Prolixletter
Sonntag, 7. März 2021
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Verschiedenes

 
NABU vergleicht Herdenschutzförderung der BundeslÀnder
KrĂŒger: Bundesweit flĂ€chendeckender Herdenschutz ist notwendig

Berlin – Zum diesjĂ€hrigen Tag des Wolfes am 30. April hat der NABU die Förderprogramme fĂŒr Herdenschutz in den einzelnen BundeslĂ€ndern verglichen. Ein Blick auf die Ampelgrafik zeigt: Viele der LĂ€nder haben schon wichtige Grundpfeiler gelegt, sollten ihr Angebot aber in jedem Fall noch verbessern. Dabei können sie sich ein Beispiel an den vorbildlich aufgestellten LĂ€ndern Brandenburg, Sachsen und ThĂŒringen nehmen. Nach mittlerweile 20 Jahren, in denen Wölfe wieder in Deutschland leben, muss Herdenschutz endlich ĂŒberall umfassend gefördert werden.

Seit in der Lausitz vor 20 Jahren der erste Nachweis von in Freiheit geborenen Wolfswelpen erbracht wurde sind die heimischen Wildtiere heute in fast allen FlĂ€chenbundeslĂ€ndern wieder zuhause, teils mit einzelnen Tieren, Paaren oder Rudeln. Eine Entwicklung, die mittlerweile quasi deutschlandweit fĂŒr Weidetierhalter*innen in besonderem Maße mit finanziellen Herausforderungen und Mehrarbeit einhergeht. FĂŒr den effektiven Schutz ihrer Tiere benötigen sie staatliche UnterstĂŒtzung. Der NABU-LĂ€ndervergleich dazu zeigt auf, welche BundeslĂ€nder schon gut aufgestellt sind und welche bei ihren Förderregelungen nachbessern mĂŒssen. „Der NABU empfiehlt dringend allen BundeslĂ€ndern, egal wie viele Wölfe dort bereits leben: 100 Prozent der Anschaffungs- sowie Unterhaltskosten fĂŒr Zaunmaterial und Herdenschutzhunde zu fördern und Standards fĂŒr guten Herdenschutz zu kommunizieren.“, so Jörg-Andreas-KrĂŒger, NABU-PrĂ€sident. Zudem sei es wichtig, die Förderungen flĂ€chendeckend einzurichten, förderrechtliche finanzielle Begrenzungen wie die De-minimis-Regel bei der EU aufheben zu lassen und Herdenschutzberatung einzurichten. „Wir appellieren an alle als gelb und rot markierten LĂ€nder, nicht die Fehler zu wiederholen, die anderer Orts schon gemacht wurden. Der NABU steht dabei gern beratend zur Seite.“, so Jörg-Andreas KrĂŒger.

Eine wichtige Frage neben der finanziellen Förderhöhe ist die nach dem Fördergebiet: Wird ein Bundesland als Ganzes gefördert oder nur in sogenannten PrĂ€ventionsgebieten? „Als es nur vereinzelt Wölfe bei uns gab, mag das noch sinnvoll gewesen sein. Mittlerweile ist absehbar, dass auch in den sĂŒdlichen, westlichen und nördlichen BundeslĂ€ndern mehr Wölfe zu erwarten sind. Ordentlicher Herdenschutz macht sich nicht von heute auf morgen – jetzt muss mit der Förderung begonnen werden, und zwar ĂŒberall.“, fordert NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger. Auch die Stadtstaaten haben hier noch Nachholbedarf: Die kĂŒrzlich zu verzeichnenden Risse von ungeschĂŒtzten Schafen auf Bremer LandesflĂ€che sollten hier als Warnung gelten. Auch Hamburg und Berlin haben lĂ€ndlich geprĂ€gte Ortsteile mit Weidetierhaltung, die in NĂ€he zu Wolfsgebieten liegen.

Dass Förderstrukturen erfreulicherweise auch kurzfristig geschaffen werden können, zeigt Nordrhein-Westfalen, das erst 2018 das erste Wolfsterritorium auswies. Auch andere LĂ€nder mit nur einzelnen Wölfen wie Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein oder Baden-WĂŒrttemberg haben bereits eine relativ gute Förderbasis geschaffen, die jetzt jedoch ausgebaut werden muss. FĂŒr die NABU-Analyse wurden die derzeit online verfĂŒgbaren Informationen verglichen. So kann es natĂŒrlich auch sein, dass es in einigen LĂ€ndern mittlerweile bessere UnterstĂŒtzung gibt – diese aber noch nicht kommuniziert wurde.

