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Verschiedenes
© Stadt Karlsruhe, Boris Burghardt | | | | | Karlsruhe: Zukunftsfähige Spielplatzentwicklung | Stadt setzt auf Transparenz, Beteiligung und Qualität
Der Gemeinderat wird am 28. Juli 2026 über einen ersten Schritt zur Weiterentwicklung des städtischen Spielplatzangebots beraten und über die vorgelegten Rückbauvorschläge entscheiden. Die Maßnahmen sind Teil eines langfristig angelegten Konzepts zur Sicherung eines qualitativ hochwertigen und finanzierbaren Spielplatzangebots in der Stadt.
Bei der Aufstellung des Doppelhaushalt 2026/2027 wurde vom Gemeinderat beschlossen, die Anzahl der Spielplätze im Stadtgebiet innerhalb der kommenden fünf Jahre schrittweise zu reduzieren. Hintergrund dieser Entwicklung sind die erheblich gestiegenen Anforderungen und die damit verbundene Kostensteigerungen für den Betrieb und für den Unterhalt von Spielanlagen.
Verschiedene Kriterien angelegt
In einem ersten Schritt sind 20 Spielplätze vorgeschlagen. Die Auswahl der Spielplätze erfolgte durch das Gartenbauamt aufgrund von statistischen Auswertungen und einer Vielzahl von Sachkriterien. Berücksichtigt wurden insbesondere bestehende oder absehbare Mängel mit entsprechend hohem Reparatur- und Sanierungsbedarf, alters- und verschleißbedingte Schäden an den Spielgeräten sowie ein geringer Spielwert aufgrund einer veralteten und wenig attraktiven Ausstattung. Darüber hinaus floss in die Bewertung ein, ob in unmittelbarer Nähe bereits attraktivere Spielangebote bestehen und die betroffenen Spielplätze daher nur noch wenig genutzt werden. Ein weiteres Auswahlkriterium war die Möglichkeit, die Rückbaumaßnahmen aufgrund ihres begrenzten Umfangs zeitnah umzusetzen. Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen hat die Liste nun nicht-öffentlich vorberaten. Die Beratung in den Sitzungen der Ortschaftsräte folgt. Die abschließende Entscheidung trifft der Gemeinderat.
Die entfallenden Spielplätze gehen der Bevölkerung als nutzbare Fläche nicht verloren, sondern werden in öffentliche Grünanlagen umgewandelt. Intakte Spielgeräte werden in nachhaltiger Weise zur Aufwertung bestehender Spielplätze weiterverwendet. Erste Bürgermeisterin Bettina Lisbach betont: „Jeder einzelne Spielplatz ist für Familien und Kinder wichtig. Deshalb fällt uns dieser Schritt nicht leicht. Gleichzeitig tragen wir aber die Verantwortung, auch künftig sichere, saubere und gut gepflegte Spielplätze bereit zu stellen. Das geht nur, wenn wir die Anzahl der Plätze insgesamt etwas reduzieren und uns auf den Erhalt der gut frequentierten und attraktiven Plätze konzentrieren.“
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20 Spielplätze sollen in einem ersten Schritt rückgebaut werden.
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| Steinkäuze © Wilhelma Stuttgart / Birger Meierjohann | | | | | Hilfe für den Steinkauz | Wilhelma finanziert den Bau von rund 140 Niströhren für einheimische Eulenart
Die Wilhelma greift einer einheimischen Eulenart unter die Flügel: Dem Steinkauz. Mit einer Förderung in Höhe von 4.000 € hat der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart der Forschungsgemeinschaft zum Schutz einheimischer Eulen (FOGE) den Bau von fast 140 neuen Niströhren ermöglicht.
