Prolixletter
Donnerstag, 27. Januar 2022
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Verschiedenes

 
Freiburg: Opfer, Zeitzeugen und ihre Nachfahren als EhrengÀste eingeladen
50 Menschen aus Freiburg und aus vielen LĂ€ndern werden vom 28. bis 30 Januar in Freiburg erwartet

AnlÀsslich des Jahrestags der Befreiung von Auschwitz wird ein anspruchsvolles Programm im Sinne von Begegnung und Aussöhnung angeboten

AnlĂ€sslich des Jahresgedenktages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar - dieses Jahr wurde die Veranstaltung aufgrund des Sabbats auf den Abend des 29. Januars verlegt - sowie der aktuellen Sonderausstellung "Nationalsozialismus in Freiburg" hat die Stadt Opfer, Zeitzeugen und ihre Nachfahren als EhrengĂ€ste nach Freiburg eingeladen. Die Resonanz ist ĂŒberwĂ€ltigend, rund 30 Menschen aus vielen LĂ€ndern, wie Israel, Schweden, Großbritannien und Uruguay, sowie rund 20 GĂ€ste aus Freiburg und Umgebung, sind der Einladung gefolgt und werden mit ihren Ehepartnern, Kindern, Enkeln und Urenkeln drei Tage lang, vom 28. bis 30. Januar, in Freiburg erwartet.

„Es war mir schon lange ein Herzensanliegen, Zeitzeugen aus der Zeit des Nationalsozialismus in Freiburg willkommen zu heißen und ich freue mich sehr, dass so viele unserer Einladung folgen. Dank vieler engagierter Menschen pflegen wir in unserer Stadt eine wertvolle Erinnerungs- und Gedenkkultur. Mein besonderer Dank gilt allen voran Marlis und Andreas Meckel! Ohne ihr beeindruckendes Engagement wĂ€ren diese außergewöhnlichen drei Veranstaltungstage nicht zustande gekommen“, so OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon.

Und KulturbĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach: „Weil aus der historischen Vergangenheit eine Verantwortung erwachsen ist, freue ich mich sehr darĂŒber, dass wir die Betroffenen nach Freiburg eingeladen haben, quasi an jenen schicksalhaften Ort, der ihre persönlichen Schicksale und die der Familien geprĂ€gt hat.“

Dank der AktivitÀten im Rahmen des Stolpersteinprojekts und ihrer persönlichen Beziehungen zu Opfern des Holocaust konnte das Ehepaar Marlis und Andreas Meckel die weltweiten Kontakte zu den EhrengÀsten der Stadt Freiburg herstellen. Die EhrengÀste erwartet ein anspruchsvolles Programm im Sinne von Begegnung und Versöhnung, das die Stadt gemeinsam mit dem Ehepaar Meckel organisiert hat.

Die EhrengĂ€ste treffen am Freitag, 27. und Samstag, 28. Januar, in Freiburg ein. Ab Samstag startet dann das offizielle Besuchsprogramm mit einer traditionellen StadtfĂŒhrung und einer FĂŒhrung zu den Stolpersteinen. Am Sonntag, 29. Januar, findet um 11 Uhr ein offizieller Empfang der Stadt Freiburg statt. Am Sonntagabend findet um 19.30 Uhr eine außergewöhnliche Gedenkfeier zum Jahresgedenktag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Historischen Kaufhaus statt. Die Gedenkveranstaltung hat das Thema „Befragte Erinnerung“. Andreas Meckel und die SchĂŒlerin Deborah Krzyzowski werden mit vier EhrengĂ€sten - Sara Kuflik aus ZĂŒrich, Benjamin BrĂŒckel aus Dresden, Ernesto Adler aus Uruguay und Ursula Giessler aus Freiburg - ĂŒber ihr Schicksal und das ihrer Familien 72 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz sprechen.

Mit einer exklusiven SonderfĂŒhrung durch die Ausstellung „Nationalsozialismus in Freiburg“ im Augustinermuseum am Montag, 30. Januar, endet das offizielle Besuchsprogramm. Die Ausstellung ist die erste umfassende Darstellung der NSZeit in Freiburg. Mehr als 250 Objekte erzĂ€hlen Geschichten von Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus. Zeitungsartikel, Fotografien, Briefe, Zeichnungen, KleidungsstĂŒcke und persönliche GegenstĂ€nde berichten von Opfern, TĂ€tern, WiderstĂ€ndlern und MitlĂ€ufern.

