Prolixletter
Sonntag, 7. März 2021
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Verschiedenes

 
Keine größeren Schäden durch Sturmtief „Sabine“ in Karlsruhe
Eine Lagebesprechung am frühen Montagmorgen in der Leitstelle hatte bei den Auswirkungen des Sturmtiefs „Sabine“ für eine erste Entwarnung für Karlsruhe gesorgt

In der vergangenen Nacht war die Feuerwehr 55 Mal im Einsatz. Es gab keine Personenschäden durch „Sabine“, keine beschädigten städtischen Gebäude oder Straßensperrungen. Auch die Teams des Gartenbauamts und des Tiefbauamts meldeten keine besonderen Vorkommnisse. Für den Vormittag wird eine weitere Spitze erwartet, weshalb die betroffenen städtischen Dienststellen die Situation weiter im Auge behalten werden.
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Stadt Karlsruhe informiert ĂĽber Sturmtief "Sabine"
Waldgebiete und GrĂĽnanlagen meiden / Stadtteilbetreuungsangebote offen

Aufgrund des vom deutschen Wetterdienst vorhergesagten Sturmtiefs "Sabine", das vor allem in der Nacht auf Montag, 10. Februar, und am Montag bis gegen 14 Uhr seine heftigsten Wellen haben soll, haben einige Einrichtungen der Stadt Karlsruhe am Montag geschlossen oder schränken ihre Öffnungszeiten ein.

BĂĽrgerinnen und BĂĽrger sollten Folgendes beachten:
Eltern können selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule gehen lassen. Der Schulbetrieb läuft und die dazugehörigen Betreuungsangebote sind offen. Weiter hält die Stadt die Angebote in städtischen Kitas und Horten aufrecht.

Das Tiefbauamt kontrolliert ab 5.30 Uhr die Situation auf Karlsruher Straßen. Bei den Straßen, bei denen es zu Gefahrenmomente für den Verkehr kommen kann, kann es kurzfristig zu Sperrungen kommen. Die Busse und Bahnen des Karlsruher Verkehrsverbunds fahren planmäßig - so lange es möglich ist.

Der Zoologische Stadtgarten bleibt am Montag zu, das Exotenhaus ist aber von der Ettlinger StraĂźe aus erreichbar, der Eintritt ist frei.

Alle Karlsruher Friedhöfe sind am Montag geschlossen. Auskünfte zu Bestattungen gibt es ab 8 Uhr unter der Telefonnummer 0721/133-6900.

Ebenfalls geschlossen bleibt der Schlossgarten Durlach.

Grundsätzlich rät die Stadt den Bürgerinnen und Bürgern, morgen auf den Besuch von Waldgebieten und Grünanlagen zu verzichten. Dies gilt vor allem auch für diejenigen, die mit dem Rad zur Arbeit fahren.

Ăśber den weiteren Verlauf informiert die Stadt im Lauf des Montagmorgens.
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Veranstaltungstipps für das Stadtjubiläum 17.-23. Februar 2020
Highlight

Nacht der Narren
Eine Veranstaltung der Breisgauer Narrenzunft
Samstag, 20. Februar, ab 14 Uhr, Innenstadt
Im Rahmen der Freiburger Fasnet widmet die Breisgauer Narrenzunft die Stroßefasnet 2020 dem diesjährigen Stadtjubiläum. Die Stroßefasnet beginnt bereits um 14 Uhr in der Innenstadt. Der Zunftmeisterempfang findet dieses Jahr um 17.30 Uhr in der Gerichtslaube statt. Höhepunkt ist dann der Fackelumzug, der um 19 Uhr in der Gerberau startet. Die geplante Strecke verläuft vom Martinstor, über die KaiserJosephstraße, Rathausgasse, Rathausplatz, Merianstraße, Schiffstraße, Kaiser-Joseph-Straße, Münsterstraße und mündet schliesslich auf dem Münsterplatz. Dort erwartet alle Besucherinnen und Besucher närrisches Programm und der Beginn der Beizefasnet.


