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Sonntag, 7. März 2021
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Verschiedenes

 
VAG zieht Bilanz: 77 Millionen FahrgÀste
Schauinslandbahn erneut mit Rekordergebnis

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) konnte mit rund 77 Millionen FahrgĂ€sten im Jahr 2015 wieder an das Rekordergebnis des Jahres 2013 anknĂŒpfen. Entsprechend dem Plus bei den FahrgĂ€sten sind auch die Umsatzerlöse aus dem Bus- und Stadtbahnbetrieb und der Schauinslandbahn auf 57,36 Millionen Euro angewachsen.

Mit der Eröffnung der StadtbahnverlĂ€ngerung Messe bis zur Technischen FakultĂ€t am 11. Dezember wurde der erste Abschnitt des zweiten der vier anstehenden Neubauprojekte abgeschlossen. Die Bauarbeiten fĂŒr die Rotteckline starteten mit einem symbolischen Ersten Spatenstich am 15. Januar 2015.

Daneben wurde 2015 die Straßenbahnflotte der Freiburger Verkehrs AG um 6 neue Fahrzeuge des Typs Urbos der Firma CAF erweitert.

Diese Ergebnisse und Ereignisse prĂ€sentierte der Vorstand der VAG in der jĂŒngsten Aufsichtsratssitzung unter Leitung von OberbĂŒrgermeister Dr. Dieter Salomon.

Noch immer befindet sich die VAG mitten im grĂ¶ĂŸten Investitionsprogramm ihrer Geschichte. Neben der Rottecklinie stehen derzeit und in den kommenden Jahren die VerlĂ€ngerung der Stadtbahn Messe bis zur Rothaus Arena und die Stadtbahn „Waldkircher Straße“ auf dem Programm. Hinzu kommen umfangreiche Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen im Stadtbahnnetz, um die bestehende Infrastruktur zukunftsfĂ€hig zu erhalten.
Allerdings bringen ein wachsendes Stadtbahnnetz und eine Erweiterungen des Leistungsangebotes auch einen Mehrbedarf an Personal und Fahrzeugen mit sich.

Nachfrage

Mit rund 77 Millionen (statistisch ermittelten) FahrgÀsten im Jahr 2015 ist die VAG wieder auf dem hohen Niveau des Jahres 2013 angekommen. Im Vergleich zum Vorjahr, das unter anderem durch die zwanzigwöchige Betriebsunterbrechung in der Innenstadt beeintrÀchtigt war, wurde eine Steigerung um 1,64 Millionen FahrgÀste (+2,2 Prozent) erzielt.

Ertragslage

Die steigenden Fahrgastzahlen spiegeln sich in der Entwicklung der Erlöse wider. Im Vergleich zu 2014 sind die Umsatzerlöse (ÖPNV und Schauinslandbahn) auf 57,36 Millionen Euro gestiegen, was ein Plus von 2,3 Millionen Euro gegenĂŒber dem Vorjahr bedeutet.

Aufwendungen

Im Vergleich zum Jahr 2014 ist der Personalaufwand um rund 2,44 Millionen Euro gestiegen. Die Abweichung erklĂ€rt sich ĂŒberwiegend aus dem Tarifabschluss fĂŒr die BeschĂ€ftigten und einem Anstieg der Personalzahlen. Zum 31.12.2015 lag der Personalstand bei der VAG mit 803 aktiven BeschĂ€ftigten – darunter 27 Auszubildende und 54 AbrufkrĂ€fte – und damit um 19 höher als im Vorjahr.

Der Materialaufwand lag mit 17,5 Millionen Euro um gut eine Million Euro unter Plan und um 1,369 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Dieses Ergebnis rĂŒhrt vor allem von gĂŒnstigeren Treibstoff- und Energiepreisen her. Ein weiterer Grund fĂŒr die Abweichung zum Vorjahr ist ein erheblich verringerter Aufwand fĂŒr angemietete Fahrzeuge – 2014 wurden solche Leistungen fĂŒr den Schienenersatzverkehr wegen der Baustelle am Bertoldsbrunnen benötigt.

Jahresergebnis

Im Gesamtergebnis betrug der Jahresfehlbetrag der VAG 2015 16,57 Millionen Euro - ursprĂŒnglich geplant waren 22,4 Mio. Euro.