Einige GÀste wollen ihren Besuch in Freiburg verlÀngern, um unter anderem auch Schulen besuchen zu können.
 
 

 
Freiburg-Tourismus stabilisiert sich auf Rekordniveau
Voraussichtlich 1,45 Millionen Übernachtungen im Jahr 2016

Veranstaltungshighlights 2017

FĂŒr den Freiburger Reiseverkehr, also die Summe aus Hotels, Gasthöfen, Pensionen, CampingplĂ€tzen und der Jugendherberge, liegen zwar die Übernachtungszahlen fĂŒr Dezember 2016 noch nicht vor, doch kann Aufgrund der Erhebung von Januar bis November davon ausgegangen werden, dass das Rekordniveau an Übernachtungen von 2015 leicht ĂŒbertroffen wird. In 2015 wurden in Freiburg 1.448.500 Übernachtungen verzeichnet.

FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Dallmann: „Wir erwarten einen kleinen Anstieg gegenĂŒber dem Rekordjahr 2015: Basierend auf dem Novemberzahlen rechnen wir aktuell mit 1,45 Millionen Übernachtungen in 2016. Mit diesem Ergebnis des Vorjahresrekordniveaus sind wir zufrieden, zumal das Jahr 2016 durch politisch unruhige Zeiten und schlechte WetterverhĂ€ltnisse gekennzeichnet war.

Anders als in den Vorjahren war das Ausland nicht Wachstumsmotor: Der AuslĂ€nderanteil an ÜbernachtungsgĂ€sten ist wohl aufgrund der Sicherheitslage um 2,1 Prozent zurĂŒckgegangen, was aber durch einen steigenden GĂ€steanteil aus Deutschland ausgeglichen werden konnte. Neben dem Aspekt der Sicherheit wurde der Freiburger Tourismus in den ersten sechs Monaten stark durch Wetterkapriolen geprĂ€gt. So wechselten sich Unwetter mit Starkregen und Hitzewellen ab. Im Endspurt legten die Zahlen dann nochmals zu: Im Dezember wartete der 44. Freiburger Weihnachtsmarkt mit ĂŒber 720.000 Besuchern auf – ein neuer Besucherrekord.

Auch bei der Bettenauslastung in der Freiburger Hotellerie lĂ€sst sich mit einem Zuwachs von rund einem Prozent im Zeitraum Januar bis November 2016 gegenĂŒber dem Vorjahr eine positive Bilanz ziehen. So ist die bereits sehr hohe Bettenauslastung von 56,6 auf 57,5 Prozent angestiegen. In der Bettenauslastung sind im Vergleich zu den letzten Jahren nur noch geringe ZuwĂ€chse möglich, da hier nahezu der Höchststand erreicht ist. In der Statistik des Landesamtes Baden-WĂŒrttemberg sind nur Betriebe mit mindestens zehn Betten erfasst. Kleinere HĂ€user sowie Privatzimmer gehen nicht in die Statistik ein. Die Zahl der Übernachtungen in diesen Einrichtungen sowie bei Verwandten, Bekannten und Freunden in Freiburg ist erfahrungsgemĂ€ĂŸ mit knapp 1,4 Millionen nochmals ebenso hoch, wie die Zahl der statistisch erfassten Übernachtungen, sodass sich fĂŒr Freiburg insgesamt 2,85 Millionen Übernachtungen ergeben.

In 2016 konnte erfolgreich der Freiburger Buchungsservice fĂŒr Hotelzimmer und Ferienwohnungen etabliert werden, den die FWTM mit der Freiburger Hotellerie ins Leben gerufen hat. Hierzu gehört unter anderem die Vermittlung von UnterkĂŒnften bei telefonischen Buchungsanfragen, bei Onlinebuchungen ĂŒber www.freiburg.de und auch bei Kongress- und Gruppenreservierungen. Von den vier neuen Hotels, die in 2017 in Freiburg eröffnet werden, sind bereits Wyndham Super 8-Hotel Freiburg und Hampton by Hilton die Vertragspartnerschaft mit dem Freiburger Buchungsservice eingegangen.

