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Mittwoch, 22. Juli 2026
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Verschiedenes

 
Freiburg: Dorfbrunnen Haslach – Stadt stellt zweite Bank wieder auf
Sitzen oder Nichtsitzen, das ist hier die Frage. Am Haslacher Dorfbrunnen waren im vergangenen Sommer BĂ€nke verschwunden, nachdem es dort vermehrt zu Konflikten zwischen Platznutzenden gekommen war. Ob die Sitzgelegenheiten wieder aufgestellt werden sollen, darĂŒber gab es im Stadtteil geteilte Meinungen. Zwischenzeitlich hat sich die Lage am Dorfbrunnen beruhigt. Die Bank in Richtung Uffhauser Straße hat die Stadt bereits im Herbst 2025 ersetzt.

Nun ist klar: Auch die zweite Bank wird zurĂŒckkehren. Bei einer Informationsveranstaltung des Lokalvereins Haslach am Montagabend hat das Amt fĂŒr öffentliche Ordnung ĂŒber die aktuelle Situation am Dorfbrunnen informiert. Lokalverein und viele Anwohner*innen haben sich dafĂŒr ausgesprochen, auch die zweite Bank in Richtung Kiosk wieder zu installieren. Der Platz soll so wieder hergestellt werden, wie es sich Haslacher*innen bei einer BĂŒrgerbeteiligung im Jahr 2018 gewĂŒnscht hatten. Die Stadt wird die BĂ€nke zunĂ€chst fĂŒr eine Testphase aufstellen.

Das Amt fĂŒr öffentliche Ordnung wird die Situation vor Ort weiter beobachten. Nicht nur am Dorfbrunnen, sondern auch auf anderen PlĂ€tzen ihres Stadtteils sollen sich die Haslacher*innen gerne aufhalten und sicher fĂŒhlen können. DafĂŒr bleibt die Stadt weiterhin mit allen Akteur*innen im Austausch. Anregungen, Nachfragen und Hinweise sind willkommen an konfliktmanagement@freiburg.de.
 
 

Genuss braucht QualitÀt und QualitÀt braucht nachhaltige Landwirtschaft
Ein Fleischgericht der Slow Food Chef Alliance @ Ingo Hilger
 
Genuss braucht QualitÀt und QualitÀt braucht nachhaltige Landwirtschaft
Slow Food Deutschland kritisiert die Kampagne 'Iss was dir schmeckt' der Initiative Fleisch

Juli 2026: Sind es wirklich die mahnenden Blicke von Vegetarier*innen und Veganer*innen, die vielen Menschen den Appetit auf Fleisch verderben? Wohl kaum. Dennoch baut die Kampagne „Iss was dir schmeckt“ des Deutschen Bauernverbandes und des Verbandes der Fleischwirtschaft genau auf diesem Bild auf. Damit lenkt sie vom eigentlichen Thema ab, denn gerade Tierwohl, nachhaltige Landwirtschaft und handwerkliche Verarbeitung machen gutes Fleisch zu einem besonderen Genuss.

Entspann dich! Iss, was du willst, und denkt nicht nach! Dies ist in etwa der Ton der Kampagne „Iss was dir schmeckt“, hinter der die Initiative Fleisch steht. Sie möchte die anscheinend bedrohten Fleischliebenden in Schutz nehmen und sie ermuntern, sich von BedenkentrĂ€ger*innen aller Art den Geschmack nicht vermiesen zu lassen. „Freiheit“, „Vielfalt“ und „individuell“ sind die Begriffe, die am meisten bemĂŒht werden, „Essen und essen lassen“ wird zum SchlĂŒssel zu mehr „Genuss, Respekt und Miteinander“ erklĂ€rt. Kritische Gedanken ĂŒber Fleischkonsum fĂŒhren hingegen zu Konflikten in Familien und Gesellschaft und stehen VerstĂ€ndnis und Versöhnung im Wege - so die Botschaft.

