Prolixletter
Samstag, 4. Dezember 2021
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Verschiedenes

 
Freiburg: Dolmetscherinnen und Dolmetscher gesucht
FĂŒr Übersetzungen in den Sprachen Singhalesisch, Somali, Tamil, Kurdisch-Kurmanci und Kreol

FĂŒr den zentralen Dolmetscherpool sucht das Amt fĂŒr Migration und Integration (AMI) Dolmetscherinnen und Dolmetscher. Aktuell werden Übersetzerinnen und Übersetzer fĂŒr die Sprachen Singhalesisch, Somali, Tamil, Kurdisch-Kurmanci gesucht. FĂŒr Kreol Übersetzerinnen.

Rund 270 Menschen und insgesamt 74 Sprachen können derzeit angefragt werden, darunter sind allein rund 70 arabischsprechende Dolmetschende. Die Spannbreite im Dolmetscherpool reicht von den gÀngigen Sprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch bis hin zu Albanisch, Ukrainisch oder Poular.

Interessierte sollten bereits erste Erfahrungen im Dolmetschen gesammelt haben. In einer eintĂ€gigen Grundschulung werden die notwendigsten Qualifikationen fĂŒr die Aufgabe vermittelt. DarĂŒber hinaus gibt es die Möglichkeit, an Aufbauschulungen teilzunehmen.

Der zentrale Dolmetscherpool wurde von der Stadt Freiburg im April 2015 eingerichtet. Soziale Initiativen und Institutionen, die Übersetzungsleistungen benötigen, können sich fĂŒr den Pool registrieren und nach geeigneten Dolmetschern suchen. Das Deutsche Rote Kreuz koordiniert zusammen mit der Stadt Freiburg den Dolmetscherpool.

Interessierte können sich beim Deutschen Roten Kreuz, EMail: Asuman.Unseld@drk-freiburg.de oder beim Amt fĂŒr Migration und Integration, Kathrin Hausner, E-Mail: Kathrin.Hausner@stadt.freiburg.de melden.
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Kaum zu glauben?
Sind die christlichen Dichter und Autorinnen blind?

Freiburg. Zum einer SpĂ€tnachmittag-Stunde mit musikalisch-spirituellen Impulsen wird im Rahmen der Reformationswochen am Sonntag, 15. Oktober um 17 Uhr in die Adelhauser Kirche (Adelhauser-Platz) eingeladen. Barbara Kolberg (Orgel) und Stadtpfarrerin Gabriele Hartlieb (Wort) widmen sich unter dem Titel „Kaum zu glauben?“ den „großen Themen des Christentums“. Denn da wird von Liebe, Friede, Vertrauen und Gerechtigkeit gesprochen – doch die ZustĂ€nde in der wahren Welt scheinen anders. Oder? Sind die christlichen Dichter und Autorinnen blind - oder sehen sie was sein könnte, und packen es an? Der ökumenische Abend sucht mit Worten und Liedern aus 500 Jahren Antworten. Der Eintritt ist frei um Spenden wird gebeten.
 
 

 
Freiburg: Neuregelung fĂŒr Garerobe im Konzerthaus Freiburg
Aufgrund der Entwicklung der allgemeinen Sicherheitslage haben sowohl Veranstalter als auch GĂ€ste zunehmend den Wunsch nach mehr Sicherheit und nach einer Abgabepflicht von Garderobe und GepĂ€ck geĂ€ußert. Das Konzerthaus Freiburg hat in Abstimmung mit den Veranstaltern eine neue Regelung fĂŒr die Abgabe der Garderobe eingefĂŒhrt: Die GebĂŒhr fĂŒr die Garderobenabgabe ist im jeweiligen Ticketpreis inkludiert, sodass die Abgabe vor Ort fĂŒr die Besucher kostenfrei ist. Zudem ist ein Hinweis auf die Abgabepflicht der Garderobe auf den Veranstaltungstickets abgedruckt.

