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Montag, 28. September 2026
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Verschiedenes

Leipzig: Ein Jahr voller Meilensteine -Terrarium, Vogelwelten & Feuerland
Über 100 Meter langer Unterwassertunnel im Feuerland @ Zoo Leipzig
 
Leipzig: Ein Jahr voller Meilensteine -Terrarium, Vogelwelten & Feuerland
Zoo Leipzig verbindet Tierwohl, Artenschutz und Besuchererlebnis

Ein Jahr, drei große Eröffnungen, zahlreiche neue Lebensräume für Tiere und millionenfach besondere Begegnungen zwischen Mensch und Tier: Der Zoo Leipzig blickt auf außergewöhnliche 365 Tage zurück. Mit der Wiedereröffnung des umfassend sanierten historischen Terrariums, der Eröffnung der neuen Vogelwelten Amazonien und Loriversum sowie der Küsten- und Meereswelt Feuerland hat der Zoo innerhalb von zwölf Monaten drei faszinierende Lebensräume geschaffen. „Wir stehen für Verantwortung – für Tiere, für Artenschutz und für Menschen. Das vergangene Jahr hat eindrucksvoll gezeigt, wie wir diesen Anspruch mit unserem Masterplan Zoo der Zukunft in konkrete Projekte übersetzen“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. „Das Jahr war ein enormer Kraftakt für das gesamte Team. Gleichzeitig haben wir mit allen drei Projekten neue Maßstäbe sowohl für die artgemäße Tierhaltung als auch für das Besuchererlebnis gesetzt und sind stolz darauf, wie aus Visionen Wirklichkeit wird.“

Historische Substanz, moderne Tierhaltung

Den Auftakt des außergewöhnlichen Jahres bildete die Wiedereröffnung des historischen Terrariums nach umfassender Sanierung. Am Sonntag, 27. September, feiert das neue Haus seinen ersten Geburtstag. Für Seniorkurator Ariel Jacken hat sich die Verbindung von historischer Architektur und zeitgemäßer Tierhaltung bewährt: „Hinter der denkmalgeschützten Fassade hat sich ein modernes Haus etabliert, das unsere Erwartungen mit Blick auf die Tierhaltung und das Besuchererlebnis sogar noch übertroffen hat. Unser Terrarium ist eine gelungene Symbiose von Zoohistorie mit Artenschutz und Besuchererlebnis.“ Auch die Bewohner haben ihre neuen Lebensräume gut angenommen. Bereichsleiterin Martina Hacker zieht nach dem ersten Jahr eine positive Bilanz: „Unsere Tiere haben sich gut eingelebt. Die Besucherlieblinge vom Anfang – der Komodowarannachwuchs – ist prächtig gewachsen. Die einst versteckt lebenden Königskletternattern sind nun tagsüber sehr aktiv und von den Gästen gut zu beobachten. Die anfangs schüchternen Stumpfkrokodile haben nach einer herausfordernden Eingewöhnung nun sogar bereits ihr erstes Gelege, sodass wir auf Nachwuchs bei dieser stark bedrohten Art hoffen können.“ Ein Publikumsmagnet sei zudem das Knabberbecken, in das die Zoobesucher die Hände hineinhalten können, sagt Hacker: „Das Prinzip ist ungewöhnlich: Hier dürfen die Fische den Besucher anfassen – und tauchen ab, wenn sie keine Lust auf Kontakt haben.“

Neue Vogelwelten: Artenschutz wird zum Erlebnis

Pünktlich zum Osterfest folgte am 2. April mit den neuen Vogelwelten Amazonien und Loriversum der zweite große Meilenstein. In den großräumigen, begehbaren Volieren haben zahlreiche bedrohte Vogelarten einen neuen Lebensraum gefunden. Die Besucher erleben die Tiere dabei aus unmittelbarer Nähe und erhalten zugleich Einblicke in die Vielfalt und Gefährdung südamerikanischer und asiatischer Vogelarten. Die Blaukehl-, Grünflügel- und Bechsteinaras sorgten darüber hinaus als ARAkel mit ihren Ergebnistipps zur Fußball-Weltmeisterschaft bundesweit für Aufmerksamkeit für ihre bedrohten Arten. Die Vogelwelten zeigen exemplarisch, wie der Zoo seine Aufgaben miteinander verbindet: artgemäße Tierhaltung, Bildung und ein unmittelbares Besuchererlebnis werden zu einem einzigartigen Gesamterlebnis.

