Prolixletter
Freitag, 12. Dezember 2025
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Grüne Quellen

Bronzeplakette für ein Bürgerhaus in der Lange Gasse 10 in Iphofen
Iphofen: Bürgerhaus Lange Gasse 10 (c) Guido Siebert / DSD
 
Bronzeplakette für ein Bürgerhaus in der Lange Gasse 10 in Iphofen
Zur Erinnerung an die private Förderung

Elisabeth Balk vom Ortskuratorium Fränkische Stadtbaumeister der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) überbringt bei einem Pressetermin am Montag, den 8. Dezember 2025 um 15.00 Uhr an Denkmaleigentümer David Saage eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD konnte jüngst dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale die Instandsetzung der östlichen Straßenfassade des Bürgerhauses in der Lange Straße 10 in Iphofen mit 20.000 Euro unterstützen. Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Haus gehört nunmehr zu den über 640 Denkmalen, die die Denkmalschutzstiftung, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.

Bei dem aufwendig gestalteten Renaissancehaus mit fachwerksichtigem Obergeschoss handelt es sich um ein besonders ortsbildprägendes Baudenkmal im historischen Stadtkern. Das Traufseithaus gehört zum Altstadtensemble. Das repräsentative Wohnhaus aus der Renaissance wurde 1571 errichtet. Das Fachwerkobergeschoss ist verputzt. Bemerkenswert ist im Inneren die große, vormals aufwendig ausgestattete Stube. Das Haus schmückt ein Stufengiebelmauerwerk.

Zum Objekt:
Das Gebäude wurde zusammen mit dem zugehörigen Hof als Wohnhaus mit Einliegerwohnung saniert. Dabei wurde das Dachgeschoss zimmermannsmäßig repariert, aber nicht ausgebaut. Das anschließende Nebengebäude wurde in die Wohnnutzung integriert. Zur Belichtung waren straßenseitig Einzelgauben und rückwärtig ein schmales Gaubenband vorgesehen.
 
 

Nikolaustag in der Wilhelma
© Wilhelma Stuttgart/Lisa-Marie Grimmer
 
Nikolaustag in der Wilhelma
Vorweihnachtliche Stimmung im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart

Auch in diesem Jahr hält der Nikolaus Einzug in die Wilhelma: Am Samstag, den 6. Dezember 2025 können sich die großen und kleinen Besucherinnen und Besucher des Zoologisch-Botanischen Gartens auf eine besondere Begegnung freuen: Der Nikolaus ist von 10.00 bis 11.30 Uhr sowie von 13.30 bis 15.00 Uhr im unteren Parkteil unterwegs und verteilt Mandarinen sowie kleine Überraschungen an die Kinder. Natürlich steht er mit seinem prächtigen Gewand und seinem Bischofsstab auch gerne für ein Selfie zur Verfügung.

Nachdem der Start der Weihnachtsstern-Ausstellung in der historischen Gewächshauszeile und das liebevoll dekorierte Weihnachtsbeet in der Nähe des Haupteingangs der Wilhelma schon die Adventszeit eingeläutet haben, sorgt der Nikolaus für noch mehr festliche Stimmung. Sein alljährlicher Besuch ist zu einer Tradition geworden, die bei Familien stets für strahlende Augen sorgt.

Der Brauch des Nikolaustags geht auf den Bischof Nikolaus von Myra zurück, einen der bekanntesten Heiligen der christlichen Kirchen. Er lebte im vierten Jahrhundert im Gebiet der heutigen türkischen Provinz Antalya. Nikolaus galt der Legende nach als großzügiger Mensch, der sein Vermögen unter den Bedürftigen verteilte. Der Besuch vom Nikolaus in der Wilhelma setzt daher ein Zeichen für ein gemeinschaftliches Miteinander – ganz im Sinne der vorweihnachtlichen Atmosphäre, die auch im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart jedes Jahr aufs Neue spürbar wird.

zum Bild oben:
Der Nikolaus legt eine kurze Rast in der Weihnachtsstern-Ausstellung ein.
© Wilhelma Stuttgart/Lisa-Marie Grimmer
 
 

