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Verschiedenes
Rothenfels: Burg Rothenfels (c) DSD / Peter Schabe | | | | | Bronzeplakette für Burg Rothenfels | Zur Erinnerung an die private Förderung
Reinhold Schöpf, Ortskurator Fränkische Stadtbaumeister der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Samstag, den 27. Juni 2026 um 12.00 Uhr eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ an Claudia Hamelbeck, Vorständin der Vereinigung der Freunde von Burg Rothenfels e.V. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD konnte dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale die Fassadeninstandsetzung des Süd- und Ostturms sowie des Ostpalas und des südlichen Verbindungsbaus der Burg Rothenfels mit 100.000 Euro unterstützen. Zuvor hatte die DSD bereits die Dachinstandsetzung und die Fassadensanierung gefördert.
Die noch gut erhaltene unterfränkische Höhenburg mit dem gewaltigen Bergfried liegt hoch über dem Maintal. Über die Grenzen hinaus bekannt wurde die Burg durch das Wirken des Theologen Romano Guardini, der von 1927 bis 1939 Burgleiter war. Die Kapelle der Burg wurde damals zum Herz der Liturgischen Bewegung. Der Architekt Rudolf Schwarz, inspiriert vom Dessauer Bauhaus und seiner Studienzeit unter dem Baumeister Hans Poelzig in Berlin, gestaltete sowohl die Innenräume neu wie auch viele der Einrichtungsgegenstände. Träger der Burg ist heute die „Vereinigung der Freunde von Burg Rothenfels“, die Mitglied im Bayerischen Volkshochschulverband ist. Sowohl die Räume der Innenburg als auch die der vorgelagerten Außenburg wurden in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend erneuert und modernisiert.
Die weitläufige Burg geht auf die Staufer zurück und ist somit gut 850 Jahre alt. Sie erstreckt sich auf einem Bergrücken oberhalb des Mains und besteht aus der Außenburg und der Hauptburg. Die vom Bergfried beherrschte Hauptburg umfasst eine Ringmauer. West- und Südflügel sowie der Ostpalas stammen aus dem frühen 16. Jahrhundert. Den Ostpalas rahmen zwei Türme, die beide in das frühe 12. Jahrhundert zurückreichen, jedoch wie der Ostpalas im beginnenden 16. Jahrhundert umgebaut wurden. Der Ostpalas birgt den Rittersaal und die Burgkapelle. Beide Räume wurden in der Zusammenarbeit zwischen dem Architekten Rudolf Schwarz und dem Theologen Romano Guardini als richtungsweisende Raumkunstwerke gestaltet.
Die Burg gehört zu den über 680 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte. | | | | | |
| (c) Amt für Brand- und Katastrophenschutz Freiburg | | | | | Wasserrettung: Badeunfall am Flückiger See | Freiburg, 30. Juni. Personensuche nach Badeunfall / Wasserrettung mit Tauchereinsatz
Um kurz nach 10 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem gemeldeten Badeunfall am Flückiger See alarmiert. Ein Zeuge meldete sich direkt bei Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr vor Ort, die sich zeitgleich zu Ausbildungszwecken am dortigen Badesee aufhielten.
Nach ersten Erkenntnissen war eine weibliche Person beim Baden untergegangen und nicht mehr an der Wasseroberfläche erschienen. Umgehend wurden durch die Integrierte Leitstelle weitere Einheiten der Feuerwehr mit deren Rettungstauchern, der DLRG und des THW – beide ebenfalls mit Tauchern und Rettungsschwimmern, alarmiert. Die großangelegten Suchmaßnahmen wurden sowohl vom Wasser mit Boot und Sonar als auch unter Wasser durchgeführt. Zusätzlich unterstützte der Freiburger Rettungshubschrauber aus der Luft mit einem Überflug des Gewässers.
Die vermisste Person konnte auch nach einer intensiven Suche nicht aufgefunden werden. Gegen 13:30 Uhr wurde die ergebnislose Suche eingestellt und die Maßnahmen beendet. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte an der Suchaktion beteiligt.
Die gute Zusammenarbeit unter den beteiligten Hilfsorganisationen und der Polizei soll hier nicht unerwähnt bleiben.