Feuerland komplettiert das Jahr der Neueröffnungen

Den jüngsten Meilenstein setzte am 1. September die neue Küsten- und Meereswelt Feuerland, die das Trio der drei Neueröffnungen innerhalb eines Jahres komplettierte. Feuerland erweitert den Zoo um einen Lebensraum, der die faszinierende Tierwelt der südamerikanischen Küstenregion in den Mittelpunkt stellt. In einem mehr als 5,5 Millionen Liter fassenden Becken mit einem mehr als 100 m langen Unterwassertunnel leben Robben sowie Humboldtpinguine, die als Botschafter ihrer im natürlichen Lebensraum bedrohten Artgenossen fungieren. Der Zoo Leipzig unterstützt weltweit Schutzprojekte für verschiedene bedrohte Tierarten und Aufforstungsprojekte. Jüngst ist das Artenschutz-Engagement in Chile, wo der Zoo bereits seit mehr als 15 Jahren den Erhalt des Nasenfrosches unterstützt, um weitere Tierarten wie den Humboldtpinguin und den Flussotter erweitert worden.

„Wir haben in den vergangenen 365 Tagen drei sehr unterschiedliche Projekte umgesetzt. Was sie verbindet, ist unser Anspruch, Tierhaltung weiterzuentwickeln, Lebensräume authentisch zu gestalten und unseren Besuchern einen unmittelbaren Zugang zu Tieren und Natur zu ermöglichen“, sagt Zoodirektor Jörg Junhold. Das vergangene Jahr steht damit beispielhaft für die Entwicklung des Zoo Leipzig seit dem Jahr 2000 zum Zoo der Zukunft. Der Zoo schafft Lebensräume, in denen Tiere ihr natürliches Verhalten zeigen können. Er beteiligt sich an Erhaltungsprogrammen, unterstützt weltweit Artenschutzprojekte, vermittelt Wissen über Tiere sowie ihre Lebensräume und schafft Begegnungen, die Menschen für biologische Vielfalt sensibilisieren, damit sie sich auch selbst engagieren. „Wir wollen Zoobesuchern nicht nur Tiere zeigen. Wir wollen zeigen, warum diese Tiere wichtig sind, welche Lebensräume sie brauchen und welchen Beitrag wir gemeinsam zu ihrem Schutz leisten können“, sagt Junhold. „Genau dafür steht der Zoo Leipzig.“

Ein Jahr, drei Meilensteine

27. September 2025
Wiedereröffnung des sanierten historischen Terrariums

2. April 2026
Eröffnung der neuen Vogelwelten Amazonien und Loriversum

1. September 2026
Eröffnung der Küsten- und Meereswelt Feuerland
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Spielplätze in Karlsruhe: Sicherheit, Qualität und Attraktivität im Blick
© Stadt Karlsruhe, PIA, Monika Müller-Gmelin
 
Spielplätze in Karlsruhe: Sicherheit, Qualität und Attraktivität im Blick
Gesperrte Spielgeräte werden repariert oder ersetzt

Auf Karlsruher Spielplätzen sind derzeit einzelne Spielgeräte und Spielbereiche durch Bauzäune gesperrt. „Wenn ein Spielgerät gesperrt wird, geschieht das immer, weil bei einer Kontrolle ein Sicherheitsmangel festgestellt wurde. Wir arbeiten daran, die betroffenen Geräte möglichst schnell wieder nutzbar zu machen oder durch neue Spielangebote zu ersetzen“, erklärt Anja Grün, Abteilungsleitung für Spielanlageninspektionen.

