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Verschiedenes
Frelo-Probestation in der Belchenstraße (c) VAG Freiburg | | | | | 13 Probestationen erweitern das Freiburger Frelo-Netz | • Stadtteile außerhalb der Innenstadt und Gewerbegebiete werden besser ans Fahrradmietsystem angebunden
• VAG und RVF setzen Wünsche von Bürger*innen und Unternehmen um
Noch mehr Frelo für Freiburg: Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) und der Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) erweitern das beliebte Fahrradvermietsystem. Ab August ergänzen 13 neue Probestationen das bestehende Netz in Freiburg mit derzeit 93 Stationen. Nutzerinnen und Nutzer profitieren von zusätzlichen Ausleih- und Rückgabemöglichkeiten außerhalb der Innenstadt. Weitere Stadtteile sowie Gewerbegebiete werden damit besser angebunden.
Die neuen Standorte bieten flexible Mobilitätsangebote für Freizeit, Arbeit oder den Einkauf: An der Hans-Bunte-Straße erleichtert eine Station Beschäftigten im Industriegebiet Nord den Weg zwischen Arbeitsplatz und ÖPNV. Am Tennenbacher Platz und in der Obergasse in St. Georgen, wird das Netz gezielt verdichtet. Auch Kappel wird Teil des Frelo-Netzes. Dank der neuen E-Frelos ist der am Hang gelegene Stadtteil bequem erreichbar. Eine Station am Opfinger See erweitert die Möglichkeiten für eine autofreie Anreise zum Baden. Von der Probestation am Wirtschaftsgebäude des Mundenhofs profitieren Beschäftigte ebenso wie Besuchende des Tier- und Naturerlebnisparks.
Die ersten neuen Stationen sind in den zurückliegenden Wochen aufgebaut worden. Bis Mitte August werden voraussichtlich alle in Betrieb sein. Zunächst laufen sie für ein Jahr als Probestationen. Anschließend wird ausgewertet, wie stark sie genutzt werden, und ob sie dauerhaft Teil des Frelo-Netzes werden. Jens Dierolf , Leitung Kommunikation Freiburger Verkehrs AG; Besanҫonallee 99, 79111 Freiburg 2 Kontakt: 0761/4511-286; 0160 97701050; jens.dierolf@vagfr.de
Mit der Auswahl der Stationen reagieren die Verantwortlichen von VAG, RVF und Stadt auf Wünsche aus der Bevölkerung sowie auf Hinweise von Unternehmen, die diese im Rahmen von Mobilitätsberatungen geäußert haben. Möglich wird die Erweiterung, weil die Kosten für den Betrieb des Frelo-Systems spürbar niedriger ausgefallen waren als ursprünglich erwartet. Für eine zusätzliche Station auf der Haid übernimmt die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) die Kosten, die zwölf weiteren Probestationen finanziert die Stadt Freiburg.
Die neuen Frelo-Standorte
• Tennenbacher Platz
• Elsässer Straße/ Am Eichbächle
• Obergasse
• Hans-Bunte-Straße
• Belchenstraße
• Opfinger See
• Mundenhof Wirtschaftsgebäude
• Kappel Reichenbachstraße
• Haid West
• Katholische Hochschule
• Auwaldstraße/ Moosgrund
• Matthias-Erzberger-Straße
• Eschholzstraße/ Lehener Straße
Frelo in Zahlen:
Das Frelo-Netz besteht aus mehr als 160 Stationen im Gebiet des RVF. Dieses umfasst Freiburg sowie die Landkreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald. Die Fahrradflotte besteht aus etwa 900 Frelos, 200 E-Frelos und 22 Lastenfrelos. Seit dem Start von Frelo durch den Anbieter nextbike im Jahr 2019 haben sich die Ausleihzahlen jedes Jahr gesteigert. Im Jahr 2025 gab es insgesamt mehr als 816.000 Ausleihen. | | Mehr | | | |
| | | | | | Aus Sicherheitsgründen: Fällung von Weiden in der Dietenbachaue | Freiburg. In der Dietenbachaue müssen in der kommenden Woche vier Weiden gefällt werden. Die Bäume stehen nicht mehr sicher und stellen eine akute Gefahr dar. Da die Arbeiten während der Vogelbrutzeit stattfinden, ist eine Umweltbaubegleitung vor Ort. Diese stellt sicher, dass die naturschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten und mögliche Auswirkungen auf brütende Vögel minimiert werden.
