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Montag, 20. Juli 2026
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Verschiedenes

Nach Instandsetzung: Alte Schule Bühl wird als neues Dorfzentrum eröffnet
Immenstadt-BĂĽhl: Alte Schule (c) DSD / Hermann Hagspiel
 
Nach Instandsetzung: Alte Schule Bühl wird als neues Dorfzentrum eröffnet
Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat die Sanierung mit 100.000 Euro gefördert

Es ist das Ergebnis von sechs Jahren Planung, Sanierung und ehrenamtlichem Engagement: Am Freitag, den 17. Juli 2026, um 18.00 Uhr wird die Alte Schule im Immenstädter Ortsteil Bühl feierlich wiedereröffnet. Das denkmalgeschützte Gebäude, das einst vom Abriss bedroht war, erhält damit eine neue Zukunft als Dorfzentrum und Treffpunkt für die Bevölkerung. An der Eröffnung nimmt auch Rudolf Amann, Ortskurator Augsburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), teil.

Die DSD hat die Instandsetzung der Alten Schule mit 100.000 Euro gefördert. Unterstützt wurden Arbeiten an Dach, Fassade und Fenstern. Möglich war die Unterstützung dank der privaten Spender der DSD und der Erträge der Lotterie GlücksSpirale.

Mit den Arbeiten konnte ein Gebäude gesichert werden, das lange Zeit leer stand und dessen Erhalt zwischenzeitlich infrage stand. Fast wäre die Alte Schule in Bühl am Alpsee verschwunden. Das historische Gebäude sollte einem Neubau weichen, konnte jedoch durch das Engagement vieler Beteiligter bewahrt werden. Bei den Sanierungsarbeiten kam viel originale Bausubstanz wieder zum Vorschein. Unter späteren Bodenbelägen fanden sich historische Dielen, unter dicken Tapetenschichten entdeckten die Restauratoren originale Wandgestaltungen und Farbfassungen aus dem 19. Jahrhundert.

Errichtet wurde die Schule um 1867 als zweigeschossiges Schulgebäude mit Lehrerwohnung. Anlass für den Neubau waren die durch die königliche Schulvisitation beanstandeten Unterrichtsbedingungen im Ort. Das Gebäude entstand auf einem Grundstück der Pfarrei unmittelbar neben der Pfarrkirche St. Stephan sowie den Kapellen Maria Loreto und St. Anna. Bis zu 80 Schülerinnen und Schüler fanden damals im sogenannten Lehrzimmer Platz. Nach einem Brand wurde das Haus 1895 teilweise erneuert, 1914 folgte eine Erweiterung mit zwei zusätzlichen Klassenzimmern.

Die Alte Schule ist ein für das Allgäu typisches Schulgebäude des 19. Jahrhunderts. Besonders prägend sind die großflächigen Kastenfenster, die Fassaden mit den regionaltypischen Rundschindeln, die historischen Brettläden sowie die originale Ziegeldeckung. Auch im Inneren hat sich bemerkenswert viel Ausstattung erhalten, darunter das Jugendstiltreppenhaus, historische Holzböden, Wandtäfelungen und Innentüren. Die vielfältigen Ausstattungsdetails dokumentieren eindrucksvoll den Stellenwert, den Bildung im ländlichen Bayern bereits im 19. Jahrhundert besaß.

Bis 1972 wurde das Gebäude als Schule genutzt. Nach Einstellung des Schulbetriebs hatte die Musikkapelle bis Ende der 1980-Jahre dort ihren Probenraum. Bis in die jüngste Vergangenheit wurde die Alte Schule für Veranstaltungen wie Adventsmarkt, Martinsfest oder Jubiläumsfeiern genutzt.

Als dem denkmalgeschützten Schulgebäude 2020 der Abriss drohte, gründete sich der Freundeskreis Alte Schule Bühl mit Bürgern und Bürgerinnen, die bereit waren, Geld in die Hand zu nehmen, um dieses historische Kulturdenkmal zu erhalten und wiederzubeleben.

Die Alte Schule in Immenstadt-Bühl ist eines der mehr als 680 Denkmale, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale bisher allein in Bayern fördern konnte.
 
