Prolixletter
Sonntag, 7. März 2021
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Verschiedenes

 
Lese- und Arbeitsheft zur NS-Geschichte: Lernen mit regionalem Bezug
Die Juden von Buttenhausen – Vom Leben und Untergang einer Landgemeinde in WĂŒrttemberg

„Wir als Juden können diese Zeit nie vergessen“ – so lautet der Titel des neuen Lese- und Arbeitshefts in der Reihe MATERIALIEN, herausgegeben von den GedenkstĂ€tten in Baden-WĂŒrttemberg und der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung (LpB). Die Publikation, die ab sofort kostenlos erhĂ€ltlich ist, fĂŒhrt insbesondere Jugendliche an die Geschichte einer jĂŒdischen Landgemeinde heran.

Mehr als 150 Jahre lebten Juden in Buttenhausen auf der SchwĂ€bischen Alb. Die Geschichte erzĂ€hlt vom Mit- und Nebeneinander der christlichen und jĂŒdischen Dorfbewohner, von wirtschaftlicher und kultureller BlĂŒte im 19. Jahrhundert, aber auch von Ausgrenzung und Verfolgung und schließlich von Deportation und Ermordung. Am Beispiel Buttenhausens lassen sich historische Entwicklungen nachvollziehen. Die Ortsgeschichte gibt zugleich Auskunft ĂŒber die Entstehung einer bĂŒrgerschaftlich getragenen Erinnerungskultur nach 1945.

Das Lese- und Arbeitsheft gliedert sich in Texteinheiten und ArbeitsblĂ€tter mit Dokumenten, Quellentexten, Fotografien und Aufgaben, darunter Anregungen zum selbststĂ€ndigen Erkunden der Geschichte, zur Vorbereitung von PrĂ€sentationen oder eines Werkstattbuchs. Es ist in der LpB-Reihe MATERILAIEN in enger Kooperation mit einem ehrenamtlichen Mitarbeiter des JĂŒdischen Museums Buttenhausen entstanden. Die GedenkstĂ€tten in Baden-WĂŒrttemberg und die Landeszentrale fĂŒr politische Bildung (LpB) greifen mit der Reihe die Aufforderung der BildungsplĂ€ne des Landes Baden-WĂŒrttemberg auf, Angebote mit regionalem Bezug an außerschulischen Lernorten zu entwickeln.

Zuletzt erschienen die Hefte "`Wohin bringt ihr uns?‘ - Grafeneck 1940. NS-`EuthanasieÂŽ im deutschen SĂŒdwesten“ (2012) und „`Wir sind gezeichnet fĂŒrs Leben, an Leib und SeeleÂŽ. Unternehmen `WĂŒsteÂŽ: das sĂŒdwĂŒrttembergische Ölschieferprojekt und seine sieben Konzentrationslager“ (2012). Zudem liegen Ausgaben u.a. zur Deportation der Juden aus Baden („Ich weiß nicht, ob wir nochmals schreiben können") und aus WĂŒrttemberg und Hohenzollern „'Evakuiert' und 'Unbekannt verzogen'“) vor.

Die Hefte sind kostenlos und können bestellt werden bei der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung, Stafflenbergstr. 38,70184 Stuttgart, Fax: 0711.164099-77, E-Mail: marketing@lpb.bwl.de, Webshop: www.lpb-bw.de/publikationen.html
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Freiburg: Gegen das Vergessen
Gedenkveranstaltung erinnert an die Deportation
von Freiburger Sinti vor 70 Jahren

Die Deportation von Freiburger Sinti jÀhrt sich 2013 zum 70.
mal. Mit einer Gedenkveranstaltung am Mittwoch, 20.
November, erinnern die Freiburger Sinti und die Stadt Freiburg
an die Opfer dieses Verbrechens. Die Veranstaltung beginnt
um 19.30 Uhr in der Kirchstraße 4 (Außenstelle der Gertrud-
Luckner-Gewerbeschule, hinter der Johanneskirche).
Eingeladen sind alle interessierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger.