Im Herbst müssen aus denselben Gründen weitere Bäume in der Dietenbachaue gefällt werden. Derzeit laufen hierzu noch Prüfungen, welche Bäume mit Rückschnitten erhalten werden können und welche gefällt werden müssen. | | | | | |
| Die Robben sind bereits eingezogen @ Zoo Leipzig | | | | | Spektakuläres Feuerland im Zoo Leipzig im Schlussspurt | Eröffnung am 1. September 2026
Der Countdown läuft: Am 1. September 2026 wird die spektakuläre Wasserwelt Feuerland im Zoo Leipzig eröffnet. Schroffe Felswände, ein fünf Millionen Liter fassendes Wasserbecken und Strandabschnitte sind entstanden. An den finalen Arbeiten, der Inbetriebnahme der Technik sowie der Landschaftsgestaltung wird noch kräftig gearbeitet. Doch schon jetzt ist zu erahnen, welch einzigartiges Erlebnis auf die Zoobesucher wartet. Durch einen mehr als 100 Meter langen Unterwassertunnel werden die Besucher die Pinguine und Robben beim Schwimmen aus neuer Perspektive beobachten können. Edukative Bereiche werden über die verschiedenen Tierarten, Lebensräume und das Artenschutzengagement des Zoos informieren. Die Arbeit mit den Tieren wird unmittelbar im Rahmen öffentlicher Trainings erlebbar und ein filmisches Erlebnis nimmt die Gäste mit auf eine Reise nach Südamerika.
In den vergangenen Tagen sind bereits die ersten Tiere zur Eingewöhnung in die rückwärtigen Bereiche eingezogen. Während die Seelöwen aus dem zooeigenen Bestand in das neue Areal umgesiedelt wurden, kommen die Humboldtpinguine aus verschiedenen Zoos als neue Tierart nach Leipzig. „Wir freuen uns riesig darauf, das Abenteuer Feuerland bald mit unseren Gästen erleben zu dürfen. Am 1. September wollen wir eröffnen“, verkündete Zoodirektor Prof. Jörg Junhold heute im Rahmen eines Presse-Previews. „Die Tiere fungieren dabei als Botschafter für bedrohte Tierarten im natürlichen Lebensraum, deren Schutz wir weiter ausbauen wollen.“
Im Fokus des Zoo-Engagements in Südamerika liegen drei hochbedrohte Arten, die wie keine anderen für ihren Lebensraum stehen: der winzige Darwin-Nasenfrosch mit seiner außergewöhnlichen Evolutionsgeschichte, der südliche Flussotter, der in abgelegenen Feuchtgebieten ums Überleben kämpft und der Humboldt-Pinguin, dessen Brutkolonien an der zerklüfteten Pazifikküste massiv unter Druck stehen. „Wir verstehen uns als Natur- und Artenschutzzentrum, das die Brücke zum natürlichen Lebensraum bietet und unsere Gäste einlädt, die Faszination Feuerland mit allen Sinnen zu erleben“, sagt Prof. Jörg Junhold und freut sich schon jetzt darauf, das Abenteuer einzuläuten. | | Mehr | | | |
| | | | | | Fahrradwerkstatt sucht dringend gebrauchte Fahrräder für Geflüchtete | Jedes Rad zählt
Abgabe in der Schopfheimer Straße 5 jederzeit möglich
Ausmisten und gutes Tun: Die gemeinnützige Fahrradwerkstatt Schopf 5 des Amts für Migration und Integration benötigt dringend Nachschub an gebrauchten, aber noch fahrtüchtigen Fahrrädern. Die Vorräte sind nahezu aufgebraucht – doch die Nachfrage ungebrochen groß.
