsentiert, machen Lust auf einen Besuch der Stadt am Fuße des Schwarzwaldes.

Die Ausgabe „MERIAN Freiburg und der Breisgau“ ist ab sofort in einer Auflage von 60.000 Exemplaren für 9,90 Euro deutschlandweit im Buch- und Zeitschriftenhandel sowie online erhältlich.
 
 

 
Grenzenloser Ärger statt bequemer Online-Kauf
Umfrage des vzbv ergibt: Verbraucher haben bei außereuropäischen Bestellungen über Online-Marktplätze vielfältige Probleme

Gut vier von zehn Befragten (41 Prozent), die schon einmal etwas im außereuropäischen Ausland bestellt haben, geben an, dass dabei etwas schiefgelaufen ist. Dazu gehören lange oder ausbleibende Lieferungen, schwieriger Widerruf oder vereinzelt sogar gefährliche und unsichere Waren. Das ergab eine repräsentative Befragung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Der vzbv sieht die Verantwortung hier auch bei den Online-Marktplätzen. Dazu veröffentlicht der vzbv ein neues Positionspapier und setzt sich für die Reform der Produktsicherheitsrichtlinie ein.

„Verbraucher sagen ‚ich kaufe bei dem Online-Marktplatz‘ und nicht ‚ich kaufe bei einem Anbieter in China‘,“ sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv. „Diese prominente Rolle von Online-Marktplätzen muss sich auch in ihrer Verantwortung für die angebotenen Produkte widerspiegeln. Online-Marktplätze müssen für die Einhaltung von Verbraucherrechten haften, wenn sie einen beherrschenden Einfluss auf die Anbieter ausüben und kei-ne ausreichenden Sorgfaltspflichten übernehmen.“
 
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 
369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 
392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 402 403 404 405 406 407 408 409 410 411 412 413 414 
415 416 417 418 419 420 421 422 423 424 425 426 427 428 429 430 431 432 433 434 435 436 437 
438 439 440 441 442 443 444 445 446 447 448 449 450 451 452 453 454 455 456 457 458 459 460 
461 462 463 464 465 466 467 468 469 470 471 472 473 474 475 476 477 478 479 480 481 482 483 
484 485 486 487 
AIDShilfeFreiburg.jpg
prospect graf     Kopie.jpg
prospect graf  1 Kopie.jpg
1

Copyright 2010 - 2025 B. Jäger