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Verschiedenes
| | | | | Radschnellweg durch Freiburg-Herdern: Umleitung Linie 27 | | Am Montag, 2. Februar 2026, beginnt der dritte Bauabschnitt zur Herstellung des Radschnellwegs RS6 durch Herdern. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis zum 25. Februar 2026. In dieser Zeit wird die Buslinie 27 umgeleitet. Die Haltestelle Hochmeisterstraße entfällt in dieser Zeit in beide Richtungen ersatzlos. | | | | | |
| | | | | | Polnisches Filmfestival cinèPolska 2026: Freiheit. Stimme. Erinnerung | Drei Tage polnische Filmkunst, Kultur, Geschichte und Begegnungen im deutsch-polnischen Dialog
Ort: Kommunales Kino, Urachstr. 40, 79102 Freiburg im Breisgau
Termin: 6.–8. Februar 2026
Konzept und kuratorische Leitung: Verein Polki Solidarnie – Polnische Frauen Solidarisch e.V.
Drei Tage polnische Filmkunst eröffnen einen lebendigen Dialog zwischen Film, Geschichte, Kultur und gesellschaftlichen Fragestellungen. Die ausgewählten Werke blicken dabei nicht nur auf die Vergangenheit zurück, sondern verhandeln Themen von brennender Aktualität – insbesondere Frauenrechte, Gleichberechtigung, Migration und die Suche nach Identität. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger politischer Entwicklungen und dem Erstarken rechtskonservativer sowie nationalistischer Strömungen wird deutlich, dass Freiheit und Gleichstellung keine Selbstverständlichkeiten sind.
An drei Festivaltagen führen die Filme eindrücklich vor Augen, dass gesellschaftliche, politische und persönliche Freiheit niemals selbstverständlich ist. Sie nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch Jahrzehnte polnischer und europäischer Identitätsgeschichte, erzählt aus der Perspektive des Autorenkinos und getragen von mutigen Geschichten über Aufbruch, den Kampf um Demokratie und Frauenrechte, über Erinnerung, Überleben und tiefgreifenden Wandel.
Zu Festivalbeginn wirft das Festival einem besonderen Fokus auf das Lebenswerk von Andrzej Wajda und das zeitgenössische polnische Kino. Den Auftakt macht Wajdas Klassiker ZIEMIA OBIECANA (DAS GELOBTE LAND) von 1975, ein episches Gesellschaftspanorama über Freundschaft, Moral und wirtschaftlichen Aufstieg in der Industriestadt Łódź. Im Anschluss feiern wir mit einer Vernissage der Ausstellung der Plakate zu den Filmen von Andrzej Wajda aus der Sammlung des Museums des Filmes Kinematographie in Łódź die Festivaleröffnung. Den Abend schließen wir mit einer starken weiblichen Stimme: IMAGO (2023) von Olga Chajdas, ein post-punkiger Hymnus über die Suche nach eigener Identität, Freiheit und Selbstbestimmung in der alternativen Szene des späten 1980er-Jahre der Dreistadt (Trójmiasto).
Der Samstag steht im Zeichen der Reflexion, des Gedenkens und der weiblichen Perspektiven. Den Auftakt bildet das Panel „Zwischen Emanzipation und Tradition: Feminismus in Deutschland und Polen“, in dem historische und zeitgenössische Aspekte feministischer Bewegungen diskutiert werden. Anschließend werden außergewöhnliche Frauen gefeiert, die Grenzen gesprengt haben: SIMONA KOSSAK erzählt die Biografie der Wissenschaftlerin und Rebellin Simona Kossak, während WANDA RUTKIEWICZ: THE LAST EXPEDITION die legendäre Bergsteigerin auf ihrem Weg zu den höchsten Gipfeln begleitet. Den Abschluss bildet SOLIDARNOŚĆ WEDŁUG KOBIET – DIE FRAUEN DER SOLIDARNOŚĆ, eine eindrucksvolle Dokumentation über die bislang kaum erzählte Geschichte der Frauen in der polnischen Gewerkschaftsbewegung. Gespräche, Workshop und begleitende Veranstaltungen laden dazu ein, weibliche Perspektiven auf Geschichte, Gesellschaft, Feminismus und Selbstbestimmung zu erkunden.