Genießen braucht Wissen

Erstaunlich ist, zu welchen inhaltlichen Verbiegungen die Werbebranche fĂ€hig ist, um verunsicherte Verbraucher*innen im Auftrag der Fleischwirtschaft die Absolution zu erteilen. Besonders bemerkenswert erscheint uns die Aussage, Essen sei lediglich „eine Frage des Geschmacks“, als seien Genuss und Nachdenken GegensĂ€tze. Als wĂŒrde das Wissen um die Herkunft von Lebensmitteln die Freude daran verderben. Dabei gilt gerade das Gegenteil.

Weniger, dafĂŒr besser

Slow Food hat nie gefordert, auf Fleisch zu verzichten. Die Idee war immer eine andere: weniger, aber besser. Lieber ein gutes StĂŒck Fleisch aus einer Landwirtschaft, die ihre Landschaft erhĂ€lt, als industriell erzeugte Massenware aus der Intensivtierhaltung, die ĂŒberall austauschbar ist und Böden sowie Klima auf Kosten kĂŒnftiger Generationen belastet. Das Slow-Food-Motto „gut, sauber und fair“ ist kein moralischer Maßstab, sondern ein Genuss- und QualitĂ€tsversprechen – fĂŒr Verbraucher*innen ebenso wie fĂŒr diejenigen, die Lebensmittel erzeugen.

Weide statt Megastall

Dr. Rupert Ebner, Vorsitzender von Slow Food Deutschland e.V., ist praktizierender Tierarzt und weiß, was bei Fleisch von Rindern, Schweinen und GeflĂŒgel QualitĂ€t ausmacht:

„Wer einmal Fleisch von einem Tier gegessen hat, das langsam gewachsen ist, artgerecht gehalten, stressfrei geschlachtet und handwerklich verarbeitet wurde, kennt den Unterschied. Aroma, Struktur, Charakter und Vielfalt entstehen dort, wo Tiere unter guten Bedingungen gehalten werden – nicht in MegastĂ€llen. Deshalb geht es gar nicht um die Frage, ob wir Fleisch mit oder ohne schlechtes Gewissen essen. Die entscheidende Frage lautet: Welches Fleisch verspricht Genuss und Vielfalt, und welche Landwirtschaft macht diesen Genuss auch kĂŒnftig möglich?“

Fleischwirtschaft unter Konkurrenzdruck

Sicher verdienen die Sorgen vieler deutscher BĂ€uerinnen und Bauern Respekt. Sie stehen unter enormem wirtschaftlichem Druck. Wenn Handelsabkommen wie Mercosur dazu fĂŒhren, dass noch mehr preisgĂŒnstiges Fleisch aus SĂŒdamerika auf den europĂ€ischen Markt gelangt, wĂ€chst die Sorge, auf den eigenen Produkten sitzen zu bleiben. Diese Sorge ist real. Aber sie lĂ€sst sich nicht dadurch lösen, dass man allein an die nationale Herkunft appelliert, die Sorge um Umwelt, Klima und Tierwohl als unliebsames Streitthema bagatellisiert und um das entscheidende Thema der QualitĂ€t einen Bogen macht.

QualitÀt als Wettbewerbsvorteil

QualitĂ€t entsteht dort, wo Tiere artgerecht gehalten werden, wo Böden gepflegt statt ausgelaugt werden, wo Futter aus vielfĂ€ltigen Fruchtfolgen wĂ€chst und wo Metzger*innen ihr Handwerk verstehen. Nachhaltiges Wirtschaften ist deshalb kein Luxus fĂŒr gute Zeiten. Es ist die Voraussetzung dafĂŒr, sich dauerhaft von anonymer Massenware abzusetzen. Dr. Rupert Ebner, Vorsitzender von Slow Food Deutschland e.V., sieht es so:

„Wer den Menschen Lust auf Fleisch machen will, sollte ihnen zeigen, wie gut Fleisch schmecken kann, wenn Landwirtschaft Natur erhĂ€lt, statt sie zu verbrauchen. Was unsere Böden schĂŒtzt, Tiere respektiert und bĂ€uerliche Betriebe stĂ€rkt, schmeckt fast immer besser: nicht aus Prinzip, sondern weil QualitĂ€t dort entsteht, wo Menschen und Natur zusammen statt gegeneinander arbeiten. Wer die Zukunft der heimischen Landwirtschaft sichern will, sollte den besten Geschmack fördern. Denn QualitĂ€t ist der einzige Wettbewerbsvorteil, den niemand gĂŒnstig importieren kann“.

