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Freitag, 3. Juli 2026
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Verschiedenes

GrĂŒne Mystik: Spirituelle Touren im Nationalpark Schwarzwald
Entschleunigung im GrĂŒnen (c) TMBW / Christoph DĂŒpper
 
GrĂŒne Mystik: Spirituelle Touren im Nationalpark Schwarzwald
Mit seinen dunklen Tannen, unergrĂŒndlichen Seen und nebelverhangenen Anhöhen erscheint der Schwarzwald vielen als mystischer Ort. Wer hier gezielt nach spirituellen Angeboten sucht, wird auch schnell fĂŒndig. Etwa im Nationalpark: Verschiedene Touren fĂŒhren zu den Kirchen und Kapellen entlang der Schwarzwaldhochstraße. Zwei „Schöpfungswege“ geben die Möglichkeit, „In himmlischer Ruhe“ und „Dem Himmel nahe“ zu wandern. Oder man begibt sich auf einen geistlichen Rundgang um den Mummelsee. Wer lieber in der Gruppe unterwegs ist, kann sich den Outdoorangeboten des ökumenischen Netzwerks „Kirche im Nationalpark Schwarzwald“ anschließen.
 
 

 
Eure HĂ€nde fĂŒr die Wende: Projekt „Handwerk fĂŒr den Klimaschutz“ gestartet
Interaktives Exit-Game möchte junge Menschen fĂŒr den Beruf begeistern

Ob WĂ€rmepumpe im Keller, neues Fenster in der Fassade oder Photovoltaikanlage auf dem Dach: Ohne das Handwerk gelingt die Energiewende nicht. DafĂŒr braucht es qualifizierte NachwuchskrĂ€fte. Die werden allerdings seit Jahren hĂ€nderingend gesucht. Deshalb haben die Stadt, die Energieagentur Regio Freiburg und die Handwerkskammer Freiburg das Projekt „Handwerk fĂŒr den Klimaschutz“ ins Leben gerufen.

„Unser Ziel ist es, junge Menschen fĂŒr Handwerksberufe im Bereich des Klimaschutzes zu begeistern. Wir wollen die Berufsbilder sichtbarer machen und die WertschĂ€tzung dafĂŒr steigern. Nur gemeinsam können wir unsere Klimaschutzziele erreichen“, betont UmweltbĂŒrgermeisterin Christine Buchheit.

HandwerkskammerprĂ€sident Johannes Burger ergĂ€nzt: „Die Energiewende wird mit den HĂ€nden des Handwerks umgesetzt. Deshalb brauchen wir junge Menschen, die Lust haben, anzupacken und die Zukunft aktiv mitzugestalten.“

Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf innovativen Bildungsangeboten fĂŒr Schulen. Derzeit entsteht ein interaktives „Exit-Game“: Hier lösen Jugendliche gemeinsam spannende RĂ€tsel und Aufgaben rund um den Klimaschutz. Dabei schlĂŒpfen die Teilnehmer*innen in die Rolle von Handwerker*innen und erleben typische Herausforderungen aus dem Berufsalltag hautnah.

Was zunÀchst wie ein Freizeitspiel klingt, vermittelt auf spielerische Weise wichtige Einblicke in Handwerksberufe im Klimaschutz. Das Angebot richtet sich an Schulklassen der neunten Stufe und soll sie zum Mitmachen, Ausprobieren und Entdecken eigener Interessen motivieren. Ziel ist es, neue Perspektiven aufzuzeigen und das Interesse an klimarelevanten Handwerksberufen zu wecken.