Sport

Sport im Park
Eine Veranstaltung der Freiburger Turnerschaft
Donnerstag, 20. Februar, 17 bis 18 Uhr, Dreieckswiese
Sport im Park ist ein offenes, kostenloses und unverbindliches Sport- und Bewegungsangebot, organisiert und durchgeführt von der Freiburger Turnerschaft von 1844 e.V. Das Training findet jeden Donnerstag, jeweils um 17 Uhr in einem anderen Freiburger Park statt. Bei Regen entfällt die Veranstaltung. Am 20. Februar steht „Stabilisationstraining“ auf dem Programm


Kunst/Performance

GegenĂĽber
Studierende der Universität Freiburg im PORTRÄT
Ausstellung noch bis 19. März, Universitätsbibliothek
Evelyn Höfs hat seit 2016 Porträts von Studierenden auf einem Tablet gezeichnet. Dadurch konnte sie Studierende außerhalb des Ateliers porträtieren: in der UB, im Café Europa, in der Technischen Fakultät, im Institutsviertel und an anderen Standorten der Uni. Evelyn Höfs sieht ihre Ausstellung auch als Hommage an die Stadt Freiburg als eine Stadt der Studierenden. Veranstalter: Universität Freiburg


Weiter im Programm:
Noch bis 4. Oktober: Freiburg Archäologie-Ausstellung im Augustinermuseum und im Museum für Stadtgeschichte


Weitere Informationen zu den Veranstaltungen des Stadtjubiläums findet man unter www.2020.freiburg.de.
Dort kann man auch den Newsletter abonnieren.

Das Stadtjubiläum ist auch in den sozialen Netzwerken präsent, auf
facebook.com/2020.freiburg und auf
instagram.com/2020_freiburg

Der Info-Container auf dem Platz der Alten Synagoge ist Montag bis Samstag, von 12 bis 16 Uhr geöffnet.
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Warnungen vor Sturmtief "SABINE"
Ab Sonntagabend erfasst das Sturmfeld eines Orkantiefs ĂĽber der Nordsee Deutschland. Verbreitet werden STURMBĂ–EN und SCHWERE STURMBĂ–EN (Bft 9-10, bis 100 km/h) erwartet. Mit Kaltfrontpassage und in Verbindung mit Gewittern sind in der Nacht zum Montag bis Montagvormittag ORKANARTIGE BĂ–EN (Bft 11, um 110 km/h) und ORKANBĂ–EN (Bft 12, um 120 km/h) wahrscheinlich.

Die Feuerwehr Freiburg bittet darum, bestimmte Verhaltensregeln zu beachten:

o halten Sie sich am Sonntagnachmittag und Montag nicht unnötigerweise im Freien auf und meiden Sie unbedingt den Wald und Parkanlagen.

o sichern Sie am Wochenende frühzeitig Teile, die im Freien durch die Gegend fliegen könnten.

o versuchen Sie auf keinen Fall während des Sturms umherfliegende Teile aufzuhalten oder zu sichern.

o wählen Sie bei einem Notfall die 112 – beachten Sie, dass es ggf. bei einem erhöhten Einsatzaufkommen zu längeren Wartezeiten kommen kann.

o bitte melden Sie uns in der Akutphase neben sturmunabhängigen Notfällen nur Schäden/Gefahrenlagen, von denen eine akute Gefahr ausgeht oder die im öffentlichen Bereich sind (z.B. Bäume auf Straßen).

o nutzen Sie Informationskanäle, wie die Warn-App NINA, Facebook oder das Lokalradio, über all diese Kanäle werden wir notwendige Informationen kommunizieren; wir stehen hier im wechselseitigen Kontakt.
 
Autor: Amt fĂĽr Brand und Katastrophenschutz der Stadt Fre

 
Präventionsstück zum Thema Mobbing im Internet
„… und raus bist du?“ von URANIA – Wissen macht Theater

Di, 11. Februar 2020, 3 AuffĂĽhrungen um 9.30 Uhr, 11.30 Uhr und 13.30 Uhr
fĂĽr Grundschulklassen am Safer Internet Day
Museum fĂĽr Kommunikation, Frankfurt

Der Safer Internet Day ist ein internationaler Aktionstag, der jedes Jahr im Februar stattfindet. Initiiert von der Europäischen Kommission soll dieser Aktionstag mit Veranstaltungen über den ganzen Globus für mehr Sicherheit im Internet sorgen. Menschen jeglicher Altersgruppe sollen für Gefahren im Internet sensibilisiert werden, um das Thema „Sicherheit im Internet“ stärker in die mediale Öffentlichkeit zu rücken. 2020 steht der Safer Internet Day unter dem Motto „Together for a better internet“.

