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Freitag, 26. Februar 2021
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Verschiedenes

Babybreie: 13 von 20 sind nicht optimal zusammengesetzt
Nur sieben Breie können die Tester empfehlen (c) Stiftung Warentest
 
Babybreie: 13 von 20 sind nicht optimal zusammengesetzt
BabymenĂŒs im Glas bestehen meistens aus GemĂŒse, Fleisch und einem Satt­macher wie Kartoffeln, Nudeln oder Reis. Es gibt aber auch vegetarische PĂŒree­mahl­zeiten. Die Stiftung Warentest hat ï»ż20 Fertigbreie getestet. 7 schneiden gut ab. „Viele Produkte“, so Projektleiter Dr. Jochen Wettach, „versorgen Babys aber nicht optimal mit NĂ€hr­stoffen.“

Nach vier bis sechs Monaten Still­zeit oder Flaschen­nahrung gibt es fĂŒr viele Babys mehr Energie durch herz­haften Brei. Wer nicht gerne kocht oder wenig Zeit hat, greift gern auf praktische GlĂ€schen zurĂŒck. Doch wie gesund ist das? Bekommen die Kleinen alles, was sie jetzt brauchen?

Nur bedingt, sagt die Stiftung Warentest, und warum sie nicht ganz zufrieden mit dem Test­ergebnis ist, kann man in der Januar-Ausgabe von test nach­lesen. Bei der Analyse der Zusammenset­zung hatten die Experten einiges auszusetzen. Im Brei sollte als Energiequelle reichlich Fett enthalten sein, idealer­weise pflanzliches. Das bieten fast alle Test­produkte, aber 13 der 20 enthalten nur wenig Eisen, und das ist nicht gut, weil der Bedarf von kleinen Kindern naturgemĂ€ĂŸ hoch ist. Eine Eisenquelle kann Fleisch sein, aber drei gute vegetarische Mittags­breie zeigen, dass es auch ohne geht. Dank Amaranth und Linsen lieferten sogar manche Veggie-MenĂŒs mehr Eisen als die meisten mit Fleisch.

Beim Sterilisieren entsteht der Schad­stoff Furan. Der wurde in allen Proben gefunden. Die Gehalte waren jedoch nied­rig. AufwĂ€rmen im Wasser­bad hilft, den Stoff zu verflĂŒchtigen. Noch einen Löffel Orangensaft ins Glas fĂŒr eine kleine Extraportion Vitamin C zur Verbesserung der Eisen­aufnahme ist ein weiterer Tipp aus der test-Redak­tion. Nur einmal wurde im Labor eine hohe, aber noch unter dem Grenz­wert liegende Nitratmenge gefunden – der Brei von Alnatura war deshalb nur ausreichend.

Der Test BabymenĂŒs findet sich in der ï»żJanuar-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online abruf­bar unter ï»żwww.test.de/babybrei (kosten­pflichtig).
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Keine besonderen EinsĂ€tze fĂŒr das Deutsche Rote Kreuz rund um Freiburg
Dank an Bevölkerung

Freiburg (drk). Im Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Freiburg, zeigt man sich erleichtert ĂŒber den ruhigen Jahreswechsel fĂŒr die diensthabenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch das Ehrenamt war rund um Silvester 2020/21 nicht mit EinsĂ€tzen belastet.

Insgesamt, so der DRK-Kreisverband Freiburg, konnten alle Ereignisse fĂŒr den Rettungsdienst zwischen Rhein und Hochschwarzwald rasch fĂŒr die Patienten angefahren werden. ZusĂ€tzliche KrĂ€fte waren nicht zur UnterstĂŒtzung erforderlich.

Die Integrierte Leitstelle Freiburg (ILS) hat fĂŒr die Stadt Freiburg und den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zwischen 16 Uhr und 3 Uhr des heutigen Tages insgesamt 40 rettungsdienstliche Anforderungen bilanziert. Dabei mussten Alkoholvergiftungen, StĂŒrze, BrĂŒche und in Freiburg eine Verletzung durch einen Silvesterböller behandelt werden.

Der Kreisverband dankt deshalb der Bevölkerung fĂŒr ihre RĂŒcksichtnahme, damit in den KrankenhĂ€usern die KapazitĂ€ten nicht weiter ausgeschöpft werden mussten.