Angebot

Die Fahrgastzahlen sind ein gutes Indiz dafĂŒr, wie die Verkehrsdienstleistung bei den Kunden ankommt. Eine detaillierte KundeneinschĂ€tzung liefern jedoch reprĂ€sentative Befragungen wie beispielsweise das ÖPNV Kundenbarometer von „TNS Infratest“. Bei der Befragung 2015 schnitt die VAG beim Mittelwert ĂŒber alle Einzelbewertungen („Globalzufriedenheit“) mit einem „Sehr gut“ ab und lag mit einem Wert von 2,43 deutlich ĂŒber dem ÖPNV-Branchendurchschnitt von 2,88.

Ein wichtiges Kriterium fĂŒr den Erfolg von Bus und Stadtbahn ist der einfache Zugang und die leichte Handhabung des Angebotes fĂŒr die Kundinnen und Kunden. Seit Februar 2015 ist der Fahrscheinkauf direkt aus den Fahrplan-Apps von RVF und VAG möglich. Zudem werden in der „VAG mobil“-App seit MĂ€rz 2015 Echtzeitdaten verarbeitet. Das bedeutet, dass neben den geplanten Abfahrtszeiten nun auch angezeigt wird, wenn ein Fahrzeug mit VerspĂ€tung unterwegs ist.

Mit der EinfĂŒhrung des VAG Blogs wird das Angebot auch im Bereich Social Media weiter ausgebaut. Die BeitrĂ€ge greifen interessante und aktuelle Themen aus den verschiedensten Unternehmensbereichen auf und geben tiefere Einblicke rund um die VAG und ihre vielfĂ€ltigen Angebote. (http://blog.vag-freiburg.de/)

SpĂ€testens seit GrĂŒndung der Dachmarke „FREI.MOBIL by VAG“ in diesem Jahr entwickelt sich die VAG mehr und mehr hin zu einem umfassenden MobilitĂ€tsdienstleister. Ein erster Schritt in diese Richtung war die Kooperation mit dem Energiedienstleister badenova und mit IKEA bei dem im Dezember 2013 gestarteten Pilotprojekt zur ElektromobilitĂ€t. IKEA-Kunden, die einen tagesgĂŒltigen Fahrschein vorweisen, können ihre MöbeleinkĂ€ufe kostenlos mit einem Elektroauto nach Hause fahren.
Gegen Ende der zweijĂ€hrigen Testphase kann eine positive Bilanz gezogen werden: Im Schnitt wird von diesem ebenso umweltfreundlichen wie praktischen Angebot 2,4 Mal pro Öffnungstag Gebrauch gemacht. Nach Ende des Testlaufes wird das Projekt unter der neuen Dachmarke „FREI.MOBIL“ und IKEA Freiburg zunĂ€chst fĂŒr weitere zwei Jahre fortgefĂŒhrt.

Neben dem regulĂ€ren Fahrplanangebot war die VAG im Jahr 2015 wieder bei zahlreichen Events mit Sonderverkehren prĂ€sent. So zum Beispiel beim Open-Air Konzert von Herbert Grönemeyer, bei der FrĂŒhjahrs- und Herbstmesse und vielen weiteren Konzerten und Veranstaltungen auf der Messe. Dank der am 11. Dezember 2015 eröffneten Stadtbahn bis zur Technischen FakultĂ€t sind Veranstaltungen rund um das MessegelĂ€nde jetzt noch bequemer mit dem Öffentlichen Nahverkehr erreichbar.

Auch beim MEGA-Samstag, beim Zelt-Musik-Festival oder in der Silvesternacht, als mehr als 9.000 Feiernde zwischen 0.30 und 4.30 Uhr die Nacht zum Tag machten, waren die Zusatzangebote der VAG gefragt.

Baumaßnahmen, Fahrzeuge und Fahrzeugtechnik

Das Jahr 2015 stand vorwiegend im Zeichen des Spatenstichs fĂŒr die Rottecklinie, der Eröffnung der Stadtbahn Messe und der Ankunft von sechs neuen Stadtbahnfahrzeugen.

