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Verschiedenes

FRISCHE FARBE FÜR DEN SÜDEN
Runderneuerte Marke "Wir sind Süden" (c) TMBW
 
FRISCHE FARBE FÜR DEN SÜDEN
Das Urlaubsland Baden-Württemberg präsentiert sich ab 2024 mit einer runderneuerten Marke

STUTTGART, 8. Januar 2024 – Frische Farben, modernes Design und eine große Nähe zur Landesmarke: Das Urlaubsland Baden-Württemberg wirbt seit Beginn des Jahres mit einer runderneuerten Marke für die Regionen und Städte in Deutschlands Süden. Nach fast 14 Jahren verpasst die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) ihrer bestehenden Marke „Wir sind Süden“ einen neuen Anstrich. Am bewährten Claim hält sie hingegen auch in Zukunft fest.

„Seit der Einführung von ‚Wir sind Süden‘ im Jahr 2010 hat sich vieles verändert“, sagt TMBW-Geschäftsführer Andreas Braun, „nicht nur die Zahl der Kanäle, Formate und Kommunikationswege hat sich vervielfacht, vor allem hat sich das Umfeld unserer Marke zu einem überwiegenden Teil in den digitalen Raum verlagert.“ Die Zielsetzung des aktuellen Relaunchs sei daher eine einheitliche, moderne und digitale Marke gewesen, die sich auf die Anforderungen der Gegenwart einstellt.

Der neue Markenauftritt ist entsprechend nicht nur ein visuelles Update, sondern enthält ein komplett in sich abgestimmtes Programm von Schriften, Farben und Logos, die national und international einsetzbar sind. Gestalterisch hat man bewusst die Nähe zur Standortkampagne „The Länd“ gesucht. Das zeigt sich nicht nur in der Verwendung des neuen Landes-Gelbs. Auch auf den spielerischen Umgang mit einem Umlaut setzt die neue touristische Dachmarke.

„Ein Ü sagt mehr als tausend Worte“, fasst Sven Kratzsch von Jung von Matt Neckar die augenzwinkernde Botschaft dahinter zusammen. Die Kreativagentur hat bereits „The Länd“ entwickelt und zeichnet nun für die Neuausrichtung von „Wir sind Süden“ verantwortlich. Im neuen Dachmarkenlogo spielt das Ü eine entsprechend prominente Rolle. Dort wird neben dem Claim „Wir sind Süden“ und der Verortung „Baden-Württemberg“ auch der etablierte Stauferlöwe beibehalten. Sonst ist aber alles anders: Als Rahmen dient eine dynamisch aufstrebende Form, die gleichzeitig als geographischer Marker funktioniert und Richtung Südwesten verweist – auf das Zuhause Baden-Württembergs.

„Mit dem neuen Dachmarkenlogo gelingt uns in Sachen Gestaltung und Funktionalität ein Zeitsprung in eine moderne und frische Markenwelt“, sagt Andreas Braun. „Die neue Marke steht für Dynamik, Optimismus und Klarheit, bewahrt aber ihren etablierten Markenkern.“

Das neu gestaltete Ü kommt darüber hinaus auch losgelöst als Shortlogo zum Einsatz und soll in Zukunft vor allem in sozialen Netzwerken als Erkennungszeichen für das Urlaubsland Baden-Württemberg dienen. „Wir verstehen es als lächelnde Chiffre für Süden, für unser Lebensgefühl und als einladende Geste, uns und unser Urlaubsland kennenzulernen“, so Braun.

Auch internationale Urlaubsgäste möchte man mit der neuen Marke gezielt ansprechen. Hierzu wurde ein eigenes Dachmarkenlogo entwickelt, das bewusst auf die bisherige Übersetzung des Claims verzichtet. Im internationalen Kontext wird Baden-Württemberg nun touristisch als „The Süden“ vermarktet. „Auch hier schließen wir uns an die selbstbewusste Haltung der Landeskampagne an. ‚The Süden‘ braucht keine Übersetzung. Es weckt Neugier und Interesse und hebt uns von anderen Destinationen im Wettbewerb ab“, sagt Andreas Braun.