Allerdings wird es nun im Januar fĂŒr die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im DRK-Kreisverband mit einigen SanitĂ€tswachdiensten bei sportlichen Ski-Veranstaltungen im Hochschwarzwald weiter gehen.

Nach Angaben von Pressesprecher Matthias Reinbold im DRK-Kreisverband Freiburg war der Jahreswechsel "der ruhigste und unspektakulÀrste seit Jahren" - geschuldet den besonderen UmstÀnden durch Corona.
 
 

 
Silvesternacht in Freiburg
Einsatzaufkommen fĂŒr Feuerwehr und Rettungsdienst am 31.12.2020 vom 16:00 Uhr bis 03:00 Uhr nachts im Stadtgebiet Freiburg

Im oben genannten Zeitraum wurden im Stadtgebiet der Stadt Freiburg von der Feuerwehr vier FeuerweheinsÀtze und vom Rettungsdienst vierzig RettungsdiensteinsÀtze abgearbeitet. Zur Sicherstellung wurden wie jedes Jahr die PersonalstÀrke auf den Wachen, sowie den Organisationseinheiten erhöht. Insgesamt waren 22 KrÀfte der Berufsfeuerwehr, sowie 25 ehrenamtliche KrÀfte von der Freiwilligen Feuerwehr in Bereitschaft und 17 Einsatzfahrzeuge dauerhaft besetzt. Vom Rettungsdienst waren 24 EinsatzkrÀfte in Bereitschaft und 12 Einsatzfahrzeuge dauerhaft besetzt.

Von den vier FW EinsÀtze sind drei durch Brandmeldeanlagen der Integrierten Leitstelle gemeldet worden, die sich als TÀuschungsalarm herausstellten. Um 00:45 Uhr mussten die EinsatzkrÀfte einen Fahrradunterstand ablöschen.

Der Rettungsdienst musste zu 40 EinsĂ€tze ausrĂŒcken. Unter anderem waren Alkoholvergiftungen, StĂŒrze, BrĂŒche und eine Verletzung verursacht durch einen Silvesterböller dabei.

Fazit: Die von der Landesregierung ausgesprochen EinschrĂ€nkungen wurde von den BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Stadt Freiburg grĂ¶ĂŸtenteils akzeptiert und fĂŒhrten daher zu einem vergleichsweisen geringen Einsatzaufkommen.
 
Autor: Amt fĂŒr Brand und Katastrophenschutz der Stadt Fre

Karlsruhe: TĂ€glich mehr Impfungen erwartet
Impfung durch Mobiles Impfteam © Knappe
 
Karlsruhe: TĂ€glich mehr Impfungen erwartet
BM Lisbach bittet um Geduld bei Terminvergabe / Mobile Impfteams nehmen Fahrt auf

Kurz nach dem Start der Corona-Schutzimpfung im Impfzentrum Messe Karlsruhe möchten viele Impfwillige aus der erstpriorisierten Gruppe gemĂ€ĂŸ §2 der Coronavirus-Impfverordnung (etwa ĂŒber AchtzigjĂ€hrige, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie hoch exponiertes Klinik- und Pflegepersonal) einen Termin vereinbaren.

BĂŒrgermeisterin Bettina Lisbach, zustĂ€ndig fĂŒr das Thema Corona-Schutzimpfung, bittet die Bevölkerung um Geduld und VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass nicht alle Impfwilligen auf einmal drankommen können. Termine wĂŒrden immer nur in dem Umfang freigeschaltet, in dem Impfstoff zur VerfĂŒgung stehe, wodurch der Versuch einer Terminvereinbarung unter UmstĂ€nden nicht beim ersten Mal gelinge.

Der am heutigen Dienstag gestartete Regelbetrieb orientiert sich in erster Linie an vorhandenem Impfstoff, dessen Beschaffung beim Bund lag. Dieser hat VertrĂ€ge mit den Herstellern geschlossen in Absprache mit der EU. Nun werden die Lieferungen nach der Einwohnerzahl an die BundeslĂ€nder verteilt. Baden-WĂŒrttemberg hat aktuell ebenso einen Mangel an Impfstoff wie andere BundeslĂ€nder.

