Prolixletter
Sonntag, 28. Februar 2021
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Verschiedenes

 
Cyberversicherungen: Guten Schutz gibt es schon ab 49 Euro im Jahr
Online-Shopping, E-Mail, Facebook, YouTube oder Streaming-Dienste: Ein großer Teil unseres Lebens findet im Internet statt. Neue Versicherungen bieten Hilfe – etwa bei Datendiebstahl, Ärger beim Onlinekauf oder Cybermobbing. FĂŒr die Juni-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest hat die Stiftung Warentest ï»ż19 Cyberversicherungen von 15 Anbietern untersucht. Das Ergebnis: FĂŒr diejenige, die keine Assistance-Leistungen etwa fĂŒr die Rettung von Daten oder dem Löschen beleidigender Inhalte im Netz in Anspruch nehmen wollen, ist so eine Versicherung unnötig. Denn viele Verbraucher sind schon ĂŒber ihre Rechtsschutz- oder Hausratversicherung abgesichert. Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Vertragsabschluss erstmal alle schon vorhandenen Policen zu checken.

Cyberversicherungen helfen bei rechtlichem und technischem Ärger im Internet. „Ob sie so eine Police abschließen sollten, hĂ€ngt von ihrem BedĂŒrfnis nach Sicherheit ab und nach UnterstĂŒtzung – auch psychologischer“, so die Finanztest-Expertin EugĂ©nie Zobel. Denn gĂ€ngige Versicherungen, die viele schon haben, decken einen Teil der FĂ€lle ab, fĂŒr die Cyberschutz gedacht ist. Eine Rechtsschutzversicherung ĂŒbernimmt Anwalt und Prozesskosten. Eine private Haftplicht kommt fĂŒr SchĂ€den Dritter auf, falls beispielsweise eine E-Mail unbeabsichtigt einen Computervirus verbreitet. Manche Hausratsversicherung enthĂ€lt Schutz fĂŒr SchĂ€den bei Onlinebanking.

Cyberversicherungen eignen sich deshalb vor allem fĂŒr Internetnutzer, die im Ernstfall schnelle UnterstĂŒtzung benötigen und bisher keine Rechtsschutzversicherung haben. Guten Schutz gibt es dann schon ab 49 Euro im Jahr. Eine Versicherung entbindet aber nicht von der Pflicht, die ĂŒblichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen: Dazu gehört ein aktueller Virenschutz genauso wie sichere Passwörter und die Devise, möglichst wenig Privates im Internet preiszugeben.

Der Test Cyberversicherung findet sich in der ï»żJuni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter ï»żwww.test.de/cyberversicherungen abrufbar.
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900-Jahrfeier im Zeichen der Sonnenenergie
Mikrosolar-Anlagen auf dem JubilÀumscontainer

Mit der Installation von zwei kleinen Sonnenkraftwerken auf dem JubilĂ€ums-Container am Platz der Alten Synagoge setzt die Green City im JubilĂ€umsjahr ein Zeichen fĂŒr Klima und Umweltschutz. Pro Jahr erzeugen diese Mikrosolaranlagen bis zu 600 kWh Strom. So können die im Container befindlichen elektrischen GerĂ€te, wie Computer, Klimaanlage oder das Beleuchtungssystem, ausreichend mit regenerativ gewonnenem Strom versorgt werden.

Unter dem Motto „Dein Balkon kann mehr“ macht die Stadt Freiburg auf das Förderprogramm „Klimafreundlich wohnen“ mit Beratung und ZuschĂŒssen fĂŒr die Stromerzeugung mit Solaranlagen aufmerksam. In Zusammenarbeit mit der badenova hat die Stadt ein Gewinnspiel organisiert, bei dem man eine von 30 Mikro-PV-Anlagen gewinnen kann. Wer Interesse hat, kann bis zum 25. Mai 2020 online am Gewinnspiel unter www.freiburg.de/klimawohnen teilnehmen.
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Banking-Apps: Nicht alle sind komfortabel
Viele BankgeschĂ€fte lassen sich heute per App auf dem Smartphone erledigen. Die Zeitschrift Finanztest hat von ï»ż19 dieser Apps jeweils die Versionen fĂŒr die Betriebssysteme Android und iOS getestet. Jeweils vier der Apps schneiden gut ab, vier sind nur ausreichend, der Rest ist befriedigend.