Wer sein ungenutztes Fahrrad spendet, tut damit Geflüchteten einen großen Gefallen: In der Fahrradwerkstatt haben sie die Möglichkeit, sich für einen kleinen Kostenbeitrag ein Rad auszusuchen und es mit Hilfe von ehrenamtlichen Mechaniker*innen wieder verkehrstüchtig zu machen. Ein eigenes Fahrrad erleichtert vielen Menschen die Mobilität im Alltag erheblich. Gleichzeitig ermöglicht das Angebot Begegnungen, Austausch und praktische Hilfe zur Selbsthilfe.
Fahrradspenden können jeden Mittwoch von 8 bis 12 Uhr ohne Anmeldung in der Fahrradwerkstatt im Hinterhof der Schopfheimer Straße 5 in Haslach-Schildacker abgegeben werden. Wer sein Rad außerhalb der Öffnungszeiten bringen möchte, kann es einfach im Hof abstellen und gut sichtbar mit einem Zettel als „Spendenrad“ kennzeichnen, damit die Mitarbeitenden es eindeutig zuordnen können.
Die Fahrradwerkstatt Schopf 5 freut sich über jede Spende. Denn jedes reparierte Rad hilft einem Menschen seine Wege zur Arbeit, zum Sprachkurs oder zu Terminen selbstständig zu gestalten. So kann ein ungenutztes Fahrrad für einen anderen Menschen den Alltag verändern. | | | | | |
| | | | | | Großprojekt im Freiburger Norden | Einmal alles neu: Die östliche Tullastraße wird grundlegend modernisiert und saniert
Ab Sommer 2026 bekommt die östliche Tullastraße zwischen dem Kreisverkehr auf Höhe der Engesser Straße und der Kreuzung mit der Zähringer Straße eine umfassende Erneuerung. Das ist dringend notwendig, denn die Fahrbahn sowie die Geh- und Radwege sind stark beschädigt. Damit die Straße nicht mehrfach aufgerissen werden muss und die Belastungen für Anwohner*innen und Verkehr möglichst gering bleiben, stimmen Stadt und Versorgungsunternehmen ihre Arbeiten eng aufeinander ab. Mehrere Baustellen folgen kurz aufeinander: Nachdem Leitungen, Kanäle und das Fernwärmenetz im Untergrund saniert, erneuert und ausgebaut sind, gestaltet das Garten- und Tiefbauamt (GuT) die Straße mit ihren Geh- und Radwegen und die Kreuzung neu. Die gesamte Baumaßnahme soll bis Herbst 2028 abgeschlossen sein und bringt Vollsperrungen mit sich.
Los geht es unter der Erde: Bevor die Arbeiten an der Oberfläche beginnen, wird die Infrastruktur im Untergrund auf den neuesten Stand gebracht. Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung (ESE) erneuert ab dem 24. August die Kanäle in der Tullastraße und ihren Nebenstraßen. Die ersten Arbeiten in der Offenburger Straße und der Buchenstraße laufen vom 24. August bis Ende Oktober 2026. Die Straßen sind währenddessen abschnittsweise voll gesperrt. Wer zu Fuß unterwegs ist, kommt jederzeit durch.
Parallel dazu treibt die Badenova Wärmeplus die Wärmewende in Freiburg voran und baut ab dem 31. August 2026 bis voraussichtlich Herbst 2027 das Fernwärmenetz in der Tullastraße aus. Während der Arbeiten zwischen der Karlsruher Straße und der Zähringer Straße steht jeweils ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung. Anwohner*innen können jederzeit ins Wohngebiet fahren.
Die Hauptarbeiten in der Tullastraße starten dann am 20. Oktober 2026 und dauern bis Anfang Oktober 2027. Währenddessen ist die Tullastraße abschnittsweise für Autos voll gesperrt. Fußgänger*innen und Radfahrer*innen können die Baustelle jederzeit passieren. Von Oktober 2026 bis Mai 2027 betrifft die Vollsperrung den Bereich der Unterführung; nacheinander sind auch die Einmündungen der Karlsruher Straße und der Siemensstraße gesperrt. Ab Mai 2027 wandert die Vollsperrung abschnittsweise in Richtung Kreisverkehr zur Engesser Straße.
