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Sonntag, 26. Juli 2026
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Verschiedenes

Genuss braucht Qualität und Qualität braucht nachhaltige Landwirtschaft
Ein Fleischgericht der Slow Food Chef Alliance @ Ingo Hilger
 
Genuss braucht Qualität und Qualität braucht nachhaltige Landwirtschaft
Slow Food Deutschland kritisiert die Kampagne 'Iss was dir schmeckt' der Initiative Fleisch

Juli 2026: Sind es wirklich die mahnenden Blicke von Vegetarier*innen und Veganer*innen, die vielen Menschen den Appetit auf Fleisch verderben? Wohl kaum. Dennoch baut die Kampagne „Iss was dir schmeckt“ des Deutschen Bauernverbandes und des Verbandes der Fleischwirtschaft genau auf diesem Bild auf. Damit lenkt sie vom eigentlichen Thema ab, denn gerade Tierwohl, nachhaltige Landwirtschaft und handwerkliche Verarbeitung machen gutes Fleisch zu einem besonderen Genuss.

Entspann dich! Iss, was du willst, und denkt nicht nach! Dies ist in etwa der Ton der Kampagne „Iss was dir schmeckt“, hinter der die Initiative Fleisch steht. Sie möchte die anscheinend bedrohten Fleischliebenden in Schutz nehmen und sie ermuntern, sich von Bedenkenträger*innen aller Art den Geschmack nicht vermiesen zu lassen. „Freiheit“, „Vielfalt“ und „individuell“ sind die Begriffe, die am meisten bemüht werden, „Essen und essen lassen“ wird zum Schlüssel zu mehr „Genuss, Respekt und Miteinander“ erklärt. Kritische Gedanken über Fleischkonsum führen hingegen zu Konflikten in Familien und Gesellschaft und stehen Verständnis und Versöhnung im Wege - so die Botschaft.

GenieĂźen braucht Wissen

Erstaunlich ist, zu welchen inhaltlichen Verbiegungen die Werbebranche fähig ist, um verunsicherte Verbraucher*innen im Auftrag der Fleischwirtschaft die Absolution zu erteilen. Besonders bemerkenswert erscheint uns die Aussage, Essen sei lediglich „eine Frage des Geschmacks“, als seien Genuss und Nachdenken Gegensätze. Als würde das Wissen um die Herkunft von Lebensmitteln die Freude daran verderben. Dabei gilt gerade das Gegenteil.

Weniger, dafĂĽr besser

Slow Food hat nie gefordert, auf Fleisch zu verzichten. Die Idee war immer eine andere: weniger, aber besser. Lieber ein gutes Stück Fleisch aus einer Landwirtschaft, die ihre Landschaft erhält, als industriell erzeugte Massenware aus der Intensivtierhaltung, die überall austauschbar ist und Böden sowie Klima auf Kosten künftiger Generationen belastet. Das Slow-Food-Motto „gut, sauber und fair“ ist kein moralischer Maßstab, sondern ein Genuss- und Qualitätsversprechen – für Verbraucher*innen ebenso wie für diejenigen, die Lebensmittel erzeugen.

Weide statt Megastall

Dr. Rupert Ebner, Vorsitzender von Slow Food Deutschland e.V., ist praktizierender Tierarzt und weiß, was bei Fleisch von Rindern, Schweinen und Geflügel Qualität ausmacht:

„Wer einmal Fleisch von einem Tier gegessen hat, das langsam gewachsen ist, artgerecht gehalten, stressfrei geschlachtet und handwerklich verarbeitet wurde, kennt den Unterschied. Aroma, Struktur, Charakter und Vielfalt entstehen dort, wo Tiere unter guten Bedingungen gehalten werden – nicht in Megaställen. Deshalb geht es gar nicht um die Frage, ob wir Fleisch mit oder ohne schlechtes Gewissen essen. Die entscheidende Frage lautet: Welches Fleisch verspricht Genuss und Vielfalt, und welche Landwirtschaft macht diesen Genuss auch künftig möglich?“

Fleischwirtschaft unter Konkurrenzdruck

Sicher verdienen die Sorgen vieler deutscher Bäuerinnen und Bauern Respekt. Sie stehen unter enormem wirtschaftlichem Druck. Wenn Handelsabkommen wie Mercosur dazu führen, dass noch mehr preisgünstiges Fleisch aus Südamerika auf den europäischen Markt gelangt, wächst die Sorge, auf den eigenen Produkten sitzen zu bleiben. Diese Sorge ist real. Aber sie lässt sich nicht dadurch lösen, dass man allein an die nationale Herkunft appelliert, die Sorge um Umwelt, Klima und Tierwohl als unliebsames Streitthema bagatellisiert und um das entscheidende Thema der Qualität einen Bogen macht.

