Prolixletter
Donnerstag, 27. Januar 2022
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Verschiedenes

 
Freiburg: B├╝rgerservice zieht ins Rathaus im St├╝hlinger
Modernes B├╝rgerservicezentrum (BSZ) ├Âffnet seine Pforten Dienstag, 21. November, 7.30 Uhr

Letzter ├ľffnungstag an der Basler Stra├če: Freitag 17. November (bis 11.30 Uhr)

Samstag und Montag kein B├╝rgerservice wegen Umzug

Der zweite gro├če Umzug in das neue Rathaus im St├╝hlinger wird das Haus jetzt komplett machen: Am kommenden Wochenende ziehen das Amt f├╝r B├╝rgerservice und Informationsverarbeitung und das Amt f├╝r ├Âffentliche Ordnung von der Basler Stra├če 2 in das ovale Rathaus im St├╝hlinger in die Fehrenbachallee. Zirka 250 st├Ądtische Mitarbeiter werden dort einziehen, wo schon seit Ende Juli die anderen, vor allem technischen ├ämter, auf die Geschosse eins bis f├╝nf eingezogen waren. Insgesamt werden also ab n├Ąchster Woche in dem sechsgeschossigen Neubau 840 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung ihren Arbeitsplatz haben. Der B├╝rgerservice an der Johanniskirche schlie├čt am kommenden Freitag um 11.30 Uhr f├╝r immer seine Pforten. Samstag und Montag (18. und 20. November) wird es wegen des Umzugs keinen B├╝rgerservice geben.

Ab Dienstag, 21.November, 7.30 Uhr, ├Âffnet dann das Herzst├╝ck des Neubaus, das B├╝rgerservicezentrum. Dort werden analog zu der Basler Stra├če 2 folgende Leistungen im Erdgeschoss angeboten: Meldewesen, Kfz-Wesen, Ausweiswesen, Entgegennahme von Rentenantr├Ągen, Fahrerlaubnisse, Bu├čgeldstelle, Fundb├╝ro, Gewerbean-/ ummeldungen.

An einer Empfangs- und Informationsinsel am Haupteingang mit 16 Kontaktschaltern k├Ânnen viele Anliegen wie das Abholen eines Personalausweises, die Beantragung eines F├╝hrungszeugnisses oder die Ausstellung einer Meldebescheinigung direkt erledigt werden. F├╝r alles, was l├Ąnger als f├╝nf Minuten dauert, sind drei Service-Beratungsinseln zust├Ąndig (Wartemarken werden von der Information ausgegeben). Noch schneller geht es, wenn man sich online unter www.freiburg.de/onlinedienste einen Termin reserviert. Zuk├╝nftig ist eine Terminvereinbarung f├╝r samstags obligatorisch. Wichtig allerdings: In der ersten Woche werden f├╝r die Tage Dienstag bis Freitag keine online-Termine vergeben, um den Ansturm in der ersten Woche zu entzerren.

Folgende ├ľffnungszeiten gelten ab 21. November im B├╝rgerservicezentrum: Mo und Fr 7.30 ÔÇô 12.30, Di-Do 7.30 Uhr ÔÇô 18 Uhr, Sa 9 - 12.30 Uhr. Damit erh├Âhen sich die ├ľffnungszeiten von bislang 36,5 Stunden auf insgesamt 45 Stunden die Woche.

Zur Erreichbarkeit des Rathauses gibt es Anschluss aus allen Himmelsrichtungen: Vier von f├╝nf Stadtbahnlinien halten an der Haltestelle ÔÇ×Rathaus im St├╝hlingerÔÇť (Linie 1,3,4 und 5) und es sind ausreichend Fahrradstellpl├Ątze vorhanden. Zwar gibt es auch Besucherparkpl├Ątze, diese sind aber begrenzt und geb├╝hrenpflichtig. Und in den umliegenden Stra├čen im St├╝hlinger ist Parken nur f├╝r Anwohner gestattet.