 

 
Westbad: GroĂźe Arbeiten fĂĽr kleine Wasserratten
- Nach der Reparatur der StarterbrĂĽcke beginnen die Arbeiten im Kinderbereich
- Schwimmhalle schlieĂźt ab Montag, 20. Juli
- Kinderbereich steht ab 2. Dezember wieder vollständig zur Verfügung

Freiburg. Nach der Reparatur der Starterbrücke zu Beginn des Jahres nimmt die Regio Bäder GmbH nun den Kinderbereich in der Schwimmhalle des Westbades in Angriff. Erneuert werden das Nichtschwimmer- und das Planschbecken sowie die angrenzenden Flächen. Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag, 20. Juli. Ab diesem Zeitpunkt bleibt die Schwimmhalle für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen. Schulen und Vereine können die Schwimmhalle bis zum Beginn der Sommerferien weiterhin nutzen.

Die vorübergehende Schließung dient der Sicherheit der Badegäste. Die Arbeiten verursachen zeitweise eine hohe Lärmbelastung. Dadurch könnten wichtige akustische Signale wie Hilferufe oder Notrufe im Beckenbereich nicht zuverlässig wahrgenommen werden.

Die reguläre Revision der Schwimmhalle wird deshalb vorgezogen. „Wir erneuern den Kinderbereich umfassend und verbinden die Arbeiten bewusst mit der anstehenden Revision. So nutzen wir die Schließzeit bestmöglich und vermeiden eine weitere vollständige Schließung der Schwimmhalle zu einem späteren Zeitpunkt“, sagt Oliver Heintz, Geschäftsleiter Freizeit- und Bäderanlagen.

Im Kinderbereich stehen umfangreiche Arbeiten an: Das Nichtschwimmerbecken wird neu gefliest. Am Planschbecken werden die technische Ausstattung und die Beleuchtung erneuert. Neue Wasserattraktionen werten den Bereich für die kleinen Besucherinnen und Besucher zusätzlich auf.

Die Schwimmhalle bleibt bis einschließlich Sonntag, 13. September, geschlossen. Die Wiederöffnung ist für Montag, 14. September, vorgesehen. Aufgrund des zusammenhängenden Bauablaufs und der erforderlichen Trocknungszeiten steht der Kinderbereich ab Mittwoch, 2. Dezember, wieder vollständig zur Verfügung.

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Die besten Plätze
Zur Mainau? Vielleicht. Wir lassen uns Zeit (c) TMBW / Gregor Lengler
 
Die besten Plätze
Zwei Freundinnen verbringen ein Wochenende am Bodensee mit Zelt, Kanu und dem schönsten Tempo der Welt: dem eigenen

Wenn das hier Camping ist, gemacht. Ich sitze vor dem Zelt, die Füße im Gras, Tee in der Hand. Der See liegt ruhig, fast unbewegt. Kein Straßenlärm, kein Zeitdruck – nur Vogelzwitschern, das schwappende Wasser am Ufer, weit draußen ein Ruderschlag. Luisa schläft noch. Ich genieße die Stille – und dass der Bodensee für diesen Moment nur mir gehört. Ich komme aus Hamburg. Wasser kenne ich – aber dort fühlt es sich anders an. Mehr Hafen, mehr Verkehr und ja, mehr Grau. Hier, am Westufer des Bodensees bei Konstanz, wirkt alles weicher. Die Geräusche, das Licht, sogar die Gedanken. Er ist mit 273 Kilometern Uferlänge der größte See Deutschlands. Dabei wirkt die Region mit ihren Weinbergen schon fast mediterran. Und das, obwohl man beim Schwimmen auf schnee­bedeckte Berggipfel blickt. Der See gibt dem Leben einen anderen Rhythmus. Und genau das macht Lust, loszugehen und die Gegend zu entdecken.

