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Samstag, 3. Oktober 2026
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Verschiedenes

Ehemaliges Dominikanerinnenkloster in Geislingen-Binsdorf wird gefördert
Geislingen-Binsdorf: Ehem. Dominikanerinnenkloster (c) DSD / Nina Probst
 
Ehemaliges Dominikanerinnenkloster in Geislingen-Binsdorf wird gefördert
Bearbeitung der Fenster sind ein weiterer Schritt zur Wiederherstellung des Bauwerks

Für die Überarbeitung und Neuanfertigung der Fenster des ehemaligen Dominikanerinnenklosters in Binsdorf bei Geislingen stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden 150.000 Euro zur Verfügung. Die Stiftung hatte bereits vor einigen Jahren die Wiederherstellung des Dachs und der Fassaden unterstützt. Das ehemalige Dominikanerinnenkloster von Binsdorf besitzt mit seiner außergewöhnlich gut erhaltenen, qualitätvollen Ausstattung aus der Barockzeit überregionale Bedeutung.

Das Kloster, heute Pfarrhaus, befindet sich am östlichen Rand des Ortszentrums von Binsdorf. 1280 wurde in Binsdorf zunächst ein Beginenhaus gegründet, das man bis 1560 Klause nannte. 1312 unterstellten sich die Beginen dem Schutz des Dominikanerordens. Noch bis Ende desselben Jahrhunderts erbauten sie ein großes Haus, das 1686 stark verändert wurde. Der barocke Klostergarten östlich des Gebäudes wurde um die Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt. 1806 wurde das Kloster aufgehoben, die Gebäude überließ man der Kirchenpflege als Pfarrhaus.

Der langgestreckte Klausurtrakt sitzt mit seiner Ostfront auf der ehemaligen Stadtmauer auf. Das 1686 über dem älteren Kern errichtete Gebäude besitzt noch umfangreiche barocke Ausstattungselemente wie den Stuck, Deckengemälde, Raumoberflächen, Türen und hölzerne Ausstattung, Steinfußböden und auch noch den barocken Dachstuhl. Im angrenzenden Garten sind die barocken Wegestrukturen, steinerne Gestaltungselemente sowie ein hölzerner Pavillon nachvollziehbar. Der barocke Klostergarten in Terrassenform ist gleichfalls noch weitgehend erhalten und gilt als eine Besonderheit in der Region.

Das ehemalige Kloster ist eines der heute über 440 Denkmale, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.
 
 

Bronzeplakette für ehemalige Karmeliterkirche in Weißenburg
Weißenburg: Ehem. Karmeliterkirche (c) DSD / Fridolin Stafani
 
Bronzeplakette für ehemalige Karmeliterkirche in Weißenburg
Zur Erinnerung an die private Förderung

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) konnte dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der GlücksSpirale Dachdeckerarbeiten zur Dachsanierung von Langhaus, Chor und Sakristei der ehemaligen Karmeliterkirche in Weißenburg mit 50.000 Euro unterstützen. Herbert Kurtok, Mitglied im Ortskuratorium Fränkische Stadtbaumeister, überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 6. Oktober 2026 um 13.00 Uhr eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ an Oberbürgermeisterin Eva Reichstadt. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren.

Die ehemalige Karmeliterkirche befindet sich inmitten der nördlichen Altstadt von Weißenburg. Die Klosterkirche wurde an der Nordseite des ehemaligen Holzmarktes, der heutigen Luitpoldstraße, errichtet. Das Kloster wurde 1325 durch Heinrich von Heideck unter Mitwirkung des Eichstätter Bischofs Graf Gebhard III. von Graisbach gegründet und durch König Ludwig den Bayern gestiftet. Nach der Reformation gingen die Klostergebäude 1544 in den Besitz der Reichsstadt Weißenburg über.

Chor und Langhaus der Saalkirche entstanden nach 1325. Später wurde das nördliche Seitenschiff erweitert. Einer Renovierung im Jahr 1670 folgte 1729 eine umfassende Barockisierung, die das Erscheinungsbild der Kirche bis heute prägt. Die Sakristei stammt aus dem 15. Jahrhundert. Zu den bedeutendsten Ausstattungsstücken gehören das Volto-Santo-Wandbild aus dem frühen 15. Jahrhundert im Chor sowie der Orgelprospekt von 1712.

