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Freitag, 27. Februar 2026
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Verschiedenes

 
Bis zum 1. Mai: Jetzt Förderung für Kulturprojekte beantragen
Vergabe der Kultur-Soli-Mittel im Bereich Darstellende Künste startet: Bis zum 15. März bewerben

Das Kulturamt unterstützt auch in diesem Jahr wieder Kunst- und Kulturprojekte in verschiedenen Förderbereichen (Film, Kulturelle Bildung, Kulturelle Zugänge, Musik und Nachtkultur); Bewerbungsschluss ist der 1. Mai. Neu hinzu kommt die Vergabe der Kultur-Soli-Mittel für Kunst- und Kulturschaffende aus dem Bereich der Darstellenden Künste (Wiederaufnahmen und Gastspiele). Hier können sich Interessierte bis zum 15. März bewerben.

Das Kulturamt unterstützt Interessierte gerne schon im Vorfeld bei der Antragstellung. Besonders bei einem ersten Antrag lohnt sich eine kurze Beratung. Bewerben können sich alle Kunst- und Kulturschaffenden mit zentralem Wirkungsort in Freiburg.

Mehr Informationen, ein ausführliches FAQ, die Anmeldung für OnlineBeratungen sowie die Antragsunterlagen gibt es unter www.freiburg.de/kulturamt (Förderung von Projekten). Die Förderentscheidungen basieren auf den vom Gemeinderat beschlossenen Kriterien und werden gemeinsam mit externen Fachjurys getroffen.

Förderung für Kulturprojekte

Film: Gefördert werden freie Filmprojekte in der Stoffentwicklung, Produktion und Postproduktion. Ansprechpartnerin ist Ann-Kathrin Harr (ann-kathrin.harr@freiburg.de; 0761-201 2104), die Online-Beratungen finden am 12. März und 16. April jeweils um 17 Uhr statt.

Kulturelle Bildung: Gefördert werden Projekte, in denen das künstlerische Arbeiten der Teilnehmenden im Mittelpunkt steht. Die Projekte schaffen Gestaltungs- und Experimentierräume, in denen insbesondere junge Menschen Kunst und Kultur nutzen, um ihre Themen selbstbestimmt zu verhandeln. Darüber hinaus fördern sie die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Kunst und Kultur einerseits sowie Bildung, Jugend oder Soziales andererseits. Ansprechpartner ist Mario Willersinn (mario.willersinn@freiburg.de; 0761-201 2106), die Online-Beratungen finden am 13. März um 11 Uhr und am 14. April um 16.30 Uhr statt.

Kulturelle Zugänge: Gefördert werden Projekte, die Teilhabe ermöglichen, insbesondere für Menschen, deren Zugang zu Kunst und Kultur erschwert ist. Die Projekte sollen Hindernisse abbauen und neue Zielgruppen aktivieren. Im Mittelpunkt stehen Auseinandersetzung und Wirkungen von Kunst und Kultur auf die Beteiligten – als Individuen und als Gemeinschaft. Kultureinrichtungen und Zielgruppen müssen hierfür intensiv zusammenarbeiten. Ansprechpartnerin ist Clementine Herzog (clementine.herzog@freiburg.de; 0761-201-2112), die Online-Beratungen finden am 16. März um 12.30 und am 24. März um 17 Uhr statt.

Musik: Gefördert werden Projekte von hoher künstlerischer Qualität, die das Freiburger Konzertleben wesentlich bereichern und mit fairen Honoraren umgesetzt werden. Projekte, die neue Formate erproben oder selten gespieltes Repertoire zur Aufführung bringen, werden besonders berücksichtigt. CD-Produktionen sind ausgeschlossen. Ansprechpartnerin ist Sonja Kiefer-Blickensdorfer (sonja.kiefer-blickensdorfer@freiburg.de; 0761-201 2111), die Online-Beratungen finden am 17. März um 11 Uhr und am 15. April um 17 Uhr statt.