Wo der See den Ton angibt

Luisa und ich sind auf dem Naturcampingplatz in Litzelstetten. Unser Zelt ist nur ein paar Schritte vom Ufer entfernt und befindet sich auf einer kleinen Wiese. Ausgestattet ist es mit Holzboden, richtigen Betten, einer kleinen Veranda mit Stühlen – Glamping eben. Bei dem schönen Wetter frühstücken wir draußen: Es gibt Croissants, Aprikosen, Tee und Kaffee. Und der Ausblick ist einmalig. Links vom Zelt liegt ein kleiner Hafen, von wo aus immer wieder ­Segelboote und kleine Yachten starten und am Horizont vorbeiziehen. Vor dem Zeltplatz liegt die Blumeninsel Mainau, wie ein grüner Farbtupfer im blauen Wasser. Und rechts davon sind die weißen Gipfel der Alpen zu sehen. Der Anblick erinnert mich an ein Gemälde. Je länger ich hinschaue, desto mehr Details entdecke ich – aber aus der Entfernung wirkt alles dennoch wie ein stimmiges Ganzes. So langsam wärmt die Sonne das Gras unter meinen Füßen und ich lehne mich entspannt zurück. Auf dem Campingplatz wird es lebendig. Die ersten Gäste machen sich auf den Weg zum Ufer, um zu schwimmen. Das glitzernde Wasser wirkt schon früh am Morgen einladend. Aber Luisa und ich haben andere Pläne. Der Campingplatz liegt nicht nur in einem Naturschutzgebiet, sondern direkt am 260 Kilometer langen Bodensee-Radweg. Gegen Mittag schwingen wir uns also für eine Erkundungstour auf Leihräder. Erst führt der Weg unter dem Schatten der Baumkronen entlang, dann kommt ein offenes Feld, perfekt für eine Pause. Wir sind nicht die Einzigen, die unterwegs sind. Eine Rostgans überquert den Schotterweg mit ihren Küken, ein paar Meter weiter verschwindet eine­ Bachstelze mit Nistmaterial im Gebüsch. Immer wieder blitzt der blaue Bodensee durch das Laub hindurch – schon fast eine stille Einladung zur Abkühlung. Zurück am Platz reicht es mir nicht mehr, den See nur von Weitem zu sehen. Luisa zieht mit mir ein rotes Kanu ins frische Wasser. Vielleicht kann man bis zur Mainau fahren? Von den berühmten Gärten, Pfauen und dem Schloss sieht man vom Campingplatz aus natürlich nichts – vielleicht hilft eine Umrundung der Insel zu Wasser, denke ich und paddle los.

Einfach lospaddeln

Als ich am Schilfrand entlanggleite, kreuzt eine Blässhuhnfamilie meine Bahn, Libellen stehen in der Luft, kleine Fische huschen unter dem Kanu hindurch. Das Wasser ist klar, die Welt wird leiser. Ich merke schnell, wie wenig es braucht, um sich zu erholen – manchmal nur einen gleichmäßigen Ruder- schlag. Gelegentlich ziehe ich einfach das Paddel ein und lasse mich treiben. Am frühen Abend sitzen Luisa und ich am kleinen Strand des Campingplatzes. Die Füße im Kies, ein Bier in der Hand. Ein paar Boote gleiten noch über den See, zurück zum Hafen. Ohne Eile und angestrahlt von der tief stehenden Sonne. Mein erster Tag am Bodensee geht zu Ende. Ich bin erstaunt darüber, wie wohl ich mich fühle und wie vertraut alles wirkt – und gleichzeitig besonders. Der Anblick von Wasser, Bergen, Booten und Wiesen hat mich gepackt. Ob man sich daran je sattsehen kann? Luisa schaut zu mir rüber. „Und was machen wir morgen?“ Ich lasse den Blick lächelnd über das Panorama gleiten. „Wahrscheinlich wieder das Gleiche.“

Info-Kasten:

Der Naturcampingplatz Litzelstetten-Mainau liegt direkt am Bodenseeufer. Es gibt Stellplätze, Glamping-Zelte mit Betten und Sofas, einen Kiosk und viel Ruhe. Und die Aussicht zur Insel Mainau gibt es gratis dazu. Weitere Campingplätze unter camping-bw.de
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SattelglĂĽck fĂĽr GroĂź und Klein: Urlaubsreiterhof Trunk in Reckerstal
Das Glück liegt bekanntlich auf dem Rücken der Pferde. Diejenigen, die es in den Ferien finden möchten, können auf dem Urlaubsreiterhof im Lieblichen Taubertal einchecken. Ob Einsteigerin oder Profi, ob auf dem Schulpferd oder dem eigenen Ross: Alle sind bei Alexander Trunk und seinem Team herzlich willkommen. Auf gute alte Reiterart kann man die Abende zusammen am Lagerfeuer verbringen, denn Gemeinschaftsleben wird hier großgeschrieben. Ausflüge in die nähere Umgebung mit der Solymar-Therme, Europas artenreichstem Wildtierpark oder Schloss Weikersheim bieten Abwechslung.
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BlĂĽtezeit der tropischen Seerosen in der Wilhelma
Tropischen Seerosen in voller Blüte. © Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
 