 
BNE-Zertifizierung für den Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart
Wilhelma als nachhaltiger Bildungsort ausgezeichnet

Am Montag, 24. November 2025 wurde der Wilhelma im Rahmen des diesjährigen BNE-Netzwerkforums in Stuttgart von Umweltministerin Thekla Walker und Kultus-Staatssekretärin Sandra Boser das BNE-Zertifikat verliehen. Das Kürzel BNE steht in diesem Zusammenhang für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Mit jährlich rund 1,8 Millionen Besuchenden bietet die Wilhelma vielfältige Möglichkeiten, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in einem authentischen, erlebnisreichen Umfeld zu vermitteln. Die besondere Verbindung aus Zoologie, Botanik und historischer Parkanlage erlaubt es, Naturerfahrungen, Wissensvermittlung und gesellschaftliche Fragestellungen miteinander zu verknüpfen.

Miriam Wüst, Leiterin der Stabsstelle Umweltbildung & Veranstaltungen in der Wilhelma, macht es deutlich: „Unsere Vision ist eine Gesellschaft, in der Menschen mit Bewusstsein, Empathie und Verantwortung gegenüber Natur, Umwelt und zukünftigen Generationen handeln. Als größter außerschulischer Lernort im Raum Stuttgart stellen wir uns der Aufgabe, nicht nur Wissen über Tiere, Pflanzen und ökologische Zusammenhänge zu vermitteln, sondern auch zum Mitdenken, Mitfühlen und zum Mitgestalten einer nachhaltigen Zukunft anzuregen. Die Wilhelma dient dabei als Vorbild. Unsere Tiere und Pflanzen erfüllen dabei eine wichtige Botschafterfunktion.“

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin ergänzt: „Bei uns erfährt man mehr über Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Mensch-Tier-Beziehungen in einem globalen Kontext. Dabei geht es nicht nur darum, auf Probleme aufmerksam zu machen – sondern auch Lösungen zu entwickeln: Weltweit unterstützen wir über 40 Artenschutzprojekte mit mittlerweile rund 1 Million Euro pro Jahr. Jedes dieser Projekte ist ein Beispiel dafür, was man bewirken kann, wenn man Verantwortung für etwas übernimmt. Jeder und jeder einzelne von uns kann etwas bewirken und durch individuelle Entscheidungen Einfluss auf die Zukunft unseres Planeten nehmen. Für uns bedeutet die BNE-Zertifizierung eine offizielle Anerkennung für unsere bereits bestehenden Anstrengungen im Bereich der nachhaltigen Bildung. Wir hoffen, dass es noch mehr Organisationen, Einzelpersonen und Familien dazu bewegt, die Angebote der Wilhelma wahrzunehmen.“

Die BNE-Zertifizierung würdigt Einrichtungen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung konsequent in ihren Angeboten verankern. Sie prüft, ob Lernorte Menschen befähigen, ökologische, soziale und ökonomische Zusammenhänge zu verstehen und aktiv mitzugestalten. Vergeben wird die Auszeichnung in Baden-Württemberg vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft auf der Grundlage der Empfehlungen einer Expertenjury. Um die Zertifizierung zu erhalten, musste die Wilhelma nach Antragsstellung einen umfangreichen Prozess durchlaufen, der nicht nur die Umweltbildung an sich, sondern den gesamten Betrieb betrachtete. Dazu gehörten neben der Antragsstellung inklusive der Ausarbeitung eines BNE-Leitbilds und eines pädagogischen Konzepts auch Auftaktveranstaltungen, Begleitworkshops und Einrichtungsbesuche des Begutachtungsteams in der Wilhelma.

Über das BNE-Netzwerkforum:

Das vierte landesweite BNE-Netzwerkforum fand auf gemeinsame Einladung von Umwelt- und Kultusministerium unter dem Titel ‚Gemeinsam Zukunft wagen‘ statt. Den über 220 Bildungsakteuren sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus allen Bildungsbereichen wurde ein breites Angebot an Inputs und Mitmachformaten zu den Themenbereichen ‚Zukunft‘ und ‚Kooperation‘ geboten. Außerdem öffnet das Netzwerkforum viel Raum für den Austausch zwischen den Teilnehmenden. Besonders lebendig wurde die Veranstaltung durch die Beteiligung zahlreicher Akteure an der Gestaltung und Umsetzung von Freiräumen, Workshops und einem Markt der Möglichkeiten.