Sicherheit geht vor

Die städtischen Spielgeräte und Anlagen werden regelmäßig kontrolliert. Werden dabei sicherheitsrelevante Mängel festgestellt, muss das betroffene Gerät unmittelbar gesperrt werden. Nicht jeden Mangel kann das Gartenbauamt selbst beheben. Müssen Fachfirmen beauftragt oder Spielgeräte beziehungsweise Ersatzteile beschafft werden, entstehen oft Bearbeitungs- und Lieferzeiten. Bei einer notwendigen Erneuerung eines Spielgerätes können Lieferzeiten von mehr als einem halben Jahr entstehen. Auch Arbeiten an Fallschutzflächen sind häufig umfangreich. Nach Abschluss der Arbeiten ist zudem eine sicherheitstechnische Prüfung erforderlich, bevor ein Spielgerät wieder für die Nutzung freigegeben werden kann.

20 Spielanlagen werden dieses Jahr komplett zurückgebaut

Unabhängig von der Sperrung einzelner sanierungsbedürftiger Spielgeräte werden in diesem Jahr rund 20 kleinere Spielanlagen komplett zurückgebaut. Dabei handelt es sich um Anlagen, die zum Beispiel wegen ihres Alters, geringer Nutzung oder den Entwicklungen im Quartier ausgewählt wurden.

Eine Auflistung aller aktuell zum Rückbau vorgesehenen Spielanlagen finden Sie im Ratsinformationssystem der Stadt Karlsruhe (Tagesordnungspunkt 24).

In den kommenden drei Jahren ist zudem geplant, weitere rund 60 Anlagen zurückzubauen. Diese Flächen werden zu begrünten Aufenthalts- und Freiflächen umgewandelt. Durch die Reduzierung der Spielgeräte können die Kosten für Reparaturen und Instandhaltung gesenkt werden.

Die verbleibenden Spielanlagen werden zeitgleich saniert und weiterentwickelt. Dabei berücksichtigt das Gartenbauamt die örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse sowie die verfügbaren finanziellen Mittel. Das Ziel ist es, mit den verbleibenden 488 Spielanlagen im Stadtgebiet, auch künftig attraktive und vielfältige Spielräume in Karlsruhe anzubieten.

Aktuelle Informationen zu laufenden Maßnahmen

Das Gartenbauamt möchte künftig noch umfassender über die Entwicklung der Spielanlagen informieren. Hinweise zu laufenden Maßnahmen werden bereits, soweit möglich, an den Absperrungen angebracht.

Zusätzlich ist eine eigene Themenseite zu den städtischen Spielanlagen geplant. Dort sollen in Kürze unter anderem Informationen zur Spielanlageninspektion, zum Sachstand des Rückbaus, zu den Qualitätskriterien sowie aktuelle Meldungen gebündelt zur Verfügung stehen.

zum Bild oben:
Städtische Spielgeräte und Anlagen werden regelmäßig kontrolliert.
© Stadt Karlsruhe, PIA, Monika Müller-Gmelin
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Freiburg: Mehr Ruhe für alle
Weitere Straßen mit Tempo 30 ab kommender Woche

Der Lärmaktionsplan der Stadt Freiburg wird weiter umgesetzt. Leiser wird es ab kommender Woche an folgenden Straßen: Hohenzollernstraße, Friedhofstraße und Waldkircher Straße. Dort gilt Tempo 30 aus Lärmschutzgründen bisher nur nachts. Das wird jetzt einheitlicher. Künftig darf hier rund um die Uhr nicht schneller als 30 km/h gefahren werden. Auch die Heiliggeiststraße fällt unter die neue Regelung, um die Lücke zu schließen. Die Verwaltung passt auch die Ampelsteuerung und die Schilder an die neue Höchstgeschwindigkeit an.