Streetart und Nachkultur: Gefördert werden Projekte von hoher künstlerischer Qualität, die Kooperationen zwischen verschiedenen Kunstformen und Initiativen erproben oder die einen Beitrag zur Bildung nachhaltiger Strukturen leisten. Das Förderprogramm richtet sich an Kreative aus den genannten Bereichen und ist inhaltlich bewusst weit gefasst. Nicht gefördert werden Streamings konventioneller Konzerte, Umsetzungen bereits bestehender Produktionen sowie Projekte, deren Hauptaugenmerk auf nicht künstlerischen (zum Beispiel technischen oder baulichen) Aspekten liegt. Ansprechpartnerin ist Miriam Cheema (miriam.cheema@freiburg.de; 0761-201 2102), die Online-Beratungen finden am 19. März und am 13. April um 17 Uhr statt.

Für einen etwaigen Mehraufwand für inklusive Maßnahmen können Projekte in allen Förderbereichen ergänzend Fördermittel erhalten. Der Mehraufwand ist im Zuschussantrag und Finanzplan nachvollziehbar auszuweisen. Diese zusätzliche Förderung setzt einen Förderzuschuss des Projekts in einem der Förderbereiche voraus.

Vergabe der Kultur-Soli-Mittel im Bereich Darstellende KĂĽnste startet

Gefördert werden insbesondere Wiederaufnahmen und Gastspiele von Produktionen, die aus Projektfördermitteln in den letzten fünf Jahren produziert und aufgeführt wurden. Antragsberechtigt sind professionelle Akteur*innen und Gruppen aus dem freien Theater- und Tanzbereich in Freiburg. Die Bewerbungsfrist endet am 15. März. Ansprechpartnerin ist Kathrin Feldhaus (kathrin.feldhaus@freiburg.de;0761-201 2103), die Online-Beratungen finden am 2. und 9. März jeweils um 16 Uhr statt.
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Höhere Effizienz und mehr Verkehrssicherheit
Freiburg testet Scan-Fahrzeug zur digitalen Parkraumkontrolle

Gemeinsames Pilotprojekt mit dem Verkehrsministerium BadenWĂĽrttemberg

Digitale Unterstützung bei der Parkraumkontrolle: Klingt nach Zukunftsmusik – könnte in Baden-Württemberg aber bald zum Standard werden. Gemeinsam mit dem Verkehrsministerium haben mehrere Städte bereits einen Pilotversuch durchgeführt. Nun ist auch Freiburg am Start: Ab heute testet die Stadt ein speziell ausgerüstetes Scan-Fahrzeug, das zunächst im Stadtteil Brühl unterwegs sein wird. Verkehrsminister Winfried Hermann und Bürgermeister Stefan Breiter haben bei einem Pressetermin den offiziellen Startschuss gegeben.

Verkehrsminister Winfried Hermann betont: „Nach den positiven Erfahrungen und Erkenntnissen aus den anderen Pilotstädten laufen in Freiburg nun alle Fäden zusammen. Als Abschluss der Pilotversuche soll in Freiburg der Regelbetrieb der Scan-Fahrzeuge möglichst realitätsnah getestet werden. Gerade in Städten werden häufig Fahrzeuge auf Kosten der Sicherheit von Radfahrenden und Zufußgehenden falsch abgestellt. Die Scan-Fahrzeuge sorgen mit der engmaschigeren Kontrolle dafür, dass Falschparken unattraktiv wird – und Rettungswege, Radstreifen und Gehwege dadurch frei bleiben. Freiburg zählt als Pilotkommune zu den bundesweiten Vorreitern im Einsatz der digitalen Parkraumkontrolle.“

Bürgermeister Stefan Breiter ergänzt: „Fairness im öffentlichen Straßenraum, das ist unser Ziel. Viele Freiburger Stadtteile leiden unter einem zunehmend hohen Parkdruck. Wir haben hohe Erwartungen an dieses Pilotprojekt und erhoffen uns, dass wir mit diesem Verfahren den Parkraum schneller, digital und umfassend kontrollieren können. Der Gemeindevollzugsdienst tut bereits sein Bestes, aber auch wenn die Kolleg*innen alles geben – irgendwo enden die Kapazitäten. Die Scan-Fahrzeuge könnten sie unterstützen. Mit digitaler Hilfe wäre es uns möglich, noch besser dafür zu sorgen, dass geltendes Recht auch umgesetzt wird – ein echtes Plus für alle Verkehrsteilnehmer*innen. Aber nur wenn die digitale Verarbeitung der Daten von der Straße in die Bußgeldbehörde gelingt, haben wir einen echten Mehrwert und ein alltagstaugliches Instrument. Dem Verkehrsministerium möchte ich insbesondere auch dafür danken, dass es mit dem Landesmobilitätsgesetz die Initiative für eine rechtliche Grundlage der digitalen Parkraumkontrolle ergriffen, und die Entwicklung auch auf Bundesebene vorangetrieben hat.“

