Prolixletter
Dienstag, 23. Juni 2026
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Verschiedenes

Im Bauch der Alb
Hinter jeder Ecke warten neue Entdeckungen (c) TMBW / Gert Krautbauer
 
Im Bauch der Alb
55 Meter unter der Erde, Tiefenhöhle Laichingen: Höhlenforscher Alexander Schneider steigt mit uns hinab in die Tiefenhöhle Laichingen.

Die Helmlampe zaubert Schatten auf die feuchten Wände, der Haken sitzt fest, das Seil ist gesichert. Jetzt geht es wieder in die Schächte der Tiefenhöhle Laichingen. Mit einer Mischung aus freudiger Spannung und Respekt schaut Alexander Schneider hinab und beginnt dann mit dem Abstieg. Schon als Kind kam er über seine Familie zur Höhlenforschung. Die Lust am Abenteuer und die Gemeinschaft mit anderen Forschenden lassen ihn bis heute immer wieder in die Tiefe klettern. Und an Höhlen mangelt es auf der Schwäbischen Alb ja wahrlich nicht. Etwa 2.800 Höhlen hat das Wasser hier in den Kalk gegraben. Ein absolutes Höhlenhighlight der Region ist die Tiefenhöhle Laichingen, Deutschlands tiefste Schauhöhle. Ihre Besucher können sich natürlich nicht einfach abseilen wie Alexander. Dafür erleben sie die Unterwelt auf einem Besucherpfad mit Eisentreppen und festen, beleuchteten Wegen. Über 600 Stufen geht es bis zu 55 Meter tief unter die Erde. Durch schmale Gänge, die sich unvermittelt zu großen Hallen öffnen, und vorbei an eigenartigen Formationen, die das Wasser hier aus dem Gestein geschliffen hat. verbindet.
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Karlsruhe beteiligt sich am Aktionstag „Kommunen am Limit“
Bund und Länder müssen angesichts der kommunalen Finanzkrise endlich handeln

Die Stadt Karlsruhe beteiligt sich am heutigen Montag, 22. Juni, am Aktionstag „Kommunen am Limit“, um auf die dramatische kommunale Finanzsituation aufmerksam zu machen. Die drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte und Gemeindebund – haben gemeinsam zu diesem Aktionstag aufgerufen und fordern von Bund und Ländern, endlich entschlossen zu handeln und wirksame Maßnahmen gegen die kommunale Finanzkrise zu ergreifen.
Dramatische Finanzlage

Die Finanzlage der Städte, Landkreise und Gemeinden ist dramatisch: Das kommunale Defizit lag 2025 bei rund 30 Milliarden Euro – ein historischer Höchststand, Tendenz steigend. Neben der Unterfinanzierung des ÖPNV und des Städtischen Klinikums tragen auch davongaloppierende Sozialausgaben in Karlsruhe dazu bei, dass sich der kommunale Haushalt in einer strukturellen Schieflage befindet. Ein Grund hierfür ist, dass die von Bund und Ländern an die Kommunen delegierten Aufgaben nicht auskömmlich gegenfinanziert werden.

So konnte noch im Jahr 2023 ein Überschuss in Höhe von rund 20 Millionen Euro erreicht werden. Davon ist Karlsruhe inzwischen weit entfernt: Nachdem für den Haushalt 2026/2027 jährlich rund 80 Millionen in einem gemeinsamen Kraftakt eingespart werden mussten, war bereits im März 2026 eine erneute Haushaltsperre in Höhe von 60 Millionen Euro notwendig geworden, weil die Gewerbesteuereinnahmen unvorhergesehen eingebrochen sind. Allein bis Ende 2026 wird mit Kreditverbindlichkeiten in Höhe von über einer Milliarde Euro gerechnet, obwohl Karlsruhe seit 2021 durch einschneidende Maßnahmen insgesamt rund 300 Millionen Euro eingespart hat. Betroffen sind hiervon alle Bereiche: der Wegfall des Geschwisterkindzuschusses in Kitas, Kürzungen bei Bauunterhaltung, Straßen und Gebäuden sowie im Kultur- und Sozialbereich und bei Zuschüssen für Vereine und Institutionen.
Appell an Bundesregierung und die Ministerpräsidentenkonferenz

„Die Kommunen sind finanziell am Limit“, sagt Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. „Eigentlich müsste man sagen, sie befinden sich im freien Fall. Daher werden viele Aktionen gestartet, um an die Bundesregierung und die Ministerpräsidentenkonferenz zu appellieren, sich noch intensiver und vor allem verantwortungsvoller um die kommunale Finanzsituation zu kümmern.“

Gemeinsam mit den Kommunen und ihren drei kommunalen Spitzenverbände fordert die Stadt Karlsruhe deshalb von Bund und Ländern:
• Das kommunale Finanzierungsdefizit muss strukturell beseitigt werden. Dies kann über eine deutliche Erhöhung des kommunalen Anteils an den Gemeinschaftssteuern sowie notwendige Reformen in den sozialen Sicherungssystemen geschehen.
• Der Grundsatz „Wer bestellt, bezahlt auch“ muss sofort für jede Aufgabenübertragung oder -ausweitung von Bund und Ländern gelten – mit einem vollständigen finanziellen und dynamisierten Ausgleich für alle Aufgaben, die den Kommunen von Bund und Ländern übertragen werden.

