Nabburg-Perschen: Wohnhaus Lerchenfelderstraße 6 (c) DD / Guido Siebert |
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| Das ungewöhnliche Wohnhaus in Nabburg Perschen ist eine Perle |
Gesamtkunstwerk: Gebäude, Innenausstattung und landschaftsarchitektonische Aspekte
Um gute und nachhaltige Restaurierungsmaßnahmen an denkmalgeschützten Gebäuden zu gewährleisten, ist eine gründliche Voruntersuchung und ein tragendes Plangutachten unumgänglich. Für das Wohnhaus in der Lerchenfeldstraße 6 in Nabburg Perschen unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Eigentümer dabei dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale mit 20.000 Euro. Das Gebäude gilt als seltenes Beispiel eines realisierten Werkes des organischen Bauens der Nachkriegsmoderne, das noch weitgehend im Originalzustand erhalten ist, inklusive des dafür entworfenen Mobiliars.
Das sogenannte „Haus Dr. Gilliar“ wurde zwischen 1966 und 1968 von dem chinesischen Architekten Chen Kuen Lee, einem Schüler Hans Scharouns, gemeinsam mit Günter Ssymmank entworfen, der für die Innenraumgestaltung verantwortlich war. Das Wohnhaus ist ein in Hanglage integrierter, teilweise verputzter, terrassenseitig verglaster Massivbau. Es steht auf unregelmäßig aufgefächertem, sternförmigem Grundriss. Charakteristisch sind die höhenversetzten, durch bepflanzte Beete getrennten und mittels Freitreppen verbundenen Raumbereiche, die sich um einen zentralen Wohnraum verteilen. Die asymmetrische Dachlandschaft besteht aus Flachdächern und geneigten gläsernen Flächen, zu dem auch ein hydraulisch hebbares Gewölbe aus Polycarbonat gehört. Der Grundriss des Gebäudes entwickelt sich auf verschiedenen Ebenen sternförmig um das Zentrum, das von fließenden Raumübergängen geprägt ist. Daran schließen beispielsweise Nutzungen eines Schwimmbads oder einer separaten Einliegerwohnung an.
„Die präzise Abstimmung von Gebäude, Innenausstattung und landschaftsarchitektonischen Aspekten lässt den Bau als Gesamtkunstwerk in Erscheinung treten, das eng mit seiner Umgebung in Dialog tritt und sich mit der Landschaft verwebt,“ heißt es im Raumbuch des Architekturbüros. Diese Beschreibung formuliert sehr treffend die ungewöhnliche architektonische Erscheinung und hebt gleichzeitig das theoretisch-philosophische Konzept hervor. Große Verglasungsflächen bilden hier den Reiz. Hintergrund ist die Absicht, die Natur in das Gebäude übergehen zu lassen, die sich im Inneren bis zu einer Pflanzeninsel mit Baum bemerkbar macht. Auch das sognannte Cabrio-Dach, das sich sternförmig ausfahren lässt, unterstreicht die Verbindung zum Außenbereich.
Das Wohnhaus in der Lerchenfeldstraße in Perschen gehört nunmehr zu den über 680 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte. |
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| Mobilitätsstudie des ADAC |
VAG freut sich über gestiegene Fahrgastzufriedenheit
Zufriedenheit mit ÖPNV in Freiburg von 40 auf 43 Punkte gestiegen
Sehr gute Bewertungen für Takt, Pünktlichkeit, Haltestellendichte und Umsteigewege
Die Freiburger Verkehrs-AG (VAG) hat sich erfreut über das positive Abschneiden beim aktuellen ADAC-Monitor „Mobil in Mittelgroßstädten“ gezeigt. Im Vergleich zur Vorstudie aus dem Jahr 2021 stieg die Zufriedenheit der Freiburger*innen mit dem ÖPNV von 40 auf 43 Punkte. Der Index besagt, dass die Zufriedenheit mit dem ÖPNV in Freiburg deutlich überwiegt. Die VAG-Vorstände Oliver Benz und Stephan Bartosch werten das Ergebnis als Anerkennung für die tägliche Arbeit der Mitarbeitenden. Gleichzeitig sei es Ansporn, das hohe Angebotsniveau in Freiburg trotz der schwieriger werdenden Rahmenbedingungen zu erhalten.