INFO:
Der neue Markenauftritt lässt sich seit dem Jahreswechsel unter anderem auf tourismus-bw.de entdecken. Auch die Social-Media-Kanäle der TMBW wurden bereits seit Mitte Dezember nach und nach auf das neue Design umgestellt.

Die TMBW präsentiert ihre neue Marke außerdem vom 13. bis 21. Januar auf der Stuttgarter Urlaubsmesse CMT in Halle 6.
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Freiburg bewegt
Neue Online-Plattform zeigt, Strategien und Projekte, die Freiburg jeden Tag ein bisschen besser machen

Rund 500 Themen werden übersichtlich dargestellt

Transparenz für komplexes Verwaltungshandeln

OB Martin Horn: „Wir wollen zeigen, an welchen Themen und Projekten wir heute und in Zukunft arbeiten, damit Freiburg sich noch nachhaltiger entwickeln kann.“

Die Stadtverwaltung hat die neue Online-Plattform „Freiburg bewegt" ins Leben gerufen. Auf freiburg.de/bewegt wird seit dieser Woche übersichtlich und transparent dargestellt, an welchen Strategien und Projekten die städtischen Ämter und Gesellschaften derzeit arbeiten und was in Zukunft geplant ist. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung Freiburgs in zu einer nachhaltigen Stadt. „Freiburg bewegt“ zeigt, was getan wird, um Freiburg jeden Tag ein bisschen besser zu machen.

Die Verwaltung sowie die städtischen Gesellschaften und Töchter sind mit hohem Tempo unterwegs. In allen Bereichen wird mit viel Engagement an der Weiterentwicklung und Umsetzung zahlreicher Themen und Projekte gearbeitet. Was bisher fehlte, ist ein gebündelter Überblick über das vielfältige Verwaltungshandeln. Die neue Plattform bietet Einblicke in mehr als 500 Projekte und Themen.

„Freiburg bewegt. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Wir wollen unseren Bürgerinnen und Bürgern zeigen, an welchen Themen und Projekten wir im Rathaus und den städtischen Gesellschaften heute und in Zukunft arbeiten, damit Freiburg sich noch nachhaltiger entwickeln kann. Entdecken Sie die Vielfalt unserer Arbeit und machen Sie sich ein Bild von morgen“, so Oberbürgermeister Martin Horn zu dem neuen Angebot.

Auf der Website finden sich Themen bzw. Projekte, die einen Beitrag zur Erreichung der Freiburger Nachhaltigkeitsziele (siehe Hintergrund) und einer nachhaltigen Stadtentwicklung leisten. Damit sind selbstverständlich nicht nur ökologische Beiträge gemeint, sondern auch soziale, wirtschaftliche und kulturelle Themen. Die Beiträge, die hier zu finden sind, wirken heute und/oder in Zukunft. Sie zeigen die Bandbreite des Verwaltungshandeln mit einer entsprechenden Wirkung für die Bürgerschaft und Stadtgesellschaft.

Auf der Plattform gibt es verschiedene Möglichkeiten des Einstiegs: Über Themenkategorien, die Handlungsfelder der Nachhaltigkeit oder über eine Suchfunktion nach bestimmten Begriffen oder Projekten. So gewinnen Interessierte einen schnellen und informativen Überblick über das gewünschte Themenfeld.

Die einzelnen Projekte werden in kurzen Übersichtstexten dargestellt. Dazu gibt es Verlinkungen auf die zugrundeliegenden Drucksachen, so kann je nach Informationsbedarf tiefer in die Materie eingetaucht werden. Außerdem ist auf weitere Artikel auf freiburg.de sowie verwandte Themen verlinkt. Dazu gibt es Informationen über den aktuellen Stand der Vorhaben sowie die Zuständigkeit im Rathaus.

Vom Stadtbahnausbau, über die Bibliothek der Kulturen bis zur Förderung von Trendsportarten oder den neuen Stadtteil Dietenbach gibt es hier Informationen und Hintergründe. „Freiburg bewegt“ ist nicht nur eine Informationsquelle, sondern auch eine Einladung an die Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv an städtischen Prozessen zu beteiligen.