Die kommunale Finanzkrise ist nicht abstrakt. Sie ist sehr konkret vor Ort spürbar. Bund und Länder müssen handeln, damit der Staat vor Ort für seine Bürgerinnen und Bürger handlungsfähig bleibt.
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Gesamtinstandsetzung der Holzbrücke in Forbach
Holzbrücke in Forbach (c) DSD / Foto: Stefan Zachmann
 
Gesamtinstandsetzung der Holzbrücke in Forbach
Seitlich verschalte Fachwerkkonstruktion und Schindeldach dienen dem Witterungsschutz

Im Rahmen der Gesamtinstandsetzung der Holzbrücke in Forbach stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) für die Schindeldachdeckung dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der GlücksSpirale 70.000 Euro zur Verfügung. Die Holzbrücke verbindet den Siedlungsbereich Forbachs über die Murg in Ost-West Richtung. Sie ist das Wahrzeichen der kleinen Gemeinde und zählt zu den am meisten fotografierten Sehenswürdigkeiten des Murgtals, zumal Wanderwege wie die "Murgleiter" oder der "Westweg" über die Brücke führen.

Der Brückenstandort lässt sich bis ins Spätmittelalter zurückverfolgen. Die heutige Brücke wurde 1954/1955 nach dem Vorbild der Brücke aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut. Konzipiert hat sie der Karlsruher Bauingenieur Gerhard Hempel.

Die 40 Meter lange Fachwerkbrücke wurde größtenteils aus Nadelholz errichtet, vereinzelt wurden Eichenbalken eingesetzt. Zum Witterungsschutz wurde die komplette Fachwerkkonstruktion seitlich verschalt und mit einem Schindeldach eingedeckt.

Die Holzbrücke in Forbach gehört zu den über 440 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.
 
 

 
Ausschreibung Projektförderung Chöre 2027
Freiburger Chöre können ab sofort und bis Mittwoch, 15. Juli, Anträge einreichen

Auch 2027 unterstützt das Kulturamt wieder Freiburger Chöre – mit insgesamt 43.000 Euro für besonders gute Projekte. Wer mitmachen will, muss sich bis Dienstag, 15. Juli, bewerben.

Die Entscheidung über die Vergabe der Fördermittel richtet sich nach den Förderkriterien, die der Gemeinderat beschlossen hat: Voraussetzung ist, dass der Chor seinen zentralen Wirkungsort in Freiburg hat, seit mindestens drei Jahren regelmäßig unter professioneller Leitung probt und einen Finanzplan einreicht.

Auch Chöre, die schon eine vierjährige Basisförderung vom Kulturamt bekommen, können einen Antrag stellen. Nicht antragsberechtigt sind dagegen Chöre, die nach den Richtlinien für Musik- und Gesangsvereine gefördert werden. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Fachjury unter Vorsitz des Kulturamts.

Die aktuellen Formulare, Hinweise zur Antragstellung sowie die Richtlinien zur Chorförderung der Stadt Freiburg gibt es im Internet unter www.freiburg.de/kulturamt. Das Kulturamt informiert die Chöre im Anschluss an die Sitzung so bald wie möglich über die Entscheidungen. Für Fragen steht Sonja Kiefer-Blickensdorfer Sonja.Kiefer-Blickensdorfer@freiburg.de, Tel. 0761/201-2111 zur Verfügung.
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Freiburg: Umleitung der Buslinie 27 am Stadtgarten
Wegen Bauarbeiten im Bereich der Bushaltestelle „Stadtgarten“ ändert sich die Linienführung der Buslinie 27 ab Montag, 22. Juni, für etwa 13 Wochen. Die Haltestellen „Stadtgarten“ und „Hochmeisterstraße“ entfallen. Busse ab Europaplatzen halten an einer Ersatzhaltestelle in der Karlstraße gegenüber der Karlschule. Busse aus Herdern halten an einer Ersatzhaltestelle an der Ecke Starkestraße/Mozartstraße sowie an einem Ersatzhalt im Leopoldring auf Höhe der Schlossbergbahn.
 