Laut der Befragung schätzen die ÖPNV-Nutzenden insbesondere die enge Taktung der Verbindungen (61 Prozent der Befragten sind zufrieden oder sehr zufrieden) sowie die Zuverlässigkeit (50 Prozent Zustimmung). 70 Prozent der Befragten finden die Dichte der Haltestellen gut oder sehr gut. Die kurzen Wege beim Umstieg (69 Prozent) kommen ebenfalls gut an, genau wie die bereitgestellten Fahrtinformationen (56 Prozent).
Bei der Gesamtzufriedenheit mit der Mobilität liegt Freiburg unter den untersuchten Mittelstädten nach Münster auf Platz zwei.
Grundlage für den ADAC Monitor 2026 ist eine repräsentative Online-Befragung des Marktforschungsinstituts „komma“ im Auftrag des ADAC, bei der im Juni 2026 in 29 deutschen Mittelgroßstädten jeweils rund 400 Einwohner und Pendler befragt wurden. |
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| Freiburg: Bau einer Fußgängerquerung |
Arbeiten starten am 9. November und dauern bis Mitte Dezember
Zita-Kaiser-Straße in kurzem Abschnitt voll gesperrt
Am Montag, 9. November, beginnt das Garten- und Tiefbauamt in der Zita-Kaiser-Straße auf Höhe der Hausnummer 9 mit dem Bau einer Fußgängerquerung. Dabei wird der Gehweg in Richtung Fahrbahn verbreitert und die Bordsteine vorgezogen. Außerdem wird die Querungsstelle mit Blindenleitplatten und Rollstuhlüberfahrtssteinen ausgestattet. So sollen künftig alle Menschen sicher über die Fahrbahn gelangen. Das ist besonders wichtig, weil im Umkreis mehrere Kindergärten sind.
Während der Bauzeit bis Mitte Dezember ist die Fahrbahn im Bereich Zita-Kaiser-Straße 9 bis 11 in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Für den Durchgangsverkehr gibt es eine Umleitung über die Ellen-Gottlieb-Straße. Für Fußgänger*innen ist immer eine Gehwegseite offen. Die Zufahrt zu den Grundstücken und zu den Tiefgaragen bleibt frei; auch der Zugang zu den angrenzenden Häusern ist dauerhaft gewährleistet.
Die Bauarbeiten kosten 55.000 Euro. Das Garten- und Tiefbauamt bittet um Verständnis für die Beeinträchtigungen. Informationen zu weiteren Baustellen in Freiburg gibt es online unter www.freiburg.de/baustellen. |
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| Freiburg: Rathausgasse ist fertig saniert |
Bauarbeiten vor Weihnachtsmarkt und Weihnachtsgeschäft abgeschlossen
Neue Leitungen, barrierefreies Pflaster und ein längeres Bächle – Fassadenbegrünung folgt
Die Rathausgasse ist fertig saniert. Seit Januar haben die Stadt Freiburg und Badenova Netze die Leitungen unter der Straße erneuert und die Oberfläche umgestaltet. Ende Oktober konnten die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Damit ist der wichtige und belebte Zugang zur Altstadt rechtzeitig vor dem Weihnachtsmarkt und dem Weihnachtsgeschäft wieder ohne Baustelle passierbar. Vom Rotteckring führt die Gasse direkt zum Rathausplatz. Viele Menschen nutzen diesen Weg zum Einkaufen, für einen Stadtbummel oder einen Besuch in Freiburg.