Deshalb wurde der Regelbetrieb im ZIZ Karlsruhe mit etwa 100 verimpften Dosen am ersten Tag gestartet. In den nĂ€chsten Tagen rechnen die Verantwortlichen mit einer Steigerung auf 500 pro Tag. Hinzu kommen ca. 250 Impfungen am Tag, die durch Mobile Impfteams in Pflegeeinrichtungen durchgefĂŒhrt wurden. ZusĂ€tzliche KapazitĂ€ten sollen außerdem entstehen, wenn Mitte Januar die Kommunalen Impfzentren (KIZ) öffnen. In Karlsruhe wird demnĂ€chst die Infrastruktur fĂŒr ein KIZ in der Schwarzwaldhalle bereitgestellt.

Arbeit der Mobilen Impfteams

Auch die Mobilen Impfteams (MIT) können mittlerweile immer konsequenter Alten- und Pflegeeinrichtungen im gesamten sĂŒdlichen Regierungsbezirk anfahren und die impfwilligen Bewohnerinnen und Bewohner mit der nötigen Impfdosis versorgen. Waren es zu Beginn noch zwei MITs, sind ab morgen schon drei und ab nĂ€chster Woche dann fĂŒnf Teams unterwegs. Die Terminvereinbarung lĂ€uft ĂŒber die jeweiligen Heimleitungen, welche dafĂŒr wiederum Kontakt mit dem FĂŒhrungsstab der Stadt Karlsruhe aufnehmen, der zentral alle Termine und Routen der MITs koordiniert.

Um von einem MIT angefahren zu werden, mĂŒssen die Alten- und Pflegeeinrichtungen sogenannte "Impfbereitschaft" herstellen. Kurz gesagt bedeutet dies, dass vor Ort alle organisatorischen Voraussetzungen fĂŒr eine reibungslose ImpfdurchfĂŒhrung erfĂŒllt und natĂŒrlich die zu impfenden Personen ermittelt und fĂŒr eine Dokumentation erfasst sein mĂŒssen. Zur Vereinfachung der ArbeitsablĂ€ufe sollen die Impfwilligen in das Impfmanagement-System des Sozialministeriums Baden-WĂŒrttemberg (www.impfen-bw.de) eingepflegt wurden. Die notwendigen Informationsmaterialien wurden den Einrichtungen bereits im Vorfeld zugesandt.

Wenn "Impfbereitschaft" hergestellt wurde und sich die Einrichtungen beim FĂŒhrungsstab gemeldet haben, werden die Termine in der Regel nach Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Aber auch organisatorische AblĂ€ufe wie Routenplanungen spielen eine Rolle. Ansonsten ist der Standort des Heimes unerheblich. Bereits stattgefunden haben oder in Planung sind etwa Besuche in Freudenstadt, Rheinstetten, Knittlingen und in verschiedenen Karlsruher Stadtteilen. Die derzeitige Planung steht bis zum 4. Januar.

Erwartete Impfstofflieferungen

Bis Ende Januar werden deutschlandweit drei bis vier Millionen Impfdosen zur VerfĂŒgung stehen. Alle Lieferungen werden nach ihrem Bevölkerungsanteil an die BundeslĂ€nder verteilt. FĂŒr das gesamte erste Quartal wird mit 11 bis 13 Millionen Impfdosen gerechnet. Wenn alle Impfstoff-Kandidaten zugelassen werden sollten, erhĂ€lt Deutschland voraussichtlich insgesamt 300 Millionen Dosen. Ab Ende Dezember sollen zunĂ€chst 87.750 Dosen des Corona-Impfstoffs pro Woche in den SĂŒdwesten geliefert werden. Die Liefermenge richtet sich nach der Zahl der Einwohner des Bundeslandes. Am ersten Wochenende traf eine erste Tranche von 9.750 Dosen im SĂŒdwesten ein. Am 30. Dezember sollen weitere 87.750 folgen – diese Menge soll dann jede Woche bis auf Weiteres nach Baden-WĂŒrttemberg geliefert werden.

