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Donnerstag, 13. August 2026
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Verschiedenes

Ehemaliger Siechhof in Eichstätt erhält Hilfe für Notsicherung der Kapelle
Eichstätt: ehem. Siechhof Eichstätt (C) DSD / Guido Siebert
 
Ehemaliger Siechhof in Eichstätt erhält Hilfe für Notsicherung der Kapelle
Gebäude muss dringend stabilisiert werden

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Notsicherung der ehemaligen Kapelle des Siechhofs in Eichstätt mit 50.000 Euro. Der Fördervertrag wurde am Dienstag, den 11. August 2026 um 10.00 Uhr von Alexander Ruthardt vom DSD-Ortskuratorium Fränkische Stadtbaumeister an Eigentümer Marc Liebermann überreicht. Möglich ist die Unterstützung dank privater Spenden an die DSD und Erträge der Lotterie GlücksSpirale.

Die Förderung kommt der Notsicherung eines Teils der Außenwände der Kapelle durch Sicherungsarbeiten am Fundament sowie Maßnahmen zur Sicherung des Gewölbes zugute. Die DSD unterstützt den ehemaligen Siechhof bereits zum zweiten Mal. Im Vorjahr stellte sie 35.000 Euro für die Errichtung eines Schutzdaches über dem stark gefährdeten Leprosenhaus – hier wurden einst Menschen, die an der unheilbaren Haut- und Nervenkrankheit Lepra (Aussatz) erkrankt waren, isoliert – bereit. Das Schutzdach dient dem Erhalt der historischen Holzkonstruktion sowie wertvoller Ausstattungsreste und Malereien.

Der ehemalige Siechhof am Stadtrand von Eichstätt ist ein außergewöhnliches Denkmalensemble, dessen Ursprünge bis in das frühe 14. Jahrhundert zurückreichen. Der Siechhof wurde erstmals 1307 als „domum leprosorum“, also als Haus für Leprakranke, urkundlich erwähnt.

Die geschlossene Anlage besteht aus dem Leprosenhaus, dem Benefiziatenhaus, der heute profanierten Kapelle St. Lazarus und St. Magdalena sowie einem langgestreckten Wirtschaftsgebäude. Besonders bemerkenswert ist die bis heute erhaltene Geschlossenheit des Ensembles. Der Eichstätter Siechhof gilt als einzige komplett erhaltene spätmittelalterliche Anlage eines Leprosoriums und ist deshalb als Baudenkmal von nationalem Rang eingestuft.

Die Kapelle präsentiert sich in ihrer Gestalt des 17. Jahrhunderts als Saalbau mit eingezogenem Altarraum, also einem Altarraum der schmaler ist als das Hauptschiff, und Kreuzgewölbe und ist mit Schmuckgiebeln versehen. Im Inneren haben sich Fragmente von Malereien aus der Erbauungszeit erhalten. Diese sind durch statische Schäden und eindringende Feuchtigkeit gefährdet. Die Außen- und Innenwände weisen Verformungen und Setzungen auf, Schäden an Dach und Mauerwerk bedrohen die Substanz zusätzlich. Deshalb sind die nun vorgesehenen Arbeiten an der Kapelle enorm wichtig.

Das benachbarte Leprosenhaus ist eines der wenigen erhaltenen Jurahäuser des späten Mittelalters. Diese historischen, regionaltypischen Häuser sind durch Massivbauweise aus Bruchsteinen, kleine Fenster und flach geneigte Dächer, die traditionell mit mehrschichtigen Kalkplatten (Legschiefer) gedeckt wurden, charakterisiert. Die historische Dachkonstruktion, Wandmalereien und weitere originale Bauteile konnten durch umfangreiche Notsicherungen bislang vor dem Verlust bewahrt werden.

Langfristig soll die leerstehende Anlage wiederbelebt werden. Vorgesehen sind Wohnraum und kulturelle Nutzungen der ehemaligen Kapelle.

Der ehemalige Siechhof in Eichstätt ist eines der mehr als 680 Denkmale, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale bisher allein in Bayern fördern konnte.
 