Qualität als Wettbewerbsvorteil

Qualität entsteht dort, wo Tiere artgerecht gehalten werden, wo Böden gepflegt statt ausgelaugt werden, wo Futter aus vielfältigen Fruchtfolgen wächst und wo Metzger*innen ihr Handwerk verstehen. Nachhaltiges Wirtschaften ist deshalb kein Luxus für gute Zeiten. Es ist die Voraussetzung dafür, sich dauerhaft von anonymer Massenware abzusetzen. Dr. Rupert Ebner, Vorsitzender von Slow Food Deutschland e.V., sieht es so:

„Wer den Menschen Lust auf Fleisch machen will, sollte ihnen zeigen, wie gut Fleisch schmecken kann, wenn Landwirtschaft Natur erhält, statt sie zu verbrauchen. Was unsere Böden schützt, Tiere respektiert und bäuerliche Betriebe stärkt, schmeckt fast immer besser: nicht aus Prinzip, sondern weil Qualität dort entsteht, wo Menschen und Natur zusammen statt gegeneinander arbeiten. Wer die Zukunft der heimischen Landwirtschaft sichern will, sollte den besten Geschmack fördern. Denn Qualität ist der einzige Wettbewerbsvorteil, den niemand günstig importieren kann“.

Tierarzt Dr. Rupert Ebner aus Ingolstadt ist seit 2024 Vorsitzender von Slow Food Deutschland e.V. Er publizierte zuletzt "Pillen vor die Säue - Warum Antibiotika in der Massentierhaltung unser Gesundheitssystem gefährden" (oekom Verlag, 2021).
 Der studierte Tiermediziner war lange Zeit Vizepräsident der Bayerischen Landestierärztekammer sowie Umwelt- und Gesundheitsreferent der Stadt Ingolstadt.
 
 

 
VAG: Fahrplanänderungen in Opfingen und Gundelfingen
Linie 32: Umleitungen durch Bauarbeiten in Freiburg-Opfingen

Am 24. und 25. Juli 2026 finden StraĂźenarbeiten in Freiburg-Opfingen statt. Dadurch muss die Buslinie 32 umgeleitet werden.
Am Freitag, 24. Juli 2026, wird die L187 zwischen Opfingen und Tiengen für den Verkehr gesperrt. Die Busse der Linie 32 fahren von 6 bis 18 Uhr eine Umleitung über das Gewerbegebiet Opfingen. Die Haltestellen werden regulär angefahren, es kommt dadurch allerdings zu kleineren Verspätungen.
Am Samstag, 25. Juli 2026, wird die L187 zwischen Opfingen-Unterdorf und St. Nikolaus gesperrt. Die Busse der Linie 32 fahren zwischen 6 und 18 Uhr eine Umleitung über den Fänchelenweg. Die Haltestelle St. Nikolaus wird in die Schlossgasse verlegt. Die Haltestelle Opfingen Unterdorf wird in diesem Zeitraum nur noch von der Buslinie 33 angefahren.

Busumleitung durch Gundelfinger Dorffest
Für das Gundelfinger Dorffest wird die Ortsdurchfahrt gesperrt. Dadurch müssen vom 23. Juli 2026, 20 Uhr, bis 26. Juli 2026, 24 Uhr, die Buslinien 15 und 24 umgeleitet werden. Die Haltestelle Sonne Platz entfällt, dafür wird die Haltestelle Rathaus Ost angefahren.
FĂĽr die Linie 15 wird in Fahrtrichtung Wildtal zudem eine Ersatzhaltestelle in der FeldbergstraĂźe eingerichtet.
 