Zwei Testphasen fĂĽr je zwei Wochen
Für den Test wird das Scan-Fahrzeug zweimal für jeweils zwei Wochen in Freiburg unterwegs sein. Pilotgebiet ist der Stadtteil Brühl westlich der Zähringer Straße. In der ersten Phase, die nun startet, geht es darum, den technischen Ablauf zu erproben. Getestet wird die Erkennung von Falschparkern, also Fahrzeugen, die an nicht zulässigen Orten abgestellt sind, zum Beispiel im Halteverbot. Außerdem geht es um die Erkennung von Fahrzeugen, die ohne Berechtigung parken. Nach einer Evaluierung folgt die zweite Phase, die den Regelbetrieb möglichst realistisch abbilden soll. Dafür wird die Pilotfläche erweitert auf angrenzende Gebiete.

Scan-Car mit hochmoderner Technik ausgerĂĽstet
Das Scan-Fahrzeug der Firma DCX Innovations GmbH aus Berlin kann dank Laser-Scansystem, präzisem GPS-System und optischen Sensoren den genauen Standpunkt von parkenden Fahrzeugen erfassen und dann automatisch mit hinterlegten Parkberechtigungen und Parkregelungen einen Abgleich durchführen. Es nimmt am regulären Verkehr in normaler Fahrtgeschwindigkeit teil. Das Scan-Car überprüft nur Fahrzeuge, die auf öffentlichen Flächen abgestellt sind. Private Parkplätze werden nicht analysiert.

Datenschutz hat oberste Priorität
Die erfassten Daten, wie etwa das Kennzeichen, werden umgehend verschlüsselt und anonymisiert. Nur wenn ein Verdacht auf unberechtigtes Parken oder Falschparken besteht, werden die Daten ans Amt für öffentliche Ordnung übermittelt – und nur für die Dauer des Verarbeitungsvorgangs aufbewahrt. Parkt ein gescanntes Fahrzeug korrekt, werden die Daten sofort gelöscht. Bilder von Personen oder privaten Bereichen – wie Hausfassaden oder Fenster – macht die Software automatisch unkenntlich. Den rechtlichen Rahmen bildet das Landesmobilitätsgesetz. Alle Datenerfassungen erfüllen die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Die Kosten des Pilotprojekts trägt das Verkehrsministerium Baden-Württemberg. Eine umfassende Evaluierung erfolgt nach dem Ende der zweiten Phase. Wenn alle Ergebnisse ausgewertet sind und damit auch Chancen und Risiken sowie die Kosten bekannt sind, kann entschieden werden, ob Freiburg künftig eigene Scan-Fahrzeuge beschaffen soll. Freiburg bildet nach Hohenheim, Heidelberg, Mannheim und Waldshut-Tiengen den Abschluss der Versuchsreihe. Die Ergebnisse aller Pilotversuche werden vom Verkehrsministerium in einem Handlungsleitfaden zusammengefasst. Der Leitfaden soll Kommunen in Baden-Württemberg bei der Einführung der digitalen Parkraumkontrolle unterstützen.

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Freiburg: ASF sammelt Schnittgut ein
Vom 2. bis 20. März 2026 sammelt die ASF im Freiburger Stadtgebiet Schnittgut aus privaten Gärten ein. Die Gartenabfälle werden gehäckselt und kompostiert. Die Abholtermine für jede Straße sind in der ASF-Abfall-App oder unter www.abfallwirtschaft-freiburg.de (unter Abfuhrtermine) zu finden.