Im Mittelpunkt der Untersuchung standen Funktionen und Handhabung. Nutzer sollten zeitnah ĂŒber Transaktionen wie einen Zahlungseingang informiert werden, UmsĂ€tze filtern sowie kategorisieren können. Die Überweisungen sollten zudem einfach ablaufen und komfortabel sein. Drei Apps erhielten in dieser Kategorie die Note Sehr gut. Die Handhabung lag bei den meisten Apps zwischen den Noten Gut und Befriedigend. Das Schlusslicht im Test war die App Revolut mit schwachem Nutzungskomfort und sehr deutlichen MĂ€ngeln bei den AGB und der DatenschutzerklĂ€rung. Diese Dokumente gab es nur auf Englisch.

Entwarnung gab der Test im Punkt Sicherheit. Alle Apps im Test waren umfassend gegen Fremdangriffe geschĂŒtzt. Beim Datensendeverhalten und Werbetracking schnitten die iOS-Apps insgesamt schlechter ab als die Android-Apps. Negativer Spitzenreiter in Sachen Tracking war die iOS-App von N26 mit sechs unterschiedlichen Trackern, die Kundendaten lieferten.

Nur noch ein Drittel der Apps im Test bot Multibanking an. Mit dieser Funktion können die Konten unterschiedlicher Banken ĂŒber eine App verwaltet werden. FĂŒr Kunden, die diese Funktion benötigen und deren bisher genutzte Banking-App sie nicht bietet, sind Finanzblick Onlinebanking und Numbrs eine gute Wahl. Diese beiden Apps können von den Kunden unterschiedlicher Banken genutzt werden und gehören neben den Kunden-Apps der Sparkassen und GLS mBanking zu den Spitzenreitern der Untersuchung.

Der Test findet sich in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter ï»żwww.test.de/bankingapps abrufbar.
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Gute Nachricht fĂŒr Wohnmobil-Reisende
Der Wohnmobil-Stellplatz der Kur und BĂ€der GmbH geht am Montag, 18. Mai, unter Auflagen wieder in Betrieb

BAD KROZINGEN. Das Land Baden-WĂŒrttemberg hat nun auch die inlĂ€ndischen touristischen AktivitĂ€ten mit Wohnmobilen und auf CampingplĂ€tzen neu starten lassen. Voraussetzung ist aber, grundsĂ€tzlich Abstand zu halten und die Desinfektionsregeln zu beachten. Auch dĂŒrfen den GĂ€sten keine Toilettenanlagen auf dem WohnmobilStellplatz zur VerfĂŒgung gestellt werden.

Viele StammgÀste auf dem Wohnmobil-Stellplatz freuen sich auf die Lockerung. Sie bewegen sich innerhalb des Wohnmobils und nutzen das gastronomische Angebot, vor allem die Freiluftterrassen benachbarter Restaurants und die SitzflÀche des Weinbrunnens. Hier sind die AbstÀnde von mindestens 1,50 m bequem einzuhalten.

Die GÀste werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kur und BÀder GmbH betreut. Anmeldungen sind per E-mail möglich und direkt auf dem Platz beim Platzwart.
 
 

 
Videochat-Programme: Teams und Skype liegen vorn
Beim ï»żTest von 12 Videochat-Programmen liegt Microsoft doppelt vorn: Testsieger ist das Programm Teams, das im Testzeitraum noch kostenpflichtig war, inzwischen aber kostenlos verfĂŒgbar ist. Fast genauso gut schneidet die ebenfalls von Microsoft vertriebene Gratis-Software Skype ab. Zoom ist insgesamt befriedigend, hier kann die QualitĂ€t von Bild und Ton insbesondere bei langsamen Internet-Verbindungen nicht mit den Siegern mithalten. Die Tester stießen bei den Programmen auch auf zahlreiche juristische MĂ€ngel in den DatenschutzerklĂ€rungen und auf unverschlĂŒsselte Daten.

5 von 12 Videochat-Programmen schnitten gut ab, sie alle sind inzwischen kostenlos. FĂŒr die drei weiterhin kostenpflichtigen Videochat-Programme im Test lohnen sich die Ausgaben kaum, sie landen in der Tabelle recht weit hinten. Die Funktionsvielfalt der meisten geprĂŒften Programme ist groß: Nutzer können unter anderem zwischen Videochat, Audiochat und Textchat wĂ€hlen und Inhalte teilen. Teams unterstĂŒtzt Menschen mit SinneseinschrĂ€nkungen, indem es bei Bedarf Text in Sprache und Sprache in Text umwandelt – letzteres beherrscht auch Skype.

Wer eine relativ langsame Internet-Verbindung hat, setzt am besten auf Jitsi. Zoom ist die ungĂŒnstigste Variante bei Schneckentempo. Gar kein Bild vom GesprĂ€chspartner sahen die Tester bei Mikogo, das deshalb mit „Mangelhaft“ auf dem letzten Platz landet. Bis auf zwei haben alle Anbieter sehr deutliche MĂ€ngel in ihren DatenschutzerklĂ€rungen. Mikogo patzt außerdem bei der Datensicherheit: Hier können unter UmstĂ€nden Chats anderer Nutzer ausspioniert werden.