 

 
Lust aufs Land: Brotweg Yach
Zwischen dicht bewaldeten Bergen im südlichen Schwarzwald erstreckt sich das Yach-Tal, wo auf zahlreichen Höfen bis heute uralte Backtradition gepflegt wird. Verbunden sind sie über den rund zwölf Kilometer langen Brotweg. Er verläuft entlang klarer Bäche, durch wilde Wälder und saftige Bergwiesen und gewährt herrliche Ausblicke ins Grüne. Zur Stärkung können Aktive im Schneiderhof einkehren. In familiärer Atmosphäre werden hier zum hausgemachten Holzofenbrot Vesperplatten mit traditionellem Schinkenspeck, Bibeleskäs und Apfel- oder Beerenmost serviert. Besonders lohnt sich ein Stopp am jeweiligen Backtag, wenn das Brot frisch aus dem Ofen auf den Tisch kommt.
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Friedvolle Felsen: Belchen, Kandel und Co.
Schwarzwaldberge und Belchen (c) TMBW / Achim Mende
 
Friedvolle Felsen: Belchen, Kandel und Co.
Der Belchen ist mit 1.414 Metern zwar nur der vierthöchste Berg im Schwarzwald. Dafür verfügt er über eine besonders geheimnisvolle und ruhige Ausstrahlung. Die Kelten bezeichneten den markanten Berg bei Münstertal als „den Strahlenden“ und schrieben ihm mystische Kräfte zu. Von dem glatten Buckel aus genießt man großartige Aussichten über den Schwarzwald und ins Rheintal. Dichter Johann Peter Hebel resümierte daher: „Der Belchen ist die erste Station zwischen Himmel und Erde.“ Als weitere steinige Kraftorte im Schwarzwald gelten auch die Giersteine bei Forbach im Murgtal, der Kandel bei Waldkirch und der Blößling westlich von Bernau.
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Rahmenplan Zähringen: Der Siegerentwurf steht fest
Jury entscheidet sich für Ideen der Arbeitsgemeinschaft aus AG Freiraum, K9 Architekten und Dörr Architekten

Freiburg. Eine Fläche, die für Bildung, Sport und Freizeit genutzt werden kann – das soll es künftig in Zähringen geben. Seit heute steht der Siegerentwurf für das Rahmenplangebiet fest. Drei Planungsbüros haben jeweils drei Entwürfe für die zukünftige Entwicklung des Gebiets erarbeitet und vorgestellt. Gewonnen hat die Planungsgruppe aus AG Freiraum, K9 Architekten und Dörr Architekten. Sie werden den Rahmenplan und die Entwicklungsstudien nun weiter ausbauen, finalisieren und im Herbst in Zähringen ausstellen.

Der Siegerentwurf legt seinen Schwerpunkt auf die Nutzungsmischung rund um die ehemalige Gärtnerei Hügin. Dort sollen Vereinsaktivitäten gebündelt und mit öffentlicher Freiraumnutzung, Bildung und Integration verbunden werden. Die Jury lobt dabei besonders die flexible Anpassung von Sport-, Bildungs- und Freiflächen.

Bereits gestern haben die Planungsbüros ihre Entwürfe in einem so genannten Akteursdialog vorgestellt. Dieser setzte sich aus Vertreter*innen der Planungsbüros Faktor Grün, Studio Stadtlandschaften und der Planungsgruppe, sowie aus Akteur*innen des Stadtteils, Vereinsvertretungen, zufällig ausgewählten Bürger*innen und der Stadtverwaltung zusammen, die alle ihre Perspektiven einbrachten.

Der Freiburger Norden ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Mit dem Güterbahnhofareal und weiteren künftig erschlossenen Gebieten im Norden von Zähringen werden dort langfristig mehr Menschen leben. Das hat auch Auswirkungen auf die sozialen Infrastrukturen, zum Beispiel Schulen, Kitas, Sportvereine sowie Spiel- und Sportflächen. Die bereits jetzt begrenzte öffentliche Fläche muss daher gut zwischen den unterschiedlichsten Bedürfnissen aufgeteilt werden. Der Rahmenplan

Zähringen hat deshalb das Ziel, die vorhandenen Flächen für eine nachhaltige Innenentwicklung zu prüfen und konkrete Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese genutzt werden können. Dazu gab es im Vorfeld bereits eine Online-Beteiligung und einen Stadtspaziergang, bei denen alle Bürger*innen ihre Ideen zur zukünftigen Flächenentwicklung einbringen konnten.

Die Fläche mit besonders großem Potenzial für die Innenentwicklung liegt zentral im Rahmenplangebiet an der Lameystraße, westlich der Gleise der Rheintalbahn. Dort befinden sich der Friedhof Zähringen, der Zähringer Park, das ehemalige Thermalbad, das Bürgerhaus und die Jahnhalle, die ehemalige Gärtnerei Hügin sowie die Flächen des Sportvereins TSV Alemannia Freiburg-Zähringen. Das Rahmenplangebiet umfasst aber auch weitere potenzielle Entwicklungsflächen und angrenzende Bereiche, die für die künftige Innenentwicklung und die soziale Infrastruktur relevant sind.