„Wir sind gespannt auf die Wirkung der vier neuen Hotels, die in diesem Jahr an den Markt kommen werden. Wir gehen davon aus, dass die Übernachtungszahlen mit den neuen KapazitĂ€ten weiter ansteigen werden“, so FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Dallmann. „Zudem soll in 2017 das neue Tourismuskonzept fertiggestellt werden.“

Veranstaltungshighlights im Jahr 2017
Auch fĂŒr das Jahr 2017 rechnet die FWTM aufgrund der guten, konjunkturellen Wirtschaftslage und gut gebuchter Kongressund Messehallen sowie eines vollen Veranstaltungskalenders mit einem hohen Besucheraufkommen. Besondere Highlights sind unter anderen die 10. GebĂ€ude.Energie.Technik Messe (GETEC) vom 17. bis 19. Februar unter der Schirmherrschaft von Umweltminister Franz Untersteller. An die 1.200 Teilnehmer werden zum 120. Deutschen Ärztetag vom 23. bis 26. Mai 2017 in Freiburg erwartet. Auch mit dem European Resuscitation Council Cogress (1.000 Teilnehmern), dem 125. JubilĂ€umskongress der IUFRO - the International Union of Forest Research Organizations (900 Teilnehmer) sowie dem 28. Ordentlicher Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (800 Teilnehmer) kommen drei weitere große Veranstaltungen an den Kongressstandort Freiburg. In der SICK-ARENA werden mitunter internationale Stars wie David Garrett am 26. April oder Udo Lindenberg am 14. Juni auftreten und auch das Konzerthaus wartet mit hochkarĂ€tigen Konzerten – wie zum Beispiel mit dem Klavierabend des weltbekannten Pianisten Lang Lang am 19. MĂ€rz – auf.
 
 

 
Karlsruhe: Unbezahlbare BeitrĂ€ge fĂŒr die Gemeinschaft
Vorstellung und Auszeichnung unternehmerischen Engagements im Rathaus
Anmeldung bis 27. Januar

Karlsruher Unternehmen engagieren sich wie BĂŒrgerinnen und BĂŒrger fĂŒr gemeinnĂŒtzige Zwecke. Sie bieten Sachspenden, Fachwissen oder TeameinsĂ€tze ihrer BeschĂ€ftigten und leisten damit unbezahlbare BeitrĂ€ge fĂŒr die Gemeinschaft. Dieses Engagement verdient Dank und Anerkennung. Erster BĂŒrgermeister Wolfram JĂ€ger lĂ€dt fĂŒr Freitag, 3. Februar, von 14 bis 16.30 Uhr in den BĂŒrgersaal des Rathauses am Marktplatz ein, um ĂŒber die gesellschaftlichen AktivitĂ€ten von Unternehmen zu informieren und sie fĂŒr ihr Engagement auszuzeichnen. Der Vorsitzende der Kreishandwerkerschaft, Frank Zöller, spricht zu Beginn ĂŒber das unternehmerische Engagement im Wandel der Zeit.

Was bewegt Handwerker, HĂ€ndler, Gastwirte und Industrielle dazu, gemeinnĂŒtzig aktiv zu werden? Wie finden Unternehmen geeignete Engagementfelder und Partner aus Wohlfahrt, VerbĂ€nden und Vereinen? Was können GemeinnĂŒtzige und Unternehmen gemeinsam erreichen? DarĂŒber sprechen Kreishandwerkermeister Frank Zöller, Wirtschaftsjunior Andreas SĂŒtterlin und Rotary-Club-PrĂ€sident Prof. Dr. Josef Kloppenburg mit Ulrike Sinner, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des ParitĂ€tischen Wohlfahrtsverbandes Karlsruhe, und Dick Doodeman, Verein fĂŒr Jugendhilfe Karlsruhe e.V. Das GesprĂ€ch moderiert Andrea Sauermost. Erster BĂŒrgermeister Wolfram JĂ€ger ehrt danach Karlsruher Unternehmen, die sich herausragend gemeinnĂŒtzig engagiert haben, nach den stĂ€dtischen Richtlinien zur Zertifizierung des unternehmerischen bĂŒrgerschaftlichen Engagements.

