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Donnerstag, 20. August 2026
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Verschiedenes

Stadt fördert Netzanschluss großer Photovoltaikanlagen
PV-Anlage in der Hans-Bunte-Straße 9 (c) Stadt Freiburg.
 
Stadt fördert Netzanschluss großer Photovoltaikanlagen
Zukunftsfonds Klimaschutz hilft beim Ausbau von Solarenergie auf Freiburgs Dächern

Mehr Solarstrom für Freiburg: Ein schneller Ausbau der erneuerbaren Energien ist zentral, damit Freiburg klimaneutral werden kann. Die Stadt unterstützt deshalb im Rahmen eines Projektes des Energieversorgers Badenova den Netzanschluss großer Photovoltaikanlagen. Die Förderung läuft über den Zukunftsfonds Klimaschutz. So hilft die Verwaltung dabei, große Solaranlagen wirtschaftlich möglich zu machen. Denn gerade die Kosten für den Anschluss ans Stromnetz können für Eigentümer*innen und Betreiber*innen eine große Hürde sein.

Das Förderprogramm setzt genau dort an. Betreiber*innen von Solaranlagen mit einer Leistung von mehr als 30 Kilowattpeak müssen den Anschluss ihrer Anlage bis zum Netzverknüpfungspunkt bislang selbst bezahlen. Je weiter dieser Punkt entfernt ist, desto höher fallen die Kosten aus. Das kann dazu führen, dass größere Anlagen gar nicht erst gebaut werden – obwohl auf Freiburgs Dächern noch viel Potenzial für erneuerbaren Strom liegt.

Das Förderprogramm bezuschusst die Kosten, die Anlagenbetreiber*innen für den Netzanschluss tragen müssen, mit bis zu 1000 Euro pro Kilowattpeak installierter Leistung. Pro Solaranlage können maximal 50.000 Euro gefördert werden. Das Programm hat die Stadt gemeinsam mit dem Energieversorger Badenova 2023 zunächst als Pilotprojekt gestartet und aufgrund des Erfolgs weitergeführt.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt eine große Photovoltaikanlage in der Hans-Bunte-Straße 9. Die Anlage hat eine installierte Leistung von rund 270 Kilowattpeak und ist seit November 2025 am Netz. Pro Jahr kann sie bis zu 350 Megawattstunden Strom erzeugen. Für den Netzanschluss erhielt der Betreiber eine Förderung in Höhe von 36.150 Euro; die Kosten für den Netzanschluss lagen bei 48.200 Euro.

Das Förderprogramm ist bereits gut angelaufen: Durch die Mittel aus dem Zukunftsfonds Klimaschutz konnten bislang rund 1,3 Megawatt installierte PV-Leistung ermöglicht werden. Insgesamt stehen für das Programm 399.000 Euro zur Verfügung. Davon wurden bisher 278.867 Euro bewilligt und ausgezahlt.

Förderfähig sind Photovoltaikanlagen auf Freiburger Gemarkung, für die keine gesetzliche PV-Pflicht nach dem Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg gilt – also keine Neubauten und keine grundlegenden Dachsanierungen. Interessierte können den Zuschuss unter Einreichung der Schätzkostenkalkulation von Badenova Netze via Mail an netzanschlussfoerderung@badenova.de beantragen. Weitere Informationen zur Förderung gibt es unter https://www.freiburg.de/pb/2088466.html.
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Rauchen an Haltestellen und achtlos entsorgter Müll
Städtischer Vollzugsdienst hat bei Schwerpunktkontrollen 32 Verstöße festgestellt

Der städtische Vollzugsdienst hat von Montag, 10. August, bis Freitag, 15. August, verstärkt die Einhaltung der Vorschriften des neuen Landesnichtraucherschutzgesetzes kontrolliert. Dieses gilt seit dem 1. Juni und verbietet unter anderem das Rauchen an Straßenbahnhaltestellen. Ein weiterer Schwerpunkt der Kontrollen lag auf achtlos weggeworfenem Müll.

Insgesamt haben die Einsatzkräfte 32 Verstöße gegen die neuen Landesvorschriften für Raucher*innen und gegen die Regeln zur Abfallentsorgung festgestellt. In mehreren Fällen haben sich die Betroffenen zunächst nicht einsichtig gezeigt. Dadurch waren wiederholt zeitintensive Gespräche erforderlich. In zwei Fällen haben die betroffenen Personen zudem die Angabe ihrer Personalien verweigert. Diese Verstöße wurden gesondert geahndet und können ein deutlich höheres Bußgeld zur Folge haben.

Die Schwerpunktaktion macht deutlich, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht. Die Stadt wird daher auch künftig verstärkt Kontrollen durchführen. Ziel ist es, die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu verbessern, die Sauberkeit im Stadtgebiet zu fördern und insbesondere Kinder, Jugendliche und vulnerable Personen vor den Risiken des Passivrauchens zu schützen.