Großräumige Umleitungen werden ausgeschildert:
• U1 (Richtung Zähringen/Güterbahnhof/Innenstadt):
Lembergallee/Mooswaldallee – Isfahanallee – Zähringer Straße.
• U2 (Richtung Industriegebiet): Zähringer Straße/Isfahanallee – HansBunte-Straße – Zinkmattenstraße.
Wenn alle Leitungen im Untergrund verlegt sind, saniert und gestaltet das Garten- und Tiefbauamt anschließend bis voraussichtlich Herbst 2028 den gesamten Straßenraum grundlegend um. Dabei stehen mehr Sicherheit, Klimaanpassung und Barrierefreiheit im Fokus:
• Radverkehr: Es entstehen neue, zeitgemäße und breitere Radstreifen. Ein 0,75 Meter breiter Sicherheitstrennstreifen soll Radfahrende künftig vor Unfällen durch plötzlich geöffnete Autotüren schützen. Die Einmündung der viel befahrenen Radvorrangroute „FR2“ wird übersichtlicher gestaltet. An der Kreuzung zur Zähringer Straße richtet das GuT zudem Radaufstellstreifen ein, sodass die Radfahrer*innen sich bei Rot vor den Autos direkt an der Kreuzung aufstellen können.
• Fußverkehr: Fußgänger*innen und Radfahrende erhalten eigene, baulich getrennte Bereiche. In Abschnitten wird der südliche Gehweg breiter. Durchgezogene Gehwegüberfahrten an den Einmündungen der Wohnstraßen (z. B. Offenburger Straße) verdeutlichen den Autofahrer*innen künftig, dass die Fußgänger*innen Vorrang haben.
• Klimaanpassung: Auf der Südseite werden knapp 140 Quadratmeter Asphaltfläche entsiegelt. Hier entstehen neue Grünstreifen mit sieben zusätzlichen Stadtbäumen, die im Sommer Schatten spenden und für Abkühlung sorgen.
• ÖPNV und Lärmschutz: Die Bushaltestellen „Siemensstraße“ und „Offenburger Straße“ werden barrierefrei ausgebaut. Eine bauliche Verengung sorgt für eine automatische Verkehrsberuhigung und senkt den Lärmpegel für Anwohnende nachhaltig.
• Neuordnung des Parkraums auf der Südseite: Um die neuen Radwege regelkonform und sicher umzugestalten, wären bei beidseitigem Parken zusätzliche Sicherheitstrennstreifen notwendig. Da dafür nicht genügend Platz ist, muss das Parken auf der Südseite komplett entfallen. Nur so ist es möglich, die Straße für den Radverkehr sicher umzugestalten und zugleich die Bäume auf der Nordseite zu erhalten. Der gewonnene Raum wird für die Geh- und Radwege sowie die neuen Baumscheiben genutzt. Die Parkplätze auf der Nordseite zwischen den Bäumen bleiben.
Das Garten- und Tiefbauamt, der ESE und die Badenova Wärmeplus bitten um Verständnis für die Einschränkungen. Nach Abschluss der Arbeiten führt die Verkehrsberuhigung zu einer spürbaren und langfristigen Steigerung der Lebensqualität im Quartier. | | | | | |
| (c) mitwelt.org | | | | | Regenrückhaltung: im Trockensommer vom Biber lernen ... | Der Hitze- und Trockensommer 2026 zeigt seine Folgen: Flüsse, Seen und Quellen führen deutlich weniger Wasser, viele Bäche trocknen aus. Die Gewässer erwärmen sich, Sauerstoffmangel und Fischsterben nehmen zu. Die Grundwasserstände sinken, die Trinkwasserversorgung gerät regional unter Druck. Landwirtschaft, Schifffahrt und Kraftwerke leiden unter Wassermangel. Atomkraftwerke werden abgestellt. Gleichzeitig steigen Waldbrandgefahr, Ernteausfälle und der Stress für Natur und Ökosysteme deutlich an.
Der von Fossil-Lobbyisten geleugnete und von der Wissenschaft und der Umweltbewegung angekündigte menschengemachte Klimawandel ist (nicht erst) im Hitzesommer 2026 in Deutschland angekommen.
Im Trockensommer vom Biber lernen ...