Das Strauchwerk soll am Abend vor der Abholung auf dem Gehweg bereitgestellt werden. Es muss mit Naturkordel (kein Plastik) zusammengebunden sein und darf eine Länge von maximal 120 cm und einen Astdurchmesser von 3 cm nicht überschreiten. Kurzes Schnittgut, das sich nicht bündeln lässt, kann in Kartons oder Papiersäcken bereitgestellt werden. Loses Schnittgut und Gartenabfall in Plastiksäcken wird von der ASF nicht mitgenommen.
 
 

 
Ja zu Vielfalt und friedlichem Miteinander
Nein zu Hass und Hetze, Gewalt und Spaltung.

Ein Bündnis aus christlichen, muslimischen und jüdischen Gemeinden sowie dem Oberbürgermeister Freiburgs bekennt sich klar zu diesem Kurs nach der vorsätzlichen Beschädigung der Ramadan-Beleuchtung im Seepark.

Anhänger einer rechtsextremen Bewegung hatten am Wochenende ein Leucht-Schild der Licht-Installation überhängt; auch Stromkabel wurden durchtrennt. Es handelt sich um die erste öffentliche Beleuchtung zum muslimischen Fastenmonat in Freiburg.

„Wir verurteilen die Beschädigung aufs Schärfste“, so Oberbürgermeister Horn. „Solche Aktionen zielen auf Spaltung, aber das lassen wir nicht zu.“ Freiburg sei eine vielfältige Stadt, ein Drittel habe einen internationalen Hintergrund. Alle gehörten dazu, unabhängig von Glauben und Herkunft.

„Wir Musliminnen und Muslime sind ein fester Teil von Freiburg. Wir verurteilen den Angriff auf unsere Ramadan-Beleuchtung, denn sie steht für unseren selbstverständlichen Platz in dieser Stadt“, so Hüseyin Özbek, stellvertretend für vier Freiburger Moschee-Gemeinden. „Hass hat weder in Freiburg noch irgendwo sonst einen Platz. Wir stehen gemeinsam für ein respektvolles Miteinander ein.“ Was passiert sei, mache besonders muslimischen Frauen Angst, sagt Senay Awad vom Sozialdienst muslimischer Frauen. „Viele haben eine Fluchtgeschichte hinter sich; da kommen jetzt wieder große Ängste hoch.“

Auch die jüdischen Gemeinden verurteilen die Beschädigung. „Wir als jüdische Gemeinde waren auch in der jüngsten Vergangenheit immer wieder Angriffen ausgesetzt. Ob links, rechts oder vermeintlich religiös motiviert – gemeinsam liegt den Angriffen eine extremistische und intolerante Haltung zugrunde“, so Nikita Nikischin von der Israelitischen Gemeinde. Ein demokratisches Miteinander in Vielfalt sei darum mehr als nur Bekenntnis.

„Es ist unsere Existenzgrundlage. Als Juden, Christen und Muslime müssen wir uns solchen Angriffen stets gemeinsam entgegenstellen.“

Die Ramadan-Beleuchtung ist ein erstes Projekt des Interreligiösen Austauschs in Freiburg. Zu diesem hatte Oberbürgermeister Horn im vergangenen November erstmals muslimische, jüdische und christliche Gemeinden gemeinsam an einen Tisch ins Freiburger Rathaus geladen.

„Wir stehen dafür ein, dass Religion nicht spaltet“, sagt Angela Heidler, Dekanin der evangelischen Kirche in Freiburg. „Ziel ist ein stabiles Miteinander, nicht nur ein friedliches Nebeneinander, wie es unsere Religionsfreiheit im Grundgesetz garantiert. Unser Miteinander darf durch solche bewussten Beschädigungen nicht gespalten werden.“

Die Beleuchtung im Seepark ist ein Zeichen der Wertschätzung der Menschen muslimischen Glaubens in Freiburg (schätzungsweise rund 13.000) und Einladung, miteinander statt übereinander zu sprechen. „Ich selbst bin Christ und Pfarrerssohn, das ist kein Geheimnis“, so Oberbürgermeister Horn. „Die Ramadan-Beleuchtung nimmt mir als Christ meinen Glauben nicht weg. Im Gegenteil: Es wird sichtbar, dass es Gemeinsames gibt. Die christliche wie die muslimische Fastenzeit dienen der Besinnung. Und wir teilen die Aufforderung zur Nächstenliebe.“