 

 
Neuer Taubenschlag für das Historische Kaufhaus
Am Mittwoch (12.8.) befördert ein Kranwagen das benötigte Material in den Dachstuhl

Stadttauben sind ein weltweites Phänomen und Problem. Von Vancouver bis Sydney, von Peking bis Buenos Aires – kaum eine Stadt kommt ohne ihre Columbidae aus. Da jede Taube pro Jahr 4 bis 12 Kilo Kot hinterlässt und diverse Krankheiten übertragen kann, gehen viele Städte gegen große Taubenpopulationen vor. Selten im Sinne von Georg Kreisler („Tauben vergiften im Park“), oft aber durch betreute Taubenschläge, in denen die Vögel versorgt und die Eier brütender Paare durch Attrappen ausgetauscht werden.

Auch Freiburg hat sein Taubenproblem. Hier ist besonders der Münsterplatz betroffen. Mittel der Taubenabwehr waren lange Zeit über kostspielige Stachelketten an den Gebäuden am Münsterplatz, ergänzt durch einen kleinen Taubenschlag im Dachgeschoss des Historischen Kaufhauses.

Nun hat die Stadtverwaltung in Kooperation mit der ASF in mehreren Stadtteilen das Konzept eines sehr großen Taubenschlages mit eng getakteter Betreuung getestet. Die Ergebnisse waren überzeugend, jetzt wird das Konzept auch am Münsterplatz angewendet. Dafür muss der bestehende Taubenschlag im Dachgeschoss des Historischen Kaufhauses erheblich erweitert werden. Für die anstehenden Zimmereiarbeiten und das dafür benötigte Material wird am Mittwoch, 12. August, nachmittags ein Kran aufgestellt. Die eigentlichen Zimmereiarbeiten finden dann im Inneren des Dachstuhls statt und sind von außen nicht zu sehen. Unter anderem wird auch ein notwendiger Frischwasseranschluss ins Dachgeschoss gelegt und der Brandschutz zum Nachbargebäude verbessert. Wegen der Lärmbelastung, die bei den Arbeiten im Haus entstehen, wurden sie in Abstimmung mit der FWTM in eine veranstaltungsfreie Zeit im Historischen Kaufhaus gelegt – also in die Sommerferien.

Die Kosten für den Taubenschlag liegen bei 100.000 Euro. Da die Reinigungsarbeiten damit günstiger werden und die Gebäudeschäden durch Taubenkot abnehmen, wird er sich in überschaubarer Zeit amortisiert haben.
 
 

13 Probestationen erweitern das Freiburger Frelo-Netz
Frelo-Probestation in der Belchenstraße (c) VAG Freiburg
 
13 Probestationen erweitern das Freiburger Frelo-Netz
• Stadtteile außerhalb der Innenstadt und Gewerbegebiete werden besser ans Fahrradmietsystem angebunden

• VAG und RVF setzen Wünsche von Bürger*innen und Unternehmen um

Noch mehr Frelo für Freiburg: Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) und der Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) erweitern das beliebte Fahrradvermietsystem. Ab August ergänzen 13 neue Probestationen das bestehende Netz in Freiburg mit derzeit 93 Stationen. Nutzerinnen und Nutzer profitieren von zusätzlichen Ausleih- und Rückgabemöglichkeiten außerhalb der Innenstadt. Weitere Stadtteile sowie Gewerbegebiete werden damit besser angebunden.

Die neuen Standorte bieten flexible Mobilitätsangebote für Freizeit, Arbeit oder den Einkauf: An der Hans-Bunte-Straße erleichtert eine Station Beschäftigten im Industriegebiet Nord den Weg zwischen Arbeitsplatz und ÖPNV. Am Tennenbacher Platz und in der Obergasse in St. Georgen, wird das Netz gezielt verdichtet. Auch Kappel wird Teil des Frelo-Netzes. Dank der neuen E-Frelos ist der am Hang gelegene Stadtteil bequem erreichbar. Eine Station am Opfinger See erweitert die Möglichkeiten für eine autofreie Anreise zum Baden. Von der Probestation am Wirtschaftsgebäude des Mundenhofs profitieren Beschäftigte ebenso wie Besuchende des Tier- und Naturerlebnisparks.

