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Donnerstag, 27. August 2026
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Verschiedenes

Bauforschung an der ehemaligen Synagoge in Neidenstein
Neidenstein: ehem. Synagoge (c) DSD / Nina Probst
 
Bauforschung an der ehemaligen Synagoge in Neidenstein
Geplant ist ein Lernort zur Vermittlung jüdischer Geschichte und Kultur

Für die notwendige Bauforschung an der ehemaligen Synagoge in Neidenstein stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 14.000 Euro zur Verfügung. Den dazugehörigen Fördervertrag überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 27. August 2026 um 14.00 Uhr Bernd Müller, Ortskurator Heidelberg der DSD, im Beisein von Bürgermeister Frank Gobernatz und Petra Görlach von Lotto Baden-Württemberg an Dr. Hans-Peter Gruber für die Fördergemeinschaft ehem. Synagoge Neidenstein e.V.

Anfang 1831 wurde am Ort des abgerissenen Vorgänger-Gotteshauses mit dem Bau der neuen Synagoge im damals vorherrschenden Rundbogenstil begonnen. Sie sollte eine der größten Landsynagogen Badens werden. Zum hundertjährigen Jubiläum konnte für Sanierungsarbeiten der renommierte Architekt Siegfried Seidemann gewonnen werden, der auch die Hauptsynagoge in Heidelberg renoviert hatte.

Bei den Novemberpogromen wurden am 10. November 2938 die Inneneinrichtung und Teile der Decke der Neidensteiner Synagoge zerstört, das Inventar geraubt und vernichtet. Am 20. Januar 1939 verkaufte die jüdische Gemeinde das schwer geschädigte Gebäude an einen Landwirt, der es anschließend als Schweinestall, Scheune und Lager nutzte. Die mit Thermenfenster und Portikus gestaltete Hauptfassade wurde abgebrochen, um - direkt über der Mikwe - einem Misthaufen und einer Jauchegrube Platz zu schaffen. Die restlichen Umfassungsmauern blieben erhalten und wurden als Stall und Scheune ausgebaut.

Durch den Abriss und den Rückbau des ehemaligen Vorraumes wurde auch der Zugang zu der sich darunter befindlichen Mikwe beseitigt. Um die Mikwe als Misthaufenanlage zu nutzen, wurde eine ausbetonierte Vertiefung ins Erdreich eingelassen. Dafür wurde die Decke der Mikwe abgetragen. Das ehemalige Ritualbad befand sich deutlich unterhalb des Bodens dieser ausbetonierten Vertiefung. Der Umfang von eventuell erhaltener Bausubstanz bzw. das weitere Ausmaß der Schäden wird sich erst in Folge der geplanten Maßnahme zeigen. Mit ihr lassen sich möglicherweise auch größere Reste der ursprünglichen Bausubstanz aufspüren.

Mikwen sind in der jüdischen Religionsausübung von hoher Bedeutung. Allein dadurch kommt diesen Orten ein hoher Denkmalwert zu. Die Mikwe in Neidenstein ist zudem besonders bedeutungsvoll bei der künftigen Nutzung der ehemaligen Synagoge als Lernort zur Vermittlung jüdischer Geschichte und Kultur. Sie besitzt eine zentrale Rolle, um die Strukturen und Funktionsweise einer jüdischen Gemeinde aufzuzeigen. Eingebettet in einen größeren historischen Kontext und mit den Spuren ihrer deutlich sichtbaren zweckentfremdenden Schändung illustriert die Mikwe zusammen mit der Synagoge die jüdische Ortsgeschichte Neidensteins bis zu ihrem gewaltsamen Ende.

Die ehemalige Synagoge gehört nunmehr zu den über 440 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.
 
 

 
Freiburg: Bachabschlag des Gewerbekanals
Kein Wasser in den Freiburger Bächle

Der jährliche Bachabschlag des Gewerbekanals nördlich der Dreisam findet in diesem Jahr von Samstag, 19. September, 8 Uhr, bis einschließlich Freitag, 2. Oktober, 10 Uhr, statt. Während des Bachabschlags wird der Gewerbekanal stillgelegt. In dieser Zeit wird das Kanalbett von Schlamm, Dreck und Unrat befreit. Wo nötig, werden während des Abschlags auch Reparaturen vorgenommen. In dieser Zeit fließt auch in den Freiburger Bächle kein Wasser.