Zum Safer Internet Day führt die Puppentheatergruppe URANIA – Wissen macht Theater das Stück „… und raus bist du?“ auf. Mit dem Präventionsstück greift URANIA das sensible Themenfeld Mobbing auf und zeigt anhand seiner Protagonist*innen, wie sich Mobbing im Internet auf Betroffene auswirkt. Die kleinen Zuschauer*innen werden aktiv ins Bühnengeschehen einbezogen: Statt fester Texte arbeiten die Spieler*innen mit losen Handlungssträngen und lassen Raum für Improvisation.

Zum Inhalt des Stücks: Pepa ist beliebt. Mit ihren Freunden Picture und Maus verbringt sie viel Zeit und erlebt so manches Abenteuer mit den beiden. Doch auch ihre besten Freunde bemerken nicht, dass Pepa sich immer mehr zurück zieht und in der Schule Probleme hat. Bis eines Tages diese verhängnisvolle Nachricht im Internet auftaucht.

AuffĂĽhrungen fĂĽr Klassen:
9.30-10.30 Uhr
11.30-12.30 Uhr
13.30-14.30 Uhr

Kosten: 3 € pro Kind
Nur mit Anmeldung: Tel.: 069-6060321 oder buchungen-mkf@mspt.de
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Freiburger Lieblingsnamen 2019
Emilia und Jakob/Jacob machen das Rennen

Emilia und Jakob/Jacob sind die Vornamen, die das Standesamt Freiburg 2019 am häufigsten eingetragen hat. Damit gibt es in der Liste der Freiburger Lieblingsnamen zwei neue Spitzenreiter.

Bei den Mädchennamen gibt es eine überraschende Wendung: In den letzten fünf Jahren stand Sophia/Sofia jeweils auf Platz eins oder zwei der beliebtesten Vornamen. Nun ist der Name auf Platz sieben abgerutscht. Stattdessen nimmt Emilia mit 46 Nennungen erstmals den Platz an der Spitze ein. 2016 hatte es dieser Name schon mal auf Platz zwei geschafft. Diesen teilen sich 2019 die Mädchennamen Emma und Hanna(h), die jeweils 38 Mal vergeben wurden. Knapp dahinter folgt auf Platz drei Ella mit 36 Nennungen.

Doch auch bei den Jungennamen gibt es Überraschendes zu vermelden: Zwar stand Jakob/Jacob bereits zwei Mal auf dem Siegertreppchen (2013 und 2017). Im vergangenen Jahr wurde dieser Name nun aber exakt 50 Mal beurkundet – so oft wie kein Jungenname zuvor in den letzten 20 Jahren. Auf Platz zwei folgt, wie schon 2011, Paul mit 43 Nennungen. Am dritthäufigsten wurde Jonas gewählt, der 2016 schon einmal auf Platz eins stand. 39 Jungs erhielten 2019 diesen Namen.

Alle Namen der Top drei tauchten bereits in den Vorjahren auf den vorderen Plätzen der Freiburger Namenshits auf. Dennoch gibt es immer wieder auch Neueinsteiger, die zumindest im Jahr zuvor nicht in der Favoritenliste standen. Bei den Mädchen beispielsweise Alma und Lia, bei den Jungen Namen wie Karl/Carl und Liam.

Obwohl die Statistik klare Trends benennt, bleiben die Eltern bei der Namensgebung kreativ: Insgesamt wurden 2019 in Freiburg 2.002 unterschiedliche Erstnamen vergeben, nur zwei weniger als bei der „Rekordvielfalt“ im Jahr zuvor.

Die Bedeutung spielt dabei für viele Eltern eine wichtige Rolle. Auch 2019 hatten die Namen wieder häufig einen Bezug zu Flora und Fauna, wie beispielsweise Yunus (türkisch: Delphin), Miral (aus dem arabischen Sprachraum: kleine blaue Blume) oder Dandelion (englisch: Löwenzahn). Auch mystische Zusammenhänge spiegeln sich in der Namensgebung 2019 wider: Albrune kommt aus dem altdeutschen und bedeutet etwa „die das Geheimnis der Elfen kennt“, Alvar steht für das „Elfenheer“ und der Mädchenname Neri für „brennendes Licht“ oder „Meeresgeist“.