Beim Steinkauz handelt es sich um eine kleine, nicht viel mehr als amselgroße Eulenart. In Baden-Württemberg hat sich der Steinkauz über die Jahrhunderte an die von Streuobstwiesen geprägte Kulturlandschaft angepasst. Flurbereinigungen und bis in die 1970er gezahlte Subventionen für die Rodung von hochstämmigen Obstbäumen führten zu einem massiven Verlust an höhlenreichen Brutbäumen. 1988 wurden im Landkreis Ludwigsburg und angrenzenden Gebieten nur noch acht Steinkauz-Reviere nachgewiesen – die Art stand hier kurz vor dem Verschwinden. Die von dem Oberriexinger Artenschützer Herbert Keil aufgebaute FOGE hat einen maßgeblichen Beitrag dazu geleistet, das regionale Aussterben des Steinkauzes zu verhindern. Dank eines großangelegten Nistkastenprogramms stehen der kleinen Eule mittlerweile auf einer Kontrollfläche von 690 km² weit über 1.000 künstliche Nistmöglichkeiten zur Verfügung. Mit einem Bestand von über 350 Brutpaaren existiert hier nun eine der größten Steinkauzpopulationen in ganz Deutschland. Durch wissenschaftliche Beringung in Kooperation mit der Vogelwarte Radolfzell und mehreren Telemetriestudien konnten zudem wichtige Erkenntnisse über die Art gewonnen werden.
Um den vitalen Bestand zu erhalten, müssen jedes Jahr zahlreiche Niströhren repariert, aber oft genug auch gegen neue Nisthilfen ausgetauscht werden. Der Schreiner Lothar Grau, Mitglied der FOGE und Vorsitzender des NABU Vaihingen/Enz erklärt: „Zusammen mit einem Team von Helfern haben wir wieder ehrenamtlich 50 Arbeitstage und etwa 200 Stunden investiert – umgerechnet auf die Röhrenanzahl nur etwa 1,45 Stunden je Nisthilfe. Es galt, Hunderte Meter Bretter und Dachlatten zu sägen und Tausende verschieden große Löcher zu bohren. Wir sind der Wilhelma sehr dankbar, dass sie über den Artenschutz-Euro die Materialkosten übernommen hat.“
Stefanie Reska, Leiterin der Stabsstelle Artenschutz in der Wilhelma, nutzte im Juni 2026 die Gelegenheit, sich einen persönlichen Eindruck von der Arbeit der FOGE zu machen und begleitete die Beringung junger Steinkäuze in Stuttgart-Weilimdorf. Sie zeigte sich beeindruckt: „Es ist unglaublich, was für faszinierende Vögel in den Streuobstwiesen direkt vor den Toren Stuttgarts leben – und zwar meist im Verborgenen. Wir alle müssen uns dafür einsetzen, dass Arten wie der Steinkauz nicht genauso unbemerkt verschwinden.“ Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin betont: „Mit dem Artenschutz-Euro helfen wir nicht nur dabei, Lebensräume in aller Welt zu schützen und spektakuläre Arten wie das Sumatranashorn vor dem Aussterben zu retten. Gerade in einem hochindustrialisierten Land wie Deutschland müssen wir auch die Biodiversität vor der eigenen Haustür bewahren.“
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Der Steinkauz brütet gerne in den Höhlen von alten Obstbäumen. Leider sind diese natürlichen Brutmöglichkeiten mittlerweile selten geworden.
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann | | | | | |
| | | | | | Freiburg: Stadt unterstĂĽtzt B1-Sprachkurse fĂĽr erwachsene Migrant*innen | KĂĽrzungen des Bundes
Sprache ist der Schlüssel zur Integration – und zum Arbeitsmarkt. Wer gut deutsch spricht, findet leichter einen Job. Die Bundesregierung hat die Fördermittel für Berufssprachkurse jedoch drastisch gekürzt. B1-Kurse sind komplett aus der Förderung gefallen. B2-Kurse werden zwar weiterhin unterstützt, um an diesen teilzunehmen, braucht es aber ein B1-Zertifikat. Um diese Lücke im Kursangebot zu kompensieren, springt die Stadt ein. Der Gemeinderat hat dafür 150.000 Euro aus städtischen Mitteln freigegeben.