NABU-Wolfsexpertin Neuwald mahnt zudem: „Auch die beste Förderkulisse bringt nichts, wenn sie nicht angewandt wird. Wir appellieren deshalb an die Weidetierhalter*innen, die angebotenen Förderungen auch in Anspruch zu nehmen.“ Die andere Seite der Medaille seien aber auch die Behörden selbst: „Wir hören oft von SchĂ€fer*innen, die seit Monaten auf die Bearbeitung ihrer FörderantrĂ€ge warten.“ Niedersachsen sei hier trotz guter Förderkulisse ein trauriges Beispiel. Personelle KapazitĂ€ten in den Behörden fehlten oder wĂŒrden eher auf die Entnahme von Wölfen gelegt, als auf Herdenschutz. Hier wĂŒrde am falschen Ende gezogen, zum Leidwesen von Weidetieren als auch Wölfen, erklĂ€rt Neuwald.

Hintergrund:
Jedes Jahr zum 30. April ruft der NABU den Tag des Wolfes aus. An diesem Datum endet aus wissenschaftlicher Sicht das Wolfsjahr. Im Mai wird der Wolfsnachwuchs geboren, ein neues „Monitoring-Jahr“ beginnt. Damit wird wissenschaftlich dokumentiert, wo und wie viele Tiere aktuell in Deutschland leben. Eigentlich bieten an diesem Tag NABU-Aktive bundesweit Veranstaltungen rund um den Wolf an. Da Veranstaltungen aufgrund der Corona-Krise zurzeit nicht möglich sind, informiert der NABU unter dem Motto „Wölfe und Wir – Wege zum Miteinander“ in diesem Jahr schwerpunktmĂ€ĂŸig online mit vielen Angeboten fĂŒr Klein & Groß ĂŒber das Wildtier.
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Die Corona-Pandemie enthĂŒllt die FragilitĂ€t des ‚Systems Milch‘
29.04.2020 - Die Corona-Pandemie trifft auch die Milchbranche mit voller Wucht. Denn trotz des anhaltend hohen Absatzes von Milch und Milcherzeugnissen im Einzelhandel, gerĂ€t die bundesweit erzeugte Milch unter Kostendruck. Grund dafĂŒr sind die geschlossene Gastronomie und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, vor allem aber auch der Shutdown im Export und die ÜberschĂŒsse fĂŒr den globalen Handel. Slow Food fordert angesichts dieser in kritischen Situationen immer wiederkehrenden Misere einen entschiedenen Systemwandel in der Milcherzeugung.

Dieses Mal ist es nicht der Trinkmilchpreis, der die MilchbĂ€uer*innen und die Milchbranche in BedrĂ€ngnis bringt. Die Verhandlungen mit dem Handel entwickelten sich hier jĂŒngst sehr positiv. Es ist der Shutdown der Corona-Krise bei gleichzeitigem Überangebot von Milch, welches die Branche systematisch einplant, um mit europĂ€ischer Milch die WeltmĂ€rkte zu „bedienen“. Die EU zĂ€hlt zu den weltweit grĂ¶ĂŸten Milchexporteuren und Deutschland zu den wichtigen Mitstreitern. Durch die Pandemie stockt nun der Export; ArbeitskrĂ€fte fehlen; Lieferketten sind blockiert. Molkereien sehen sich gezwungen, das Angebot an Frischprodukten zu reduzieren und immer mehr Rohmilch zu Milchpulver zu verarbeiten. Sie gehen ihrerseits sogar dazu ĂŒber, ihre Lieferant*innen aufzufordern, weniger Milch zu liefern. Der Milchmarkt steckt in der Krise und der Deutsche Bauernverband ruft zusammen mit dem Milchindustrieverband MIV und der Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner nach Öffnung der subventionierten privaten Lagerhaltung. Slow Food lehnt das ebenso wie der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) ab und fordert eine freiwillige Mengenreduktion gegen Ausgleichszahlungen. Denn die Erfahrung zeigt, dass der spĂ€tere Abverkauf von teuer eingelagertem Milchpulver und Butter lediglich erneut den Preis auf den WeltmĂ€rkten drĂŒckt.
DarĂŒber hinaus aber fordert Slow Food, endlich einen tragfĂ€higen „Wandel“ des Systems Milch zu vollziehen, weil die Logik dieses europĂ€ischen Wirtschaftssektors zu wiederkehrenden Krisen fĂŒhrt. Dazu Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Die Corona-Krise zeigt die FragilitĂ€t einer Branche, welche Milch unter Kostendruck und in Übermengen fĂŒr den globalen Handel mit BilligkĂ€se und Milchpulver erzeugt und sich beharrlich weigert, fĂŒr Krisen vorzusorgen. Dabei ist der Umgang mit Milch als ‚Ramschprodukt‘ weder von Seiten der Industrie, der Politik noch von den Verbraucher*innen zu verantworten. Die Versorgung mit unseren Grundnahrungsmitteln sollte so weit wie möglich lokal, regional und ĂŒberschaubar bleiben und sich nach tatsĂ€chlichen Nachfragen ausrichten.“