Auch bekannte Namen in ganz unbekannter Schreibweise hat das Standesamt eingetragen, darunter beispielweise Anghelina, Arciyelle, Ecclesias, Eilien, Borys, Happynes, Jazzabelle, Jiselle, Kristiyan, Lluc, Lusy, Meiline, Thiemo oder Vilijam.

Das Ranking der beliebtesten Namen bezieht sich auf den Erstnamen. Rund 45 Prozent der Kinder bekamen einen Vornamen, knapp die Hälfte (49 Prozent) noch einen zweiten. Drei Vornamen (5 Prozent) oder mehr bleiben die Ausnahme. Der mit Abstand beliebteste Zweitname ist und bleibt Marie – 78 Mädchen erhielten ihn 2019, gefolgt von Maria und Sophie/Sofie mit jeweils 71 Nennungen. Bei den Jungen wurde am häufigsten Paul (35 Mal) und Maximilian (29 Mal) als Zweitname gewählt.

Die Liste der Lieblingsname berücksichtigt alle Kinder, die im jeweiligen Jahr in Freiburg geboren sind und daher den Namen des Neugeborenen auf dem städtischen Standesamt eintragen ließen. In der Regel kommt mehr als die Hälfte der Eltern (2019: 55 Prozent) aus dem Umland zur Geburt nach Freiburg. Daher fließt ihre Namenswahl in die Namenshitliste ein.
 
 

 
Freiburg: E-Bus auf Premierenfahrt auf der Buslinie 27
Am Mittag des 7. Februar ist erstmals auf einer Buslinie der Freiburger Verkehrs AG (VAG) ein Elektrobus zum Einsatz gekommen. An der Premierenfahrt nahmen neben Oberbürgermeister Martin Horn, Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik, den VAG Vorständen, Stephan Bartosch und Oliver Benz und badenova-Chef Thorsten Radensleben auch Vertreterinnen und Vertreter des VAG Aufsichtsrates, des Gemeinderates sowie des Fahrgastbeirat Freiburg teil. Zunächst wird immer einer der beiden derzeit im VAG Fuhrpark befindlichen E-Busse auf der Linie 27 im Einsatz sein. Der zweite wird sukzessive in den Linienbetrieb eingebunden, da dieser derzeit noch für die Schulungen des Fahrpersonals benötigt wird.

„95 Jahre nach dem Start der ersten Dieselbuslinien in Freiburg, läuten wir mit den E-Bussen einen weiteren Wandel in der Geschichte des Öffentlichen Nahverkehrs in unserer Stadt ein. Seit gut 5 Jahren beobachten wir intensiv die Entwicklung auf dem Elektrobussektor und haben die Einführung vorbereitet. Mit der Umstellung auf Elektrobusse, die wie unsere Straßenbahnen und die Schauinslandbahn mit zertifizierten Ökostrom betrieben werden, sehen wir eine deutliche Stärkung des umwelt- und klimafreundlichen öffentlichen Nahverkehrs. So sind die Elektrobusse energieeffizienter und leiser und beim Betrieb entstehen keine Abgasemissionen. “ sagte VAG Vorstand Stephan Bartosch. Sein Vorstandskollege Oliver Benz ergänzte: „Mit der Straßenbahn sind wir seit 1901 Experten für Elektromobilität, nun folgt konsequenter Weise die Ausweitung auf unseren Busbereich. Die Umstellung auf diese neue Technologie ist aktuell jedoch noch mit hohen Kosten verbunden, die die Stadt Freiburg und die VAG nicht alleine stemmen könnten. Dank verschiedener Förderprogramme ist es uns möglich, mit der Elektromobilität im Stadtbusbereich erheblich schneller durchstarteten zu können als wir uns das vor zwei Jahren noch erhofft hätten. Es gibt dem Systemwechsel vom Diesel- auf Elektroantrieb einen völlig neuen, unerwarteten Schub.“ Tatsächlich wird die Anschaffung der beiden E-Busse seitens des Ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des „Sofortprogramms saubere Luft 2017-2020“ mit 156.500,- Euro bezuschusst. Hinzu kommen noch bewilligte Zuschüsse aus dem gleichen Programm für die Ladeinfrastruktur (Betriebshof und Europaplatz) in Höhe von 36.000,- €.

