Prolixletter
Montag, 1. März 2021
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Verschiedenes

 
Welttag der Migranten und FlĂŒchtlinge 2017
Schutz, Partizipation und Integration

AnlĂ€sslich des Welttags der Migranten und FlĂŒchtlinge am 15. Januar 2017 erklĂ€rt Benjamin Rottmann, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

"Unter den vielen GeflĂŒchteten gibt es natĂŒrlich auch lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und/oder intergeschlechtliche (LSBTI) FlĂŒchtlinge, die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung Schutz in Deutschland suchen. Die Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung bzw. GeschlechtsidentitĂ€t ist ein anerkannter Asylgrund und kann ein zusĂ€tzliches Motiv oder der Hauptgrund fĂŒr die Flucht sein. In Deutschland ist das gesellschaftliche Klima gespalten. Neben weiterhin großer Hilfsbereitschaft artikuliert sich offener Hass und es gibt ein erschreckendes Ausmaß rassistischer Angriffe auf FlĂŒchtlingseinrichtungen und GeflĂŒchtete. Dem sind auch LSBTI-FlĂŒchtlinge erlebenausgesetzt. ZusĂ€tzlich machen sie spezifische homo- und transphobe Erfahrungen in den UnterkĂŒnften, im öffentlichen Raum oder im Asylverfahren. Weiterhin gibt es einen Antragsstau und oft lange Wartezeiten beim Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (BAMF). Zudem ist die QualitĂ€t der BAMF-Entscheidungen oft mangelhaft, sodass GeflĂŒchtete oftmals den Rechtsweg beschreiten mĂŒssen.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) setzt sich fĂŒr kultursensibel gefĂŒhrte und qualifizierte Asylverfahren ein. Alle am Asylverfahren Beteiligten sollten ĂŒber die Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung und GeschlechtsidentitĂ€t als anerkannten Asylgrund im Bilde sein und die spezifischen Schwierigkeiten und die Rechtsprechung kennen. Neben qualifizierter Ausbildung fordert der LSVD eine LSBTI-inklusive ErstinformationsbroschĂŒre, die online verfĂŒgbar sein sowie in Erstaufnahmeeinrichtungen, im BAMF und den UnterkĂŒnften ausliegen sollte.

Die Behörden mĂŒssen zudem alle Anstrengungen unternehmen, damit GeflĂŒchtete keine Gewalt erfahren, ob außer- oder innerhalb der UnterkĂŒnfte. MenschenwĂŒrdige UnterkĂŒnfte mit einem ausreichenden BetreuungsschlĂŒssel wĂŒrden zudem allen FlĂŒchtlingen zu gute kommen und zu einem weniger angespannten Umfeld fĂŒhren. FĂŒr die Aufnahmeeinrichtungen mĂŒssen Gewaltschutzkonzepte umgesetzt werden, um den negativen Folgen des beengten Lebens ohne PrivatsphĂ€re entgegenzuwirken. Diese mĂŒssen Gruppen mit erhöhtem Diskriminierungsrisiko wie LSBTI besser berĂŒcksichtigen. Sie mĂŒssen als besonders schutzbedĂŒrftige Gruppe anerkannt werden.

Alle TrĂ€ger der Einrichtungen mĂŒssen verbindliche Mindeststandards einhalten, etwa verbindliche und kommunizierte Hausordnungen in mehreren Sprachen, die ein rĂŒcksichtsvolles und diskriminierungsfreies Zusammenleben einfordern. Als Orientierung sollten dabei die im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz genannten Merkmale dienen. Zu einem LSBTI-inklusiven Gewaltschutzkonzept gehört sensibilisiertes Personal. Bei einer GefĂ€hrdungslage oder GewaltvorfĂ€llen mĂŒssen SchutzrĂ€ume zur VerfĂŒgung stehen und eine zĂŒgige Verlegung in Einzelzimmer oder andere UnterkĂŒnfte ermöglicht werden. Straftaten mĂŒssen geahndet werden. Auch um GefĂ€hrdungen vorzubeugen, vor allem aber um soziale Kontakte zu stĂ€rken, Integration und freie Entfaltung zu fördern, fordert der LSVD die Aufhebung der Residenzpflichten fĂŒr FlĂŒchtlinge.