Wege fĂŒr eine resiliente Milchwirtschaft hat Slow Food in seiner Studie zur zukunftsfĂ€higen Milchwirtschaft aufgezeigt und anhand zahlreicher Praxisbeispiele gezeigt: Eine wesensgemĂ€ĂŸe ErnĂ€hrung der Tiere mit Gras, Klee sowie selbst angebautem Futter, ein nachhaltiges Weidemanagement und die damit verbundene Reduktion ihrer Milchleistung ist ökonomisch tragfĂ€hig. Die KĂŒhe leben lĂ€nger und bleiben gesĂŒnder. Beweidung fördert die BiodiversitĂ€t, erhĂ€lt Kulturlandschaften und ist eine wichtige Maßnahme fĂŒr den Klimaschutz. „Bei der so erzeugten Milch können wir ĂŒberhaupt erst wieder von QualitĂ€t sprechen. Wenn wir Verbraucher*innen diese wertschĂ€tzen, in Maßen und zu entsprechend höherem Preis genießen, wĂ€re das ein wertvoller Beitrag zur Transformation unseres Lebensmittelsystems“, so Hudson. Slow Food informiert Verbraucher*innen ĂŒber lokale Milchbetriebe und -verarbeiter*innen, damit sie diese unterstĂŒtzen und die Betriebe ihre Erzeugung auf die Kund*innenwĂŒnsche hin ausrichten.
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Freiburg: 23.000 junge BĂ€ume in Gefahr
Forstamt griff im Mooswald wegen der langen Trockenheit zu einer besonderen Maßnahme

Ungewohnte Bilder und Töne im Mooswald: Zwischen kleinen BĂ€umchen verlaufen SchlĂ€uche und Rohre, großflĂ€chig regnet Wasser aus DĂŒsen, das frĂŒhlingshafte Vogelgezwitscher wird vom Brummen eines Dieselgenerators gestört. Die ungewöhnliche Konstruktion dient der BewĂ€sserung tausender frisch gepflanzter BĂ€ume im Mooswald, die ĂŒber die lange Phase der Trockenheit in den vergangenen Wochen hinweg gerettet werden sollen.

Das Forstamt hat im MĂ€rz ĂŒber 23.000 BĂ€ume gepflanzt, vor allem Eiche und weitere LaubbĂ€ume wie Linden, Kirschen, Spitzahorn und begleitende StrĂ€ucher wie Hartriegel und PfaffenhĂŒtchen im Mooswald. Ernst KrĂ€mer, Leiter des Forstreviers Mooswald, betont: „Die Pflanzbedingungen im MĂ€rz waren ideal, der Boden feucht, und wir haben im Revier mit dem Einsatz aller Forstwirte die jungen BĂ€ume zĂŒgig in den Boden gebracht.“

Seither allerdings haben die ausbleibenden NiederschlĂ€ge, trockene Ostwinde und hohen Temperaturen die Böden ausgetrocknet und die Sorge befeuert, dass tausende Pflanzen vertrocknen. „Wir haben viel Arbeit und auch Geld in diese Pflanzungen investiert. Zudem sind standort-angepasste und vitale Jungpflanzen Mangelware. Daher haben wir ĂŒberlegt, was wir tun können, um wenigstens einen Teil der Pflanzen zu retten“, erlĂ€utert Forstamtsleiterin Nicole Schmalfuß.