Hintergrund der Deportation war der „Auschwitzbefehl“ des
damaligen SS-ReichsfĂŒhrers Heinrich Himmler im Jahr 1943,
mit dem er die systematische Verfolgung, Deportation und
Tötung der Sinti und Roma anordnete. Zuvor schon, in seinem
grundlegenden Erlass vom 8. Dezember 1938, hatte Himmler
von der „endgĂŒltigen Lösung der Zigeunerfrage“ gesprochen.

Im Mai 1940 wurden die ersten Sinti- und Roma-Familien,
etwa 2500 Menschen, aus dem heutigen Nordrhein-Westfalen
in polnische Zwangslager deportiert. Unter ihnen waren auch
zahlreiche Kinder und alte Menschen. Vor 70 Jahren, im MĂ€rz
1943, wurden dann Sinti und Roma aus 52 Orten des heutigen
Baden-WĂŒrttembergs in das sogenannte „Zigeunerlager“ nach
Auschwitz-Birkenau verschleppt und ermordet, darunter auch
Sinti-Familien aus Freiburg. Bis zum Kriegsende 1945 fielen
ĂŒber 500.000 deutsche und europĂ€ische Sinti und Roma den
Nazis zum Opfer.

Die Gedenkveranstaltung soll die Erinnerung an dieses
Verbrechen und an das Schicksal der Sinti und Roma im
Nationalsozialismus wach halten. Das betont auch
SozialbĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach, der die geplante
Veranstaltung begrĂŒĂŸt: „Sinti und Roma wurden im
Nationalsozialismus systematisch verfolgt und ermordet. Wir
alle tragen die historische Verantwortung dafĂŒr, dass so etwas
nie wieder geschieht.“

Der BĂŒrgermeister wird die GĂ€ste gemeinsam mit zwei
Vertretern der Sinti und Roma begrĂŒĂŸen. Danach folgt ein
Vortrag von Max Matter. Er spricht ĂŒber den Umgang mit Sinti
und Roma im Nationalsozialismus, zeigt aber auch auf, dass
sie schon vor und auch nach dem NS-Regime Opfer von
Vertreibung und Diskriminierung waren und noch immer sind.
Anschließend erinnern Freiburger Sinti in eigenen BeitrĂ€gen
an die Verfolgungen im Nationalsozialismus. Ab etwa 21 Uhr
bietet ein Empfang mit musikalischer Umrahmung Gelegenheit
zum Austausch.

Programm zur Gedenkveranstaltung
am 20. November, 19.30 Uhr, Kirchstr. 4

19.30 Uhr: Grußworte von SozialbĂŒrgermeister Ulrich von
Kirchbach, Daniel Strauß, Vorsitzender des Landesverbands
der Sinti und Roma Baden-WĂŒrttemberg, und Daniel Kobi,
Vorsitzender der Sinti-Siedlung Freiburg
20 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Max Matter, ZĂŒrich:
„Regionalgeschichtliche Aufarbeitung - Umgang mit Sinti und
Roma vor, wĂ€hrend und nach dem Nationalsozialismus“
Literarischer Beitrag von Tomas Wald: „Gedenken an die in
Auschwitz-Birkenau ermordeten Sinti und Roma“
20.30 Uhr: BeitrÀge von Freiburger Sinti gegen das Vergessen
ab 21 Uhr: Empfang mit Gelegenheit zum Austausch

Das Trio Faty Mettbach sorgt fĂŒr die musikalische Umrahmung.
 
 

 
Freiburg: Corosol am 15.11.2013 Vernissage und Konzert
„Sand – Weite – Licht“ Fotografien der tunesischen Sahara von Corinna Scherg

Corinna Scherg wird mit einer Bildershow von ihren Erlebnissen beim Kamel-Trekking erzĂ€hlen, von den ganz besonderen Stimmungen beim Barfuß-Gehen im feinen Sand, vom Einmummeln am knisternden Lagerfeuer, vom spannenden Brotbacken, den umsorgenden Beduinen, von bunten SonnenuntergĂ€nge und sternreichen NĂ€chten unter freiem Himmel.Auf diese Bilderreise durch die Sahara könnt ihr bis Mitte Januar 2014 im HofcafĂ© gehen.