Durch die kostenfreie Garderobenabgabe wird fĂŒr die Besucher ein deutlicher Mehrwert geschaffen und auch die Annahme der Garderobe kann schneller erfolgen“, so FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Daniel Strowitzki.

Es wird fĂŒr die Garderobenabgabe im Veranstaltungsvertrag pro verkauftem Ticket ein Betrag von 0,70 Euro zzgl. MwSt. erhoben, bisher kostete die Abgabe den Besucher 1,50 Euro. Diese Regelung gilt fĂŒr VertragsabschlĂŒsse mit Veranstaltern seit dem 01. September 2017, auf vorher abgeschlossene VertrĂ€ge trifft die neue Regelung nicht zu.

Die Akzeptanz der GĂ€ste fĂŒr die Garderobenabgabepflicht ist bei diesem Modell deutlich erhöht. Die Inkludierung in den Ticketpreis ist vergleichbar zu der Regelung, dass Besucher bei zahlreichen Veranstaltungen mit ihrem Ticket den öffentlichen Nahverkehr nutzen können.
 
 

 
Freiburg: Perspektivplan fĂŒr Stadtwerke und VAG
... fĂŒr die Jahre 2022 bis 2026

ÖPNV wurde in den letzten fĂŒnfzehn Jahren deutlich ausgebaut und rund 260 Millionen Euro investiert

Nach Phase des Ausbaus folgt Phase der Konsolidierung

Straßenbahnen und Busse sind wichtige Verkehrsmittel in der Stadt. Ein attraktives Angebot kostet aber mehr, als der Verkauf von Fahrkarten einbringt. Das war schon immer so. Daher haben viele deutsche StĂ€dte Gesellschaften gegrĂŒndet, in denen die Verluste aus dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit den Gewinnen der Energieversorger ausgeglichen werden. Der Gesetzgeber hat diese Möglichkeit des Ausgleichs festgelegt und so wird es auch in Freiburg seit vielen Jahren praktiziert. Hier sind es die Stadtwerke Freiburg GmbH (StW), in denen das Minus der Freiburger Verkehrs AG (VAG) und der öffentlichen BĂ€der mit dem Gewinn aus der Badenova verrechnet wird. Bis 2014 klappte das auch gut, es gab unterm Strich bei den ĂŒbergeordneten StW keine steuerlichen Verluste, in vielen Jahren sogar Gewinne, die in den stĂ€dtischen Haushalt flossen. Seit 2015 sind die Verluste der StW-Töchter höher als die ErtrĂ€ge der Badenova. Es ist davon auszugehen, dass dies weiter so bleiben wird.

Hintergrund ist unter anderem, dass Investitionen finanziert, Strecken betrieben, neue Straßenbahnen und Busse gekauft werden mĂŒssen und es dafĂŒr Personal braucht. In den letzten Jahren aber strich das Land ZuschĂŒsse fĂŒr die Beschaffung neuer Stadtbahnen, so dass die volle Investitionslast an der VAG hĂ€ngen blieb. Der Ausbau der neuen Strecken wird zwar von Bund und Land sehr stark gefördert, dennoch aber muss die VAG erhebliche Baukosten selbst finanzieren. Und insgesamt kostet mehr ÖPNV auch mehr als durch mehr Fahrkarten und Förderung eingenommen werden kann.

Um zu verhindern, dass die VAG und damit die StW in ein strukturelles Minus hinein laufen, haben das Finanzdezernat der Stadt, die GeschĂ€ftsfĂŒhrung der StW und der Vorstand der VAG einen finanziellen Perspektivplan fĂŒr die Zukunft entwickelt. Dieses stellten heute OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon und Erster BĂŒrgermeister Otto Neideck gemeinsam mit der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der StW und dem Vorstand der VAG, Stephan Bartosch und Oliver Benz, der Öffentlichkeit vor. „Wir sind eine wachsende Stadt und wollen den ÖPNV ausbauen, attraktiv und am Laufen halten. DafĂŒr wollen wir die ökonomischen Grundlagen und eine in der Zukunft tragfĂ€hige Finanzierung des ÖPNVs im Stadtwerke-Konzern sicherstellen“, erklĂ€rte OB Salomon bei der Vorstellung des Planwerks.