Mehr Informationen gibt es online
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Nachtfahrverbot fĂŒr MĂ€hroboter geplant
Zum Schutz von Igeln und anderen Kleintieren

Mit einem MĂ€hroboter lĂ€sst sich ohne viel Arbeit der Rasen im Garten kurzhalten. Die praktischen GerĂ€te haben aber auch unerwĂŒnschte Nebenwirkungen. FĂŒr Kleintiere, besonders fĂŒr Igel, können MĂ€hroboter gefĂ€hrlich werden. Die gern gesehenen, stachligen Gartenmitbewohner streifen vor allem in der DĂ€mmerung und im Dunkeln durchs Gras. Den MĂ€hroboter ĂŒber Nacht „arbeiten“ zu lassen, das kann im schlimmsten Fall Igelleben kosten. Gerade kleine Igel sind gefĂ€hrdet. Dazu kommt, dass die Tiere bei Gefahr nicht wegrennen, sondern sich einrollen. Auch fĂŒr andere Kleintiere wie Frösche und Kröten kann der automatische RasenmĂ€her zum VerhĂ€ngnis werden. Die allermeisten MĂ€hroboter haben keine Sensorik, die die Tiere zuverlĂ€ssig erkennt.

Um Igel und andere nachtaktive Kleintiere zu schĂŒtzen, plant die Stadt ein Nachtfahrverbot fĂŒr MĂ€hroboter per AllgemeinverfĂŒgung. Bundesweit haben mittlerweile mehrere StĂ€dte Nachtfahrverbote fĂŒr MĂ€hroboter ĂŒber den Weg einer AllgemeinverfĂŒgung erlassen. Mehrere Fraktionen im Gemeinderat hatten beantragt, das Thema auf die Tagesordnung des Gemeinderats zu setzen. Die Verwaltung hat eine Drucksache erarbeitet, die sie am Montag, 6. Juli, im Haupt- und Finanzausschuss, am Dienstag, 7. Juli, im Ausschuss fĂŒr Umwelt und Klimaschutz sowie am Dienstag, 14. Juli, im Gemeinderat vorstellen wird.

Igel sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschĂŒtzt. In den letzten 30 Jahren hat sich ihr Bestand fast halbiert. Seit 2024 steht der Igel auf der internationalen roten Liste, er gilt als „potenziell gefĂ€hrdet“. Intensive Landwirtschaft und Insektensterben machen ihm das Leben auf dem Land zunehmend schwer. Ein Großteil der verbliebenen Igel-Populationen hat sich aufgrund dessen in die StĂ€dte und Dörfer verlagert. GĂ€rten bieten Igeln, anders als Ackerland, oft gute Bedingungen. Ein nĂ€chtliches Fahrverbot fĂŒr MĂ€hroboter ist daher eine einfache Möglichkeit, die bedrohten Tiere im urbanen Bereich zu schĂŒtzen. Das Verbot soll sich nach den Zeiten richten, in denen die Igel aktiv sind: eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang in den Monaten MĂ€rz bis November. Auch andere nachtaktive Kleintiere und Amphibien profitieren, wenn ihnen bei ihren nĂ€chtlichen StreifzĂŒgen keine MĂ€hroboter begegnen.

Wer darĂŒber hinaus helfen möchte, dass sich Igel in Freiburg wohl fĂŒhlen, kann die Lebensraumvielfalt im eigenen Garten zum Beispiel mit artenreichen Wiesen, Totholzecken oder Laub- und Reisighaufen aufwerten. Igelfreund*innen können fĂŒr kleine DurchlĂ€sse in ZĂ€unen (mindestens 15 Zentimeter in Breite und Höhe) sorgen oder bestenfalls ZĂ€une ganz durch Hecken aus heimischen Gehölzen ersetzen – damit die Tiere von Garten zu Garten wandern und Gefahren ausweichen können. Eine Beratung und Förderung fĂŒr naturnĂ€here GĂ€rten – auch fĂŒr Igel – bietet das Umweltschutzamt der Stadt ĂŒber das Förderprogramm „Artenschutz in der Stadt“: www.freiburg.de/artenschutz-programm.
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Feuerwehr & Rettungsdienst haben erste extreme Hitzewelle erfolgreich bewÀltigt
Stadt bittet BĂŒrger*innen weiterhin, besonders auf Ă€ltere Angehörige und Nachbar*innen zu achten

Die außergewöhnliche Hitzewelle der vergangenen Tage hat die Integrierte Leitstelle, den Rettungsdienst und den Bevölkerungsschutz auch in Freiburg vor besondere Herausforderungen gestellt.