Neben dem B├╝rgerservicezentrum bestehend aus dem Amt f├╝r B├╝rgerservice und Informationsverarbeitung und dem Amt f├╝r ├Âffentliche Ordnung sind noch folgende ├ämter im Rathaus im St├╝hlinger untergebracht: Amt f├╝r Projektentwicklung und Stadterneuerung, Garten- und Tiefbauamt, Geb├Ąudemanagement, Stadtplanungsamt, Umweltschutzamt, Eigenbetrieb Stadtentw├Ąsserung, Vergabemanagement, Zentrale Dienste, B├╝ro des Baub├╝rgermeisters.
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Freiburg: Neuer Glanz f├╝r den Bertoldsbrunnen
An zwei N├Ąchten wird das Denkmal mit Hochdruck gereinigt

An zwei N├Ąchten, von Mittwoch, 15. bis Donnerstag, 16. November und von Donnerstag, 16. auf Freitag, 17. November, wird der Bertoldsbrunnen mit Hochdruck gereinigt.

Aufgrund der stromf├╝hrenden Oberleitungen der Stra├čenbahnen k├Ânnen die Arbeiten nur nachts zwischen 1.15 Uhr und 4.45 Uhr durchgef├╝hrt werden, wenn die Stra├čenbahnen nicht fahren und die Stromleitungen abgeschaltet werden k├Ânnen.

L├Ąrmbel├Ąstigungen durch den Hochdruckreiniger und den Generator k├Ânnen leider nicht ganz ausgeschlossen werden. Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) bittet um Verst├Ąndnis f├╝r die notwendigen Arbeiten.
 
 

 
Starkregen: Unwettereins├Ątze im Stadtgebiet Freiburg der Feuerwehr Freiburg
Freiburg, 12.11.2017, 14:00 Uhr. Durch den anhaltenden Starkregen von Samstagabend bis heute am Sonntagnachmittag meldet der Dreisampegel Ebnet eine steigende Tendez von 120cm und h├Âher.

Aufgrund des Einsatzplanes Dreisampegel Ebnet wurde die Feuerwehr Freiburg t├Ątig und alarmiert Einsatzkr├Ąfte um neuralgische ├ťberschwemmungspunkte im Stadtgebiet zu kontrollieren.

Bisher wurden 5 Unwettereins├Ątze verzeichnet von umgest├╝rzten B├Ąumen auf PKW, Wassersnot in den Universit├Ątsportst├Ątten, umgest├╝rzten Dixi WC, vollgelaufener Baugrube in Kappel, umgest├╝rzte B├Ąume auf Fahrbahnen. Derzeit sind 2 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr sowie die Berufsfeuerwehr im Einsatz. Zur Unterst├╝tzung ist auch das Garten- und Tiefbauamt und Umweltamt Freiburg im Einsatz.
 
Autor: Amt f├╝r Brand- und Katastrophenschutz Freiburg

 
Teilzeitausbildung als Chance nutzen
Neues Infomaterial f├╝r interessierte Frauen und Unternehmen

Die M├Âglichkeit zur Ausbildung in Teilzeit ist seit 2005 im Berufsbildungsgesetz und in der Handwerksordnung verankert. Bei Unternehmen und Auszubildenden ist diese Form der Ausbildung oder Umschulung aber immer noch zu wenig bekannt. Dabei bietet sie vielf├Ąltige Chancen. Die Kontaktstelle Frau und Beruf Freiburg ÔÇô S├╝dlicher Oberrhein hat daher gemeinsam mit dem Jobcenter und dem Caritas Bildungszentrum das Infomaterial f├╝r Interessierte und Betriebe neu aufgelegt.