Die Veranstaltung ist auf 200 Teilnehmende begrenzt. Anmeldungen nimmt das BĂŒro fĂŒr Mitwirkung und Engagement des Amtes fĂŒr Stadtentwicklung bis zum 27. Januar unter Telefon 0721/133-1212 oder per E-Mail an bme@asta.karlsruhe.de entgegen. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.karlsruhe.de/bme.

zum Bild oben:
Gesellschaftliches Engagement von Firmen: Karlsruher Unternehmen engagieren sich fĂŒr gemeinnĂŒtzige Zwecke / Foto Stadt Karlsruhe
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Welttag der Migranten und FlĂŒchtlinge 2017
Schutz, Partizipation und Integration

AnlĂ€sslich des Welttags der Migranten und FlĂŒchtlinge am 15. Januar 2017 erklĂ€rt Benjamin Rottmann, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

"Unter den vielen GeflĂŒchteten gibt es natĂŒrlich auch lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und/oder intergeschlechtliche (LSBTI) FlĂŒchtlinge, die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung Schutz in Deutschland suchen. Die Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung bzw. GeschlechtsidentitĂ€t ist ein anerkannter Asylgrund und kann ein zusĂ€tzliches Motiv oder der Hauptgrund fĂŒr die Flucht sein. In Deutschland ist das gesellschaftliche Klima gespalten. Neben weiterhin großer Hilfsbereitschaft artikuliert sich offener Hass und es gibt ein erschreckendes Ausmaß rassistischer Angriffe auf FlĂŒchtlingseinrichtungen und GeflĂŒchtete. Dem sind auch LSBTI-FlĂŒchtlinge erlebenausgesetzt. ZusĂ€tzlich machen sie spezifische homo- und transphobe Erfahrungen in den UnterkĂŒnften, im öffentlichen Raum oder im Asylverfahren. Weiterhin gibt es einen Antragsstau und oft lange Wartezeiten beim Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (BAMF). Zudem ist die QualitĂ€t der BAMF-Entscheidungen oft mangelhaft, sodass GeflĂŒchtete oftmals den Rechtsweg beschreiten mĂŒssen.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) setzt sich fĂŒr kultursensibel gefĂŒhrte und qualifizierte Asylverfahren ein. Alle am Asylverfahren Beteiligten sollten ĂŒber die Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung und GeschlechtsidentitĂ€t als anerkannten Asylgrund im Bilde sein und die spezifischen Schwierigkeiten und die Rechtsprechung kennen. Neben qualifizierter Ausbildung fordert der LSVD eine LSBTI-inklusive ErstinformationsbroschĂŒre, die online verfĂŒgbar sein sowie in Erstaufnahmeeinrichtungen, im BAMF und den UnterkĂŒnften ausliegen sollte.

Die Behörden mĂŒssen zudem alle Anstrengungen unternehmen, damit GeflĂŒchtete keine Gewalt erfahren, ob außer- oder innerhalb der UnterkĂŒnfte. MenschenwĂŒrdige UnterkĂŒnfte mit einem ausreichenden BetreuungsschlĂŒssel wĂŒrden zudem allen FlĂŒchtlingen zu gute kommen und zu einem weniger angespannten Umfeld fĂŒhren. FĂŒr die Aufnahmeeinrichtungen mĂŒssen Gewaltschutzkonzepte umgesetzt werden, um den negativen Folgen des beengten Lebens ohne PrivatsphĂ€re entgegenzuwirken. Diese mĂŒssen Gruppen mit erhöhtem Diskriminierungsrisiko wie LSBTI besser berĂŒcksichtigen. Sie mĂŒssen als besonders schutzbedĂŒrftige Gruppe anerkannt werden.