Selbst in trockenen Phasen hat der Mooswald einen großen Vorteil: Dank zahlreicher BĂ€che ist vor Ort Wasser verfĂŒgbar – es muss nur zu den Pflanzen gelangen. Die zĂŒndende Idee hatten die Forstwirte des Reviers Mooswald: eine vom Dieselgenerator betriebene Pumpe fördert das Wasser aus dem Brandbach, und mit FeuerwehrschlĂ€uchen wird es auf die FlĂ€che geleitet. Vergangene Woche wurde das System noch mit Eisenrohren und Sprinklern ausgebaut und optimiert, die sonst fĂŒr den Betrieb eines Nasslagers zur Holzkonservierung vorgesehen sind. „Aus der Landwirtschaft kennt man solche Bilder, aber im Stadtwald haben wir solche Maßnahmen auf großer FlĂ€che noch nie angewendet“, berichtet Revierleiter KrĂ€mer.

Mit der BewĂ€sserung wird versucht, eine besonders empfindliche Phase nach der Pflanzung zu ĂŒberbrĂŒcken. Frisch gepflanzte BĂ€ume sind besonders empfindlich zur Zeit des Laubaustriebs. Einerseits ermöglicht er erst das Wachstum der Wurzeln, das fĂŒr eine gute Wasserversorgung notwendig ist. Andererseits setzt er aber auch die Verdunstung in Gang. Junge BĂ€ume werden im Wald sonst nicht gegossen, bis auf seltene Ausnahmejahre hatten die NiederschlĂ€ge im FrĂŒhjahr bislang immer ausgereicht, um den jungen BĂ€umen ein gutes Anwurzeln zu ermöglichen, so dass sie dann die sommerliche Trockenheit ĂŒberstehen konnten.

Unbegrenzt möglich ist die Beregnung der Kulturen allerdings nicht. Auf vielen FlĂ€chen ist sie auch schlicht nicht umsetzbar. BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik beobachtet die Entwicklung mit Sorge: „Der Wald braucht dringend Regen; die BewĂ€sserung ist keine dauerhafte Lösung. Und wir mĂŒssen alles dafĂŒr tun, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.“
 
 

 
Freiburg: Ozon-Telefon ab 1. Mai wieder in Betrieb
Das Ozon-Telefon ist ab Freitag, 1. Mai, bis Ende September wieder in Betrieb. Unter der Telefonnummer 0761/77 555 können BĂŒrgerinnen und BĂŒrger die aktuellen Ozonwerte abfragen. TĂ€glich um 9.30 Uhr, 12.30 Uhr, 15.30 Uhr und 18.30 Uhr wird der Ansagetext mit den neuesten Messwerten aus Freiburg aktualisiert.

Überschreiten die Messwerte 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft (ÎŒg/m3), spricht das Umweltschutzamt eine Ozon-Warnung aus. Ab diesem Grenzwert wird empfohlen, ungewohnte und körperlich anstrengende TĂ€tigkeiten im Freien zu vermeiden, auf das Autofahren zu verzichten und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.
 
 

 
Freiburg: Balkonien wird klimaneutral
Stadtverwaltung und Badenova verlosen 30 Mikro-Solaranlagen

FĂŒr kleine und grĂ¶ĂŸere Solaranlagen gibt es ZuschĂŒsse aus dem stĂ€dtischen Förderprogramm „Klimawohnen“

Freiburg. Balkonien ist ein kleines Land. Und es verteilt sich auf viele Orte. Dennoch könnte es als erstes Land der Welt klimaneutral werden. Denn die technische Entwicklung bei der Produktion von Solaranlagen ermöglicht heute den dezentralen Betrieb vieler auch sehr kleiner Anlagen, die sich auf Balkonen, Terrassen, Fassaden oder Carports installieren lassen.

Im Rahmen ihrer 900-Jahr-Feier verlost nun die Stadt Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Energiedienstleister Badenova 30 MikroSolaranlagen. Die Module haben eine Leistung 300 Wp. (Die Einheit Wp, „Watt Peak“, beschreibt die elektrische Leistung einer Solarzelle bei einer definierten Einstrahlung, einer definierten Zelltemperatur und einer bestimmten spektralen Zusammensetzung des Lichtes.)