Viele FlĂŒchtlinge kommen aus LĂ€ndern, in denen sich demokratische Traditionen kaum entfalten konnten, in denen gleichgeschlechtliche Beziehungen strafrechtlich verboten sind und LSBTI staatlich und gesellschaftlich massiv verfolgt werden. Auch wenn die Menschen vor UnterdrĂŒckung, vor undemokratischen ZustĂ€nden oder Krieg in ihrer Heimat flĂŒchten, haben viele von ihnen gesellschaftliche PrĂ€gungen ihrer HerkunftslĂ€nder mit im kulturellen GepĂ€ck, z.B. hinsichtlich Geschlechterrollen oder Einstellungen zu unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen IdentitĂ€ten. Das schmĂ€lert nicht ihren Anspruch auf menschenwĂŒrdige Aufnahme und ihr Recht, Asyl zu beantragen und bei Vorliegen der Voraussetzungen Schutz zu erhalten. Es bedeutet aber, dass es eine Politik des Hinsehens und gezielte Integrationsangebote geben muss.

ZusĂ€tzlich zur IntegrationsunterstĂŒtzung bei Bildung, Arbeitsmarkt und Wohnen ist ein unabdingbarer Aspekt von Integration auch das gesellschaftliche Miteinander und das Sichern eines dem Grundgesetz verpflichteten Zusammenlebens. SĂ€mtliche Programme zur Integration sowie Materialien zum Spracherwerb sind auch darauf auszurichten, dass sie fĂŒr Demokratie, Vielfalt und individuelle Freiheitsrechte einschließlich des Respekts fĂŒr LSBTI werben. Die Rechte und die Situation von LSBTI mĂŒssen verpflichtendes Thema in den Integrationskursen sein und dort angemessen breit thematisiert werden. Das stĂ€rkt auch LSBTI unter den FlĂŒchtlingen dabei, sich in unserer Gesellschaft zu entfalten. Es ist sicherzustellen, dass Sprach- und Orientierungskurse ausreichend und ĂŒberall angeboten sowie von interkulturell qualifiziertem, fĂŒr LSBTI sensibilisiertem Personal durchgefĂŒhrt werden. Integrationskurse mĂŒssen zudem von Anfang an allen Schutzsuchenden offenstehen, sonst geht wertvolle Zeit verloren."
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Fortbildung in Freiburg
22. Ausgabe des Freiburger Kursbuches neu erschienen.

Der Winter ist da - Zeit fĂŒr die persönliche und berufliche Weiterbildung. Zahlreiche Kursanbieter hierfĂŒr findet man im Freiburger Kursbuch.

Seit 11 Jahren prĂ€sentieren sich in der bewĂ€hrten Kombination von Druck- und Online-Ausgabe zahlreiche große und kleine Kursanbieter, die in Sachen Aus-, Fort- und Weiterbildung interessant sind. Hierbei werden die vielfĂ€ltigsten Lebensbereiche von Arbeit, Beruf, Bildung ĂŒber Sprachen, Gesundheit, Körper, Selbsterfahrung bis hin zu Kunst, Tanz und Theater abgedeckt. Einfacher können Kurssuchende und Kursanbietende nicht zueinander finden.

Die 22. Ausgabe fĂŒr das erste Halbjahr 2017 liegt wieder gratis an ĂŒber 100 Stellen im gesamten Stadtgebiet zur Mitnahme aus. ZuverlĂ€ssig erhĂ€lt man es in der Rathausinformation und im BĂŒrgerinformationsamt.

Wer kein Exemplar ergattern kann, findet alle Informationen auch bequem in der Online-Ausgabe unter freiburger-kursbuch.de, in der zudem alle enthaltenen Kursangebote laufend aktualisiert und durch aktuelle Meldungen ergÀnzt werden.
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ÜberwĂ€ltigende Mehrheit fĂŒr Eheöffnung und Akzeptanzförderung an Schulen
Bundesregierung mit Kanzlerin Merkel mĂŒssen die bestehende Ungleichbehandlung beenden

Zum Auftakt ihres Themenjahres „Gleiches Recht fĂŒr jede Liebe“ hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes heute erste Ergebnisse einer Studie ĂŒber die Einstellungen der Bevölkerung gegenĂŒber Lesben, Schwulen und Bisexuellen vorgestellt. Dazu erklĂ€rt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

"Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) freut sich sehr, dass eine ĂŒberwĂ€ltigende Mehrheit die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare ablehnt. Das bestehende Eheverbot und das Verbot der gemeinschaftlichen Adoption stehen im Widerspruch zum Gleichbehandlungsgrundsatz unserer Verfassung. Es geht nicht um Sonderrechte, sondern um lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llige Gleichstellung. Die Union ist die einzige Bundestagspartei, die aus ideologischen GrĂŒnden und substanzlosen Scheinargumenten dafĂŒr sorgt, dass sich Deutschland bei der #EheFĂŒrAlle immer weiter von der demokratischen Wertegemeinschaft isoliert. Der LSVD fordert die Bundesregierung mit Kanzlerin Merkel dazu auf, die Ehe durch die ErgĂ€nzung von §1353 im BĂŒrgerlichen Gesetzbuch fĂŒr gleichgeschlechtliche Paare endlich zu öffnen. Dies wĂ€re mit ihrem Koalitionspartner SPD noch in dieser Legislatur möglich.

Es stimmt hoffnungsvoll, dass sich 90% der Bevölkerung von zahlreichen faktenfreien und diffamierenden Kampagnen unbeeindruckt zeigen und eine die Akzeptanzförderung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt an Schulen befĂŒrworten. Landesregierungen und LehrkrĂ€fte sollten sich von rhetorischen ScharfschĂŒtzen und schrillen Allianzen aus rechtspopulistischen, religiös fundamentalistischen und antifeministischen Hardlinern nicht verunsichern lassen. Lesben, Schwule, bisexuelle, trans* und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) sind Teil der gesellschaftlichen Vielfalt, sie sind gleichwertig und gleichberechtigt. Diese Botschaft gilt es aktiv zu vermitteln.

Die Schule, als Ort der Wertevermittlung, ist umso wichtiger, da die Studie auch zeigt, dass es 40% der Befragten unangenehm wĂ€re, wenn die eigenen Kinder lesbisch oder schwul wĂ€ren. Der LSVD ist davon ĂŒberzeugt, dass Kindergarten und Schule wichtige Orte sind, gesellschaftliche Vielfalt und individuelle WertschĂ€tzung aktiv zu lernen und zu leben. Es entsteht somit eine Generation mit einem offenen und demokratischen Wertebild, darĂŒber hinaus wĂŒrde es auch Kinder und Jugendliche bei einem familiĂ€ren Coming-out stĂ€rken.

Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse auch, dass Alltagshomophobie noch weit verbreitet ist. So finden es 38% eklig, wenn zwei MĂ€nner sich kĂŒssen, 28% wenn zwei Frauen sich kĂŒssen. Das zeigt, wie weit die Bevölkerung in Deutschland doch noch von selbstverstĂ€ndlicher Akzeptanz von vielfĂ€ltigen Lebensweisen entfernt sind.

Diskriminierungserfahrungen von LSBTI sind zudem vielfĂ€ltig und erschöpfen sich nicht in Homo- und Transphobie. LSBTI sind keine homogene Gruppe. Es hat zum Beispiel Auswirkungen auf ihren Alltag und ihre Erfahrungen, welche Hautfarbe sie haben, welche Religion sie leben, ob sie die deutsche StaatsbĂŒrgerschaft haben oder um Asyl und Aufenthalt kĂ€mpfen, ob sie mit Kinder oder ohne leben, in der Großstadt oder auf dem Land. Eine freie Gesellschaft muss allen Menschen garantieren, jederzeit an jedem Ort ohne Angst und Anfeindung verschieden sein zu können. An dieser Garantie gilt es intensiv zu arbeiten."
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Freiburg: Zweite HĂŒrde geschafft
Freiburg im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesbildungsministeriums als Teilnehmerstadt ausgewĂ€hlt

Das Projekt fördert die Entwicklung konkreter Konzepte fĂŒr eine lebenswerte, zukunftsfĂ€hige und nachhaltige Stadt Freiburg 2030

Wie soll die Stadt von morgen aussehen? Um diese Frage geht es im Wettbewerb „Zukunftsstadt“, den das Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung im Wissenschaftsjahr 2015 startete. 51 ausgewĂ€hlte StĂ€dte, Gemeinden und Landkreise entwickelten in der ersten Phase gemeinsam mit BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern, Wissenschaft, lokaler Politik, Wirtschaft und Verwaltung eine „Vision 2030“ fĂŒr ihre Stadt. Nun wurde Freiburg als eine von bundesweit 20 StĂ€dten und Gemeinden auch fĂŒr die zweite Phase des Wettbewerbs ausgewĂ€hlt.