Alle TrĂ€ger der Einrichtungen mĂŒssen verbindliche Mindeststandards einhalten, etwa verbindliche und kommunizierte Hausordnungen in mehreren Sprachen, die ein rĂŒcksichtsvolles und diskriminierungsfreies Zusammenleben einfordern. Als Orientierung sollten dabei die im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz genannten Merkmale dienen. Zu einem LSBTI-inklusiven Gewaltschutzkonzept gehört sensibilisiertes Personal. Bei einer GefĂ€hrdungslage oder GewaltvorfĂ€llen mĂŒssen SchutzrĂ€ume zur VerfĂŒgung stehen und eine zĂŒgige Verlegung in Einzelzimmer oder andere UnterkĂŒnfte ermöglicht werden. Straftaten mĂŒssen geahndet werden. Auch um GefĂ€hrdungen vorzubeugen, vor allem aber um soziale Kontakte zu stĂ€rken, Integration und freie Entfaltung zu fördern, fordert der LSVD die Aufhebung der Residenzpflichten fĂŒr FlĂŒchtlinge.

Viele FlĂŒchtlinge kommen aus LĂ€ndern, in denen sich demokratische Traditionen kaum entfalten konnten, in denen gleichgeschlechtliche Beziehungen strafrechtlich verboten sind und LSBTI staatlich und gesellschaftlich massiv verfolgt werden. Auch wenn die Menschen vor UnterdrĂŒckung, vor undemokratischen ZustĂ€nden oder Krieg in ihrer Heimat flĂŒchten, haben viele von ihnen gesellschaftliche PrĂ€gungen ihrer HerkunftslĂ€nder mit im kulturellen GepĂ€ck, z.B. hinsichtlich Geschlechterrollen oder Einstellungen zu unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen IdentitĂ€ten. Das schmĂ€lert nicht ihren Anspruch auf menschenwĂŒrdige Aufnahme und ihr Recht, Asyl zu beantragen und bei Vorliegen der Voraussetzungen Schutz zu erhalten. Es bedeutet aber, dass es eine Politik des Hinsehens und gezielte Integrationsangebote geben muss.

ZusĂ€tzlich zur IntegrationsunterstĂŒtzung bei Bildung, Arbeitsmarkt und Wohnen ist ein unabdingbarer Aspekt von Integration auch das gesellschaftliche Miteinander und das Sichern eines dem Grundgesetz verpflichteten Zusammenlebens. SĂ€mtliche Programme zur Integration sowie Materialien zum Spracherwerb sind auch darauf auszurichten, dass sie fĂŒr Demokratie, Vielfalt und individuelle Freiheitsrechte einschließlich des Respekts fĂŒr LSBTI werben. Die Rechte und die Situation von LSBTI mĂŒssen verpflichtendes Thema in den Integrationskursen sein und dort angemessen breit thematisiert werden. Das stĂ€rkt auch LSBTI unter den FlĂŒchtlingen dabei, sich in unserer Gesellschaft zu entfalten. Es ist sicherzustellen, dass Sprach- und Orientierungskurse ausreichend und ĂŒberall angeboten sowie von interkulturell qualifiziertem, fĂŒr LSBTI sensibilisiertem Personal durchgefĂŒhrt werden. Integrationskurse mĂŒssen zudem von Anfang an allen Schutzsuchenden offenstehen, sonst geht wertvolle Zeit verloren."
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Fortbildung in Freiburg
22. Ausgabe des Freiburger Kursbuches neu erschienen.

Der Winter ist da - Zeit fĂŒr die persönliche und berufliche Weiterbildung. Zahlreiche Kursanbieter hierfĂŒr findet man im Freiburger Kursbuch.

Seit 11 Jahren prĂ€sentieren sich in der bewĂ€hrten Kombination von Druck- und Online-Ausgabe zahlreiche große und kleine Kursanbieter, die in Sachen Aus-, Fort- und Weiterbildung interessant sind. Hierbei werden die vielfĂ€ltigsten Lebensbereiche von Arbeit, Beruf, Bildung ĂŒber Sprachen, Gesundheit, Körper, Selbsterfahrung bis hin zu Kunst, Tanz und Theater abgedeckt. Einfacher können Kurssuchende und Kursanbietende nicht zueinander finden.

Die 22. Ausgabe fĂŒr das erste Halbjahr 2017 liegt wieder gratis an ĂŒber 100 Stellen im gesamten Stadtgebiet zur Mitnahme aus. ZuverlĂ€ssig erhĂ€lt man es in der Rathausinformation und im BĂŒrgerinformationsamt.

