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Dienstag, 10. Februar 2026
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Verschiedenes

Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl ist online
(c) Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB)
 
Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl ist online
Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) informiert

Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Baden-Württemberg ist gestartet. Von heute an steht das interaktive Tool, das von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) angeboten wird, online zur Verfügung.

Der Wahl-O-Mat ist ein Instrument der politischen Bildung. Er will Interesse an Politik wecken und über die zur Landtagswahl antretenden Parteien und deren Programme informieren. Mit dem Wahl-O-Mat können seine Nutzerinnen und Nutzer auf spielerische Weise herausfinden, mit welchen Positionen sich die Parteien am 8. März 2026 zur Wahl stellen. Sie können dabei ihre eigenen politischen Ansichten zu unterschiedlichen Themen mit den Positionen der Parteien abgleichen. Eine Wahlempfehlung gibt das interaktive Tool nicht ab.

Alle 21 Parteien, die zu dieser Landtagswahl antreten, sind im Wahl-O-Mat vertreten. Er umfasst 38 Thesen zu landespolitischen Themen, so zum Beispiel diese beiden Aussagen: „Die Landesregierung soll Unternehmen unterstützen, die in Baden-Württemberg Rüstungsgüter herstellen“ und „Das mehrgliedrige Schulsystem (Werkrealschule/Hauptschule, Realschule, Gemeinschaftsschule, Gymnasium) soll erhalten bleiben“. Die Thesen können mit „stimme zu“, „neutral“ oder „stimme nicht zu“ beantwortet werden. Zum Abschluss besteht die Möglichkeit, die persönlichen Bewertungen mit den Positionen der Parteien zu vergleichen. Die Antworten und Erläuterungen zu den 38 Thesen sind von den Parteien selbst formuliert.

Die Thesen wurden auf einem dreitägigen Workshop Ende November 2025 von einer Redaktion entwickelt, der junge Wahlberechtigte und Fachleute aus Wissenschaft und Journalismus sowie Verantwortliche der LpB und der BpB angehörten. Insgesamt achtzig Thesen wurden erarbeitet und an die Parteien zur Beantwortung weitergegeben. Auf Grundlage der Antworten fand am 28. Januar 2026 die Endauswahl der 38 Wahl-O-Mat-Thesen statt. Ziel dabei war, die wichtigsten Themen aufzugreifen, die Unterscheidbarkeit der Parteien durch die Thesenauswahl darzustellen und gleichzeitig eine breite thematische Abdeckung sicherzustellen.

Bereits zum fünften Mal geht der Wahl-O-Mat zu einer Landtagswahl in Baden-Württemberg an den Start. Bei der Landtagswahl im Jahr 2021 erreichte er mehr als 1,8 Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Seit Einführung des Wahl-O-Mat durch die Bundeszentrale für politischen Bildung im Jahr 2002 wurde das Tool bei Wahlen zum Europäischen Parlament sowie bei Landtags- und Bundestagswahlen mehr als 160 Millionen Mal angewendet.
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Nemo – gefunden!
Der Mundenhof melden einen neuen Erfolg bei der Nachzucht exotischer Fische

20 junge Clownfische sind ab sofort im Aquarium zu bestaunen

Findet Nemo? Kein Problem! Mit dem Pixar-Film von 2003 sind Clownfische aus der Gattung der Anemonenfische weltweit zu Berühmtheit gelangt. Jetzt schwimmen 20 von ihnen in einem Salzwasserbecken des Aquariums auf dem Mundenhof. Das ist schon wieder ein beachtlicher Zuchterfolg des Aquarienvereins, der wiederum alles aus seinen begrenzten technischen Möglichkeiten herausgeholt hat. Im vergangenen Jahr hatte der Verein bereits mit der Nachzucht von Piranhas und Kauderni-Barschen Aufsehen erregt – und besonders Kindern viel Freude bereitet.

Die Jungtiere sind zwar noch winzig, werden aber bald auf Nemos Größe aus den Filmen heranwachsen. Amphiprion ocellaris oder auch „Falsche Clownfische“ erkennt man an der leuchtend orangenen Farbe, die von zwei bis drei weißen Querstreifen unterbrochen wird. Ihr Habitat erstreckt sich von den Riffen Südostasiens bis zum Nordwesten Australiens. Sie sind aber im gesamten Indischen Ozean und im Pazifik weit verbreitet und leben meist zusammen in einer Gruppe. Kurios: Die Fische werden zuerst männlich geboren. Das stärkste Tier aus dem Schwarm wird zum Weibchen, das zweitstärkste zeugt die Nachkommen mit der nun weiblichen Anführerin.