Oberbürgermeister Martin Horn betonte: „Das ist ein guter Tag für klimafreundliche Mobilität in unserer Stadt. Nur, wenn wir auch im Bereich der Mobilität die Emissionen deutlich zurückfahren, können wir unsere Klimaziele erreichen. Die E-Busse sind ein weiterer Schritt auf diesem Weg.“ Der Oberbürgermeister erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass Freiburg in Sachen klimaschonende Mobilität aufgrund des Ausbaus von Stadtbahnen und Radwegen bundesweit einen der vorderen Plätze einnimmt:

Auch für Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik ist der Ausbau des ÖPNV ein Schlüssel zur Verringerung von Treibhausgasen: „Die Erprobung und kontinuierliche Umstellung auf E-Busse bei der VAG ist eine von neun Leuchtturmmaßnahmen zum 900jährigen Stadtjubiläum im aktuellen Freiburger Klimaschutzkonzept. Daher finanzieren wir diese mit einer Summe von 200.000 Euro in den Jahren 2019 und 2020 aus unserem Klimaschutzfonds. Bei der Vergabe der Mittel fördern wir regelmäßig Projekte aus dem Bereich der umweltfreundlichen Mobilitätsarten. Ziel ist es, dass immer mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen statt mit dem eigenen PKW zu fahren. Dabei muss auch der ÖPNV möglichst emissionsfrei werden.“

Die Busse

Die beiden E-Solobusse des Herstellers „Solaris“ verfügen jeweils über 31 Sitzplätze, 44-Stehplätze und einen Rollstuhlfahrerplatz. Sie werden rein elektrisch betrieben. Die Batterien befinden sich im Heck der Fahrzeuge. In der Nacht werden die Batterien mit einer geringeren Leistung von bis zu 80 Kilowatt langsam und sanft aufgeladen. Zu einer voreingestellten Zeit wird dann auch die rein elektrische Heizung der Fahrzeuge über den Ladestrom betrieben, sodass die Batterien dadurch nicht belastet werden und das Fahrzeug auch im Winter mit eisfreien Fensterscheiben und einer angenehmen Innentemperatur in den ersten frühmorgendlichen Linieneinsatz starten kann. Aber auch für den Sommerbetrieb sind die Bus mit elektrischen Klimaanlage gerüstet. Für Zwischenladungen steht eine Schnellladeeinrichtung an der Haltestelle „Europaplatz“ bereit. Dort werden die Busse in der Wendezeit nachgeladen. Dies erfolgt dort mit einer Leistung von 150 Kilowatt. Die Versorgung der Schnelladestation erfolgt aus dem vorhandenen Oberleitungsnetz der Stadtbahn. „badenova sorgt dafür, dass künftig auch weitere E-Busse jederzeit sicher geladen werden können. Besondere Aufmerksamkeit genießt hier der Betriebshofs West als zentrale Ladestation“, so Dr. Thorsten Radensleben, Vorstandsvorsitzender der badenova. Der Energie- und Umweltdienstleister hat die Inbetriebnahme der E-Busses finanziell unterstützt.

Weniger CO2

Jeder E-Bus spart im Vergleich zu seinem Pendant mit Dieselantrieb pro Jahr rund 55 Tonnen CO2 ein. Damit werden die bei der Herstellung der Batterien anfallenden CO2-Ausstöße nach spätestens einem halben Jahr ausgeglichen sein.

Die VAG rechnet mit einer Nutzungsdauer der Batterien von rund neun Jahren für den mobilen Einsatz bevor diese im Bus ersetzt werden. Danach ist vorgesehen, diese noch für gut weitere neun Jahre als Speicher für Solarstrom zu nutzen, der auf dem Betriebsgelände produziert wird.

Die Zukunft

Derzeit läuft bei der VAG die Ausschreibung für weitere 15 E-Busse mitsamt der dafür notwendigen Infrastruktur. Voraussichtlich im Frühjahr 2022 werden diese dann fünf Solobusse mit Euro-5-Standard sowie 10 Gelenkbus mit Euro 5 EEV-Antrieben ersetzen. Diese Investition wird durch ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) mit einem Betrag von 6,3 Millionen Euro unterstützt.

zum Bild oben:
Oberbürgermeister Martin Horn (Mitte links) und die VAG Vorstände Stephan Bartosch und Oliver Benz begleiten die VAG Fahrerin Laura Kiefer zur ersten E-Bus-Linienfahrt in Freiburg. / Foto: VAG
 
