Prolixletter
Donnerstag, 27. Januar 2022
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Verschiedenes

 
Freiburg: Sonderprogramm zur Sanierung der Radwege
Die Stadt investiert rund 385.000 Euro ins Radwegenetz

Bessere Radwege f√ľr die Fahrradstadt Freiburg. F√ľr dieses Ziel arbeitet das Garten- und Tiefbauamt (GuT) laufend an den gut 400 Kilometer Radwegen der Stadt Freiburg. Als zus√§tzliches Sonderprogramm beauftragte das GuT nun eine Firma damit, Teile des Radwegenetzes zu sanieren. Schwerpunkte sind dabei Dietenbach und Betzenhausen/Seepark im Freiburger Westen, das Gebiet um den G√ľterbahnhof und die Sportanlagen Z√§hringen im Norden sowie die Schwarzwaldstra√üe im Osten. Das GuT hat die sanierungsbed√ľrftigen Abschnitte ausgew√§hlt. Dabei ber√ľcksichtigte es Hinweise der B√ľrgerinnen und B√ľrger auf der Website ‚ÄěBesser Unterwegs‚Äú.

Ab Montag, den 22. August, geht es los. Die Arbeiten sollen dann bis Ende November diesen Jahres abgeschlossen sein und kosten rund 385.000 Euro. Das Programm soll im kommenden Jahr, wenn Bedarf besteht und der Haushalt es zul√§sst, weitergef√ľhrt werden.

Die Firma saniert vorwiegend Unebenheiten und Alterssch√§den der Oberfl√§chen der Radwege. In den meisten F√§llen asphaltiert sie die betroffenen Abschnitte neu. Lediglich bei einigen Teilst√ľcken verwendet sie Betonpflaster. Dies hat den Vorteil, dass bei immer wieder auftretenden Unebenheiten durch Baumwurzeln die gepflasterten Strecken einfacher zu sanieren sind. Zus√§tzlich erhalten noch einige, mit grobem Kopfsteinpflaster ausgestattete Zufahrten zu den Grundst√ľcken einen neuen Belag. Dies soll die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer verbessern. Denn Kopfsteinpflaster ist unangenehm zu befahren und Piktogramme haften auf dem Pflaster nicht gut. Ohne diese Kennzeichnungen nehmen die Autofahrer Radler schlechter wahr.

Während der Arbeiten kommt es teilweise zu einigen Vollsperrungen. In diesen Fällen werden entsprechende Umleitungen ausgeschildert.
 
 

 
VAG zieht Bilanz: 77 Millionen Fahrgäste
Schauinslandbahn erneut mit Rekordergebnis

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) konnte mit rund 77 Millionen Fahrg√§sten im Jahr 2015 wieder an das Rekordergebnis des Jahres 2013 ankn√ľpfen. Entsprechend dem Plus bei den Fahrg√§sten sind auch die Umsatzerl√∂se aus dem Bus- und Stadtbahnbetrieb und der Schauinslandbahn auf 57,36 Millionen Euro angewachsen.

Mit der Er√∂ffnung der Stadtbahnverl√§ngerung Messe bis zur Technischen Fakult√§t am 11. Dezember wurde der erste Abschnitt des zweiten der vier anstehenden Neubauprojekte abgeschlossen. Die Bauarbeiten f√ľr die Rotteckline starteten mit einem symbolischen Ersten Spatenstich am 15. Januar 2015.

Daneben wurde 2015 die Straßenbahnflotte der Freiburger Verkehrs AG um 6 neue Fahrzeuge des Typs Urbos der Firma CAF erweitert.

Diese Ergebnisse und Ereignisse pr√§sentierte der Vorstand der VAG in der j√ľngsten Aufsichtsratssitzung unter Leitung von Oberb√ľrgermeister Dr. Dieter Salomon.

Noch immer befindet sich die VAG mitten im gr√∂√üten Investitionsprogramm ihrer Geschichte. Neben der Rottecklinie stehen derzeit und in den kommenden Jahren die Verl√§ngerung der Stadtbahn Messe bis zur Rothaus Arena und die Stadtbahn ‚ÄěWaldkircher Stra√üe‚Äú auf dem Programm. Hinzu kommen umfangreiche Sanierungs- und Instandhaltungsma√ünahmen im Stadtbahnnetz, um die bestehende Infrastruktur zukunftsf√§hig zu erhalten.
Allerdings bringen ein wachsendes Stadtbahnnetz und eine Erweiterungen des Leistungsangebotes auch einen Mehrbedarf an Personal und Fahrzeugen mit sich.