Nemos leben im Gruppenverbund und gehen eine außergewöhnliche Symbiose mit Anemonen ein. Die Fische dürfen sich zwischen den sonst giftigen Tentakeln der Anemone verstecken und werden nicht gestochen. Das schützt sie vor Gefahren. Zum Dank versorgen sie die Anemone mit Futter und vertreiben ihre Fressfeinde.

Auch ihre Eier beschützt die Mutter mit ihrem Leben. Sie legt die Eier am Fuß der Anemone ab, etwa 200 Stück an der Zahl. Dann schlüpfen die Tiere als Larven und werden mit der Strömung ins weite Meer hinausgetrieben. Weil sie in diesem Stadium fast durchsichtig sind, sind sie für Fressfeinde kaum zu erkennen. Schwierig wird es nach der Metamorphose, mit der sie ihre charakteristische Färbung bekommen. Der Weg zum rettenden Riff ist oft weit und mit Gefahren gespickt. Daher ist es schon ein Erfolg, wenn es zwei von 200 überhaupt zurück in eine Anemone schaffen.

Das versuchen die Hobbyzüchter*innen vom Aquarienverein nachzumachen – selbstredend ohne Strömung und ohne hungrige Raubfische. An einer Blasenanemone kann das Weibchen seine Eier ablegen. Nach acht Tagen schlüpfen die Larven und brauchen gleich Futter. Dabei sind sie recht wählerisch: Die Aquaristiker*innen züchten dafür Rädertierchen – und auch hier ist ganz viel Liebe zum Detail nötig. Das Futter muss nämlich genau die richtige Größe für die Mini-Nemos haben. Um das hinzubekommen ist vor allem eines wichtig: Timing.

Die Züchter*innen haben das hinbekommen. Nach der Metamorphose waren die Nemos etwa so groß wie die „1“ auf der Ein-Cent-Münze. Drei Wochen später schwimmen nun 20 Jungtiere durch das Einhängebecken des Aquariums auf dem Mundenhof. Mittlerweile sind sie größer als die „2“ auf der Zwei-Euro-Münze. Wer sich beim nächsten Besuch die Tiere anschaut und sich fragt: „Warum sind die Fische so eng zusammen? Haben sie zu wenig Platz?“, sieht ein natürliches Verhalten der Nemos. Sie knäueln sich zusammen, um Feinde zu täuschen.

Eine große Inspiration für die Nachzucht waren die Kinder. Denn sie haben die Betreiber*innen der Aquarien am häufigsten nach zwei Fischarten gefragt: Piranhas und Nemos. Nun finden sie auf dem Mundenhof beides.
 
 

 
Freiburg: Rechtliche Berufsbetreuer*innen gesucht
Menschen helfen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst klären können

Eigenbestimmt in der Selbständigkeit: Stadt begleitet den Weg dorthin

Rechnungen durchschauen, Anträge ausfüllen, Verträge abschließen: Wer das nicht mehr selbst machen kann – aufgrund einer diagnostizierten Erkrankung oder Behinderung – und volljährig ist, hat Anspruch auf eine rechtliche Betreuungsperson. Ein Gros dieser Betreuungen im Stadtgebiet übernehmen Berufsbetreuer*innen, die sich um viele Menschen gleichzeitig kümmern. Das Problem: Es gibt immer weniger Betreuer*innen und sie haben ein hohes Durchschnittsalter. Sie müssen irgendwann ihr Arbeitspensum reduzieren. Daher werden weitere Berufsbetreuer*innen gesucht; die Stadtverwaltung berät und unterstützt sie dabei, ihnen den Einstieg in diese Tätigkeit zu erleichtern.

In Freiburg werden laut der Betreuungsbehörde ca. 3200 Menschen unterstützt. Fast zwei Drittel der Betreuungen werden beruflich geführt (ca. 2200). Etwa 60 Prozent dieser beruflichen Betreuungen (ca. 1600) machen Berufsbetreuer*innen aus, die in Freiburg ihren Büro- oder Wohnsitz haben. Das sind 90 Personen. Sie helfen psychisch kranken und Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen, die ihre Angelegenheiten nicht (mehr) selbst regeln können.

Im Durchschnitt übernimmt jede*r dieser 90 Selbständigen 17 Betreuungen. Die Realität sieht jedoch anders aus: Während die meisten 20- bis 50-jährigen diesen Job „nur“ nebenberuflich machen, arbeiten vor allem Menschen über 60 Jahre in Vollzeit und übernehmen somit einen Großteil der Betreuungen – ca. 940 an der Zahl.