Mit der Auswahl des Siegerentwurfs startet nun die zweite Phase der Mehrfachbeauftragung: Die Arbeitsgemeinschaft wird den ausgewählten Entwurf unter Berücksichtigung der Anmerkungen aus dem Akteursdialog, der Rückmeldungen der Jury, der bisherigen Beteiligungsergebnisse sowie der fachlichen Vorgaben weiterentwickeln. Auch die Entwicklungsstudien sollen finalisiert und eine Kostenschätzung aufgestellt werden. Zudem erarbeitet das Büro Optionen für Bauabschnitte und Zwischennutzungen. Die Beiträge aus der Online-Beteiligung, dem Stadtspaziergang sowie der Kinder- und Jugendbeteiligung fließen weiterhin in die Überarbeitung ein.

Im Herbst ist dann eine Ausstellung in Zähringen geplant, bei der der ausgearbeitete Entwurf und die Planung gezeigt werden. Alle Informationen zum Rahmenplan Zähringen und die Ergebnisse der Online-Beteiligung gibt es online.
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Nach Instandsetzung: Alte Schule Bühl wird als neues Dorfzentrum eröffnet
Immenstadt-BĂĽhl: Alte Schule (c) DSD / Hermann Hagspiel
 
Nach Instandsetzung: Alte Schule Bühl wird als neues Dorfzentrum eröffnet
Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat die Sanierung mit 100.000 Euro gefördert

Es ist das Ergebnis von sechs Jahren Planung, Sanierung und ehrenamtlichem Engagement: Am Freitag, den 17. Juli 2026, um 18.00 Uhr wird die Alte Schule im Immenstädter Ortsteil Bühl feierlich wiedereröffnet. Das denkmalgeschützte Gebäude, das einst vom Abriss bedroht war, erhält damit eine neue Zukunft als Dorfzentrum und Treffpunkt für die Bevölkerung. An der Eröffnung nimmt auch Rudolf Amann, Ortskurator Augsburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), teil.

Die DSD hat die Instandsetzung der Alten Schule mit 100.000 Euro gefördert. Unterstützt wurden Arbeiten an Dach, Fassade und Fenstern. Möglich war die Unterstützung dank der privaten Spender der DSD und der Erträge der Lotterie GlücksSpirale.

Mit den Arbeiten konnte ein Gebäude gesichert werden, das lange Zeit leer stand und dessen Erhalt zwischenzeitlich infrage stand. Fast wäre die Alte Schule in Bühl am Alpsee verschwunden. Das historische Gebäude sollte einem Neubau weichen, konnte jedoch durch das Engagement vieler Beteiligter bewahrt werden. Bei den Sanierungsarbeiten kam viel originale Bausubstanz wieder zum Vorschein. Unter späteren Bodenbelägen fanden sich historische Dielen, unter dicken Tapetenschichten entdeckten die Restauratoren originale Wandgestaltungen und Farbfassungen aus dem 19. Jahrhundert.

Errichtet wurde die Schule um 1867 als zweigeschossiges Schulgebäude mit Lehrerwohnung. Anlass für den Neubau waren die durch die königliche Schulvisitation beanstandeten Unterrichtsbedingungen im Ort. Das Gebäude entstand auf einem Grundstück der Pfarrei unmittelbar neben der Pfarrkirche St. Stephan sowie den Kapellen Maria Loreto und St. Anna. Bis zu 80 Schülerinnen und Schüler fanden damals im sogenannten Lehrzimmer Platz. Nach einem Brand wurde das Haus 1895 teilweise erneuert, 1914 folgte eine Erweiterung mit zwei zusätzlichen Klassenzimmern.

Die Alte Schule ist ein für das Allgäu typisches Schulgebäude des 19. Jahrhunderts. Besonders prägend sind die großflächigen Kastenfenster, die Fassaden mit den regionaltypischen Rundschindeln, die historischen Brettläden sowie die originale Ziegeldeckung. Auch im Inneren hat sich bemerkenswert viel Ausstattung erhalten, darunter das Jugendstiltreppenhaus, historische Holzböden, Wandtäfelungen und Innentüren. Die vielfältigen Ausstattungsdetails dokumentieren eindrucksvoll den Stellenwert, den Bildung im ländlichen Bayern bereits im 19. Jahrhundert besaß.

