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Öko plus
| | | | | FFH-Schutzgebiet „Mooswälder bei Freiburg" | Monitoring der Bechsteinfledermaus hat begonnen
Im Mooswald startet in diesem Jahr ein umfangreiches Forschungsprojekt. Von April bis September untersuchen Experten des Instituts für Tierökologie und Naturbildung die Bechsteinfledermaus, eine seltene und streng geschützte Art. Auftraggeberin ist die Deutsche Bahn, die gesetzlich verpflichtet ist, vor dem geplanten Ausbau des 3./4. Gleises im Raum Freiburg mögliche Auswirkungen auf die Fledermäuse im FFH-Schutzgebiet „Mooswälder bei Freiburg" zu überwachen und zu dokumentieren.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen bis zu acht Kolonien der Bechsteinfledermaus. Die Forschenden wollen herausfinden, wo die Tiere ihre Quartiere haben, welche Teile des Waldes sie als Jagdgebiet nutzen und wie sie sich im Verhältnis zur Autobahn A5 bewegen – insbesondere, wo und wie häufig sie diese queren. Die Ergebnisse fließen in die Planung und Evaluierung der Wirksamkeit von Querungsbauwerken (Grünbrücken, Durchlässe) ein.
Für die Untersuchungen kommen mehrere wissenschaftliche Methoden zum Einsatz. Zunächst werden Fledermäuse in Netzen gefangen und mit kleinen, leichten Radiosendern ausgestattet, die ein präzises Verfolgen ihrer Bewegungen ermöglichen. Ergänzend wird im gesamten Untersuchungsgebiet ein automatisches Telemetrienetz aufgebaut: Rund 48 Stationen registrieren die Signale der besenderten Tiere und zeichnen ihre Routen auf. Zusätzlich werden an ausgewählten Standorten akustische Erfassungsgeräte eingesetzt, die die Ultraschallrufe der Fledermäuse aufzeichnen.
Wer die mit Solarpanelen ausgestatteten Telemetrie-Geräte im Wald entdeckt: Die Geräte sind mit einem Informationsschild und den Kontaktdaten des Instituts versehen. Sie sind ungefährlich und erfassen ausschließlich den Flug der besenderten Fledermäuse. | | | | | |
| | | | | | Freiburg: Infoveranstaltung zur neuen Klimaanpassungsstrategie | mit Workshop zum Hitzeaktionsplan am Dienstag, 14. April
Informieren und Mitmachen für ein lebenswertes Freiburg trotz Klimawandel
Rekordtemperaturen, Tropennächte, starke Niederschläge und immer längere Trockenperioden – der Klimawandel ist kein Phänomen der Zukunft, sondern bereits heute spürbare Realität in Freiburg. Deshalb hat die Verwaltung in den letzten zwei Jahren eine neue und umfassende Klimaanpassungsstrategie erarbeitet. Bei einer Infoveranstaltung am Dienstag, 14. April, um 17 Uhr stellt das Umweltschutzamt im Humboldtsaal, Humboldtstraße 2, die Strategie vor.
Im Anschluss an die Vorstellung der Klimaanpassungsstrategie sind die Anwesenden eingeladen, selbst aktiv zu werden. Auf dem Programm stehen Workshops zur Entwicklung des Hitzeaktionsplans für Freiburg. Dieser ist eine zentrale Leuchtturm-Maßnahme der Klimaanpassungsstrategie. Bis zum Sommer 2027 soll der Plan stehen. Das Umweltschutzamt freut sich auf das Wissen und Anregungen der Teilnehmenden: Wie und wo sind wir in Freiburg von Hitze betroffen sind und in welcher Weise können wir als Stadtgesellschaft aktiv werden, um insbesondere vulnerable Gruppen wie Ältere, Kinder und Kranke besser zu schützen?
Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit eröffnet die Veranstaltung, Anne Hillenbach von der Energieagentur Freiburg moderiert den Abend. Die Veranstaltung endet gegen 20 Uhr. Die Plätze sind begrenzt, wer seine Teilnahme sichern will, kann sich bis Mittwoch, 8. April, unter https://eveeno.com/freiburgklimaanpassung_hitzeaktionsplan anmelden. | | Mehr | | | |
| | | | | | Die Waldhaus-Termine im April | Vom Afterwork-Waldbaden bis zu urweltlichen Magnolien
Sonntag, 12. April, ab 11.30 Uhr | ohne Anmeldung
Offene Tür im Waldgarten: Führung und Mitmachaktion Beim Waldhaus entsteht ein Waldgarten, der nach Permakultur-Prinzipien geplant und gestaltet wird. Durch die Auswahl bestimmter Bäume, Sträucher und Pflanzenarten entsteht ein experimentelles Agroforstsystem. Um 11.30 Uhr führt Angie Schmidt als Naturpädagogin und Fachfrau für Permakultur durch den Garten und informiert über das Projekt. Danach sind Interessierte bis 15 Uhr eingeladen, gemeinsam mit der Projektgruppe aktiv zu werden. Wer es einrichten kann, kommt am besten in wetterangepasster und zur Gartenarbeit tauglicher Kleidung und bringt sich je nach Bedarf etwas Verpflegung mit. Teilnahme frei, Spenden sind willkommen
Mittwoch, 15. April, 17 bis 19 Uhr | ohne Anmeldung
Waldspaziergang im Freiburger Stadtwald
Die Teilnehmenden erleben auf dieser Tour rund um das Waldhaus mit Albrecht Franke, Forstdirektor a.D., den Wald im Frühling. Sie erfahren Wissenswertes über nachhaltige Waldbewirtschaftung, über das Management der Erholungsfunktion des Waldes und seine Bedeutung für den Natur-, Arten- und Klimaschutz. Ab 12 Jahren. Kostenfrei
Samstag, 18. April, 10 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss 14. April
Grünholzwerkstatt: Esslöffel schnitzen
Dieser Kurs eignet sich für Personen mit etwas Schnitzerfahrung, z.B. aus einem früheren Kochlöffelkurs im Waldhaus. Die Teilnehmenden erarbeiten (Ess-) Löffelrohlinge mit der Axt und bringen sie mit Schnitzmessern in ihre endgültige Form. Dabei werden auf vorhandenen Erfahrungen aufbauend die handwerklichen Techniken verfeinert und ein bis zwei filigrane Esslöffel erarbeitet. Referent Matthis Berthold wurde am Sätergläntan, dem Institut für Traditionelles Kunsthandwerk in Schweden, ausgebildet. Teilnahmebeitrag: 90 Euro inkl. Material. Mindestalter 16 Jahre
Donnerstag, 23. April, 17 bis 18.30 Uhr | Anmeldeschluss: 13. April
Stress lass nach: Entspannen im Grünen durch Shinrin Yoku (Waldbaden)
„Shinrin Yoku“ kommt aus dem Japanischen und bedeutet „Baden in der Waldluft“. Zum Herunterkommen und Durchatmen nach einem Arbeitstag tauchen die Teilnehmenden mit Kristin Vollmar, Referentin für Waldpolitik und zertifizierte Kursleiterin für Waldbaden, ein in die heilende Wirkung des Waldes und genießen bewusst die Natur mit allen Sinnen. Entspannung, Achtsamkeitsübungen im Wald und Wohlfühlen stehen im Vordergrund. Das Schlendern ist gespickt mit einer Prise Wissen über den Ursprung des Waldbadens und die verblüffenden gesundheitlichen Wirkungen des Waldes. Teilnahmebeitrag: 13 Euro
Freitag, 24. April, 16 bis 20 Uhr und Samstag, 25. April, 10 bis 17 Uhr |
Anmeldeschluss: 21. April
Grünholzwerkstatt: Korbflechten
In diesem Kurs mit Daniel Schenk lernen die Teilnehmenden Grundtechniken des Korbflechtens kennen, die auch auf andere Projekte (z.B. Zäune oder Rankhilfen) angewendet werden können. Am Ende nehmen alle viel Wissen und einen selbstgemachten runden Korb mit nach Hause. Teilnahmebeitrag: 130 Euro, zzgl. ca. 15 Euro für Material (je nach Korb)
Samstag, 25. April, 14 bis 16 Uhr | Anmeldeschluss: 14. April
Tag des Baumes: Frühlingsspaziergang im Arboretum Liliental
Zwischen Ihringen und Wasenweiler liegt das Forstliche Versuchsgelände „Liliental“. Auf einer Rundwanderung, auch abseits der Hauptwege, mit Albrecht Franke, Forstdirektor a.D., lernen die Teilnehmenden die Geschichte des Lilientals kennen, erkunden das Arboretum mit exotischen Baumarten der gemäßigten Breiten und erfahren einiges über Samenplantagen, Klonprüfungen und die Nachzucht von Forstpflanzen. Geländegängigkeit, festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung sind erforderlich. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Brunnen vor der Gaststätte „Lilie“. Bei Bedarf Vesper und Getränke mitbringen, nach der Tour ist ggfs. die gemeinsame Einkehr in der „Lilie“ möglich (Selbstzahler). Teilnahmebeitrag: 8 Euro, Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren 4 Euro