Die Plattform wird regelmäßig aktualisiert und erweitert, wobei zukünftige Funktionen und Features, einschließlich des Einsatzes künstlicher Intelligenz, geplant sind. Sie basiert auf einer zentralen Datenbank, die eine schnelle und effiziente Suche nach Themen und Projekten ermöglicht, wodurch ein transparenter Überblick über das komplexe Verwaltungshandeln ermöglicht wird.

Hintergrund: Die Freiburger Nachhaltigkeitsziele

2017 wurden 59 Freiburger Nachhaltigkeitsziele vom Gemeinderat als Grundlage des politischen Handelns verabschiedet. Diese Ziele sind zwölf Handlungsfeldern zugeordnet. Sie bilden die Basis für das politische Handeln der Stadt. Die Handlungsfelder lauten: Teilhabe, Lokales Management, Natürliche Gemeinschaftsgüter, Konsum und Lebensweise, Stadtentwicklung, Mobilität, Resiliente Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft, Soziale Gerechtigkeit, Lebenslanges Lernen, Klima und Energie sowie Kultur und Sport.

Alle zwei Jahre erscheint der Freiburger Nachhaltigkeitsbericht. Hier wird über Fortschritte in den einzelnen Handlungsfeldern informiert. Dies unterstreicht die Verpflichtung der Stadt, über ihre Bemühungen zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung offen und transparent zu berichten.

Ausführliche Informationen dazu unter: freiburg.de/nachhaltigkeit und freiburg.de/nachhaltigkeitsmanagement
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55.000 Gäste bei Christmas Garden Karlsruhe
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
 
55.000 Gäste bei Christmas Garden Karlsruhe
Veranstaltung im Zoologischen Stadtgarten begeistert

Das erste Jahr von Christmas Garden war trotz des verregneten Wetters ein Erfolg. Diese Bilanz ziehen die Kooperationspartner Christmas Garden Deutschland, C² Concerts und der Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe. Am vergangenen Sonntag ging die erste Saison des Christmas Garden Karlsruhe zu Ende. Rund sieben Wochen lang erstrahlte der Zoo in farbenfrohem Lichterglanz. Der illuminierte Rundweg mit seinen Lichtinstallationen und speziell darauf abgestimmten Klängen hat insgesamt 55.000 Gäste angezogen.

„Mit der Veranstaltung Christmas Garden konnten wir in Karlsruhe das bestehende weihnachtliche Angebot in der Stadt um eine neue Facette erweitern. Wir haben als Zoo sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Mich hat zudem begeistert, wie die Gäste das Lichterspektakel bei uns genossen haben. Auch die vielen verregneten Abende haben der Stimmung keinen Abbruch getan“, berichtet Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

Veranstalter und Anbieter zufrieden
Auch Sebastian Stein, Geschäftsführer der Christmas Garden Deutschland GmbH, zeigt sich zufrieden: „Wir freuen uns sehr, dass der Christmas Garden Karlsruhe so viele Menschen begeistert hat. Trotz einiger nasskalter Tage haben sich die vielen Gäste nicht von einem Besuch im Christmas Garden abhalten lassen, um die strahlenden Highlights zu erleben. Wir danken auch insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort und dem gesamten Team, das bei Wind und Wetter Abend für Abend für reibungslose Abläufe gesorgt hat.“

Die Kooperationspartner Christmas Garden Deutschland, C² Concerts und der Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe haben 2023 einen Vertrag über fünf Jahre abgeschlossen. „Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Saison. Christmas Garden ist ein echter Gewinn für die Stadt“, so Reinschmidt abschließend.

zum Bild oben:
Beleuchtete Eisbärenskulptur im Zoo bei Nacht während der Aktion "Christmas Garden"
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
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Guter Vorsatz für 2024: Französisch lernen!
Winter-Kursprogramm im CCFF ab dem 15. Januar

Das Centre Culturel im Kornhaus auf dem Münsterplatz startet mit vielen Kursen ins neue Jahr.
Französischlernen vom Anfänger- bis Konversationsniveau und vom Kinder- bis Seniorenalter.
In den Fasnachtsferien gibt es zusätzlich Intensivkurse für Jugendliche/Abiturienten und während des Schuljahres individuelle Nachhilfe in Kleingruppen ab dem 1. Lernjahr.
Die Mediathek des CCFF bietet eine große Auswahl an Büchern, Filmen und Zeitschriften.
Kostenlose Nutzung für Kursteilnehmende (6 Monate) und für Fördervereinsmitglieder (1 Jahr).