Denn nicht nur der demografische Wandel führt zu mehr Betreuungen, auch die älteren Betreuenden werden mit der Zeit Arbeit abgeben oder ganz aufhören müssen. Auch wenn es Ehrenamtliche und Angehörige gibt, die sich um bedürftige Menschen kümmern, braucht es weiterhin Berufsbetreuer*innen: Denn manchmal überfordern komplexe Problemlagen und krankheitsbeeinflusste Verhaltensweisen der betroffenen Menschen ungeschulte Leute. Diese härteren Fälle übernehmen die Profis, die dafür speziell aus- und fortgebildet sind. Sie kennen sich nicht nur rechtlich aus, sondern können auch gut mit unterschiedlichen Menschen reden und einfühlsam sein.

Rechtliche Betreuung ist ein vielfältiger, spannender Beruf im Zentrum der Gesellschaft. Berufsbetreuer*innen können ihren Arbeitsalltag eigenverantwortlich und abwechslungsreich gestalten. Außerdem bekommen sie einen gesamtheitlichen Blick auf viele Fragestellungen, die im Laufe eines Lebens auftreten können. Die notwendigen Voraussetzungen für diese Tätigkeit bringen Sozialarbeiter*innen und Jurist*innen mit. Quereinsteiger*innen sind aber ebenfalls willkommen. Allerdings müssen sie durch Fortbildungen und Seminare Sachkunde erwerben, welche sie selbst bezahlen müssen.

Interessierten bietet die städtische Betreuungsbehörde kostenlose Beratungsgespräche für den Weg in die Selbständigkeit als Berufsbetreuer*in an. Einsteiger*innen sowie Erfahrene können sich jederzeit an die Behörde wenden, wenn es Fragen zu konkreten Fällen gibt. Außerdem bietet sie monatlich stattfindende Mentoring-Programme an. Dort können Betreuer*innen untereinander Fragen klären und sich weiter vernetzen. Wer sich genauer informieren möchte, kann sich per E-Mail an susanne.plau@freiburg.de wenden oder telefonisch an 0761 201-3740.

Rechtliche Betreuung ist keine soziale, pflegerische oder gesundheitliche Versorgung. Sie trat 1992 an die Stelle der früheren „Vormundschaft“ über Volljährige und ist auf die genannten Aufgabenbereiche beschränkt.
 
 

 
Schauinslandbahn wegen technischer Störung außer Betrieb
Die Schauinslandbahn ist derzeit außer Betrieb. Grund ist ein Defekt am Frequenzumrichter des Notantriebs. Ohne einen funktionierenden Notantrieb dürfen keine Fahrgäste mit der Seilbahn befördert werden.

Die notwendigen Ersatzteile sind bereits bestellt. „Wir hoffen, dass wir im Laufe der nächsten Woche den Fahrbetrieb wieder aufnehmen können“, sagt Tobias Kunz, Leiter der Schauinslandbahn. „Zum Wochenende werden wir leider noch nicht fahren können.“

Der Schaden ist am Montag, 2. Februar 2026, im Rahmen der monatlich vorgeschriebenen Kontrolle des Notantriebs aufgetreten. Fahrgäste waren nicht betroffen – die Schauinslandbahn war zu dem Zeitpunkt wegen eines Streiks der Gewerkschaft Verdi nicht in Betrieb.
 
 

 
Umbauarbeiten starten am Donnerstag
Elsässerstraße zwischen Oberer und Unterer Lachen nur einstreifig befahrbar

Ab Donnerstag, 5. Februar, baut das Garten- und Tiefbauamt (GuT) die Elsässerstraße zwischen Oberer Lachen und Unterer Lachen um, um die Rad- und Fußverkehrsanbindung zu verbessern und sicherer zu machen. Außerdem wird die Bushaltestelle barrierefrei umgestaltet.Das GuT baut den bestehen Radweg aus und asphaltiert ihn. Der Gehweg erhält eine Neugestaltung in Pflasterbauweise. Zwischen Geh- und Radweg wird ein taktiler Trennstreifen eingebaut, der insbesondere sehbehinderten Menschen eine bessere Orientierung bietet.

Um die Barrierefreiheit weiter zu verbessern, wird der Abschnitt mit einem Blindenleitsystem ausgestattet und die bestehende Bushaltestelle barrierefrei umgestaltet. Ergänzend entsteht am Rehwinkel ein neuer Fußgängerüberweg, der eine sichere Querung der Fahrbahn ermöglicht und den Zugang zur Haltestelle erleichtert.