Auch die ehemaligen Klostergebäude besitzen hohen denkmalpflegerischen Wert. Der Ostflügel ist ein zweigeschossiger Steildachbau des 14. Jahrhunderts mit einem rückwärtigen Anbau aus den Jahren 1470 und 1471. Zwischen 1981 und 1983 wurde die Anlage zu einem Kulturzentrum umgestaltet. Die frühere Klostergartenanlage dient seit ihrem Erwerb durch die Stadt im Jahr 1991 als öffentlicher Park.

Die ehemalige Karmeliterkirche gehört zu den über 680 Denkmalen, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.
 
 

 
Mehr Sicherheit für Fuß- und Radverkehr
Verwaltung hat Wunsch vieler Anwohner*innen geprüft: Künftig keine Durchfahrt für Autos in der Schlierbergstraße

Freiburg. Die Schlierbergstraße bleibt wegen Bauarbeiten noch bis zum kommenden Frühjahr voll gesperrt. Nun steht fest, dass nach Ende der Arbeiten eine neue Verkehrsregelung gilt: Auf Höhe des Waldes, wo die Straße den kleinen Bach quert, gibt es künftig eine Schranke und keine Durchfahrt mehr für den Kfz-Verkehr. Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, kann die Schranke aber passieren. Fachleute nennen das eine Umlaufschranke. Die neue Regelung trägt zur Verkehrsberuhigung bei und macht die Strecke sicherer für Fußgänger*innen und Radfahrende.

Angrenzende Waldbesitzer und die Rettungsdienste können die Schranke bei Bedarf öffnen und wieder schließen. Die Anwohner*innen der Schlierbergstraße können, so wie aktuell in der Baustellensituation, über die Lorettostraße zu- und abfahren und die Schlierbergsteige (Einbahnstraße) in Richtung Merzhauser Straße nutzen.

„Viele Anwohner*innen sind mit dem Wunsch an uns herangetreten, die Sperrung für den Autoverkehr dauerhaft beizubehalten“, erklärt Freiburgs Erster Bürgermeister Martin Haag. „Die neue Regelung greift dieses Anliegen auf und berücksichtigt zugleich die Bedürfnisse der Rettungsdienste und des Forsts.“

Insbesondere Kinder der umliegenden Schulen haben sich für eine verkehrsberuhigte Schlierbergstraße eingesetzt. Das Garten- und Tiefbauamt hat daher verschiedene Verkehrsregelungen geprüft – darunter die Rückkehr zur bisherigen Anliegerregelung und die Sperrung eines Teilabschnitts für den Kfz-Verkehr.
 
 

DSD hat Arbeiten unterstützt: Richtfest für die Alte Scheune in Unterjesingen
Tübingen-Unterjesingen: Alte Scheune (c) DSD / Nina Probst
 
DSD hat Arbeiten unterstützt: Richtfest für die Alte Scheune in Unterjesingen
Historischer Speicherbau von 1679 wird Herzstück eines genossenschaftlichen Quartiersprojekts

Die Sanierung der denkmalgeschützten Alten Scheune in der Jesinger Hauptstraße 75/1 im württembergischen Unterjesingen hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Mit dem Richtfest feiern die Beteiligten am Freitag, 25. September 2026, um 15.30 Uhr den sichtbaren Fortschritt der Arbeiten an dem historischen Bauwerk. Dessen Sanierung – konkret Zimmererarbeiten, Dachdeckung und Gipsarbeiten – konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale mit 100.000 Euro unterstützen. Für die Stiftung wird Reinhard Lüderitz vom DSD-Ortskuratorium Tübingen am Richtfest teilnehmen und sich die Fortschritte an dem Denkmal vor Ort ansehen.

Die Alte Scheune gehört zum genossenschaftlichen Projekt „Auf der Mauer“, mit dem im Ortskern von Unterjesingen eine neue Ortsmitte entsteht. Während zwei der Neubauten bereits ihre Ziegeldächer erhalten haben und es an Haus Ost ebenfalls vorangeht, schreiten auch die Arbeiten an der historischen Scheune voran. Zahlreiche Handwerksbetriebe aus den Bereichen Rohbau, Zimmerei, Trockenbau, Fensterbau, Flaschnerei, Elektro sowie Heizungs- und Sanitärtechnik arbeiten an der Wiederherstellung des Gebäudes.

Die Bauzeit der Scheune wird auf das Jahr 1679 datiert. Damit zählt sie zu den ältesten erhaltenen Wirtschaftsgebäuden des Ortes. Es handelt sich um einen klassischen, eingeschossigen Holzgerüstbau mit zweigeschossigem Satteldach. Besonders bemerkenswert ist die komplizierte Fachwerkkonstruktion, die sich den topografischen Gegebenheiten des Hanggrundstücks anpasst und über ungewöhnliche Versprünge im Gefüge sowie teilweise stockwerkhohe Rautenfelder verfügt.