Vorgeschichte der finanziellen Situation ist, dass seit Anfang des Jahrtausends der Ausbau des ÖPNV in Freiburg in großen Schritten voran ging. Zuletzt beschloss der Gemeinderat 2011 ein ehrgeiziges Ausbauprogramm fĂŒr die Straßenbahnen mit zeitweise dem Bau von zwei Linien gleichzeitig. Dies auch, weil der Stand damals war, dass die Förderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) voraussichtlich 2019 auslaufen werde. Allein fĂŒr die Projekte StadtbahnverlĂ€ngerung ZĂ€hringen, den ersten Bauabschnitt der Stadtbahn Messe und die Stadtbahn Rotteckring konnten fĂŒr die Finanzierung von rund 122 Millionen Euro Förderungen von Bund und Land durch GVFG-AntrĂ€ge in Höhe von rund 78 Millionen Euro erreicht werden.

Deshalb beschloss der Gemeinderat trotz der 2011 schwierigen Haushaltslage einen Rahmenzeitplan ĂŒber Stadtbahnprojekte des vordringlichen Bedarfs, um den zeitlich bis 2018 begrenzten Förderrahmen ausschöpfen zu können. Dies waren fĂŒnf Projekte:

- Sanierung Stadtbahn Schwarzwaldstraße
- StadtbahnverlÀngerung ZÀhringen
- Stadtbahn Messe 1. Bauabschnitt
- Stadtbahn Rotteckring
- Stadtbahn Waldkircher Straße.

„Verglichen mit den Investitionen aus der Vergangenheit ist dies ein beispielloses ÖPNV-Investitions-Programm“, sagte Neideck. Es wird mit der Inbetriebnahme der Stadtbahn Rotteckring, voraussichtlich Ende 2018 sowie der VerlĂ€ngerung der MesseLinie bis zu den Messehallen und der Waldkircher Straße, beides voraussichtlich 2021, komplett umgesetzt sein.

Aber nicht nur die Investitionen beeinflussen das Ergebnis der VAG deutlich und langfristig. Die neuen Straßenbahnstrecken ziehen fĂŒr die VAG mit Abschreibungen, Zinsen, Personal- und Fahrzeugkosten auch in den nĂ€chsten Jahren weitere Kosten nach sich. „Ein Mehr an ÖPNV bedeutet auch steigende und dauerhaft anfallende Betriebskosten, die nur zum Teil ĂŒber Mehrerlöse gedeckt werden können“, erlĂ€utert VAG Vorstand und Stadtwerke GeschĂ€ftsfĂŒhrer Stephan Bartosch.

Um den ÖPNV insgesamt attraktiv und leistungsstark zu erhalten, hat die VAG in den vergangenen 15 Jahren Investitionen in Höhe von rund 260 Millionen Euro getĂ€tigt. Sie flossen in:

- Ausbau und Erhalt des Streckennetzes mit Haltestellen
ZusĂ€tzliche Stadtteile wurden erschlossen und das Angebot deutlich ausgeweitet. So wurden in den letzten Jahren die Stadtbahn Messe bis 11. FakultĂ€t (Inbetriebnahme 2015), die StadtbahnverlĂ€ngerung ZĂ€hringen (2014), die Stadtbahn Vauban (2006) und die Stadtbahn Haslach (2004) gebaut, in Betrieb genommen und das Stadtbahnangebot entsprechend ausgeweitet. Daneben kamen zahlreiche große Erneuerungen im bestehenden Netz wie die Stadtbahn Habsburger Straße (2010), die Schwarzwaldstraße (2011), die Gleissanierung am Bertoldsbrunnen bis Stadttheater (2014), die Sanierung der SundgaubrĂŒcke (2016) oder aktuell die nördliche Kaiser-JosephStraße.