Die Beteiligten und die betroffenen Gewässeranlieger werden gebeten, dem Garten- und Tiefbauamt alle während des Bachabschlags vorzunehmenden Arbeiten rechtzeitig per Mail an verena.voelz@freiburg.de mitzuteilen. Diese formlose Mitteilung ersetzt keine wasserrechtliche Erlaubnis nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) (beispielsweise für Gerüste im Gewässerbett oder eine Wasserhaltung). Mehr Informationen dazu gibt es unter www.freiburg.de/wasserrecht oder per Mail umweltschutzamt@freiburg.de.

Das aktuelle Trockenfallen des Gewerbekanals und damit auch der Bächle ist rein natürlichen Ursprungs. Beide sind von Niederschlägen abhängig, die
in diesem Jahr durch die anhaltende Trockenperiode sehr gering sind.
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Neue Förderung macht`s möglich - Glasfaser bis in die Randlagen Ebnets
Spatenstich für rund 2,5 Kilometer neue Leitungen
16 bislang unterversorgte Gebäude erhalten einen Glasfaseranschluss

Schnelles und stabiles Internet auch dort, wo sich der privatwirtschaftliche Ausbau nicht rechnet: Der geförderte Glasfaserausbau in den Randlagen von Ebnet ist gestartet. Auf einer Strecke von insgesamt rund 2,5 Kilometern werden 16 bislang unterversorgte Gebäude an das Glasfasernetz angeschlossen.

Die neuen Leitungen entstehen im Welchental und im Wildbachweg sowie südlich der Schwarzwaldstraße, so dass auch der Sportplatz und das Wasserwerk angeschlossen werden. Nach Abschluss der Arbeiten wird Ebnet nach dem Rieselfeld der zweite Freiburger Stadtteil sein, der vollständig mit Glasfaser versorgt ist.

„Mit dem heutigen Spatenstich erschließen wir Adressen, die bislang keinen Zugang zu schnellem Internet hatten. Mit der Breitbandförderung von Bund und Land schafft die Stadt Freiburg im Breisgau auch hier die Grundlage für zukunftssichere Glasfaseranschlüsse und schließt damit eine Lücke in der digitalen Infrastruktur. Die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Unternehmen profitieren zukünftig von einem leistungsfähigen Glasfasernetz, und damit von neuen Möglichkeiten in den Bereichen Bildung, Arbeit und Digitalisierung. Bauprojekte wie dieses sind entscheidend, um Baden-Württemberg als einen attraktiven Wohn- und Lebensort und zugleich als starken und innovativen Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln“, so der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Manuel Hagel.

„Schnelles Internet ist heutzutage eine notwendige Grundlage für zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern realisieren wir hier in Ebnet etwas, das wir uns als Ziel für ganz Freiburg gesetzt haben: digitale Teilhabe für alle Menschen – egal, wo sie wohnen“, unterstreicht Martin Haag, Freiburgs Erster Bürgermeister die Relevanz des Projekts.

In Freiburg wird das Glasfasernetz durch privatwirtschaftliche Unternehmen ausgebaut. Allein in diesem Jahr sind sieben neue größere Ausbauprojekte gestartet. Gleichzeitig laufen sieben bereits begonnene Projekte sowie zahlreiche kleinere Maßnahmen weiter. Doch der Markt regelt nicht alles, die Unternehmen kalkulieren dabei wirtschaftlich. Einzelne Gebäude in Randlagen, die teilweise mehrere hundert Meter vom Ortsrand entfernt liegen, werden wegen hoher Anschlusskosten oft nicht berücksichtigt. Um auch diesen Haushalten zeitgemäße Internetanschlüsse zu ermöglichen, nutzt die Stadt Freiburg erstmals das Förderprogramm „Lückenschluss“ von Land und Bund. Das Programm wurde 2024 zunächst als Pilotprojekt aufgelegt und richtet sich gezielt an kleinere, bislang nicht wirtschaftlich erschließbare Gebiete. Während solche Förderprogramme früher auf den ländlichen Raum zugeschnitten waren, haben jetzt auch Städte gute Möglichkeiten eine Förderung zu erhalten. Freiburg hat einige Gebiete, die zwar Teil des Stadtkreises, aber kein Ballungsgebiet sind. Dazu gehören auch die Randlagen Ebnets.

Ursprünglich waren für das Projekt in Ebnet Gesamtkosten von rund 500.000 Euro veranschlagt worden. Nach Ausschreibung und Planung liegen die voraussichtlichen Baukosten nun bei rund 400.000 Euro. Bund und Land übernehmen zusammen 90 Prozent der förderfähigen Kosten: 50 Prozent trägt der Bund, 40 Prozent das Land. Die verbleibenden zehn Prozent finanziert die Stadt Freiburg.