Die ersten neuen Stationen sind in den zurückliegenden Wochen aufgebaut worden. Bis Mitte August werden voraussichtlich alle in Betrieb sein. Zunächst laufen sie für ein Jahr als Probestationen. Anschließend wird ausgewertet, wie stark sie genutzt werden, und ob sie dauerhaft Teil des Frelo-Netzes werden. Jens Dierolf , Leitung Kommunikation Freiburger Verkehrs AG; Besanҫonallee 99, 79111 Freiburg 2 Kontakt: 0761/4511-286; 0160 97701050; jens.dierolf@vagfr.de

Mit der Auswahl der Stationen reagieren die Verantwortlichen von VAG, RVF und Stadt auf Wünsche aus der Bevölkerung sowie auf Hinweise von Unternehmen, die diese im Rahmen von Mobilitätsberatungen geäußert haben. Möglich wird die Erweiterung, weil die Kosten für den Betrieb des Frelo-Systems spürbar niedriger ausgefallen waren als ursprünglich erwartet. Für eine zusätzliche Station auf der Haid übernimmt die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) die Kosten, die zwölf weiteren Probestationen finanziert die Stadt Freiburg.

Die neuen Frelo-Standorte

• Tennenbacher Platz
• Elsässer Straße/ Am Eichbächle
• Obergasse
• Hans-Bunte-Straße
• Belchenstraße
• Opfinger See
• Mundenhof Wirtschaftsgebäude
• Kappel Reichenbachstraße
• Haid West
• Katholische Hochschule
• Auwaldstraße/ Moosgrund
• Matthias-Erzberger-Straße
• Eschholzstraße/ Lehener Straße

Frelo in Zahlen:

Das Frelo-Netz besteht aus mehr als 160 Stationen im Gebiet des RVF. Dieses umfasst Freiburg sowie die Landkreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald. Die Fahrradflotte besteht aus etwa 900 Frelos, 200 E-Frelos und 22 Lastenfrelos. Seit dem Start von Frelo durch den Anbieter nextbike im Jahr 2019 haben sich die Ausleihzahlen jedes Jahr gesteigert. Im Jahr 2025 gab es insgesamt mehr als 816.000 Ausleihen.
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Aus Sicherheitsgründen: Fällung von Weiden in der Dietenbachaue
Freiburg. In der Dietenbachaue müssen in der kommenden Woche vier Weiden gefällt werden. Die Bäume stehen nicht mehr sicher und stellen eine akute Gefahr dar. Da die Arbeiten während der Vogelbrutzeit stattfinden, ist eine Umweltbaubegleitung vor Ort. Diese stellt sicher, dass die naturschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten und mögliche Auswirkungen auf brütende Vögel minimiert werden.

Im Herbst müssen aus denselben Gründen weitere Bäume in der Dietenbachaue gefällt werden. Derzeit laufen hierzu noch Prüfungen, welche Bäume mit Rückschnitten erhalten werden können und welche gefällt werden müssen.
 
 

Spektakuläres Feuerland im Zoo Leipzig im Schlussspurt
Die Robben sind bereits eingezogen @ Zoo Leipzig
 
Spektakuläres Feuerland im Zoo Leipzig im Schlussspurt
Eröffnung am 1. September 2026

Der Countdown läuft: Am 1. September 2026 wird die spektakuläre Wasserwelt Feuerland im Zoo Leipzig eröffnet. Schroffe Felswände, ein fünf Millionen Liter fassendes Wasserbecken und Strandabschnitte sind entstanden. An den finalen Arbeiten, der Inbetriebnahme der Technik sowie der Landschaftsgestaltung wird noch kräftig gearbeitet. Doch schon jetzt ist zu erahnen, welch einzigartiges Erlebnis auf die Zoobesucher wartet. Durch einen mehr als 100 Meter langen Unterwassertunnel werden die Besucher die Pinguine und Robben beim Schwimmen aus neuer Perspektive beobachten können. Edukative Bereiche werden über die verschiedenen Tierarten, Lebensräume und das Artenschutzengagement des Zoos informieren. Die Arbeit mit den Tieren wird unmittelbar im Rahmen öffentlicher Trainings erlebbar und ein filmisches Erlebnis nimmt die Gäste mit auf eine Reise nach Südamerika.