Mit einem umfassenden Programm „Umbau barrierefreie Haltestellen“ leistete die VAG in den letzten Jahren einen Beitrag zur gut ausgebauten ÖPNV-Infrastruktur. Diese gewinnt wegen des demografischen Wandels an Bedeutung.

- Neue Straßenbahnen und Busse
FĂŒr den Betrieb der neuen Strecken kaufte die VAG neue Stadtbahnfahrzeuge, zuletzt zwölf Urbos-Fahrzeuge fĂŒr rund 38 Millionen Euro. „Sie mussten erstmals ohne GVFG-Förderung allein aus Eigenmitteln finanziert werden“, erklĂ€rte VAG-Vorstand Oliver Benz. FĂŒr die neuen Fahrzeuge musste im Betriebshof West erweitert und eine Stadtbahnabstellhalle neu gebaut werden. Dies kostete 6,8 Millionen inklusive ZuschĂŒsse. Außerdem mĂŒssen die alten Niederflur-Stadtbahnen erhalten und modernisiert werden. Dazu kamen 17 neue Gelenkbusse und zwei neue Solobusse.

- Mehr Linien-Kilometer
Seit 2010 stieg das Leistungsangebot, also die Linien-Kilometer der VAG um 12,5 Prozent. Außer den neuen Linien kam eine Verdichtung des Taktes auf einigen Linien, die Umstellung des Nachtverkehrs SaferTraffic von Bussen auf Stadtbahnen (2014) sowie die verstĂ€rkte Andienung des Industriegebiets Nord (2015) dazu. Benz zeigt dazu auf: „Die konsequente Erweiterung des ÖPNV-Angebots trĂ€gt in hohem Maße dazu bei, die Klimaschutzziele der Stadt zu erreichen, zeigt sich aber auch in der Ergebnisentwicklung der VAG.“

- Mehr fĂŒr die Kundinnen und Kunden
Auch in die Kundenkommunikation investierte die VAG stark. Die VertriebskanÀle wurden erweitert. Das Kundenzentrum Pluspunkt wurde ausgebaut (2011), ein weiteres Kundenzentrum in der Radstation eröffnet (2014), und seit 2015 haben alle Stadtbahnen neue mobile Fahrscheinautomaten. Digitale Vertriebswege mit HandyTicket / MobilTicket, OnlineShop, AboOnline / JobTicketOnline kamen hinzu, es gibt nun eine VAG-FahrplanApp, einem Facebook-Auftritt und einen Kinderfahrplan. Auch stehen an nahezu allen Haltestellen im Stadtbahnbereich Anzeigen mit dynamischer Fahrgastinformation. Zuletzt bekamen viele Fahrzeuge Multifunktionsdisplays mit Echtzeitdaten, mit denen die Kundinnen und Kunden ihre weiteren Wege einfacher planen können.

Und schließlich sanierte und modernisierte die VAG die Schauinslandbahn in den letzten Jahren.

- Steigerung der Fahrgastzahlen sowie der Betriebs- und Personalkosten
Durch den Ausbau und die Angebotserweiterung stiegen die Zahlen der statistisch ermittelten FahrgĂ€ste im ÖPNV von 74,4 Millionen (2010) auf 78,8 Millionen (2016). Auch bei der Schauinslandbahn stiegen die Fahrgastzahlen stark an. Gleichzeitig aber auch die Betriebs- und Personalkosten, die nur teilweise durch zusĂ€tzliche Erlöse kompensiert werden konnten.

Fazit
Die mit dem ÖPNV-Investitions-Programm wahrnehmbaren Verbesserungen des Angebotes wirken sich deutlich in der Ergebnisentwicklung der VAG aus. Lag das Defizit 2010 noch bei rund 7,5 Millionen Euro, war 2016 ein Defizit in Höhe von 18 Millionen Euro zu verzeichnen. Nach aktueller Vorschau wird 2017 mit einem Fehlbetrag von 22,8 Millionen Euro abschließen.