Rottecklinie

Mit dem „Ersten Spatenstich“ gaben am 15. Januar OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon, StaatssekretĂ€rin Gisela Splett, MdL (Ministerium fĂŒr Verkehr und Infrastruktur), Baudirektor Thiemo Disl (Bundesministerium fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur) sowie die VorstĂ€nde der Freiburger Verkehrs AG, Helgard Berger und Stephan Bartosch sowie BaubĂŒrgermeister Professor Martin Haag, den Startschuss fĂŒr den Bau der Stadtbahn Rotteckring. Die neue rund 1,9 Kilometer lange Trasse fĂŒhrt von der Kronenstraße kommend ĂŒber den Rotteckring, den Fahnenbergplatz und den Friedrichring bis zum Siegesdenkmal. Die ersten Arbeiten konzentrierten sich auf den Abriss der KronenbrĂŒcke und dem Gleisbau in der Werthmannstraße. Dieser erste rund 400 Meter lange Gleisabschnitt wurde im Jahr 2015 fertiggestellt.

Urbos 100

Fast genau zwei Jahre nach der Unterzeichnung des Vertrags zwischen der VAG und dem spanischen Hersteller CAF ĂŒber den Kauf von 12 Stadtbahnfahrzeugen traf in der Nacht vom 16. auf den 17. MĂ€rz das erste Fahrzeug ein. Bis Juli waren die ersten sechs Fahrzeuge in Freiburg eingetroffen. Nachdem alle Fahrpersonale geschult waren gingen die Urbos 100 nach und nach in den Linienverkehr. Seit Eröffnung der Stadtbahn Messe sind nun tĂ€glich fĂŒnf im Linieneinsatz.

Stadtbahn Messe

Mit einem großen Eröffnungsfest begann am 11. Dezember 2015 das Stadtbahnzeitalter im Stadtteil Mooswald. Die 1,55 Kilometer lange Neubaustrecke der VAG verbessert die VerkehrsverhĂ€ltnisse in den Freiburger Stadtteilen StĂŒhlinger, Betzenhausen, Mooswald und BrĂŒhl/Beurbarung entscheidend. Wieder einmal zeigte sich, dass von einer neuen Stadtbahnlinie immer auch eine Impulswirkung fĂŒr die stĂ€dtebauliche Aufwertung des betreffenden Quartiers ausgeht. Der Mooswald hat in den letzten Jahren mit zahlreichen Projekten wie Sternenhof und Westarkaden oder der Entwicklung der 11. FakultĂ€t das Gesicht nachhaltig verĂ€ndert. Jetzt kommen die Klinikprojekte entlang der Breisacher Straße und weitere Vorhaben dazu. Die Stadtbahn gehört in diesen Kontext; sie ist ein wichtiger Motor fĂŒr eine gute Stadtentwicklung und fĂŒr stĂ€dtebauliche QualitĂ€t des Stadtteils Mooswald und der ĂŒbrigen westlichen Stadtteile.

Laufender Unterhalt

Auch das bestehende Netz will gepflegt sein. Daher werden jedes Jahr Streckensanierungen durchgefĂŒhrt. So tauschte die VAG im Jahr 2015 unter anderem im Kreuzungsbereich der ZĂ€hringer Straße mit der Offenburger und der Waldkircher Straße die Gleise und eine Weiche aus.

Daneben werden in den wĂ€rmeren Monaten zumeist in Nachtarbeit routinemĂ€ĂŸig Aufschweißungen im Schienennetz vorgenommen. Der Verschleiß ist unter anderem von der jeweiligen Streckencharakteristik und der Anzahl der in einem Abschnitt fahrenden Fahrzeuge abhĂ€ngig.

An einigen Stellen der ZĂ€hringer Strecke wurden Verschleißbilder beobachtet, die stĂ€rker waren, als erwartet. In den vergangenen Monaten hat sich der Verschleiß hier jedoch deutlich verlangsamt und sich den â€žĂŒblichen“ Werten angenĂ€hert, wobei generell die Abnutzung entsprechend den höheren Beförderungsleistungen im Netz zugenommen hat.

Schauinslandbahn: erneut Rekordjahr

Die Angebote und Leistungen der Schauinslandbahn wurden auch 2015 weiter gut angenommen.
So konnte das Rekordergebnis der Schauinslandbahn aus dem Vorjahr 2015 nochmals deutlich verbessert werden. Mit 339.309 FahrgÀsten wurde der Vorjahreswert um 28.537 (+ 9,2 Prozent) gesteigert. Entsprechend erreichten auch die Erlöse mit 1,44 Millionen Euro eine neue Höchstmarke.
 