Wer kein Exemplar ergattern kann, findet alle Informationen auch bequem in der Online-Ausgabe unter freiburger-kursbuch.de, in der zudem alle enthaltenen Kursangebote laufend aktualisiert und durch aktuelle Meldungen ergÀnzt werden.
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ÜberwĂ€ltigende Mehrheit fĂŒr Eheöffnung und Akzeptanzförderung an Schulen
Bundesregierung mit Kanzlerin Merkel mĂŒssen die bestehende Ungleichbehandlung beenden

Zum Auftakt ihres Themenjahres „Gleiches Recht fĂŒr jede Liebe“ hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes heute erste Ergebnisse einer Studie ĂŒber die Einstellungen der Bevölkerung gegenĂŒber Lesben, Schwulen und Bisexuellen vorgestellt. Dazu erklĂ€rt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

"Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) freut sich sehr, dass eine ĂŒberwĂ€ltigende Mehrheit die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare ablehnt. Das bestehende Eheverbot und das Verbot der gemeinschaftlichen Adoption stehen im Widerspruch zum Gleichbehandlungsgrundsatz unserer Verfassung. Es geht nicht um Sonderrechte, sondern um lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llige Gleichstellung. Die Union ist die einzige Bundestagspartei, die aus ideologischen GrĂŒnden und substanzlosen Scheinargumenten dafĂŒr sorgt, dass sich Deutschland bei der #EheFĂŒrAlle immer weiter von der demokratischen Wertegemeinschaft isoliert. Der LSVD fordert die Bundesregierung mit Kanzlerin Merkel dazu auf, die Ehe durch die ErgĂ€nzung von §1353 im BĂŒrgerlichen Gesetzbuch fĂŒr gleichgeschlechtliche Paare endlich zu öffnen. Dies wĂ€re mit ihrem Koalitionspartner SPD noch in dieser Legislatur möglich.

Es stimmt hoffnungsvoll, dass sich 90% der Bevölkerung von zahlreichen faktenfreien und diffamierenden Kampagnen unbeeindruckt zeigen und eine die Akzeptanzförderung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt an Schulen befĂŒrworten. Landesregierungen und LehrkrĂ€fte sollten sich von rhetorischen ScharfschĂŒtzen und schrillen Allianzen aus rechtspopulistischen, religiös fundamentalistischen und antifeministischen Hardlinern nicht verunsichern lassen. Lesben, Schwule, bisexuelle, trans* und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) sind Teil der gesellschaftlichen Vielfalt, sie sind gleichwertig und gleichberechtigt. Diese Botschaft gilt es aktiv zu vermitteln.

Die Schule, als Ort der Wertevermittlung, ist umso wichtiger, da die Studie auch zeigt, dass es 40% der Befragten unangenehm wĂ€re, wenn die eigenen Kinder lesbisch oder schwul wĂ€ren. Der LSVD ist davon ĂŒberzeugt, dass Kindergarten und Schule wichtige Orte sind, gesellschaftliche Vielfalt und individuelle WertschĂ€tzung aktiv zu lernen und zu leben. Es entsteht somit eine Generation mit einem offenen und demokratischen Wertebild, darĂŒber hinaus wĂŒrde es auch Kinder und Jugendliche bei einem familiĂ€ren Coming-out stĂ€rken.

Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse auch, dass Alltagshomophobie noch weit verbreitet ist. So finden es 38% eklig, wenn zwei MĂ€nner sich kĂŒssen, 28% wenn zwei Frauen sich kĂŒssen. Das zeigt, wie weit die Bevölkerung in Deutschland doch noch von selbstverstĂ€ndlicher Akzeptanz von vielfĂ€ltigen Lebensweisen entfernt sind.