„Zwar handelt die VAG in ihren Möglichkeiten durchwegs wirtschaftlich und unternimmt alles, um das jĂ€hrliche Defizit zu verringern“, betonte Neideck. „Dennoch ist dies eine Situation, die uns zwingt zu handeln und in Form eines Perspektivplanes ĂŒber die Wirtschaftsplanung 2017 bis 2021 hinaus zu denken“, betonte er. „Um die VAG handlungsfĂ€hig zu erhalten, mĂŒssen wir an einigen Stellschrauben drehen und PrĂ€missen setzen.“ Diese sind, dass in Zukunft die VAG mit dem Bau neuer Stadtbahnlinien nicht mehr finanziell belastet wird. Die Finanzierung von Investitionen wurde im Perspektivplan mit Mitteln von Dritten, also außerhalb des StW-Konzerns kalkuliert. Bislang konnte innerhalb der StW kalkuliert werden, da es in den Jahren des Ausbaus eine Erhöhung des Eigenkapitals aus dem stĂ€dtischen Haushalt gegeben hatte. Auch sollen die Umsatzerlöse erhöht werden, Busse weiterhin erst nach 14 Jahren Nutzung neu beschafft werden und keine zusĂ€tzlichen Investitionen in Barrierefreiheit nach den bereits definierten Maßnahmen bis 2020 mehr getĂ€tigt werden, es sei denn, sie werden etwa ĂŒber den stĂ€dtischen Haushalt finanziert. Und die Digitalisierung soll nur im notwendigen Maße umgesetzt werden. Auch geht die weitere finanzielle Planung im Perspektivplan davon aus, dass das Angebot nicht weiter ausgeweitet wird. Vereinbarte Ausgleichszahlungen der Landkreise fĂŒr die regional bedeutsame Stadtbahn ZĂ€hringen sollen kĂŒnftig direkt der VAG, nicht mehr dem stĂ€dtischen Haushalt zufließen. Und schließlich soll auch die VAG selbst einen Konsolidierungsbetrag von rund 5,5 Millionen Euro erbringen. „Hier mĂŒssen wir die konkreten Maßnahmen noch erfassen“, erklĂ€rte Bartosch.

Wenn alle diese PrĂ€missen umgesetzt werden können, wird das Ergebnis der VAG zwar bis 2026 immer noch im Minus sein, die ĂŒbergeordneten StW jedoch weiterhin handlungsfĂ€hig sein. „Da es sich hier um eine sehr langfristige Planung handelt und die Umsetzung der PrĂ€missen nicht nur in der Hand von Stadt und stĂ€dtischen Unternehmen liegt, beruhen die Prognosen auf Annahmen, die regelmĂ€ĂŸig zu prĂŒfen und anzupassen sind“, erklĂ€rte Neideck. „Können die Kosten nicht in dem vorgeschlagenen Maße gesenkt werden und die Erlöse erhöht, schlĂ€gt sich das direkt in den Ergebnissen des Perspektivplans nieder.“ Salomon weist darauf hin, dass dann ein jetzt nicht zu beziffernder Zuschuss aus dem stĂ€dtischen Haushalt notwendig wird. „Wenn jetzt politisch gefordert wird, das Angebot sogar noch auszubauen, mĂŒssen wir sowohl vom Bund die in Aussicht gestellten Töpfe zur Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs als auch weitere UnterstĂŒtzung vom Land bekommen“, unterstreicht Salomon.