In der jetzigen zweiten Phase wird wissenschaftlich erarbeitet, wie die Vision 2030 erreicht und gemeinsam mit den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern Konzepte fĂŒr die Umsetzung vor Ort entwickelt. In der dritten Phase, die 2018 beginnen soll, werden schließlich bis zu acht ausgewĂ€hlte Kommunen erste innovative Ideen in so genannten „Reallaboren“ in die Praxis umsetzen. Reallabore bezeichnen dabei eine neue Form der Kooperation zwischen Wissenschaft und BĂŒrgerschaft. In ihnen sollen auf Ebene von Stadtteilen innovative AnsĂ€tze erprobt und ĂŒberprĂŒft werden.

Die Freiburger Bewerbung war federfĂŒhrend von der stĂ€dtischen Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement in enger Zusammenarbeit mit dem Leistungszentrum Nachhaltigkeit, das von der UniversitĂ€t Freiburg und den Freiburger FraunhoferInstituten getragen wird, entwickelt worden. Als Ergebnis der ersten Phase wurden in einem Zukunftsdialog 30 Ideen aus der BĂŒrgerschaft fĂŒr die kĂŒnftige Entwicklung der Stadt in den Themenschwerpunkten lokale ErnĂ€hrung, neue Wirtschaftsformen und nachhaltige Energieversorgung gebĂŒndelt. Diese Ideen bilden die Grundbausteine fĂŒr die weiteren Arbeitsphasen hin zur Vision Freiburg 2030.

OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon begrĂŒĂŸt, dass die Arbeit im Zukunftsstadt-Projekt fortgesetzt wird. „Die zweite Phase des Wettbewerbs ‚Zukunftsstadt‘ eröffnet die Möglichkeit, auf Basis einer breiten bĂŒrgerschaftlichen Beteiligung und mit UnterstĂŒtzung der Wissenschaft ein konkretes Umsetzungskonzept fĂŒr die Freiburger Vision 2030 zu erarbeiten.“

Alle weiteren Informationen zum Projekt im Internet ...
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Freiburger Jugendsurvey startet
Bis Ende Januar werden Jugendliche zu außerschulischen AktivitĂ€ten befragt

Was bewegt Jugendliche in Freiburg? Wie verbringen sie ihre Freizeit? Wo engagieren sie sich und bei welchem Themen wĂŒrden sie gerne mehr mitreden? Der erste Freiburger Jugendsurvey sucht die Antworten auf diese Fragen. Bis Ende Januar wird dazu eine reprĂ€sentative Stichprobe von 12- bis 18-JĂ€hrigen aus Freiburg schriftlich befragt. Die im Amt fĂŒr Schule und Bildung angesiedelte Stabstelle Freiburger Bildungsmanagement versendet die Fragebögen ab kommender Woche. Die Beantwortung ist auch online möglich. Aufbauend auf der Umfrage sind Interviews mit Jugendlichen geplant.

Seit 2008 veröffentlicht die Stadtverwaltung regelmĂ€ĂŸig einen umfassenden Bildungsbericht, dessen Fokus auf dem schulischen Lernen liegt. Der Jugendsurvey liefert nun eine ergĂ€nzende Analyse der außerschulischen, non-formalen Bildung. Der 2013 erschienene Bildungsbericht hatte das Thema bereits aufgegriffen. Denn womit Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen und was sie dort lernen, beeinflusst ihren Bildungsweg erheblich: In der Regel sind diese AktivitĂ€ten aus eigener Motivation gewĂ€hlt, fördern die persönlichen Neigungen und ermöglichen das Erleben von Selbstwirksamkeit. Dennoch gibt es bislang weder auf kommunaler noch auf Landesebene eine aussagekrĂ€ftige Statistik zur außerschulischen Bildung.