 

 
Jahresbilanz 2015 der Stadtwerke Freiburg GmbH
Das Unternehmensergebnis der Stadtwerke Freiburg GmbH wird von der GeschÀftsentwicklung ihrer Tochtergesellschaften Freiburger Verkehrs AG (VAG), Stadtwerke Freiburg BÀder GmbH (StwB), Abwasser Freiburg GmbH (AWF) und Flugplatz Freiburg Breisgau GmbH (FFB) sowie dem Ergebnis aus der Beteiligung der der badenova AG & Co. KG bestimmt.

Neben dem Defizit der VAG von -16,57 Mio.€ trĂ€gt die Stadtwerke Freiburg GmbH auch die Verluste der Stadtwerke Freiburg BĂ€der GmbH i.H.v. -4,24 Mio.€ und der Flugplatz Freiburg Breisgau GmbH i.H.v. -392 T€. Dagegen erhĂ€lt sie aus ihrer Beteiligung an der badenova AG & Co. KG ErtrĂ€ge i.H.v. 16,81 Mio.€.

Die Stadtwerke Freiburg GmbH schließt das GeschĂ€ftsjahr 2015 mit einem Jahresfehlbetrag i.H.v. -8,12 Mio.€ ab.

Aufgrund des Stadtbahnausbauprogramms bis 2020, der fortgesetzten Kosten der BĂ€derbetriebe sowie der ĂŒber die Jahre leicht rĂŒcklĂ€ufigen BeteiligungsertrĂ€ge an der badenova wird die Stadtwerke auch in den Folgejahren mit JahresfehlbetrĂ€gen abschließen.
 
 

 
Freiburg: NotunterkĂŒnfte fĂŒr FlĂŒchtlinge werden nach und nach geschlossen
Momentan keine weiteren festen UnterkĂŒnfte geplant

Das Ende der NotunterkĂŒnfte fĂŒr geflohene Menschen ist in Sicht. Denn nach knapp fĂŒnf Monaten Bauzeit nimmt die stĂ€dtische Unterkunft in der Ingeborg-Drewitz-Allee im Rieselfeld demnĂ€chst die ersten Menschen auf. Hinzu kommen in den nĂ€chsten Wochen die neuen Wohnheime in der Merzhauser Straße, am Kappler Knoten, in der Zinkmattenstraße und der Bötzinger Straße 50a. Sie ermöglichen es, schrittweise die NotunterkĂŒnfte zu schließen. Nach und nach werden die Bewohnerinnen und Bewohner der NotunterkĂŒnfte in der Waltershofener Straße, das Erdgeschoss in der Lörracher Straße, der Haslacher Straße und der Stadthalle in die neuen UnterkĂŒnfte umziehen. Die Stadthalle soll als Reserveunterkunft vorgehalten werden.

Beim Umzug berĂŒcksichtigt die Stadtverwaltung unter anderem, dass Kinder, die bereits die Schule besuchen, möglichst nicht ihre Schule wechseln mĂŒssen. Auch sollen wie bisher die Wohnheime gemischt mit Familien und Einzelpersonen sowie unterschiedlicher Herkunft belegt werden. Die neuen Wohnheime ermöglichen auch, dass aus anderen, rĂ€umlich beengten UnterkĂŒnften Schutzsuchende umziehen können.

Die Einrichtung von NotunterkĂŒnften war notwendig gewesen, weil im Laufe des letzten Jahres dringend KapazitĂ€ten fĂŒr die Versorgung von FlĂŒchtlingen notwendig gewesen waren. Sie waren schnell und einfach zu errichten, aber nur provisorisch ausgestattet. Dies geht zu Lasten der PrivatsphĂ€re der Bewohnerinnen und Bewohner. Denn meistens sind nur GemeinschaftsrĂ€ume ohne RĂŒckzugsorte vorhanden. Außerdem sind NotunterkĂŒnfte im Vergleich zu regulĂ€ren Wohnheimen im Betrieb deutlich teurer. So gibt es zum Beispiel in den NotunterkĂŒnften keine KĂŒchen fĂŒr die Bewohnerinnen und Bewohner, so dass sie nicht selbst kochen, sondern nur zentral ĂŒber Kantinen versorgt werden können.