Wichtiger Bestandteil der Veranstaltung war die Verleihung des BNE-Zertifikats durch Umweltministerin Thekla Walker und Staatssekretärin im Kultusministerium Sandra Boser an 20 Einrichtungen aus dem non-formalen Bildungsbereich. Seit Januar waren die Einrichtungen am Zertifizierungsprozess beteiligt, der begleitet durch Schulungen und Workshops die Qualitätsentwicklung zum Ziel hat. Das BNE-Zertifikat ist ein Qualitätssigel, das die Reflektion der eigenen Bildungsarbeit fördert und nach außen die Einhaltung von definierten Qualitätskriterien belegt. Die BNE- Zertifizierung ist das Leuchtturmprojekt des Umweltministeriums in der Umsetzung der Landesstrategie BNE-BW 2030. Die BNE-zertifizierten Einrichtungen sind tragende Säulen der strukturellen Verankerung und der Umsetzung von BNE in Baden-Württemberg.
 
 

Bronze für das alte Forsthaus in Maulbronn
Maulbronn: Altes Forsthaus Heilbronner Str (c) Wegner / DSD
 
Bronze für das alte Forsthaus in Maulbronn
Zur Erinnerung an die privaten Förderer

Im Nordosten von Maulbronn befindet sich in der Heilbronner Straße 10 das ehemalige Forsthaus. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellte hier für die Dachsanierung einen Fördervertrag in Höhe von 80.000 Euro zur Verfügung. Nun überbringt Dr. Fritz Fischer, Ortskurator Stuttgart der DSD, bei einem Pressetermin am Mittwoch, den 26. November 2025 um 13.00 Uhr im Beisein von Marc Frank von Lotto Baden-Württemberg an Sarah und Matthias Dauner eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Das alte Forsthaus gehört zu den über 420 Denkmalen, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Zum Objekt:
1885 ließ sich der Steinbruchinhaber Läpple eine Villa errichten, die 1894 das Kameralamt Maulbronn erwarb, um darin das Forstamt unterzubringen. Das stattliche Villengebäude zeigt in schlichter Neoromanik und Neogotik eine zweigeschossige durchgestaltete Fassadenfront. Eine besondere Betonung liegt auf dem dreigeschossigen Mittelrisalit und dem Anbau eines achteckig angelegten Eckerkers. Die Schauseite zur Straße und die beiden Seitenfassaden sind aufwändig gestaltet. Die Vorderfassade zeigt den Mittelrisalit mit Giebel, Erker und vielfältiger Bauzier. Als gliedernde Elemente dienen Fenstergewände und Gesimse und zusätzlich ein repräsentativer Balkon mit Balustradenelementen in Form von Dreipässen. Als Baustein wurde der örtliche Maulbronner Schilfsandstein eingesetzt. Die Fassadenflächen sind komplett als Natursteinmauerwerk durchgestaltet. Die Steinmetzarbeiten sind in einer, für die Ausführungszeit üblichen, sehr hohen Qualität ausgeführt.
 
 

Weihnachtssterne in ihrer ganzen Pracht
Rot ist die klassische Farbe des Weihnachtssterns © Wilhelma /B.Meierjohann
 
Weihnachtssterne in ihrer ganzen Pracht
Start der Weihnachtsbaumausstellung in der Wilhelma

Mit dem Start des Advents gehen im Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart die Sterne auf: Die große Weihnachtssternausstellung öffnet ihre Türen und rückt eine Pflanzenart ins Rampenlicht, die seit Jahrzehnten Symbol für vorweihnachtliche Stimmung ist – den Weihnachtsstern. Fast 200 Exemplare aus rund 20 verschiedenen Sorten sorgen für eine farbenfrohe Adventszeit.