Neben dem hier geschilderten Einsatz beschäftigten die Feuerwehr Freiburg seit dem heutigen Dienstbeginn um 7 Uhr bis jetzt insgesamt zehn weitere Einsätze. Das Spektrum reichte hier von ausgelösten Brandmeldeanlagen, einer Rauchentwicklung im Gebäude, einer Gasausströmung in einem Wohnhaus bis hin zu mehreren Wohnungsöffnungen bei den Personen in Not vermutet wurden. | | | | | |
| | | | | | Geschlechtsspezifische Gewalt | Freiburg startet Kampagne „Nicht okay. Nicht egal. Nicht deine Schuld.“
Stadt setzt gemeinsam mit großem Netzwerk Istanbul-Konvention um
Neue Kampagne macht auf Gewalt aufmerksam und zeigt Hilfsangebote auf
Acht Maßnahmen des Freiburger Aktionsplans bereits auf den Weg gebracht
Die Stadt Freiburg verstärkt ihr Engagement gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Gemeinsam mit einem breiten Netzwerk aus Fachstellen und zivilgesellschaftlichen Organisationen setzt sie die Istanbul-Konvention auf kommunaler Ebene um. Mit der Kampagne „Nicht okay. Nicht egal. Nicht deine Schuld.“ wird diese Arbeit nun auch im öffentlichen Raum sichtbar.
Gewalt gegen Frauen, Kinder und queere Menschen gehört auch in Freiburg für viele Betroffene zum Alltag. Häusliche Gewalt, sexuelle Belästigung, digitale Gewalt oder Übergriffe im öffentlichen Raum sind keine Einzelfälle. Mit der Istanbul-Konvention haben sich Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, geschlechtsspezifische Gewalt konsequent zu bekämpfen und Betroffene besser zu schützen.
Die Stadt Freiburg setzt diese Verpflichtung gemeinsam mit Fachstellen, sozialen Einrichtungen, Vereinen, Bildungsträgern, Beratungsstellen und zivilgesellschaftlichen Organisationen um. Mehr als 70 Akteur*innen arbeiten inzwischen an der Umsetzung des Freiburger Aktionsplans zur Istanbul-Konvention mit.
Ein sichtbarer Baustein dieser Arbeit startet nun im öffentlichen Raum und auf Social Media: Mit der Kampagne „Nicht okay. Nicht egal. Nicht deine Schuld.“ macht Freiburg auf verschiedene Formen geschlechtsspezifischer Gewalt aufmerksam, informiert über Hilfsangebote und möchte Menschen ermutigen hinzuschauen, Unterstützung anzunehmen und Betroffene nicht allein zu lassen.
Die Kampagne zeigt Alltagssituationen, die viele Menschen kennen. Zahlen und Fakten machen deutlich, wie verbreitet Gewalt und Diskriminierung noch immer sind und wie wichtig es ist, Gewaltschutz voranzubringen. Die Motive greifen unterschiedliche Themen auf – von Gewalt gegen Frauen oder gegen trans* Personen und queere Menschen über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz bis hin zu sexualisierter Gewalt im digitalen Raum. Auch Partnerschaftsgewalt, Bedrohungen von Frauen im öffentlichen Raum oder sexualisierte Gewalt im Nachtleben sind Themen. Alle Motive verweisen auf konkrete Hilfsangebote für Betroffene sowie deren Angehörige und Umfeld.
Die Kampagne wird in den kommenden Monaten mit Plakaten, digitalen Formaten auf Social Media und weiteren Aktionen im Stadtgebiet sichtbar sein. Start der Kampagne ist jetzt, sie wird über mehrere Monate laufen und unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Auch die vielen Netzwerkpartner*innen werden ihre Social-Media-Kanäle für die Kampagne nutzen. Möglich wird die Kampagne auch durch die Unterstützung der Mekriba Stiftung. Die Stiftung fördert in Freiburg die Umsetzung der Istanbul-Konvention und engagiert sich insbesondere für Prävention, Aufklärung und den Schutz von Betroffenen.