Nachfrage

Mit rund 77 Millionen (statistisch ermittelten) Fahrgästen im Jahr 2015 ist die VAG wieder auf dem hohen Niveau des Jahres 2013 angekommen. Im Vergleich zum Vorjahr, das unter anderem durch die zwanzigwöchige Betriebsunterbrechung in der Innenstadt beeinträchtigt war, wurde eine Steigerung um 1,64 Millionen Fahrgäste (+2,2 Prozent) erzielt.

Ertragslage

Die steigenden Fahrgastzahlen spiegeln sich in der Entwicklung der Erl√∂se wider. Im Vergleich zu 2014 sind die Umsatzerl√∂se (√ĖPNV und Schauinslandbahn) auf 57,36 Millionen Euro gestiegen, was ein Plus von 2,3 Millionen Euro gegen√ľber dem Vorjahr bedeutet.

Aufwendungen

Im Vergleich zum Jahr 2014 ist der Personalaufwand um rund 2,44 Millionen Euro gestiegen. Die Abweichung erkl√§rt sich √ľberwiegend aus dem Tarifabschluss f√ľr die Besch√§ftigten und einem Anstieg der Personalzahlen. Zum 31.12.2015 lag der Personalstand bei der VAG mit 803 aktiven Besch√§ftigten ‚Äď darunter 27 Auszubildende und 54 Abrufkr√§fte ‚Äď und damit um 19 h√∂her als im Vorjahr.

Der Materialaufwand lag mit 17,5 Millionen Euro um gut eine Million Euro unter Plan und um 1,369 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Dieses Ergebnis r√ľhrt vor allem von g√ľnstigeren Treibstoff- und Energiepreisen her. Ein weiterer Grund f√ľr die Abweichung zum Vorjahr ist ein erheblich verringerter Aufwand f√ľr angemietete Fahrzeuge ‚Äď 2014 wurden solche Leistungen f√ľr den Schienenersatzverkehr wegen der Baustelle am Bertoldsbrunnen ben√∂tigt.

Jahresergebnis

Im Gesamtergebnis betrug der Jahresfehlbetrag der VAG 2015 16,57 Millionen Euro - urspr√ľnglich geplant waren 22,4 Mio. Euro.

Angebot

Die Fahrgastzahlen sind ein gutes Indiz daf√ľr, wie die Verkehrsdienstleistung bei den Kunden ankommt. Eine detaillierte Kundeneinsch√§tzung liefern jedoch repr√§sentative Befragungen wie beispielsweise das √ĖPNV Kundenbarometer von ‚ÄěTNS Infratest‚Äú. Bei der Befragung 2015 schnitt die VAG beim Mittelwert √ľber alle Einzelbewertungen (‚ÄěGlobalzufriedenheit‚Äú) mit einem ‚ÄěSehr gut‚Äú ab und lag mit einem Wert von 2,43 deutlich √ľber dem √ĖPNV-Branchendurchschnitt von 2,88.

Ein wichtiges Kriterium f√ľr den Erfolg von Bus und Stadtbahn ist der einfache Zugang und die leichte Handhabung des Angebotes f√ľr die Kundinnen und Kunden. Seit Februar 2015 ist der Fahrscheinkauf direkt aus den Fahrplan-Apps von RVF und VAG m√∂glich. Zudem werden in der ‚ÄěVAG mobil‚Äú-App seit M√§rz 2015 Echtzeitdaten verarbeitet. Das bedeutet, dass neben den geplanten Abfahrtszeiten nun auch angezeigt wird, wenn ein Fahrzeug mit Versp√§tung unterwegs ist.