An weiteren UnterkĂŒnften ist jetzt nur noch diejenige in der Wirthstraße in der Planung. Sie war wie die anderen Holzbauten in der Gundelfinger Straße, der Merzhauser Straße und in Tiengen konzipiert worden und sollte mit einer schnell zu installierenden Stromheizung ausgestattet werden. Da aktuell weniger Schutzsuchende nach Freiburg kommen und damit etwas mehr Zeit fĂŒr die Planung vorhanden ist, wird geprĂŒft, ob das Energiekonzept verĂ€ndert werden kann. So könnte die WĂ€rmeversorgung aus dem direkt in der Nachbarschaft stehenden Blockheizkraftwerk kommen. Diese PlanĂ€nderung verschiebt die Fertigstellung des Baus um etwa drei bis vier Monate. Vor Oktober werden daher auf dem GrundstĂŒck voraussichtlich auch keine Arbeiten stattfinden. Weitere UnterkĂŒnfte sind momentan nicht in Planung.

Derzeit sind in Freiburg circa 3.500 Schutzsuchende in stĂ€dtischen Einrichtungen und Wohnungen untergebracht. Die Planung der Stadt geht ab Oktober dieses Jahres bis Ende 2017 von einer Zuweisung vom Land von monatlich 50 Personen aus. Ab 2018 wird mit 25 zugewiesenen FlĂŒchtlingen pro Monat gerechnet. Bleibt es bei diesen Zahlen, ist die Stadt in der Lage, die Unterbringung der FlĂŒchtlinge bis in die zweite JahreshĂ€lfte 2017 sicherzustellen, ohne weitere Wohnheime bauen zu mĂŒssen. Dabei sind die PlĂ€tze in der Notunterkunft in der Stadthalle eingerechnet.

Die Planung ist allerdings abhĂ€ngig von der weiteren Entwicklung der FlĂŒchtlingssituation, die Stadtverwaltung passt sie regelmĂ€ĂŸig an. Bereits im Mai dieses Jahres hatte die Stadt auf die sinkenden FlĂŒchtlingszahlen reagiert und den geplanten Bau der UnterkĂŒnfte im Ranckackerweg, in Waltershofen und am Friedhofsparkplatz in St. Georgen nicht mehr verfolgt.
 
 

 
Freiburger Abfallbilanz: Am wenigsten MĂŒll im Land
Freiburg ist Spitze. Zumindest wenn es um die MĂŒllvermeidung geht. Mit einer Abfallmenge von 110 Kilogramm Rest- und SperrmĂŒll pro Person liegt die Stadt an erster Stelle unter den kreisfreien GroßstĂ€dten in BadenWĂŒrttemberg. Damit produzieren die Freiburgerinnen und Freiburger 33 Kilogramm weniger Abfall als sonst die Menschen im Land. Der Mittelwert liegt bei 143 Kilogramm pro Person und somit um 23 Prozent höher. Diese Zahlen veröffentlichte das Umweltministerium Baden-WĂŒrttemberg Ende Juli. BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik zeigt sich erfreut ĂŒber das wiederholt gute Ergebnis. Sie sieht darin eine BestĂ€tigung des Freiburger AbfallgebĂŒhrensystems, bei dem sich die Kosten nach HaushaltsgrĂ¶ĂŸe und RestmĂŒllmenge richten und Abfalltrennung und –vermeidung belohnt werden. „Nicht zuletzt ist dies auch ein großer Erfolg der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, denen ich dafĂŒr danken möchte,“ betont Stuchlik.

Doppelt so viele Problemstoffe wie im Landesdurchschnitt sammelten die mobilen Schadstoffsammlungen und die Recyclinghöfe. Hierzu zĂ€hlen unter anderem Altfarben, Chemikalien, Altbatterien und Altöle. Auch beim Sammeln von Bioabfall konnte seit 2000 eine enorme Steigerung von 48 Prozent erzielt werden. Die Menge der in der Biotonne gesammelten AbfĂ€lle stieg von damals 10.200 Tonnen auf 15.100 Tonnen im letzten Jahr. Freiburg liegt damit im Vergleich auf einem Spitzenplatz und ĂŒbertrifft den Landesdurchschnitt um 51 Prozent.