Mit dieser Förderung können fünf neue B1-Kurse starten, die verschiedene Träger – Volkshochschule, Berlitz, Internationaler Bund (IB), Inlingua und Deutsche Angestellten-Akademie – in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Migration und Integration anbieten.
„Gute Sprachkenntnisse sind zentral, damit Menschen in unserer Gesellschaft gut ankommen können. Mit dem zusätzlichen Kursangebot sichern wir Chancen für gelingende Teilhabe und damit ein wichtiges Willkommenssignal an Zugewanderte. Gleichzeitig erwarten wir, dass der Bund seiner Verantwortung für eine verlässliche Sprachförderung wieder im vollen Umfang nachkommt“, so Bürgermeister Roland Meder.
Insgesamt gibt es in den fünf B1-Kursen, die ab Mitte Juli starten, Plätze für rund 80 Personen. Interessierte haben die Wahl zwischen unterschiedlichen Kursformaten: Neben Unterricht in Vollzeit oder Teilzeit gibt es auch reine Wochenendkurse. Die Kurse umfassen je 300 Unterrichtseinheiten und enden mit einer zertifizierten Abschlussprüfung. Teilnehmen können alle erwachsenen Migrant*innen, die in Freiburg gemeldet sind und A2- Kenntnisse nachweisen können. Die Anmeldung erfolgt über die jeweiligen Träger. Mehr Informationen online | | Mehr | | | |
| | | | | | Von Kraftort zu Kraftort: Pfade der Stille im Jagsttal | | Neue Blickwinkel und wohltuende Erfahrungen versprechen die „Pfade der Stille“ im Jagsttal. Sie führen zu fünf Gemeinden mit besonderen Kraftorten. Orten, die mit ihrer meditativen Stille und fühlbaren Spiritualität überraschen und berühren. Darunter Naturdenkmale wie eine 1.000 Jahre alte Linde, natürliche Eiskeller und ein See, der nur zeitweise auftaucht. Aber auch Klöster, Kapellen und Wallfahrtsstätten wie die Lourdesgrotte Zaisenhausen. Die Pilger und Wanderer sind dazu aufgerufen, die regionalen Kleinode auf sich wirken zu lassen. Ob bei einer Zeitreise in die Vergangenheit, im Naturerleben oder in stiller Meditation, bleibt dabei jedem selbst überlassen. | | Mehr | | | |
| | | | | | Freiburger Münstermarkt: Bio-Gemüseangebot an allen Markttagen gesichert | Entgegen der Befürchtung, dass es künftig unter der Woche kein frisches Bio-Gemüse mehr auf dem Münstermarkt geben könnte, wird es auch weiterhin an allen Markttagen ein verlässliches Angebot an regionalem Bio-Gemüse geben. Die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) hat nach Prüfung verschiedener Optionen eine tragfähige Lösung gefunden, die eine nahtlose tägliche Versorgung sicherstellt.
Hintergrund dieser Entwicklung sind personelle Veränderungen bei zwei langjährigen Anbietern: Die Betreiber der Bio-Gemüsestände „Obsthof Kiechle“ und „Querbeet“, die bislang täglich auf dem Münstermarkt präsent waren, stellen ihren Betrieb Anfang Juli aus persönlichen Gründen ein. In der derzeit angespannten Lage der Biolandwirtschaft erwies sich eine Nachbesetzung mit neuen Anbietern jedoch als schwierig. Auch Branchenkenner sahen kaum eine kurzfristige Möglichkeit, die entstehende Lücke im täglichen Bio-Angebot zu schließen.
Zwei Stände dauerhaft erhalten – Lösung gewährleistet tägliches Bio-Angebot
Erfreulicherweise übernehmen nun bewährte Kräfte und ein erfahrener Nachfolger die Fortführung beider Stände: Der bisherige Mitarbeiter des Obsthof Kiechle Jens-Taro Herbel wird den Stand in Eigenregie zusammen mit weiteren Kolleginnen und Kollegen des Standes Kiechle fortführen. Das regionale Bio-Sortiment und die bestehenden Lieferbeziehungen bleiben vollständig erhalten. Für den Stand „Querbeet“ konnte ebenfalls eine Lösung gefunden werden: Valentin Oswald von der Regionalwert Frischekiste, wird ab 23.07.2026 in Kooperation mit einer Erzeugergemeinschaft den zweiten Bio-Stand betreiben.