Tierarzt Dr. Rupert Ebner aus Ingolstadt ist seit 2024 Vorsitzender von Slow Food Deutschland e.V. Er publizierte zuletzt "Pillen vor die SĂ€ue - Warum Antibiotika in der Massentierhaltung unser Gesundheitssystem gefĂ€hrden" (oekom Verlag, 2021).‹ Der studierte Tiermediziner war lange Zeit VizeprĂ€sident der Bayerischen LandestierĂ€rztekammer sowie Umwelt- und Gesundheitsreferent der Stadt Ingolstadt.
 
 

 
VAG: FahrplanÀnderungen in Opfingen und Gundelfingen
Linie 32: Umleitungen durch Bauarbeiten in Freiburg-Opfingen

Am 24. und 25. Juli 2026 finden Straßenarbeiten in Freiburg-Opfingen statt. Dadurch muss die Buslinie 32 umgeleitet werden.
Am Freitag, 24. Juli 2026, wird die L187 zwischen Opfingen und Tiengen fĂŒr den Verkehr gesperrt. Die Busse der Linie 32 fahren von 6 bis 18 Uhr eine Umleitung ĂŒber das Gewerbegebiet Opfingen. Die Haltestellen werden regulĂ€r angefahren, es kommt dadurch allerdings zu kleineren VerspĂ€tungen.
Am Samstag, 25. Juli 2026, wird die L187 zwischen Opfingen-Unterdorf und St. Nikolaus gesperrt. Die Busse der Linie 32 fahren zwischen 6 und 18 Uhr eine Umleitung ĂŒber den FĂ€nchelenweg. Die Haltestelle St. Nikolaus wird in die Schlossgasse verlegt. Die Haltestelle Opfingen Unterdorf wird in diesem Zeitraum nur noch von der Buslinie 33 angefahren.

Busumleitung durch Gundelfinger Dorffest
FĂŒr das Gundelfinger Dorffest wird die Ortsdurchfahrt gesperrt. Dadurch mĂŒssen vom 23. Juli 2026, 20 Uhr, bis 26. Juli 2026, 24 Uhr, die Buslinien 15 und 24 umgeleitet werden. Die Haltestelle Sonne Platz entfĂ€llt, dafĂŒr wird die Haltestelle Rathaus Ost angefahren.
FĂŒr die Linie 15 wird in Fahrtrichtung Wildtal zudem eine Ersatzhaltestelle in der Feldbergstraße eingerichtet.
 
 

 
Lust aufs Land: Brotweg Yach
Zwischen dicht bewaldeten Bergen im sĂŒdlichen Schwarzwald erstreckt sich das Yach-Tal, wo auf zahlreichen Höfen bis heute uralte Backtradition gepflegt wird. Verbunden sind sie ĂŒber den rund zwölf Kilometer langen Brotweg. Er verlĂ€uft entlang klarer BĂ€che, durch wilde WĂ€lder und saftige Bergwiesen und gewĂ€hrt herrliche Ausblicke ins GrĂŒne. Zur StĂ€rkung können Aktive im Schneiderhof einkehren. In familiĂ€rer AtmosphĂ€re werden hier zum hausgemachten Holzofenbrot Vesperplatten mit traditionellem Schinkenspeck, BibeleskĂ€s und Apfel- oder Beerenmost serviert. Besonders lohnt sich ein Stopp am jeweiligen Backtag, wenn das Brot frisch aus dem Ofen auf den Tisch kommt.
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Friedvolle Felsen: Belchen, Kandel und Co.
Schwarzwaldberge und Belchen (c) TMBW / Achim Mende
 