BlĂĽtezeit der tropischen Seerosen in der Wilhelma
Sommerliches Farbenspiel am Seerosenteich

In den kommenden Wochen zeigt sich einer der stimmungsvollsten Orte der Wilhelma von seiner schönsten Seite: Der Seerosenteich im Maurischen Garten erreicht seine Hochblüte. Um die 40 unterschiedliche Arten und Sorten von Seerosen verwandeln das 650 Quadratmeter große Wasserbecken in ein buntes Blütenmeer.

Das Besondere: Nicht alle von ihnen blühen gleichzeitig. Während die Nachtblüher ihre meist weißen oder rosafarbenen Blüten bereits am späten Nachmittag öffnen und bis in den Vormittag hinein geöffnet halten, übernehmen anschließend die Tagblüher mit ihren gelben und blauen Farbtönen. Wer den Seerosenteich zu unterschiedlichen Tageszeiten besucht, erlebt daher immer wieder ein anderes Bild.

Etwas später als bei den Seerosen setzt die Blüte des Indischen Lotos ein. Bis weit in den September hinein setzt die Wappenpflanze der Wilhelma am Rande des Seerosenteichs farbenprächtige Akzente. Einen weiteren Blickfang bilden die Viktorien, die Riesenseerosen aus dem Amazonasgebiet. Ihre runden Schwimmblätter können einen Durchmesser von mehr als zwei Metern erreichen und erinnern an Wagenräder. Ebenso faszinierend sind ihre Blüten: Sie öffnen sich am Abend zunächst in strahlendem Weiß. Bestäubende Käfer werden von Duft und Wärme angelockt und verbringen die Nacht im Inneren der Blüte. Erst am folgenden Abend öffnet sie sich erneut – nun rosafarben –, bevor sich der Lebenszyklus dieser einzelnen Blüte beendet.

Gärtnermeister Achim Bauer-Henriques und sein Team pflegen die tropischen Wasserpflanzen während der gesamten Saison. Damit die Seerosen ihre volle Pracht entfalten können, werden verwelkte Blätter regelmäßig entfernt und besonders stark wachsende Pflanzen zurückgeschnitten. Dafür steigen die Gärtnerinnen und Gärtner zwei bis dreimal pro Woche in das bis zu 30 Grad warme Wasser des Beckens. Gefüllt ist der Seerosenteich mit rund 800.000 Litern Mineralwasser aus der historischen Quelle im Maurischen Garten.

Nicht nur die Besucherinnen und Besucher schätzen den Seerosenteich. Auch heimische Tiere profitieren von diesem besonderen Lebensraum. Selbst Graureiher nutzen die riesigen Blätter der Viktorien gelegentlich als Ansitz. Zwischen den Schwimmblättern der Seerosen bauen Teichrallen regelmäßig ihre Nester und ziehen dort ihren Nachwuchs auf. Die auf der Roten Liste von Baden-Württemberg mittlerweile als gefährdet geltende Art ist in der Wilhelma ein regelmäßiger Brutvogel.

Die Wilhelma kann nicht nur mit den Viktorien als einigen der größten Vertreter der Seerosenwelt aufwarten – sondern auch mit der kleinsten: Bereits vor einem Jahr ist hinter den Kulissen die Nymphaea thermarum eingezogen. Ihre Blüten sind gerade einmal so groß wie eine 1-Cent-Münze. Seit Frühjahr 2026 ist die winzige Seerose in der Historischen Gewächshauszeile in der Sonderausstellung „Afrikanische Landschaften“ zu sehen. Die aus dem Südwesten Ruandas stammende Art galt seit 2008 als in der Natur ausgestorben, konnte aber in botanischen Gärten erfolgreich kultiviert werden. In ihrem natürlichen Lebensraum wurde die Art seit 2023 an zwei Standorten wiederentdeckt – dennoch erstreckt sich ihr gesamtes Verbreitungsgebiet auf nur 4 km². Damit handelt es sich nicht nur um die kleinste, sondern auch um eine der seltensten Seerosen der Welt.