Vor allem Frauen, die Kinder erziehen oder Angeh├Ârige pflegen, bietet eine Teilzeit-Ausbildung berufliche Perspektiven. Insbesondere Alleinerziehende k├Ânnen so einen Berufsabschluss erwerben und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessern. Durch eine gesetzliche ├änderung wurden 2016 zudem die finanziellen Rahmenbedingungen optimiert: Auszubildenden d├╝rfen jetzt erg├Ąnzend zum Lohn Arbeitslosengeld II beziehen. Das soll verhindern, dass eine Ausbildung nicht begonnen oder fr├╝hzeitig abgebrochen wird, weil sich der Lebensunterhalt damit nicht finanzieren l├Ąsst.

Auch den Unternehmen bietet die Teilzeitausbildung Vorteile: In Zeiten von Fachkr├Ąftemangel und unbesetzten Ausbildungspl├Ątzen k├Ânnen sie motivierte Frauen gewinnen. Ein weiteres Plus, vor allem f├╝r kleine Betriebe, ist die geringere Verg├╝tung aufgrund der k├╝rzeren Wochenarbeitszeit. Zudem profitieren sie von einer positiven Au├čenwirkung als familienfreundliches Unternehmen. Dieser Vorteil ist angesichts der versch├Ąrften Konkurrenz um qualifiziertes Personal nicht zu untersch├Ątzen.

Grunds├Ątzlich ist eine Teilzeitausbildung in allen dualen Ausbildungsberufen m├Âglich. Der ÔÇ×Leitfaden f├╝r BetriebeÔÇť informiert Unternehmen ├╝ber die Details. F├╝r Frauen, die mehr ├╝ber das Thema erfahren m├Âchten, gibt es den ÔÇ×Leitfaden f├╝r InteressierteÔÇť. Ein weiteres Infoblatt stellt M├Âglichkeiten vor, wie sich Teilzeitauszubildende den Lebensunterhalt finanzieren k├Ânnen. Die Kontaktstelle Frau und Beruf unterst├╝tzt sowohl Betriebe als auch Interessentinnen mit Beratung.

Alle Infomaterialien gibt es im Internet unter www.freiburg.de/frauundberuf (unter ÔÇ×Brosch├╝renÔÇť) oder zum Mitnehmen an der B├╝rgerinformation des Rathauses und bei der Kontaktstelle Frau und Beruf Freiburg ÔÇô S├╝dlicher Oberrhein (beide Rathausplatz 2-4).
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Freiburg: Kampfmittelbergung auf Baufl├Ąche SC-Stadion startet
Anfang Oktober hat eine Spezialfirma bei den vorbereitenden Arbeiten zur Erschlie├čung des neuen SC-Stadions Kampfmittelsondierungen durchgef├╝hrt. Ab kommenden Montag, 13. November, startet die R├Ąumung der vorgefundenen bzw. vermuteten Kampfmittel. Die Arbeiten werden vom Gel├Ąnde des Flugplatzes nach und nach auf das gesamte k├╝nftige SC-Areal ausgedehnt.

Die durchgef├╝hrte Sondierung hatte einige Verdachtspunkte ergeben, die abgetragen werden m├╝ssen. Dar├╝ber hinaus werden bei den Arbeiten auch alte Leitungsbest├Ąnde entfernt. Da sich die mit der Bergung verbundenen Eingriffe zum Teil im Bereich des gesch├╝tzten Magerrasenbiotops befinden, werden die Arbeiten durch eine unabh├Ąngige Umweltbaubegleitung betreut und ├╝berwacht. Die oberen Bodenschichten werden sorgsam abgetragen, seitlich gelagert und nach abgeschlossener Bergung unmittelbar wieder geschlossen. Diese Vorgehensweise wurde auch mit der Unteren Naturschutzbeh├Ârde des Umweltschutzamtes abgestimmt.

Mit den Arbeiten wurde die Firma Schollenberger aus Celle beauftragt, die auf Kampfmittelbeseitigung spezialisiert ist. Die gesamte Bergung dauert zirka 5 Wochen.
 