 

 
Freiburg: Viele Geburten, Trauungen und Kirchenaustritte
Das Standesamt blickt auf ein betriebsames Jahr 2019

Das Leben schreibt die besten Geschichten – und das Standesamt erzählt sie regelmäßig in seiner Jahresbilanz. Nun liegt die aktuelle Statistik für das Jahr 2019 vor, die wieder jede Menge Zahlen, Fakten aber auch Rekorde, Trends und Anekdoten liefert. Eine Besonderheit vorneweg: Obwohl sich die Zahl der Geburten weiterhin auf sehr hohem Niveau bewegt, gab es hier 2019 keinen Rekord. Dies kann fast als Novum bezeichnet werden, denn sechs Jahre in Folge waren die Zahlen nach oben geklettert. Eine Trendwende ist allerdings nicht zu erwarten: Auch 2019 lag die Zahl der Neugeborenen nur knapp unter den Vorjahren.

Einen neuen Rekordwert kann die Leiterin des Standesamtes, Dominique Kratzer, dennoch vermelden: Die Kirchenaustritte sind 2019 regelrecht explodiert, sogar der Vorjahresrekord lag deutlich darunter. Auch die Zahl der Sterbefälle bewegt sich weiter auf relativ hohem Niveau. Bei den Hochzeiten fiel auf, dass deutlich mehr Personen zum ersten Mal, also ohne Vorehe, den Bund fürs Leben schlossen. Der nähere Blick auf die Statistik verrät weitere Details:

Geburten

5.495 Babys wurden 2019 in Freiburg beurkundet und damit nur 60 weniger als im Rekordjahr zuvor und 45 weniger als 2017. Wie in den Vorjahren waren es etwas mehr Jungen (2.857) als Mädchen (2.637). Das Standesamt registriert nicht nur den Nachwuchs der Freiburgerinnen und Freiburger. Gezählt werden alle Kinder, die hier geboren werden. Etwas mehr als die Hälfte der Eltern kam aus dem Umland in die Freiburger Kliniken.

Die Zahl der Mehrlinge ist im Vergleich zum Vorjahr (109) gestiegen: Mit 120 Zwillingsgeburten wurde fast der Rekordwert (124) aus den Jahren 2016 und 2017 erreicht. In einem Fall war nicht das Neugeborene, dafĂĽr aber beide Eltern Zwillinge: Sowohl Mutter als auch Vater haben eine Zwillingsschwester. AuĂźerdem hat das Standesamt eine Drillings- und eine Vierlingsgeburt verzeichnet.

Der Freiburger „Geburtstag des Jahres“ war der 24. April 2019: Mit 29 Neugeborenen ging es an diesem Tag in den Kreißsälen rund. Im April lag aber gleichzeitig auch der geburtenschwächste Tag: Am 7. April 2019 kamen in Freiburg nur fünf Kinder zu Welt. Auf den Monat bezogen hat sich der Trend der vergangenen Jahre bestätigt: Die meisten Geburten gab es im Sommermonat August (509), die wenigsten, im Februar und im Dezember (jeweils genau 410).

Der Blick auf das Datum bringt auch immer wieder kuriose Zufälle ans Licht: Gleich zwei Babys wurden während der Zeitumstellung geboren: Am 27. Oktober, pünktlich zwischen 2 und 3 Uhr nachts. Ein weiteres erblickte am 22.11. um 22.11 Uhr das Licht der Welt. Außerdem gab es zwei Tage, an denen nur Mädchen geboren wurden. Einen reinen „Jungentag“ gab es hingegen nicht.

Die jüngste Mutter, die das Standesamt 2019 beurkundet hat, war 16 Jahre alt, die älteste 49. Die Väter bewegten sich altersmäßig auf einer Bandbreite zwischen 17 und knapp 73 Jahren. Der größte Altersunterschied zwischen den Partnern lag bei 31 Jahren. Ähnlich wie in den Vorjahren war knapp ein Drittel der Eltern (31,5 Prozent) nicht verheiratet.

93 Babys wurden zuhause geboren, im Jahr zuvor waren es fĂĽnf mehr. 31 Kinder kamen tot zur Welt, vier mehr als im Vorjahr.