Bis 1972 wurde das Gebäude als Schule genutzt. Nach Einstellung des Schulbetriebs hatte die Musikkapelle bis Ende der 1980-Jahre dort ihren Probenraum. Bis in die jüngste Vergangenheit wurde die Alte Schule für Veranstaltungen wie Adventsmarkt, Martinsfest oder Jubiläumsfeiern genutzt.

Als dem denkmalgeschützten Schulgebäude 2020 der Abriss drohte, gründete sich der Freundeskreis Alte Schule Bühl mit Bürgern und Bürgerinnen, die bereit waren, Geld in die Hand zu nehmen, um dieses historische Kulturdenkmal zu erhalten und wiederzubeleben.

Die Alte Schule in Immenstadt-Bühl ist eines der mehr als 680 Denkmale, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale bisher allein in Bayern fördern konnte.
 
 

 
Westbad: GroĂźe Arbeiten fĂĽr kleine Wasserratten
- Nach der Reparatur der StarterbrĂĽcke beginnen die Arbeiten im Kinderbereich
- Schwimmhalle schlieĂźt ab Montag, 20. Juli
- Kinderbereich steht ab 2. Dezember wieder vollständig zur Verfügung

Freiburg. Nach der Reparatur der Starterbrücke zu Beginn des Jahres nimmt die Regio Bäder GmbH nun den Kinderbereich in der Schwimmhalle des Westbades in Angriff. Erneuert werden das Nichtschwimmer- und das Planschbecken sowie die angrenzenden Flächen. Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag, 20. Juli. Ab diesem Zeitpunkt bleibt die Schwimmhalle für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen. Schulen und Vereine können die Schwimmhalle bis zum Beginn der Sommerferien weiterhin nutzen.

Die vorübergehende Schließung dient der Sicherheit der Badegäste. Die Arbeiten verursachen zeitweise eine hohe Lärmbelastung. Dadurch könnten wichtige akustische Signale wie Hilferufe oder Notrufe im Beckenbereich nicht zuverlässig wahrgenommen werden.

Die reguläre Revision der Schwimmhalle wird deshalb vorgezogen. „Wir erneuern den Kinderbereich umfassend und verbinden die Arbeiten bewusst mit der anstehenden Revision. So nutzen wir die Schließzeit bestmöglich und vermeiden eine weitere vollständige Schließung der Schwimmhalle zu einem späteren Zeitpunkt“, sagt Oliver Heintz, Geschäftsleiter Freizeit- und Bäderanlagen.

Im Kinderbereich stehen umfangreiche Arbeiten an: Das Nichtschwimmerbecken wird neu gefliest. Am Planschbecken werden die technische Ausstattung und die Beleuchtung erneuert. Neue Wasserattraktionen werten den Bereich für die kleinen Besucherinnen und Besucher zusätzlich auf.

Die Schwimmhalle bleibt bis einschließlich Sonntag, 13. September, geschlossen. Die Wiederöffnung ist für Montag, 14. September, vorgesehen. Aufgrund des zusammenhängenden Bauablaufs und der erforderlichen Trocknungszeiten steht der Kinderbereich ab Mittwoch, 2. Dezember, wieder vollständig zur Verfügung.

Mehr Baden? Informationen, Kursangebote und aktuelle Ă–ffnungszeiten gibt es online
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Die besten Plätze
Zur Mainau? Vielleicht. Wir lassen uns Zeit (c) TMBW / Gregor Lengler
 
Die besten Plätze
Zwei Freundinnen verbringen ein Wochenende am Bodensee mit Zelt, Kanu und dem schönsten Tempo der Welt: dem eigenen

Wenn das hier Camping ist, gemacht. Ich sitze vor dem Zelt, die Füße im Gras, Tee in der Hand. Der See liegt ruhig, fast unbewegt. Kein Straßenlärm, kein Zeitdruck – nur Vogelzwitschern, das schwappende Wasser am Ufer, weit draußen ein Ruderschlag. Luisa schläft noch. Ich genieße die Stille – und dass der Bodensee für diesen Moment nur mir gehört. Ich komme aus Hamburg. Wasser kenne ich – aber dort fühlt es sich anders an. Mehr Hafen, mehr Verkehr und ja, mehr Grau. Hier, am Westufer des Bodensees bei Konstanz, wirkt alles weicher. Die Geräusche, das Licht, sogar die Gedanken. Er ist mit 273 Kilometern Uferlänge der größte See Deutschlands. Dabei wirkt die Region mit ihren Weinbergen schon fast mediterran. Und das, obwohl man beim Schwimmen auf schnee­bedeckte Berggipfel blickt. Der See gibt dem Leben einen anderen Rhythmus. Und genau das macht Lust, loszugehen und die Gegend zu entdecken.