„Mit den Schwerpunkaktionen wollen wir bewusst dafür sorgen und sensibilisieren, dass alle Bürgerinnen und Bürger sowie alle Gäste verantwortlich mit ihrem Müll umgehen und diesen ordentlich entsorgen. Ein sauberes Stadtbild gehört zur Attraktivität Freiburgs dazu und ist für uns ein Muss. Deshalb bin ich dankbar, dass der städtische Vollzugsdienst bei seinen täglichen Rundgängen das Thema im Blick hat und mit Schwerpunktkontrollen wie diesen das Bewusstsein für das neue Landesnichtraucherschutzgesetz und die Gefahren von Passivrauchen schärft.“, so Bürgermeisterin Carolin Jenkner.
 
 

Ausstattung der Alten Apotheke in Lauffen bleibt erhalten
Lauffen: Alte Apotheke (c) Nina Probst / DSD
 
Ausstattung der Alten Apotheke in Lauffen bleibt erhalten
Das Gebäude stammt im Kern aus dem frühen 19. Jahrhundert

Bei einem Pressetermin am Mittwoch, den 19. August 2026 um 15.00 Uhr überbringt Claus Brechter, Ortskurator Bad Wimpfen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag über 40.000 Euro für Schlosserarbeiten sowie Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen im Eingangsfoyer und Apothekerraum und am Apothekerschrank der Alten Apotheke an Denkmaleigentümerin Iris Kurz. Das Gebäude liegt im Stadtteil Lauffen-Stadt exponiert am Ostufer des Neckarkanals an der zur Rathausinsel führenden Brücke.

Das Bauwerk stammt im Kern aus dem frühen 19. Jahrhundert. Eine Apotheke ist an diesem Standort seit 1826 nachweisbar. Das Gebäude wurde von 1888 bis 1892 unter Einbeziehung älterer Bauteile, wie Keller und Fassade, umgestaltet. In der Nachkriegszeit wurden die Oberflächen und Teile des Zubehörs unter der Verwendung der Ausstattung des späten 19. Jahrhunderts erneuert. Zudem wurde in dieser Zeit an der Südostecke ein hakenförmiger Anbau mit Terrasse angebaut.

Das freistehende und längliche Gebäude ist zweigeschossig und mit einem Satteldach versehen. Das Haus besitzt eine verputzte Fassade mit abgesetztem Sockel und reduzierter Gliederung. Zur Straßenseite hin befindet sich ein knapper Geschossvorsprung, der mit einem Gesims betont wird. Nach Westen hin schließt sich eine Mauer mit eisernem Tor an, welche den Garten von der Straße abschließt.

Im Erdgeschoss befinden sich die Eingänge zum Apothekenladen und zum Wohnbereich. Das Gebäude ist mit einem großen tonnengewölbten Keller aus Werksteinen versehen, der nachträglich durch Ziegelwände in kleinere Nutzungsbereiche eingeteilt wurde und im Zweiten Weltkrieg als Schutzraum diente.

Die Alte Apotheke in Lauffen gehört nunmehr zu den über 440 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.
 
 

 
Weitere Straßenbauarbeiten in der Lörracher Straße starten
Weiterer Ausbau der Radvorrangroute FR3

Am Montag, 7. September, beginnt das Garten- und Tiefbauamt (GuT) mit den Straßenbauarbeiten in der Lörracher Straße im Abschnitt zwischen der Wiesentalstraße und dem Schildackerweg. Der Straßenraum wird dabei neu aufgeteilt – zugunsten des Rad- und Fußverkehrs: Die Stadt baut die Radvorrangroute FR3 in diesem Abschnitt der Lörracher Straße auf einer Länge von rund 370 Metern aus.

Insgesamt sind die Arbeiten in neun Bauabschnitte gegliedert. Der jeweilige Abschnitt ist voll gesperrt. Eine Durchfahrt ist in dieser Zeit nicht möglich. Die Umleitung für den Kfz-Verkehr führt über die Wiesentalstraße und die Basler Straße. Die Zufahrten auf die einzelnen Grundstücke können nahezu immer (gegebenenfalls über Provisorien) gewährleistet werden. Das GuT ist hier intensiv mit den Gewerbetreibenden in Kontakt, um die Einschränkungen auf ein Minimum zu beschränken. Das Amt informiert betroffene Anlieger*innen rechtzeitig, wenn ein neuer Bauabschnitt ansteht.

Für alle, die mit dem Rad unterwegs sind, gibt es eine ausgeschilderte Umleitung. Diese führt je nach Bauabschnitt über die Schopfheimer Straße oder den Schildackerweg. Fußgänger*innen werden an der Baustelle entlanggeführt. Der Zugang zu den Grundstücken ist immer möglich.