UND IM ANSCHLUSS AB 20:30 UHR
"Mister Macke and the Mekong Monkeys" meets Bukowski

Konzert mit Gitarre und Stimme. Verfeinert mit Texten von Charles Bukowski
"Mister Macke and the Mekong Monkeys" ist keine 5-köpfige Rockband, wie der Name vermuten lÀsst.
Vielmehr handelt es sich um eine Ein- Mann- Gitarren- Kapelle mit deutschem Liedgut, die soviel ĂŒber das Leben zu sagen hat,... wie sie eben zu sagen hat!
Mister Macke singt ekstatische Lobeshymnen an das Leben. Clownesk, schrÀg, liebestoll und tragisch.
An diesem Abend trifft "Mister Macke and the Mekong Monkey" auf den dirty old man, Charles Bukowski.....

HOFCAFÉ COROSOL
Ferdinand-Weiß-Straße 9 - 11, 79106 Freiburg
Eintritt frei(willig)
 
 

 
Freiburg: Forstamt und VABE verkaufen ab 18. Nov. Schmuckreisig.
Selbst schneiden unter Aufsicht von Forstamt möglich

Auch in diesem Jahr verkauft das Forstamt mit dem Verein zur
Förderung kommunaler Arbeits- und BeschĂ€ftigungsmaßnahmen
(VABE e.V.) wieder Schmuckreisig. Um den Aufwand gering zu
halten, verkauft der VABE das Reisig in kleinen Mengen selbst,
nachdem er es zuvor im Stadtwald gewonnen hat. Das Reisig
stammt aus dem nach hohen Standards bewirtschafteten, FSCzertifizierten
Freiburger Stadtwald.

Der Verkauf in haushaltsĂŒblichen Mengen findet von Montag, 18.
November, bis Freitag, 20. Dezember, auf dem Holzhof des VABE
(Hermann-Mitsch-Straße, an Zufahrt zum Flugplatz) zu folgenden
Öffnungszeiten statt: Mo-Do 8-17 Uhr, Fr 8-15 Uhr, Sa 9-13 Uhr.
Kontakt: Tel. 0761/556 5772, Mail: holzhof@vabe-freiburg.de.

Wie bisher können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Reisig fĂŒr
KindergĂ€rten und andere soziale Einrichtungen zum ermĂ€ĂŸigten
Preis an gefÀllten BÀumen im Wald unter Aufsicht von Forstpersonal
selbst gewinnen (eine Berechtigung ist vorzulegen). Dazu bietet das
Forstamt zwei Termine in den Revieren Waldsee und GĂŒnterstal an:
am Dienstag, 26. November, 14.30 Uhr, an der Zufahrt zum
Parkplatz Möslestadion, parallel zur Bahnstrecke beim Konrad-
Guenther-Park und am Mittwoch, 27. November, 14:30 Uhr, am
Waldhaus, Wonnhaldestraße 6. Die Abgabestellen sind etwa einen
Kilometer vom Treffpunkt entfernt.
 
 

 
Verlosung: 1 x 2 Freikarten fĂŒr das Live-Hör-Spiel "Historix' GEISTERSTUNDE ..."
Wir verlosen unter unseren Lesern 1 x 2 Freikarten fĂŒr das Live-Hör-Spiel "Historix' GEISTERSTUNDE bei den Immoralisten" am Sonntag, 24. November 2013, um 17 Uhr mit Peter Haug-Lamersdorf und Oliver Genzow.

Um an der Verlosung teilzunehmen, bitte eine eMail mit dem Kontaktformular schreiben (Betreff: Geisterstunde) sowie Namen und Adresse angeben. Teilnahmeschluss ist am 19. November. Der Gewinner wird am 20.11. benachrichtigt. Viel GlĂŒck!!
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Freiburg: 25 Jahre StÀdtefreundschaft mit Wiwili
Ermordung des Freiburger Arztes Tonio Pflaum 1983 in
Nicaragua gab Anstoß zu ungewöhnlicher Verbindung

Freiburg-Wiwili-Verein blickt auf 30jĂ€hriges Bestehen zurĂŒck

42 Schulpatenschaften geben Kindern Hoffnung auf ein
besseres Leben

Im Jahr der vielen JubilÀen mit den Freiburger PartnerstÀdten
kommt jetzt auch das JubilÀum der StÀdtefreundschaft mit
Wiwili hinzu: Seit 25 Jahren ist Freiburg mit der kleinen Stadt
im Norden Nicaraguas freundschaftlich verbunden. Am kommenden
Donnerstag findet aus diesem Grund ein kleiner
Festakt im Historischen Ratssaal des Rathauses statt. OberbĂŒrgermeister
Dieter Salomon wird mit dem Wiwili-Verein und
den Freunden und Förderern Wiwilis das JubilÀum feiern. .