Weitere Informationen zum Lärmaktionsplan gibt es online
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Regio Bäder Freiburg: Bilanz Freibadsaison 2026
Außergewöhnlicher Badesommer mit Besucherrekord

• Rekordsaison 2026: Rund 600.000 Badegäste in den vier Freibädern
• Erhöhung der Gästezahl gegenüber dem Vorjahr von über 50 Prozent
• Strandbad bleibt bei stabilem Wetter bis 4. Oktober geöffnet
• Schwimmförderung: 710 Kinder haben während der Sommersaison in Freiburgs Bädern schwimmen gelernt

Noch mindestens eine Woche, dann schließt auch das Strandbad als letztes der insgesamt vier Freibäder seine Tore. Damit endet eine herausragende Badesaison mit endlosen Sommertagen und Rekordbesucherzahlen. Bei anhaltend stabilem Wetter wird das Strandbad bis Sonntag, 4. Oktober, geöffnet bleiben.

Blieb die Vorjahressaison wegen der Wiedereröffnung des Freibads West in Erinnerung, so wird die Saison 2026 mit rund 600.000 Badegästen als endloser Rekord-Badesommer in Erinnerung bleiben: Seit der Eröffnung des Strandbads am 1. Mai gab es insgesamt 99 Sommertage mit über 25 Grad.

Bis einschließlich des vergangenen Dienstags, 22. September, haben insgesamt 582.405 Badegäste die Freiburger Freibäder besucht. Das entspricht einem Zuwachs von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr (376.667 Gäste). Das Strandbad als größtes Freibad verzeichnete bislang insgesamt 246.827 Besuchende, und auch andere Freibäder haben die 100.00er-Grenze überschritten (Lorettobad 134.051, Westbad 111.112, Freibad St. Georgen 90.415 Gäste). Das Freibad West wurde nach seiner Wiedereröffnung im August 2025 erstmals über eine vollständige Sommersaison hinweg betrieben. Die Besucherzahlen des aus Hallen- und Freibad bestehenden Kombibads Westbad werden während der Sommersaison pauschal zu 75 Prozent dem Freibad zugerechnet.

Während der vielen heißen Sommertage im Juni und Juli kam es zu einem regelrechten Ansturm auf die Freibäder. Die Bäderverwaltung reagierte und erweiterte die Öffnungszeiten im Freibad West und im Strandbad. Im Damenbad im Lorettobad kam es aufgrund der Kapazitätsgrenze von maximal 450 Personen Ende Juni Anfang Juli zu temporären Einlassstopps. Auch hier reagierte die Bäderverwaltung, in dem am Wochenende nur noch Frauen ab 16 Jahren in das Damenbad eingelassen wurden. Jüngere Besucherinnen konnten stattdessen das Familienbad nutzen. So konnte der Charakter des Damenbads auch bei hoher Nachfrage als Ort der Ruhe und Erholung erhalten bleiben.

Der besucherstärkste Badetag 2026 war zugleich der heißeste Tag des Jahres: Abkühlung fanden an jenem Samstag, den 27. Juni, insgesamt 15.045 Badegäste in den Freibäder Bädern. Mit dem darauffolgenden Sonntag fanden an diesem besonderen Wochenende rd. 28.500 Gäste – mehr als in ein ganzes Dreisamstadion passen würden – den Weg in die Freiburger Freibäder.

Die Zahlen zeigen, dass sich die Badegäste seit der Eröffnung des Westbads deutlich gleichmäßiger verteilen. An dem Wochenende des 26./27 Juni nahm das Westbad allein fast 4.500 Badegäste auf und trug damit spürbar zur Entlastung der anderen Freibäder bei. Gleichfalls spricht vieles dafür, dass mit dem Westbad zusätzliche Badegäste gewonnen werden konnten.

Ende Juli wurde im Freibad West zudem die neue Strandbar West eröffnet. Seit der Eröffnung haben sich die Besucherzahlen stetig erhöht, die Strandbar West ist bereits jetzt zu einem beliebten Treffpunkt auch für Seeparkbesucher geworden.

Die Kinder-Schwimmkurse in den Freibädern der Regio Bäder in Kooperation mit der Freiburger Schwimmschule wurden über den Sommer wieder sehr gut angenommen. Insgesamt haben in den Freibädern 229 Kinder an Kursen teilgenommen und schwimmen gelernt. Hinzu kommen über 481 Schwimmschüler in den Hallenbädern, sodass insgesamt über 700 Kinder während der Sommersaison die Schwimmkurse der Regio Bäder besucht haben.