zum Bild oben:
Genau wie im Rheinstettener Pflegeheim "Zentrum RösselsbrĂŒnnle" werden nach und nach so viele Einrichtungen wie möglich mit Mobilen Impfteams (MIT) angefahren. Die Planung hĂ€ngt vor allem von der VerfĂŒgbarkeit des Impfstoffs ab.
© Knappe
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Zentrales Impfzentrum zieht positive Zwischenbilanz
Bisher 1400 Impfungen, keine besonderen Vorkommnisse

Am Sonntag wurde das Zentrale Impfzentrum (ZIZ) auf der Messe Freiburg eröffnet, seither wurden hier 1400 Impfungen gegen das Coronavirus durchgefĂŒhrt. ZusĂ€tzlich besuchen mobile Teams die Altenpflegeeinrichtungen in Stadt und Landkreis, um Bewohner und PflegekrĂ€fte vor Ort zu impfen.

Kurz vor dem Jahreswechsel zieht ZIZ-Koordinator Frank Uekermann eine positive Zwischenbilanz: „Der Start ist uns geglĂŒckt, alles lĂ€uft gut. In den ersten vier Tagen konnten wir 1400 Personen impfen, es gab fast keine Wartezeiten und keine besonderen Vorkommnisse.“

Das ZIZ ist tĂ€glich außer Sonntag geöffnet. Geimpft werden in der ersten Phase ausschließlich Menschen, die mindestens 80 Jahre alt sind oder in der Altenpflege bzw. auf Intensivstationen medizinisch tĂ€tig sind (Arzt, Krankenschwester etc.). Jeder und jede Impfwillige braucht einen Termin und muss diesen einhalten; Ausweichtermine oder ÄnderuingswĂŒnsche gibt es nicht.

Ab morgen, Donnerstag, sind online neue Termine buchbar ...
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NABU wĂ€hlt das Autobahnprojekt A26 Ost zum „Dinosaurier des Jahres“
KrĂŒger: Die A26 Ost ist Sinnbild fĂŒr verfehlte Verkehrspolitik und fĂŒr antiquierte Infrastrukturplanungen

Berlin, 29.12.2020 – Der NABU hat die A26 Ost, die geplante Querverbindung der A1 und A7 im Hamburger SĂŒden mit zehn Kilometer LĂ€nge, fĂŒr den Negativ-Preis „Dinosaurier des Jahres 2020“ ausgewĂ€hlt. Erstmals seit 1993 wird damit keine Person ausgezeichnet, sondern ein konkretes Projekt als UmweltsĂŒnde.

„Diese geplante Autobahn ist ein perfektes Sinnbild fĂŒr eine verfehlte Verkehrspolitik sowie fĂŒr antiquierte Infrastrukturplanungen in ganz Deutschland“, sagt NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger. „Sie ist ein Planungs-Dinosaurier und muss verhindert werden. Hier soll wieder einmal Natur verbaut werden, obgleich sich die Bedarfsprognosen dramatisch verĂ€ndert haben und sinnvollere Alternativen bestehen. Die Stadt Hamburg und der Bund sollten diese Planungen jetzt stoppen. Die A26 Ost macht deutlich: Wir brauchen eine grundlegende Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans, um solche Planungs-Dinosaurier zu stoppen. Die Infrastruktur der Zukunft muss auch helfen, die Pariser Klimaziele zu erreichen und Naturverluste zu vermeiden. Neubauten von Fernstraßen sollten bis zu dieser ÜberprĂŒfung vollstĂ€ndig ausgesetzt werden.“

Die Stadt Hamburg bestellte die Pendlerautobahn fĂŒr Hafen und Airbus-GelĂ€nde bereits vor 20 Jahren beim Bund, damals unter BĂŒrgermeister Ole von Beust, unter Beteiligung der GrĂŒnen. Nun, zwei Dekaden spĂ€ter, wurden die Gelder bewilligt. Mittlerweile liegt die Verantwortung fĂŒr den Ausbau beim Bund und damit bei Verkehrsminister Andreas Scheuer. Hamburgs Erster BĂŒrgermeister Peter Tschentscher (SPD), der die Hamburger Klimaplan- und Klimagesetzgebung eigentlich vorantreibt, ist derjenige, der das klimaschĂ€dliche Projekt jetzt beim Bund noch abbestellen könnte.