Das weitere Verfahren sieht jetzt vor, dass die Stadtwerke-Gesellschaften in ihren WirtschaftsplĂ€nen fĂŒr 2018 und die Folgejahre ab 2022 die genannten PrĂ€missen mit kaufmĂ€nnischer Vorsicht angesetzt werden. Dies bedeutet, dass zwischen dem vorzulegenden Wirtschaftsplan 2018 beziehungsweise der mittelfristigen Planung 2018 bis 2022 und den Angaben des Perspektivplans Abweichungen bestehen, die erst im Rahmen der Weiterentwicklung des Perspektivplans aufgelöst werden können. Es ist vorgesehen, dass der Perspektivplan weiter entwickelt wird und jeweils den Zeitraum von fĂŒnf Jahren im Anschluss an die jeweilige Wirtschaftsplanung betrachtet. Eine Berichterstattung an den Aufsichtsrat ist im Zwei-Jahres-Rhythmus vorgesehen. FĂŒr die PrĂ€missen, die auch die Zusammenarbeit mit den regionalen Partnern im ZRF betreffen, wird die Verwaltung bald in GesprĂ€che auf regionaler Ebene eintreten.
 
 

 
Akademie bleibt der Erzdiözese „lieb und teuer“
Festakt anlÀsslich des Leitungswechsels in der Katholischen Akademie

Freiburg (pef). Das Interesse war so groß, dass kurzfristig noch ein grĂ¶ĂŸerer Veranstaltungsort gesucht werden musste: Der erste Teil des Festakts anlĂ€sslich des FĂŒhrungswechsels in der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg am Mittwoch (4.10.) fand schließlich in der komplett gefĂŒllten Aula des Collegium Borromaeum statt. Bereits am 1.7.2017 hatte der Wechsel in der Akademieleitung stattgefunden: Dr. Karsten Kreutzer folgt auf Thomas Herkert, der nach 15 Jahren als Akademiedirektor zum 1. November Diözesan-Caritasdirektor wird.

RegierungsprĂ€sidentin BĂ€rbel SchĂ€fer wĂŒrdigte die Arbeit der Katholischen Akademie, die „nicht nur rĂ€umlich inmitten der Stadt, sondern auch im Zentrum unserer Stadtgesellschaft“ liege. In der Arbeit der Akademie, die wichtige gesellschaftliche Entwicklungsprozesse begleite, werde kein Thema ausgespart. Das sei notwendig in einer schnelllebigen Zeit, in der Menschen nach Orientierung suchen. Der Dialog, so die RegierungsprĂ€sidentin, sei ein kirchlicher Auftrag. Ein gelungenes Beispiel dafĂŒr sei die „Junge Akademie“, die dazu beitrage, dass junge Menschen Verantwortung ĂŒbernehmen.

Freiburgs OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon betonte die große gesellschaftliche Relevanz der Akademie, die sich auch deutlich durch das große Interesse am Festakt zeige. Er drĂŒckte seine Hoffnung aus, dass sich das Erzbistum Freiburg die Akademie weiterhin „leisten könne und leisten wolle“.

Pfarrerin Arngard Uta Engelmann, Direktorin der Evangelischen Akademie Baden, dankte Thomas Herkert fĂŒr die gute ökumenische Zusammenarbeit in der Landesarbeitsgemeinschaft der kirchlichen Akademien in Baden-WĂŒrttemberg.

PrĂ€lat Dr. Peter Klasvogt, Leiter der Katholischen Akademie Schwerte, betonte die wichtige Rolle, die kirchliche Akademien dabei haben den „Kitt unserer Gesellschaft“ zu befördern. Die Kirchen, so Klasvogt, hĂ€tten ein gewichtiges Wort bei der Anfrage mitzusprechen, was der ethische Grundkonsens der Gesellschaft sei.

In seiner Ansprache hob der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hervor, dass „gerade in einer Gesellschaft, in der manche Diskussion eher von Emotionen als von sachlichen Argumenten geprĂ€gt ist und Weltpolitik ĂŒber Twitter gemacht wird“, Foren der persönlichen Begegnung, des sachlichen Diskurses und des Dialogs auf Augenhöhe von grĂ¶ĂŸter Relevanz“ seien. In diesem Sinne baue der Erzbischof auch weiterhin auf die Akademie, die ihm „lieb und teuer“ sei - womit er auch auf die entsprechende Bitte von OberbĂŒrgermeister Salomon in dessen Grußwort reagierte.