Am Sonntag gibt es ein vielfältiges Programm: von Abenteuern für Kinder über persönliche Dokumentationen bis hin zu einem beeindruckenden Biopic. Den Auftakt macht O PSIE, KTÓRY JEŹDZIŁ KOLEJĄ 2 – LAMPO 2, begleitet von einem kreativen Workshop für Kinder. Anschließend eröffnet LISTY Z WILCZEJ – BRIEFE AUS DER WILCZA einen poetischen, humorvollen und nachdenklichen Blick auf das Leben in Warschaus Wilcza-Straße und die Suche nach Zugehörigkeit, menschlicher Nähe und gesellschaftlicher Teilhabe. Der Film wirft zentrale Fragen nach Identität, Heimat, Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Rassismus auf, zeigt aber auch, wie menschliche Nähe und Solidarität entstehen können. Das Festival findet seinen krönenden Abschluss mit Agnieszka Hollands Film FRANZ K., dem für Polen ins Oscar-Rennen eingesandten Biopic über Leben und Werk eines der bedeutendsten Literaten des 20. Jahrhunderts, Franz Kafka. Mit sinnlich-surrealistischen Bildern und einer beeindruckenden Mischung aus Realität, Fantasie und literarischer Inspiration rundet der Film das Festival gebührend ab.
Das Festival bietet ein inklusives Programm, in dem Teilnehmende aktiv eingebunden werden: Workshops, Panel und Diskussionen mit Filmemacher*innen ermöglichen den Austausch und das Einbringen eigener Perspektiven. Reflexion ist integraler Bestandteil des Festivals. Feedbackrunden, moderierte Nachbesprechungen und die Möglichkeit, Eindrücke oder kreative Reaktionen zu dokumentieren, fördern eine kritische Auseinandersetzung mit den Prozessen vor Ort. cinèPolska ist mehr als Film: Gespräche, Diskussionen, Ausstellung und Workshops schaffen einen Raum, in dem Kunstvermittlung, gesellschaftlicher Dialog, Feminismus, Identität und demokratische Werte aktiv erfahrbar werden. Die Veranstaltungen finden teilweise dreisprachig (Deutsch, Polnisch, Englisch) statt und werden simultan gedolmetscht, um größtmögliche Zugänglichkeit, Beteiligung und Teilhabe sicherzustellen. So wird das Festival zu einem Ort, an dem unterschiedliche Zielgruppen nicht nur zuschauen, sondern aktiv mitgestalten, reflektieren und voneinander lernen können.
In Kooperation mit dem Verein Polki Solidarnie – Polnische Frauen Solidarisch e.V.
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, dem Museum für Kinematographie in Łódź und der Sparkasse Freiburg. | | Mehr | | | |
| (c) LpB BW | | | | | Erklärfilme zur Landtagswahl für Schulen, Kommunen und Kinos | Zur Landtagswahl am 8. März 2026 hat die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) mehrere Erklärvideos veröffentlicht, auch in Leichter Sprache. Sie können an Schulen, in Rathäusern oder Kinos kostenlos gezeigt werden. Was ändert sich durch die Wahlrechtsreform in Baden-Württemberg? Was ist der Unterschied zwischen Erststimme und Zweitstimme? Und worauf muss man in der Wahlkabine achten? Auf diese und viele andere Fragen geben die neuen Erklärfilme der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) Antworten. Die Animationsfilme richten sich an alle Wahlberechtigten. Sie sind auch für den Einsatz im Unterricht oder für Schulungen von Wahlhelferinnen und Wahlhelfern geeignet.
Drei Erklärfilme wurden zudem in Leichter Sprache erstellt, damit sich auch Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder geringen Deutschkenntnissen über die Landtagswahl informieren können. Diese Erklärfilme sind eine Gemeinschaftsproduktion der LpB und der Beauftragten der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Nora Welsch.
Alle Erklärfilme stehen auf dem YouTube-Kanal der LpB zur Verfügung: | | Mehr | | | |
| | | | | | Freiburg: Arbeiten im Baugebiet Kleineschholz | Sperrung der Radvorrangroute FR2
Im neuen Baugebiet Kleineschholz stehen Erschließungsarbeiten an. Dafür wird die Radvorrangroute 2 (FR2) zwischen der Lehener Straße und der Sundgauallee ab Montag, 2. Februar, für drei Wochen gesperrt.
Um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, nutzt das Garten- und Tiefbauamt die Sperrung, um auch am neuen FR2 Radweg zu arbeiten, Bäume im parallel verlaufenden Grünstreifen zu pflanzen, eine Habitatsfläche anzulegen und die Lärmschutzwand zu bepflanzen.