Eigentümer*innen im Ausbaugebiet, die ihr Gebäude anschließen lassen möchten, müssen hierzu einen Gestattungsvertrag mit der Telekom abschließen, die Firma verlegt die Leitungen. Auch nachträgliche Anschlüsse sind möglich. Bei der Wahl ihres späteren Internetanbieters sind die Haushalte nicht an die Telekom gebunden: Für die öffentlich geförderten Leitungen muss auch anderen Anbietern ein offener Zugang gewährt werden.

Die Stadt will die neue Fördermöglichkeit künftig regelmäßig nutzen. Für den notwendigen Eigenanteil sind jährlich 100.000 Euro vorgesehen. Gemeinsam mit den Fördermitteln von Bund und Land können damit pro Jahr Ausbauprojekte mit einem Gesamtvolumen von bis zu einer Million Euro ermöglicht werden.

Als Nächstes sollen unterversorgte Randlagen im Stadtteil Waldsee erschlossen werden. Die Ausschreibung ist bereits abgeschlossen, der Baustart ist ebenfalls für 2026 vorgesehen. Weitere Förderanträge konzentrieren sich auf Gebiete am Tuniberg.
 
 

Zukunftsorientierte Hilfe für die Klosterruine Frauenalb in Marxzell
Marxzell: Kloster Frauenalb (c) Landratsamt Karlsruhe
 
Zukunftsorientierte Hilfe für die Klosterruine Frauenalb in Marxzell
Für Notsicherung und Voruntersuchung

Für die Voruntersuchung und die Notsicherung der Klosterruine Frauenalb in Marxzell stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 90.000 Euro zur Verfügung. Die Klosteranlage Frauenalb befindet sich im Tal der von Süden nach Norden fließenden Alb auf einem Schwemmkegel, der sich von der westlichen Talwand quer in den Wiesengrund schiebt. In ihrer leicht erhöhten und solitär eingebetteten Lage über dem Bach bildet sie ein bestimmendes Element innerhalb der Kulturlandschaft der nördlichen Schwarzwaldausläufer. Die barocke Klosteranlage stellt eine bedeutsame Etappe in der Geschichte südwestdeutscher Klosterbaukunst des späten 17. und 18. Jahrhunderts dar.

Das Kloster wurde zwischen 1180 und 1185 gestiftet. Das Benediktinerinnenkloster erfüllte auch die Aufgabe eines adeligen Damenstifts, in dem unverheiratete oder verwitwete Frauen, materiell abgesichert, ein kontemplatives und standesgemäßes Leben führen konnten. So war die hoch- und spätmittelalterliche Entwicklung des Klosters bis zur ersten Aufhebung 1598 auf der einen Seite eng mit der umfangreichen Grundausstattung durch die Stifterfamilie sowie mit der Bindung an die Schirmherrschaft der Ebersteiner verknüpft.

Äbtissin Margarethe von Greith, die „zweite Gründerin“ des Klosters, ließ 1672 das Abteigebäude neu errichten. Unter ihrer Nachfolgerin Maria Salome von Breitlangenberg wurde 1696 mit dem Neubau der Konventgebäude begonnen, Süd- und Ostflügel waren 1704 vollendet. Unter Gertrud von Ichtrazheim wurden die Arbeiten ab 1727 fortgesetzt und eine neue Kirche errichtet. 1802 wurde das Kloster aufgehoben, 1809 gelangte es durch Schenkung an die Gräfin von Hochberg, die hier eine Woll- und Tuchfabrik einrichtete. Nach 1819 erfolgte eine Parzellierung des Areals, die Gebäude wurden veräußert und industriell genutzt. In den 1830/1840er-Jahren schließlich zerstörten mehrere Brände das Kloster, das Steinmaterial durfte abgebaut werden. 1902 kam es zu ersten Bemühungen der Bürgerschaft und des Großherzoglichen Konservators zur Bewahrung der Klosterruine.

Die lange Entwicklungsgeschichte des Klosters spiegelt zugleich wichtige Epochen der vormodernen Territorial- und Konfessionsgeschichte des Landes wider. Darüber hinaus galt die Ruine im frühen 19. Jahrhundert als „dramatisches“ Monument, das die Landschaft ästhetisch und romantisch überhöht. Wie die Heidelberger Schlossruine wurde auch die Frauenalber Klosterruine zunehmend von Künstlern und bürgerlichen Besuchern aufgrund des romantischen Erlebnisses bereist.

Die Klosterruine Frauenalb gehört nunmehr zu den über 440 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.
 