Gute Ergebnisse erzielte die Stadt auch bei der Sammlung von Altpapier und Altglas. Mit 91 Kilogramm Altpapier pro Einwohner liegt die Stadt um 14 Prozent höher als der Landesdurchschnitt. Die Menge an erfasstem Altglas liegt mit 30 Kilogramm pro Person ebenfalls deutlich ĂŒber dem Landesmittel.

Lediglich die Pro-Kopf-Menge an Elektroschrott liegt unter dem Landesdurchschnitt. In ganz Freiburg wurden 1.641 Tonnen Elektro- und ElektronikkaltgerÀte gesammelt. Dies bedeutet einen Anteil von 7 Kilogramm pro Person und damit einen Kilogramm weniger als der Durchschnitt.

Die Stadt erreicht eine ĂŒberdurchschnittliche Recyclingquote von 69 Prozent. Sie ergibt sich aus dem VerhĂ€ltnis von AbfĂ€llen zur Beseitigung wie Rest- und SperrmĂŒll und dem recycelbaren AbfĂ€llen. Die Bandbreite der Abfallverwertung reicht dabei von der Kompostierung von Kartoffelschalen bis zur Nutzung der Einzelteile zerlegter Computern.
 
 

 
Bodensee: Badespaß rund um den See
Zwischen Palmen und Hibiskus glitzert das Wasser in der Sonne an Deutschlands grĂ¶ĂŸtem Binnensee. Rund um den Bodensee gibt es unzĂ€hlige Möglichkeiten, den Sommer am Wasser zu genießen. Etwa am Naturstrand Friedrichshafen-Manzell, wo man echten Bodenseesand unter den FĂŒĂŸen spĂŒrt. Besonders schön ist der Ausblick vom Strandbad Reichenau, vor allem wenn die untergehende Sonne den See in Rot- und Lilatöne taucht. Außergewöhnlich ist auch das Strandbad in Unteruhldingen – dort badet man in nĂ€chster NĂ€he zum UNESCO-Weltkulturerbe Pfahlbauten. Aber am besten findet jeder seinen persönlichen Lieblingsplatz am „See“, wie der Bodensee von den Einheimischen kurz genannt wird.
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Ebnisee: Baden auf den Spuren der FlĂ¶ĂŸerei
Mitten im SchwĂ€bischen Wald und nicht weit von Stuttgart liegt der Ebnisee. Der See lĂ€dt im Sommer nicht nur zum Baden oder Boot fahren ein, er erzĂ€hlt auch von der Bedeutung des Waldes und der FlĂ¶ĂŸerei in vergangenen Zeiten. Bereits im 18. Jahrhundert als Stausee angelegt, diente der Ebnisee ursprĂŒnglich als Sammelpunkt fĂŒr die geschlagenen BĂ€ume aus dem Wald. Von hier wurden die StĂ€mme ĂŒber die FlĂŒsse Rems und Neckar bis in die ResidenzstĂ€dte Stuttgart und Ludwigsburg geflĂ¶ĂŸt.
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Karlsruhe: Info-Kanal fĂŒr Jenny und Co.
Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe hat eigene Facebook-Seite

Elefanten, EisbÀren und Papageien können ab sofort geliked werden: Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe startet mit einer eigenen Seite beim sozialen Netzwerk Facebook. Ein Klick auf den GefÀllt-mir-Button und Nutzer erhalten Meldungen aus dem Zoologischen Stadtgarten. Zu finden ist die Seite auf Facebook unter www.facebook.com/zoo.stadtgarten.karlsruhe.