 

 
Defekte Stra├čenleuchte in Freiburg?
Unter www.bnnetze.de/strassenlaterne-melden k├Ânnen ausgefallene Lampen gemeldet werden

Eine defekte Stra├čenlampe in Ihrer Stra├če oder in Ihrem Wohnquartier? Immer wieder kommt es vor, dass einzelne Leuchten ausfallen, sei es durch einen technischen Defekt oder durch Vandalismus.

Unter www.bnnetze.de/strassenlaterne-melden k├Ânnen ausgefallene Lampen gemeldet werden. B├╝rgerinnen und k├Ânnen B├╝rger ├╝ber einen Stadtplan genau auf den einzelnen Standort einer Leuchte zoomen und diese dann melden. Bei der St├Ârmeldung kann zudem auch die Art der St├Ârung mitgeteilt werden. Dies kann beispielsweise ein defektes Glas sein, eine Besch├Ądigung am Mast sowie eine flackernde oder nicht brennende Lampe.

Die Meldung geht dann direkt an die bnNetze-Verbundwarte, die rund um die Uhr besetzt ist. Von dort wird die St├Ârungsmeldung weitergegeben. In der Regel dauert es drei bis f├╝nf Tage, bis die Stra├čenlampe repariert ist.

Die bnNetze kontrolliert zwar regelm├Ą├čig die Stra├čenbeleuchtung, aber nur die Lampen in den Hauptverkehrsstra├čen. In Freiburg werden die Leuchtmittel rund alle sechs Jahre komplett ausgetauscht, dennoch gehen immer mal wieder Lampen kaputt.

Da die Reparatur einzelner Leuchten sehr aufw├Ąndig und auch teuer ist, versucht die Stadtverwaltung die Reparaturen zu b├╝ndeln. Dadurch kann die bnNetze, die die Stra├čenbeleuchtung im Auftrag des Garten- und Tiefbauamts (GuT) wartet, die Reparaturarbeiten gebietsweise vornehmen
und es k├Ânnen gegen├╝ber einzelnen Fahrten erhebliche Kosten eingespart werden.

Weiterhin kann auch die kostenlose Telefonnummer unter 08002-767767 angerufen werden.
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Stadt Freiburg legt vierten Bildungsbericht vor
Trend zum Gymnasium, Ausbau der Inklusion und erweiterte Betreuung in Kitas und Grundschulen bestimmen das Bild

Au├čerschulische Bildung birgt Potenzial

Als eine der bundesweit ersten Kommunen hat die Stadt Freiburg 2008 begonnen, die Bildungssituation in der Stadt systematisch zu erfassen. Die Ergebnisse werden regelm├Ą├čig ver├Âffentlicht und liefern wichtige Impulse f├╝r bildungspolitische Weichenstellungen. Nun liegt der vierte Freiburger Bildungsbericht vor, der auf 260 Seiten erneut informative Fakten, Trends, St├Ąrken und Herausforderungen zum Thema Bildung in Freiburg benennt.

Ein Team aus externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat dazu die unterschiedlichsten Bildungskontexte von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unter die Lupe genommen. Die Stabsstelle Freiburger Bildungsmanagement hat die Ver├Âffentlichung federf├╝hrend geleitet. Neu ist, dass das Kapitel zur non-formalen, au├čerschulischen Bildung nun auf umfangreichen Daten der B├╝rgerumfrage aufbaut. Dort gab es erstmals ein eigenes Fragenmodul zum Thema. Der aktuelle und alle bisherigen Bildungsberichte (2008 / 2010 / 2013) sind unter www.freiburg.de/bildungsbericht abrufbar.