Oberbürgermeister Martin Horn sagt: „Die Rathausgasse ist das Eingangstor in unsere Stadtmitte. Mit der Sanierung investieren wir in die Infrastruktur unserer Stadt und machen die Gasse zugleich schöner und besser zugänglich. Davon profitieren die vielen Menschen, die hier jeden Tag flanieren, arbeiten oder einkaufen. Es ist eine wichtige Aufwertung unserer Innenstadt. Ich freue mich, dass die Arbeiten so zügig abgeschlossen werden konnten und möchte mich bei den Anliegern, besonders bei den Gewerbetreibenden und der IG-Rathausgasse für die gute Zusammenarbeit bedanken. Jetzt ist die Rathausgasse schon vor dem Weihnachtsmarkt fertig saniert. Das ist gerade für die Geschäfte und die Kundinnen und Kunden eine gute Nachricht.“
„Im Untergrund sind die Leitungen auf dem neuesten Stand, an der Oberfläche gibt es ein barrierearmes Natursteinpflaster und drumherum mehr Grün – Die Rathausgasse wird attraktiver denn je und noch dazu viel schneller als erwartet. Ein Dank an alle hinter den Kulissen und vor Ort, die das möglich gemacht haben,“ so der Erste Bürgermeister Martin Haag.
Die Erneuerung reicht von den Hausanschlüssen bis zum Pflaster: Badenova Netze hat die alten Gas- und Wasserleitungen sowie die Hausanschlüsse ersetzt. Zusätzlich wurden neue Kabel für Glasfaser und die Straßenbeleuchtung verlegt. Das Garten- und Tiefbauamt hat die Oberfläche mit abgeschliffenem Natursteinpflaster neu gestaltet. Es fügt sich in das historische Stadtbild ein und erleichtert das Gehen und das Fahren mit Rollstuhl oder Rollator. Ein Streifen aus hellem Marmor entlang des Bächles hilft Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen bei der Orientierung.
Das Bächle wurde um rund 13 Meter bis zum Rotteckring verlängert. Mehr Grün kommt über den Winter hinzu: An sieben Stellen sind Pflanzgruben für Fassadenbegrünungen vorbereitet, die nun bepflanzt werden. Gebaut wurde in kleinen Abschnitten, damit die Geschäfte und Hauseingänge erreichbar blieben und Feuerwehr und Rettungsdienste jederzeit Zugang hatten. Weil die Leitungsarbeiten schneller als vorgesehen abgeschlossen waren, wurden die Pflasterarbeiten vorgezogen. Weitere Anpassungen im Bauablauf ermöglichten es, die Sanierung noch in diesem Jahr abzuschließen.
Die Straßenbauarbeiten des Garten- und Tiefbauamts haben rund 1,3 Millionen Euro gekostet. Da die Rathausgaste eine hohe touristische Bedeutung für Freiburg hat, wurden hier 400.000 Euro aus der Tourismusförderung der FWTM investiert. Das Land Baden-Württemberg fördert die Erweiterung destaktilen Bodenleitsystems mit rund 100.000 Euro. |
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Wasserschloss Menzingen (c) Kraichgau-Stromberg Tourismus e.V. / Lena Fuchs |
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| Renaissance-Ruine in Kraichtal: Wasserschloss Menzingen |
| Das Wasserschloss Menzingen blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Im Mittelalter als Tiefburg im gotischen Stil erbaut, wurde sie im Bauernkrieg von den Aufständischen niedergebrannt. Zwischen 1529 und 1539 baute der Ritter Peter von Mentzingen sie als dreistöckige und dreiflügelige Anlage im Stil der Renaissance wieder auf – mit der Hilfe eines begabten jungen Steinmetzes, der an der Zerstörung der Burg beteiligt war. Für seine Begnadigung musste er im Frondienst den Wiederaufbau leiten. Sein Steinmetzzeichen ist überall verewigt. Der Bombenangriff von 1945 machte das Schloss zur Ruine, legte damit aber auch Bauelemente und Mauerteile der mittelalterlichen Burg frei. Die Anlage ist im Privatbesitz und kann nicht betreten werden. Am außerhalb gelegenen Rastplatz gibt es aber eine Infotafel mit freiem Blick. |
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Lars Eidinger legt im Kunstmuseum Karlsruhe auf. © Roman Goebel |
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| Lars Eidinger kommt zur ARTtoNight |
Seit fünf Jahren lädt das Kunstmuseum Karlsruhe zweimal im Jahr zu einem besonderen Event: Bei Kurzführungen, Workshops, DJ-Sets und Drinks von Santos Cocktailbar können Besucherinnen und Besucher im Rahmen der ARTtoNight die Ausstellungen in entspannter Atmosphäre entdecken.