Damit bleiben auf der Nordseite des Münstermarkts auch künftig zwei Bio-Gemüsestände an sechs Markttagen pro Woche vertreten. Die Versorgung mit frischem, regionalem Bio-Gemüse bleibt nahtlos gesichert.
Priorität: Vielfalt und Attraktivität des Münstermarkts
Katharina Schirmbeck, Geschäftsführerin der FWTM betont: „Die tägliche Versorgung mit regionalem Bio-Gemüse hat für uns hohe Priorität, um die Attraktivität des Münstermarkts als zentrale Nahversorgungs- und Begegnungsstätte zu erhalten. Der Freiburger Münstermarkt bleibt damit auch weiterhin ein verlässlicher Anlaufpunkt für frische, nachhaltig erzeugte Lebensmittel aus der Region.“ | | | | | |
| Entschleunigung im Grünen (c) TMBW / Christoph Düpper | | | | | Grüne Mystik: Spirituelle Touren im Nationalpark Schwarzwald | | Mit seinen dunklen Tannen, unergründlichen Seen und nebelverhangenen Anhöhen erscheint der Schwarzwald vielen als mystischer Ort. Wer hier gezielt nach spirituellen Angeboten sucht, wird auch schnell fündig. Etwa im Nationalpark: Verschiedene Touren führen zu den Kirchen und Kapellen entlang der Schwarzwaldhochstraße. Zwei „Schöpfungswege“ geben die Möglichkeit, „In himmlischer Ruhe“ und „Dem Himmel nahe“ zu wandern. Oder man begibt sich auf einen geistlichen Rundgang um den Mummelsee. Wer lieber in der Gruppe unterwegs ist, kann sich den Outdoorangeboten des ökumenischen Netzwerks „Kirche im Nationalpark Schwarzwald“ anschließen. | | | | | |
| | | | | | Eure Hände für die Wende: Projekt „Handwerk für den Klimaschutz“ gestartet | Interaktives Exit-Game möchte junge Menschen für den Beruf begeistern
Ob Wärmepumpe im Keller, neues Fenster in der Fassade oder Photovoltaikanlage auf dem Dach: Ohne das Handwerk gelingt die Energiewende nicht. Dafür braucht es qualifizierte Nachwuchskräfte. Die werden allerdings seit Jahren händeringend gesucht. Deshalb haben die Stadt, die Energieagentur Regio Freiburg und die Handwerkskammer Freiburg das Projekt „Handwerk für den Klimaschutz“ ins Leben gerufen.
„Unser Ziel ist es, junge Menschen für Handwerksberufe im Bereich des Klimaschutzes zu begeistern. Wir wollen die Berufsbilder sichtbarer machen und die Wertschätzung dafür steigern. Nur gemeinsam können wir unsere Klimaschutzziele erreichen“, betont Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit.
Handwerkskammerpräsident Johannes Burger ergänzt: „Die Energiewende wird mit den Händen des Handwerks umgesetzt. Deshalb brauchen wir junge Menschen, die Lust haben, anzupacken und die Zukunft aktiv mitzugestalten.“
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf innovativen Bildungsangeboten für Schulen. Derzeit entsteht ein interaktives „Exit-Game“: Hier lösen Jugendliche gemeinsam spannende Rätsel und Aufgaben rund um den Klimaschutz. Dabei schlüpfen die Teilnehmer*innen in die Rolle von Handwerker*innen und erleben typische Herausforderungen aus dem Berufsalltag hautnah.