Die Bauzeit beträgt rund sechs Monate. In diesem Zeitraum ist der betroffene Abschnitt nur einstreifig befahrbar. Um den Verkehr in beide Richtungen aufrechtzuerhalten, wird er mithilfe einer Baustellenampel geregelt.

Das Garten- und Tiefbauamt bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die Einschränkungen.
 
 

 
Versammlungen in der Freiburger Innenstadt von Montag bis Samstag
Von Montag, 2. Februar, bis Samstag, 7. Februar, finden täglich Versammlungen unter dem Motto „Hände weg von Rojava“ in der Freiburger Innenstadt statt. An den Wochentagen starten die Demonstrationen jeweils um 17.30 Uhr und enden gegen 21 Uhr. Nach dem Auftakt auf dem Platz der Alten Synagoge ziehen die erwarteten 500 Teilnehmenden über Bertoldstraße und Bertoldsbrunnen, Kaiser-Joseph-Straße, Martinstor und Rempartstraße zurück zum Platz der Alten Synagoge.

Am Samstag startet die Versammlung um 14 Uhr, das Ende ist für 17.30 Uhr vorgesehen. Die Anmelder*innen erwarten 2000 Teilnehmende. Die Aufzugsstrecke verläuft vom Platz der Alten Synagoge über Bertoldstraße, Bertoldsbrunnen, Rotteckring, Friedrichstraße, Bismarckallee und Eisenbahnstraße zurück zum Platz der Alten Synagoge.

Hintergrund der aktuell in vielen deutschen Städten und auch in Freiburg stattfindenden Versammlungen zum Thema „Hände weg von Rojava“ ist der jüngst wieder aufgeflammte Bürgerkrieg im Norden Syriens mit militärischen Angriffen der syrischen und türkischen Armee gegen die dort lebende kurdische Bevölkerung.

Entlang der Aufzugsstrecken könnte der Straßenbahnverkehr vorübergehend beeinträchtigt sein. Die Parkhäuser sind grundsätzlich erreichbar.
 
 

 
Radschnellweg durch Freiburg-Herdern: Umleitung Linie 27
Am Montag, 2. Februar 2026, beginnt der dritte Bauabschnitt zur Herstellung des Radschnellwegs RS6 durch Herdern. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis zum 25. Februar 2026. In dieser Zeit wird die Buslinie 27 umgeleitet. Die Haltestelle Hochmeisterstraße entfällt in dieser Zeit in beide Richtungen ersatzlos.
 
 

 
Polnisches Filmfestival cinèPolska 2026: Freiheit. Stimme. Erinnerung
Drei Tage polnische Filmkunst, Kultur, Geschichte und Begegnungen im deutsch-polnischen Dialog

Ort: Kommunales Kino, Urachstr. 40, 79102 Freiburg im Breisgau
Termin: 6.–8. Februar 2026
Konzept und kuratorische Leitung: Verein Polki Solidarnie – Polnische Frauen Solidarisch e.V.

Drei Tage polnische Filmkunst eröffnen einen lebendigen Dialog zwischen Film, Geschichte, Kultur und gesellschaftlichen Fragestellungen. Die ausgewählten Werke blicken dabei nicht nur auf die Vergangenheit zurück, sondern verhandeln Themen von brennender Aktualität – insbesondere Frauenrechte, Gleichberechtigung, Migration und die Suche nach Identität. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger politischer Entwicklungen und dem Erstarken rechtskonservativer sowie nationalistischer Strömungen wird deutlich, dass Freiheit und Gleichstellung keine Selbstverständlichkeiten sind.

An drei Festivaltagen führen die Filme eindrücklich vor Augen, dass gesellschaftliche, politische und persönliche Freiheit niemals selbstverständlich ist. Sie nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch Jahrzehnte polnischer und europäischer Identitätsgeschichte, erzählt aus der Perspektive des Autorenkinos und getragen von mutigen Geschichten über Aufbruch, den Kampf um Demokratie und Frauenrechte, über Erinnerung, Überleben und tiefgreifenden Wandel.