Der Test Videochat-Programme ist kostenlos online unter ï»żwww.test.de/videochat abrufbar.
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900 Jahre Freiburg - 900 blĂŒhende Baumbeete
Neue Baumpatenschaften gesucht

Die Freiburger Stiftung hat das JubilĂ€umsprojekt „900 Jahre Freiburg - 900 blĂŒhende Baumbeete“ angeregt. Das Team von „Freiburg packt an“ des Garten- und Tiefbauamtes und die Ökostation Freiburg unterstĂŒtzen dabei alle Freiwilligen, die GrĂŒnflĂ€chen um die StraßenbĂ€ume bunt zu bepflanzen.

BĂŒrgermeister Martin Haag: „Ich wĂŒnsche mir, dass sich viele BĂŒrgerinnen und BĂŒrger engagieren und eine Baumpatenschaft vor Ihrer HaustĂŒr ĂŒbernehmen. Die kleinen Biotope bieten einen wertvollen Lebensraum fĂŒr die Insekten und die Tiere in der Stadt. Die Baumbeete sind ein blĂŒhendes Geschenk zum StadtjubilĂ€um an alle Freiburgerinnen und Freiburger sowie an die GĂ€ste der Stadt .“

Mit einem kleinen Beitrag zur BegrĂŒnung und Verschönerung der Stadt kann Großes bewirkt werden. Viele sogenannte Baumbeete oder Baumscheiben, können mit blĂŒhenden Samenmischungen und duftenden KrĂ€utern bepflanzt werden. Bereits bestehende Baumscheiben werden aufgefrischt und mit neuen Sorten bereichert. Angemeldet sind in Freiburg etwa 500 Baumscheiben – weitere können noch dazu kommen. Außerdem kĂŒmmern sich unzĂ€hlige Menschen in der ganzen Stadt auch ohne Anmeldung um die GrĂŒnflĂ€che vor ihrer TĂŒr.

Die Übernahme einer Baumpatenschaft ist auch zur Zeit möglich. Allein oder zu zweit kann das Baumbeet unter notwendigen Schutzmaßnahmen bearbeitet und gegossen werden.

Die Anmeldung der Baumscheibe sowie weitere Informationen zu einer Baumpatenschaft bekommt man bei „Freiburg packt an“, unter der Telefonnummer 0761 / 2014712 oder unter fpa@stadt.freiburg.de. Ein Flyer und das Anmeldeblatt befinden sich auf der Homepage unter www.freiburg.de/freiburgpacktan .

Die Ökostation in der Falkenbergstraße 21 b bietet tĂ€glich kostenloses Pflanzmaterial vor dem GebĂ€ude zum Mitnehmen an (Ein Starterset solange der Vorrat reicht). Donnerstags, zwischen 14 und 17 Uhr, gibt es dazu eine Beratungsstunde ĂŒber den Gartenzaun. Der Kontakt erfolgt unter der Telefonnummer 0761/ 89 23 33 oder unter info@oekostation.de. Die Beratung mit einem Foto ist auch per E-Mail möglich.

Die Freiburger BĂŒrgerstiftung lĂ€dt dazu ein, die Fotos von den blĂŒhenden Baumbeeten an die E-Mail Adresse: geschaeftsstelle@freiburger-buergerstiftung.de zu senden. Diese Bilder werden dann virtuell auf der Homepage unter www.freiburger-buergerstiftung.de ausgestellt. Es mĂŒssen auch nicht nur die eigenen Baumscheiben sein. So kann auch von daheim bewundert und neue Ideen gesammelt werden.

Weitere Informationen erteilt das Garten- und Tiefbauamt: „Freiburg packt an“
Monika Borodko-Schmidt
Tel 201-4712
fpa@stadt.freiburg.de
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Karlsruhe: Verdacht auf BlindgÀnger aus dem Zweiten Weltkrieg
Teile der Oststadt und Innenstadt-Ost wĂ€ren von Evakuierungsmaßnahmen betroffen