Der scheidende Direktor sieht es als Aufgabe einer Akademie an, immer wieder neu zu formulieren, „was der christliche Glaube zu gesellschaftlichen Herausforderungen zu sagen hat“ und dabei den Lebensfragen der Menschen zu begegnen. „Zu einfache Antworten“, so Thomas Herkert, „ sind immer falsch“.

Die letzten Worte des Festaktes blieben schließlich dem neuen Akademiedirektor Dr. Karsten Kreutzer vorbehalten, der versprach, auch unbequeme Dinge zur Sprache zu bringen und in den innerkirchlichen Dialog einzuspeisen, „wenn auch nicht immer öffentlich“.

FĂŒr den musikalischen Rahmen des Festaktes sorgten die „Swing Sisters“, die Big Band des St. Ursula Gymnasiums unter Leitung von Mark Timothy SchĂ€tzle, bevor der Dialog schließlich im Rahmen eines festlichen Empfangs in den RĂ€umen der Akademie fortgesetzt werden konnte.
 
 

 
Freiburg: Dichterer Takt am Megasamstag
Am Mega-Samstag, 7. Oktober, verdichtet die Freiburger Verkehrs AG (VAG) im SpĂ€tverkehr den Takt aller Stadtbahnlinien. Nach 22.30 Uhr wird auf allen Linien bis 0.30 Uhr alle 15 Minuten eine Straßenbahn fahren. Danach folgt dann in weiten Teilen des Stadtbahnnetzes der Nachtverkehr im 30-Minuten-Takt.
 
 

 
UnterstĂŒtzung fĂŒr Frauen in BedrĂ€ngnis
Luisa ist hier! – ab Oktober auch in Freiburg

Die TanzflĂ€che ist voller Leute, alle tanzen, feiern, haben Spaß. Im GedrĂ€nge wird eine Frau von einem Gast bedrĂ€ngt und weiß sich nicht zu helfen. Im lauten Club fĂ€llt das nicht auf. Solche VorfĂ€lle sind auch im Freiburger Nachtleben keine Seltenheit. Viele Frauen geben an, in Clubs und Diskotheken massiv belĂ€stigt oder bedrĂ€ngt zu werden.

Mit der Frage „Ist Luisa hier“? kann sich die Betroffene an Theken-Personal oder TĂŒrstehende wenden und bekommt UnterstĂŒtzung, um aus der unangenehmen Situation schnell heraus zu kommen, ohne sich groß erklĂ€ren zu mĂŒssen. Das Barpersonal kennt den Code-Satz und weiß dann, dass die Person Hilfe braucht. Die Betroffene wird in einen separaten Raum oder RĂŒckzugsort gebracht, wo in Ruhe besprochen wird, was vorgefallen ist, welche UnterstĂŒtzung gebraucht wird und was als nĂ€chstes passieren soll: eine Freundin oder einen Freund holen, ein Taxi rufen, den BelĂ€stiger des Clubs verweisen, den Frauen-Notruf wĂ€hlen oder die Polizei rufen. Die Frau bekommt Hilfe und wird nicht alleine gelassen.

Wer sich bedrĂ€ngt fĂŒhlt, kann mit „Ist Luisa hier?“ auf einfache Weise nach Hilfe fragen. Die Code-Frage soll nicht den Sachverhalt verschleiern, sondern eine Barriere ĂŒberwinden. Viele Betroffene schĂ€men sich, Opfer einer sexuellen BelĂ€stigung geworden zu sein, und denken, sie mĂŒssten selbst damit klar kommen. Der Code „Ist Luisa hier?“ ist ein zusĂ€tzliches Angebot fĂŒr mehr Sicherheit im Freiburger Nachtleben.