In der Integrierten Leitstelle in der Eschholzstraße gingen doppelt so viele Anrufe ein wie an normalen Tagen. Auch die Zahl der Feuerwehr- und RettungsdiensteinsĂ€tze verdoppelte sich, zwischenzeitlich mussten auch zweimal so viele Fahrzeuge ausrĂŒcken. Zudem kam es vermehrt zu technischen Problemen aufgrund von Überhitzung. Die Freiwillige Feuerwehr verstĂ€rkte die hauptamtlichen EinsatzkrĂ€fte bei den zahlreichen EinsĂ€tzen.

Durch die frĂŒhzeitige Vorbereitung und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten vom Notruf bis zu den Kliniken konnte die „Außergewöhnliche Einsatzlage“ bestmöglich bewĂ€ltigt werden. Feuerwehr, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen, stĂ€dtische FachĂ€mter und Kliniken standen im tĂ€glichen Austausch.

„Mein besonderer Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen EinsatzkrĂ€ften, allen Mitarbeitenden sowie unseren Rettungsdienstbetreibern von Rotem Kreuz und Malteser Hilfsdienst. Zudem waren auch der ASB und die Johanniter mit zusĂ€tzlichen Fahrzeugen tĂ€tig. Nur durch die ehrenamtliche UnterstĂŒtzung konnten die Einsatzspitzen abgefedert werden. Die Arbeitsbelastung in der gesamten Kette von Notruf ĂŒber Rettungsdienst bis zu den Kliniken bei solchen Temperaturen ist extrem“, so BĂŒrgermeisterin Carolin Jenkner.

Neben der BewĂ€ltigung der einzelnen EinsĂ€tze stand der Schutz besonders gefĂ€hrdeter Bevölkerungsgruppen im Mittelpunkt. Gleichzeitig wurde auch darauf geachtet, die Gesundheit der EinsatzkrĂ€fte zu sichern – zum Beispiel durch zusĂ€tzliche Trinkpausen, ausreichend Regenerationszeiten und konsequenten Hitzeschutz.

Die Stadt Freiburg bittet alle BĂŒrger*innen auch weiterhin um umsichtiges Verhalten. Viele Menschen haben auf Nachbarn, Angehörige und besonders gefĂ€hrdete Personen geachtet und damit einen wichtigen Beitrag geleistet. Auch wenn das Thermometer ein paar Grad weniger anzeigt: Es ist weiter sehr warm und insbesondere Ă€ltere Alleinstehende und Menschen mit Vorerkrankungen sind gefĂ€hrdet. Die Stadt bittet darum, weiterhin aufmerksam zu sein und auf Nachbar*innen und Angehörige zu achten.
 
 

Bronzeplakette fĂŒr Burg Rothenfels
Rothenfels: Burg Rothenfels (c) DSD / Peter Schabe
 
Bronzeplakette fĂŒr Burg Rothenfels
Zur Erinnerung an die private Förderung

Reinhold Schöpf, Ortskurator FrĂ€nkische Stadtbaumeister der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), ĂŒberbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Samstag, den 27. Juni 2026 um 12.00 Uhr eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlĂŒcksSpirale“ an Claudia Hamelbeck, VorstĂ€ndin der Vereinigung der Freunde von Burg Rothenfels e.V. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer UnterstĂŒtzung motivieren. Die DSD konnte dank zahlreicher Spenden sowie der ErtrĂ€ge der Lotterie GlĂŒcksSpirale die Fassadeninstandsetzung des SĂŒd- und Ostturms sowie des Ostpalas und des sĂŒdlichen Verbindungsbaus der Burg Rothenfels mit 100.000 Euro unterstĂŒtzen. Zuvor hatte die DSD bereits die Dachinstandsetzung und die Fassadensanierung gefördert.