 

Hart an der Kante: Klettern an Neckar und Donau
Klettern in den Hessigheimer Felsengärten (c) TMBW / Gregor Lengler
 
Hart an der Kante: Klettern an Neckar und Donau
In den Hessigheimer Felsengärten wächst nicht nur erstklassiger Wein, das Naturschutzgebiet am Neckar ist auch ein reizvolles Kletter- und Boulder-Revier. Bis zu 18 Meter ragen die schroffen Muschelkalkfelsen in den Himmel. Bezwungen werden können sie auf etwa 130 Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Auch weiter südlich, im Naturpark Obere Donau, bietet die Felslandschaft beste Kletterbedingungen. Aushänge und Beschilderungen informieren darüber, welche Felsen freigegeben sind. Wer seinen Besuch vorab planen möchte, informiert sich beim DAV-Landesverband.
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Freiburg stellt Weichen für die Zukunft der Abfallwirtschaft
- Remondis bleibt Gesellschafter der ASF
- 21 Millionen Euro Einnahmen sollen in neue Schule am Tuniberg fließen
- Keine Änderungen für Bürger*innen bei Müllabfuhr und Stadtreinigung

Die Stadt Freiburg hat das europaweite Ausschreibungsverfahren für die Zukunft der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung erfolgreich abgeschlossen. Neuer und zugleich bewährter Partner der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF) wird erneut das Unternehmen REMONDIS. Das Unternehmen hält weiterhin 47 Prozent der Anteile an der ASF. Für Bürger*innen ändert sich dadurch nichts: Müllabfuhr und Stadtreinigung laufen auch künftig zuverlässig weiter. Die hohe Servicequalität sowie die sozialen und ökologischen Standards bleiben erhalten. Auch die rund 500 Arbeitsplätze der ASF sind damit langfristig gesichert.

Die Ausschreibung war notwendig geworden, um die Zusammenarbeit rechtssicher neu aufzustellen. Hintergrund sind europäische Wettbewerbsvorgaben für langfristige öffentliche Dienstleistungsverträge. Die Stadt Freiburg hatte die Anteile und einzelne abfallwirtschaftliche Leistungen deshalb europaweit ausgeschrieben.

Oberbürgermeister Martin Horn sagt: „Mit Remondis haben wir weiterhin einen starken und verlässlichen Partner an unserer Seite. Die Zusammenarbeit hat sich über viele Jahre bewährt. Gleichzeitig konnten wir das Verfahren rechtssicher, transparent und wirtschaftlich erfolgreich abschließen. Besonders wichtig ist: Der Erlös aus dem Verfahren kommt direkt den Menschen in Freiburg zugute. Die 21 Millionen Euro fließen vollständig in die unsere neue Schule am Tuniberg – also in Bildung und die Zukunft unserer Stadt.“

Die neue Verbundschule am Tuniberg umfasst eine dreizügige Gemeinschaftsschule und ein dreizügiges Gymnasium für bis zu 1200 Schüler*innen. Geplant sind außerdem eine Mensa sowie eine große Sporthalle. Mit ihrem innovativen und flexiblen Konzept stärkt die Schule den Freiburger Westen und die Gemeinden am Tuniberg und schafft dringend benötigte Plätze an weiterführenden Schulen.

Umwelt- und Schulbürgermeisterin Christine Buchheit: „Für Freiburg ist das eine gute und langfristige Lösung. Wir sichern damit nicht nur die hohe Qualität der Abfallentsorgung und Stadtreinigung, sondern auch wichtige ökologische Standards und die Zukunftsfähigkeit der ASF. Die Bewerbung hat uns mit Konzepten insbesondere in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Innovation und Reduktion von Umweltbelastungen überzeugt. Remondis ist ein deutschland- und weltweit tätiges Unternehmen mit großer Expertise im Abfallsektor. Dieses Know-how kommt uns in Freiburg durch diese Öffentlich-Private Partnerschaft zugute.“

Thomas Conzendorf, Vorstand von Remondis: „Öffentlich-Private Partnerschaften bieten Kommunen zahlreiche Vorteile. Mit einem leistungsstarken privaten Partner an der Seite lassen sich die zentralen Aufgaben der Daseinsvorsorge gemeinsam effizient und nachhaltig gestalten. In Freiburg funktioniert das seit mehr als 20 Jahren sehr gut. Die ASF steht für eine moderne und leistungsfähige kommunale Abfallwirtschaft. Für uns ist sie vor allem ein Musterbeispiel dafür, wie mit Entschlossenheit und Offenheit die kommunale Daseinsvorsorge auf zukunftsfähige Beine gestellt werden kann. Wir sind stolz, ein Teil der Freiburger Erfolgsgeschichte zu sein und freuen uns über die Fortsetzung dieser langjährigen und vertrauensvollen Zusammenarbeit. Als verlässlicher Partner wollen wir auch in Zukunft unsere Expertise einbringen, um die hohe Servicequalität für die Bürgerinnen und Bürger in Freiburg weiter auszubauen.“

Der neue Bewirtschaftungsvertrag startet zum 1. Januar 2027. Auch für die kommenden Jahre sind damit wichtige Leistungen und Kapazitäten gesichert.