OB Martin Horn: „Geschlechtsspezifische Gewalt ist ein Thema, dass leider noch immer sehr viele Menschen betrifft. Mit der Kampagne wollen wir Sichtbarkeit schaffen, Betroffenen Mut machen und deutlich zeigen: Freiburg schaut nicht weg. Gleichzeitig ist die Kampagne nur ein Baustein einer umfassenden Strategie, die wir gemeinsam mit vielen engagierten Partnerinnen und Partnern in unserer Stadt umsetzen.“
Frauenbeauftragte Simone Thomas: „Gewalt beginnt nicht erst bei körperlichen Übergriffen. Sie zeigt sich in vielen Formen – im privaten Umfeld, am Arbeitsplatz, im öffentlichen Raum oder im Internet. Die Kampagne soll sensibilisieren, informieren und dazu beitragen, dass Betroffene schneller Unterstützung finden. Gleichzeitig wollen wir alle Menschen ermutigen, hinzuschauen und Verantwortung zu übernehmen.“
Friederike Holland, Gründerin und Stifterin der Mekriba Stiftung: „Ein gewaltfreies und geschlechtergerechtes Miteinander gehört zu den zentralen Anliegen der Mekriba Stiftung. Ich unterstütze die Kampagne und die Umsetzung der Istanbul-Konvention, weil sie das Thema Gewalt in seinen unterschiedlichen Aspekten adressiert und die Menschen motiviert, über diese schweren Themen ins Gespräch zu kommen. Sexualisierte Gewalt hat schwere und langfristige Folgen für die Betroffenen und für unsere Gesellschaft. Die Initiative der Stadt Freiburg ist ein starkes Zeichen mit Vorbildcharakter. Sie macht Mut und zeigt, dass Veränderung möglich ist, wenn engagierte Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen.“
Die Kampagne ist Teil des Freiburger Aktionsplans zur Umsetzung der Istanbul-Konvention, den der Gemeinderat im Februar 2025 beschlossen hat. Ziel ist es, Gewalt vorzubeugen, Betroffene besser zu schützen und bestehende Hilfsstrukturen weiter auszubauen.
Bereits heute laufen alle acht priorisierten Maßnahmen des Aktionsplans:
- Mit „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ engagieren sich Ehrenamtliche in Freiburg-Weingarten gegen häusliche Gewalt und informieren über Hilfsangebote.
- Die sozialpädagogische Arbeit mit Jungen* und jungen Männern wird ausgebaut, um Geschlechterrollen zu reflektieren und Gewaltprävention zu stärken.
- Das Präventionsprogramm Pugs+ wird in Kindertageseinrichtungen eingesetzt, um Kinder, Eltern und Fachkräfte für häusliche und sexualisierte Gewalt zu sensibilisieren.
- Bei der Fachstelle Intervention gegen häusliche Gewalt (FRIG) entsteht eine Kompetenz- und Fortbildungsstelle für Fachkräfte und Multiplikator*innen die auch öffentliche Veranstaltungen und Fortbildungen anbietet.
- Fachtage und Dialogveranstaltungen stärken die Zusammenarbeit zwischen Fachstellen, Gesundheitswesen, Polizei, Justiz und Zivilgesellschaft.
- Gemeinsam mit dem SC Freiburg findet am 21. Juli ein großer Schulaktionstag gegen Gewalt für Freiburger Schüler*innen statt.
- Die Täter*innenarbeit wird durch neue Angebote zu Stalking und sexualisierter Gewalt erweitert. Zudem wird die Zusammenarbeit mit Polizei und Beratungsstellen ausgebaut.
- Die Kampagne, die den dringenden Handlungsbedarf für mehr Gewaltschutz öffentlich macht und Hilfsangebote kommuniziert.
Die Maßnahmen wurden in einem umfangreichen Beteiligungsprozess gemeinsam mit Fachstellen und zivilgesellschaftlichen Organisationen entwickelt. Die Koordinierungsstelle Istanbul-Konvention im Referat für Chancengerechtigkeit begleitet die Umsetzung und wird die Fortschritte regelmäßig evaluieren.
Weitere Informationen zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Freiburg gibt es online. | | Mehr | | | |
| Auhausen. St.Maria-und- Godehard (c) DSD / Schabe | | | | | Benediktinerklosterkirche in Auhausen | Natursteinarbeiten am Langhaus
Manfred Kiesel, Ortskurator Dinkelsbühl der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 24. Juni 2026 um 10.00 Uhr an Pfarrer Wolfgang Layh dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale einen Fördervertrag in Höhe von 30.000 Euro für die Natursteinarbeiten am Langhaus der Benediktinerklosterkirche in Auhausen.