Die noch gut erhaltene unterfrĂ€nkische Höhenburg mit dem gewaltigen Bergfried liegt hoch ĂŒber dem Maintal. Über die Grenzen hinaus bekannt wurde die Burg durch das Wirken des Theologen Romano Guardini, der von 1927 bis 1939 Burgleiter war. Die Kapelle der Burg wurde damals zum Herz der Liturgischen Bewegung. Der Architekt Rudolf Schwarz, inspiriert vom Dessauer Bauhaus und seiner Studienzeit unter dem Baumeister Hans Poelzig in Berlin, gestaltete sowohl die InnenrĂ€ume neu wie auch viele der EinrichtungsgegenstĂ€nde. TrĂ€ger der Burg ist heute die „Vereinigung der Freunde von Burg Rothenfels“, die Mitglied im Bayerischen Volkshochschulverband ist. Sowohl die RĂ€ume der Innenburg als auch die der vorgelagerten Außenburg wurden in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend erneuert und modernisiert.

Die weitlĂ€ufige Burg geht auf die Staufer zurĂŒck und ist somit gut 850 Jahre alt. Sie erstreckt sich auf einem BergrĂŒcken oberhalb des Mains und besteht aus der Außenburg und der Hauptburg. Die vom Bergfried beherrschte Hauptburg umfasst eine Ringmauer. West- und SĂŒdflĂŒgel sowie der Ostpalas stammen aus dem frĂŒhen 16. Jahrhundert. Den Ostpalas rahmen zwei TĂŒrme, die beide in das frĂŒhe 12. Jahrhundert zurĂŒckreichen, jedoch wie der Ostpalas im beginnenden 16. Jahrhundert umgebaut wurden. Der Ostpalas birgt den Rittersaal und die Burgkapelle. Beide RĂ€ume wurden in der Zusammenarbeit zwischen dem Architekten Rudolf Schwarz und dem Theologen Romano Guardini als richtungsweisende Raumkunstwerke gestaltet.

Die Burg gehört zu den ĂŒber 680 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der ErtrĂ€ge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlĂŒcksSpirale allein in Bayern fördern konnte.
 
 

Wasserrettung: Badeunfall am FlĂŒckiger See
(c) Amt fĂŒr Brand- und Katastrophenschutz Freiburg
 
Wasserrettung: Badeunfall am FlĂŒckiger See
Freiburg, 30. Juni. Personensuche nach Badeunfall / Wasserrettung mit Tauchereinsatz

Um kurz nach 10 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem gemeldeten Badeunfall am FlĂŒckiger See alarmiert. Ein Zeuge meldete sich direkt bei EinsatzkrĂ€ften der Berufsfeuerwehr vor Ort, die sich zeitgleich zu Ausbildungszwecken am dortigen Badesee aufhielten.

Nach ersten Erkenntnissen war eine weibliche Person beim Baden untergegangen und nicht mehr an der WasseroberflĂ€che erschienen. Umgehend wurden durch die Integrierte Leitstelle weitere Einheiten der Feuerwehr mit deren Rettungstauchern, der DLRG und des THW – beide ebenfalls mit Tauchern und Rettungsschwimmern, alarmiert. Die großangelegten Suchmaßnahmen wurden sowohl vom Wasser mit Boot und Sonar als auch unter Wasser durchgefĂŒhrt. ZusĂ€tzlich unterstĂŒtzte der Freiburger Rettungshubschrauber aus der Luft mit einem Überflug des GewĂ€ssers.

Die vermisste Person konnte auch nach einer intensiven Suche nicht aufgefunden werden. Gegen 13:30 Uhr wurde die ergebnislose Suche eingestellt und die Maßnahmen beendet. Insgesamt waren rund 50 EinsatzkrĂ€fte an der Suchaktion beteiligt.

Die gute Zusammenarbeit unter den beteiligten Hilfsorganisationen und der Polizei soll hier nicht unerwÀhnt bleiben.

Neben dem hier geschilderten Einsatz beschÀftigten die Feuerwehr Freiburg seit dem heutigen Dienstbeginn um 7 Uhr bis jetzt insgesamt zehn weitere EinsÀtze. Das Spektrum reichte hier von ausgelösten Brandmeldeanlagen, einer Rauchentwicklung im GebÀude, einer Gasausströmung in einem Wohnhaus bis hin zu mehreren Wohnungsöffnungen bei den Personen in Not vermutet wurden.
 