Radfahrer*innen und Fußgänger*innen werden über den Runzmattenweg umgeleitet. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis und Rücksichtnahme.
Mit dem Quartier Kleineschholz soll ein inklusives urbanes Stadtquartier mit rund 500 Wohnungen entstehen. Informationen zum neuen Quartier gibt es unter freiburg.de/kleineschholz. | | Mehr | | | |
| Feuchtgebiet Pata Pata (c) Municipalidad Distrital de San Jerónimo | | | | | Freiburg und San Jerónimo feiern erfolgreichen Abschluss ihres Klimaprojekts | Feuchtgebiet Pata Pata in Cusco (Peru) wiederhergestellt – Bund bestätigt offiziellen Projektabschluss
Am Montag, 2. Februar, ist der internationale Tag der Feuchtgebiete
Was vor sechs Jahren mit einer gemeinsamen Idee begann, ist heute ein sichtbarer Beitrag zum Klima- und Naturschutz: Freiburg und der Distrikt San Jerónimo, der sich am Rand der Stadt Cusco auf über 3000 Meter Höhe im peruanischen Hochland befindet, haben ihr Kooperationsprojekt zur Rettung des Feuchtgebiets Pata Pata erfolgreich abgeschlossen. Das letzte noch erhaltene Feuchtgebiet in der Provinz Cusco, das zuvor stark durch Austrocknung und Schadstoffbelastung bedroht war, ist heute wieder zu einem intakten Lebensraum für Flora und Fauna geworden.
Jüngst hat nun die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (Engagement Global) den Abschlussbericht des Projekts geprüft und als erfolgreich abgeschlossen bewertet. Das Vorhaben wurde im Rahmen des Programms Nakopa („Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte“) mit finanzieller Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt. Insgesamt wurden rund 260.000 Euro investiert, davon 90 Prozent Bundesmittel. Die durch ein umfangreiches Kulturprogramm begleitete feierliche Einweihung des Feuchtgebiets Pata Pata fand im vergangenen Jahr statt.
Ziel des gemeinsamen Projekts war es, die für Feuchtgebiete typischen Ökosystemleistungen wiederherzustellen, so etwa den Erhalt der Biodiversität, die Wasserregulierung und -säuberung sowie seine Funktion als CO2-Senke. Dazu wurde das Feuchtgebiet ab 2022 fachgerecht renaturiert und ökologisch stabilisiert. Die Wasserquantität und -qualität hat sich dadurch erheblich verbessert und das Vorkommen einheimischer Pflanzen- und Tierarten nahm signifikant zu. Heute dient Pata Pata als Naherholungsgebiet und Lernort für ökologische Bildung: über 2300 Menschen aus Schulen, Universitäten, Verwaltungen und indigenen Gemeinschaften haben dort bereits an umweltpädagogischen Maßnahmen teilgenommen. ist damit zu einem regionalen Vorzeigeprojekt für kommunale Kooperation im Bereich Klima- und Umweltschutz geworden.
Oberbürgermeister Martin Horn betont: „Klimaschutz kennt keine Grenzen. Mit Projekten wie in San Jerónimo zeigen wir, dass internationale Zusammenarbeit konkrete Verbesserungen für Mensch und Natur bringt. Mein Dank gilt auch dem Bund, der das Projekt durch großzügige Förderung möglich gemacht hat. Pata Pata steht exemplarisch dafür, wie kommunale Partnerschaften wirken können – praxisnah, nachhaltig und mit echtem Mehrwert für beide Seiten.
Auch Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit zieht eine positive Bilanz: „Die Zusammenarbeit zwischen Freiburg und San Jerónimo ist ein starkes Zeichen dafür, wie Städte weltweit gemeinsam Verantwortung für unseren Planeten übernehmen können.“
Seit 2019 verbindet Freiburg und San Jerónimo eine Klimapartnerschaft, die durch universitäre Kontakte und zivilgesellschaftliches Engagement entstanden ist. Fachexpert*innen aus beiden Städten tauschten seither Wissen zu Umweltschutz und Wasserwirtschaft aus. Auf gegenseitigen Delegationsbesuchen konnte man sich vor Ort über die jeweiligen ökologischen Herausforderungen beider Kommunen austauschen und bei Lösungsansätzen voneinander lernen. Die Klimapartnerschaft soll auch nach Abschluss des Projekts zum Feuchtgebiet Pata Pata fortgesetzt werden.