In Freiburg schließt der Jugendsurvey nun diese LĂŒcke. Ziel der Umfrage ist es, ein umfassendes Meinungsbild junger Menschen in der Stadt zu erhalten: Was brauchen sie, was wĂŒnschen sie sich und was wĂŒrden sie tun, wenn sie in der Stadtverwaltung entscheiden könnten? Anhand der Antworten lassen sich Programme und Angebote fĂŒr Jugendliche zielgerichtet ergĂ€nzen und verbessern. Mit der Analyse trĂ€gt die Stadtverwaltung auch ihren Nachhaltigkeitszielen Rechnung. Ebenso reagiert sie auf den neuen Bildungsplan und die verĂ€nderte Gemeindeordnung, die eine stĂ€rkere Jugendbeteiligung fordert.

Der Fragebogen ist in drei Themenfelder unterteilt: Zum einen geht es darum, was die Jugendlichen wann und wo in ihrer Freizeit tun und was sie gerne tun wĂŒrden, wenn es möglich wĂ€re. Danach wird abgefragt, ob und wie sie sich ehrenamtlich engagieren und was diesen Einsatz erleichtert oder auch verhindert. Ein dritter Schwerpunkt liegt darauf, wie die Schule die Jugendlichen zum demokratischen Handeln anregt.

Angeschrieben werden 3.838 von insgesamt rund 13.000 Jugendlichen, die im betreffenden Alter in Freiburg leben. Die Teilnahme ist freiwillig, die Daten werden anonymisiert ausgewertet. Der Lehrstuhl fĂŒr Empirische Bildungsforschung an der UniversitĂ€t WĂŒrzburg begleitet die Erhebung wissenschaftlich. Sie erfolgt sozialraumbezogen, das heißt sie gibt Aufschluss ĂŒber die unterschiedlichen Rahmenbedingungen fĂŒr Jugendliche in den einzelnen Quartieren. Diese Erkenntnisse sind eine wichtige Basis, um dem vielfach kritisierten Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg zu begegnen, wie auch SchulbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik betont: „Die Studie ermöglicht einen umfassenden Einblick in die unterschiedlichen Bildungswelten der Freiburger Jugend. Sie eröffnet demokratische EntwicklungsrĂ€ume, die zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen.“

Zahlreiche Gruppen und Organisationen unterstĂŒtzen den Jugendsurvey als Kooperationspartner. Zu ihnen zĂ€hlen die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), der Stadtjugendring, das JugendbĂŒro, die Badische Sportjugend, der SchĂŒlerrat, der SC Freiburg und die Freiburger Schulleitungen. Von stĂ€dtischer Seite beteiligen sich das Amt fĂŒr Kinder, Jugend und Familien, das Amt fĂŒr BĂŒrgerservice und Informationsverarbeitung, das Amt fĂŒr Soziales und Senioren sowie die Stabsstellen Soziale Stadtplanung und BĂŒrgerschaftliches Engagement an der Erhebung.

Die quantitativen Erkenntnisse aus der Umfrage fließen in den vierten Freiburger Bildungsbericht ein, der im Herbst 2017 veröffentlicht wird. Darauf aufbauend folgt dann die vertiefende, qualitative Befragung in Form von Einzel- und Gruppeninterviews. Die gesammelten Ergebnisse des Jugendsurveys liegen voraussichtlich Anfang 2018 vor. ErgĂ€nzende Informationen zur außerschulischen Bildung in Freiburg liefert die BĂŒrgerumfrage von 2016.
 
 

 
Weiterbildung: Der richtige Weg zur passenden Weiterbildung
Wer im Job am Ball bleiben möchte, sollte sich regelmĂ€ĂŸig weiterbilden. Der neue kostenlose und interaktive Weiterbildungsguide der Stiftung Warentest gibt Tipps fĂŒr den richtigen Kurs, zeigt, wo es passende Angebote gibt und erlĂ€utert, wann es ZuschĂŒsse vom Staat gibt. Unter www.weiterbildungsguide.de beantworten die Experten die wichtigsten Fragen zum Thema und geben zahlreiche nutzwertige Tipps.