In den vergangenen Tagen sind bereits die ersten Tiere zur Eingewöhnung in die rückwärtigen Bereiche eingezogen. Während die Seelöwen aus dem zooeigenen Bestand in das neue Areal umgesiedelt wurden, kommen die Humboldtpinguine aus verschiedenen Zoos als neue Tierart nach Leipzig. „Wir freuen uns riesig darauf, das Abenteuer Feuerland bald mit unseren Gästen erleben zu dürfen. Am 1. September wollen wir eröffnen“, verkündete Zoodirektor Prof. Jörg Junhold heute im Rahmen eines Presse-Previews. „Die Tiere fungieren dabei als Botschafter für bedrohte Tierarten im natürlichen Lebensraum, deren Schutz wir weiter ausbauen wollen.“

Im Fokus des Zoo-Engagements in Südamerika liegen drei hochbedrohte Arten, die wie keine anderen für ihren Lebensraum stehen: der winzige Darwin-Nasenfrosch mit seiner außergewöhnlichen Evolutionsgeschichte, der südliche Flussotter, der in abgelegenen Feuchtgebieten ums Überleben kämpft und der Humboldt-Pinguin, dessen Brutkolonien an der zerklüfteten Pazifikküste massiv unter Druck stehen. „Wir verstehen uns als Natur- und Artenschutzzentrum, das die Brücke zum natürlichen Lebensraum bietet und unsere Gäste einlädt, die Faszination Feuerland mit allen Sinnen zu erleben“, sagt Prof. Jörg Junhold und freut sich schon jetzt darauf, das Abenteuer einzuläuten.
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Fahrradwerkstatt sucht dringend gebrauchte Fahrräder für Geflüchtete
Jedes Rad zählt

Abgabe in der Schopfheimer Straße 5 jederzeit möglich

Ausmisten und gutes Tun: Die gemeinnützige Fahrradwerkstatt Schopf 5 des Amts für Migration und Integration benötigt dringend Nachschub an gebrauchten, aber noch fahrtüchtigen Fahrrädern. Die Vorräte sind nahezu aufgebraucht – doch die Nachfrage ungebrochen groß.

Wer sein ungenutztes Fahrrad spendet, tut damit Geflüchteten einen großen Gefallen: In der Fahrradwerkstatt haben sie die Möglichkeit, sich für einen kleinen Kostenbeitrag ein Rad auszusuchen und es mit Hilfe von ehrenamtlichen Mechaniker*innen wieder verkehrstüchtig zu machen. Ein eigenes Fahrrad erleichtert vielen Menschen die Mobilität im Alltag erheblich. Gleichzeitig ermöglicht das Angebot Begegnungen, Austausch und praktische Hilfe zur Selbsthilfe.

Fahrradspenden können jeden Mittwoch von 8 bis 12 Uhr ohne Anmeldung in der Fahrradwerkstatt im Hinterhof der Schopfheimer Straße 5 in Haslach-Schildacker abgegeben werden. Wer sein Rad außerhalb der Öffnungszeiten bringen möchte, kann es einfach im Hof abstellen und gut sichtbar mit einem Zettel als „Spendenrad“ kennzeichnen, damit die Mitarbeitenden es eindeutig zuordnen können.

Die Fahrradwerkstatt Schopf 5 freut sich über jede Spende. Denn jedes reparierte Rad hilft einem Menschen seine Wege zur Arbeit, zum Sprachkurs oder zu Terminen selbstständig zu gestalten. So kann ein ungenutztes Fahrrad für einen anderen Menschen den Alltag verändern.
 