zum Bild oben:
In der Wilhelma stehen die tropischen Seerosen in voller BlĂĽte.
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
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Kirchenturm der Hugenottenkirche in Erlangen wird restauriert
Erlangen: Hugenottenkirche (C) DSD / Peter Schabe
 
Kirchenturm der Hugenottenkirche in Erlangen wird restauriert
Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert die Kirche seit 2024 bereits mehrfach

Bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 15. Juli 2026 um 14.30 Uhr überbringt Gerd Sommer, Mitglied im Ortskuratorium Erlangen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 40.000 Euro für die Restaurierung der Sandsteinfassade des Kirchenturms an Pfarrerin Susanne Gillmann. Die Förderung wurde möglich dank zahlreicher Spenden sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale.

Die an der westlichen Schmalseite des heutigen Hugenottenplatzes stehende Pfarrkirche ist ein unverputzter eingeschossiger Sandsteinquaderbau. Die Fassaden erhalten durch Ecklisenen und ein umlaufendes Traufgesims ihre strukturierte und betonte Erscheinung. Der hochbarocke, dreigeschossige Fassadenturm nimmt im Erdgeschoss den durch ein Säulenportal hervorgehobenen Haupteingang auf. Die durch kräftige Gesimse getrennten Hauptgeschosse werden im Erdgeschoss durch Ecklisenen, im ersten Obergeschoss durch Eckpilaster und im zweiten Obergeschoss durch Dreiviertelsäulen gegliedert. Der Innenraum besteht aus einem querrechteckigen Saal. Die Decke, über kräftig ausgebildeten Hohlkehlen, ist mit schlichtem Rahmenstuck geschmückt. Die einzige historische Ausstattung sind die vermutlich zur Erstausstattung gehörende Kanzel und die um 1760 hinzugekommene Orgel mit Rocaille-Werk.

Das Gotteshaus gehört seit 2024 zu den über 680 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Bayern gefördert hat.
 
 

Zum „Mehr des Lebens“: Wege der Besinnung und Einkehr auf der Ehinger Alb
(c) TMBW / Udo Bernhart
 
Zum „Mehr des Lebens“: Wege der Besinnung und Einkehr auf der Ehinger Alb
Dass das Biosphärengebiet Schwäbische Alb viele Möglichkeiten für abwechslungsreiche Wandertouren bietet, hat sich inzwischen herumgesprochen. Dass man im Raum Ehingen nicht nur wandern, sondern auch das „Mehr des Lebens“ entdecken kann, mag dagegen überraschen. Die „Wege der Besinnung und Einkehr der Ehinger Alb“ führen als Rundweg durch die Landschaft und laden dazu ein, den Alltag Schritt für Schritt zurückzulassen und neue Lebensqualität zu gewinnen. Tafeln am Wegesrand regen dazu an, Altes und Gewohntes zu überdenken und geben mit „Besinnungsgedanken“ neue Impulse. Ganz nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“.

zum Bild oben:
Skulptur "Enger und weiter Horizont" von Martin Burchard auf dem Ehinger Besinnungsweg
(c) TMBW / Udo Bernhart
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Waldbaden unter Giganten: Wanderweg „Wäldersinn“ bei Rothaus
Danieltanne im Hochschwarzwald (c) Hochschwarzwald Tourismus GmbH
 
Waldbaden unter Giganten: Wanderweg „Wäldersinn“ bei Rothaus
Zwischen den mächtigen Tannen des Südschwarzwalds steht eine, die ist noch etwas mächtiger. Die „Danieltanne“ besitzt den größten Umfang aller Schwarzwald-Tannen und ist mit einem geschätzten Alter von über 400 Jahren die älteste Tanne der Republik. Seit Mai 2026 trägt sie daher auch den Titel „Nationalerbe-Baum“. Auf dem Rundwanderweg „Wäldersinn“ zwischen Rothaus und Grafenhausen lässt sich das Nadeldach, das das Naturdenkmal gemeinsam mit seinen Nachbarinnen bildet, auch aus der Horizontalen bewundern: Mehrere Holzliegen laden gemeinsam mit dem verlockenden Nadelduft zu einem wohltuenden Bad inmitten der Holzriesen ein.
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