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| Freiburg: Gutachterausschuss neu bestellt |
Der Gutachterausschuss für die Ermittlung von Grundstückswerten in Freiburg ist für die neue Amtsperiode 2026 bis 2030 neu bestellt worden. Der Erste Bürgermeister Martin Haag hat die Bestellung im Auftrag von Oberbürgermeister Martin Horn vorgenommen.
Der seit 1961 bestehende Gutachterausschuss nimmt aufgrund seiner gesetzlich übertragenen Aufgaben eine besondere Stellung auf dem Freiburger Immobilienmarkt ein. Seine zentrale Aufgabe ist es, für Transparenz auf dem Immobilienmarkt zu sorgen, dazu gehören insbesondere die Ermittlung von Bodenrichtwerten sowie die Erstellung des Immobilienmarktberichts.
Grundlage der Arbeit sind die tatsächlich abgeschlossenen Kaufverträge und die darin vereinbarten Kaufpreise. Diese werden systematisch ausgewertet und sachverständig analysiert und durch weitere Informationen, beispielsweise Eigentümerbefragungen, ergänzt. Der Gutachterausschuss gestaltet damit nicht den Grundstücks- und Immobilienmarkt, sondern bildet das tatsächliche Marktgeschehen ab, um den Marktteilnehmer*innen Orientierung zu bieten. Seit der Grundsteuerreform haben die Bodenrichtwerte darüber hinaus auch Bedeutung für die Ermittlung der Grundsteuer.
Für diese Aufgaben ist der Gutachterausschuss bewusst interdisziplinär besetzt. Die Mitglieder verfügen über besondere Sachkunde und Erfahrung, unter anderem in den Bereichen Architektur, Bankenwesen, Bauwirtschaft, Immobilienwirtschaft, Landwirtschaft, Rechtswissenschaft und Vermessungswesen. Der Ausschuss agiert unabhängig, wird aber in seiner Arbeit von einer Geschäftsstelle unterstützt, die Teil der Stadtverwaltung ist.
Mit Beginn der neuen Amtsperiode wurden sechs langjährige Mitglieder verabschiedet: Michael Geis nach 44 Jahren, Thomas Körber und Günter Zancanella nach jeweils 24 Jahren sowie Roland Butz nach 12, Anja Dziolloß nach acht und Wolfgang Seitz nach sieben Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit. Neu bestellt wurden Rolf Dieffenbacher, Melanie Markstein, Dana Mebus und Katy Schube.
Auch an der Spitze des Gremiums gibt es einen Wechsel. Hugo Sprenker, der dem Gutachterausschuss seit 1986 angehörte und seit 2018 dessen Vorsitzender war, gibt den Vorsitz ab. Zum neuen Vorsitzenden wurde Dirk Schemmer bestellt. Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige gehört dem Gutachterausschuss bereits seit 2010 an. Der Erste Bürgermeister, Martin Haag betont: „Wir danken Herrn Sprenker herzlich für seinen langjährigen und engagierten Einsatz. Mit seinem außergewöhnlichen Engagement und seiner hohen fachlichen Kompetenz hat er den Gutachterausschuss maßgeblich geprägt und ihn durch herausfordernde Zeiten begleitet. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit Herrn Schemmer nun einen hoch qualifizierten und überaus erfahrenen Nachfolger finden konnten. Allen Mitgliedern des Gremiums und den Kolleg*innen der Geschäftsstelle wünsche ich eine erfolgreiche und gute Arbeit in den kommenden Jahren!“
Die Tatsache, dass die Stadtverwaltung den Vorsitz nicht für sich beansprucht, soll die Unabhängigkeit des Gremiums auch von städtischen Interessen unterstreichen. Die Funktion der stellvertretenden Vorsitzenden werden künftig Kathrin Schonefeld und Tina Gering wahrnehmen. Beide sind Bedienstete der Stadtverwaltung und unterliegen bei ihrer Tätigkeit im Gutachterausschuss den besonderen Anforderungen an Unparteilichkeit und Verschwiegenheit. |
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Entfernung der Weide mit Autokran © Stadt Karlsruhe, Gartenbauamt |
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| Karlsruhe: Gondoletta im Zoologischen Stadtgarten wieder in Betrieb |
Gartenbauamt und Fachfirma bergen umgestürzte Weide am Stadtgartensee
Nach der Meldung am frühen Montagmorgen über die umgestürzte Weide am See wurde die Bergung des Baumes durch das Gartenbauamt unmittelbar vorbereitet. Bereits gestern Morgen fand ein Ortstermin mit der beauftragten Firma statt, um den geeigneten Autokran sowie die erforderliche Aufstellfläche abzustimmen. Nachdem feststand, wo der Kran sicher positioniert werden kann, wurde am Montagvormittag ein baumverträglicher Korridor zwischen zwei Platanen in der Platanenallee freigeschnitten. Am Dienstagmorgen konnte dann die Weide restlos entfernt werden. Bei der Bergung war auch die Seilklettergruppe vor Ort.