 

 
Abfallbilanz 2025: Wenig Restmüll, viel Potenzial beim Bioabfall
Freiburg bleibt Spitzenreiterin beim Abfall vermeiden

Erneut nimmt Freiburg eine Vorreiterrolle bei der Abfallvermeidung und der Abfalltrennung ein. Mit 111 Kilogramm Restabfall und Sperrmüll pro Person liegt Freiburg wieder an erster Stelle unter den kreisfreien Großstädten Baden-Württembergs. Das entspricht einem leichten Anstieg von zwei Kilogramm im Vergleich zum Vorjahr. Die Abfallverwertungsquote blieb stabil bei 69 Prozent. Die Freiburger*innen sortieren gut und produzieren so deutlich weniger Restabfall als andere Städte und Kommunen – und bestätigen damit den Trend der letzten Jahre.

Zum Vergleich: Die zweitplatzierte Stadt Ulm kommt auf 128 Kilogramm pro Person; landesweit lag das Pro-Kopf-Aufkommen 2025 in Baden-Württemberg bei durchschnittlich 136 Kilogramm (Vorjahr: 138 Kilogramm). Verglichen mit diesen Werten schneidet Freiburg sehr gut ab.

Obwohl die Freiburger*innen Jahr für Jahr Spitzenergebnisse erzielen und so zeigen, dass ihnen die Umwelt am Herzen liegt, ist das Durchschnittsabfallaufkommen zugleich aber trotzdem beachtlich: Dieses liegt bei 360 Kilogramm pro Kopf – ein leichter Rückgang von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Neben Restabfall und Sperrmüll zählen dazu auch die getrennt gesammelten Wertstoffe wie Bioabfälle, Altpapier, Altglas, Leichtverpackungen, Kunststoffe, Altholz, Elektrogeräte und Metalle.

Die Menge an Papierabfällen ging leicht von 54 Kilogramm auf 52 Kilogramm zurück, genau wie beim Altglas: Hier sank die Pro-Kopf-Menge von 28 Kilogramm auf 27 Kilogramm. Die Menge an Leichtverpackungen blieb im Jahresvergleich konstant (jeweils 23 Kilogramm). Dagegen stieg die Menge der erfassten Elektro- und Elektronikaltgeräte minimal von 5,2 auf 5,6 Kilogramm pro Person, während Grünabfälle witterungsbedingt leicht von 60 auf 58 Kilogramm zurückgingen.

Seit mehr als 25 Jahren können in Freiburg organische Abfälle über die Biotonne entsorgt werden. 2025 wurden an der Vergärungsanlage der Reterra rund 15.000 Tonnen Bioabfälle aus Freiburg angeliefert. Die Pro-Kopf-Menge lag bei 64 Kilogramm und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 67 Kilogramm. Trotzdem liegt Freiburg weiterhin deutlich über dem landesweiten Durchschnitt von 55 Kilogramm je Einwohner*in und damit auch hier auf Platz eins unter den kreisfreien Großstädten.

Aber gleichzeitig zeigt die Freiburger Restabfallanalyse: Es landen noch immer zu viele Bioabfälle im Restmüll – rund 42 Prozent des Freiburger Restabfalls bestehen aus organischen Abfällen. Dabei ist Biomüll ein echtes Recyclingwunder: In Freiburgs Vergärungsanlagen entstehen daraus Biogas für Strom und Wärme sowie Kompost für die Landwirtschaft. Landen organische Abfälle stattdessen im Restmüll, werden sie verbrannt – so gehen wertvolle Ressourcen verloren.

Deshalb betont Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit: „Die Abfallbilanz zeigt, dass wir bereits auf einem sehr guten Weg sind. Die Freiburger*innen produzieren weniger Müll als der Landesdurchschnitt und trennen ihren Abfall schon in vielen Fällen vorbildlich. Es gibt aber noch Luft nach oben. Deshalb meine Bitte: Noch mehr richtig sortierten Bioabfall in die Biotonne werfen. Mein großer Dank geht an die vielen Freiburger*innen, die das bereits machen.“

Die Kampagne #wirfuerbio wird weiter fortgesetzt, um die Bürger*innen zu informieren und so die Qualität des Bioabfalls durch die Vermeidung von Plastik- oder biologisch abbaubaren Tüten weiter zu optimieren. Gleichzeitig sollen mehr organische Abfälle aus dem Restmüll in die getrennte Sammlung wandern.
 
 

 
Untersuchungsarbeiten auf der B31
Von Montag bis Freitag zwischen der Brauerei Ganter und der Schreiberstraße und an der Leo-Wohleb-Brücke

Am Montag, 31. August, prüft das Garten- und Tiefbauamt (GuT) von 9 bis 15.30 Uhr die Leo-Wohleb-Brücke und untersucht den Straßenbelag. Dafür kommt ein spezielles Brückenbesichtigungsfahrzeug zum Einsatz. Anschließend folgen von Dienstag, 1. September, bis Freitag, 4. September, jeweils von 7 bis 15.30 Uhr Untersuchungsarbeiten am Asphalt auf der B31 zwischen der Brauerei Ganter und der Schreiberstraße.