Mit einer solchen Mikro-Solaranlage kann jedermann erneuerbare Sonnenenergie zum Direktverbrauch fĂŒr die eigene Wohnung produzieren – ganz einfach auf dem eigenen Balkon, Carport, an der Fassade, im Garten oder auf der Terrasse. Mit dem EinverstĂ€ndnis des Vermieters oder der Vermieterin können dies auch Mieterinnen und Mieter tun. Jede Kilowattstunde selbst erzeugen Sonnenstroms ersetzt normalen Netzstrom, der (falls es nicht noch Ökostrom ist) immer noch mit dem Ausstoß von Treibhausgasen verbunden ist.

„Mit der Verlosung der 30 Mikro-PV-Anlagen will die Stadt Freiburg diese Art der Erzeugung von regenerativem Strom bekannt machen und unterstĂŒtzen. Damit kann jede BĂŒrgerin und jeder BĂŒrger auf Balkonien erneuerbaren Strom erzeugen und das Klima schĂŒtzen“, betont UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.

Die Solaranlage fĂŒr die Steckdose erzeugt pro Jahr bis zu 300 kWStunden. Dies entspricht rund 10 Prozent des jĂ€hrlichen Verbrauchs eines Zweipersonenhaushaltes im Mehrfamilienhaus ohne elektrische Warmwasserbereitung (Quelle: Beratungsgesellschaft co2online). Gleichzeitig werden im Vergleich zur Stromgewinnung aus Braunkohle pro Jahr 114,3 kg CO2 eingespart (Quelle: Bundesamt fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

Wer Interesse hat, kann ab Montag, 4. Mai, online am Gewinnspiel teilnehmen. Er oder sie muss einfach das Formular auf www.freiburg.de/klimawohnen ausfĂŒllen und abschicken. Einsendeschluss ist Montag, 25. Mai.

Auch alle, die beim Gewinnspiel kein GlĂŒck haben, unterstĂŒtzt die Stadt Freiburg bei der Installation einer Solaranlage, ob als MikroPV- oder als grĂ¶ĂŸere Anlage auf dem Dach oder an der Fassade. Das Programm „Klimawohnen“ bietet sechs Förderbausteine mit Beratung und ZuschĂŒssen fĂŒr die Stromerzeugung mit Solaranlagen. Auch die DĂ€mmung der GebĂ€udehĂŒlle oder ein Heizungsaustausch mit Nutzung erneuerbarer Energien wird gefördert. Auch hierfĂŒr finden sich alle notwendigen Informationen und FörderantrĂ€ge auf www.freiburg.de/klimawohnen.

Zur Teilnahme am Gewinnspiel „Mikro-PV-Anlage gewinnen“ sind neben den persönlichen noch weitere Angaben erforderlich. Konkret benötigen die Veranstalter (im Falle eines Mieters) die BestĂ€tigung des Vermieters, dass eine Erlaubnis zu Aufstellung bzw. Einbau der Mikro-PV-Anlage vorliegt; die Nennung des Baujahrs des GebĂ€udes, in dem der Teilnehmer oder die Teilnehmerin wohnt; und des Stockwerks, in dem die Mikro-PV-Anlage aufgestellt oder eingebaut werden kann. Dazu sind dem ausgefĂŒllten Formular je ein Foto vom Balkon, vom StromzĂ€hler und vom Sicherungskasten beizufĂŒgen.
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UNO am Ende? – 75 Jahre unvereinte Nationen
iz3w - Zeitschrift zwischen Nord und SĂŒd | Ausgabe 378
(Mai/Juni 2020)

In Zeiten von Covid-19 rĂŒcken andere Themen in den Hintergrund – so auch der 75. Geburtstag der United Nations Organization (UNO). Ende MĂ€rz hatte die UNO zwar einen „Globalen humanitĂ€ren Plan“ zur BekĂ€mpfung der Pandemie vorgestellt. Aber auf die Titelseiten der Zeitungen schaffte das Vorhaben es nicht. Das ist symptomatisch fĂŒr den Bedeutungsverlust der UNO in den letzten beiden Jahrzehnten.