Nach Entfernung der Weide wurde im Anschluss eine Sicherheitsfahrt der Gondoletta durchgeführt. Die Anlage ist damit wieder betriebsbereit.
Äußerlich vital, innerlich von Pilz befallen
Die umgestürzte Weide war im Rahmen der jährlich stattfindenden Regelkontrolle regelmäßig überprüft worden, diese erfolgen im Wechsel im belaubten und unbelaubten Zustand. Bei der zuletzt im Mai 2025 durchgeführten Kontrolle wies der Baum äußerlich keinerlei Defektsymptome auf und zeigte sich vital. Aufgrund seiner Neigung in Richtung See war die Weide bereits vor rund drei Jahren im Kronenbereich zurückgeschnitten worden. Ein weiterer Kronenschnitt war für den kommenden Winter vorgesehen.
Am nun liegenden Baum ist im Bereich des Wurzelstocks eine Fäule erkennbar. Die Art der Holzzersetzung deutet auf einen Befall mit dem Brandkrustenpilz hin.
Dabei handelt es sich um einen aggressiven Fäuleerreger, der sich über längere Zeit unbemerkt im Wurzelstock ausbreiten kann. Äußerlich sichtbare Anzeichen einer Vitalitätsabnahme in der Krone müssen dabei nicht zwingend vorhanden sein.
Neben der jährlichen Regelkontrolle werden durch das Gartenbauamt auch tägliche Sichtkontrollen auf den Wegen und Zugangsbereichen durchgeführt. Dabei werden die Bäume und Anlagen regelmäßig auf offensichtliche Veränderungen oder akute Gefahrenlagen überprüft.
Trotz regelmäßiger Kontrollen bleiben Schäden manchmal unsichtbar
Die Auswirkungen des Klimawandels stellen Bäume zunehmend vor zusätzliche Herausforderungen. Insbesondere sehr heiße und trockene Sommer führen zu erheblichem Stress und können die Vitalität und Widerstandsfähigkeit von Bäumen beeinträchtigen. Trotz der regelmäßigen Kontrollen und der daraus abgeleiteten Maßnahmen lassen sich natürliche Entwicklungen und insbesondere verborgene Schäden im Inneren eines Baumes nicht mit absoluter Sicherheit ausschließen. Eine hundertprozentige Sicherheit kann daher bei Bäumen trotz fachgerechter und regelmäßiger Kontrolle nicht garantiert werden. |
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| Freiburg: Grünschnittarbeiten entlang der B 31 |
Auf der B 31 ist wegen Grünschnittarbeiten von Montag, 7. September, bis Freitag, 11. September, von 9 bis 15.30 Uhr mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Das Garten- und Tiefbauamt arbeitet auf der Nordseite der Dreisam ab der Brauerei Ganter bis zur Auffahrt Eschholzstraße.
Das Garten- und Tiefbauamt bittet um Verständnis für die Verkehrsbehinderungen. |
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| VAG: Umleitung zwischen Opfingen und Waltershofen |
Am Freitag, 4. September 2026, wird die Landstraße 187 zwischen Waltershofen und Opfingen/St. Nikolaus zwischen 8 und 18 Uhr für den Verkehr gesperrt. Das betrifft auch die Buslinie 32.
Die Haltestellen St. Nikolaus und Unterdorf werden in diesem Zeitraum in Fahrtrichtung Opfingen nicht angefahren. Die Gegenrichtung (Opfingen nach Waltershofen) ist nicht betroffen, hier fahren die Busse wie gewohnt. |
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| Bachabschlags des Gewerbekanals muss vorverlegt werden |
Aufgrund der extremen Niedrigwassersituation wird der Gewerbekanal frühzeitig geschlossen und führt ab jetzt bis zum 2. Oktober kein Wasser.
In dieser Zeit wird das Kanalbett von Schlamm, Dreck und Unrat befreit. Wo nötig, werden während des Abschlags auch Reparaturen vorgenommen. Auch die Bächle führen in diesem Zeitraum kein Wasser.
Wir bitten um rasche Meldungen über anstehende, noch nicht gemeldete Arbeiten im Rahmen des Bachabschlags (an: verena.voelz@freiburg.de). Die wasserrechtliche Erlaubnis nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG) (z.B. für ein Gerüst im Gewässerbett) muss beim Umweltschutzamt beantragt werden (umweltschutzamt@freiburg.de).
Hintergrund:
Die aktuell extrem niedrigen Wasserstände reichen nicht für eine kontinuierliche Beschickung des Gewerbekanals aus; auch die Bächle führen bei solch niedrigen Wasserständen kein Wasser. Auch bei kurzzeitig höheren Wasserständen würde nur in einem kurzen Zeitraum Wasser in den Gewerbekanal fließen – allerdings dann direkt wieder ablaufen. Das würde die Jungfische gefährden, die bei Regen in den Gewerbekanal gelangen könnten und dort verenden würden. |
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| Freiburg-Lehen: Linie 19 - Haltestellen entfallen wegen Umleitungen |
Von Montag, 31. August 2026, bis Freitag, 18. Dezember, wird in Freiburg-Lehen die Haltestelle Kirchbergstraße barrierefrei ausgebaut.