Besonders erfreulich verlief die Saison auch im Hinblick auf Sicherheit und Organisation: Es gab keine nennenswerten Unfälle zu verzeichnen – ein Erfolg, der vor allem auf eine qualifizierte Schulung des Personals zurückzuführen ist. Durch eine gute personelle Besetzung konnten zudem Öffnungszeiten in vollem Umfang gewährleistet werden, was von den Besucherinnen und Besuchern sehr geschätzt wurde. „Unsere vorausschauende Personalstrategie hat sich wieder ausgezahlt. In diesem Supersommer hat unser engagiertes Bäderpersonal Außergewöhnliches für unsere Bürgerschaft geleistet. Ihnen gilt unser großes Dankeschön“, so Matthias Müller, Geschäftsführer der Regio Bäder GmbH.

Auch für die kommende Saison arbeiten die Regio Bäder an weiteren Verbesserungen des Badeangebots. Dazu gehören u.a. die Weiterentwicklung der digitalen Besucherinformation im Lorettobad sowie die Fortführung geplanter Investitionen in die Infrastruktur der Freibäder.
 
 


(c) mitwelt.org
 
"Die Vergänglichkeit"
von Johann Peter Hebel (Eine Schwarzwald-Apokalypse)

Jetzt, am Dienstag, 22. September 2026 jährt sich der Todestag Johann Peter Hebels zum 200. Mal. Johann Peter Hebel (1760–1826) war weit mehr als nur ein alemannischer Mundartdichter; er gilt als wegweisender Literat, Theologe, Pädagoge, Moralist und Aufklärer, dessen Wirken manchmal visionäre Züge trug. Durch seine Kalendergeschichten und Gedichte schuf er eine volksnahe Literatur, die bis heute nachwirkt. Er war auch Wegbereiter der modernen Kurzgeschichte. Als Schulvisitator und Direktor des Karlsruher Gymnasiums setzte sich Hebel für Bildung und die Weiterentwicklung des Schulwesens ein. Er wollte Wissen für das einfache Volk zugänglich und verständlich machen. Franz Kafka, Elias Canetti, Walter Benjamin und Ernst Bloch lobten seine Werke.
Aufgrund seines Gedichtbands -Alemannische Gedichte- gilt er gemeinhin als Pionier der alemannischen Mundartliteratur. Heute ist er auch ein wenig ein "Säulenheiliger" des alemannischen Dialekts. Gerade die "Säulenheiligen" müssen ab und zu vom Denkmal geholt und ein wenig entstaubt werden, auch um die Aktualität von Dialekt zu zeigen und um Diskussionen anzustoßen.

"Die Vergänglichkeit"
Hebels Gedicht „Die Vergänglichkeit“ kann im 200. Todesjahr Hebels durchaus neu gelesen werden. Wenn heute der Schwarzwald von den Folgen des konzern- und menschengemachten Klimawandels geprägt ist – von Hitze, Dürre, Trockenheit und Waldsterben –, dann wirkt das Bild der verbrannten Welt im Gedicht unmittelbar gegenwärtig.
Besonders das eindringliche Bild „Lueg, dört isch d'Erde gsi, und selle Berg het Belche gheiße!“ entfaltet gerade im Hitzesommer 2026 eine starke emotionale Wirkung.
Aus dieser Perspektive lassen sich einzelne Textfragmente als erstaunlich „visionär“ empfinden: als dunkler, teilweise schwer zugänglicher, aber eindringlicher Text, der uns dazu bringt, über die Verletzlichkeit der Welt nachzudenken. Literatur darf und soll in neue Gegenwarten hineinsprechen.

Selbstverständlich konnte Hebel 1803 weder den konzern- und menschengemachten Klimawandel noch moderne Umweltkrisen kennen. Ihm, dem Theologen und Pädagogen, ging es nicht um ökologische Prognosen, sondern um eine grundlegende existenzielle Erfahrung: die Unausweichlichkeit der Vergänglichkeit.
Menschen, Tiere, Häuser, Dörfer und selbst ganze Städte sind in seinem Verständnis nicht dauerhaft. Das Gedicht entfaltet diese Einsicht in einer Steigerung: von der persönlichen Vergänglichkeit über das Dorf bis hin zur ganzen Welt. Der Dialog zwischen Vater und Sohn macht diese Erfahrung anschaulich und lebensnah. Er führt nicht zu einer politischen oder moralischen Handlungsanweisung, sondern zu einer existenziellen Einsicht.