Das sieht auch der stellvertretende Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde Freiburg i.Br., Siegfried Huber, so. „Das Bekenntnis zur Nächstenliebe zieht sich durch alle Weltreligionen. Wir teilen gemeinsame Werte und begrüßen das Miteinander der Gemeinden ausdrücklich. Über den Interreligiösen Austausch stehen wir als Katholische Kirche mit muslimischen Gemeinden in guter Verbindung. Wir setzen uns nachdrücklich für die in Freiburg bereits erlebbare Offenheit gegenüber allen Religionen ein – und erteilen Aktionen wie dieser eine klare Absage. Als christliche Kirche lassen wir uns nicht diktieren, was christlichen Glauben ausmacht.“

Im Rahmen des Interreligiösen Austauschs sind weitere Projekte geplant, wie etwa gegenseitige Besuche jüdischer und christlicher Gemeinden zu Pessach und Gründonnerstag. Auch gemeinsame kulturelle und soziale Projekte sowie Aktionen mit Jugendlichen seien denkbar, so Vertreter jüdischer und muslimischer Gemeinden. Genau das sei Ausdruck unserer freiheitlich-demokratischen Kultur, und nicht ihre Unterwanderung oder ihr Untergang, so Horn.

„Demokratie zu leben, bedeutet andere Ansichten und Lebensweisen zu tolerieren, auch - oder gerade - wenn dies nicht der eigenen Meinung, den eigenen Werten, oder der eigenen Orientierung entspricht“, so Nicole Elias von der Egalitären Jüdischen Chawurah Gescher Gemeinde. „In Zeiten, in denen Demokratie und friedliches Zusammenleben von so vielen Seiten bedroht zu sein scheint, ist es für uns alle umso wichtiger zusammenzustehen und Toleranz zu üben, uns als Menschen zu sehen und gegenseitig unsere Bedürfnisse anzuerkennen und zu respektieren. Nicht Hass und Hetze gehören in den Fokus, sondern Mensch und Miteinander.“
 
 

 
Ganztagsbetreuung in Grundschulen
Eltern von Erstklässler*innen müssen Anspruch bis zum 15. März anmelden

Zum kommenden Schuljahr beginnt für die neuen Erstklässler*innen nicht nur die Grundschulzeit, sondern auch ihr Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung und Betreuung. Damit die Stadt diesen Anspruch erfüllen kann, müssen Eltern ihren genauen Betreuungsbedarf anmelden. Das geht online unter www.freiburg.de/rechtsanspruchgrundschule. Eine Registrierung ist erforderlich. Achtung: Die Anmeldung muss bis Sonntag, 15. März, erfolgt sein.

Eltern von Schulanfänger*innen sollten sich daher unbedingt beteiligen. Außerdem benötigt die Stadt die Daten, um den täglichen Betreuungsbedarf möglichst exakt zu ermitteln. Nur so lassen sich die Angebote passgenau für die Erstklässler*innen planen.

Beim Ausfüllen des Formulars stellen Eltern durch Auswahl ihrer Schule fest, ob die dortige (entgeltpflichtige) Schulkindbetreuung in städtischer oder in freier Trägerschaft läuft. Ist die Betreuung städtisch, genügt das Ausfüllen des digitalen Formulars. Wichtig: Ist die Betreuung in freier Trägerschaft ersetzt die Erklärung des Anspruchs im Online-Formular nicht die konkrete Anmeldung des Kindes in der jeweiligen Schulkindbetreuung, (Privat-) Schule oder sonstigen Institution vor Ort. Diese läuft dann direkt an der jeweiligen Schule, bei der das Kind angemeldet ist. Das bedeutet, bei nicht-städtischer Trägerschaft muss das Online-Formular ausgefüllt werden und das Kind zusätzlich beim Träger der Betreuung angemeldet werden.