Diese kann von der Buslinie 19 in diesem Zeitraum nicht angefahren werden. Zusätzlich entfallen vom 21. September bis 18. Dezember die Haltestellen Gescheidstraße und Ziegelhofstraße. |
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| Freibug: Badeverbot im Kleinen Opfinger See |
Im Auftrag des Landesgesundheitsamt wird regelmäßig die Wasserqualität in Freiburgs Badegewässern geprüft. Eine Probe ergab für den Kleinen Opfinger See einen deutlich erhöhten Wert für Cyanotoxine. Diese können beim Menschen Haut- und Schleimhautreizungen, Bindehautentzündungen, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und allergische Reaktionen hervorrufen und werden von Blaualgen produziert.
Deshalb gilt ab sofort eine Allgemeinverfügung: Im Kleinen Opfinger See ist das Baden verboten, bis die Wasserqualität wieder als unbedenklich eingestuft wird. Die Bürgerschaft wird per Aushang am See informiert. Die Allgemeinverfügung ist abrufbar unter
www.freiburg.de/bekanntmachungen.
Auch Hunde und andere Haustiere sollten mit dem Wasser nicht in Berührung kommen, insbesondere das Wasser nicht trinken und nicht darin baden. Am besten ist es, wenn Tierhalter*innen ihre Tiere ganz vom Wasser fernhalten. |
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Neidenstein: ehem. Synagoge (c) DSD / Nina Probst |
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| Bauforschung an der ehemaligen Synagoge in Neidenstein |
Geplant ist ein Lernort zur Vermittlung jüdischer Geschichte und Kultur
Für die notwendige Bauforschung an der ehemaligen Synagoge in Neidenstein stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 14.000 Euro zur Verfügung. Den dazugehörigen Fördervertrag überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 27. August 2026 um 14.00 Uhr Bernd Müller, Ortskurator Heidelberg der DSD, im Beisein von Bürgermeister Frank Gobernatz und Petra Görlach von Lotto Baden-Württemberg an Dr. Hans-Peter Gruber für die Fördergemeinschaft ehem. Synagoge Neidenstein e.V.
Anfang 1831 wurde am Ort des abgerissenen Vorgänger-Gotteshauses mit dem Bau der neuen Synagoge im damals vorherrschenden Rundbogenstil begonnen. Sie sollte eine der größten Landsynagogen Badens werden. Zum hundertjährigen Jubiläum konnte für Sanierungsarbeiten der renommierte Architekt Siegfried Seidemann gewonnen werden, der auch die Hauptsynagoge in Heidelberg renoviert hatte.
Bei den Novemberpogromen wurden am 10. November 2938 die Inneneinrichtung und Teile der Decke der Neidensteiner Synagoge zerstört, das Inventar geraubt und vernichtet. Am 20. Januar 1939 verkaufte die jüdische Gemeinde das schwer geschädigte Gebäude an einen Landwirt, der es anschließend als Schweinestall, Scheune und Lager nutzte. Die mit Thermenfenster und Portikus gestaltete Hauptfassade wurde abgebrochen, um - direkt über der Mikwe - einem Misthaufen und einer Jauchegrube Platz zu schaffen. Die restlichen Umfassungsmauern blieben erhalten und wurden als Stall und Scheune ausgebaut.
Durch den Abriss und den Rückbau des ehemaligen Vorraumes wurde auch der Zugang zu der sich darunter befindlichen Mikwe beseitigt. Um die Mikwe als Misthaufenanlage zu nutzen, wurde eine ausbetonierte Vertiefung ins Erdreich eingelassen. Dafür wurde die Decke der Mikwe abgetragen. Das ehemalige Ritualbad befand sich deutlich unterhalb des Bodens dieser ausbetonierten Vertiefung. Der Umfang von eventuell erhaltener Bausubstanz bzw. das weitere Ausmaß der Schäden wird sich erst in Folge der geplanten Maßnahme zeigen. Mit ihr lassen sich möglicherweise auch größere Reste der ursprünglichen Bausubstanz aufspüren.
Mikwen sind in der jüdischen Religionsausübung von hoher Bedeutung. Allein dadurch kommt diesen Orten ein hoher Denkmalwert zu. Die Mikwe in Neidenstein ist zudem besonders bedeutungsvoll bei der künftigen Nutzung der ehemaligen Synagoge als Lernort zur Vermittlung jüdischer Geschichte und Kultur. Sie besitzt eine zentrale Rolle, um die Strukturen und Funktionsweise einer jüdischen Gemeinde aufzuzeigen. Eingebettet in einen größeren historischen Kontext und mit den Spuren ihrer deutlich sichtbaren zweckentfremdenden Schändung illustriert die Mikwe zusammen mit der Synagoge die jüdische Ortsgeschichte Neidensteins bis zu ihrem gewaltsamen Ende.
Die ehemalige Synagoge gehört nunmehr zu den über 440 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte. |
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