ÔÇ×Der Bericht zeigt, dass wir in Sachen faire Bildungschancen auf dem richtigen Weg sind. Wir freuen uns ├╝ber das gute Zeugnis f├╝r die Bildungsregion FreiburgÔÇť, so Oberb├╝rgermeister Dieter Salomon bei der heutigen Vorstellung des Bildungsberichts. Schulb├╝rgermeisterin Gerda Stuchlik unterstreicht: ÔÇ×Die Ergebnisse liefern auch wichtige Hinweise, wo wir uns in Zukunft noch st├Ąrker f├╝r eine hohe Bildungsqualit├Ąt und einen gerechten Zugang zur Bildung f├╝r alle Freiburgerinnen und Freiburger einsetzen k├Ânnen.ÔÇť

Besondere Aufmerksamkeit verdient zum Beispiel das berufliche Schulwesen, wie Schulpr├Ąsident Thomas Hecht erkl├Ąrt: ÔÇ×Der Bericht betont den Stellenwert der beruflichen Schulen in der Integrationsarbeit. Sie ├╝bernehmen in diesem Kontext eine Vielzahl von Aufgaben, vom Erwerb der Sprache und sozialer Normen bis zur Vermittlung in die Berufswelt. Diesen Einsatz gilt es zu st├Ąrken.ÔÇť

Dass das bildungspolitische Engagement der letzten Jahre Wirkung zeigt, unterstreichen zahlreiche St├Ąrken, die der Bericht nennt:

So liegt die Zahl der Pl├Ątze in Krippen, Kinderg├Ąrten oder der Tagespflege f├╝r die unter Dreij├Ąhrigen in Freiburg deutlich ├╝ber dem Landesdurchschnitt: 2016 nahmen 42 Prozent einen Platz in Anspruch, im Land lag die Quote bei 28 Prozent. Bei den Drei- bis Sechsj├Ąhrigen nutzten sogar ├╝ber 95 Prozent einen Platz (Landesschnitt 94,7 Prozent). Auch die Betreuungszeiten sind l├Ąnger als im Landesschnitt: Fast jedes dritte betreute Kind in Freiburg verbringt 45 Stunden und mehr pro Woche in einer Kindertageseinrichtung.

In den Grundschulen haben sich die Betreuungszeiten ebenfalls verl├Ąngert, da die Stadt die Schulkindbetreuung seit Jahren ausbaut. Im Schuljahr 2016/17 nahm mehr als die H├Ąlfte der Grundschulkinder an der Kernzeitbetreuung zwischen 7 und 13 Uhr teil. 46,3 Prozent nutzten die ├ťbermittagsbetreuung und ein Drittel die erweiterte Nachmittagsbetreuung bis 17 Uhr.

├ťber 90 Prozent der Freiburger Kinder werden fristgerecht eingeschult, 3 Prozent mehr als zum Schuljahr 2012/13. Immer weniger Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler besuchen hingegen ein Sonderp├Ądagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ): Seit 2012 hat sich die Zahl der dort eingeschulten Kinder fast halbiert und liegt aktuell bei 2 Prozent.


Der Trend zum ├ťbergang auf das Gymnasium nach der Grundschule h├Ąlt in Freiburg weiter an und liegt nach wie vor zehn Prozent ├╝ber dem Landesschnitt. Diese Entwicklung zeigt sich auch bei den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern mit Migrationshintergrund: In den letzten vier Jahren wechselten jeweils 38 bis 43 Prozent von ihnen auf das Gymnasium.

Die inklusive Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Beeintr├Ąchtigungen wurde seit dem letzten Bildungsbericht 2013 deutlich ausgebaut. Im Schuljahr 2015/2016 wurden in Freiburg 439 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Schularten von der Grund- und Hauptschule bis zum Gymnasium inklusiv beschult.

Au├čerdem haben die Freiburger Schulen in dieser Zeit rund 1.200 neu zugewanderte Kinder und Jugendliche aufgenommen. Die meisten kamen in Klassen unter, die speziell auf ihre Bed├╝rfnisse zugeschnitten sind: Im Schuljahr 2016/17 gab es in Freiburg 46 Vorbereitungsklassen in allgemeinbildenden Schulen. Dazu kamen 15 VABO-Klassen (Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse) an beruflichen Schulen.