"Wir möchten so noch ein StĂŒck nĂ€her zu den Menschen kommen. Unsere Facebook-Freunde werden wir kontinuierlich ĂŒber Neues informieren und unterhalten", erlĂ€utert Zoo-Direktor Dr. Matthias Reinschmidt. "Wir freuen uns sehr darĂŒber, dass die Gesamtanlage mit Zoo und Stadtgarten nun bei Facebook vertreten ist und damit viele Menschen zusĂ€tzlich erreicht", betont Gartenbauamtsleiter Helmut Kern. "Die sozialen Netzwerke sind ein wichtiger Medien-Kanal in allen Altersgruppen geworden. Wir möchten uns dieser Möglichkeit öffnen, fĂŒr den Zoo Begeisterung wecken und den GĂ€sten neben den ĂŒblichen Kommunikationswegen einen neuen eröffnen", ergĂ€nzt Reinschmidt. Die Inhalte können dabei sehr verschieden sein. Aktuelle Tier-Bilder, Videos, Hinweise auf Sonderveranstaltungen oder interessante Fakten rund um den Zoo sollen die Facebook-Seite mit Leben fĂŒllen.

Was sich im Zoologischen Stadtgarten tut, wird sich wie bisher zudem auf der Facebook-Seite der Stadt (www.facebook.com/stadtverwaltung.karlsruhe) finden, etwa wichtige Etappen im Entwicklungskonzept Zoologischer Stadtgarten, ein Blick in die Kinderstube des Zoos oder auch Veranstaltungen in der Anlage. Gut informiert sein werden die Nutzer beider Facebook-Seiten. Auf den neuen Seiten werden alle Meldungen zum Zoologischen Stadtgarten geteilt.
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Gemeinsame Vormundschaft von zwei PflegemĂŒttern
LSVD begrĂŒĂŸt StĂ€rkung des Kindeswohls

Zu der jetzt bekannt gewordenen Entscheidung des Amtsgerichts MĂŒnchen vom 18.05.2016 zur gemeinsamen Wahrnehmung der Vormundschaft durch eingetragene Lebenspartnerinnen erklĂ€rt Sandro Wiggerich, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

"Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) begrĂŒĂŸt die Entscheidung des Amtsgerichts MĂŒnchen, das zwei Partnerinnen einer eingetragenen Lebenspartnerschaft gemeinsam als VormĂŒnder bestellt hat. Indem das Gericht den beiden PflegemĂŒttern die rechtliche Sorge fĂŒr das Kind ĂŒbertrĂ€gt, erkennt es die gesellschaftliche NormalitĂ€t von Regenbogenfamilien an. Gleichzeitig verwirklicht es die stĂ€ndige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, wonach die behĂŒteten VerhĂ€ltnisse einer eingetragenen Lebenspartnerschaft das Aufwachsen von Kindern ebenso fördern können wie die einer Ehe.

Der LSVD fordert den Gesetzgeber auf, die gesellschaftliche RealitĂ€t von Regenbogenfamilien anzuerkennen und durch Öffnung der Ehe die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare zu beenden. Es ist unwĂŒrdig, wenn sich Lebenspartnerinnen und Lebenspartner die Achtung der Grundrechte fĂŒr ihre Familien stets aufs Neue gerichtlich erkĂ€mpfen mĂŒssen.

Bisher konnten in der Regel nur Ehegatten gemeinschaftlich zu VormĂŒndern bestellt werden. Hierin lag eine Diskriminierung von eingetragenen Lebenspartnern, die bereits in vielen FĂ€llen die soziale Elternrolle auch fĂŒr Pflegekinder ĂŒbernehmen. Die Bestellung beider PflegemĂŒtter verwirklicht in besonderem Maße das Kindeswohl, da sich beide gleichwertig um ihr Pflegekind kĂŒmmern. Dies zeigt sich auch daran, dass es in diesem Fall ausdrĂŒcklicher Wunsch des Kindes war, dass seine beiden PflegemĂŒtter fĂŒr ihn Entscheidungen treffen können.

In dem in MĂŒnchen entschiedenen Fall lebt das Kind bereits seit acht Jahren bei den PflegemĂŒttern; die Vormundschaft hatte bislang ein katholischer Verein. Pflegeeltern können nur in Angelegenheiten des tĂ€glichen Lebens des Kindes von untergeordneter Bedeutung selbst entscheiden, wĂ€hrend das Sorgerecht in allen bedeutenderen Fragen – etwa bei der Wahl der Schulform oder notwendigen medizinischen Behandlungen – vom Vormund ausgeĂŒbt wird."

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist ein BĂŒrgerrechtsverband und vertritt die Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt – wir wollen, dass LSBTI als selbstverstĂ€ndlicher Teil gesellschaftlicher NormalitĂ€t akzeptiert und anerkannt werden.
 
 



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