Der eigentliche große Festakt wird jedoch nĂ€chstes FrĂŒhjahr
in Wiwili stattfinden, wenn eine offizielle Freiburger Delegation
mit OB Salomon und BĂŒrgermeister von Kirchbach dort zu
Besuch sein wird.

Unter den neun Freiburger StÀdteverbindungen ist die
Freundschaft mit Wiwili die außergewöhnlichste: Man ist zwar
nicht durch eine formelle Partnerschaft verbunden, dennoch
ist diese StÀdtefreundschaft vitaler als manche offizielle Partnerschaft
mit Brief und Siegel: Sie war und ist Grundlage
zahlreicher Hilfsprogramme, aus denen unter anderem eine
Gesundheitsstation, eine Wasserversorgung, Schulpatenschaften
fĂŒr 42 Kinder, die Wiederaufforstung von kahlgeschlagenen
WaldflÀchen oder Programme zum Aufbau einer

ökologischen Landwirtschaft entstanden sind – in der Regel
als Hilfe zur Selbsthilfe, fĂŒr die die Stadt, der „Freiburg-Wiwili-
Verein“ und die EuropĂ€ische Union finanzielle und organisatorische
UnterstĂŒtzung bereitstellen und die heute vor Ort ĂŒberwiegend
durch die „Asociatión de Desarollo Municipal“ (ADEM,
zu deutsch: Verein fĂŒr Kommunalentwicklung) betreut
und umgesetzt werden.

Die Geschichte der StÀdtefreundschaft Freiburg-Wiwili ist jedoch
nicht nur eine Geschichte solidarischer Hilfe, sondern
auch eine Geschichte von Tod und Leid. Drei Menschen, die
sich besonders fĂŒr die StĂ€dteverbindung engagiert hatten,
wurden Opfer von MordanschlÀgen. Am 30. April 1983 erschossen
Contras den Freiburger Arzt Albrecht „Tonio“
Pflaum in Wiwili zusammen mit 13 anderen Menschen, darunter
zwei Krankenschwestern. Wiwili, nur eine halbe Stunde
von der Grenze entfernt, war immer wieder Opfer von Angriffen
der Contras, die vom nahen Honduras aus in das Land
eindrangen. Tonio Pflaum war 1980 im Auftrag des Deutschen
Entwicklungsdienstes nach Nicaragua gegangen und
arbeitete am Aufbau einer Gesundheitsstation mit. Bis zu seiner
Ermordung – er wurde nur 36 Jahre alt – hatte er mit seinen
Kollegen rund 25.000 Patienten behandelt, ĂŒber 200 Entbindungen
und 79 Operationen durchgefĂŒhrt.

Um sein Lebenswerk weiterzufĂŒhren, grĂŒndeten sich der
„Freundeskreis Tonio Pflaum“ und der „Verein zur Förderung
einer StĂ€dtepartnerschaft Freiburg-Wiwili“ und initiierten den
Bau einer Trinkwasserleitung in Wiwili. Bei den Bauarbeiten
starb ein weiterer Freiburger: Berndt Koberstein, der als Aufbauhelfer
nach Nicaragua gereist war, wurde im August 1986
nahe Wiwili von Contras ermordet.

Die Trinkwasserversorgung sollte das erste von mehreren
erfolgreichen Projekten werden, die bis heute die StÀdtefreundschaft
zwischen Freiburg und Wiwili mit Leben erfĂŒllen.
Im Oktober 1988 lud der damalige OberbĂŒrgermeister Rolf
Böhme den BĂŒrgermeister von Wiwili, Don Javier Barahona,
zu einem Besuch ein, in dessen Rahmen die StÀdtefreundschaft
offiziell besiegelt wurde. Auch Javier Barahona wurde
spÀter ein Opfer des Krieges. In den 90er Jahren erschossen
Contras den Kommunalpolitiker, in dessen Haus Tonio
Pflaum einst die Medizinstation gegrĂŒndet hatte.