Mit dem Abschluss des Verfahrens schafft die Stadt Freiburg damit langfristige Planungssicherheit – sowohl für die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung als auch für wichtige Zukunftsinvestitionen. Der Erlös aus der Ausschreibung fließt vollständig in die neue Verbundschule am Tuniberg und damit direkt in zusätzliche Bildungsangebote für den Freiburger Westen und die Region.
 
 

Ein Wald voller Geschichten
Klingelkapelle (c) TM / Gregor Lengler
 
Ein Wald voller Geschichten
Der Gernsbacher Sagenweg im Schwarzwald erzählt von Grafen und Teufeln und sieht märchenhaft aus

Benedikt steht auf dem Felsen und kann es kaum glauben. Unter ihm rauscht die Murg, hinter ihm führt eine schmale Holzbrücke über den Abgrund zurück zum Wanderweg – und irgendwo dazwischen spielt die Sage. Hier, am Rand der Schlucht, soll Wolf von Eberstein mit seinem Pferd hinabgesprungen sein, eingekesselt von Feinden und ohne die Möglichkeit, umzukehren.

Die Kinder stehen mit ihrer Mutter Susi am Waldrand vor der Tafel und lassen sich das Märchen vorlesen. „Ich würde da nie runterspringen!“, ruft Janosch. „Nicht mal mit einem Zauberpferd!“ Anschließend geht es weiter – hinein in einen Sommertag auf dem Gernsbacher Sagenweg, wo jeder Schritt ein bisschen tiefer in den Schwarzwald und seine Geschichten führt. Wer möchte, kann sich dafür in der Touristinfo Gernsbach den Sagenrucksack mit Rätseln ausleihen; so werden die Geschichten zum spielerischen Abenteuer.

Für die Familie – Susi, Benedikt, ihre Kinder und Hund Eddi – ist die Wanderung auf dem Gernsbacher Sagenweg ein kleiner Ausbruch aus dem Alltag. Der fünf Kilometer lange Rundweg ist mit Tafeln bestückt, die Sagen aus dem Schwarzwald erzählen.

Aufbruch in die Sagenwelt

Den geheimnisvollen Anfang macht die Klingelkapelle am Einstieg des Wanderpfads. Die kleine, hübsch verzierte Kirche aus Sandstein steht nicht zufällig genau hier. Sie wurde von einem dankbaren Einsiedler gebaut, der hier dem Teufel in Frauengestalt entkommen sein soll. Das Klingeln einer hellen Glocke befreite ihn der Sage nach aus seinem Bann, daher auch heute noch der Name Klingelkapelle. Charlotte steht ganz still vor der geschnitzten Holztafel. „Vielleicht war das Glöckchen ein Engel“, sagt sie leise. Benedikt und Susi nicken – und dann geht es los, mitten hinein in den sommerlichen Wald. Sogar der Wanderweg ist märchenhaft. So schmal, dass die Familie zumeist hintereinandergeht, führt er sanft bergauf über knotige Wurzeln und Waldboden. Am Wegesrand wachsen giftiger Fingerhut, saftig grüne Farnlandschaften und hier und da blitzt auch eine pinke Rhododendronblüte aus dem Wald. Für Tom und Moritz, die Jüngsten der Familie, ist der Weg ein Abenteuerspielplatz. Sie erklimmen jeden Felsen, den sie finden können, und machen ordentlich Strecke, da sie hin- und herflitzen. Janosch und Charlotte gehen die Wanderung ruhiger an. Entspannt lesen sie die Märchentafeln und knabbern dabei Reiswaffeln.

Die Waden brennen ein wenig, als es auf den letzten Metern zum Schloss Eberstein hinauf doch noch steil wird. Aber dann liegt es vor ihnen, majestätisch auf einem Felsrücken über der Murg, mit Blick über die grünen Reben und den Schwarzwald. Für Familie Schneider ist das der Höhepunkt der Wanderung: Hier, nach etwa drei Viertel der Strecke, macht nicht nur der Weg eine Wende, auch der Tag bekommt einen neuen Rhythmus. Es wird entspannt.

Pommes und Rosé

Die Terrasse des Schlossrestaurants liegt wie ein Balkon über dem Schwarzwald. Während sich die Kinder mit Schnitzel und Pommes stärken, stoßen Susi und Benedikt mit einem kühlen Glas Rosé an. „Wie Urlaub“, sagt Susi und meint damit diesen Moment, in dem alles stimmt: Aussicht, Genuss und Ruhe. Selbst Eddi bekommt einen Napf mit Wasser – und eine Streicheleinheit von der Kellnerin.
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