Samstag, 25. April, 11 bis 15 Uhr | Anmeldeschluss: 13. April
Waldgarten: Wildkräuter nach Permakulturprinzipien
Gemeinsam gehen die Teilnehmenden im Waldgarten nahe dem Waldhaus mit der Natur- und Umweltpädagogin Angie Schmidt auf Entdeckungstour. Dort lernen sie wichtige Prinzipien der Permakultur und die Bedeutung von Wildkräutern in einem Waldgartensystem kennen. Zum Abschluss bereiten alle gemeinsam etwas Leckeres aus Wildkräutern zu. Teilnahmebeitrag: 20 Euro. Mindestalter 16 Jahre
Sonntag, 26. April, 14 und 16 Uhr | ohne Anmeldung
Fräulein Brehms Tierleben: 14 Uhr Luscinia – die Nachtigall, 16 Uhr Sus scrofa – das Schwein
Dieses Mal kommt die Schauspielerin Barbara Geiger, Erfinderin des Ein-Frau-Theaters „Fräulein Brehms Tierleben“ und kreativer Kopf hinter den
Kulissen, höchstpersönlich auf die Waldhaus-Bühne. Um 14 Uhr entflattert ihrem Frolleingepäck eine Meistersängerin: Luscinia, die Nachtigall. Um 16 Uhr entführt sie das Publikum mit Sus scrofa in die Schweinewelt im wilden Wald. Die Vorführungen sind für neugierige Erwachsene und Kinder ab 10 bzw. 8 Jahren geeignet. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Weitere Informationen unter www.brehms-tierleben.com. Diese Veranstaltung wird gefördert vom Naturpark Südschwarzwald mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Europäischen Union
Sonntag, 26. April, 14 bis 15.30 Uhr | ohne Anmeldung
Sonntagsspaziergang: Das Stadtwald-Arboretum Günterstal im Frühjahr
Der Frühling ist im Stadtwald die schönste Jahreszeit. Besonders reizvoll ist die Blüte der Magnolien. Beim Spaziergang mit dem Biologen Winfried Meier entdecken die Teilnehmenden diese urweltlichen Pflanzen, die schon zu Zeiten der Dinosaurier existiert haben, sowie weitere in voller Pracht blühende Frühlingsboten. Treffpunkt: Waldparkplatz Wiesenweg Günterstal (Straßenbahn Linie 2, Haltestelle Wiesenweg). Teilnahmebeitrag 6 Euro, bitte beim Referenten bezahlen. In Kooperation mit dem Verein "Freunde des Stadtwald-Arboretums Günterstal"
Montag, 27. April, 17 bis 19.30 Uhr | Anmeldeschluss: 14. April
Exkursion: Fünf-Seen-Radtour im südlichen Mooswald
Die Fahrradexkursion führt die Teilnehmenden durch die schönsten Flecken im Mooswald. Fünf Stillgewässer finden sich allein im südlichen Teil. Der große Opfinger See ist mit fast 50 Hektar der größte See in Freiburg. Unterwegs erzählt Markus Müller, Revierförster Opfingen und Leiter des Waldhauses, Wissenswertes über die Besonderheiten dieser Gewässer, nachhaltige Waldbewirtschaftung und die unterschiedlichen Funktionen des Mooswalds. Bitte an wetterangepasste Kleidung, ggfs. Sonnenschutz und Getränke denken. Treffpunkt: Parkplatz Friedhof St. Georgen. Ab 12 Jahren, Teilnahme frei. In Kooperation mit dem städtischen Forstamt
Anmeldungen unter www.waldhaus-freiburg.de/veranstaltungskalender, an info@waldhaus-freiburg.de oder unter Tel. 0761 / 896477-10 (Dienstag bis Freitag 9 bis 12.30 Uhr).
Öffnungszeiten des Waldhauses: Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Sonntag und Feiertag 12 bis 17 Uhr (mit Waldhaus-Café) | | Mehr | | | |
| Abschied von den Elefantenkühen Maya und Rosy © Zoo Basel | | | | | Abschied von den Elefantenkühen Maya und Rosy | Der Zoo Basel verabschiedete sich in den letzten zwei Tagen von den Elefantenkühen Maya und Rosy. Im Rahmen des EAZA Ex-situ-Programms (EEP) zogen sie in zwei unterschiedliche französische Zoos um. In den kommenden Wochen, voraussichtlich gegen Ende Mai 2026, wird im Zolli eine neue Elefantengruppe erwartet. Bis dahin werden kleinere Renovationen an der Elefantenanlage Tembea durchgeführt. Für die Betreuer:innen war der Abschied von ihren Schützlingen Maya und Rosy emotional herausfordernd. Dennoch blicken sie den kommenden Entwicklungen mit Freude entgegen.