Darüber hinaus dokumentiert die Scheune die landwirtschaftlich geprägte Siedlungsstruktur Unterjesingens und ist ein anschauliches Beispiel für einen vormodernen Speicher- und Lagerbau auf dem Land.

Besonders ist nicht nur das Denkmal selbst, sondern auch die Art seiner Rettung. Bürgerinnen und Bürger haben sich zur Genossenschaft „Unterjesingen. gut. leben – in jedem Alter eG“ zusammengeschlossen und engagieren sich für die Zukunft des Areals. Nach einem mehrjährigen Quartiersentwicklungsprozess nimmt das Vorhaben nun Formen an. Die Scheune soll systematisch in die neu entstehende Ortsmitte eingebunden werden und erhält erstmals eine gemeinwohlorientierte Nutzung.

Während das Gebäude zuletzt nahezu ungenutzt war und lediglich als Abstellraum für historische Feuerwehrgeräte diente, soll es künftig als offener Treffpunkt für das Quartier und den gesamten Ort dienen, als Ort für Veranstaltungen, als Café. Für die Bewohnerinnen und Bewohner des genossenschaftlichen Wohnprojekts wird die Scheune zugleich ein gemeinschaftliches „Wohnzimmer“ sein. Darüber hinaus soll sie als Stadtteiltreff breit für die Bevölkerung geöffnet werden.

Die Alte Scheune in Unterjesingen ist eines der mehr als 440 Denkmale, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz allein in Baden-Württemberg dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen und der Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, fördern konnte.
 
 

 
Digitale Stele am Gedenkbrunnen – Beschädigung ist Folge eines Verkehrsunfalls
Freiburg. Die Beschädigung der digitalen Infostele am Gedenkbrunnen auf dem Platz der Alten Synagoge ist auf einen Verkehrsunfall zurückzuführen. Das haben Ermittlungen der Polizei ergeben.

Das zur Dreisam gerichtete Display der Stele ist seit Ende vergangener Woche stark zersplittert und kann derzeit nicht genutzt werden. Die Stele informiert über die Geschichte des Ortes und unterstreicht den Gedenkcharakter des Synagogenbrunnens. Die Stadtverwaltung wird die Reparatur zeitnah veranlassen. Der Schaden wird auf rund 8000 Euro geschätzt.
 
 

Für stabile Mischwälder und die Artenvielfalt im Stadtwald
Bergwaldprojekt am Schauinmsland 2025 (c) Bergwaldprojekt Deutschland
 
Für stabile Mischwälder und die Artenvielfalt im Stadtwald
Über 40 Freiwillige sind mit dem Bergwaldprojekt zwei Wochen lang am Schauinsland im Einsatz

Großer Pflanztag am Samstag, 3. Oktober, mit 110 Teilnehmenden

Das Bergwaldprojekt ist wieder da. Von Sonntag, 27. September, bis Samstag, 10. Oktober, engagieren sich in zwei Projektwochen über 40 Freiwillige aus ganz Deutschland erneut im Stadtwald für einen naturnahen Wald und die Artenvielfalt. Ihre Aufgaben dabei: Pflanzung, Einzelschutz, Bachverbau und Steigbau.

Parallel zu diesen Projektwochen organisiert das Bergwaldprojekt in Kooperation mit dem städtischen Forstamt am Samstag, 3. Oktober, einen großen Pflanztag mit fast 110 Teilnehmenden. Auch dieser Einsatz findet im Revier Schauinsland statt. Gemeinsam werden alleine an diesem Tag 2000 standortheimische Weißtannen gepflanzt und vor Wildverbiss geschützt, damit sie ungestört aufwachsen können. Auch hier geht es, neben dem tatkräftigen Anpacken, darum, die Freiwilligen für die Bedrohungen unserer natürlichen Lebensgrundlagen und einen achtsamen Umgang mit den Ressourcen zu sensibilisieren.