Diskriminierungserfahrungen von LSBTI sind zudem vielfĂ€ltig und erschöpfen sich nicht in Homo- und Transphobie. LSBTI sind keine homogene Gruppe. Es hat zum Beispiel Auswirkungen auf ihren Alltag und ihre Erfahrungen, welche Hautfarbe sie haben, welche Religion sie leben, ob sie die deutsche StaatsbĂŒrgerschaft haben oder um Asyl und Aufenthalt kĂ€mpfen, ob sie mit Kinder oder ohne leben, in der Großstadt oder auf dem Land. Eine freie Gesellschaft muss allen Menschen garantieren, jederzeit an jedem Ort ohne Angst und Anfeindung verschieden sein zu können. An dieser Garantie gilt es intensiv zu arbeiten."
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Freiburg: Zweite HĂŒrde geschafft
Freiburg im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesbildungsministeriums als Teilnehmerstadt ausgewĂ€hlt

Das Projekt fördert die Entwicklung konkreter Konzepte fĂŒr eine lebenswerte, zukunftsfĂ€hige und nachhaltige Stadt Freiburg 2030

Wie soll die Stadt von morgen aussehen? Um diese Frage geht es im Wettbewerb „Zukunftsstadt“, den das Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung im Wissenschaftsjahr 2015 startete. 51 ausgewĂ€hlte StĂ€dte, Gemeinden und Landkreise entwickelten in der ersten Phase gemeinsam mit BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern, Wissenschaft, lokaler Politik, Wirtschaft und Verwaltung eine „Vision 2030“ fĂŒr ihre Stadt. Nun wurde Freiburg als eine von bundesweit 20 StĂ€dten und Gemeinden auch fĂŒr die zweite Phase des Wettbewerbs ausgewĂ€hlt.

In der jetzigen zweiten Phase wird wissenschaftlich erarbeitet, wie die Vision 2030 erreicht und gemeinsam mit den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern Konzepte fĂŒr die Umsetzung vor Ort entwickelt. In der dritten Phase, die 2018 beginnen soll, werden schließlich bis zu acht ausgewĂ€hlte Kommunen erste innovative Ideen in so genannten „Reallaboren“ in die Praxis umsetzen. Reallabore bezeichnen dabei eine neue Form der Kooperation zwischen Wissenschaft und BĂŒrgerschaft. In ihnen sollen auf Ebene von Stadtteilen innovative AnsĂ€tze erprobt und ĂŒberprĂŒft werden.

Die Freiburger Bewerbung war federfĂŒhrend von der stĂ€dtischen Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement in enger Zusammenarbeit mit dem Leistungszentrum Nachhaltigkeit, das von der UniversitĂ€t Freiburg und den Freiburger FraunhoferInstituten getragen wird, entwickelt worden. Als Ergebnis der ersten Phase wurden in einem Zukunftsdialog 30 Ideen aus der BĂŒrgerschaft fĂŒr die kĂŒnftige Entwicklung der Stadt in den Themenschwerpunkten lokale ErnĂ€hrung, neue Wirtschaftsformen und nachhaltige Energieversorgung gebĂŒndelt. Diese Ideen bilden die Grundbausteine fĂŒr die weiteren Arbeitsphasen hin zur Vision Freiburg 2030.

OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon begrĂŒĂŸt, dass die Arbeit im Zukunftsstadt-Projekt fortgesetzt wird. „Die zweite Phase des Wettbewerbs ‚Zukunftsstadt‘ eröffnet die Möglichkeit, auf Basis einer breiten bĂŒrgerschaftlichen Beteiligung und mit UnterstĂŒtzung der Wissenschaft ein konkretes Umsetzungskonzept fĂŒr die Freiburger Vision 2030 zu erarbeiten.“

Alle weiteren Informationen zum Projekt im Internet ...
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Freiburger Jugendsurvey startet
Bis Ende Januar werden Jugendliche zu außerschulischen AktivitĂ€ten befragt

Was bewegt Jugendliche in Freiburg? Wie verbringen sie ihre Freizeit? Wo engagieren sie sich und bei welchem Themen wĂŒrden sie gerne mehr mitreden? Der erste Freiburger Jugendsurvey sucht die Antworten auf diese Fragen. Bis Ende Januar wird dazu eine reprĂ€sentative Stichprobe von 12- bis 18-JĂ€hrigen aus Freiburg schriftlich befragt. Die im Amt fĂŒr Schule und Bildung angesiedelte Stabstelle Freiburger Bildungsmanagement versendet die Fragebögen ab kommender Woche. Die Beantwortung ist auch online möglich. Aufbauend auf der Umfrage sind Interviews mit Jugendlichen geplant.