Wo der See den Ton angibt

Luisa und ich sind auf dem Naturcampingplatz in Litzelstetten. Unser Zelt ist nur ein paar Schritte vom Ufer entfernt und befindet sich auf einer kleinen Wiese. Ausgestattet ist es mit Holzboden, richtigen Betten, einer kleinen Veranda mit Stühlen – Glamping eben. Bei dem schönen Wetter frühstücken wir draußen: Es gibt Croissants, Aprikosen, Tee und Kaffee. Und der Ausblick ist einmalig. Links vom Zelt liegt ein kleiner Hafen, von wo aus immer wieder ­Segelboote und kleine Yachten starten und am Horizont vorbeiziehen. Vor dem Zeltplatz liegt die Blumeninsel Mainau, wie ein grüner Farbtupfer im blauen Wasser. Und rechts davon sind die weißen Gipfel der Alpen zu sehen. Der Anblick erinnert mich an ein Gemälde. Je länger ich hinschaue, desto mehr Details entdecke ich – aber aus der Entfernung wirkt alles dennoch wie ein stimmiges Ganzes. So langsam wärmt die Sonne das Gras unter meinen Füßen und ich lehne mich entspannt zurück. Auf dem Campingplatz wird es lebendig. Die ersten Gäste machen sich auf den Weg zum Ufer, um zu schwimmen. Das glitzernde Wasser wirkt schon früh am Morgen einladend. Aber Luisa und ich haben andere Pläne. Der Campingplatz liegt nicht nur in einem Naturschutzgebiet, sondern direkt am 260 Kilometer langen Bodensee-Radweg. Gegen Mittag schwingen wir uns also für eine Erkundungstour auf Leihräder. Erst führt der Weg unter dem Schatten der Baumkronen entlang, dann kommt ein offenes Feld, perfekt für eine Pause. Wir sind nicht die Einzigen, die unterwegs sind. Eine Rostgans überquert den Schotterweg mit ihren Küken, ein paar Meter weiter verschwindet eine­ Bachstelze mit Nistmaterial im Gebüsch. Immer wieder blitzt der blaue Bodensee durch das Laub hindurch – schon fast eine stille Einladung zur Abkühlung. Zurück am Platz reicht es mir nicht mehr, den See nur von Weitem zu sehen. Luisa zieht mit mir ein rotes Kanu ins frische Wasser. Vielleicht kann man bis zur Mainau fahren? Von den berühmten Gärten, Pfauen und dem Schloss sieht man vom Campingplatz aus natürlich nichts – vielleicht hilft eine Umrundung der Insel zu Wasser, denke ich und paddle los.

Einfach lospaddeln

Als ich am Schilfrand entlanggleite, kreuzt eine Blässhuhnfamilie meine Bahn, Libellen stehen in der Luft, kleine Fische huschen unter dem Kanu hindurch. Das Wasser ist klar, die Welt wird leiser. Ich merke schnell, wie wenig es braucht, um sich zu erholen – manchmal nur einen gleichmäßigen Ruder- schlag. Gelegentlich ziehe ich einfach das Paddel ein und lasse mich treiben. Am frühen Abend sitzen Luisa und ich am kleinen Strand des Campingplatzes. Die Füße im Kies, ein Bier in der Hand. Ein paar Boote gleiten noch über den See, zurück zum Hafen. Ohne Eile und angestrahlt von der tief stehenden Sonne. Mein erster Tag am Bodensee geht zu Ende. Ich bin erstaunt darüber, wie wohl ich mich fühle und wie vertraut alles wirkt – und gleichzeitig besonders. Der Anblick von Wasser, Bergen, Booten und Wiesen hat mich gepackt. Ob man sich daran je sattsehen kann? Luisa schaut zu mir rüber. „Und was machen wir morgen?“ Ich lasse den Blick lächelnd über das Panorama gleiten. „Wahrscheinlich wieder das Gleiche.“

Info-Kasten:

Der Naturcampingplatz Litzelstetten-Mainau liegt direkt am Bodenseeufer. Es gibt Stellplätze, Glamping-Zelte mit Betten und Sofas, einen Kiosk und viel Ruhe. Und die Aussicht zur Insel Mainau gibt es gratis dazu. Weitere Campingplätze unter camping-bw.de
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