Mit der Umgestaltung der Straße wird diese in Zukunft sicherer und besser für alle, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind. Die Fahrbahn für die Autos wird etwas reduziert, um dadurch die bestehenden, teilweise zu schmalen Radwege verbreitern zu können. Der Radweg auf der Ostseite wird auf die Fläche der heutige Parkstände verlegt und durch taktile Trennsteine vom Gehweg abgegrenzt. In den Einmündungsbereichen werden taktile Leitelemente und Übergangssteine eingebaut, um die Barrierefreiheit zu verbessern. Im Bereich des Schildackerwegs wird die vorhandene Ampelquerung für Zu-Fuß-Gehende barrierefrei umgebaut.

Ein zentrales Ziel der Planung ist es außerdem, die alten und raumgreifenden Platanen zu erhalten. Diese prägen das Straßenbild und leisten einen wichtigen Beitrag zum Hitze- und Klimaschutz.

Die Radvorrangroute FR3 ist eine der drei Pilotrouten des Radvorrangnetzes. Mit den geplanten Arbeiten in der Lörracher Straße wird ein wichtiger Abschnitt dieser Route hergestellt. Der FR3 führt zentral durch die Stadtteile Haslach, Stühlinger und Brühl/Beurbarung. Im Süden bindet der FR3 St. Georgen und Vauban und im Norden Herdern und Zähringen an. Er erschließt wichtige Ziele wie das Gewerbegebiet Süd, das Rathaus im Stühlinger sowie Gewerbeschulen, das Behörden-Areal mit Regierungspräsidium, die Uni-Klinik und das Entwicklungsgebiet Güterbahnhof-Nord.

Die Maßnahme kostet rund 1.500.000 Euro und wird vom Land Baden-Württemberg gefördert. Die Bauarbeiten sind voraussichtlich im August 2027 abgeschlossen.

Die Verwaltung bittet um Verständnis für die Beeinträchtigungen. Informationen zu weiteren städtischen Baustellen in Freiburg gibt es online
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Fahrbahnsanierung: Holzhauser Straße & St. Nikolauser Straße kurzzeitig gesperrt
Sperrung wegen Materialfehler verschoben

Eigentlich sollten die Holzhauser Straße in Hochdorf und die St. Nikolauser Straße in Opfingen bereits im Juli saniert werden – wegen eines Materialfehlers hat sich der Einbau des Fahrbahnbelags jedoch verschoben. Die Holzhauser Straße ist demnach am Dienstag, 18. August, voll gesperrt, die St. Nikolauser Straße am Mittwoch, 19. August.

Die St. Nikolauser Straße wird über die Tulpenstraße und Krautgärten umgeleitet. Autofahrer*innen auf der Holzhauser Straße fahren über die Seestraße und Am Gehöft. Am Friedhof in Hochdorf fallen wegen der Baustelle einige Parkplätze weg
 
 

Dachwerkinstandsetzung auf dem Bergfriedhof in Lindenberg
Lindenberg: Bergfriedhof Lindenberg (c) DSD / Guido Siebert
 
Dachwerkinstandsetzung auf dem Bergfriedhof in Lindenberg
Möglichst detail- und damit denkmalgetreue Wiederherstellung angestrebt

Mit einem Fördervertrag über 30.000 Euro fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale die Sanierung des Schindeldachs der Aussegnungshalle auf dem Bergfriedhof in Lindenberg. Die Friedhofsanlage stellt in architekturhistorischer Hinsicht eine qualitätvolle Symbiose aus organisch modellierten Bauwerken und landschaftsplanerisch überlegt gegliederten Geländestrukturen dar. Die gesamtheitliche Verknüpfung von Bauweise und Landschaftsplanung verkörpert ein hohes Maß an architektonischen und landschaftsprägenden Denkmalwerten.

Der Bergfriedhof wurde zwischen 1969 und 1971 angelegt als in Teilen modellierter Landschaftsgarten auf einem natürlichen Höhenrücken. Das Wegenetz wird in Bögen geführt. Die Aussegnungshalle ist ein sich zum Vorplatz sichelförmig öffnender Massivbau mit Holzkonstruktion und überdachtem Freibereich, sie fasst ein weit ausschwingendes schindelgedecktes Dach zusammen. Ein freistehender Glockenturm an höchster Stelle des Höhenzuges mit offenem Tragwerk und keilförmiger, schindelgedeckter Bedachung und eine Brunnenanlage aus behauenen Steinquadern und Muschelkalk schließen das Ensemble ab.

Die architektonisch bewusst eingesetzten Holzschindeldächer tragen einen wesentlichen Anteil des gesamtheitlich naturnahen Erscheinungsbildes. Ihre in wesentlichen Baudetails komplexen handwerklichen Ausführungen sind teils mitursächlich für den heute festzustellenden schlechten Erhaltungszustand. Die erforderliche Dachwerkinstandsetzung mit Neueindeckung zielt auf die möglichst detail- und damit denkmalgetreue Wiederherstellung ab.