 

 
Geschlechtsspezifische Gewalt
Freiburg startet Kampagne „Nicht okay. Nicht egal. Nicht deine Schuld.“

Stadt setzt gemeinsam mit großem Netzwerk Istanbul-Konvention um

Neue Kampagne macht auf Gewalt aufmerksam und zeigt Hilfsangebote auf

Acht Maßnahmen des Freiburger Aktionsplans bereits auf den Weg gebracht

Die Stadt Freiburg verstĂ€rkt ihr Engagement gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Gemeinsam mit einem breiten Netzwerk aus Fachstellen und zivilgesellschaftlichen Organisationen setzt sie die Istanbul-Konvention auf kommunaler Ebene um. Mit der Kampagne „Nicht okay. Nicht egal. Nicht deine Schuld.“ wird diese Arbeit nun auch im öffentlichen Raum sichtbar.

Gewalt gegen Frauen, Kinder und queere Menschen gehört auch in Freiburg fĂŒr viele Betroffene zum Alltag. HĂ€usliche Gewalt, sexuelle BelĂ€stigung, digitale Gewalt oder Übergriffe im öffentlichen Raum sind keine EinzelfĂ€lle. Mit der Istanbul-Konvention haben sich Bund, LĂ€nder und Kommunen verpflichtet, geschlechtsspezifische Gewalt konsequent zu bekĂ€mpfen und Betroffene besser zu schĂŒtzen.

Die Stadt Freiburg setzt diese Verpflichtung gemeinsam mit Fachstellen, sozialen Einrichtungen, Vereinen, BildungstrÀgern, Beratungsstellen und zivilgesellschaftlichen Organisationen um. Mehr als 70 Akteur*innen arbeiten inzwischen an der Umsetzung des Freiburger Aktionsplans zur Istanbul-Konvention mit.

Ein sichtbarer Baustein dieser Arbeit startet nun im öffentlichen Raum und auf Social Media: Mit der Kampagne „Nicht okay. Nicht egal. Nicht deine Schuld.“ macht Freiburg auf verschiedene Formen geschlechtsspezifischer Gewalt aufmerksam, informiert ĂŒber Hilfsangebote und möchte Menschen ermutigen hinzuschauen, UnterstĂŒtzung anzunehmen und Betroffene nicht allein zu lassen.

Die Kampagne zeigt Alltagssituationen, die viele Menschen kennen. Zahlen und Fakten machen deutlich, wie verbreitet Gewalt und Diskriminierung noch immer sind und wie wichtig es ist, Gewaltschutz voranzubringen. Die Motive greifen unterschiedliche Themen auf – von Gewalt gegen Frauen oder gegen trans* Personen und queere Menschen ĂŒber sexuelle BelĂ€stigung am Arbeitsplatz bis hin zu sexualisierter Gewalt im digitalen Raum. Auch Partnerschaftsgewalt, Bedrohungen von Frauen im öffentlichen Raum oder sexualisierte Gewalt im Nachtleben sind Themen. Alle Motive verweisen auf konkrete Hilfsangebote fĂŒr Betroffene sowie deren Angehörige und Umfeld.

Die Kampagne wird in den kommenden Monaten mit Plakaten, digitalen Formaten auf Social Media und weiteren Aktionen im Stadtgebiet sichtbar sein. Start der Kampagne ist jetzt, sie wird ĂŒber mehrere Monate laufen und unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Auch die vielen Netzwerkpartner*innen werden ihre Social-Media-KanĂ€le fĂŒr die Kampagne nutzen. Möglich wird die Kampagne auch durch die UnterstĂŒtzung der Mekriba Stiftung. Die Stiftung fördert in Freiburg die Umsetzung der Istanbul-Konvention und engagiert sich insbesondere fĂŒr PrĂ€vention, AufklĂ€rung und den Schutz von Betroffenen.