 

 
Großprojekt im Freiburger Norden
Einmal alles neu: Die östliche Tullastraße wird grundlegend modernisiert und saniert

Ab Sommer 2026 bekommt die östliche Tullastraße zwischen dem Kreisverkehr auf Höhe der Engesser Straße und der Kreuzung mit der Zähringer Straße eine umfassende Erneuerung. Das ist dringend notwendig, denn die Fahrbahn sowie die Geh- und Radwege sind stark beschädigt. Damit die Straße nicht mehrfach aufgerissen werden muss und die Belastungen für Anwohner*innen und Verkehr möglichst gering bleiben, stimmen Stadt und Versorgungsunternehmen ihre Arbeiten eng aufeinander ab. Mehrere Baustellen folgen kurz aufeinander: Nachdem Leitungen, Kanäle und das Fernwärmenetz im Untergrund saniert, erneuert und ausgebaut sind, gestaltet das Garten- und Tiefbauamt (GuT) die Straße mit ihren Geh- und Radwegen und die Kreuzung neu. Die gesamte Baumaßnahme soll bis Herbst 2028 abgeschlossen sein und bringt Vollsperrungen mit sich.

Los geht es unter der Erde: Bevor die Arbeiten an der Oberfläche beginnen, wird die Infrastruktur im Untergrund auf den neuesten Stand gebracht. Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung (ESE) erneuert ab dem 24. August die Kanäle in der Tullastraße und ihren Nebenstraßen. Die ersten Arbeiten in der Offenburger Straße und der Buchenstraße laufen vom 24. August bis Ende Oktober 2026. Die Straßen sind währenddessen abschnittsweise voll gesperrt. Wer zu Fuß unterwegs ist, kommt jederzeit durch.

Parallel dazu treibt die Badenova Wärmeplus die Wärmewende in Freiburg voran und baut ab dem 31. August 2026 bis voraussichtlich Herbst 2027 das Fernwärmenetz in der Tullastraße aus. Während der Arbeiten zwischen der Karlsruher Straße und der Zähringer Straße steht jeweils ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung. Anwohner*innen können jederzeit ins Wohngebiet fahren.

Die Hauptarbeiten in der Tullastraße starten dann am 20. Oktober 2026 und dauern bis Anfang Oktober 2027. Währenddessen ist die Tullastraße abschnittsweise für Autos voll gesperrt. Fußgänger*innen und Radfahrer*innen können die Baustelle jederzeit passieren. Von Oktober 2026 bis Mai 2027 betrifft die Vollsperrung den Bereich der Unterführung; nacheinander sind auch die Einmündungen der Karlsruher Straße und der Siemensstraße gesperrt. Ab Mai 2027 wandert die Vollsperrung abschnittsweise in Richtung Kreisverkehr zur Engesser Straße.

Großräumige Umleitungen werden ausgeschildert:

• U1 (Richtung Zähringen/Güterbahnhof/Innenstadt):
Lembergallee/Mooswaldallee – Isfahanallee – Zähringer Straße.

• U2 (Richtung Industriegebiet): Zähringer Straße/Isfahanallee – HansBunte-Straße – Zinkmattenstraße.

Wenn alle Leitungen im Untergrund verlegt sind, saniert und gestaltet das Garten- und Tiefbauamt anschließend bis voraussichtlich Herbst 2028 den gesamten Straßenraum grundlegend um. Dabei stehen mehr Sicherheit, Klimaanpassung und Barrierefreiheit im Fokus:

• Radverkehr: Es entstehen neue, zeitgemäße und breitere Radstreifen. Ein 0,75 Meter breiter Sicherheitstrennstreifen soll Radfahrende künftig vor Unfällen durch plötzlich geöffnete Autotüren schützen. Die Einmündung der viel befahrenen Radvorrangroute „FR2“ wird übersichtlicher gestaltet. An der Kreuzung zur Zähringer Straße richtet das GuT zudem Radaufstellstreifen ein, sodass die Radfahrer*innen sich bei Rot vor den Autos direkt an der Kreuzung aufstellen können.

• Fußverkehr: Fußgänger*innen und Radfahrende erhalten eigene, baulich getrennte Bereiche. In Abschnitten wird der südliche Gehweg breiter. Durchgezogene Gehwegüberfahrten an den Einmündungen der Wohnstraßen (z. B. Offenburger Straße) verdeutlichen den Autofahrer*innen künftig, dass die Fußgänger*innen Vorrang haben.

• Klimaanpassung: Auf der Südseite werden knapp 140 Quadratmeter Asphaltfläche entsiegelt. Hier entstehen neue Grünstreifen mit sieben zusätzlichen Stadtbäumen, die im Sommer Schatten spenden und für Abkühlung sorgen.