Diese Woche war es soweit: Die Verantwortlichen des Zoo Basel mussten Abschied nehmen von den beiden Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) Maya und Rosy. Nach dem Tod von Leitkuh Heri im vergangenen Juni zeigte sich rasch, dass die Tiere künftig in zwei unterschiedlichen Zoos untergebracht werden müssen. Sie vertrugen sich nicht sehr gut. Gespräche mit dem EAZA Ex-situ-Programm (EEP), das die Haltung und Zucht der Afrikanischen Elefanten innerhalb der European Association of Zoos and Aquaria koordiniert, fanden deshalb schon früh und fortlaufend statt. So konnte in den letzten Monaten für beide Elefantenkühe ein geeigneter Platz gefunden werden.
Von Basel nach Frankreich
Sowohl Maya als auch Rosy kamen 1999 als Wildfänge in den Zoo Basel. Während Rosy unter der damaligen Leitkuh Ruaha noch Welpenschutz genoss, mutierte die rund ein Jahr ältere Maya zum Omegatier der Herde und fand ihren Platz in der Gruppe nie so richtig. Darin liegen vermutlich die Spannungen zwischen den beiden Tieren begründet. Maya, die zurückhaltendere, aber auch gelassenere der beiden, reiste am Dienstag, 24. März 2026, in den französischen Safari-Park Peaugres. Dort trifft sie auf zwei Kühe im Alter von 40 und 57 Jahren. Die neugierige und aufgeweckte Rosy hat den Zoo Basel heute Donnerstag, 26. März 2026, in Richtung Amnéville, Frankreich, verlassen. Im Bestand des Zoo Amnéville lebt eine Elefantenkuh (43).
Aus beiden französischen Zoos kamen vorgängig Kolleginnen und Kollegen nach Basel, die dort mit den Elefanten arbeiten. Ziel ihrer Besuche war es, Maya und Rosy kennenzulernen und abschätzen zu können, ob sie vom Charakter her zu ihren Tieren passen. Ebenfalls besuchten Zolli-Mitarbeiter:innen Peaugres und Amnéville, um sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen. Als alle Beteiligten den Transfers zugestimmt hatten, wurde mit der detaillierten Planung begonnen.
Emotionale Momente
Für die Tierpfleger:innen der Elefantenanlage Tembea war der Abschied von Maya und Rosy ein schwieriger Moment: Über viele Jahre standen sie täglich in engem Kontakt mit den Tieren. Sie übernahmen deren Pflege und Beschäftigung, führten Target-Trainings durch, überwachten ihre Gesundheit und begleiteten tierärztliche Interventionen. Dass ihre beiden Schützlinge nun in Frankreich ein neues Zuhause gefunden haben, kommt ihnen entgegen. Sowohl Peaugres als auch Amnéville sind von Basel in wenigen Autostunden erreichbar. Der definitive Abschied erfolgt jedoch nicht für alle Mitarbeiter:innen unmittelbar: Maya und Rosy wurden bzw. werden auf dem Transport von Zolli-Pflegerinnen und -Pflegern begleitet. Auch bleiben die Basler Betreuer:innen in den ersten Tagen vor Ort, um Maya und Rosy das Einleben in ihrem neuen Umfeld zu erleichtern.
Neue Elefantengruppe
Gleichwohl freuen sich die Verantwortlichen auf die spannende Aufgabe, die auf sie wartet: Sie werden künftig eine sogenannte Matrilinie betreuen dürfen, mit Aussicht auf Zucht. Eine Matrilinie ist eine mütterliche Verwandtschaftslinie bestehend aus weiblichen Tieren, die untereinander eng verwandt sind. Die Ankunft der neuen Elefantengruppe ist gegen Ende Mai 2026 geplant. Der Zoo Basel wird erneut informieren, sobald die Tiere eingetroffen sind, und die Öffentlichkeit vertieft über die Zusammensetzung der Herde orientieren.