Was zunächst wie ein Freizeitspiel klingt, vermittelt auf spielerische Weise wichtige Einblicke in Handwerksberufe im Klimaschutz. Das Angebot richtet sich an Schulklassen der neunten Stufe und soll sie zum Mitmachen, Ausprobieren und Entdecken eigener Interessen motivieren. Ziel ist es, neue Perspektiven aufzuzeigen und das Interesse an klimarelevanten Handwerksberufen zu wecken.
Mehr Informationen gibt es online | | Mehr | | | |
| | | | | | Nachtfahrverbot für Mähroboter geplant | Zum Schutz von Igeln und anderen Kleintieren
Mit einem Mähroboter lässt sich ohne viel Arbeit der Rasen im Garten kurzhalten. Die praktischen Geräte haben aber auch unerwünschte Nebenwirkungen. Für Kleintiere, besonders für Igel, können Mähroboter gefährlich werden. Die gern gesehenen, stachligen Gartenmitbewohner streifen vor allem in der Dämmerung und im Dunkeln durchs Gras. Den Mähroboter über Nacht „arbeiten“ zu lassen, das kann im schlimmsten Fall Igelleben kosten. Gerade kleine Igel sind gefährdet. Dazu kommt, dass die Tiere bei Gefahr nicht wegrennen, sondern sich einrollen. Auch für andere Kleintiere wie Frösche und Kröten kann der automatische Rasenmäher zum Verhängnis werden. Die allermeisten Mähroboter haben keine Sensorik, die die Tiere zuverlässig erkennt.
Um Igel und andere nachtaktive Kleintiere zu schützen, plant die Stadt ein Nachtfahrverbot für Mähroboter per Allgemeinverfügung. Bundesweit haben mittlerweile mehrere Städte Nachtfahrverbote für Mähroboter über den Weg einer Allgemeinverfügung erlassen. Mehrere Fraktionen im Gemeinderat hatten beantragt, das Thema auf die Tagesordnung des Gemeinderats zu setzen. Die Verwaltung hat eine Drucksache erarbeitet, die sie am Montag, 6. Juli, im Haupt- und Finanzausschuss, am Dienstag, 7. Juli, im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz sowie am Dienstag, 14. Juli, im Gemeinderat vorstellen wird.
Igel sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. In den letzten 30 Jahren hat sich ihr Bestand fast halbiert. Seit 2024 steht der Igel auf der internationalen roten Liste, er gilt als „potenziell gefährdet“. Intensive Landwirtschaft und Insektensterben machen ihm das Leben auf dem Land zunehmend schwer. Ein Großteil der verbliebenen Igel-Populationen hat sich aufgrund dessen in die Städte und Dörfer verlagert. Gärten bieten Igeln, anders als Ackerland, oft gute Bedingungen. Ein nächtliches Fahrverbot für Mähroboter ist daher eine einfache Möglichkeit, die bedrohten Tiere im urbanen Bereich zu schützen. Das Verbot soll sich nach den Zeiten richten, in denen die Igel aktiv sind: eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang in den Monaten März bis November. Auch andere nachtaktive Kleintiere und Amphibien profitieren, wenn ihnen bei ihren nächtlichen Streifzügen keine Mähroboter begegnen.
Wer darüber hinaus helfen möchte, dass sich Igel in Freiburg wohl fühlen, kann die Lebensraumvielfalt im eigenen Garten zum Beispiel mit artenreichen Wiesen, Totholzecken oder Laub- und Reisighaufen aufwerten. Igelfreund*innen können für kleine Durchlässe in Zäunen (mindestens 15 Zentimeter in Breite und Höhe) sorgen oder bestenfalls Zäune ganz durch Hecken aus heimischen Gehölzen ersetzen – damit die Tiere von Garten zu Garten wandern und Gefahren ausweichen können. Eine Beratung und Förderung für naturnähere Gärten – auch für Igel – bietet das Umweltschutzamt der Stadt über das Förderprogramm „Artenschutz in der Stadt“: www.freiburg.de/artenschutz-programm. | | Mehr | | | |
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