Initiiert wurde die Aktion vom Frauen-Notruf in MĂŒnster. Dort machen mittlerweile 45 Clubs mit. Die Teilnahme ist kostenfrei. In ganz Deutschland gibt es die Aktion in 28 StĂ€dten – und es werden immer mehr. In Freiburg ist die Kampagne an die Beratungsstelle „Frauenhorizonte – Gegen sexuelle Gewalt“ angebunden, dort können sich betroffenen Frauen auch melden. Clubs, die mitmachen und ihr Personal entsprechend schulen, sind an aushĂ€ngenden Plakaten und Aufklebern erkennbar; sie werden bundesweit gelistet.

Im Oktober startet die Aktion auch in Freiburg. „Luisa-ist-hier“ zĂ€hlt zu den Maßnahmen, die aus dem Runden Tisch Sicherheit im Freiburger Nachtleben hervorgegangen sind. Umgesetzt wird die Kampagne von „Frauenhorizonte – Gegen sexuelle Gewalt“, von der Stelle zur Gleichberechtigung der Frau, der Kommunalen KriminalprĂ€vention der Stadt, dem PolizeiprĂ€sidium und dem Netzwerk fĂŒr Gleichbehandlung. Finanziell unterstĂŒtzt wird die Kampagne aus dem Programm „Demokratie leben“.
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Kath.Akademie Freiburg unterstĂŒtzt Aufruf zur Enquete-Kommission "Fluchtursache"
100 TrĂ€gerinnen und TrĂ€ger des Bundesverdienstkreuzes fordern gemeinsam den neu gewĂ€hlten Deutschen Bundestag auf, eine Enquete-Kommission „Fluchtursachen“ einzurichten, um Maßnahmen und gesetzliche Initiativen zur Vermeidung von Fluchtursachen zu erarbeiten. Die Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg unterstĂŒtzt den Aufruf.

„Leider wurde im Wahlkampf hauptsĂ€chlich darĂŒber geredet, wie FlĂŒchtlinge abgewehrt werden können, wĂ€hrend die Ursachen, warum Menschen sich zu uns auf den Weg machen, nicht ernsthaft und systematisch ergrĂŒndet wurden. Wir sollten uns aber dringend damit beschĂ€ftigen, wie unsere Politik, unsere Wirtschaft und unser Ressourcenverbrauch die Lebensbedingungen in Afrika, Asien und SĂŒdamerika verschlechtern – oftmals so sehr, dass Menschen ihre Heimat verlassen mĂŒssen“, so Dr. Karsten Kreutzer, Direktor der Katholischen Akademie in Freiburg. In dem Aufruf der TrĂ€gerinnen und TrĂ€ger des Bundesverdienstkreuzes werden die Aufnahme von FlĂŒchtlingen und die BemĂŒhungen um die Integration der Menschen begrĂŒĂŸt. Allerdings dĂŒrfe sich die Politik jetzt nicht nur darauf konzentrieren, möglichst schnell die FlĂŒchtlingszahlen zu reduzieren. FĂŒr den Leiter der Katholischen Akademie ist klar, dass es vor allem europaweite Initiativen braucht, um diese Probleme lösen zu können. „Wir unterstĂŒtzen den Aufruf, weil wir dafĂŒr eintreten, dass das drĂ€ngende Problem der Fluchtursachen zu einem vorrangigen politischen Thema werden muss, gerade auch in den anstehenden Koalitionsverhandlungen. Umfassende konzeptionelle und parteiĂŒbergreifende Maßnahmen sind erforderlich, um dieser langfristigen Aufgabe gerecht zu werden“, so Karsten Kreutzer.

Auch der deutsche „Caritas-Bischof“, der Freiburger Erzbischof Stephan Burger, hat nach seinem Besuch in Jordanien klar gemacht, dass zu einer europĂ€ischen Strategie dazu gehört, in Entwicklungshilfe zu investieren, um die Situation in den HerkunftslĂ€ndern der FlĂŒchtlinge endlich zu verbessern und Konflikte zu befrieden. „Die Hilfsbereitschaft der Jordanier ist beeindruckend und macht deutlich, dass auch wir EuropĂ€er mehr leisten können und mĂŒssen"(1), so Erzbischof Burger abschließend.
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