Mit der Einf√ľhrung des VAG Blogs wird das Angebot auch im Bereich Social Media weiter ausgebaut. Die Beitr√§ge greifen interessante und aktuelle Themen aus den verschiedensten Unternehmensbereichen auf und geben tiefere Einblicke rund um die VAG und ihre vielf√§ltigen Angebote. (http://blog.vag-freiburg.de/)

Sp√§testens seit Gr√ľndung der Dachmarke ‚ÄěFREI.MOBIL by VAG‚Äú in diesem Jahr entwickelt sich die VAG mehr und mehr hin zu einem umfassenden Mobilit√§tsdienstleister. Ein erster Schritt in diese Richtung war die Kooperation mit dem Energiedienstleister badenova und mit IKEA bei dem im Dezember 2013 gestarteten Pilotprojekt zur Elektromobilit√§t. IKEA-Kunden, die einen tagesg√ľltigen Fahrschein vorweisen, k√∂nnen ihre M√∂beleink√§ufe kostenlos mit einem Elektroauto nach Hause fahren.
Gegen Ende der zweij√§hrigen Testphase kann eine positive Bilanz gezogen werden: Im Schnitt wird von diesem ebenso umweltfreundlichen wie praktischen Angebot 2,4 Mal pro √Ėffnungstag Gebrauch gemacht. Nach Ende des Testlaufes wird das Projekt unter der neuen Dachmarke ‚ÄěFREI.MOBIL‚Äú und IKEA Freiburg zun√§chst f√ľr weitere zwei Jahre fortgef√ľhrt.

Neben dem regul√§ren Fahrplanangebot war die VAG im Jahr 2015 wieder bei zahlreichen Events mit Sonderverkehren pr√§sent. So zum Beispiel beim Open-Air Konzert von Herbert Gr√∂nemeyer, bei der Fr√ľhjahrs- und Herbstmesse und vielen weiteren Konzerten und Veranstaltungen auf der Messe. Dank der am 11. Dezember 2015 er√∂ffneten Stadtbahn bis zur Technischen Fakult√§t sind Veranstaltungen rund um das Messegel√§nde jetzt noch bequemer mit dem √Ėffentlichen Nahverkehr erreichbar.

Auch beim MEGA-Samstag, beim Zelt-Musik-Festival oder in der Silvesternacht, als mehr als 9.000 Feiernde zwischen 0.30 und 4.30 Uhr die Nacht zum Tag machten, waren die Zusatzangebote der VAG gefragt.

Baumaßnahmen, Fahrzeuge und Fahrzeugtechnik

Das Jahr 2015 stand vorwiegend im Zeichen des Spatenstichs f√ľr die Rottecklinie, der Er√∂ffnung der Stadtbahn Messe und der Ankunft von sechs neuen Stadtbahnfahrzeugen.

Rottecklinie

Mit dem ‚ÄěErsten Spatenstich‚Äú gaben am 15. Januar Oberb√ľrgermeister Dieter Salomon, Staatssekret√§rin Gisela Splett, MdL (Ministerium f√ľr Verkehr und Infrastruktur), Baudirektor Thiemo Disl (Bundesministerium f√ľr Verkehr und digitale Infrastruktur) sowie die Vorst√§nde der Freiburger Verkehrs AG, Helgard Berger und Stephan Bartosch sowie Baub√ľrgermeister Professor Martin Haag, den Startschuss f√ľr den Bau der Stadtbahn Rotteckring. Die neue rund 1,9 Kilometer lange Trasse f√ľhrt von der Kronenstra√üe kommend √ľber den Rotteckring, den Fahnenbergplatz und den Friedrichring bis zum Siegesdenkmal. Die ersten Arbeiten konzentrierten sich auf den Abriss der Kronenbr√ľcke und dem Gleisbau in der Werthmannstra√üe. Dieser erste rund 400 Meter lange Gleisabschnitt wurde im Jahr 2015 fertiggestellt.

Urbos 100

Fast genau zwei Jahre nach der Unterzeichnung des Vertrags zwischen der VAG und dem spanischen Hersteller CAF √ľber den Kauf von 12 Stadtbahnfahrzeugen traf in der Nacht vom 16. auf den 17. M√§rz das erste Fahrzeug ein. Bis Juli waren die ersten sechs Fahrzeuge in Freiburg eingetroffen. Nachdem alle Fahrpersonale geschult waren gingen die Urbos 100 nach und nach in den Linienverkehr. Seit Er√∂ffnung der Stadtbahn Messe sind nun t√§glich f√ľnf im Linieneinsatz.