Seit 2001 läuft die Kooperation zwischen dem Bergwaldprojekt und dem Freiburger Forstamt. In diesem Jahr pflanzen die Freiwilligen in den beiden Projektwochen unter Anleitung von Nana Schleißing vom Bergwaldprojekt Weißtannen und schützen sie vor Wildverbiss. Der Charakterbaum des Schwarzwalds gilt in höheren Lagen hinsichtlich der Klimakrise als resilient, weil er dank des ausgeprägten Pfahlwurzelsystems Wasser auch in tiefen Bodenschichten erreichen und dadurch Trockenperioden überstehen kann. Darüber hinaus ist die Weißtanne bei Stürmen besonders standfest. In schneereichen Wintern dienen ihre frischen Zweige und Zapfen vielen Tierarten als energiereiche Futterquelle.

Außerdem verbauen die Teilnehmenden im Bergwald einen Bach im Holzkastenverfahren, um die Bodenerosion durch Starkregenereignisse zu verringern. Zu guter Letzt werden die Wege und Natursteinmauern in den sogenannten Metz’schen Gärten im Forstrevier Roßkopf in Stand gesetzt.

Die immensen Waldschäden durch Hitze und Dürre der vergangenen Jahre belegen, dass wir auf widerstandsfähige, naturnahe Wälder angewiesen sind. Sie speichern und filtern Trinkwasser; bieten Schutz vor Erosion, Hochwasser, Steinschlag und Lawinen; kühlen und befeuchten die Landschaft; reinigen die Luft; speichern Kohlenstoff; und ermöglichen die nachhaltige, lokale Nutzung des nachwachsenden, vielseitigen Rohstoffes Holz. Natürliche Waldgesellschaften sind Lebensgemeinschaften zahlreicher Arten und deshalb von enormer Bedeutung für die Biodiversität.

Auch Philipp Schell, Leiter des Forstreviers Schauinsland, erklärt: „Wald ist nicht nur Rohstofflieferant, Freizeitstätte und Arbeitsplatz, sondern auch und vor allem Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.“ Übergeordnetes Ziel der aktuellen Arbeiten ist für Schell daher, einen artenreichen und klimastabilen Wald der Zukunft zu schaffen.

Mit den aktuellen Vorhaben setzt das Bergwaldprojekt seine vor über 20 Jahren begonnenen Arbeitseinsätze mit Freiwilligen am Schauinsland fort. Projektleiterin Nana Schleißing sagt: „Die Teilnehmenden lernen bei ihrer gemeinsamen Arbeit nicht nur die enorme Bedeutung von Wäldern u. a. für Klima und Biodiversität kennen. Sie entwickeln auch neue Beziehungen zur Natur. Die Erfahrung der Selbstwirksamkeit motiviert oftmals dazu, den eigenen Alltag naturverträglicher und damit zukunftsfähiger zu gestalten. Das trägt zur notwendigen sozial-ökologischen Transformation bei.“

Die Einsatzwochen werden von Bildungsarbeit begleitet und in einen größeren Umwelt- und Nachhaltigkeitszusammenhang gesetzt. In jeder Bergwaldprojekt-Woche ist zudem eine Exkursion vorgesehen, auf der die vielfältigen Aspekte des Ökosystems vor Ort näher beleuchtet und seine Bedeutung und Bedrohung verständlich gemacht werden. Das konkrete Beispiel hilft dabei, die globalen ökologischen Krisen zu veranschaulichen.

Untergebracht werden die Helfer*innen für die Wochen in einer Hütte des Forstamtes im Bergwald. Köch*innen des Bergwaldprojekts kümmern sich um die vegetarische, biologische, möglichst regionale und saisonale Verpflegung der Ehrenamtlichen.

Hintergrund: Das Bergwaldprojekt
Das Bergwaldprojekt organisiert seit mehr als 35 Jahren Freiwilligeneinsätze in Wald, Moor und Offenlandschaften. 2026 bringt der Verein mit seinen Einsatzwochen in Deutschland rund 5.000 Freiwillige in die Natur. Dazu finden 170 Projektwochen an 90 Standorten in allen Regionen Deutschlands statt. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme wiederherzustellen und zu stabilisieren, den Freiwilligen die Bedeutung und Bedrohung der natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und daran mitzuarbeiten, unsere Lebens- und Wirtschaftsweise nachhaltiger zu gestalten. Der Verein finanziert seine Arbeit größtenteils aus Spenden. Dieses Jahr finden zudem 20 einzelne Einsatztage in ganz Deutschland statt, an denen standortheimische Bäume gepflanzt werden.