Die Erhebungen mit der Umfragemethode SEIS (Selbstevaluation in Schulen) zeigen eine hohe Zufriedenheit mit dem Bildungssystem in Freiburg. Von 2006 bis 2015 nahmen ├╝ber 70 Schulen der Region an insgesamt f├╝nf Befragungen teil. Beteiligt waren insgesamt knapp 70.000 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler, Eltern, Lehrkr├Ąfte, Ausbildungsleitungen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Erwerb von pers├Ânlichen, fachlichen, methodischen und praktischen F├Ąhigkeiten wurde dabei durchweg als gut bis sehr gut bewertet. Auch die positiven R├╝ckmeldungen der Eltern unterstreichen die hohe Unterrichtsqualit├Ąt in Freiburg.

Die Zahl der Abiturientinnen und Abiturienten ist trotz eines leichten R├╝ckgangs deutlich h├Âher als im Landesdurchschnitt. Das trifft sowohl auf deutsche als auch auf ausl├Ąndische Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler zu. Bei letzteren dominiert zwar weiterhin der Hauptschulabschluss, ein steigender Anteil erwirbt aber auch die mittlere Reife oder das Abitur.

Vor allem die beruflichen Gymnasien verzeichnen einen starken Anstieg der Sch├╝lerzahlen. Beim Wechsel auf eine berufliche Schulart f├Ąllt auf, dass die Vorbildung der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler ein ÔÇ×UpgradeÔÇť erlebt hat. Das macht sich besonders in der dualen Ausbildung bemerkbar, wo 76 Prozent der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler bereits die mittlere Reife oder das (Fach-)Abitur mitbringen. 2013 waren es 68 Prozent.


Der Blick auf den ├ťbergang ins Studium oder den Beruf zeigt ebenfalls viele positive Entwicklungen: Die Zahl der Werkrealsch├╝ler, die nach der zehnten Klasse in eine Ausbildung einsteigen, ist von 16 Prozent (2011) auf 28 Prozent (2015) deutlich gestiegen. Dazu hat vor allem das Programm ÔÇ×Erfolgreich in AusbildungÔÇť beigetragen, an dem alle achten, neunten und zehnten Klassen der Freiburger Werkreal- und Sonderschulen (SBBZ) teilnehmen. Es unterst├╝tzt die Jugendlichen mit messbarem Erfolg bei ihrer Berufsplanung und dem ├ťbergang in eine duale Ausbildung.

Auch an den beruflichen Schulen gelingt den meisten Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern ein erfolgreicher Wechsel auf weiterf├╝hrende Schulen oder in eine Ausbildung. Besonderes Augenmerk gilt hierbei dem Modellprojekt ÔÇ×AVdualÔÇť, das aktuell in sieben Berufsschulklassen l├Ąuft: Die duale Ausrichtung mit Langzeitpraktika ist f├╝r viele Jugendliche ein T├╝r├Âffner, der h├Ąufig in eine Lehrstelle m├╝ndet. W├Ąhrend des Programms profitieren sie von einer engen Betreuung, die sie unterst├╝tzt, den jeweils passenden Anschluss zu finden. Im vergangenen Schuljahr gelang 40 Prozent der teilnehmenden Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler der Sprung in eine Ausbildung.

Unter den Freiburger Abiturienten entscheidet sich die Mehrheit f├╝r ein Studium. Ein weiterhin hoher Anteil von 45 Prozent schreibt sich in Baden-W├╝rttemberg ein, 15 Prozent in Freiburg.