Stadtbahn Messe

Mit einem gro√üen Er√∂ffnungsfest begann am 11. Dezember 2015 das Stadtbahnzeitalter im Stadtteil Mooswald. Die 1,55 Kilometer lange Neubaustrecke der VAG verbessert die Verkehrsverh√§ltnisse in den Freiburger Stadtteilen St√ľhlinger, Betzenhausen, Mooswald und Br√ľhl/Beurbarung entscheidend. Wieder einmal zeigte sich, dass von einer neuen Stadtbahnlinie immer auch eine Impulswirkung f√ľr die st√§dtebauliche Aufwertung des betreffenden Quartiers ausgeht. Der Mooswald hat in den letzten Jahren mit zahlreichen Projekten wie Sternenhof und Westarkaden oder der Entwicklung der 11. Fakult√§t das Gesicht nachhaltig ver√§ndert. Jetzt kommen die Klinikprojekte entlang der Breisacher Stra√üe und weitere Vorhaben dazu. Die Stadtbahn geh√∂rt in diesen Kontext; sie ist ein wichtiger Motor f√ľr eine gute Stadtentwicklung und f√ľr st√§dtebauliche Qualit√§t des Stadtteils Mooswald und der √ľbrigen westlichen Stadtteile.

Laufender Unterhalt

Auch das bestehende Netz will gepflegt sein. Daher werden jedes Jahr Streckensanierungen durchgef√ľhrt. So tauschte die VAG im Jahr 2015 unter anderem im Kreuzungsbereich der Z√§hringer Stra√üe mit der Offenburger und der Waldkircher Stra√üe die Gleise und eine Weiche aus.

Daneben werden in den wärmeren Monaten zumeist in Nachtarbeit routinemäßig Aufschweißungen im Schienennetz vorgenommen. Der Verschleiß ist unter anderem von der jeweiligen Streckencharakteristik und der Anzahl der in einem Abschnitt fahrenden Fahrzeuge abhängig.

An einigen Stellen der Z√§hringer Strecke wurden Verschlei√übilder beobachtet, die st√§rker waren, als erwartet. In den vergangenen Monaten hat sich der Verschlei√ü hier jedoch deutlich verlangsamt und sich den ‚Äě√ľblichen‚Äú Werten angen√§hert, wobei generell die Abnutzung entsprechend den h√∂heren Bef√∂rderungsleistungen im Netz zugenommen hat.

Schauinslandbahn: erneut Rekordjahr

Die Angebote und Leistungen der Schauinslandbahn wurden auch 2015 weiter gut angenommen.
So konnte das Rekordergebnis der Schauinslandbahn aus dem Vorjahr 2015 nochmals deutlich verbessert werden. Mit 339.309 Fahrgästen wurde der Vorjahreswert um 28.537 (+ 9,2 Prozent) gesteigert. Entsprechend erreichten auch die Erlöse mit 1,44 Millionen Euro eine neue Höchstmarke.
 
 

 
Jahresbilanz 2015 der Stadtwerke Freiburg GmbH
Das Unternehmensergebnis der Stadtwerke Freiburg GmbH wird von der Geschäftsentwicklung ihrer Tochtergesellschaften Freiburger Verkehrs AG (VAG), Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH (StwB), Abwasser Freiburg GmbH (AWF) und Flugplatz Freiburg Breisgau GmbH (FFB) sowie dem Ergebnis aus der Beteiligung der der badenova AG & Co. KG bestimmt.

Neben dem Defizit der VAG von -16,57 Mio.‚ā¨ tr√§gt die Stadtwerke Freiburg GmbH auch die Verluste der Stadtwerke Freiburg B√§der GmbH i.H.v. -4,24 Mio.‚ā¨ und der Flugplatz Freiburg Breisgau GmbH i.H.v. -392 T‚ā¨. Dagegen erh√§lt sie aus ihrer Beteiligung an der badenova AG & Co. KG Ertr√§ge i.H.v. 16,81 Mio.‚ā¨.