In der Natur wächst die Wildform des Weihnachtssterns an den bewaldeten Hängen der mittelamerikanischen Pazifikküste. Schon die Azteken nutzten seinen eigentlich giftigen Milchsaft zu medizinischen Zwecken. Aus den Hochblättern wurde außerdem ein violetter Farbstoff gewonnen. Um 1830 brachte der damalige amerikanischen Botschafter in Mexiko, Joel Robert Poinsett, die ersten Weihnachtssterne in die USA. Ihm zu Ehren erhielt die Art den Beinamen „Poinsettie“. Kurz darauf gelangte sie auch nach Europa. Hier wurde der Weihnachtsstern im 20. Jahrhundert als Zimmerpflanze immer beliebter.

Obwohl Poinsettien zur Advents- und Weihnachtszeit Einzug in zahlreiche Wohnzimmer nehmen, muss man einige Grundregeln beachten, damit sie gedeihen. Wilhelma-Gärtner Oliver Frank verrät: „Weihnachtssterne sind sehr empfindlich gegen Zugluft – dann verlieren sie ihre Blätter. Das sollte man beim winterlichen Lüften unbedingt berücksichtigen. Beim Gießen oder beim Transport muss man außerdem vorsichtig sein, da die Triebe leicht abbrechen. Zudem vertragen Weihnachtssterne keine Staunässe. Dann faulen die Wurzelspitzen nämlich ab und die Pflanze welkt.“

In der Natur entwickelt der bis zu vier Meter hohe Strauch während der trockenen Wintermonate seine auffällige Färbung. Bei den vermeintlichen „Blütenblätter“ handelt es sich allerdings in Wirklichkeit um Hochblätter, sogenannte Brakteen, die sich rund um den unscheinbaren, gelbgrünen Blütenstand gruppieren. Die Blüte und damit auch die besondere Farbgebung der Brakteen setzt als Reaktion auf kurze Tageslängen ein. Dafür sind mehrwöchige Dunkelphasen von mindestens zwölf Stunden pro Tag notwendig. Durch gezielte Steuerung der Lichtphasen, z. B. indem man die Pflanze sechs bis acht Wochen vorher jeden Abend in einen dunklen Raum bringt, kann man den Zeitpunkt der Blüte beeinflussen. Während die Brakteen der Wildform in einem kräftigen Rot erstrahlen, wurden durch Züchtungen viele weitere Variationen erschaffen. In der Wilhelma reicht die Farbpalette von zartem Weiß über Lachsrosa, verschiedene Pastelltöne, leuchtendem Pink und sattem Rot bis zu zweifarbigen Varianten mit marmorierten Mustern.

Die Weihnachtsstern-Ausstellung in der Wilhelma befindet sich innerhalb der historischen Gewächshauszeile in einem separaten Schauhaus, das über eine Seitentür des Kamelienhauses zugänglich ist. Bis in den Januar hinein kann dort die Pracht der Weihnachtssterne bewundert werden.
 
 

Chinaleopard im Zoo Karlsruhe gestorben
Chinaleopard Dschingis © Zoo Karlsruhe, Timo Deible
 
Chinaleopard im Zoo Karlsruhe gestorben
Sehr hohes Alter erreicht / Eingeschläfert während Untersuchung in Narkose

Im Zoo Karlsruhe ist Chinaleopard Dschingis gestorben. Er wurde am 24. August 2007 im Tierpark Hagenbeck geboren und lebte seit dem 23. Juni 2009 in Karlsruhe. Mit seinen 18 Jahren hat er ein sehr hohes Alter erreicht, war der zweitälteste Kater im gesamten Zuchtprogramm. Seine altersbedingten Beschwerden sind in den vergangenen Monaten jedoch immer stärker geworden, zudem konnte er den rechten Hinterlauf nicht mehr komplett belasten. Deshalb stand er unter ständiger Beobachtung und Behandlung durch die Zootierärzte und das Tierpflege-Team.

Am Morgen (26. November) wurde er während einer Untersuchung in Narkose eingeschläfert. „Dschingis war ein sehr charismatischer Kater, das uns im Team sehr ans Herz gewachsen ist. Wenn ein Tier im Zoo allerdings Beschwerden hat, bei denen keine Besserung mehr möglich ist, sind wir froh, dass wir Leid vermeiden können“, sagt Revierleiter Michael Heneka.