Die Elternbeiträge für die Schulkindbetreuung und die damit verbundenen Ferienangebote legt die Stadt Freiburg zentral fest. Die Anmeldung zum Betreuungsbedarf bedeutet nicht automatisch, dass die Betreuung am gewünschten Ort stattfinden kann
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Restaurierungsarbeiten in der St. Vituskirche in Heidelberg
Heidelberg: Kath.Pfarrkirche St.Vitus und Georg (d) NinaProbst / DSD
 
Restaurierungsarbeiten in der St. Vituskirche in Heidelberg
Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert

Für die Restaurierung und Konservierung der Wandmalereien im südlichen Seitenschiff der St. Vituskirche in Heidelberg überbringt Bernd Müller, Ortskurator Heidelberg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), bei einem Pressetermin vor Ort am Freitag, den 13. Februar 2026 um 16.30 Uhr im Beisein von Petra Görlach von Lotto Baden-Württemberg dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag über 30.000 Euro an Pfarrer Dr. Marius Fletschinger. Die Kirche gehört nunmehr zu den über 440 Denkmalen, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Im Zentrum von Handschuhsheim, einem nördlichen Stadtteil von Heidelberg, befindet sich die katholische Pfarrkirche St. Vitus und Georg. Die ältesten sichtbaren Bauteile der Kirche datieren in die Mitte des 11. Jahrhunderts. Es gibt Hinweise darauf, dass sich auch Substanz des seit dem 8. Jahrhundert belegten Vorgängerbaus erhalten hat. Erste große Umbauten der Kirche fanden 1483 statt, in späterer Zeit mussten auch Kriegszerstörungen repariert werden. 1933/1934 erfolgte ein Um- und Erweiterungsbau nach Plänen des Heidelberger Architekten Franz Sales Kuhn.

Zum Objekt:
Die dreischiffige Basilika mit quadratischem Westturm, Beinhaus und St.-Nikolauskapelle südlich des Chors erhielt durch den nördlichen Erweiterungsbau der 1930er Jahre eine grundlegende Neuausrichtung. Dabei integrierte man das alte Kirchenschiff als eine Art breit gelagerte Vorhalle und den gotischen Chor als Taufkapelle. Im südlichen Seitenschiff wurden 1911 Wandmalereien aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts freigelegt.
 
 

 
Freiburger Stadtbau zweimal fĂĽr den Deutschen Baupreis 2026 nominiert
• Bergäckerstraße in Holzmodulbauweise für „Einfaches Bauen“ und
• Sanierung Elsässer Straße 2fg im Breisacher Hof in der Kategorie „Bauen im Bestand“ in der Endrunde

Die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) ist für den Deutschen Baupreis 2026 gleich in zwei Kategorien nominiert worden: Das Holzmodulprojekt Bergäckerstraße geht in der Kategorie „Einfaches Bauen“ und die Sanierung der Elsässer Straße 2fg im Breisacher Hof in der Kategorie „Bauen im Bestand“ in die Endrunde. Der Deutsche Baupreis wird jährlich unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen vom Bauverlag in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal vergeben. In insgesamt fünf Sonderkategorien kürt eine Jury aus renommierten Experten innovative Ansätze und Ideen, die Impulse für das Bauen liefern. Die Preisverleihung findet am 24. März 2026 im Rahmen der digitalBAU in Köln statt.

Mit dem Quartiersprojekt in der Bergäckerstraße setzte die FSB auf eine innovative, serielle Holzmodulbauweise mit sehr hohem Vorfertigungsgrad. Vier dreigeschossige Gebäude mit insgesamt 33 Wohnungen sowie 300 m²Büro-, Sozial-, und Gemeinschaftsräumen wurden in kurzer Bauzeit errichtet. Das Projekt erfüllt den KfW-Effizienzhausstandard 40 EE, kombiniert Photovoltaik mit Dach- und Fassadenbegrünung und integriert ein soziales Nutzungskonzept, das gemeinschaftliches Engagement fördert. Das Zukunftspotenzial der modularen Bauweise wurde dabei deutlich: Sie ermöglicht wirtschaftliche, qualitativ hochwertige und skalierbare Lösungen – insbesondere für Projekte mit spezifischen zeitlichen, funktionalen oder sozialen Anforderungen.