Bodensondierungen bei der KIT-Baustelle ergaben an vier Stellen Hinweise auf KampfmittelrĂŒckstĂ€nde. Diese Verdachtspunkte werden am Dienstag, 19. Mai, nĂ€her untersucht. Erst dann kann beurteilt werden, ob eine EntschĂ€rfung notwendig wird, wann diese erfolgen mĂŒsste und welcher Bereich konkret betroffen wĂ€re. Bei einer BestĂ€tigung des Verdachts mĂŒsste der betroffene Bereich evakuiert werden, um eine GefĂ€hrdung der Menschen in den umliegenden Gebieten auszuschließen. "Das ist nichts, was man mitten in der Coronakrise auch noch brĂ€uchte", bringt es Dr. Björn Weiße, Leiter des zustĂ€ndigen Ordnungs- und BĂŒrgeramtes auf den Punkt. Das Amt ist als zustĂ€ndige Infektionsschutzbehörde seit Wochen im Dauereinsatz und koordiniert nun noch zusĂ€tzlich die Maßnahmen zur BombenentschĂ€rfung.

Der Evakuierungsbereich wĂŒrde insbesondere Teile der Oststadt, aber auch Teile der Karlsruher Altstadt und der Innenstadt-Ost in einem Radius von voraussichtlich 300 bis 500 Metern rund um die Baustelle am KIT (Adenauerring 4) umfassen.

"FĂŒr diejenigen, die bei einer notwendigen EntschĂ€rfung keine anderen Aufenthaltsmöglichkeiten nutzen könnten, richten wir das SĂŒdwerk als vorĂŒbergehenden Aufenthaltsort ein", so Weiße. Das BĂŒrgerzentrum SĂŒdwerk befindet sich in der Henriette-ObermĂŒller-Straße 10. Dort könnten Bewohnerinnen und Bewohner der Gebiete wĂ€hrend der Evakuierung Quartier finden. Eine Versorgung mit GetrĂ€nken wĂ€re gewĂ€hrleistet, dringend benötigte Medikamente, Verpflegung, Babynahrung oder Ähnliches mĂŒssten die Betroffenen selbst mitbringen. WĂ€hrend des Aufenthalts im SĂŒdwerk wĂ€re eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

BĂŒrgertelefon

Wer seine Wohnung nicht selbststĂ€ndig verlassen kann und auf einen Transport oder Betreuung vor Ort angewiesen ist beziehungsweise unter hĂ€uslicher QuarantĂ€ne steht, sollte sich unter der Rufnummer 0721/133-3333 an die Stadt Karlsruhe wenden, damit erforderliche Maßnahmen im Vorfeld der Evakuierung bereits jetzt abgestimmt werden können. "Neben den Transporten von BettlĂ€gerigen und PflegebedĂŒrften mĂŒssen wir dieses Mal fĂŒr die Menschen in QuarantĂ€ne noch spezielle UnterkĂŒnfte bereitstellen und auf den Infektionsschutz im SĂŒdwerk achten" fasst Weiße die Besonderheiten in Corona-Zeiten zusammen.

Die Service-Hotline zu Fragen rund um Corona bleibt weiterhin unter der gleichen Telefonnummer erreichbar.

Auswirkungen auf den Verkehr

Der Evakuierungsbereich wĂ€re fĂŒr den Verkehr gesperrt. Die Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNV mĂŒssten auf die Umleitungshinweise achten. Die zustĂ€ndigen Stellen erarbeiten derzeit bereits PlĂ€ne fĂŒr Sperrungen und Umleitungen.

Entwarnung

Wenn sich der BlindgĂ€ngerverdacht nicht bestĂ€tigt, wird das Ordnungs- und BĂŒrgeramt am Dienstag, 19. Mai, auf der Internetseite www.karlsruhe.de/bombenverdacht und ĂŒber die Medien darĂŒber informieren.
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Slow Food erstellt Maßnahmenkatalog fĂŒr Gastronomie in der Corona-Krise
Corona-Krise: Slow Food erstellt Maßnahmenkatalog fĂŒr Deutschlands Gastronomie und fordert Bund, LĂ€nder und Kommunen zum Handeln auf

Die Gastronomie gehört zu den Branchen, die am stĂ€rksten unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden – auch in Deutschland. Daran wird auch die schrittweise Wiedereröffnung ihrer Betriebe nicht so schnell etwas Ă€ndern. Der Verdienstausfall ist nicht aufzuholen, die Vorschriften fĂŒr Hygiene und Abstand verhindern eine RĂŒckkehr zur NormalitĂ€t. Slow Food fordert von Bund, LĂ€ndern und Kommunen Maßnahmen, die es den Gastronom*innen erlauben, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken und ihrem Wert fĂŒr die Vielfalt des Landes gerecht werden.