Ohne Erlaubnis, ohne Genehmigung, ohne Bauantrag und verbotenerweise macht der Biber das, was unsere Behörden schon lange machen müssten. Er sorgt für umweltfreundliche, dezentrale und nachhaltige Wasserrückhaltung und schafft einzigartige Biotope. Angesichts sommerlich trockenfallender Bäche und der damit verbundenen Vernichtung von Flora und Fauna benötigen wir schnell eine möglichst naturnahe Wasserrückhaltung für unsere Bäche im Gebirge, um Natur, Mensch, Fischen, Wasserkraftbetreibern und der Landwirtschaft zumindest mit einer Mindestwassermenge in Extremsommern dienen zu können. Wir brauchen viele, viele Teiche, Seen, Tümpel und aufgestaute Täler. Hochwasserschutz muss mit Regenwasserrückhaltung verbunden werden. Niederschlagswasser sollte im Gebirge und überall dezentral aufgefangen und in Trockenphasen kontrolliert ins Grundwasser und in die Fließgewässer abgeleitet werden.
Auch in Zeiten, in denen wir Menschen gerade täglich 100 bis 150 Arten ausrotten und unter Hitzesommern leiden, wird der Biber von manchen Menschen immer noch als Schädling dargestellt. Teilweise schwingt in den Debatten noch das alte, steinzeitliche Ausrottungsdenken mit. Doch der Biber macht ohne Bauantrag und verbotenerweise genau das, was eigentlich unsere Städte, Gemeinden und Behörden machen müssten, nämlich dezentrale Wasserrückhaltung.
Der Biber ist hier ein Vorbild und kein Schädling! Dort, wo er Probleme bereitet, finden sich Lösungen.
Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein, (Alt-)BUND-Geschäftsführer | | Mehr | | | |
| | | | | | Freiburgs neues Zentrum für Wiederverwendung | Die Fundfabrik öffnet ihre Türen
Das Gebrauchtwarenkaufhaus der ASF verbindet Secondhand, Reparatur, Umweltbildung und Begegnung
Auf 3000 Quadratmetern werden gebrauchte Waren angeboten
Mit der neuen Fundfabrik erhält Freiburg einen neuen Ort für gelebte Kreislaufwirtschaft. Das neu gebaute Gebrauchtwarenkaufhaus der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF) öffnet am 8. August seine Türen für die Öffentlichkeit. Hier werden auf 3000 Quadratmetern gut erhaltene, gebrauchte Waren angeboten, die zuvor auf den Freiburger Wertstoffhöfen gespendet wurden. Nach einer Prüfung und Aufbereitung gehen sie zu fairen Preisen in den Verkauf.
Die Fundfabrik verfolgt ein innovatives Gesamtkonzept. Neben Wiederverwendung, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit wird sie auch zu einem Ort der Umweltbildung und sozialer Teilhabe. Denn auf den drei Etagen entstehen außer den Verkaufsflächen auch Räume und Angebote für Bildung, Begegnung sowie Reparaturwerkstätten.
Mit der Fundfabrik hat die ASF eines ihrer ambitioniertesten Vorhaben erfolgreich realisiert. Der neue Standort in der Liebigstraße 16, direkt neben dem Recyclinghof St. Gabriel, ist auch ein zentraler Baustein der Freiburger Abfallvermeidungsstrategie. Hier wird Wiederverwendung gefördert und werden die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in die Praxis umgesetzt. Gebrauchte Gegenstände erhalten ein zweites Leben, Ressourcen werden geschont und Abfälle vermieden. In den Neubau investierte die ASF mehrere Millionen Euro. Zum Verkauf stehen über 120.000 gespendete Artikel bereit.
Vom Wertstoff zum Wertstück
Herzstück der Fundfabrik ist der Verkauf gut erhaltener Gebrauchtwaren. Möbel, Haushaltsartikel, Kleidung, Bücher, Fahrräder, Elektronik und viele weitere Alltagsgegenstände sind im Angebot. Die angebotenen Waren stammen größtenteils aus Spenden der Freiburger Bürgerinnen und Bürger. Bereits seit 2023 verfügen alle städtischen Recyclinghöfe über eigene Annahmestellen, an denen gut erhaltene Gegenstände abgegeben werden können. Nach einem Qualitäts-Check, einer Reinigung und der Aufbereitung gelangen diese in den Verkauf. Über Pop-up-Stores auf Messen und Veranstaltungen, etwa auf dem ZMF oder der Greenflair, wurde das Konzept bereits vor der Eröffnung einem größeren Publikum vorgestellt.