Die Arbeiten auf der B31 in Richtung A5 finden fahrstreifenweise und in kurzen Abschnitten von maximal 200 Meter statt. Eine Spur bleibt jederzeit frei. Das GuT legt die Arbeiten bewusst in die Ferienzeit mit weniger Verkehr, trotzdem ist mit Rückstau zu rechnen.

Das GuT bittet die Verkehrsteilnehmenden um Verständnis.
 
 

 
Freiburg: Stadt stellt weiteren Wasser-Vernebler am Kartoffelmarkt auf
Im Colombipark sorgt er bereits für Abkühlung und Erfrischung auf Knopfdruck, jetzt stellt die Stadt über die Freiburger Grünoasen einen weiteren Vernebler in der Innenstadt auf. Am Kartoffelmarkt steht ab Freitag, 28. August, ein Pflanzkübel mit integrierten Nebeldüsen, der Begrünung, Verdunstung und Wassernebel kombiniert.

„Im Colombipark kam der Vernebler gut an. Und auch wenn die größte Hitze erst einmal vorbei ist, sind wir gespannt, ob sich die neue Variante im Praxistest ebenso bewährt“, so Freiburgs Erster Bürgermeister Martin Haag. „Solche Testläufe sind enorm wichtig, um herauszufinden, wie wir Freiburg bestmöglich auf weitere Hitzeperioden vorbereiten können.“

Bereits seit einigen Wochen testet die Stadt einen Vernebler im Colombipark. Dort sorgen feine Nebeldüsen an einer Stahlseilkonstruktion für Abkühlung. Die Rückmeldungen der Bürger*innen sind positiv, das Angebot wird gut angenommen und insbesondere an heißen Tagen gerne genutzt. Vernebler funktionieren über feine Hochdruckdüsen, die Wasser in winzige Tröpfchen zerstäuben. So entsteht ein angenehm kühlender Effekt, ganz ohne nass zu werden.

Mit den Wasser-Verneblern sammelt die Stadt praktische Erfahrungen für den künftigen Einsatz von solchen Systemen: Wie werden sie von der Bevölkerung angenommen? Welche Anforderungen ergeben sich für Betrieb und Unterhalt? Und welche Auswirkungen haben sie auf das Mikroklima vor Ort?

Wasser spielt eine wichtige Rolle bei der Stadtentwicklung und trägt dazu bei, die Stadt langfristig klimafit zu halten. Trinkbrunnen, Wasserspiele wie auf dem Platz der Alten Synagoge und nun auch Vernebler bringen zusätzliche Erfrischung in die Stadt.

Weitere fest installierte Vernebler sind bei der Umgestaltung des Zollhallenplatz und im Sanierungsgebiet Sulzburger eingeplant. Der Vernebler mit Pflanzkübel kostet 30.000 Euro.
 
 

Drei wunderbare Zitate aus dem Hitzesommer 2026
(c) mitwelt.org
 
Drei wunderbare Zitate aus dem Hitzesommer 2026
- AfD-Chef Tino Chrupalla im ARD-„Sommerinterview“ vom 23. August 2026: „Für mich war das ein ganz normaler Sommer.“

- Die „BILD“-Zeitung titelte am 14. Mai 2026: „Prognosen völlig falsch! Klimaforscher streichen ihr schlimmstes Angst-Szenario.“ Die rechtslibertäre Springerpresse hat schon die perfekt organisierte „Heizungs-Hammer-Kampagne“ der Fossilisten organisiert. Erneut argumentiert sie im Sinne von Öl, Gas, Kohle und Klimawandelleugnern.

- Eine Tatsachen-Umkehrung gab es am 10.08.2026 in der FAZ: „Wenn nun Klimaschützer und Umweltaktivisten folgern, die Politik habe noch immer nicht begriffen, was die Klimakrise bedeute, richtet sich ihre Kritik in Wahrheit gegen sie selbst. Zu lange wurde das Phänomen dämonisiert, ohne die Symptome zu bekämpfen.“

Das Problem der Umweltbewegung: Sie bekommt diese Desinformationskampagnen teilweise nicht mehr mit, weil sie sich fast nur noch in der eigenen Blase bewegt und informiert. Und sie hat z.Bsp die „Heizungs-Hammer-Kampagne“ der Fossilisten beinahe widerspruchsfrei ertragen.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein
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