Die Stadtwerke Freiburg GmbH schlie√üt das Gesch√§ftsjahr 2015 mit einem Jahresfehlbetrag i.H.v. -8,12 Mio.‚ā¨ ab.

Aufgrund des Stadtbahnausbauprogramms bis 2020, der fortgesetzten Kosten der B√§derbetriebe sowie der √ľber die Jahre leicht r√ľckl√§ufigen Beteiligungsertr√§ge an der badenova wird die Stadtwerke auch in den Folgejahren mit Jahresfehlbetr√§gen abschlie√üen.
 
 

 
Freiburg: Notunterk√ľnfte f√ľr Fl√ľchtlinge werden nach und nach geschlossen
Momentan keine weiteren festen Unterk√ľnfte geplant

Das Ende der Notunterk√ľnfte f√ľr geflohene Menschen ist in Sicht. Denn nach knapp f√ľnf Monaten Bauzeit nimmt die st√§dtische Unterkunft in der Ingeborg-Drewitz-Allee im Rieselfeld demn√§chst die ersten Menschen auf. Hinzu kommen in den n√§chsten Wochen die neuen Wohnheime in der Merzhauser Stra√üe, am Kappler Knoten, in der Zinkmattenstra√üe und der B√∂tzinger Stra√üe 50a. Sie erm√∂glichen es, schrittweise die Notunterk√ľnfte zu schlie√üen. Nach und nach werden die Bewohnerinnen und Bewohner der Notunterk√ľnfte in der Waltershofener Stra√üe, das Erdgeschoss in der L√∂rracher Stra√üe, der Haslacher Stra√üe und der Stadthalle in die neuen Unterk√ľnfte umziehen. Die Stadthalle soll als Reserveunterkunft vorgehalten werden.

Beim Umzug ber√ľcksichtigt die Stadtverwaltung unter anderem, dass Kinder, die bereits die Schule besuchen, m√∂glichst nicht ihre Schule wechseln m√ľssen. Auch sollen wie bisher die Wohnheime gemischt mit Familien und Einzelpersonen sowie unterschiedlicher Herkunft belegt werden. Die neuen Wohnheime erm√∂glichen auch, dass aus anderen, r√§umlich beengten Unterk√ľnften Schutzsuchende umziehen k√∂nnen.

Die Einrichtung von Notunterk√ľnften war notwendig gewesen, weil im Laufe des letzten Jahres dringend Kapazit√§ten f√ľr die Versorgung von Fl√ľchtlingen notwendig gewesen waren. Sie waren schnell und einfach zu errichten, aber nur provisorisch ausgestattet. Dies geht zu Lasten der Privatsph√§re der Bewohnerinnen und Bewohner. Denn meistens sind nur Gemeinschaftsr√§ume ohne R√ľckzugsorte vorhanden. Au√üerdem sind Notunterk√ľnfte im Vergleich zu regul√§ren Wohnheimen im Betrieb deutlich teurer. So gibt es zum Beispiel in den Notunterk√ľnften keine K√ľchen f√ľr die Bewohnerinnen und Bewohner, so dass sie nicht selbst kochen, sondern nur zentral √ľber Kantinen versorgt werden k√∂nnen.

An weiteren Unterk√ľnften ist jetzt nur noch diejenige in der Wirthstra√üe in der Planung. Sie war wie die anderen Holzbauten in der Gundelfinger Stra√üe, der Merzhauser Stra√üe und in Tiengen konzipiert worden und sollte mit einer schnell zu installierenden Stromheizung ausgestattet werden. Da aktuell weniger Schutzsuchende nach Freiburg kommen und damit etwas mehr Zeit f√ľr die Planung vorhanden ist, wird gepr√ľft, ob das Energiekonzept ver√§ndert werden kann. So k√∂nnte die W√§rmeversorgung aus dem direkt in der Nachbarschaft stehenden Blockheizkraftwerk kommen. Diese Plan√§nderung verschiebt die Fertigstellung des Baus um etwa drei bis vier Monate. Vor Oktober werden daher auf dem Grundst√ľck voraussichtlich auch keine Arbeiten stattfinden. Weitere Unterk√ľnfte sind momentan nicht in Planung.