Mehr als ein Gebrauchtwarenkaufhaus
Die Fundfabrik bietet ein nachhaltiges und modernes Einkaufserlebnis. Im Mittelpunkt stehen eine strukturierte Warenpräsentation und ein übersichtliches Sortiment. Die Bezahlung läuft bargeldlos. Gleichzeitig geht das Konzept über den klassischen Warenverkauf hinaus: So entstehen ein Repair-Café, Workshops, Upcycling-Angebote, Vorträge und weitere Veranstaltungen. Besucherinnen und Besucher erhalten hier praktische Anregungen, wie Produkte länger genutzt, repariert oder kreativ upgecycelt werden können. Die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen, Initiativen und lokalen Netzwerken macht die Fundfabrik zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs.
Das Veranstaltungs- und Bildungsprogramm wird nach der Eröffnung schrittweise aufgebaut. Zum Start liegt der Fokus zunächst auf dem Warenverkauf, welcher die Basis für einen langfristig tragfähigen Betrieb bildet.
Stimmen zur Fundfabrik
„Die Fundfabrik ist ein Gewinn für ganz Freiburg und ein weiterer Meilenstein der nachhaltigen Stadtentwicklung“, betont Oberbürgermeister Martin Horn. „Unser neues Gebrauchtwarenkaufhaus bringt viele Vorteile für Freiburg und vor allem für die Menschen der Stadt. Gutes landet nicht mehr auf dem Müll, das schont die Ressourcen. Und es entsteht ein großes neues Angebot an Waren zu fairen Preisen. Dazu kommt ein Bildungsangebot rund um die Themen Wiederverwendung, Reparatur und Upcycling. Die Fundfabrik macht deutlich, dass ein bewusster Umgang mit Ressourcen nicht Verzicht bedeuten muss, sondern neue Möglichkeiten eröffnet. Sie ist damit eine lokale Antwort auf viele große Fragen unserer Zeit.“
Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit sieht die neue Fundfabrik als einen innovativen Ort der Kreislaufwirtschaft und hebt hervor: „Die Förderung der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Mit diesem neuen Angebot fördern wir die sogenannten 5 Rs Prinzipen „Refuse, Reduce, Reuse, Repair und Recycle“ und schaffen wir eine Kultur, in der Ressourcen wertgeschätzt und im Kreislauf gehalten werden. Upcycling zeigt, dass aus vermeintlichem Abfall neue Ideen, neue Produkte und neue Chancen entstehen können.“
„Mit der Fundfabrik hat die ASF eines ihrer ehrgeizigsten Projekte erfolgreich umgesetzt“, erklärt ASF-Geschäftsführer Michael Broglin. „Das innovative Konzept ist Synonym für aktiven Ressourcen- und Umweltschutz. Die Bauweise des Gebäudes gemäß Anforderungen der DGNB- und der QNG-Zertifizierung sowie des Effizienzgebäudestandards EG40 unterstreicht unseren Anspruch, Nachhaltigkeit konsequent umzusetzen – von der Planung über die Realisierung bis hin zum Nutzungskonzept. Dies umfasst neben ökologischen Aspekten auch soziale Verantwortung: Mit der Schaffung von Ausweicharbeitsplätzen in den Bereichen Verkauf, Werkstatt und Warenannahme bieten wir Beschäftigten, die aus gesundheitlichen oder organisatorischen Gründen nicht mehr an ihrem bisherigen Arbeitsplatz tätig sein können, eine alternative Einsatzmöglichkeit.“
Darüber hinaus hat die gemeinnützige f.q.b. gGmbH Geschäftsflächen in der Fundfabrik für ihre eigene Kundschaft angemietet. Mit dem dort betriebenen Möbelladen schafft sie neue Chancen für Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt häufig auf besondere Herausforderungen stoßen. Die Zusammenarbeit ergänzt das nachhaltige Konzept der Fundfabrik um eine weitere soziale Komponente.