• ÖPNV und Lärmschutz: Die Bushaltestellen „Siemensstraße“ und „Offenburger Straße“ werden barrierefrei ausgebaut. Eine bauliche Verengung sorgt für eine automatische Verkehrsberuhigung und senkt den Lärmpegel für Anwohnende nachhaltig.

• Neuordnung des Parkraums auf der Südseite: Um die neuen Radwege regelkonform und sicher umzugestalten, wären bei beidseitigem Parken zusätzliche Sicherheitstrennstreifen notwendig. Da dafür nicht genügend Platz ist, muss das Parken auf der Südseite komplett entfallen. Nur so ist es möglich, die Straße für den Radverkehr sicher umzugestalten und zugleich die Bäume auf der Nordseite zu erhalten. Der gewonnene Raum wird für die Geh- und Radwege sowie die neuen Baumscheiben genutzt. Die Parkplätze auf der Nordseite zwischen den Bäumen bleiben.

Das Garten- und Tiefbauamt, der ESE und die Badenova Wärmeplus bitten um Verständnis für die Einschränkungen. Nach Abschluss der Arbeiten führt die Verkehrsberuhigung zu einer spürbaren und langfristigen Steigerung der Lebensqualität im Quartier.
 
 

Regenrückhaltung: im Trockensommer vom Biber lernen ...
(c) mitwelt.org
 
Regenrückhaltung: im Trockensommer vom Biber lernen ...
Der Hitze- und Trockensommer 2026 zeigt seine Folgen: Flüsse, Seen und Quellen führen deutlich weniger Wasser, viele Bäche trocknen aus. Die Gewässer erwärmen sich, Sauerstoffmangel und Fischsterben nehmen zu. Die Grundwasserstände sinken, die Trinkwasserversorgung gerät regional unter Druck. Landwirtschaft, Schifffahrt und Kraftwerke leiden unter Wassermangel. Atomkraftwerke werden abgestellt. Gleichzeitig steigen Waldbrandgefahr, Ernteausfälle und der Stress für Natur und Ökosysteme deutlich an.

Der von Fossil-Lobbyisten geleugnete und von der Wissenschaft und der Umweltbewegung angekündigte menschengemachte Klimawandel ist (nicht erst) im Hitzesommer 2026 in Deutschland angekommen.

Im Trockensommer vom Biber lernen ...

Ohne Erlaubnis, ohne Genehmigung, ohne Bauantrag und verbotenerweise macht der Biber das, was unsere Behörden schon lange machen müssten. Er sorgt für umweltfreundliche, dezentrale und nachhaltige Wasserrückhaltung und schafft einzigartige Biotope. Angesichts sommerlich trockenfallender Bäche und der damit verbundenen Vernichtung von Flora und Fauna benötigen wir schnell eine möglichst naturnahe Wasserrückhaltung für unsere Bäche im Gebirge, um Natur, Mensch, Fischen, Wasserkraftbetreibern und der Landwirtschaft zumindest mit einer Mindestwassermenge in Extremsommern dienen zu können. Wir brauchen viele, viele Teiche, Seen, Tümpel und aufgestaute Täler. Hochwasserschutz muss mit Regenwasserrückhaltung verbunden werden. Niederschlagswasser sollte im Gebirge und überall dezentral aufgefangen und in Trockenphasen kontrolliert ins Grundwasser und in die Fließgewässer abgeleitet werden.

Auch in Zeiten, in denen wir Menschen gerade täglich 100 bis 150 Arten ausrotten und unter Hitzesommern leiden, wird der Biber von manchen Menschen immer noch als Schädling dargestellt. Teilweise schwingt in den Debatten noch das alte, steinzeitliche Ausrottungsdenken mit. Doch der Biber macht ohne Bauantrag und verbotenerweise genau das, was eigentlich unsere Städte, Gemeinden und Behörden machen müssten, nämlich dezentrale Wasserrückhaltung.

Der Biber ist hier ein Vorbild und kein Schädling! Dort, wo er Probleme bereitet, finden sich Lösungen.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein, (Alt-)BUND-Geschäftsführer
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