AnlĂ€sslich des 75. Jahrestages der UNO-GrĂŒndung fragen wir jenseits von Fragen um Covid-19 ganz grundsĂ€tzlich: Welche Kritik an den UN ist triftig, auf welchen Fehlentwicklungen beruht sie? Und welche Kritik an den UN ist falsch, unfair, interessengeleitet, nationalistisch? Inwiefern geht der Niedergang des Multilateralismus im UN-System mit der Renaissance nationalstaatlicher Machtpolitik einher? Welche Chancen bietet das UN-System den LĂ€ndern des Globalen SĂŒdens – oder sollten wir besser fragen: ihren nicht immer demokratischen Regierungen?

Als kleines Zeichen der SolidaritÀt mit jenen, die durch die Pandemie in ihrer Existenz gefÀhrdet sind, haben wir die meisten Artikel auf unserer Website frei zugÀnglich gemacht.
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VAG verstÀrkt Fahrplanangebot ab 4. Mai
In der kommenden Woche beginnt fĂŒr einige SchĂŒlerinnen und SchĂŒler wieder der regulĂ€re Unterricht im Klassenzimmer. Zudem verzeichnet die Freiburger Verkehrs AG (VAG) seit einigen Tagen wieder leicht steigende Fahrgastzahlen. Aus diesem Grund wird die VAG den derzeitigen Sonderfahrplan vom 4. Mai an weiter verdichten und sich so erneut ein StĂŒck weit mehr der NormalitĂ€t annĂ€hern.

Straßenbahn, montags bis freitags
Zwischen 5.00 Uhr und 6.30 Uhr fahren Stadtbahnlinien einen 15-Minuten-Takt.
Danach – von 6.30 Uhr bis 21.00 Uhr – wechseln die Linien 1, 3, 4 und 5 auf einen 7,5-Minuten-Takt. Die Linie 2 wird dann alle 10 Minuten fahren.
Von 21.00 Uhr bis 23.00 Uhr verkehren die Bahnen aller Linien im 15-Minuten-Takt.
Zu den morgendlichen Pendlerzeiten zwischen 06.30 Uhr und 08.30 Uhr werden die Stadtbahnlinien 1, 3, 4 und 5 durch zusÀtzliche Fahrten verstÀrkt. Betriebsschluss ist gegen 23.00 Uhr.

Busse, montags bis freitags
Im Busbereich werden allen Linien zwischen 5.00 Uhr und 23.00 Uhr ein 20 bis 30-Minuten-Takt gefahren. Im morgendlichen Pendler- und SchĂŒlerverkehr werden einige Buslinien noch verstĂ€rkt.
Samstags
An Samstagen fahren die Stadtbahnlinien 1, 3, 4 und 5 im 7,5-Minuten-Takt, die Linie 2 fÀhrt alle 10 Minuten.
Die meisten Buslinien fahren im 30-Minuten-Takt.

Sonntags
An Sonntagen kommt es zu keinen Änderungen im bisherigen Sonderfahrplan. Straßenbahnen verkehren im 15-Minuten-Takt, Busse grĂ¶ĂŸtenteils im 30-Minuten-Takt.
Alle Änderungen sind in der elektronischen Fahrplanauskunft berĂŒcksichtigt.