Ein positives Feedback gibt der Bildungsbericht 2017 auch in Bezug zur non-formalen Bildung au├čerhalb des Schulkontextes. Ein entsprechendes Fragemodul in der repr├Ąsentativen B├╝rgerumfrage 2016 lieferte dazu eine breite Datenbasis. Dabei ging es vor allem um die Fragen, welche au├čerschulischen Bildungsangebote die Freiburgerinnen und Freiburger nutzen, was die Motive sind und welche Gr├╝nde f├╝r eine Nichtteilnahme sprechen. Im Ergebnis zeigte die Umfrage eine in hohem Ma├če bildungsinteressierte B├╝rgerschaft: Drei Viertel der Befragten stimmten Aussagen zur Lernbegeisterung zu. Ein Migrationshintergrund oder die Stadtteilzugeh├Ârigkeit spielten dabei keine Rolle. Laut der Umfrage hatte mehr als jeder dritte Befragte in naher Vergangenheit ein au├čerschulisches Bildungsangebot genutzt ÔÇô Frauen deutlich h├Ąufiger als M├Ąnner und J├╝ngere h├Ąufiger als ├ältere. Hauptmotiv war dabei, die eigenen F├Ąhigkeiten zu erweitern. Freiburgerinnen und Freiburger mit Migrationshintergrund gaben h├Ąufiger als Motiv an, f├╝r Andere und das Gemeinwohl etwas leisten zu wollen. Dies spricht f├╝r das Potenzial der non-formalen Bildung bei der Integration. Als Grund f├╝r die Nichtteilnahme an entsprechenden Angeboten war der Faktor Zeit entscheidend.


Neben diesen positiven Entwicklungen benennt der vierte Bildungsbericht auch konkrete Herausforderungen, die es gilt, noch st├Ąrker in den Blick zu nehmen:

Von klein auf bis hin zum Beruf weisen Jungen weniger erfolgreiche Bildungsverl├Ąufe auf: Nach der Grundschule wechseln deutlich mehr Sch├╝lerinnen als Sch├╝ler auf das Gymnasium. In allen anderen Schularten sind hingegen die Jungen in der Mehrheit. Diese Entwicklung setzt sich bei den Schulabschl├╝ssen fort: Deutlich mehr M├Ądchen erwerben die Hochschulreife. Und deutlich mehr Jungen verlassen die Schule ohne Abschluss. Zwar hatten M├Ądchen auch schon fr├╝her bessere Noten, doch seit einiger Zeit besitzen sie mehrheitlich auch die h├Âheren Bildungsabschl├╝sse. Die gezielte F├Ârderung von Jungen sollte daher aufmerksam weiterverfolgt werden.

Sichtbare Unterschiede zeigen sich auch beim Blick auf die Herkunft. Zwar haben sich die Bildungsverl├Ąufe von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund insgesamt verbessert. Dennoch finden sich in allen Bildungsphasen Benachteiligungen: Ausl├Ąndische Kinder wechseln nach der Grundschule seltener auf das Gymnasium, sie erzielen prozentual niedrigere Abschl├╝sse und verlassen die Schule auch h├Ąufiger ohne Abschluss. Bei der Frage, wie sich die Situation verbessern l├Ąsst, r├╝ckt die Sprachbildung in den Fokus: Um am gesellschaftlichen Leben au├čerhalb und innerhalb der Schule teilzunehmen, sind die Kenntnisse der deutschen Sprache unverzichtbar. Der Bedarf an intensiver Sprachf├Ârderung vor der Einschulung ist stabil geblieben, obwohl der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund zunahm. Wie bereits im Bildungsbericht 2013 zeigt beim Einschulungstest im vorletzten Kita-Jahr rund ein Viertel der Kinder sprachliche Defizite. Hier gilt es, die bisherigen Angebote in allen Bildungsphasen weiter auszubauen.

Nachteilig wirkt sich f├╝r ausl├Ąndische Jugendliche auch der Trend zu einem h├Âheren Abschluss aus: Mittlerweile ist der Realschulabschluss h├Ąufig Voraussetzung f├╝r eine duale Ausbildung oder Lehrstelle. Eine Anforderung, die viele Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht erf├╝llen. Sie verbleiben daher l├Ąnger in den Schulen, die den ├ťbergang in den Beruf vorbereiten: Ihr Anteil in diesen Klassen ist von 51 Prozent (Schuljahr 2008/09) auf 75 Prozent (2015/16) gestiegen.