Keine Tiere während Renovierungsarbeiten
In den kommenden Wochen wird die Elefantenanlage Tembea für die Ankunft der neuen Tiere vorbereitet. Dazu gehören kleinere Anpassungen, technische Instandhaltungen sowie Optimierungen an den Bereichen, die für das Training, die Pflege und die Beschäftigung der Elefanten wichtig sind. Während dieser Vorbereitungsarbeiten ist das Gehege unbesetzt. Das Tierhaus bleibt offen und für die Besucher:innen zugänglich. | | Mehr | | | |
| | | | | | 6. Erklärung des RegioBündnis pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen | An die Bevölkerung und Kommunalpolitik in Freiburg und im Breisgau, März 2026
Neubaustadtteil Dietenbach: der STOPP muß jetzt kommen
Kostenexplosion - viel zu teure Mieten – Natur & Menschen leiden –
seit 13 Jahren keine Wohnung - kein Bedarf mehr – Alternativen besser
Das RegioBündnis pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen mit seinen 17 großen und kleinen VereiniÂgungen fordert mit seiner aktuellen sechsten Erklärung den Freiburger Gemeinderat und die Bürgermeister-Riege auf, den Riesen-Neubaustadtteil jetzt endlich zu stoppen, bevor durch Dietenbach weitere viel zu große Nachteile für Freiburg, die Menschen in der Stadt und die Umwelt entstehen. Noch sei es nicht zu spät.
Über 13 Jahre nach ersten Beschlüssen für einen Riesen-Neubaustadtteil in Freiburg bestehe in „Dietenbach“ weiterhin keine sichere Aussicht auf erste bezugsfertige Wohnungen, das obwohl von der Stadtverwaltung und der Ratsmehrheit stets ein Mangel an bezahlbaren Wohnungen für breite Schichten angeführt werde. „Dietenbach“ habe sich aber als riesiger Irrtum der Stadt und des Gemeinderats entpuppt. Das Regiobündnis erklärt dazu: Es gibt entscheidende neue und bisherige große Hindernisse, die so sehr gegen den Neubaustadtteil sprechen, dass dieser umgehend gestoppt werden sollte:
1. Das große Geld fehlt. 2. Dietenbach wäre sozial schädlich, 3. Das finanzielle Risiko ist viel zu hoch. 4. Der Bedarf für Dietenbach ist weg. 5. Die von der Stadt mit Waldrodungen vergewaltigte Natur mahnt. 6.: Dietenbach wäre nicht klimaneutral, sondern sehr klimaschädlich. 7. Dietenbach ist vor Gerichten weiterhin umstritten.
Der Bürgerentscheid von 2019 binde Stadt und Rat seit Februar 2022 nicht mehr. Daher stehe dem Stopp nichts im Wege außer der noch fehlende Ratsbeschluss dafür, zumal es fürs Wohnen bessere kosten- und mietengünstigere Alternativen reichlich gebe.
Es sei nicht zu spät, Dietenbach zu stoppen, so Sprecher des RegioBündnis: Rund 1 Mrd. € würden gespart trotz bereits neu errichteter Straße zum Tiergehege Mundenhof samt Brücke! Es sei nicht zu viel verloren, sondern viel zu gewinnen! Die wesentlichen Versprechen der Stadt vom Bürgerentscheid seien unerfüllbar. Der bindet laut Gemeindeordnung Baden-Württemberg seit 24. Februar 2022 Stadt und Rat nicht mehr. Der Gemeinderat ist frei, aufgrund der Lage anders zu entscheiden und Dietenbach stoppen fürs Allgemeinwohl!
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Hintergrund
Im Einzelnen aus der 6. Erklärung: 7 große Hindernisse gegen den Neubaustadtteil Dietenbach:
Hindernis 1: Das Geld fehlt: Die Erschließungskosten Dietenbachs stiegen binnen 7 Jahren von 602 Mio € in 2018 bis Ende 2025 auf 1.320 Mio € , also um mehr als das Doppelte, Tendenz steigend und bei weitem unbezahlbar für die hoch verschuldete Stadt. Ohne viele 100 Mio € staatliche Zuschüsse werde sowas nichts laut OB Horn im Dezember 2023 im SWR-Fernsehen, unbemerkt vom Gemeinderat? Gebührenerhöhungsschrauben wegen Dietenbach belasten alle. Die „Dietenbach-Schulden-Haushaltssperre“ drohe und würde Vereine, Kultur und andere freiwillige Leistungen treffen
Hindernis 2: Dietenbach wäre sozial schädlich. Die erwarteten sehr teuren freien Mieten in Dietenbach - Anfang 2023 netto kalt über 25 €/qm, Tendenz steigend - würden über künftige höhere Mietspiegel den allermeisten Mietern Freiburgs schaden. Noch ohne Wohngebäude würde jede Wohnung im Schnitt rund 200.000 € Erschließungskosten verursachen. Die Stadt ist deshalb auf Kurs Billigversion des Stadtteils - u.a. mit mehr Energieverbrauch und höheren Energiekosten.