Die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Maria und St. Godehard in Auhausen, einer Gemeinde im Landkreis Donau-Ries im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben, gehörte ehemals zu einem Benediktinerkloster. Mit dem Bau der Kirche wurde vermutlich um 1120 begonnen. Es entstand der Kern der Kirche und des Nordturmes, dessen drei oberste Geschosse um 1230 aufgebaut wurden. Der Südturm wurde 1334 errichtet, wie eine Inschrift an der Westseite belegt. 1513 ließ der letzte Abt, Georg Truchseß von Wetzhausen, im Norden und Süden an das Langhaus zwei Seitenkapellen anfügen. 1519 ließ er an der Stelle der abgebrochenen nördlichen und mittleren Apsis den Chor errichten. Im gleichen Jahr gab Truchseß von Wetzhausen bei dem Schreiner Melchior Schabert aus Donauwörth ein neues Chorgestühl in Auftrag.
Während des Bauernkrieges von 1525 wurden Kirche und Kloster geplündert. Die Glasfenster wurden zerschlagen, das Chorgestühl und die in der Kirche aufgestellten Grabmäler schwer beschädigt. Dennoch sind aus dem frühen 16. Jahrhundert ein Flügelaltar, Fragmente von Bleiglasfenstern im Chor und das Chorgestühl erhalten. 1531 gelangte das Kloster in den Besitz der Markgrafen von Ansbach, die die Reformation durchführten. Seither dient die ehemalige Klosterkirche der evangelischen Gemeinde als Pfarrkirche. Unter den Markgrafen von Ansbach wurde im Kirchenschiff ein Getreidekasten eingebaut. Die Mittelschiffwände wurden um 2,30 Meter abgebrochen, die Außenmauern der Seitenschiffe auf deren Höhe aufgemauert und das gesamte Langhaus mit dem heute noch erhaltenen Satteldach gedeckt. Zwischen 1537 und 1758 folgten mehrere Einbauten von Emporen.
Bei einer Renovierung in den Jahren 1969 bis 1978 entfernte man die Männerempore und den Getreidekasten und stellte die ursprüngliche Höhe des Hauptschiffs wieder her. Dabei entdeckte man unter einer Kalkschicht die bemalte Holzdecke von 1542.
Die Kirche ist eine querhauslose, dreischiffige Pfeilerbasilika. Von den ursprünglichen drei Apsiden ist nur noch die Apsis des südlichen Seitenschiffs erhalten. An der Stelle der mittleren und nördlichen Apsis öffnet sich der um drei Stufen erhöhte spätgotische Chor, der von einem Sterngewölbe gedeckt wird. Die Schlusssteine des Gewölbes sind mit den Wappen des Klosters und des Abtes Georg Truchseß von Wetzhausen verziert.
Die Auhausener Klosterkirche gehört zu den über 680 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte. | | | | | |
| | | | | | Freiburg: Strandbad am Wochenende bis 21 Uhr geöffnet | - Verlängerte Öffnungszeit am Samstag, 27. Juni, und Sonntag, 28. Juni
- Strandbad schließt erst um 21 Uhr
- Der Abendtarif gilt entsprechend eine Stunde länger
Die Regio Bäder GmbH verlängert am kommenden Wochenende die Öffnungszeiten im Strandbad. Am Samstag, 27. Juni, und Sonntag, 28. Juni, bleibt das Freibad jeweils eine Stunde länger geöffnet und schließt erst um 21 Uhr. Auch der Abendtarif gilt an beiden Tagen entsprechend eine Stunde länger.