Zu Festivalbeginn wirft das Festival einem besonderen Fokus auf das Lebenswerk von Andrzej Wajda und das zeitgenössische polnische Kino. Den Auftakt macht Wajdas Klassiker ZIEMIA OBIECANA (DAS GELOBTE LAND) von 1975, ein episches Gesellschaftspanorama über Freundschaft, Moral und wirtschaftlichen Aufstieg in der Industriestadt Łódź. Im Anschluss feiern wir mit einer Vernissage der Ausstellung der Plakate zu den Filmen von Andrzej Wajda aus der Sammlung des Museums des Filmes Kinematographie in Łódź die Festivaleröffnung. Den Abend schließen wir mit einer starken weiblichen Stimme: IMAGO (2023) von Olga Chajdas, ein post-punkiger Hymnus über die Suche nach eigener Identität, Freiheit und Selbstbestimmung in der alternativen Szene des späten 1980er-Jahre der Dreistadt (Trójmiasto).

Der Samstag steht im Zeichen der Reflexion, des Gedenkens und der weiblichen Perspektiven. Den Auftakt bildet das Panel „Zwischen Emanzipation und Tradition: Feminismus in Deutschland und Polen“, in dem historische und zeitgenössische Aspekte feministischer Bewegungen diskutiert werden. Anschließend werden außergewöhnliche Frauen gefeiert, die Grenzen gesprengt haben: SIMONA KOSSAK erzählt die Biografie der Wissenschaftlerin und Rebellin Simona Kossak, während WANDA RUTKIEWICZ: THE LAST EXPEDITION die legendäre Bergsteigerin auf ihrem Weg zu den höchsten Gipfeln begleitet. Den Abschluss bildet SOLIDARNOŚĆ WEDŁUG KOBIET – DIE FRAUEN DER SOLIDARNOŚĆ, eine eindrucksvolle Dokumentation über die bislang kaum erzählte Geschichte der Frauen in der polnischen Gewerkschaftsbewegung. Gespräche, Workshop und begleitende Veranstaltungen laden dazu ein, weibliche Perspektiven auf Geschichte, Gesellschaft, Feminismus und Selbstbestimmung zu erkunden.

Am Sonntag gibt es ein vielfältiges Programm: von Abenteuern für Kinder über persönliche Dokumentationen bis hin zu einem beeindruckenden Biopic. Den Auftakt macht O PSIE, KTÓRY JEŹDZIŁ KOLEJĄ 2 – LAMPO 2, begleitet von einem kreativen Workshop für Kinder. Anschließend eröffnet LISTY Z WILCZEJ – BRIEFE AUS DER WILCZA einen poetischen, humorvollen und nachdenklichen Blick auf das Leben in Warschaus Wilcza-Straße und die Suche nach Zugehörigkeit, menschlicher Nähe und gesellschaftlicher Teilhabe. Der Film wirft zentrale Fragen nach Identität, Heimat, Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Rassismus auf, zeigt aber auch, wie menschliche Nähe und Solidarität entstehen können. Das Festival findet seinen krönenden Abschluss mit Agnieszka Hollands Film FRANZ K., dem für Polen ins Oscar-Rennen eingesandten Biopic über Leben und Werk eines der bedeutendsten Literaten des 20. Jahrhunderts, Franz Kafka. Mit sinnlich-surrealistischen Bildern und einer beeindruckenden Mischung aus Realität, Fantasie und literarischer Inspiration rundet der Film das Festival gebührend ab.

Das Festival bietet ein inklusives Programm, in dem Teilnehmende aktiv eingebunden werden: Workshops, Panel und Diskussionen mit Filmemacher*innen ermöglichen den Austausch und das Einbringen eigener Perspektiven. Reflexion ist integraler Bestandteil des Festivals. Feedbackrunden, moderierte Nachbesprechungen und die Möglichkeit, Eindrücke oder kreative Reaktionen zu dokumentieren, fördern eine kritische Auseinandersetzung mit den Prozessen vor Ort. cinèPolska ist mehr als Film: Gespräche, Diskussionen, Ausstellung und Workshops schaffen einen Raum, in dem Kunstvermittlung, gesellschaftlicher Dialog, Feminismus, Identität und demokratische Werte aktiv erfahrbar werden. Die Veranstaltungen finden teilweise dreisprachig (Deutsch, Polnisch, Englisch) statt und werden simultan gedolmetscht, um größtmögliche Zugänglichkeit, Beteiligung und Teilhabe sicherzustellen. So wird das Festival zu einem Ort, an dem unterschiedliche Zielgruppen nicht nur zuschauen, sondern aktiv mitgestalten, reflektieren und voneinander lernen können.

In Kooperation mit dem Verein Polki Solidarnie – Polnische Frauen Solidarisch e.V.

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, dem Museum für Kinematographie in Łódź und der Sparkasse Freiburg.
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