Hindernis 3: Das finanzielle Risiko ist viel zu hoch. Deshalb stieg die Sparkasse Freiburg 2023 aus dem Grundstücksgeschäft Dietenbach aus. Grundstücke würden bei einer Geschossflächenzahl 2 nun netto 1838 €/qm kosten statt versprochene 680 bis 820. Da geht kein sozialer Mietwohnungsbau! Auch Stadt und Gemeinderat: müssten rechnen können!
Hindernis 4: Der Bedarf für Dietenbach ist weg. So viele Baugebiete wie nie zuvor sind in Bau oder in Arbeit - meist Innenentwicklung. Stadtbau und andere tun ihr Bestes – meist vor Dietenbach und auf günstigeren Grundstücken oder im Bestand mit Umbau, Aufstocken usw.: Das sei viel mehr als für Dietenbach geplant und billiger für Stadt und Mieten. Laut Zensus gebe es zudem über 13.000 viel zu große Wohnungen, der Leerstand sei stark gestiegen. Prognosen der Stadt und des Statistik-Landesamts zeigen wenig Bevölkerungswachstum. Ab 2022 sank die Geburtenrate auch in Freiburg stark.
Hindernis 5: Die von der Stadt mit Waldrodungen vergewaltigte Natur mahnt: 14 Vogel- und andere Arten wurden geschädigt, deren Überleben aufs Spiel gesetzt, Igel geschreddert. Die Stadt rodete, bevor alle z.T. selbst erteilten Sondergenehmigungen gegen die Tierwelt und Wald vorlagen. Dem Bauen auf „grüner Wiese“ wie in Dietenbach stehe auch Art. 20a des Grundgesetzes entgegen: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung (…)
Hindernis 6: Dietenbach wäre nicht klimaneutral, sondern sehr klimaschädlich. Denn beim großen Mangel an Handwerk, städtischem Personal und Finanzen würde Dietenbach den sehr wichtigen Klima-schützenden Umbau der rund 20.000 Altbauten Freiburgs zu sehr behindern.
Hindernis 7: Dietenbach ist vor Gerichten weiterhin umstritten bei ungewissem Ausgang, und zwar erneut beim VGH Baden-Württemberg, neu beim Europäischen Gerichtshof in Strasbourg. Die Gemeinde Umkirch will ihr Trinkwasserschutzgebiet unter Dietenbach schützen gegen riesige Aufschüttungen und enorme Abpumpungen sowie Abwasserrohre im Trinkwasserbereich. | | | | | |
| Nachwuchs bei den Kordofan-Giraffen © Zoo Basel | | | | | Zoo Basel: Nachwuchs bei den Kordofan-Giraffen | Am 11. März 2026 wurde im Zoo Basel ein Weibchen der seltenen und vom Aussterben bedrohten Kordofan-Giraffe (Giraffa camelopardalis antiquorum) geboren. Für Giraffenkuh Sophie (15) ist es das siebte Jungtier, für Vater Xamburu (16) das elfte. Ab heute Nachmittag ist das Antilopenhaus wieder zeitweise geöffnet.
Das am 11. März 2026 im Zoo Basel geborene Kalb der seltenen Kordofan-Giraffe (Giraffa camelopardalis antiquorum) trägt den Namen Xahara und ist ein Weibchen. Der Name leitet sich aus dem Arabischen ab und bedeutet «Wüstenblume». Für Giraffenkuh Sophie (15) ist es das siebte Jungtier, für Vater Xamburu (16) der elfte Nachwuchs.
Früher als erwartet
Als die Tierpfleger:innen am Morgen des 11. März 2026 eintrafen, war das Jungtier bereits geboren. Da es noch feucht war, dürfte die Geburt erst kurz zuvor stattgefunden haben. Die Geburt erfolgte etwas früher als angenommen – ursprünglich war sie in rund zwei Wochen erwartet –, liegt jedoch innerhalb der natürlichen Tragzeit von 13 bis 15 Monaten.
Zucht seit 15 Jahren
Der Zoo Basel hält die auf der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten der Weltnaturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht (critically endangered) geführten Kordofan-Giraffen seit 15 Jahren. Der Wildbestand wird auf rund 1’400 Tiere geschätzt, mit weiterhin abnehmender Tendenz. Mit Xahara umfasst die Gruppe Kordofan-Giraffen im Zolli nun fünf Tiere: die beiden Bullen Xamburu (16) und Vizuri (2) sowie die Kühe Sophie (15), Violette (3) und das aktuelle Jungtier.
Populationsmanagement
Das EAZA Ex-situ-Programm (EEP, Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria) bildet derzeit eine Reservepopulation der Kordofan-Giraffen. Es ist stark bemüht, die Population langfristig wachsen zu lassen, um künftig möglicherweise wieder Tiere auswildern zu können. Der Zoo Basel und die Geburt von Xahara leisten dazu einen wichtigen Beitrag.