Die verlängerte Öffnungszeit gilt zunächst für das kommende Wochenende. „Wir testen die verlängerte Öffnungszeit für extreme Hitzetage bewusst in unserem am stärksten besuchten Freibad. Danach schauen wir, wie das Angebot angenommen wurde und ob wir es an weiteren besonders heißen Tagen mit unserem engagierten Team vor Ort ermöglichen können“, sagt Oliver Heintz, Geschäftsleiter Freizeit- und Bäderanlagen. | | | | | |
| (c) mitwelt.org | | | | | Hitzesommer 2026 - Klima - Klimawandel Oberrhein, Südbaden & Freiburg |
Im Hitzesommer 2022 gab es in Deutschland 8.173 und in Europa 61.672 hitzebedingte Todesfälle. Quelle: Studie Nature Medicine. Das Hitze-Jahr 2026 könnte noch verheerender werden.
Warum gibt es keine Debatte zu den Tätern, warum werden die Umweltverbrechen der Fossilisten, Klimawandelleugner, der Kohle-, Öl- und Gasindustrie und ihrer Lobbyisten nicht bestraft?
Während in Deutschland Umwelt-Aktive nach Protesten im Gefängnis sitzen, verdient die Öl- und Gasindustrie Milliarden am (beendeten) Iran-Krieg.
Die Hitzesommer und das Wetter der letzten Jahre brachten eine Vorahnung des Klimawandels am Oberrhein, in Südbaden & Freiburg und waren geprägt von vielen Extremwetterereignissen. Große Hitze, drückende Schwüle, heftige Gewitter, Starkregen,lange Trockenphasen, trocken fallende Gewässer, Temperaturschwankungen ... brachten Mensch und Natur in Stress und Einbußen in der Landwirtschaft. Der Oberrhein und Südbaden gelten als Deutschlands Hitzeregion Nummer eins. Zwischen Vogesen und Schwarzwald staut sich die Wärme, was die Region zum Hotspot für extreme Sommertemperaturen, zahlreiche "Heiße Tage" und anhaltende Trockenheit macht.
Gleichzeitig bekämpfen Klimawandelleugner, Rechtspopulisten und industrienahe Bürgerinitiativen auch in Südbaden die dringend notwendige Energiewende und die zukunftsfähigen umweltfreundlichen Energien.
Aus Südbaden, der ehemals wärmsten Region Deutschlands, wird die heißeste Region und ein Klima-Krisengebiet. Es ist ein massiver Unterschied ob man in der "wärmsten" oder in der "heißesten" Region Deutschlands lebt.
Der bundesweite, langfristige, lineare Temperaturanstieg im Sommer entspricht für den Zeitraum 1881-2023 mit 1,8 °C in etwa dem jährlichen linearen Trend. Während der Temperaturanstieg für den deutschen Frühling bei 1,6 °C liegt, erreicht der Temperaturanstieg im Herbst 1,7 °C. Die Temperaturen im Winter sind um 1,9 °C gestiegen. Am Oberrhein ist die Durchschnittstemperatur wesentlich stärker gestiegen.
Ein Drittel der Menschheit könnte in 50 Jahren in Regionen leben, die dann so heiß sind, wie heute die heißesten Teile der Sahara. Das geht aus einer Analyse von europäischen, amerikanischen und chinesischen Wissenschaftlern hervor, die im Mai 2020 im Fachblatt der amerikanischen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht wurde. Darin heißt es: Wenn global immer mehr Treibhausgase erzeugt werden, müssten 2070 dreieinhalb Milliarden Menschen mit Temperaturen leben, die nur schwer auszuhalten sind.
Das Zwei-Grad-Ziel ist der verzweifelte Versuch, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Am Oberrhein wurde diese Zwei-Grad-Marke schon überschritten.
Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass aus zukünftigen globalen zwei Grad mehr, vier Grad zusätzlich am Oberrhein werden. Die Hoffnung auf ein Erreichen des gewünschten globalen Zwei-Grad-Ziels ist in einer Welt die auf "unbegrenztes Wachstum" setzt und in der selbst in der "Ökoregion Oberrhein" die Autobahn sechsspurig ausgebaut werden soll, äußerst unwahrscheinlich.
In der schwül-heißen Rheinebene hat sich die Anzahl der Sommertage, also der Tage mit über 25 Grad, etwa in Karlsruhe von rund 30 auf heute 60 verdoppelt und wird weiter ansteigen.
"Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Oberrheingebiet in bioklimatischer Hinsicht (schon jetzt!) eines der ausgeprägtesten Belastungsklimate Deutschlands und Mitteleuropas aufweist. Bestimmend ist hierbei vor allem die hohe sommerliche Wärmebelastung sowie die große Häufigkeit austauscharmer und damit lufthygienisch kritischer Wetterlagen. Diese bioklimatischen Belastungsfaktoren sind in besonderem Maße in den Tieflagen ausgebildet, d. h. in der Oberrheinniederung und in den großen Schwarzwaldtälern. Dabei handelt es sich gerade um jene Räume, in denen die Mehrzahl der Menschen in unserer Region leben und arbeiten." steht in der Klimaanalyse Südlicher Oberrhein
Wissenschaftler wie Eberhard Parlow, Klimaexperte der Universität Basel, gehen davon aus, dass in den nächsten 80 Jahren die Jahresdurchschnittstemperatur im Oberrheingraben im Vergleich zu heute noch mal um 3,5 bis vier, in den Städten sogar um bis zu fünf Grad Celsius steigen wird.
Es gab auch früher heiße und trockene Phasen am Oberrhein. Und selbstverständlich wird es auch in der Zukunft wieder nasse, kalte und verregnete Jahre geben. Ein einzelner Regensommer, ein einzelner Hitzesommer ist Wetter. Doch der langfristige Trend geht Richtung Erwärmung und Trockenheit. "Klima" beschreibt, wie das Wetter über einen langen Zeitraum aussieht.
Der jetzt schon heiße Oberrhein, die Stadt Freiburg und die Landkreise Emmendingen und Ortenau werden zum Klima-Krisengebiet!
Am 13. August 2003 wurden in Freiburg, Mannheim, Karlsruhe sowie in der March laut Wikipedia 40,2 Grad gemessen. Damit war der Jahrhundertsommer 2003 eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der Geschichte Europas und in Deutschland war der Brutofen Oberrhein am stärksten betroffen.
Der Klimawandel wird nach Mitwelt-Ansicht in der zunehmend "tropischen" Hitzeregion Oberrhein massive Veränderungen bringen:
Die Lebensqualität für die hier lebenden Menschen wird sich verschlechtern
(Gesundheitsrisiken nehmen mit zunehmender Wärmebelastung überproportional zu)
Die negativen Auswirkungen auf die Landwirtschaft, Forstwirtschaft und den Tourismus (Wintersport) werden sich verschärfen
Die Zunahme von Extremereignissen (Hochwasser, Stürme, Hitzewellen) wird zu einer verstärkten unmittelbaren Gefährdung von Leben und Gesundheit der Bevölkerung führen
Das regionale Artensterben wird sich durch den Temperaturanstieg verstärken
Aus bisherigen Standortvorteilen (Toskana Deutschlands...) werden Standortnachteile
Der Zuzug an den Oberrhein und nach Freiburg könnte enden oder sich umdrehen mit vielfältigen Folgen
Ein "Rentnerparadies" ist der Oberrhein in Zeiten der Erwärmung auf jeden Fall nicht mehr
Dies könnte durchaus auch zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt und beim Flächenverbrauch, aber auch zu sinkenden Immobilienpreisen führen
Klimawandel und Waldsterben in Südbaden und im Schwarzwald
Hitze und Trockenheit machen nicht nur der Landwirtschaft, sondern auch dem Wald in Südbaden und im Schwarzwald massiv zu schaffen. Je nach Standort sind manche Bäume extrem geschädigt. Viele Bäume sterben ab.
Der Klimawandel muss global angegangen werden
und dafür braucht es auch Druck und Initiativen aus Südbaden. In der "Öko-Region" am Oberrhein gibt es noch viel zu tun und es gibt auch eine Vielzahl von erfreulichen Entwicklungen und Initiativen. Doch auch in Südbaden wird der Ausbau der alternativen Energien massiv ausgebremst und südbadische PolitikerInnen fordern den klimaschädlichen Autobahnausbau. Da wird von den Menschen individuelles, klimafreundliches Verhalten gefordert (was von wenigen Ausnahmen abgesehen noch nie funktioniert hat) und gleichzeitig werden klimafeindliche Strukturen geschaffen. Die Menschen bauen energiefressende Klimaanlagen in ihre Häuser, kaufen vermehrt SUVs, die Bitcoin-Gier frisst unglaubliche Energiemengen und der badische Bauernverband will die Hitzefolgen mit mehr Gifteinsatz bekämpfen. Dazu kommt das energiefressende hitzerzeugende Rechenzentrum in Petit-Landau.