Auch die Katastrophenszenen sind in ihrem historischen Kontext zu verstehen. Hebel denkt in Bildern, die stark von biblischen und frühneuzeitlichen Vorstellungen geprägt sind: Feuer, Erdbeben, kosmische Erschütterung. Hebels Leben (1760–1826) war geprägt von den Nachwirkungen des Siebenjährigen Kriegs, den Revolutions- und Napoleonischen Kriegen sowie Hunger- und Krisenjahren. Dazu kamen Naturkatastrophen wie das Erdbeben von Lissabon 1755 und extreme Witterungs- und Missernteperioden, insbesondere die Hungerjahre um 1770/71.

Eine heutige Lesart kann das Gedicht als Spiegel aktueller Krisen verstehen. Hebel hat aber keine ökologische Botschaft oder einen politischen Auftrag. Es geht ihm um das Verhältnis des Menschen zur Zeit, zur Endlichkeit und zur Welt. Seine Reflexion ist heute, im Zeitalter der Apokalypse-Blindheit ähnlich wichtig wie im Jahr 1803.

Auszug aus dem Gedicht "Die Vergänglichkeit"
(Gespräch auf der Straße nach Basel zwischen Steinen und Brombach, in der Nacht)

Alemannisch:
Der Belche stoht verchohlt,
der Blauen au, as wie zwee alti Türn,
und zwische drin isch alles use brennt,
bis tief in Boden abe.
D'Wiese het ke Wasser meh,
's isch alles öd und schwarz,
und totestill, so wit me luegtdas siehsch,
und seisch di'm Kamerad, wo mitder goht:
"Lueg, dört isch d'Erde gsi, und selle Berg het Belche gheiße!"

Schriftdeutsch:
Der Belchen steht verkohlt,
der Blauen auch, ganz wie 2 alte Türme,
und zwischendrin ist alles ausgebrannt,
bis tief in den Boden hinein.
Die Wiese hat kein Wasser mehr,
es ist alles öde und schwarz
und totenstill, so weit man schaut
und du sagst deinem Kameraden, der mit dir geht:
"Schau, dort ist die Erde gewesen, und dieser Berg hat Belchen geheißen! "
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Autor: Axel Mayer (spricht Kaiserstühler Alemannisch)

 
Freiburgs Daten auf der Spur
Neuer Datenspaziergang macht digitale Stadtentwicklung an fünf Stationen erlebbar

Drei Kilometer lange Route führt vom Rathaus im Stühlinger bis in den Stadtgarten

Woher weiß die Anzeige an der Haltestelle, wann die nächste Straßenbahn kommt? Wie findet die VAG-App das nächste freie Frelo? Und woher kennt die Stadt die klimatischen Unterschiede zwischen einzelnen Stadtteilen? Antworten auf diese Fragen gibt der neue Freiburger Datenspaziergang. An fünf Stationen erfahren Interessierte ab sofort ganz konkret mehr darüber, welche Daten in Freiburg erhoben werden, wie die Technik dahinter funktioniert und welchen Nutzen die Daten für die Stadtgesellschaft haben.

Der rund drei Kilometer lange Spaziergang startet am Besucherparkplatz beim Rathaus im Stühlinger. Von dort führt die Route über die Stadtbahnhaltestelle Rathaus im Stühlinger und die Radzählstation an der Wiwilibrücke zur Frelo-Station am Europaplatz und schließlich zur meteorologischen Station im Stadtgarten. Hinweisschilder an den fünf Stationen erklären die jeweilige Technik und liefern Hintergrundwissen.