Das Antilopenhaus blieb die letzten Tage geschlossen, um die Bindung zwischen Mutter und Kalb zu festigen. Ab heute Nachmittag können Besucher:innen das Antilopenhaus wieder zeitweise betreten. Es bleibt jedoch weiterhin phasenweise geschlossen, um den Tieren Ruhe zu gewähren. | | Mehr | | | |
| | | | | | Baum des Jahres 2026 | Stadt Freiburg pflanzt eine Zitterpappel in der Bachgasse am Dorfbach Zähringen
„Zittern wie Espenlaub“ – diese Redensart geht zurück auf den gleichnamigen Baum, weil seine Blätter im Wind besonders stark zittern. Die Espe oder auch Zitterpappel (Populus tremula) wurde von der Dr. Silvius Wodarz-Stiftung zum Baum des Jahres 2026 gekürt (baum-des-jahres.de). Zu diesem Anlass pflanzt Baubürgermeister Martin Haag gemeinsam mit Kindern des Kinderhauses Tabitha und dem Bürgerverein Zähringen am Mittwoch, 25. März, ein Exemplar in der Bachgasse am Dorfbach.
Die Zitterpappel erreicht Höhen von 15 bis 25 Metern, selten auch bis zu 40 Metern, bei einem maximalen Stammumfang von zwei bis drei Metern. Besonders auffällig sind ihre rundlichen bis herzförmigen Blätter mit seitlich abgeflachtem Stiel, die der Grund für das charakteristische Zittern im Wind sind. Noch bevor die Blätter kommen, erscheinen im Frühjahr die Blüten – männliche purpurfarbene und weibliche grünliche Kätzchen. Einzelbäume können 100 bis 200 Jahre alt werden.
Die Baumart kann an allen möglichen Standorten überleben und es existieren zahlreiche Unterarten. Daher hat sie das zweitgrößte Verbreitungsgebiet aller Baumarten der Welt: in fast ganz Europa, weiten Teilen Asiens und auch noch im nördlichen Afrika. Sie kommt auf frischen bis mäßig trockenen, nährstoffreichen Böden vor und wächst vom Tiefland bis in Höhen von 2000 Metern. Zum Wachstum benötigt sie viel Licht, kann aber auch kahle Flächen schnell erobern, indem sie neue Triebe aus ihren Wurzeln entwickelt. Die Wurzelsysteme überdauern dabei wesentlich länger (weit über 1000 Jahre) als die daraus entspringenden einzelnen Bäume. Mit ihrer ovalen, schlanken und lichten Krone sowie der auffallenden leuchtend gelben Herbstfärbung eignet sich die Zitterpappel sehr gut als Stadtbaum. Als Baum am Straßenrand ist sie nur bedingt geeignet, kann aber mit ihrer hohen Trockentoleranz und Frosthärte in Parks und Grünanlagen sehr gut eingesetzt werden. | | | | | |
| | | | | | VAG Freriburg: Barrierefreie Bissierstraße | Blindenleitsystem, akustische Ampeln, Querungen: Barrierefreier Ausbau an der Bissierstraße erfolgreich abgeschlossen
- Gemeinsames Projekt von VAG und GuT
- Lob von Behindertenvertretungen: „Vorzeigemodell für barrierefreien Ausbau.“
- OB Horn: „Freiburg wird Stück für Stück barrierefreier.“
- Haltestelle ist moderner Mobilitätsknotenpunkt
Der barrierefreie Ausbau der Haltestelle Bissierstraße sowie der Kreuzung Bissierstraße/Berliner Allee ist abgeschlossen. Die Bauarbeiten starteten im März 2025. Durchgeführt wurden sie von der Freiburger Verkehrs AG (VAG) und dem Garten- und Tiefbauamt (GuT) der Stadt Freiburg. Behindertenvertretungen unterstützten mit ihrer Expertise.
Oberbürgermeister Martin Horn, die VAG-Vorstände Oliver Benz und Stephan Bartosch, Leiter des GuTs Frank Uekermann, Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenverbands Mischa Knebel sowie Daniela Schmid, Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderungen, weihten die umgebaute Wendeschleife jetzt offiziell ein.