Derzeit sind in Freiburg circa 3.500 Schutzsuchende in st√§dtischen Einrichtungen und Wohnungen untergebracht. Die Planung der Stadt geht ab Oktober dieses Jahres bis Ende 2017 von einer Zuweisung vom Land von monatlich 50 Personen aus. Ab 2018 wird mit 25 zugewiesenen Fl√ľchtlingen pro Monat gerechnet. Bleibt es bei diesen Zahlen, ist die Stadt in der Lage, die Unterbringung der Fl√ľchtlinge bis in die zweite Jahresh√§lfte 2017 sicherzustellen, ohne weitere Wohnheime bauen zu m√ľssen. Dabei sind die Pl√§tze in der Notunterkunft in der Stadthalle eingerechnet.

Die Planung ist allerdings abh√§ngig von der weiteren Entwicklung der Fl√ľchtlingssituation, die Stadtverwaltung passt sie regelm√§√üig an. Bereits im Mai dieses Jahres hatte die Stadt auf die sinkenden Fl√ľchtlingszahlen reagiert und den geplanten Bau der Unterk√ľnfte im Ranckackerweg, in Waltershofen und am Friedhofsparkplatz in St. Georgen nicht mehr verfolgt.
 
 

 
Freiburger Abfallbilanz: Am wenigsten M√ľll im Land
Freiburg ist Spitze. Zumindest wenn es um die M√ľllvermeidung geht. Mit einer Abfallmenge von 110 Kilogramm Rest- und Sperrm√ľll pro Person liegt die Stadt an erster Stelle unter den kreisfreien Gro√üst√§dten in BadenW√ľrttemberg. Damit produzieren die Freiburgerinnen und Freiburger 33 Kilogramm weniger Abfall als sonst die Menschen im Land. Der Mittelwert liegt bei 143 Kilogramm pro Person und somit um 23 Prozent h√∂her. Diese Zahlen ver√∂ffentlichte das Umweltministerium Baden-W√ľrttemberg Ende Juli. B√ľrgermeisterin Gerda Stuchlik zeigt sich erfreut √ľber das wiederholt gute Ergebnis. Sie sieht darin eine Best√§tigung des Freiburger Abfallgeb√ľhrensystems, bei dem sich die Kosten nach Haushaltsgr√∂√üe und Restm√ľllmenge richten und Abfalltrennung und ‚Äďvermeidung belohnt werden. ‚ÄěNicht zuletzt ist dies auch ein gro√üer Erfolg der B√ľrgerinnen und B√ľrger, denen ich daf√ľr danken m√∂chte,‚Äú betont Stuchlik.

Doppelt so viele Problemstoffe wie im Landesdurchschnitt sammelten die mobilen Schadstoffsammlungen und die Recyclingh√∂fe. Hierzu z√§hlen unter anderem Altfarben, Chemikalien, Altbatterien und Alt√∂le. Auch beim Sammeln von Bioabfall konnte seit 2000 eine enorme Steigerung von 48 Prozent erzielt werden. Die Menge der in der Biotonne gesammelten Abf√§lle stieg von damals 10.200 Tonnen auf 15.100 Tonnen im letzten Jahr. Freiburg liegt damit im Vergleich auf einem Spitzenplatz und √ľbertrifft den Landesdurchschnitt um 51 Prozent.

Gute Ergebnisse erzielte die Stadt auch bei der Sammlung von Altpapier und Altglas. Mit 91 Kilogramm Altpapier pro Einwohner liegt die Stadt um 14 Prozent h√∂her als der Landesdurchschnitt. Die Menge an erfasstem Altglas liegt mit 30 Kilogramm pro Person ebenfalls deutlich √ľber dem Landesmittel.

Lediglich die Pro-Kopf-Menge an Elektroschrott liegt unter dem Landesdurchschnitt. In ganz Freiburg wurden 1.641 Tonnen Elektro- und Elektronikkaltgeräte gesammelt. Dies bedeutet einen Anteil von 7 Kilogramm pro Person und damit einen Kilogramm weniger als der Durchschnitt.

Die Stadt erreicht eine √ľberdurchschnittliche Recyclingquote von 69 Prozent. Sie ergibt sich aus dem Verh√§ltnis von Abf√§llen zur Beseitigung wie Rest- und Sperrm√ľll und dem recycelbaren Abf√§llen. Die Bandbreite der Abfallverwertung reicht dabei von der Kompostierung von Kartoffelschalen bis zur Nutzung der Einzelteile zerlegter Computern.
 