Chinaleopard gilt als "stark gefährdet"

Der Chinaleopard kommt ursprünglich aus dem zentralen und nördlichen China. Trotz des großen Verbreitungsgebiets gibt es nach Schätzungen nur noch rund 2.000 Tiere. Durch immer weiter fortschreitende Lebensraumzerstörung und -zerschneidung sowie Wilderei ist es unklar, wie lange sich die Bestände in der Natur noch halten können. Die Weltnaturschutzunion stuft die Unterart auf der Roten Liste als „stark gefährdet“ ein.

Die Zoogemeinschaft versucht durch ein gezieltes Zuchtprogramm (EEP), eine Reservepopulation des Chinaleoparden in Menschenobhut zu erhalten. Dieses wird im Tierpark Hagenbeck geführt. Die beiden in Karlsruhe gehaltenen Tiere konnten leider schon länger nicht mehr zur Zucht beitragen, da der weibliche Chinaleopard Taohua 2019 wegen einer Vereiterung die Gebärmutter entfernt bekommen musste. Dschingis hatte mit Taohua insgesamt vier Nachkommen.
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DSD fördert das ehemalige Wohnhaus Dr. Gäch in Schwarzach
Schwarzach: Ehem. Wohnhaus Dr. Gäch, Adalbert-Stifter-Str. 10 (c) P.Schabe / DSD
 
DSD fördert das ehemalige Wohnhaus Dr. Gäch in Schwarzach
Die Diagonale innerhalb eines Grundquadrates

Dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Schieferdeckung des ehemaligen Wohnhauses Dr. Gäch in Schwarzach mit einem Fördervertrag über 40.000 Euro. Das Wohnhaus gehört nunmehr zu den über 590 Projekten, die die private DSD dank Spenden, Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Um das Jahr 1925 entwarf und baute der Architekt Bernhard Weyrather aus Radebeul in Schwarzach ein Praxis- und Wohnhaus für den dort ansässigen Landarzt. Der eigenständig-ausdrucksvolle Bau entstand aus einer in der Folge des Jugendstils entwickelten freien Architektur- und Formensprache, das dem Bewohner und Betrachter des Hauses „ein vom gewohnt Funktionellen befreites Raum- und Gestalterlebnis, das aber doch von innerer Logik und Klarheit geprägt“ ist, vermitteln soll.

Zum Objekt:
Das Gebäude erhebt sich über einem annähernd quadratischen Grundriss, in dem eine der Diagonalen als Symmetrieachse wirkt. Diese Diagonale folgend weitet sich der Grundriss über das Quadrat hinaus, auf der einen Seite den nur erdgeschossigen Eingangsbereich, auf der anderen das Arbeitszimmer und – darüber – das Wohnzimmer aufnehmend. Der im Erdgeschoss ebenfalls diagonal angelegte Flur verbindet beide Teile. Das Obergeschoss erhebt sich über dem Grundquadrat des Erdgeschosses, so dass sich insgesamt ein dem Bau eingeschriebener, zweigeschossiger Kubus ergibt. Die Wohnräume gruppieren sich um eine großzügige zentrale Diele.

Der ein- und zweigeschossige Massivbau mit seinen vielfältig gebrochenen Dachflächen, die sich aus der kubischen Grundfom entwickelt und eine asymmetrisch modellierte Außengestaltung ausbildet, folgt der anthroposophischen Architektur. Genutzt wird das Bauwerk von dem Verein Stiftung Siedlung Bühel e. V., der seit über 50 Jahren im Behindertenbereich tätig ist. der Verein ist in der Gemeinde fest verankert und aufgrund seines jahrzehntelangen Engagements im Bereich der Inklusion hoch angesehen.
 
 

Tunnelbau für Ameisenbär & Co.
© ICAS
 
Tunnelbau für Ameisenbär & Co.
Wilhelma feiert Erfolge beim Schutz von Großen Ameisenbären in Brasilien

Am 19. November wird nicht nur in Brasilien der Welttag des Ameisenbären gefeiert. Auch in der Wilhelma in Stuttgart gibt es zu diesem Anlass Grund zum Jubeln: Im Rahmen eines zusammen mit dem Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma unterstützten Artenschutzprojekts in Brasilien wurden nämlich im Oktober 2025 erstmals Tunnel fertiggestellt, mit deren Hilfe Große Ameisenbären auf sichere Art und Weise gefährliche Autobahnen unterqueren können.