Friedvolle Felsen: Belchen, Kandel und Co.
Der Belchen ist mit 1.414 Metern zwar nur der vierthöchste Berg im Schwarzwald. DafĂŒr verfĂŒgt er ĂŒber eine besonders geheimnisvolle und ruhige Ausstrahlung. Die Kelten bezeichneten den markanten Berg bei MĂŒnstertal als „den Strahlenden“ und schrieben ihm mystische KrĂ€fte zu. Von dem glatten Buckel aus genießt man großartige Aussichten ĂŒber den Schwarzwald und ins Rheintal. Dichter Johann Peter Hebel resĂŒmierte daher: „Der Belchen ist die erste Station zwischen Himmel und Erde.“ Als weitere steinige Kraftorte im Schwarzwald gelten auch die Giersteine bei Forbach im Murgtal, der Kandel bei Waldkirch und der BlĂ¶ĂŸling westlich von Bernau.
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Rahmenplan ZĂ€hringen: Der Siegerentwurf steht fest
Jury entscheidet sich fĂŒr Ideen der Arbeitsgemeinschaft aus AG Freiraum, K9 Architekten und Dörr Architekten

Freiburg. Eine FlĂ€che, die fĂŒr Bildung, Sport und Freizeit genutzt werden kann – das soll es kĂŒnftig in ZĂ€hringen geben. Seit heute steht der Siegerentwurf fĂŒr das Rahmenplangebiet fest. Drei PlanungsbĂŒros haben jeweils drei EntwĂŒrfe fĂŒr die zukĂŒnftige Entwicklung des Gebiets erarbeitet und vorgestellt. Gewonnen hat die Planungsgruppe aus AG Freiraum, K9 Architekten und Dörr Architekten. Sie werden den Rahmenplan und die Entwicklungsstudien nun weiter ausbauen, finalisieren und im Herbst in ZĂ€hringen ausstellen.

Der Siegerentwurf legt seinen Schwerpunkt auf die Nutzungsmischung rund um die ehemalige GĂ€rtnerei HĂŒgin. Dort sollen VereinsaktivitĂ€ten gebĂŒndelt und mit öffentlicher Freiraumnutzung, Bildung und Integration verbunden werden. Die Jury lobt dabei besonders die flexible Anpassung von Sport-, Bildungs- und FreiflĂ€chen.

Bereits gestern haben die PlanungsbĂŒros ihre EntwĂŒrfe in einem so genannten Akteursdialog vorgestellt. Dieser setzte sich aus Vertreter*innen der PlanungsbĂŒros Faktor GrĂŒn, Studio Stadtlandschaften und der Planungsgruppe, sowie aus Akteur*innen des Stadtteils, Vereinsvertretungen, zufĂ€llig ausgewĂ€hlten BĂŒrger*innen und der Stadtverwaltung zusammen, die alle ihre Perspektiven einbrachten.

Der Freiburger Norden ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Mit dem GĂŒterbahnhofareal und weiteren kĂŒnftig erschlossenen Gebieten im Norden von ZĂ€hringen werden dort langfristig mehr Menschen leben. Das hat auch Auswirkungen auf die sozialen Infrastrukturen, zum Beispiel Schulen, Kitas, Sportvereine sowie Spiel- und SportflĂ€chen. Die bereits jetzt begrenzte öffentliche FlĂ€che muss daher gut zwischen den unterschiedlichsten BedĂŒrfnissen aufgeteilt werden. Der Rahmenplan

ZĂ€hringen hat deshalb das Ziel, die vorhandenen FlĂ€chen fĂŒr eine nachhaltige Innenentwicklung zu prĂŒfen und konkrete Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese genutzt werden können. Dazu gab es im Vorfeld bereits eine Online-Beteiligung und einen Stadtspaziergang, bei denen alle BĂŒrger*innen ihre Ideen zur zukĂŒnftigen FlĂ€chenentwicklung einbringen konnten.

Die FlĂ€che mit besonders großem Potenzial fĂŒr die Innenentwicklung liegt zentral im Rahmenplangebiet an der Lameystraße, westlich der Gleise der Rheintalbahn. Dort befinden sich der Friedhof ZĂ€hringen, der ZĂ€hringer Park, das ehemalige Thermalbad, das BĂŒrgerhaus und die Jahnhalle, die ehemalige GĂ€rtnerei HĂŒgin sowie die FlĂ€chen des Sportvereins TSV Alemannia Freiburg-ZĂ€hringen. Das Rahmenplangebiet umfasst aber auch weitere potenzielle EntwicklungsflĂ€chen und angrenzende Bereiche, die fĂŒr die kĂŒnftige Innenentwicklung und die soziale Infrastruktur relevant sind.