Gute Zusammenarbeit verschiedener Akteure
Oberbürgermeister Martin Horn unterstrich dabei die Bedeutung des Projekts: „Barrierefreiheit in der öffentlichen Infrastruktur ist eine zentrale Aufgabe für gerechte Lebensbedingungen, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe. Dadurch wird Freiburg Stück für Stück barrierefreier. Der Weg ist noch lang, aber Projekte wie dieses zeigen: Wir sind auf dem richtigen Kurs.“
Alle Übergänge an der Kreuzung sind mit akustischen Signalen ausgestattet, die zwischen Straßen- und Gleisquerungen unterscheiden. Ein durchgehendes Blindenleitsystem aus Rillen- und Noppenplatten mit kontrastierenden Begleitstreifen führt Nutzende zuverlässig zu den Ampelüberwegen, Haltestellen und Querungsstellen. Die Querungen wurden in zwei unterschiedlichen Höhen angefertigt, damit sie für Sehbehinderte sowie Rollstuhlfahrende gleichermaßen geeignet sind. Gepflasterte Wege über die Bushaltestelle vervollständigen die Barrierefreiheit.
Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamts, ergänzte: „Die Bissierstraße zeigt, dass solche ambitionierten Projekte gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen: Stadt, Verkehrsbetriebe und vor allem die Verbände der Menschen mit Behinderungen, die ihre Expertise einbringen.“
Vorzeigemodell für barrierefreien Ausbau
Mischa Knebel, Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenvereins, lobte die Arbeiten: „Das Konzept an der Bissierstraße ist gut durchdacht, in sich stimmig und überzeugt in jeder Ecke: ein repräsentatives Vorzeigemodell. Das ist der Standard, den wir überall anstreben.“ Und appellierte an die Fahrgäste: „Jetzt müssen nur alle darauf achten, dass die Leitsysteme nicht zugestellt werden – etwa durch Taschen oder E-Scooter.“
Daniela Schmid, Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderungen, sagte: „Menschen mit Behinderung sind oft besonders auf den ÖPNV angewiesen. Deswegen ist es wichtig, dass die Barrierefreiheit nicht nur an einzelnen Stellen umgesetzt wird, sondern ein Gesamtkonzept entsteht. Bei der Bissierstraße ist genau das passiert.“ Darauf dürfe man sich aber nicht ausruhen. „In Freiburg sind wir insgesamt auf einem guten Weg, auch wenn es für uns Betroffene natürlich schneller gehen könnte. Doch dafür braucht es finanzielle Mittel von Bund und Land.“
Zentraler Mobilitätsknotenpunkt mit vielen Extras
Die Haltestelle Bissierstraße ist ein zentraler Knotenpunkt der VAG – eine Bündelung verschiedener Mobilitätsangebote, die den Umstieg auf alternative Verkehrsmittel erleichtern.
Die Mobilstation Bissierstraße verbindet die Buslinien 10, 22 und 36 mit der Stadtbahnlinie 3. Darüber hinaus bietet sie mehrere Fahrgastunterstände, eine Frelo-Station, einen Park-and-Ride-Platz mit rund 240 Parkplätzen sowie eine DHL-Packstation. Zu Heimspielen des SC Freiburgs pendeln zwischen der Bissierstraße und dem Stadion zusätzliche Straßenbahnen. Künftig soll die Zahl der Fahrradstellplätze erweitert werden. Ein Snack- und Getränkeautomat bietet ein zusätzliches Angebot für Fahrgäste und Fahrpersonal. Seit Dezember 2025 ist zudem die Schnellladestation für die E-Busse der VAG in Betrieb und versorgt die Busflotte mit Ökostrom.
Oliver Benz, Vorstand der VAG, sagte: „Aus einer funktionalen Bushaltestelle ist nun ein moderner und übersichtlicher Mobilitätsknotenpunkt entstanden. Das Fahrpersonal muss nicht mehr rangieren und auch die Fahrgäste finden sich besser zurecht. Es gibt unterschiedliche Mobilitätsangebote – und nebenbei können die Gäste noch schnell ihre Päckchen abschicken.“
Stephan Bartosch, VAG-Vorstand, ergänzte: „Die Bauarbeiten fanden aufgrund parallel stattfindender Arbeiten unter großem Zeitdruck statt und waren für das Team herausfordernd.“ Andere Baustellen im Liniennetz sowie der dafür eingerichtete SEV mussten in der Planung berücksichtigt werden. „Umso schöner ist es jetzt, nicht nur ein gutes Ergebnis zu sehen, sondern auch Lob von allen Seiten zu bekommen.“
Die Kosten für den barrierefreien Ausbau sowie den Ausbau der Ladeinfrastruktur bei E-Bussen liegen für die VAG bei zwei Millionen Euro. Davon sind 75 Prozent vom Land Baden-Württemberg gefördert. Die Tiefbauarbeiten und die Ampelanlage des GuT haben rund 860.000 Euro gekostet. Das Land fördert das Projekt mit rund 395.000 Euro. | | | | | |
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