 

 
Bodensee: Badespaß rund um den See
Zwischen Palmen und Hibiskus glitzert das Wasser in der Sonne an Deutschlands gr√∂√ütem Binnensee. Rund um den Bodensee gibt es unz√§hlige M√∂glichkeiten, den Sommer am Wasser zu genie√üen. Etwa am Naturstrand Friedrichshafen-Manzell, wo man echten Bodenseesand unter den F√ľ√üen sp√ľrt. Besonders sch√∂n ist der Ausblick vom Strandbad Reichenau, vor allem wenn die untergehende Sonne den See in Rot- und Lilat√∂ne taucht. Au√üergew√∂hnlich ist auch das Strandbad in Unteruhldingen ‚Äď dort badet man in n√§chster N√§he zum UNESCO-Weltkulturerbe Pfahlbauten. Aber am besten findet jeder seinen pers√∂nlichen Lieblingsplatz am ‚ÄěSee‚Äú, wie der Bodensee von den Einheimischen kurz genannt wird.
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Ebnisee: Baden auf den Spuren der Flößerei
Mitten im Schw√§bischen Wald und nicht weit von Stuttgart liegt der Ebnisee. Der See l√§dt im Sommer nicht nur zum Baden oder Boot fahren ein, er erz√§hlt auch von der Bedeutung des Waldes und der Fl√∂√üerei in vergangenen Zeiten. Bereits im 18. Jahrhundert als Stausee angelegt, diente der Ebnisee urspr√ľnglich als Sammelpunkt f√ľr die geschlagenen B√§ume aus dem Wald. Von hier wurden die St√§mme √ľber die Fl√ľsse Rems und Neckar bis in die Residenzst√§dte Stuttgart und Ludwigsburg gefl√∂√üt.
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Karlsruhe: Info-Kanal f√ľr Jenny und Co.
Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe hat eigene Facebook-Seite

Elefanten, Eisbären und Papageien können ab sofort geliked werden: Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe startet mit einer eigenen Seite beim sozialen Netzwerk Facebook. Ein Klick auf den Gefällt-mir-Button und Nutzer erhalten Meldungen aus dem Zoologischen Stadtgarten. Zu finden ist die Seite auf Facebook unter www.facebook.com/zoo.stadtgarten.karlsruhe.

"Wir m√∂chten so noch ein St√ľck n√§her zu den Menschen kommen. Unsere Facebook-Freunde werden wir kontinuierlich √ľber Neues informieren und unterhalten", erl√§utert Zoo-Direktor Dr. Matthias Reinschmidt. "Wir freuen uns sehr dar√ľber, dass die Gesamtanlage mit Zoo und Stadtgarten nun bei Facebook vertreten ist und damit viele Menschen zus√§tzlich erreicht", betont Gartenbauamtsleiter Helmut Kern. "Die sozialen Netzwerke sind ein wichtiger Medien-Kanal in allen Altersgruppen geworden. Wir m√∂chten uns dieser M√∂glichkeit √∂ffnen, f√ľr den Zoo Begeisterung wecken und den G√§sten neben den √ľblichen Kommunikationswegen einen neuen er√∂ffnen", erg√§nzt Reinschmidt. Die Inhalte k√∂nnen dabei sehr verschieden sein. Aktuelle Tier-Bilder, Videos, Hinweise auf Sonderveranstaltungen oder interessante Fakten rund um den Zoo sollen die Facebook-Seite mit Leben f√ľllen.

Was sich im Zoologischen Stadtgarten tut, wird sich wie bisher zudem auf der Facebook-Seite der Stadt (www.facebook.com/stadtverwaltung.karlsruhe) finden, etwa wichtige Etappen im Entwicklungskonzept Zoologischer Stadtgarten, ein Blick in die Kinderstube des Zoos oder auch Veranstaltungen in der Anlage. Gut informiert sein werden die Nutzer beider Facebook-Seiten. Auf den neuen Seiten werden alle Meldungen zum Zoologischen Stadtgarten geteilt.
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