Die Gastronomie ist in Deutschland ein zentraler Wirtschaftszweig. Sie beschĂ€ftigt laut DEHOGA rund 2,42 Millionen Menschen. Sie ist vor allem auch wichtiger Bestandteil unserer Alltagskultur. Sie prĂ€gt maßgeblich unser Miteinander, unsere Geselligkeit. Die Vielfalt an Kneipen, GaststĂ€tten, Restaurants und CafĂ©s ist Ausdruck vielfĂ€ltiger kultureller und kulinarischer PrĂ€gungen. Doch ist in dieser Branche nach Ende des Corona-Shutdowns nichts mehr so, wie es vorher war: Manche Betriebe werden den Verdienstausfall von ĂŒber zwei Monaten nicht ĂŒberleben. Die ‚Überlebenden‘ wiederum können unter verschĂ€rften Hygiene-Vorschriften und Abstandsregelungen nur mit einem Bruchteil ihres vorherigen Umsatzes kalkulieren. Über 80% der Betriebe haben Tische und StĂŒhle im Freien. Die Einnahmen aus den FreischankflĂ€chen sind besonders in der Sommersaison essentiell und schon jetzt massiv eingeschrĂ€nkt. Die Mieten und die meisten Fixkosten bleiben gleich. Kredite mĂŒssen bedient, gestundete Mietzahlungen zurĂŒckbezahlt werden. Kurzarbeit und Entlassungen von Angestellten werden die Branche lange begleiten.

Die bisherigen Hilfsmaßnahmen von Bund, LĂ€ndern und Kommunen gehen Slow Food nicht weit genug. Der Verein fordert schnelle tragfĂ€hige Lösungen, die verhindern, dass ein gewichtiger Teil der Gastronomie hierzulande wegbricht und das in nicht allzu ferner Zukunft. Treffen wird es besonders die kleinen, zukunftsfĂ€hig arbeitenden Gastronom*innen, von denen viele Teil des Slow-Food-Netzwerkes sind. Denen gebĂŒhrt ein besonderer Schutz: Wirt*innen und Köch*innen, die die Erzeuger*innen ihrer Produkte kennen; die sich nachweislich fĂŒr regionale und ökologische Landwirtschaft und Wertschöpfung verantwortlich zeigen; die mit den vorhandenen Ressourcen sowie mit Tier- und Menschenrechten respektvoll umgehen. Sie leben RegionalitĂ€t und Nachhaltigkeit, statt sie zu vermarkten. Dazu Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Diese ‚Netzwerkgastronomie‘ hĂ€lt die Versorgungssicherheit lebendig und trĂ€gt maßgeblich zum Erhalt unserer biokulturellen Vielfalt und zur ErnĂ€hrungswende bei. Ihre Gastronom*innen hatten es schon vor der Krise schwerer als ihre Konkurrenz in der Systemgastronomie oder im Fast-Food-Sektor, allein durch ihre Bereitschaft, fĂŒr gute Erzeugnisse fair zu zahlen. Und nun leiden sie besonders unter den Folgen der Krise.“

FĂŒr alle Gastronom*innen in Deutschland fordert Slow Food folgende Sofort-Maßnahmen:
> Erlass der kommunalen GebĂŒhren fĂŒr die Nutzung der FreischankflĂ€chen fĂŒr 2020 und 2021.
> FĂŒr diejenigen, die ĂŒber keine FreischankflĂ€chen verfĂŒgen: Erlass der GebĂŒhren der öffentlich-rechtlichen VersorgungstrĂ€ger fĂŒr die Dauer der Schließung der Gastronomie.
> Reduzierung und Stundungsmöglichkeiten fĂŒr die GebĂŒhren der öffentlich-rechtlichen VersorgungstrĂ€ger bis Ende 2020.
ZusĂ€tzlich dazu fordert der Verein fĂŒr die Netzwerkgastronomie wie etwa die Chef Alliance sowie die Lokale aus dem Slow-Food-GenussfĂŒhrer:
> Reduzierung des Umsatzsteuersatzes auf 7 % dauerhaft ĂŒber den 31.03.2021 hinaus.
> Ein Subventionsprogramm von Bund, LĂ€ndern und Kommunen.
Jens Witt, Leiter der Chef Alliance, begrĂŒndet dies: „Beim Personentransport wird schon lange zwischen regionalen Anbietern mit einem ermĂ€ĂŸigten Mehrwertsteuersatz von 7 % und ĂŒberregionalen Anbietern mit dem erhöhten Steuersatz von 19 % unterschieden. Aus unserer Sicht ist das auch auf die Gastronomie ĂŒbertragbar. Wir honorieren damit die Menschen, die Produkte aus regionaler und nachhaltiger Landwirtschaft beziehen und damit den Verbraucher*innen die lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llige KĂŒche von morgen nahe bringen.“
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