Im Breisacher Hof verfolgt die FSB einen anderen, ebenso anspruchsvollen Ansatz: Die denkmalähnlichen Gebäude aus der Kaiserzeit in der Elsässer Straße mit insgesamt 139 Wohnungen werden sukzessive umfassend modernisiert und energetisch ertüchtigt. Statt eines Neubaus wurde bewusst die Sanierung im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ gewählt, um die städtebauliche Identität und historische Bedeutung des Quartiers zu bewahren und zugleich Energieverbrauch und CO₂-Emissionen deutlich zu senken sowie durch die Finanzmittel des Bundes, Landes und der Stadt Freiburg die Mieten dauerhaft bezahlbar zu gestalten. Der erste Bauabschnitt mit den Gebäuden Elsässer Straße 2f und 2g wird aktuell finalisiert. Durch technische Erneuerung, energetische Sanierung auf KfW 85-Standard, barrierefreie Erschließung und sozialverträgliches Umzugsmanagement steigt nicht nur die Wohnqualität, sondern auch die Zahl der Wohnungen von 52 auf 56 – bei weiterhin bezahlbaren Mieten.

„Diese beiden Nominierungen zeigen eindrucksvoll die strategische Bandbreite unseres Unternehmens“, erklären Dr. Magdalena Szablewska, technische FSBGeschäftsführerin und Dr. Matthias Müller, kaufmännischer FSB-Geschäftsführer. „Mit der seriellen Holzmodulbauweise in der Bergäckerstraße entwickeln wir ein zukunftsfähiges Instrument für besondere Bauaufgaben – schnell, nachhaltig und flexibel einsetzbar. Gleichzeitig beweisen wir in der Elsässer Straße, dass auch denkmalähnliche Bestandsgebäude sensibel und technisch auf höchstem Niveau modernisiert werden können. Diese Kombination aus Innovation und verantwortungsvollem Umgang mit dem Bestand steht exemplarisch für die Vielfalt unseres Handelns.“
 
 

 
Hell und effizient: Ampelanlage an der WiesentalstraĂźe bekommt LED-Technik
Das Garten- und Tiefbauamt rüstet derzeit alte Ampeln auf moderne LED-Technik um. Das spart bisher schon jedes Jahr rund 60.000 kWh Strom ein – das entspricht etwa 35.000 Kilogramm CO₂. Als nächstes ist die Anlage an der Wiesentalstraße / Ecke Schildackerweg dran. Die Arbeiten beginnen am Dienstag, 24. Februar, und dauern voraussichtlich eine Woche. Währenddessen ist die Anlage außer Betrieb. Für eine sichere Querung der Wiesentalstraße wird es einen provisorischen Zebrastreifen geben.

Die neue Ampel leuchtet künftig mit LED – das spart nicht nur Strom und senkt die CO₂-Emissionen. Die neuen Signalgeber sind auch heller und dadurch besser sichtbar. Die längere Lebensdauer der LED-Technik führt zu deutlich weniger Ausfällen. Das wirkt sich positiv auf die Verkehrssicherheit, die Wartung und die Unterhaltungskosten aus.

Aber mit den neuen Ampeln wird nicht nur Strom gespart – auch Fußgänger*innen und Radfahrer*innen auf der stark frequentierten Verbindung über den Schildackerweg profitieren in Zukunft von der neuen Technik: Die Ampel zeigt künftig länger grün, die Wartezeiten werden kürzer und die Sensortaster sind leichter zu bedienen. Auch die Barrierefreiheit wird verbessert. Seheingeschränkte oder blinde Personen erkennen durch ein akustisches Signal und den vibrierenden Taster, dass die Ampel Grün zeigt. Durch einen zusätzlichen Ton, den Pilotton, können sie den Ampelmasten besser finden und Grün anfordern.

Die Modernisierung der Ampelanlage kostet rund 23.000 Euro. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert den Umbau mit 8.000 Euro aus dem Programm „Klimaschutzprojekte aus dem kommunalen Umfeld – Sanierung von Lichtsignalanlagen“.
 
 



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