Kinderkurse für deutschsprachige & frankophone/ dt.-frz. Kinder ab 3 Jahren
Auffrischungskurse für Wiedereinsteiger mit Vorkenntnissen und „falsche Anfänger“
Conversation von A2/B1 bis C1
Grammaire et écriture A2/B1, B1/B2, B2/C1 – verschiedene Kurse Online und im CCFF
Seniorenkurse am Vormittag von Anfänger mit Kenntnissen bis zur Konversation

Kornhaus/ Münsterplatz 11
Centre Culturel Français Freiburg
0761/ 207390 ǀ info@ccf-fr.de
www.ccf-fr.de

Neugierig geworden? Dann werfen Sie gerne einen Blick in das komplette Kursprogramm online
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Stadt Freiburg eröffnet eine Winterübernachtung im Stadtteil Mooswald
Die Nächte sind kalt, es gibt wenige freie Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt – und die städtische Notübernachtung in der OASE (Haslacher Straße 11) hat ihre Belastungsgrenze erreicht. Daher eröffnet die Stadt Freiburg nun gemeinsam mit dem Diakonischen Werk und der Evangelischen Hochschule eine Winterübernachtung im Stadtteil Mooswald.

Die ehemalige Funkerkaserne in der Elsässer Straße 6 bietet im Erdgeschoss Raum für 20 bis 25 Übernachtungsplätze. Diese werden ab Montag, 15. Januar, denjenigen angeboten, die die Nacht im Warmen und Trockenen verbringen möchten. Koordiniert wird das Angebot von der Notübernachtung der OASE. Das bedeutet, dass ein Direktzugang ohne Abstimmung mit der OASE ausgeschlossen ist. Das Angebot soll bis Ende April 2024 bestehen.

Vor Ort gibt es Einzelbetten, Decken, ggf. ein Warmgetränk oder eine Suppe, sanitäre Anlagen und einen Sicherheitsdienst. Abends und morgens steht eine Ansprechperson des Diakonischen Werks in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Hochschule zur Verfügung.

Im Vorfeld hat der zuständige Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach den Vorsitzenden des Bürgervereins Mooswald, Stefan Schillinger, über das neue Winterübernachtungsangebot informiert.
 
 

Versammlung „Proteste der Landwirtschaft“ führt zu Verkehrsbeeinträchtigungen
© Stadt Karlsruhe, Presse- und Informationsamt, Monika Müller-Gmelin
 
Versammlung „Proteste der Landwirtschaft“ führt zu Verkehrsbeeinträchtigungen
Am 8. Januar kommt es wegen einer Demonstration zu erheblichen Einschränkungen

Karlsruhe: Am kommenden Montag, den 8. Januar, kommt es im Zeitraum von 8:30 bis circa 12 Uhr zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen in Karlsruhe.

Zu der von einer Privatperson angemeldeten Versammlung zum Thema „Proteste der Landwirtschaft“ werden circa 300 Fahrzeuge, überwiegend Traktoren, erwartet.

Vom Messplatz aus startet der Aufzug mit folgender Strecke:

Ostring – Wolfartsweierer Straße – Oststadtkreisel – Ludwig-Erhard-Allee – Kriegsstraße – Brauerstraße – L605 bis Pulverhausstraße – Pulverhausstraße – Durmersheimer Straße – B36 – Messe Karlsruhe.

Das Ordnungs- und Bürgeramt empfiehlt, den Bereich Messplatz und die von der Aufzugstrecke betroffenen Straßen weiträumig zu umfahren.
 
 

 
VAG-Buslinie 14: Wegen Bauarbeiten werden verschiedene Haltestellen nicht angefa
Wegen Bauarbeiten kommt es ab Montag, 8. Januar, für einen Zeitraum von mehreren Wochen zu Abweichungen auf der Omnibuslinie 14.