Besonderheiten bei einzelnen Buslinien an Samstagen und Sonntagen:
Linie 15 verkehrt ganztĂ€gig ĂŒber Gundelfingen-Bahnhof.
Linie 16 verkehrt nicht.
Linie 19 verkehrt im 90-Minuten-Takt und wird in Lehen ergÀnzt durch die Linien 31 und 32.
Linie 21 verkehrt ganztĂ€gig in GĂŒnterstal im 45-Minuten-Takt zwischen den Haltestellen 'Dorfstraße' und 'Kyburg' sowie im 90-Minuten-Takt zwischen 'Dorfstraße‘ und Horben.
Linie 22 fÀhrt nicht.
Linie 23 verkehrt nicht.
Linie 24 fÀhrt nicht.
Linie 25 verkehrt nicht.
Linie 31 verkehrt Mo-Fr im 60-Minuten-Takt. Samstags im 90-Minuten-Takt und sonntags im 120-Minuten-Takt.
Linie 32 fĂ€hrt ganztĂ€gig zwischen der 'Paduaallee' und 'Opfingen-Gewerbestraße'.
Linie 34 verkehrt den ganzen Tag im 45-Minuten-Takt und bedient dabei zusĂ€tzlich die Haltestellen 'Bötzinger Straße', 'Riegeler Straße', 'Burkheimer Straße', 'Stryker' und 'Schaub'. Es entfallen die Haltestelle 'Moosackerweg', 'St. Georgen-Kirche' und 'St. Georgen-Friedhof'.
Linie 35 verkehrt nicht. Die Anbindung des Gewerbegebiets Haid erfolgt durch die Linie 34, die Anbindung der Tuniberg-Ortsteile durch die ganztÀgig verkehrende Linie 33.
Linie 36 bedient alle 30-Minuten das Industriegebiet Hochdorf.
Der Verkehrsbetrieb erinnert abschließend nochmals an die in Bussen, Bahnen und an Haltestellen seit 27. April geltende Pflicht, Mund und Nase mit einem passenden Schutz oder Schal bedeckt zu halten und auch sonst die angesagten Hygienestandards zu befolgen.
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Nachbarschaftsrecht: Mit diesen Tipps klappt’s auch mit den Nachbarn
Ob KinderlĂ€rm, Laub vom NachbargrundstĂŒck, Haustiere oder LĂ€rm und Rauch einer Grillparty – Nachbarn können anstrengend sein. ï»żWas hinzunehmen und wann die Grenze des Tolerierbaren ĂŒberschritten ist, erklĂ€rt die Stiftung Warentest in der aktuellen Mai-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest.

HĂ€ufiges Thema fĂŒr Unmut im Sommer: Grillen auf Balkon oder Terrasse. Was fĂŒr die einen zum Sommer einfach dazugehört, ist fĂŒr unbeteiligte Nachbarn oft nur Rauch- und LĂ€rmbelĂ€stigung. Doch was ist erlaubt? Generell ist das Grillen auf Balkon oder Terrasse erlaubt, sofern Hausordnung oder die BeschlĂŒsse einer WohnungseigentĂŒmergemeinschaft nichts anderes vorsehen. Denn diese können das Grillen deutlich einschrĂ€nken. Auch in den Landesimmissionsschutzgesetzen der BundeslĂ€nder kann es Regelungen geben. In NRW ist Grillen beispielsweise nur erlaubt, wenn es gelegentlich stattfindet und zeitlich beschrĂ€nkt ist. Deshalb gilt: RĂŒcksicht nehmen.

Das gilt auch fĂŒr Familien mit Kindern. Kinder dĂŒrfen laut sein und spielen – ein Freifahrtschein fĂŒr rĂŒcksichtsloses Verhalten ist das aber trotzdem nicht. Vor allem, wenn Kinder SchĂ€den beim Spielen anrichten, wird es schwierig fĂŒr das nachbarschaftliche VerhĂ€ltnis. Bis zu ihrem siebten Geburtstag haften Kinder nicht fĂŒr SchĂ€den, die sie verursachen. Im Straßenverkehr oft sogar nicht, bis sie zehn Jahre alt sind. Bis dahin gelten sie als deliktunfĂ€hig. Wenn also der fĂŒnfjĂ€hrige Sohn beim Radfahren den Sportwagen der Nachbarin zerkratzt, bleibt diese auf dem Schaden sitzen. Die Eltern mĂŒssen ebenfalls nicht zahlen, sofern sie ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben. Daher rĂ€t Finanztest allen Eltern, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, die SchĂ€den durch deliktunfĂ€hige Kinder absichert. Dann bekommt der GeschĂ€digte Geld, obwohl die Eltern gar nicht fĂŒr den Schaden haften mĂŒssen.

Wem das Obst gehört, das vom Nachbarbaum in den eigenen Garten wĂ€chst, was getan werden kann, wenn die Nachbarskatze das eigene Blumenbeet als großes Katzenklo betrachtet und welchen Bereich die Videokamera des Nachbarn ĂŒberwachen darf, darĂŒber klĂ€rt die ï»żZeitschrift Finanztest in ihrer Mai-Ausgabe und unter ï»żwww.test.de/nachbarschaftsrecht auf. Auf test.de finden sich auch ï»żRechtsschutzversicherungen, die Mediationsverfahren mit abdecken und ï»żHaftpflichtversicherungen, die SchĂ€den durch deliktunfĂ€hige Kinder mit absichern.
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