Ein Stopp der A26 Ost ist ökonomisch, ökologisch und sozial sinnvoll. Denn die als „Hafenpassage“ bezeichnete Stadtautobahn, die an ein extrem hohes Hafenwachstum gekoppelt ist, fußt auf völlig ĂŒberzogenen Umschlagserwartungen fĂŒr den Hamburger Hafen. Statt der fĂŒr 2025 prognostizierten 25 Millionen Containern Umschlag geht ein aktuelles Gutachten der Hamburger Wirtschaftsbehörde noch von allenfalls elf bis 14 Millionen Containern 2035 aus. Hinzu kommt: Bereits die im Bau befindliche A26 West zerstört große NaturflĂ€chen und damit wichtige LebensrĂ€ume fĂŒr gefĂ€hrdete Tiere und Pflanzen. Insgesamt fĂŒhren beide Abschnitte von A26 West und Ost zu einem Verlust von mehreren Hundert Hektar BiotopflĂ€chen, vor allem von wertvollen Niedermoorböden. Deswegen muss der Ausbau der ĂŒberflĂŒssigen A26 Ost jetzt unbedingt vermieden werden, um die RestmoorflĂ€chen zu sichern. Moore leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt, sondern dienen auch als gigantischer Kohlenstoffspeicher. Sie speichern mehr Kohlenstoff als jedes andere Ökosystem der Welt.

So steht der Bau der A26 Ost gleich mehrfach den Klimazielen von Bund und LĂ€ndern entgegen: Er fördert Verkehr, der mit der Verkehrswende vermieden werden soll. Er zerstört den wertvollen Kohlenstoff-Speicher Moor und ist zudem durch die zementintensive Bauweise besonders klimaschĂ€dlich. Denn: Ein Großteil der Trasse muss aufgestĂ€ndert werden, damit eine 50 Meter hohe BrĂŒcke die SĂŒderelbe ĂŒberqueren kann. Sie ist deswegen so hoch geplant, damit gigantische Kohleschiffe das dahinterliegende Kraftwerk Moorburg erreichen können. Das wiederum wird jedoch 2021 abgeschaltet.

Im Osten, an der A1, fĂŒhrt die Autobahn zudem an der Großwohnsiedlung Kirchdorf-SĂŒd vorbei, fĂŒr dessen Bewohner sich die LebensqualitĂ€t weiter vermindern wird. Hier will die Stadt Hamburg einen Tunnel finanzieren, der durch 16 Hektar Landschaftsschutzgebiet fĂŒhren und die Anwohner vor Autoabgasen und LĂ€rm schĂŒtzen soll. Gleichzeitig wĂŒrden diese dadurch das wenige GrĂŒn der Umgebung verlieren.

Der NABU fordert, den Planungsirrsinn zu stoppen. Insbesondere, da eine sinnvolle Alternativroute vorhanden ist: Die bestehende Haupthafenroute auf dem Veddeler Damm sollte bedarfsgerecht ausgebaut werden. Das entsprĂ€che auch dem ausdrĂŒcklichen Ziel des Bundesverkehrswegeplans: Erhalt vor Neubau. Im Zuge dessen sollte der ohnehin fĂŒr den Hafen notwendige Querungsneubau des Köhlbrands (KostenschĂ€tzung: 3,2 Milliarden Euro) vom Bund bezahlt werden. So wĂŒrde eine verkehrs- und klimapolitisch unsinnige Doppelinfrastruktur vermieden und die Gelder sinnvoll eingesetzt werden. Denn der Bau der eigentlich ĂŒberflĂŒssigen A26 Ost ist enorm kostspielig: Rund 1,5 Milliarden Euro soll diese kosten, auch wegen der AufstĂ€nderung. Das sind rund 150 Millionen Euro pro Kilometer, und damit zehn- bis 15-mal mehr als fĂŒr andere Autobahnen aufgewendet wird. Die A26 Ost gehört damit in die Top-Liga ĂŒberteuerter Straßenbauprojekte, gemeinsam mit der Berliner A100 oder dem Freiburger Stadttunnel.

Zum 25. Mal verleiht der NABU den „Dinosaurier des Jahres“, eine 2,6 Kilogramm schwere Nachbildung einer Riesenechse. Erstmals seit 1993 zeichnen wir keine Person aus, die sich durch besonders rĂŒckschrittliches öffentliches Engagement in Sachen Natur- und Umweltschutz hervorgetan hat, sondern ein konkretes Projekt – eine UmweltsĂŒnde.