zum Bild oben:
Feuchtgebiet Pata Pata
(c) Municipalidad Distrital de San Jerónimo – Oficina de Imagen Institucional y Comunicaciones | | | | | |
| | | | | | Landtagswahl 2026: Versand der Wahlbenachrichtigungen | Der Countdown läuft: Am Sonntag, 8. März, findet die Landtagswahl statt. Für die Teilnahme an der Wahl verschickt die Stadt über die Deutsche Post AG im Zeitraum vom 31. Januar bis 7. Februar die Benachrichtigungen an die rund 162.000 Wahlberechtigten; erstmals sind auch die 16- und 17-Jährigen dabei. Wer wählen will, muss diese Benachrichtigung am Wahltag ins aufgedruckte Wahllokal mitbringen, um sich dort auszuweisen.
Wer Briefwahl beantragen möchte, tut dies am einfachsten mit dem QR-Code auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung oder mit dem OnlineAntrag unter www.freiburg.de/briefwahl. Die Antragsfrist endet am Freitag vor der Wahl, 6. März, um 15 Uhr.
Ab Montag, 9. Februar, öffnet auch das Briefwahlbüro des Wahlamts in der Berliner Allee 1 die Pforten. Dort können die Briefwahlunterlagen persönlich oder für andere beantragt werden (in diesem Fall wird eine Vollmacht benötigt). Vor Ort stehen Wahlkabinen zur Verfügung, so dass man seine eigene Stimme auch gleich abgeben kann. Das Briefwahlbüro öffnet montags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 15 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 18 Uhr.
Alle Informationen zur Landtagswahl am 8. März stehen auf der städtischen Internetseite online | | Mehr | | | |
| | | | | | Badegewässerverordnung: sieben Badeseen in Freiburg | Bei den aktuellen Temperaturen denkt noch kaum jemand ans Baden im Freien. Trotzdem legt die Badegewässerverordnung jetzt schon fest, in welchen Seen die Freiburger*innen bedenkenlos plantschen können. 2026 sollen – wie schon in den vergangenen Jahren – der Flückigersee, der Tunisee, der Silbersee, der Moosweiher, der kleine Opfinger Baggersee (Ochsenmoos), große Opfinger See und der Dietenbachsee als Badegewässer eingestuft werden.
Damit das Baden sicher bleibt, kontrolliert das Gesundheitsamt alle sieben Seen regelmäßig – mindestens aber einmal im Monat. Dabei werden Wasserproben auf Darmkeime, Verschmutzungen wie Abfälle oder teerhaltige Rückstände sowie auf eine starke Algenbildung untersucht. So ist sichergestellt, dass die Badegewässer den EU-Richtlinien entsprechen. Eine digitale Badegewässer-Karte ist unter https://badegewaesserkarte.landbw.de/ zu finden.
Noch bis zum 28. Februar haben Bürger*innen die Möglichkeit, Vorschläge, Hinweise oder Beschwerden zur Badegewässerliste einzureichen. Diese sind entweder an das Umweltschutzamt, Fehrenbachallee 12, 79106 Freiburg, oder an das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Gesundheitsschutz, Sautierstraße 30, 79104 Freiburg, zu richten. | | Mehr | | | |
| | | | | | Verdi bestreikt die VAG am Montag | - Kein Stadtbahnverkehr und nur einzelne Busfahrten am 2. Februar
- VAG-Vorstände verweisen auf angespannte Haushaltslage der Kommunen und üben scharfe Kritik am Vorgehen der Gewerkschaft: „Wünschen uns einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Streikrecht“
Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) wird am Montag, 2. Februar, ganztägig bestreikt. Der Arbeitskampf der Gewerkschaft Verdi beginnt mit Betriebsstart und endet mit Betriebsschluss. In dieser Zeit fahren keine VAG-Stadtbahnen und nur ein sehr kleiner Anteil der Busse. Auch die Schauinslandbahn bleibt außer Betrieb. Zusätzlich sind das VAG-Kundenzentrum, das Fundbüro sowie die Abteilung für das erhöhte Beförderungsentgelt geschlossen.