Mit der Eröffnung der Fundfabrik, die sich in unmittelbarer Nähe des ASF-Betriebshofs befindet, fällt am Samstag, 8. August 2026, um 10 Uhr der Startschuss für Freiburgs neues Zentrum für Wiederverwendung und Nachhaltigkeit. Und eines ist schon jetzt ziemlich sicher: Wer kommt, wird fündig.
Öffnungszeiten der Fundfabrik:
Montag: geschlossen
Dienstag bis Freitag: 10 - 18 Uhr
Samstag: 10 - 16 Uhr
Sonn- und Feiertage: geschlossen
Weitere Informationen gibt es unter www.Fundfabrik.de und www.abfallwirtschaft-freiburg.de. | | Mehr | | | |
| Vitu war zuletzt das älteste Okapi in ganz Europa © Wilhelma Stuttgart | | | | | Okapi-Senior Vitu in der Wilhelma verstorben | Ältester Okapi-Bulle Europas aus gesundheitlichen Gründen eingeschläfert
Ende Juli 2026 musste der Okapi-Bulle Vitu im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart aufgrund von alters- und krankheitsbedingten Leiden eingeschläfert werden. Der im Zoo von Basel zur Welt gekommene Vitu wurde 28 Jahre und 4 Monate alt. Vor seinem Tod war er das älteste Okapi in Europa. In den Wochen zuvor hatte sich Vitus Gesundheitszustand zunehmend verschlechtert. Dr. Tobias Knauf-Witzens, leitender Tierarzt in der Wilhelma, erklärt: „Vitu konnte sich zuletzt nur noch schlecht fortbewegen. Er fraß kaum mehr und zeigte immer deutlichere Alterserscheinungen. Um unnötiges Leiden zu vermeiden, mussten wir die Entscheidung treffen, ihn zu euthanasieren. Nach der Obduktion wird sein Körper dem Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart für wissenschaftliche Zwecke übergeben.“
In die Wilhelma kam Vitu bereits 1999 im Alter von 1,5 Jahren. Zwischen 2005 und 2015 wurde er sechsmal Vater. Über verschiedene Zoos verteilt leben heute noch 17 seiner Nachkommen in insgesamt vier Generationen. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin verdeutlicht, warum das so bedeutsam ist: „In der Natur kommen Okapis ausschließlich in den Regenwäldern im Norden und Nordosten der Demokratischen Republik Kongo vor. Aufgrund ihrer heimlichen Lebensweise und oft schwer zugänglicher Lebensräume weiß niemand genau, ob es von ihnen noch 10.000, 30.000 oder vielleicht doch mehr gibt. Fest steht jedoch: Lebensraumverlust, Wilderei und politische Instabilität bedrohen die Wildpopulation. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft das Okapi daher als „stark gefährdet“ ein. Eine Reservepopulation in menschlicher Obhut ist darum wichtig, um die Zukunft der Art zu sichern. Unser verstorbener Okapi-Bulle hat dafür einen wertvollen Beitrag geleistet.“
Bei Okapis handelt es sich um kurzhalsige Waldgiraffen. Sie erreichen eine Schulterhöhe von rund 1,5 Metern. Okapis ernähren sich fast ausschließlich von frischem Laub, was sie in zoologischen Gärten zu anspruchsvollen Pfleglingen macht. Trotz ihrer Größe wurde die Art, obwohl sie den Menschen im Kongo lange bekannt war, von europäischen Forschungsreisenden sehr spät entdeckt und erst Anfang des 20. Jahrhunderts wissenschaftlich beschrieben. In Europa werden Okapis seit 1956 erfolgreich gezüchtet, in der Wilhelma seit 1989. Alle Zoos, die Okapis halten, leisten zudem einen alljährlichen finanziellen Beitrag für das Okapi Conservation Project, das sich im kongolesischen Ituri Forest für das Überleben der dortigen Okapi-Population einsetzt. | | | | | |
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