Für voraussichtlich sechs Wochen werden Busse dieser Linie, die in der Munzinger Straße starten, ab der Breisacher Straße umgeleitet. Die Haltestellen Kreuzstraße und Hauptbahnhof werden aus dieser Richtung nicht angefahren. Lediglich ein morgendlicher Kurs fährt den Hauptbahnhof an. Fahrgäste werden über eine Durchsage in den Bussen über die geänderte Linienführung informiert.

Bis Freitag, 1. März, können die Haltestellen Rabenstraße, Vogesenstraße und Draisstraße nicht angefahren werden. Grund sind Leitungsarbeiten im Stühlinger.
 
 

Die Wilhelma in die Zukunft führen
Foto: Wilhelma / artismedia Olaf Kühl
 
Die Wilhelma in die Zukunft führen
Dr. Thomas Kölpin ist seit 10 Jahren Direktor des Zoologisch-Botanischen Gartens Stuttgart

Lokführer, Astronaut, Zoodirektor: Wilhelma-Chef Dr. Thomas Kölpin hat einen der Jobs, der bei vielen Kindern früher ganz oben auf der Berufs-Wunschliste stand. Seit zehn Jahren ist der gebürtige Hamburger Direktor des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart. Dabei wollte er als kleiner Junge eigentlich Tierforscher werden. Nach dem Biologiestudium arbeitete er vier Jahre im Hamburger Tierpark Hagenbeck, 2009 übernahm er die Leitung des Thüringer Zooparks in Erfurt. 2014 wurde er Direktor der Wilhelma. „Es hatte mich gereizt, einen großen, international renommierten Zoo zu führen“, sagt Kölpin. Allerdings ist sein Beruf eher ein Manager- als ein Traumjob, wie sein eng getakteter Terminkalender zeigt: Kölpin trägt nicht nur die Verantwortung für 330 Mitarbeitende und ein jährliches Budget von 26 Millionen Euro, sondern letztlich auch für die rund 11.000 Tiere und 8.500 Pflanzenarten auf dem 30 Hektar großen Gelände am Neckar.

In den letzten zehn Jahren hat der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart seine Attraktivität massiv gesteigert: Im europäischen Zoo-Ranking ist er von Platz 14 auf Platz 5 gerutscht, auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis liegt die Wilhelma weit vorne. „Mir ist es wichtig, dass sich Familien den Besuch leisten können“, betont Kölpin. 2023 konnten rund 1,8 Millionen Besucher*innen empfangen werden – eine halbe Million mehr als 2016. Dazu haben sicher auch die von ihm neu eingeführten Veranstaltungsformate wie die Artenschutztage, der Kindertag und der Christmas Garden beigetragen. Einen Run auf die Eintrittskarten gibt es auch an Halloween: Seit 2015 ergänzt an diesem Tag schaurig-schöner Gruselspaß das Zoo-Erlebnis.

Zehn große Bauprojekte wurden unter Kölpins Ägide in der Wilhelma verwirklicht, darunter die Schneeleopardenanlage, das neue Haus für Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren und als „absolutes Highlight“ die im Juli 2023 eröffnete Terra Australis. „Ich bin sehr stolz, dass wir es geschafft haben, dass die Koalas dort jetzt auf dem Baum sitzen“, sagt er. Vier Jahre hatte der Umbau des alten, nicht mehr zeitgemäßen Menschenaffenhauses in die attraktive Anlage mit Nachttierhaus-Segmenten gedauert, beharrlich und über Jahre hinweg hat der Wilhelma-Direktor darauf hingearbeitet, die zwölf Tierarten, die nun in der Terra Australis wohnen, an den Neckar holen zu können.

Auch das Engagement für den Artenschutz hat Thomas Kölpin energisch vorangetrieben. Wurden 2014 etwa 30.000 Euro für Artenschutzprojekte ausgegeben, ist dieser Betrag im letzten Jahr (2023) auf über eine Million Euro angestiegen – auch dank des Artenschutzeuros, der seit 2018 im Eintrittspreis enthalten ist. „Meine Vision von der Wilhelma ist eine Artenschutzorganisation, die einen zoologisch-botanischen Garten betreibt“, sagt Kölpin. Die Tiere und Pflanzen im Zoo sind für ihn auch Botschafter für ihre Artgenossen in der freien Natur, die vom Klimawandel und anderen menschlichen Eingriffen bedroht sind. „Mit ihnen können wir auf eine sympathische Art und Weise auf wichtige Themen aufmerksam machen, ohne gleich den erhobenen Zeigefinger auspacken zu müssen“, so der Direktor.