Vom Streik betroffen sind alle Bus- und Straßenbahnlinien, die direkt von der VAG betrieben werden. Ausgenommen sind lediglich Fahrten, die von privaten Auftragnehmern übernommen werden. Weitgehend in Betrieb bleiben daher die Linien 15 und 32. Auf den Linien 24, 33 und 34 verkehrt etwa die Hälfte der Fahrten. Alle übrigen Bus- und alle Stadtbahnlinien der VAG entfallen.
Alle tatsächlich stattfindenden Fahrten sind in der elektronischen Fahrplanauskunft zu finden. Einen Notfallfahrplan kann die VAG nicht anbieten. Die VAG weist zudem darauf hin, dass die fahrenden Buslinien keine Anschlüsse an andere Stadtbahn- oder Buslinien der VAG haben.
Unabhängig vom Streik bleiben Ziele in Freiburg über die Linien der Breisgau-S-Bahn erreichbar. Auch der Regionalverkehr der Deutschen Bahn mit seinen innerstädtischen Haltepunkten sowie einzelne Buslinien aus dem Umland fahren weiterhin.
Die Tarifverhandlungen für den kommunalen Nahverkehr hatten am 20. Januar in Stuttgart begonnen. Verhandelt wird lediglich über Zuschläge. Deutliche Entgeltsteigerungen, hohe Zulagen und eine reduzierte Wochenarbeitszeit sind laut VAG bereits aufgrund der zurückliegenden Tarifabschlüsse über das laufende Jahr hinaus vereinbart.
Die VAG-Vorstände Oliver Benz und Stephan Bartosch übten scharfe Kritik an den Streiks: „Die Tarifverhandlungen sind sachlich und konstruktiv gestartet. Wir waren davon ausgegangen, dass Verdi Verständnis für die schwierige Haushaltslage hat“, erklärte Benz. „Umso unverständlicher und überraschender ist dieser Streik. Die Leidtragenden sind unsere Fahrgäste.“
Die Vorstände verwiesen darauf, dass in vielen Kommunen bereits freiwillige Aufgaben auf dem Prüfstand stehen. „Vielerorts geht es nicht mehr darum, ob Angebote im öffentlichen Nahverkehr gekürzt werden müssen, sondern darum, wie stark diese Kürzungen ausfallen“, sagte Benz. Vor diesem Hintergrund müsse das Vertrauen in den ÖPNV gestärkt werden. Streiks bewirkten das genaue Gegenteil. Es sei schwer nachvollziehbar, dass Verdi nun auf kommunaler Ebene realitätsferne Forderungen stellt, während in vielen Privatfirmen Beschäftigte um ihre Jobs bangen.
Nach Angaben der VAG hat Verdi das kommunale Unternehmen seit 2023 bereits an zwölf Tagen bestreikt. „Dies führte bei unseren Fahrgästen zunehmend zu Unverständnis. Hier wünsche ich mir einen verantwortungsvolleren Umfang mit dem Streikrecht “, erklärte VAG-Vorstand Stephan Bartosch. Der kommunale Nahverkehr biete gerade in Krisenzeiten sichere Arbeitsplätze und attraktive Bedingungen. „Das sollte auch die Gewerkschaft anerkennen und entsprechend berücksichtigen“, sagte Bartosch weiter.
Nach Berechnungen des kommunalen Arbeitgeberverbands sind die Gehälter in Baden-Württemberg im ÖPNV seit 2023 im Durchschnitt bereits um über 20 Prozent gestiegen, in unteren Entgeltgruppen noch stärker. Im Fahrdienst beträgt das durchschnittliche Monatsgehalt inklusive aller Zuschläge demnach landesweit mehr als 4.300 Euro. In Freiburg liege es aufgrund von Zusatzleistungen sogar noch höher, erklärte die VAG. Dazu komme, dass für Mai bereits eine Entgelterhöhung von 2,8 Prozent fest vereinbart ist.
Die VAG-Vorstände verwiesen außerdem auf das wachsende Defizit der VAG. Ein wesentlicher Grund dafür seien die enorm steigenden Personalkosten. Eine Umsetzung sämtlicher Verdi-Forderungen bei den Zuschlägen würden bei der VAG nach ersten Berechnungen zusätzliche Personalkosten im Umfang von rund drei Millionen Euro pro Jahr bedeuten.
Hinweis für die Fahrgäste:
Die Freiburger Verkehrs AG streikt nicht selbst, sondern wird von der Gewerkschaft Verdi bestreit. Daher greift keine Mobilitätsgarantie, und es gibt keinen Ersatzanspruch. | | | | | |
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