Die erste Station zeigt, wie im Boden eingelassene Sensoren freie und belegte Parkplätze erkennen. Die Informationen fließen unter anderem in das städtische Parkleitsystem ein. So finden Autofahrer*innen schneller einen freien Park-and-Ride-Platz. In Kürze werden auch Behindertenparkplätze in der Innenstadt erfasst. Gleichzeitig helfen die Daten der Stadt dabei, den tatsächlichen Bedarf an Parkplätzen besser einzuschätzen.

An der Stadtbahnhaltestelle beim Rathaus im Stühlinger geht es um Daten im öffentlichen Nahverkehr. Sensoren zählen die Ein- und Ausstiege, GPS-Antennen erfassen den aktuellen Standort der Fahrzeuge. Auf dieser Grundlage entstehen die Echtzeitangaben an den Haltestellen. Die Fahrgastzahlen helfen der VAG zudem, ihr Angebot bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

Die Radzählstation an der Wiwilibrücke macht sichtbar, wie viele Menschen zu welcher Zeit mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die Werte fließen in die städtische Verkehrsplanung ein und helfen dabei, die Radinfrastruktur am tatsächlichen Bedarf auszurichten.

An der Frelo-Station am Europaplatz erfahren Besucher*innen, wie der Standort verfügbarer Leihräder ermittelt wird. Die Daten sorgen dafür, dass freie Frelos in der VAG-App angezeigt werden. Gleichzeitig können Stadt und VAG erkennen, an welchen Standorten besonders viele Leihräder gebraucht werden.

Die letzte Station liegt im Stadtgarten. Dort messen Sensoren unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Niederschlag. Die Daten machen klimatische Unterschiede innerhalb Freiburgs sichtbar und unterstützen Stadt und Forschung dabei, auf Hitze, Starkregen und andere Folgen des Klimawandels zu reagieren.

Der Datenspaziergang ist Teil des Projekts Smart City Freiburg. Er soll digitale Technologien verständlich und transparent machen und zeigen: Städtische Daten sind kein Selbstzweck. Sie helfen dabei, Mobilität besser zu organisieren, Ressourcen gezielter einzusetzen und Freiburg zukunftsfähig zu planen.

Die fünf Stationen können als zusammenhängender Spaziergang oder einzeln besucht werden. Die Informationen zu den Stationen sowie die vollständige Route des Spaziergangs sind zu finden unter www.freiburg.de/datenspaziergang.
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Stationäre Geschwindigkeitsmessanlage an neuem Standort in der Basler Straße
Die Stadt hat eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage an einem neuen Standort in Betrieb genommen. An der Basler Straße, Höhe Fichtestraße, steht seit dem 9. September eine neue Anlage. Insgesamt erhöht sich die Anzahl der Anlagen dadurch nicht. Der bereits in die Jahre gekommene „Blitzer“ in der Heinrich-von-Stephan-Straße wird mittelfristig außer Betrieb gehen. Der Gemeinderat hatte die neue Anlage als Ersatzmaßnahme bereits mit dem Doppelhaushalt 2025/26 beschlossen. Die Anlage ist technisch so ausgestattet, dass sie den Verkehr in beide Richtungen überwachen kann.
 
 

 
Straßenbauarbeiten in Lehen: Umleitung der Linien 19 und 32
Wegen Straßenbauarbeiten ist Durchfahrt durch Lehen von Montag, 21. September, bis voraussichtlich Freitag, 18. Dezember, nicht möglich. Deshalb kommt es zu Einschränkungen und Umleitungen auf den Buslinien 19 und 32.

Von der Paduaallee fahren die Linie 19 und 32 in Richtung Lehen/Mundenhof sowie Umkirch direkt über die B31 zur Haltestelle „Ziegelhofstraße“. Die Haltestellen „Kirchbergstraße“ und „Gescheidstraße“ entfallen. Für Direktbusse der Linie 19 zum Mundenhof ist der erste reguläre Halt nach der Umleitung die Haltestelle „Am Sender“.

Die Umleitung über die B31 gilt in gleicher Weise auch für die Gegenrichtung.

Die Fahrpläne sind in der App VAG mobil oder auf der Webseite www.vag-freiburg.de/ angepasst.
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