Trauungen

Die Trauung in Freiburg ist nach wie vor gefragt: 1.138 Ehen hat das Standesamt 2019 geschlossen, 15 mehr als im Jahr zuvor. Trotz der hohen Zahl wurde auch hier kein Heiratsrekord geknackt, denn der liegt mit 1.463 Trauungen im Jahr 1967.

Auffallend war, dass deutlich häufiger beide Partner zum ersten Mal „Ja“ sagten, also zuvor keine Ehe geführt hatten: 905 Paare hatten 2019 ihre Hochzeitspremiere, im Jahr zuvor waren es 797. Im Gegensatz zu den Vorjahren gab es auch kein Paar, das nach einer Scheidung wieder die gleiche Ehe einging.

Unter den Eheleuten waren 28 weibliche Paare und 25 männliche. 19 dieser Paare ließen eine bestehende Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln. Diese Möglichkeit besteht seit 2017.

Auch am Wochenende waren die Standesbeamtinnen im Einsatz: Fast ein Drittel der Ehen wurde an einem Samstag geschlossen. Die beiden beliebtesten Heiratsmonate waren, wie im Vorjahr, der August (149 Trauungen) und der Dezember (139 Trauungen). Am wenigsten beliebt, wie schon seit Jahren: Der Januar, der mit 33 EheschlieĂźungen allerdings erstmals seit 2014 wieder die 30er-Marke knackte.

Ähnlich wie in den Jahren zuvor hatten 21 Prozent der frisch Vermählten bereits gemeinsame Kinder. Eine zusätzliche kirchliche Trauung planen immer weniger Paare: 2019 waren es 272 und damit 31 weniger als im Vorjahr.

Rund 80 Prozent der Brautleute wohnten auch in Freiburg, gut 20 Prozent kamen von auswärts zur Trauung hierher. 290 Freiburger Paare haben sich für den umgekehrten Weg entschieden und heirateten außerhalb von Freiburg. Weitere 63 beantragten eine Bescheinigung für die Eheschließung im Ausland. Drei Vermählungen fanden in einer Klinik statt und ebenfalls drei im Gefängnis.

Bei 212 Trauungen kam einer der Partner aus dem Ausland. In 66 Fällen hatten beide eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die Zahlen sind damit etwas höher wie in den Vorjahren. Insgesamt stammten die Brautleute aus 63 verschiedenen Staaten, darunter nach Deutschland am häufigsten Italien (31 Personen), Frankreich (18 Personen) und die Türkei (13 Personen).

Auch bei den älteren Semestern steht der Bund fürs Leben weiterhin hoch im Kurs: 16 frisch Vermählte waren über 70 Jahre alt, einer sogar über 80. Der größte Altersunterschied zwischen den Partnern lag bei 35 Jahren.

Ein Zufallstreffer findet sich bei den Namen: 743 Paare haben sich 2019 für einen gemeinsamen Nachnamen entschieden – exakt gleich viele waren es auch 2018. Die meisten (634) wählten den des Mannes, ein steigender Anteil aber auch den der Frau.

Sterbefälle

2019 hat das Standesamt Freiburg 3.111 Sterbefälle beurkundet. Damit liegt die Zahl weiterhin auf hohem Niveau, hat aber keinen neuen Höchststand erreicht. Die meisten Todesfälle seit Ende des Zweiten Weltkrieges gab es 2015 (3.207). Es sind ähnlich viele Frauen wie Männer verstorben. Etwas mehr als die Hälfte hatte auch in Freiburg gewohnt. In 231 Fällen war die Todesursache unklar und die Staatsanwaltschaft nahm die Ermittlungen auf. 48 Personen waren unter 18 Jahre alt, als sie gestorben sind (2018: 35). Am anderen Ende der Alterspyramide gab es aber auch 17 Verstorbene, die über hundert Jahre alt waren – vier mehr als im Jahr zuvor.

Kirchenaustritte

Bereits 2018 hatte das Standesamt einen Rekordwert der Kirchenaustritte registriert, doch 2019 waren es nochmals deutlich mehr: 2.034 Menschen haben auf dem Freiburger Standesamt den Austritt aus der Kirche erklärt, 392 mehr als beim Höchststand im Vorjahr. Aus der katholischen Kirche sind 1.158 Personen ausgetreten, aus der evangelischen 872 und aus anderen Glaubensgemeinschaften weitere vier. Die Zahl der Austritte ist damit in beiden großen Kirchen stark angestiegen.
 
 



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