Die Stadt Freiburg hat ihre UnterstĂŒtzung von Beginn an als
humanitĂ€re Hilfe verstanden. FĂŒr den Bau der Trinkwasserleitung
als erstes Projekt stellte der Gemeinderat insgesamt
365.000 DM bereit, was rund einem Viertel der Gesamtkosten
entsprach; darĂŒber hinaus lieferte die damalige Freiburger
Energie- und Wasserversorgung (FEW) technisches GerÀt
und Rohrleitungen und bildete in Freiburg nicaraguanische

Helfer fĂŒr den Bau und Betrieb der Anlage aus. Von 1993 bis
1998 finanzierte die Stadt Freiburg ein Programm fĂŒr die Wiederaufforstung
und den Erosionsschutz von gerodeten WaldflÀchen
mit rund 300.000 DM mit; den Löwenanteil zu den
Gesamtkosten von ca. 1,5 Mio. DM stellte die EuropÀische
Union zur VerfĂŒgung. An das Wiederaufforstungsprogramm
knĂŒpfte auch die UnterstĂŒtzung fĂŒr ökologischen Landbau an,
fĂŒr die im stĂ€dtischen Haushalt 2001 bis 2005 jĂ€hrlich 25.000
Euro gewÀhrt wurden. Von 2007 bis 2012 konnte das zweite
EU-Projekt durchgefĂŒhrt werden, das Umweltschutz und
nachhaltige integrierte lÀndliche Entwicklung in Wiwili und den
lĂ€ndlichen Gemeinden unterstĂŒtzte.

Bei allen Vorhaben arbeitet das BĂŒrgermeisteramt eng mit
dem „Freiburg-Wiwili-Verein“ zusammen, der aus eigenen
Spendenmitteln Gelder beisteuert und die Verbindungen in
die Partnergemeinde hÀlt, sowie vor Ort mit der Organisation
„Asociatión de Desarollo Municipal“, in deren Hand die konkrete
Umsetzung liegt. Die Wiwili-Kommission des Gemeinderats,
in der alle Fraktionen vertreten sind, lĂ€sst sich regelmĂ€ĂŸig
informieren und begleitet die Arbeit mit eigenen Anregungen.

Dass SolidaritÀt mit Wiwili nicht nur eine Sache des Gemeinderats
und des stÀdtischen Haushalts ist, erwies sich unter
anderem nach dem verheerenden Wirbelsturm „Mitch“ im Oktober
1998. Weil der Hurrikan zahlreiche Menschenleben gefordert
und große Teile von Wiwili zerstört hatte, rief die Stadt
zu Spenden fĂŒr den Wiederaufbau und fĂŒr die Reparatur der
beschÀdigten Trinkwasserleitung auf. Binnen weniger Tage
kamen mehr als 500.000 DM zusammen, um die grĂ¶ĂŸte Not
lindern zu können.

Nach einer Reise nach Wiwili im FrĂŒhjahr 2004 rief OberbĂŒrgermeister
Dieter Salomon die „Aktion Bildungsbaustein“ ins
Leben, um Kindern aus armen Familien einen Schulbesuch
zu ermöglichen – bis heute können in lĂ€ndlichen Gebieten
trotz der von den Sandinisten begonnenen Alphabetisierungskampagne
rund 40 Prozent der Menschen nicht lesen
und schreiben. Auf den ersten Aufruf kamen 10.000 Euro zusammen,
mit denen das Gehalt von Lehrern finanziert wird.
Mittlerweile haben Freiburgerinnen und Freiburger Schulpatenschaften
fĂŒr 42 Kinder in Wiwili ĂŒbernommen, um ihnen
einen regelmĂ€ĂŸigen Schulbesuch zu ermöglichen. Mit jĂ€hrlich
360 Euro pro Kind werden die Schulgelder und Lehrer bezahlt.