Die Wilhelma und ihr Förderverein engagieren sich bereits seit mehreren Jahren für die von dem Artenschützer Arnaud Desbiez gegründete brasilianische Nichtregierungsorganisation ICAS („Instituto de Conservação de Animais Silvestres“). Diese setzt sich unter anderem für den Schutz von Großen Ameisenbären ein. Die Art wird auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „gefährdet“ eingestuft. Zu den Gründen dafür gehört neben dem Verlust der Lebensräume auch die Bedrohung durch den Straßenverkehr: Immer mehr Schnellstraßen durchziehen die Graslandschaften, Wälder und Sümpfe im Bundesstaat Mato Grosso du Sul – auch im Pantanal, dem größten Binnenland-Feuchtgebiet der Erde. Dabei werden nicht nur Große Ameisenbären Opfer von Kollisionen mit Fahrzeugen: Zwischen 2017 und 2020 überwachten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ICAS insgesamt 85.000 Kilometer Autobahnstrecke in Mato Grosso du Sul. In diesem Zeitraum zählten sie 766 Große Ameisenbären, 968 Wasserschweine und 425 Tapire als Verkehrsopfer am Straßenrand. Man schätzt, dass es sich dabei nur um 25% der tatsächlichen Todesfälle handelt, zumal viele Tiere nicht direkt am Straßenrand verenden. Um Konzepte zur Vermeidung von Tierunfällen zu entwickeln, wurden junge Ameisenbären mit Sendern ausgestattet. Dadurch konnte nachvollzogen werden, wie sich Ameisenbären, ganz besonders Jungtiere nach der Abwanderung aus dem elterlichen Revier, in ihren Lebensräumen bewegen, ob sie z. B. Waldränder oder Wasserläufe als Leitlinien nutzen – und wo sie auf ihren Wanderungsrouten mit hoher Wahrscheinlichkeit Schnellstraßen überqueren.

Auf Basis dieser wissenschaftlich fundierten Daten startete eine intensive Lobby- und Überzeugungsarbeit gegenüber Behörden, Unternehmen und der Zivilgesellschaft, mit dem Ziel, Unfallschwerpunkte zu entschärfen. Die Aufstellung von Warnschildern durch die zuständigen Behörden stellte bereits einen ersten Teilerfolg dar. Mit Tunneln zur Unterquerung von Straßen an besonders gefährlichen Punkten wurde erstmals ein noch deutlich wirksameres Instrument zur Vermeidung von Tierunfällen geschaffen. Der erste nun eingerichtete Tunnel unterquert die BR262, welche aufgrund der dort hohen Zahl von Wildunfällen in internationalen Medien bereits als „Highway des Todes“ bezeichnet wurde.

Stefanie Reska, Leiterin der Stabstelle für Artenschutz in der Wilhelma, erklärt: „Durch Videoüberwachung wurde bereits bestätigt, dass die Tunnel angenommen werden. Sowohl Große Ameisenbären als auch Tapire und Greifstachler konnten dabei bereits nachgewiesen werden. Es ist also Fakt: Die Tunnel sorgen für mehr Sicherheit – nicht nur für bedrohte Tierarten, sondern auch für Autofahrerinnen und Autofahrer.“

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin zeigt sich ebenfalls begeistert: „Bereits seit 2021 unterstützen wir und unser Förderverein die Organisation ICAS beim Schutz des Großen Ameisenbären vor den Auswirkungen des Straßenverkehrs in Brasilien. Über 100.000 € haben wir seitdem in das Projekt investiert. Wir freuen uns, dass wir über den Ameisenbären als Flagschiffart auch viele Individuen anderer Arten vor dem Unfalltod bewahren werden.“

zum Bild oben:
Ein Großer Ameisenbär wird freigelassen, nachdem er mit einem Peilsender ausgerüstet wurde.
© ICAS
 
 



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