Der zentrale Wissenssatz im Zeitalter des Anthropozän hat sich immer noch nicht herumgesprochen:
Unbegrenztes Wachstum zerstört begrenzte Systeme und auch das Klima.
Die nächsten Jahrzehnte in Südbaden, Freiburg und Oberrhein werden spannend und heiß.
Weitere Ursachen der Klimakatastrophe
Die Welt erlebt und erleidet den menschengemachten Klimawandel. Dürren, Wüstenbildung, Extremwetterereignisse und extreme Hitze sind noch schneller gekommen, als es die Umweltbewegung und die Wissenschaft prognostiziert haben. Die zentrale Ursache unserer Krisen ist das Phänomen, das als "Große Beschleunigung" beschrieben wird. Öl-, Gas-, Kohle- und Energiekonzerne haben auf eine verbrecherische Art und Weise das Thema heruntergespielt und mit atomar-fossilen Seilschaften die Klimawandelleugner und die Energiewendegegner finanziert. Jetzt werden die Täter nicht etwa bestraft, sondern mit Milliardenprofiten belohnt. Alle großen Energiekonzerne treiben die Öl- und Gaspreise infolge des Ukraine-Krieges und fördern mit ihren unglaublichen Profiten die Inflation. Und die liberalen Schutzheiligen der Konzerne in der Regierung verhindern eine Übergewinnsteuer. Die neoliberale Umverteilung von unten nach oben beschleunigt sich parallel zur Klimakatastrophe und untergräbt die Demokratie.
Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein | | Mehr | | | |
| Wertheim: Wohnhaus Mühlenstr.19 (c) DSD / Cornelia Sachs | | | | | Restaurierungen im Weingärtnerhaus in der Mühlenstraße 19 in Wertheim | Treppenhaus, Türen und Lambrien
Für Restaurierungsmaßnahmen im Treppenhaus, an den Türen und der Lambrien – einer dekorativen Wandverkleidung bzw. einem Wandsockel – im ehemaligen Weingärtnerhaus in der Mühlenstraße 19 in Wertheim stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Altstadtstiftung Wertheim 20.000 Euro zur Verfügung.
Das ehemalige Weingärtnerhaus befindet sich in der Mühlenvorstadt von Wertheim. Die Mühlenstraße führt die Tauber entlang bis nach Tauberbischhofsheim und stellt einen der wichtigen historischen Zufahrtswege nach Wertheim dar.
Das dreigeschossige verputzte Gebäude zeichnet ein Mansardgiebeldach mit Aufschiebling und Satteldach aus, ein massives Hanggeschoss mit darüberliegendem Fachwerk über einer starken Vorkragung. In der nördlichen Hälfte findet sich eine dreiteilige Fenstergruppe und im Giebeldreieck eine Aufzugsluke.
Das zweite Obergeschoss und das Dachwerk stammen aus dem Jahr 1812. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der rückwärtige Gebäudeteil mit dem Satteldach umgebaut. Die Fachwerkkonstruktion lässt sich im Kern jedoch auf 1341 datieren.
Das Wohnhaus in Wertheim gehört zu den über 440 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte. | | | | | |
| | | | | | Waldbrandgefahr in den nächsten Tagen auf höchster Gefahrenstufe | Offenes Feuer und Rauchen im Wald sind verboten. Ebenso ist jegliches Grillen – auch an den offiziellen Grillstellen – verboten
Wer einen Waldbrand bemerkt, soll sofort die Feuerwehr (Notruf 112) oder die Polizei (110) informieren
In den nächsten Tagen steigt die Waldbrandgefahr in Freiburg weiter an. Aktuell sagt der Deutsche Wetterdienst für Donnerstag und Samstag die höchste Waldbrand-Gefahrenstufe 5 voraus. Auch wenn die Waldbrandgefahr zwischenzeitlich auf die zweithöchste Stufe 4 sinkt, bleibt die Lage extrem angespannt. Daher ist bis auf Weiteres das Grillen an den Grillstellen im Stadtwald und an den durchs Forstamt vermieteten Hütten sowie in der Grillzone am Opfinger See verboten.