Der Bergfriedhof gehört nunmehr zu den über 680 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.
 
 

 
VAG: Umleitung in Freiburg-Opfingen
Linie 32: Umleitungen durch Bauarbeiten in St. Nikolaus

Am Mittwoch, 19. August 2026, 6 bis 18 Uhr, finden in Freiburg zwischen St. Nikolaus und Opfingen Sanierungsarbeiten statt. Die L187 wird gesperrt, die Buslinie 32 umgeleitet.

Die Haltestelle Unterdorf entfällt in beide Richtungen. Für die Haltestelle St. Nikolaus wird ein Ersatz auf gleicher Höhe in der Schlossgasse eingerichtet.
 
 

Ehemaliger Siechhof in Eichstätt erhält Hilfe für Notsicherung der Kapelle
Eichstätt: ehem. Siechhof Eichstätt (C) DSD / Guido Siebert
 
Ehemaliger Siechhof in Eichstätt erhält Hilfe für Notsicherung der Kapelle
Gebäude muss dringend stabilisiert werden

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Notsicherung der ehemaligen Kapelle des Siechhofs in Eichstätt mit 50.000 Euro. Der Fördervertrag wurde am Dienstag, den 11. August 2026 um 10.00 Uhr von Alexander Ruthardt vom DSD-Ortskuratorium Fränkische Stadtbaumeister an Eigentümer Marc Liebermann überreicht. Möglich ist die Unterstützung dank privater Spenden an die DSD und Erträge der Lotterie GlücksSpirale.

Die Förderung kommt der Notsicherung eines Teils der Außenwände der Kapelle durch Sicherungsarbeiten am Fundament sowie Maßnahmen zur Sicherung des Gewölbes zugute. Die DSD unterstützt den ehemaligen Siechhof bereits zum zweiten Mal. Im Vorjahr stellte sie 35.000 Euro für die Errichtung eines Schutzdaches über dem stark gefährdeten Leprosenhaus – hier wurden einst Menschen, die an der unheilbaren Haut- und Nervenkrankheit Lepra (Aussatz) erkrankt waren, isoliert – bereit. Das Schutzdach dient dem Erhalt der historischen Holzkonstruktion sowie wertvoller Ausstattungsreste und Malereien.

Der ehemalige Siechhof am Stadtrand von Eichstätt ist ein außergewöhnliches Denkmalensemble, dessen Ursprünge bis in das frühe 14. Jahrhundert zurückreichen. Der Siechhof wurde erstmals 1307 als „domum leprosorum“, also als Haus für Leprakranke, urkundlich erwähnt.

Die geschlossene Anlage besteht aus dem Leprosenhaus, dem Benefiziatenhaus, der heute profanierten Kapelle St. Lazarus und St. Magdalena sowie einem langgestreckten Wirtschaftsgebäude. Besonders bemerkenswert ist die bis heute erhaltene Geschlossenheit des Ensembles. Der Eichstätter Siechhof gilt als einzige komplett erhaltene spätmittelalterliche Anlage eines Leprosoriums und ist deshalb als Baudenkmal von nationalem Rang eingestuft.

Die Kapelle präsentiert sich in ihrer Gestalt des 17. Jahrhunderts als Saalbau mit eingezogenem Altarraum, also einem Altarraum der schmaler ist als das Hauptschiff, und Kreuzgewölbe und ist mit Schmuckgiebeln versehen. Im Inneren haben sich Fragmente von Malereien aus der Erbauungszeit erhalten. Diese sind durch statische Schäden und eindringende Feuchtigkeit gefährdet. Die Außen- und Innenwände weisen Verformungen und Setzungen auf, Schäden an Dach und Mauerwerk bedrohen die Substanz zusätzlich. Deshalb sind die nun vorgesehenen Arbeiten an der Kapelle enorm wichtig.

Das benachbarte Leprosenhaus ist eines der wenigen erhaltenen Jurahäuser des späten Mittelalters. Diese historischen, regionaltypischen Häuser sind durch Massivbauweise aus Bruchsteinen, kleine Fenster und flach geneigte Dächer, die traditionell mit mehrschichtigen Kalkplatten (Legschiefer) gedeckt wurden, charakterisiert. Die historische Dachkonstruktion, Wandmalereien und weitere originale Bauteile konnten durch umfangreiche Notsicherungen bislang vor dem Verlust bewahrt werden.

Langfristig soll die leerstehende Anlage wiederbelebt werden. Vorgesehen sind Wohnraum und kulturelle Nutzungen der ehemaligen Kapelle.

Der ehemalige Siechhof in Eichstätt ist eines der mehr als 680 Denkmale, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale bisher allein in Bayern fördern konnte.
 
 



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