Ein Zoo muss sich stetig weiterentwickeln, in die Haltung und den Bau neuer Anlagen fließen stets die neuesten Erkenntnisse zum Tierwohl ein. Als seine „Schicksalsanlage“ bezeichnet Kölpin den Neubau des Elefantengeheges. Die menschenbezogene Haltungsform, wie sie jahrzehntelang in Zoos praktiziert wurde, ist mittlerweile out. Stattdessen soll die Wilhelma eine neue Elefantenwelt bekommen, die in drei Bereiche unterteilt werden kann, um den natürlichen sozialen Bedürfnissen der Dickhäuter entgegenkommen zu können: „Elefanten sind Tiere, die in Phasen ihres Lebens Zusammenleben und Trennung brauchen“, sagt Kölpin, der seit März 2018 Vorsitzender der Elefanten-Spezialistengruppe der europäischen Zoovereinigung EAZA ist. In einer solchen „Fission-Fusion“-Anlage ist eine getrennte Haltung der Geschlechter möglich: Elefantenkühe mit ihrem Nachwuchs, eine „Junggesellenherde“ und einzelne Bullen können wie in der Natur getrennte Wege gehen. Die Wilhelma wird der erste Zoo weltweit sein, der diese Vorgabe erfüllt. Ob es die neue Anlage wie geplant 2025 in den Landeshaushalt schafft, steht allerdings noch in den Sternen: „Wir stehen da natürlich in Konkurrenz zu anderen Bauprojekten des Landes“, so Kölpin.

Die größte Herausforderung der letzten zehn Jahre ist die Corona-Pandemie gewesen – und das nicht nur wegen der Einnahmen, die während der sieben Monate währenden Schließzeit komplett weggefallen waren. In den Phasen, in denen der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart öffnen durfte, mussten die sich ständig ändernden Hygienekonzepte umgesetzt und Sicherheitskräfte eingestellt werden, die die Einhaltung der Maßnahmen überwachten. Das Personal wurde in zwei Teams aufgeteilt, die sich nicht begegnen durften: „Es musste vermieden werden, dass zum Beispiel die Orchideengärtner*innen oder die Elefantenpfleger*innen komplett ausfallen“, so Kölpin. Aktuell sind die gestiegenen Energiepreise und die hohe Inflation sehr belastend, die die Kosten für Futter, Löhne und die aktuellen Bauprojekte in die Höhe treiben.

Ans Aufhören denkt der 55-Jährige, der mit seiner Familie auf dem Gelände der Wilhelma wohnt, noch lange nicht. Daneben ist Dr. Kölpin seit 2016 Mitglied im Führungsgremium (Council) der europäischen Zoovereinigung EAZA und seit 2022 Schatzmeister der Organisation. Viel Spaß macht ihm auch die Lehrtätigkeit an der Uni Stuttgart im Fachbereich Tiergartenbiologie und Systematik: „Ich freue mich, dem Nachwuchs etwas mit auf den Weg geben zu können.“

Und was ist das Lieblingstier eines Zoodirektors? „Schon von Berufs wegen liegen mir alle Tiere am Herzen“, betont Thomas Kölpin. Derzeit sind aber die drei Quokkas in der Terra Australis seine Favoriten: „Eigentlich kleine unscheinbare Kängurus, aber mit einer positiven Ausstrahlung“, sagt er. Die Wilhelma ist übrigens der einzige Zoo in Europa, der Quokkas halten darf. Außerhalb Australiens gibt es die putzigen Beuteltiere nur noch in einem weiteren Zoo in Japan zu sehen.

zum Bild oben:
Koalas sind in Deutschland nur in vier Zoos zu sehen. In der Wilhelma leben seit 2023 vier Tiere, die direkt aus einem australischen Zoo nach Stuttgart kamen.
Foto: Wilhelma / artismedia Olaf Kühl
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