Die zehnte Ausgabe findet nun am Donnerstag, 5. November 2026, in Kooperation mit den ARD-Hörspieltagen statt. Von 19 bis 21 Uhr bieten DJ-Sets von Toolbox, Führungen und ein Postkarten-Workshop die Gelegenheit, die Ausstellung "Update! Die Sammlung neu sichten" zu erkunden. Ab 21 Uhr ist Schauspieler und DJ Lars Eidinger zu Gast, dessen Anti-Disco bis Mitternacht zum Tanzen lädt. Der Eintritt ist frei.
Die ARD-Hörspieltage beginnen am Donnerstag, 5. November, und enden am Sonntag, 8. November. |
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Otting: Schloßkapelle Mater Dolorosa (c) DSD / Peter Schabe |
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| Bronzeplakette für Schlosskapelle Mater Dolorosa in Otting |
Zur Erinnerung an die private Förderung
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) konnte dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der GlücksSpirale die Restaurierung der Innenraumschale mit den Wandbildern der Schlosskapelle Mater Dolorosa in Otting mit 25.000 Euro unterstützen. Manfred Kiesel, Ortskurator Dinkelsbühl der DSD, überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 28. Oktober 2026 um 11.00 Uhr eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ an Bürgermeister Wolfgang Lechner. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung der Denkmalpflege motivieren.
Die Schlosskapelle Mater Dolorosa steht am Ortsrand von Otting in der Nähe des ehemaligen Schlossareals. Bereits die mittelalterliche Burg verfügte über eine Kapelle, die 1393 urkundlich erwähnt wurde. Im Jahr 1685 ließ Franz Josef Freiherr von Freyberg für ein Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes eine Kapelle errichten, die vermutlich in der heutigen Sakristei erhalten ist. Die heutige Schlosskapelle entstand zwischen 1702 und 1705 unter dem Hofmarkherrn Johann Karl Freiherr von Westernach.
Der einschiffige Bau mit seiner reich gegliederten Westfassade, dem oktogonalen Dachreiter und der charakteristischen Zwiebelhaube diente zeitweise auch als Wallfahrtskapelle. Besonders bemerkenswert ist die weitgehend erhaltene barocke Ausstattung. Im Inneren haben sich qualitätvolle Stuckaturen von Benedikt Vogel aus Oettingen und Melchior Paul aus Ellwangen sowie Wandfresken aus dem Jahr 1704 erhalten. Sie gehören zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen der Kapelle und vermitteln trotz späterer Veränderungen noch heute einen Eindruck von der ursprünglichen Raumpracht.
Nachdem 1853 das steinerne Gewölbe eingestürzt war, gingen die Deckenfresken verloren. Die Wandfresken, die Stuckausstattung, der Hochaltar von 1705 mit einer Pietà aus dem späten 16. Jahrhundert sowie weitere Teile der historischen Ausstattung blieben jedoch erhalten. Die geförderten Kirchenmalerarbeiten tragen dazu bei, diese bedeutenden Zeugnisse barocker Sakralkunst dauerhaft zu bewahren.
Die Schlosskapelle gehört zu den über 680 Denkmalen, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Bayern gefördert hat. |
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Leibfriedscher Garten mit Villa Moser in Stuttgart (c) SMG / Sarah Schmid |
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| Kulturdenkmal im Grünen U: Villa Moser Stuttgart |
| Die imposante Landhausvilla des Schokoladenfabrikanten Eduard Otto Moser wurde in den 1870er-Jahren von Architekt Johann Wendelin Braunwald im Park des Leibfriedschen Gartens erbaut. Ein Luftangriff im Jahr 1944 zerstörte sie dann bis auf ihre Grundmauern. Zur Internationalen Gartenbauausstellung 1993 hauchte man dem Gelände über Kunstinstallationen und die Verbindung mit dem „Grünen U“, das Grünanlagen vom Schlossgarten bis zum Killesbergpark einschließt, neues Leben ein. Die „Kunststation Villa Moser“ des Architekten Hans Dieter Schaal macht die Überreste des Baus im Renaissance-Stil und ihren verwilderten Park durch Laufstege für das Publikum zugänglich. Bei einem Spaziergang kann man sich in der denkmalgeschützten Gartenanlage auf Spurensuche begeben. |
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