In Deutschland werden pro Jahr mehrere hunderttausend Weiterbildungen angeboten. Die Themenpalette reicht vom Sprachkurs bis zum Betriebswirt IHK und vom Ein-Tages-Seminar bis zum mehrjĂ€hrigen Fernstudium. Der Weiterbildungsguide hilft, diesen Dschungel zu lichten und zeigt, welche Fragen jeder Verbraucher fĂŒr sich geklĂ€rt haben sollte, bevor er sich fĂŒr ein konkretes Angebot entscheidet: Dazu gehören die Fragen nach Kompetenzen und Qualifikationen, die man bereits besitzt, nach LĂŒcken, die man noch hat und welches Ziel mit der Weiterbildung verbunden ist. Welche Inhalte die Weiterbildung erhalten sollte ist genauso wichtig wie die Frage nach der Art, wie man lernen möchte und wo man Angebote findet, die zu einem passen.

Zu einigen Schritten laden interaktive Tools den User zum Mitmachen ein. So kann er mit dem Tool „Soft Skills“ die fĂŒr ihn richtigen Seminarthemen finden, mit Hilfe des Tool „Sprache“ seine Fremdsprachenkenntnisse einschĂ€tzen oder sich ĂŒber die Checkliste „Kursangebote prĂŒfen“ die Auswahl des richtigen Kurses erleichtern. Die Ergebnisse des aktuellen Tests Weiterbildungsdatenbanken können im Tool „Weiterbildungsdatenbanken“ abgerufen und nach Kriterien wie Bundesland und Schwerpunkt der Datenbank gefiltert werden. Der Weiterbildungsguide bietet auch umfangreiche Informationen zu Fördermitteln und anderen Wegen der Weiterbildungsfinanzierung.

Der Weiterbildungsguide ist im Internet abrufbar.
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Karlsruhe: Turmbergturm geschlossen
Witterungsbedingt bleibt der Durlacher Turmbergturm bis auf Weiteres fĂŒr Besucherinnen und Besucher geschlossen. Das teilt das Stadtamt Durlach mit und verweist auf die bei frostigen Temperaturen bestehende Unfallgefahr.
 
 

 
Über 226.000 Einwohner: Freiburg ist so groß wie nie zuvor
Wiederum mehr Babies, mehr AuslÀnder, mehr Arbeit, mehr Sonne: Das Statistische Jahrbuch 2016 liegt jetzt vor

317 Seiten voller Daten zu Wetter, Bevölkerung, Wirtschaft, Verkehr, Wohnungswesen, Kultur, Umwelt und Wahlen

Jahr fĂŒr Jahr ist es ein SchatzkĂ€stlein an Geschichten und Daten, lĂ€ngst hat es den Umfang des Freiburger Telefonbuchs erreicht: Die Rede ist vom Statistischen Jahrbuch, das vom Amt fĂŒr BĂŒrgerservice und Informationsverarbeitung (ABI) herausgegeben wird. Jetzt legt das ABI das Jahrbuch 2016 vor, das wiederum auf 290 Seiten – plus 27 Seiten Einleitung – alle wichtigen Statistiken der Stadt enthĂ€lt.

BewĂ€hrt grĂŒndlich haben die Autoren viele Aspekte des öffentlichen Lebens unter die Lupe genommen. In 15 Kapiteln skizzieren sie demografische, wirtschaftliche, soziale, ökologische und kulturelle Aspekte. Das letzte dieser Kapitel, „Wahlen“, enthĂ€lt die Ergebnisse aller Europa-, Bundestags-, Landtags-, Gemeinderats- und OB-Wahlen seit 1945. AusfĂŒhrlich aufbereitet ist diesmal die Landtagswahl vom 13. MĂ€rz 2016. Aber auch der BĂŒrgerentscheid zum SC-Stadion am 1. Februar 2015 und die Migrantenbeiratswahl am 19. Juli 2015 finden noch reichen Raum.

Im 20-seitigen Schlusskapitel „Freiburg im Vergleich“ setzen die Autoren die genannten Aspekte in Relation zu den Nachbar- und den anderen Stadtkreisen in Baden-WĂŒrttemberg. Zeitreihen zeigen Entwicklungen der letzten Jahre auf, Stadtbezirks-Tabellen fĂŒhren innerstĂ€dtische Unterschiede vor Augen.