Mit der Neu-Akzentuierung des Dino wollen wir den Blick auf ein konkretes Vorhaben oder Projekt richten und damit die Öffentlichkeit fĂŒr ein spezielles Thema sensibilisieren. PreistrĂ€ger 2018 war RWE-Chef Rolf Martin Schmitz. Er erhielt die TrophĂ€e fĂŒr die Rodung des Hambacher Forstes auf Kosten von Klima und Natur. 2017 ging der „Dinosaurier des Jahres“ an BauernverbandsprĂ€sident Joachim Rukwied fĂŒr die Blockade einer umweltvertrĂ€glichen Agrarpolitik.
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WelternĂ€hrung - eigentlich ist genug fĂŒr alle da
 
WelternĂ€hrung - eigentlich ist genug fĂŒr alle da
iz3w - Zeitschrift zwischen Nord und SĂŒd | Ausgabe 382
(Januar/Februar 2021)

Biafra-Kinder mit aufgeblĂ€hten BĂ€uchen und Brot fĂŒr die Welt – das ist alles so Retro wie die Schwarzweißfotos aus den Siebzigerjahren. Als ein Relikt aus lĂ€ngst vergangenen entwicklungspolitischen Zeiten dĂŒrften jĂŒngeren Menschen auch Begriffe wie WelternĂ€hrung und ErnĂ€hrungssicherheit erscheinen. Eine Zeitlang hatte es ja wirklich so ausgesehen, als ob der Hunger bald aus der Welt geschafft wĂ€re. Als bekennende Hedonist*innen hĂ€tten wir deshalb liebend gerne eine ganze iz3w-Ausgabe zu den schönen Seiten der ErnĂ€hrung gestaltet.

Doch als kritische Zeitschrift kommen wir nicht daran vorbei, in erster Linie ĂŒber den Mangel an ausgewogener ErnĂ€hrung zu schreiben – und ĂŒber all die empörenden Fehlentwicklungen und Fehlentscheidungen, die maßgeblich zur Fortexistenz eines globalen ErnĂ€hrungsregimes beitragen, das in sozialer und ökologischer Hinsicht katastrophal ist.

In unserem Dossier fragen wir nach dem Stand der Dinge bei der globalen Nahrungsmittelproduktion. Welche kolonialen Strukturen haben sich bis heute erhalten? Und wie ließe sich die WelternĂ€hrung demokratisieren?
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Silvester unter Corona-Bedingungen
Feiern nur im kleinen Kreis zulĂ€ssig – Feuerwerk verboten

Auch am letzten Tag des Jahres 2020 darf man sich diesmal nur im kleinen Kreis treffen. Darauf weist das Amt fĂŒr öffentliche Ordnung nun hin. Anders als an Weihnachten gibt es fĂŒr ZusammenkĂŒnfte in der Silvesternacht keine Lockerungen.

GemĂ€ĂŸ der baden-wĂŒrttembergischen Corona-Verordnung in der jĂŒngsten Fassung (16. Dezember) sind private ZusammenkĂŒnfte und der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum verboten. Private ZusammenkĂŒnfte außerhalb des öffentlichen Raums sind nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Haushalts mit insgesamt maximal fĂŒnf Personen erlaubt. Alle weiteren Fragen und Antworten hierzu sind auf der Homepage der Landesregierung zu finden.

Auch in der Silvesternacht gilt die regulÀre AusgangsbeschrÀnkung:
Zwischen 20 und 5 Uhr darf man nur mit triftigem Grund die Wohnung verlassen.
Das ZĂŒnden von Pyrotechnik im öffentlichen Raum ist dieses Jahr in ganz Baden-WĂŒrttemberg generell untersagt. Zudem besteht ein bundesweites Verkaufsverbot fĂŒr Feuerwerkskörper.

Das Einhalten der Corona-Verordnung wird durch den stĂ€dtischen Vollzugsdienst und die Polizei ĂŒberwacht. VerstĂ¶ĂŸe dagegen werden mit Bußgeldern geahndet.
 
 



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