Die beruflichen Schulen verdienen in diesem Kontext verst├Ąrkte Aufmerksamkeit. Sie erf├╝llen f├╝r eine Vielzahl von ausl├Ąndischen Jugendlichen eine doppelte Integrationsfunktion: Die Eingliederung in das Bildungssystem und anschlie├čend in den Arbeitsmarkt. Dazu kommt die Unterst├╝tzung der Jugendlichen bei der Bew├Ąltigung immenser Herausforderungen wie dem Spracherwerb, einem unklaren Aufenthaltsstatus oder m├Âglichen Traumatisierungen.

Ambivalent zeigt sich der im letzten Bildungsbericht beschriebene R├╝ckgang der Klassenwiederholungen: In den Freiburger Gymnasien und der Werkrealschulen liegt die Quote seit Jahren unter dem Landesdurchschnitt. In den Realschulen stieg sie hingegen an, geht aber seit 2015 wieder zur├╝ck.

Die Zahl der Privatschulen ist seit dem Bildungsbericht 2013 um drei weitere auf nun 47 gestiegen. Rund ein Viertel der insgesamt rund 24.000 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler in Freiburg besucht inzwischen eine solche Schule. Eine n├Ąhere Analyse k├Ânnte zeigen, was die Gr├╝nde f├╝r den Anstieg sind und wie sich ein Wechsel zwischen privater und ├Âffentlicher Schule gestaltet.

Nicht zuletzt gilt es, auf den positiven Ergebnissen zur nonformalen Bildung in Freiburg aufzubauen. Wie die Untersuchung zeigt, besteht in Freiburg eine hohe Affinit├Ąt f├╝r entsprechende Angebote. Vor allem die Befragten mit Migrationshintergrund sind daran interessiert, sich f├╝r das Gemeinwohl einzubringen. Dieses Potenzial kann in der Integrationsarbeit genutzt werden.

Der Gemeinderat wird die Ergebnisse und Empfehlungen des vierten Freiburger Bildungsberichts diskutieren und voraussichtlich im Fr├╝hjahr ├╝ber die vorgeschlagenen Handlungen entscheiden.
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4. Internationales Greenmotions Filmfestival
9.-12. Nov. 2017 in Freiburg i.Br.

Das gute Leben

Was macht uns gl├╝cklich? Was brauchen wir im Leben? Was ist unsere Lebensgrundlage? Es ist bekannt, dass die Erde physikalische Grenzen hat und die Gier der Menschen zu ihrem eigenen Untergang f├╝hren k├Ânnte. Doch wie k├Ânnen wir Teil der L├Âsung sein, den Wandel gemeinsam voranbringen und zur Gesundung der Erde beitragen?

Das Greenmotions Filmfestival 2017 zeigt von Do, 9.11. bis So, 12.11. im Kommunalen Kino ausgew├Ąhlte Filme, die neue Ideen f├╝r den Alltag zeigen, Zusammenh├Ąnge in der Welt verdeutlichen und durch gelebte Visionen inspirieren.

Ministerpr├Ąsident Winfried Kretschmann, Schirmherr der Veranstaltung: "Das vierte internationale Greenmotions Filmfestival in Freiburg m├Âchte sein Publikum mit der diesj├Ąhrigen Filmauswahl zu naturvertr├Ąglichem und nachhaltigem Handeln anregen. Angesichts des Klimawandels und seinen Auswirkungen r├╝ckt das Festival damit das wichtigste Thema des 21. Jahrhunderts in den Mittelpunkt."

Festivaler├Âffnung ist am Do, 9.11. um 18 Uhr mit dem Film "Worauf warten wir?" von Marie-Monique Robin ├╝ber die Gemeinde Ungersheim im Elsass, die neue Wege f├╝r eine enkeltaugliche Zukunft geht.
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