Mit der Auswahl des Siegerentwurfs startet nun die zweite Phase der Mehrfachbeauftragung: Die Arbeitsgemeinschaft wird den ausgewĂ€hlten Entwurf unter BerĂŒcksichtigung der Anmerkungen aus dem Akteursdialog, der RĂŒckmeldungen der Jury, der bisherigen Beteiligungsergebnisse sowie der fachlichen Vorgaben weiterentwickeln. Auch die Entwicklungsstudien sollen finalisiert und eine KostenschĂ€tzung aufgestellt werden. Zudem erarbeitet das BĂŒro Optionen fĂŒr Bauabschnitte und Zwischennutzungen. Die BeitrĂ€ge aus der Online-Beteiligung, dem Stadtspaziergang sowie der Kinder- und Jugendbeteiligung fließen weiterhin in die Überarbeitung ein.

Im Herbst ist dann eine Ausstellung in ZĂ€hringen geplant, bei der der ausgearbeitete Entwurf und die Planung gezeigt werden. Alle Informationen zum Rahmenplan ZĂ€hringen und die Ergebnisse der Online-Beteiligung gibt es online.
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Nach Instandsetzung: Alte Schule BĂŒhl wird als neues Dorfzentrum eröffnet
Immenstadt-BĂŒhl: Alte Schule (c) DSD / Hermann Hagspiel
 
Nach Instandsetzung: Alte Schule BĂŒhl wird als neues Dorfzentrum eröffnet
Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat die Sanierung mit 100.000 Euro gefördert

Es ist das Ergebnis von sechs Jahren Planung, Sanierung und ehrenamtlichem Engagement: Am Freitag, den 17. Juli 2026, um 18.00 Uhr wird die Alte Schule im ImmenstĂ€dter Ortsteil BĂŒhl feierlich wiedereröffnet. Das denkmalgeschĂŒtzte GebĂ€ude, das einst vom Abriss bedroht war, erhĂ€lt damit eine neue Zukunft als Dorfzentrum und Treffpunkt fĂŒr die Bevölkerung. An der Eröffnung nimmt auch Rudolf Amann, Ortskurator Augsburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), teil.

Die DSD hat die Instandsetzung der Alten Schule mit 100.000 Euro gefördert. UnterstĂŒtzt wurden Arbeiten an Dach, Fassade und Fenstern. Möglich war die UnterstĂŒtzung dank der privaten Spender der DSD und der ErtrĂ€ge der Lotterie GlĂŒcksSpirale.

Mit den Arbeiten konnte ein GebĂ€ude gesichert werden, das lange Zeit leer stand und dessen Erhalt zwischenzeitlich infrage stand. Fast wĂ€re die Alte Schule in BĂŒhl am Alpsee verschwunden. Das historische GebĂ€ude sollte einem Neubau weichen, konnte jedoch durch das Engagement vieler Beteiligter bewahrt werden. Bei den Sanierungsarbeiten kam viel originale Bausubstanz wieder zum Vorschein. Unter spĂ€teren BodenbelĂ€gen fanden sich historische Dielen, unter dicken Tapetenschichten entdeckten die Restauratoren originale Wandgestaltungen und Farbfassungen aus dem 19. Jahrhundert.

Errichtet wurde die Schule um 1867 als zweigeschossiges SchulgebĂ€ude mit Lehrerwohnung. Anlass fĂŒr den Neubau waren die durch die königliche Schulvisitation beanstandeten Unterrichtsbedingungen im Ort. Das GebĂ€ude entstand auf einem GrundstĂŒck der Pfarrei unmittelbar neben der Pfarrkirche St. Stephan sowie den Kapellen Maria Loreto und St. Anna. Bis zu 80 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler fanden damals im sogenannten Lehrzimmer Platz. Nach einem Brand wurde das Haus 1895 teilweise erneuert, 1914 folgte eine Erweiterung mit zwei zusĂ€tzlichen Klassenzimmern.