OB Martin Horn: „Geschlechtsspezifische Gewalt ist ein Thema, dass leider noch immer sehr viele Menschen betrifft. Mit der Kampagne wollen wir Sichtbarkeit schaffen, Betroffenen Mut machen und deutlich zeigen: Freiburg schaut nicht weg. Gleichzeitig ist die Kampagne nur ein Baustein einer umfassenden Strategie, die wir gemeinsam mit vielen engagierten Partnerinnen und Partnern in unserer Stadt umsetzen.“

Frauenbeauftragte Simone Thomas: „Gewalt beginnt nicht erst bei körperlichen Übergriffen. Sie zeigt sich in vielen Formen – im privaten Umfeld, am Arbeitsplatz, im öffentlichen Raum oder im Internet. Die Kampagne soll sensibilisieren, informieren und dazu beitragen, dass Betroffene schneller UnterstĂŒtzung finden. Gleichzeitig wollen wir alle Menschen ermutigen, hinzuschauen und Verantwortung zu ĂŒbernehmen.“

Friederike Holland, GrĂŒnderin und Stifterin der Mekriba Stiftung: „Ein gewaltfreies und geschlechtergerechtes Miteinander gehört zu den zentralen Anliegen der Mekriba Stiftung. Ich unterstĂŒtze die Kampagne und die Umsetzung der Istanbul-Konvention, weil sie das Thema Gewalt in seinen unterschiedlichen Aspekten adressiert und die Menschen motiviert, ĂŒber diese schweren Themen ins GesprĂ€ch zu kommen. Sexualisierte Gewalt hat schwere und langfristige Folgen fĂŒr die Betroffenen und fĂŒr unsere Gesellschaft. Die Initiative der Stadt Freiburg ist ein starkes Zeichen mit Vorbildcharakter. Sie macht Mut und zeigt, dass VerĂ€nderung möglich ist, wenn engagierte Menschen gemeinsam Verantwortung ĂŒbernehmen.“

Die Kampagne ist Teil des Freiburger Aktionsplans zur Umsetzung der Istanbul-Konvention, den der Gemeinderat im Februar 2025 beschlossen hat. Ziel ist es, Gewalt vorzubeugen, Betroffene besser zu schĂŒtzen und bestehende Hilfsstrukturen weiter auszubauen.

Bereits heute laufen alle acht priorisierten Maßnahmen des Aktionsplans:

- Mit „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ engagieren sich Ehrenamtliche in Freiburg-Weingarten gegen hĂ€usliche Gewalt und informieren ĂŒber Hilfsangebote.

- Die sozialpÀdagogische Arbeit mit Jungen* und jungen MÀnnern wird ausgebaut, um Geschlechterrollen zu reflektieren und GewaltprÀvention zu stÀrken.

- Das PrĂ€ventionsprogramm Pugs+ wird in Kindertageseinrichtungen eingesetzt, um Kinder, Eltern und FachkrĂ€fte fĂŒr hĂ€usliche und sexualisierte Gewalt zu sensibilisieren.

- Bei der Fachstelle Intervention gegen hĂ€usliche Gewalt (FRIG) entsteht eine Kompetenz- und Fortbildungsstelle fĂŒr FachkrĂ€fte und Multiplikator*innen die auch öffentliche Veranstaltungen und Fortbildungen anbietet.

- Fachtage und Dialogveranstaltungen stÀrken die Zusammenarbeit zwischen Fachstellen, Gesundheitswesen, Polizei, Justiz und Zivilgesellschaft.

- Gemeinsam mit dem SC Freiburg findet am 21. Juli ein großer Schulaktionstag gegen Gewalt fĂŒr Freiburger SchĂŒler*innen statt.

- Die TĂ€ter*innenarbeit wird durch neue Angebote zu Stalking und sexualisierter Gewalt erweitert. Zudem wird die Zusammenarbeit mit Polizei und Beratungsstellen ausgebaut.

- Die Kampagne, die den dringenden Handlungsbedarf fĂŒr mehr Gewaltschutz öffentlich macht und Hilfsangebote kommuniziert.