Dank des besonnenen Verhaltens der Freiburger Bevölkerung sind bisher noch keine Vegetationsbrände entstanden. Damit das so bleibt bitten das Forstamt Freiburg und das Amt für Brand- und Katastrophenschutz alle Waldbesucher*innen weiterhin eindringlich um größte Vorsicht und Aufmerksamkeit.
Rauchen und offenes Feuer sind im Wald und in einem Abstand von 100 Metern zum Wald außerhalb eingerichteter Grillstellen grundsätzlich verboten (§ 41 Landeswaldgesetz). Beides stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann von Förstern, Polizei und Vollzugsdienst geahndet werden. Dafür können Verwarnungs- und Bußgelder erhoben werden. Waldbrandgefahr geht auch von achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen aus.
Grill-Regelungen
Bei einem Waldbrandgefahrenindex von 5 ist im Stadtwald jegliches offenes Feuer verboten. Das gilt neben dem obligatorischen Rauchverbot auch und besonders für das Grillen an den offiziellen Grillstellen und für die Nutzung von Kerzen oder Fackeln bzw. Lampen mit offener Flamme. In den Grün- und Parkanlagen sind Feuermachen und Grillen an den offiziellen Grill- und Feuerstellen sowie in den Grillzonen bereits ab Waldbrand- oder Graslandfeuergefahr von Stufe 4 verboten. Außerhalb der offiziellen Grill- und Feuerstellen bzw. Grillzonen ist Feuermachen in Grünanlagen und im Wald generell nicht erlaubt. Auf der Grundlage des Polizeigesetzes können Polizei und Vollzugsdienst bei einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit auch an den eingerichteten Grillstellen einschreiten. Infos gibt es auch unter www.freiburg.de/grillen.
Regeln für Autos
Waldbesuchende sollen Zufahrtswege in die Wälder nicht mit ihrem Fahrzeug blockieren. Pkw dürfen nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Sie sollen nicht auf trockenem Bodenbewuchs, laubbedeckten Flächen oder trockenem Gras stehen, da heiße Katalysatoren oder Auspuffteile die trockene Vegetation leicht entzünden können.
Hinweise der Feuerwehr Freiburg
Waldbrände sind meist von Menschen verursacht. Die strikte Einhaltung der Waldregeln hilft, Brände zu verhindern. Zunehmend stellen aber Feuerwehr, Forst- und Umweltbehörden fest, dass Freizeitflächen in der Natur, auch im Wald, vermüllen. Dies erhöht die Brandlast und erschwert die Bekämpfung eines Brandes – in einer Zeit, da nach langer Trockenheit die Wasserressourcen ohnehin knapp sind.
Wer einen Waldbrand bemerkt, soll sofort die Feuerwehr (Notruf 112) oder die Polizei (110) informieren. Nichts hilft besser, das Ausmaß eines Brandes einzuschränken, als die schnelle Information über den Brandherd und seine sofort eingeleitete Bekämpfung. Nur so lassen sich Gefahren für Natur und Mensch vermeiden.
Um die Feuerwehr gezielt zum Einsatzort zu führen, ist eine präzise Ortsbeschreibung wichtig. Zur Beschreibung bieten sich die Rettungspunkte des Forstamtes an, allgemein bekannte Parkplätze, Namen von Waldwegen und die Wegweiser von Wanderwegen oder Mountainbikestrecken.
Die Feuerwehr Freiburg befasst sich seit 2012 intensiv mit dem Thema
Vegetationsbrände und hat mit dem Forstamt einen Einsatzplan abgestimmt.
Große Unterstützung kam dabei vom renommierten Waldbrandexperten
Johann Georg Goldammer von der Universität Freiburg. In den vergangenen
Jahren hat die Feuerwehr Freiburg viel in die waldbrandgemäße Ausbildung
und Ausstattung investiert. Die Abteilungen Waltershofen und Kappel der
Freiwilligen Feuerwehr sind als Sondereinheiten speziell trainiert.
Die Vorhersage des Waldbrandgefahrenindexes des Deutschen Wetterdienst für Baden-Württemberg ist online zu finden. | | Mehr | | | |
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