Die Alte Schule ist ein fĂŒr das AllgĂ€u typisches SchulgebĂ€ude des 19. Jahrhunderts. Besonders prĂ€gend sind die großflĂ€chigen Kastenfenster, die Fassaden mit den regionaltypischen Rundschindeln, die historischen BrettlĂ€den sowie die originale Ziegeldeckung. Auch im Inneren hat sich bemerkenswert viel Ausstattung erhalten, darunter das Jugendstiltreppenhaus, historische Holzböden, WandtĂ€felungen und InnentĂŒren. Die vielfĂ€ltigen Ausstattungsdetails dokumentieren eindrucksvoll den Stellenwert, den Bildung im lĂ€ndlichen Bayern bereits im 19. Jahrhundert besaß.

Bis 1972 wurde das GebĂ€ude als Schule genutzt. Nach Einstellung des Schulbetriebs hatte die Musikkapelle bis Ende der 1980-Jahre dort ihren Probenraum. Bis in die jĂŒngste Vergangenheit wurde die Alte Schule fĂŒr Veranstaltungen wie Adventsmarkt, Martinsfest oder JubilĂ€umsfeiern genutzt.

Als dem denkmalgeschĂŒtzten SchulgebĂ€ude 2020 der Abriss drohte, grĂŒndete sich der Freundeskreis Alte Schule BĂŒhl mit BĂŒrgern und BĂŒrgerinnen, die bereit waren, Geld in die Hand zu nehmen, um dieses historische Kulturdenkmal zu erhalten und wiederzubeleben.

Die Alte Schule in Immenstadt-BĂŒhl ist eines der mehr als 680 Denkmale, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlĂŒcksSpirale bisher allein in Bayern fördern konnte.
 
 

 
Westbad: Große Arbeiten fĂŒr kleine Wasserratten
- Nach der Reparatur der StarterbrĂŒcke beginnen die Arbeiten im Kinderbereich
- Schwimmhalle schließt ab Montag, 20. Juli
- Kinderbereich steht ab 2. Dezember wieder vollstĂ€ndig zur VerfĂŒgung

Freiburg. Nach der Reparatur der StarterbrĂŒcke zu Beginn des Jahres nimmt die Regio BĂ€der GmbH nun den Kinderbereich in der Schwimmhalle des Westbades in Angriff. Erneuert werden das Nichtschwimmer- und das Planschbecken sowie die angrenzenden FlĂ€chen. Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag, 20. Juli. Ab diesem Zeitpunkt bleibt die Schwimmhalle fĂŒr den öffentlichen Badebetrieb geschlossen. Schulen und Vereine können die Schwimmhalle bis zum Beginn der Sommerferien weiterhin nutzen.

Die vorĂŒbergehende Schließung dient der Sicherheit der BadegĂ€ste. Die Arbeiten verursachen zeitweise eine hohe LĂ€rmbelastung. Dadurch könnten wichtige akustische Signale wie Hilferufe oder Notrufe im Beckenbereich nicht zuverlĂ€ssig wahrgenommen werden.

Die regulĂ€re Revision der Schwimmhalle wird deshalb vorgezogen. „Wir erneuern den Kinderbereich umfassend und verbinden die Arbeiten bewusst mit der anstehenden Revision. So nutzen wir die Schließzeit bestmöglich und vermeiden eine weitere vollstĂ€ndige Schließung der Schwimmhalle zu einem spĂ€teren Zeitpunkt“, sagt Oliver Heintz, GeschĂ€ftsleiter Freizeit- und BĂ€deranlagen.

Im Kinderbereich stehen umfangreiche Arbeiten an: Das Nichtschwimmerbecken wird neu gefliest. Am Planschbecken werden die technische Ausstattung und die Beleuchtung erneuert. Neue Wasserattraktionen werten den Bereich fĂŒr die kleinen Besucherinnen und Besucher zusĂ€tzlich auf.

Die Schwimmhalle bleibt bis einschließlich Sonntag, 13. September, geschlossen. Die Wiederöffnung ist fĂŒr Montag, 14. September, vorgesehen. Aufgrund des zusammenhĂ€ngenden Bauablaufs und der erforderlichen Trocknungszeiten steht der Kinderbereich ab Mittwoch, 2. Dezember, wieder vollstĂ€ndig zur VerfĂŒgung.

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