Das Bergwaldprojekt ist für den Einsatz der letzten Jahrzehnte mit mehr als 50.000 Freiwilligen vom Bundesamt für Naturschutz als UN-Dekade-Projekt zur Wiederherstellung der Ökosysteme ausgezeichnet.
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100.000 Besuche im Tierpark Oberwald
© Timo Deible/Zoo Karlsruhe
 
100.000 Besuche im Tierpark Oberwald
Technische Zählung zeigt deutlich höhere Nutzung als angenommen

Der Tierpark Oberwald zählt seit Jahresbeginn bereits 100.000 Besuche. Damit liegt die Zahl schon jetzt bei mehr als dem Dreifachen des früheren Schätzwerts von rund 30.000 Besuchen pro Jahr. „100.000 Besuche innerhalb der ersten neun Monate übertreffen unsere Erwartungen deutlich“, sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. „Bei sehr warmem Wetter liegen die Besuchszahlen im Zoologischen Stadtgarten erfahrungsgemäß unter denen von Jahren mit moderateren Temperaturen. Gleichzeitig zeigt sich, dass der Tierpark Oberwald auch an Hitzetagen stark genutzt wird. Das freut uns sehr.“

Kamera ermittelt Besuchszahlen
Grundlage für die erstmals belastbaren Besuchszahlen ist eine technische Lösung der Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste (SKD), die im Dezember 2025 installiert wurde. Beim Wisentstall befindet sich eine Kamera mit einer Verarbeitungseinheit direkt vor Ort. Da dort eine autarke Stromversorgung erforderlich ist, wird das Gerät über eine eigene Photovoltaikanlage mit Energie versorgt. Ein von der SKD eingerichtetes Dashboard stellt die täglich erfassten Zahlen übersichtlich dar. Die KI-gestützte Videoanalyse erfasst Besuchszahlen und Personenströme, ohne einzelne Menschen zu identifizieren. In der Verarbeitung werden Personen lediglich als Rechtecke dargestellt und automatisch anonymisiert. Das Bildmaterial bleibt vollständig im System vor Ort. Weitergeleitet werden ausschließlich die ermittelten Zählwerte.

Hoher zoologischer Stellenwert
Als Dependance des Zoos mitten im Wald besitzt der Tierpark auch zoologisch einen hohen Stellenwert. Etwa zwei Drittel der dort gehaltenen Arten gelten laut der Weltnaturschutzunion auf der IUCN Red List als bedroht. Damit leistet der Standort einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. „Der Tierpark Oberwald ist weit mehr als ein Ausflugsziel. Wir halten hier Arten, deren Bestände in der Natur stark unter Druck stehen und beteiligen uns an deren Erhalt“, sagt Zootierarzt Dr. Marco Roller, Kurator des Tierparks Oberwald. „Dass so viele Menschen diese Tiere erleben und dabei mehr über ihre Bedrohung erfahren können, freut uns außerordentlich.“

Beliebtes Naherholungs-Ziel für Familien
Gleichzeitig ist das Gelände ein bedeutendes städtisches kostenfreies Naherholungsgebiet. Ein Besuch lässt sich mit einem Spaziergang durch den Oberwald verbinden. Insbesondere für Familien ist der Tierpark mit seinen Tieren und dem großen Spielplatz ein beliebtes Ziel. Die neuen Zahlen verdeutlichen, wie stark die Verbindung aus zoologischer Arbeit und Erholung von der Bevölkerung angenommen wird.

zum Bild oben:
Im Tierpark Oberwald werden neben zahlreichen anderen Arten auch Przewalski-Pferde gehalten. Sie gelten laut Weltnaturschutzunion IUCN als „stark gefährdet“. Der Zoo Karlsruhe beteiligt sich am Erhaltungszuchtprogramm sowie an einem Projekt im eigentlichen Verbreitungsgebiet.
© Timo Deible/Zoo Karlsruhe
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Freiburg: Einbürgerungsfeier im September
240 Menschen haben im Historischen Kaufhaus die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten

Für 240 Freiburger*innen aus 57 Herkunftsländern war der Mittwoch, 30. September ein ganz besonderer Tag: Sie haben bei der Einbürgerungsfeier im Historischen Kaufhaus ihre deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Im Mittelpunkt standen das gemeinsame Sprechen des Bekenntnisses zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und die feierliche Übergabe der Einbürgerungsurkunden. Unter den 240 Eingebürgerten sind 43 Kinder und Jugendliche.

Bei der letzten Einbürgerungsfeier vor der Sommerpause haben 168 Freiburger*innen die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Der nächste Festakt mit Einbürgerung ist bereits für Mittwoch, 28. Oktober geplant.
 
 



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