Die Maßnahmen wurden in einem umfangreichen Beteiligungsprozess gemeinsam mit Fachstellen und zivilgesellschaftlichen Organisationen entwickelt. Die Koordinierungsstelle Istanbul-Konvention im Referat fĂŒr Chancengerechtigkeit begleitet die Umsetzung und wird die Fortschritte regelmĂ€ĂŸig evaluieren.

Weitere Informationen zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Freiburg gibt es online.
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Benediktinerklosterkirche in Auhausen
Auhausen. St.Maria-und- Godehard (c) DSD / Schabe
 
Benediktinerklosterkirche in Auhausen
Natursteinarbeiten am Langhaus

Manfred Kiesel, Ortskurator DinkelsbĂŒhl der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), ĂŒberbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 24. Juni 2026 um 10.00 Uhr an Pfarrer Wolfgang Layh dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlĂŒcksSpirale einen Fördervertrag in Höhe von 30.000 Euro fĂŒr die Natursteinarbeiten am Langhaus der Benediktinerklosterkirche in Auhausen.

Die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Maria und St. Godehard in Auhausen, einer Gemeinde im Landkreis Donau-Ries im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben, gehörte ehemals zu einem Benediktinerkloster. Mit dem Bau der Kirche wurde vermutlich um 1120 begonnen. Es entstand der Kern der Kirche und des Nordturmes, dessen drei oberste Geschosse um 1230 aufgebaut wurden. Der SĂŒdturm wurde 1334 errichtet, wie eine Inschrift an der Westseite belegt. 1513 ließ der letzte Abt, Georg Truchseß von Wetzhausen, im Norden und SĂŒden an das Langhaus zwei Seitenkapellen anfĂŒgen. 1519 ließ er an der Stelle der abgebrochenen nördlichen und mittleren Apsis den Chor errichten. Im gleichen Jahr gab Truchseß von Wetzhausen bei dem Schreiner Melchior Schabert aus Donauwörth ein neues ChorgestĂŒhl in Auftrag.

WĂ€hrend des Bauernkrieges von 1525 wurden Kirche und Kloster geplĂŒndert. Die Glasfenster wurden zerschlagen, das ChorgestĂŒhl und die in der Kirche aufgestellten GrabmĂ€ler schwer beschĂ€digt. Dennoch sind aus dem frĂŒhen 16. Jahrhundert ein FlĂŒgelaltar, Fragmente von Bleiglasfenstern im Chor und das ChorgestĂŒhl erhalten. 1531 gelangte das Kloster in den Besitz der Markgrafen von Ansbach, die die Reformation durchfĂŒhrten. Seither dient die ehemalige Klosterkirche der evangelischen Gemeinde als Pfarrkirche. Unter den Markgrafen von Ansbach wurde im Kirchenschiff ein Getreidekasten eingebaut. Die MittelschiffwĂ€nde wurden um 2,30 Meter abgebrochen, die Außenmauern der Seitenschiffe auf deren Höhe aufgemauert und das gesamte Langhaus mit dem heute noch erhaltenen Satteldach gedeckt. Zwischen 1537 und 1758 folgten mehrere Einbauten von Emporen.

Bei einer Renovierung in den Jahren 1969 bis 1978 entfernte man die MĂ€nnerempore und den Getreidekasten und stellte die ursprĂŒngliche Höhe des Hauptschiffs wieder her. Dabei entdeckte man unter einer Kalkschicht die bemalte Holzdecke von 1542.

Die Kirche ist eine querhauslose, dreischiffige Pfeilerbasilika. Von den ursprĂŒnglichen drei Apsiden ist nur noch die Apsis des sĂŒdlichen Seitenschiffs erhalten. An der Stelle der mittleren und nördlichen Apsis öffnet sich der um drei Stufen erhöhte spĂ€tgotische Chor, der von einem Sterngewölbe gedeckt wird. Die Schlusssteine des Gewölbes sind mit den Wappen des Klosters und des Abtes Georg Truchseß von Wetzhausen verziert.

Die Auhausener Klosterkirche gehört zu den ĂŒber 680 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlĂŒcksSpirale allein in Bayern fördern konnte.
 
 



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