Seit 2008 veröffentlicht die Stadtverwaltung regelmĂ€ĂŸig einen umfassenden Bildungsbericht, dessen Fokus auf dem schulischen Lernen liegt. Der Jugendsurvey liefert nun eine ergĂ€nzende Analyse der außerschulischen, non-formalen Bildung. Der 2013 erschienene Bildungsbericht hatte das Thema bereits aufgegriffen. Denn womit Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen und was sie dort lernen, beeinflusst ihren Bildungsweg erheblich: In der Regel sind diese AktivitĂ€ten aus eigener Motivation gewĂ€hlt, fördern die persönlichen Neigungen und ermöglichen das Erleben von Selbstwirksamkeit. Dennoch gibt es bislang weder auf kommunaler noch auf Landesebene eine aussagekrĂ€ftige Statistik zur außerschulischen Bildung.

In Freiburg schließt der Jugendsurvey nun diese LĂŒcke. Ziel der Umfrage ist es, ein umfassendes Meinungsbild junger Menschen in der Stadt zu erhalten: Was brauchen sie, was wĂŒnschen sie sich und was wĂŒrden sie tun, wenn sie in der Stadtverwaltung entscheiden könnten? Anhand der Antworten lassen sich Programme und Angebote fĂŒr Jugendliche zielgerichtet ergĂ€nzen und verbessern. Mit der Analyse trĂ€gt die Stadtverwaltung auch ihren Nachhaltigkeitszielen Rechnung. Ebenso reagiert sie auf den neuen Bildungsplan und die verĂ€nderte Gemeindeordnung, die eine stĂ€rkere Jugendbeteiligung fordert.

Der Fragebogen ist in drei Themenfelder unterteilt: Zum einen geht es darum, was die Jugendlichen wann und wo in ihrer Freizeit tun und was sie gerne tun wĂŒrden, wenn es möglich wĂ€re. Danach wird abgefragt, ob und wie sie sich ehrenamtlich engagieren und was diesen Einsatz erleichtert oder auch verhindert. Ein dritter Schwerpunkt liegt darauf, wie die Schule die Jugendlichen zum demokratischen Handeln anregt.

Angeschrieben werden 3.838 von insgesamt rund 13.000 Jugendlichen, die im betreffenden Alter in Freiburg leben. Die Teilnahme ist freiwillig, die Daten werden anonymisiert ausgewertet. Der Lehrstuhl fĂŒr Empirische Bildungsforschung an der UniversitĂ€t WĂŒrzburg begleitet die Erhebung wissenschaftlich. Sie erfolgt sozialraumbezogen, das heißt sie gibt Aufschluss ĂŒber die unterschiedlichen Rahmenbedingungen fĂŒr Jugendliche in den einzelnen Quartieren. Diese Erkenntnisse sind eine wichtige Basis, um dem vielfach kritisierten Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg zu begegnen, wie auch SchulbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik betont: „Die Studie ermöglicht einen umfassenden Einblick in die unterschiedlichen Bildungswelten der Freiburger Jugend. Sie eröffnet demokratische EntwicklungsrĂ€ume, die zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen.“

Zahlreiche Gruppen und Organisationen unterstĂŒtzen den Jugendsurvey als Kooperationspartner. Zu ihnen zĂ€hlen die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), der Stadtjugendring, das JugendbĂŒro, die Badische Sportjugend, der SchĂŒlerrat, der SC Freiburg und die Freiburger Schulleitungen. Von stĂ€dtischer Seite beteiligen sich das Amt fĂŒr Kinder, Jugend und Familien, das Amt fĂŒr BĂŒrgerservice und Informationsverarbeitung, das Amt fĂŒr Soziales und Senioren sowie die Stabsstellen Soziale Stadtplanung und BĂŒrgerschaftliches Engagement an der Erhebung.

Die quantitativen Erkenntnisse aus der Umfrage fließen in den vierten Freiburger Bildungsbericht ein, der im Herbst 2017 veröffentlicht wird. Darauf aufbauend folgt dann die vertiefende, qualitative Befragung in Form von Einzel- und Gruppeninterviews. Die gesammelten Ergebnisse des Jugendsurveys liegen voraussichtlich Anfang 2018 vor. ErgĂ€nzende Informationen zur außerschulischen Bildung in Freiburg liefert die BĂŒrgerumfrage von 2016.
 
 



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