Welchen Stellenwert die StÀdtefreundschaft hat, zeigt das
Interesse an Reisen nach Wiwili. Nach einer ersten BĂŒrgerreise
im Mai 2006 war im Februar 2008 eine Delegation der
Gewerkschaft verdi zu Gast in Wiwili, und im Mai 2008 be-
suchte eine SchĂŒlergruppe des Droste-HĂŒlshoff-Gymnasiums
mit ihrer Lehrerin Marlu WĂŒrmell-Klauss, der Vorsitzenden
des Freiburg-Wiwili-Vereins, die kleine Stadt am Rio Coco in
Nordnicaragua. Im FrĂŒhjahr 2009 kam es zum Gegenbesuch
zweier Jugendlicher aus Wiwili, im April 2012 fand die bislang
zweite BĂŒrgerreise des Freiburg-Wiwili Vereins statt. Anfang
MÀrz 2014 wird eine stÀdtische Delegation nach Wiwili reisen.

Seit Montag dieser Woche sind zudem zwei Mitglieder des
Wiwili-Vereins vor Ort, um das dritte EU-Projekt zu planen.

In Freiburg ist Wiwili an prominenter Stelle im Stadtbild prÀsent.
2003 benannte der Gemeinderat die im Volksmund als
„Blaue BrĂŒcke“ bekannte FußgĂ€nger- und RadfahrerbrĂŒcke
zwischen der Bismarckallee und dem StĂŒhlinger in „Wiwili-
BrĂŒcke“ um.
 
 

 
Freiburg: Das Leben genießen lernen – Zeit sich helfen zu lassen!
Sozialgenossenschaft bietet zahlreiche Dienstleistungen im und ums Haus

Immer wieder gibt es Zeiten der Überlastung. Dies ist die Zeit des Organisierens: Wer hilft im Haushalt? Wer ĂŒbernimmt Routinearbeiten? Wer sieht nach den Eltern? Wer kĂŒmmert sich um die Wohnung oder ums Haus und sorgt fĂŒr den Eindruck, dass es bewohnt ist? Wer gießt die Blumen? Wer kĂŒmmert sich um die Haustiere? Die Sozialgenossenschaft SAGES eG Serviceagentur fĂŒr Senioren und Familien ĂŒbernimmt solche Dienstleistungen von der Verhinderungspflege ĂŒber Demenzbetreuung bis hin zur Reisbegleitung. Auch die Ferienbetreuung ums Haus gehört zu den Standardleistungen. ...
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Karlsruhe: Marktplatzbrunnen weicht der Kombilösung
Bauteile werden eingelagert und restauriert
Wiederaufbau nach Abschluss der Bauarbeiten

Die Tage des Marktplatzbrunnens sind - vorĂŒbergehend - gezĂ€hlt. Da der Marktplatz ab Mitte November zur Baustelle fĂŒr die Kombilösung wird, muss der nach EntwĂŒrfen von Friedrich Weinbrenner erbaute Brunnen weichen. Brunnenteile und das Standbild von Großherzog Ludwig werden in den zentralen WerkstĂ€tten des Gartenbauamts eingelagert.

Ende letzter Woche begann der Abbau des Brunnens. Die acht Brunnensegmente wurden am Dienstag einzeln mit einem Kran hochgehoben. Die Segmente waren mit einem Nut- und Federsystem zusammengesteckt und mit Zement vergossen. Zur Überraschung der mit dem Abbau beauftragten Fachleute fanden sie unter dem Brunnenrand nochmals Sandsteine. Da es keine PlĂ€ne ĂŒber den 1833 errichteten, 1944 zerstörten und 1955 wieder hergestellten Brunnens gibt, war am Dienstag auch nicht klar, wie tief diese in den Boden ragen. Nach der Brunneneinfassung wird das Denkmal abgebaut. Die Figur von Großherzog Ludwig besteht aus einem Element, der Sockel ist wiederum aus mehreren Teilen aufgebaut. Mit der Frage, was ein Original und was ein Nachbau ist, wird sich eine Kuratorin im Zuge der Bestandsuntersuchung befassen. Die Bauteile werden restauriert, ehe der Brunnen nach Wiederherstellung des Marktplatzes wieder aufgestellt wird.

Mit dem Denkmal wird Großherzog Ludwig als BegrĂŒnder der öffentlichen Wasserversorgung in Karlsruhe gewĂŒrdigt.
 
 



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