Eine Auswahl der Themen:

Am 1. Januar 2016 hatte Freiburg nach amtlicher ZĂ€hlung 226.393 Einwohner; das sind 2 Prozent mehr als am 1. Januar 2015 (damals waren es 222.203 gewesen). Die amtliche Einwohnerzahl basiert auf dem Zensus zum Stichtag 9. Mai 2011. Ihre Fortschreibung nach Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Familienstand erfolgt auf Grundlage des Bevölkerungsstatistikgesetzes nach dem Begriff der „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Dieses Verfahren ist bundesweit fĂŒr alle Gemeinden einheitlich und wird von den Statistischen LandesĂ€mtern angewendet. Die danach ermittelte Einwohnerzahl dient fĂŒr interkommunale Vergleiche und zur Anwendung von Rechtsvorschriften mit Bezug zur Einwohnerzahl einer Gemeinde (z.B. im Wahlrecht oder bei Finanzzuweisungen).

Wie gewohnt liegt die amtliche Einwohnerzahl deutlich (hier: plus 4.311) ĂŒber der Einwohnerzahl des stĂ€dtischen Melderegisters, das am 1. Januar 2016 insgesamt 222.082 Personen und ein Jahr zuvor 218.041 Personen verzeichnet hat. Dieses Register beruht auf allen melderechtlichen VorgĂ€ngen (wie Zu- und WegzĂŒgen). Es wird laufend aktualisiert und ist maßgeblich fĂŒr statistische Auswertungen auf örtlicher Ebene. Damit wird die Struktur der Bevölkerung nach Alter, Geschlecht und Staatsangehörigkeit in der Stadt insgesamt und in ihren Bezirken festgestellt.

Der Anstieg der Bevölkerungszahl hĂ€ngt mit dem unvermindert sehr hohen GeburtenĂŒberschuss zusammen. Mit einem Überschuss von 481 Personen wurde 2015 der dritthöchste Wert seit vielen Jahrzehnten erreicht. Noch höher war der Überschuss nur 2014 (plus 550) und 2010 (plus 583). Den 1.967 Freiburgern, die 2015 verstarben, stehen 2.448 Lebendgeburten von ortsansĂ€ssigen MĂŒttern gegenĂŒber. Dennoch trug der „natĂŒrliche Saldo“, wie der GeburtenĂŒberschuss auch genannt wird, 2015 nur noch ein Achtel zum erwĂ€hnten Bevölkerungszuwachs bei.

StĂ€rker als der natĂŒrliche hat nĂ€mlich der Wanderungssaldo die VerĂ€nderung der Bevölkerungszahl bestimmt. Im Jahr 2015 konnte Freiburg 24.858 ZuzĂŒge und 21.333 WegzĂŒge verzeichnen (hier Einwohner mit Haupt- und Nebenwohnsitz). Daraus resultiert ein Außenwanderungssaldo von 3.525 Personen. Dies ist der höchste Wert, der je in Freiburg gemessen wurde. (Im Jahr 2011 lag der Wert noch höher, wurde aber durch die EinfĂŒhrung der Zweitwohnsitzsteuer verfĂ€lscht.)

Die GrĂŒnde fĂŒr diesen Rekord finden sich, wenn man schaut, woher die ZuzĂŒge kommen und wohin die WegzĂŒge gehen. Die Außenzu- und -wegzĂŒge werden durch drei AußenrĂ€ume geprĂ€gt: das Umland, die Bundesrepublik (inkl. dem grĂ¶ĂŸten Teil Baden-WĂŒrttembergs) und das Ausland. WĂ€hrend alleinstehende Studierende und BerufsanfĂ€nger die Wanderungsströme mit dem Außenraum BRD prĂ€gen, war die Auslandswanderung bislang eine klassische Arbeitsmigration: AuslĂ€nder kommen zum Arbeiten oder Studieren nach Freiburg, Deutsche wandern zum Arbeiten ins Ausland ab.

Im Jahr 2015 kam noch die Fluchtmigration hinzu. Sie ist aber nicht allein fĂŒr die hohen Zuzugszahlen aus dem Ausland verantwortlich. Die Umlandwanderung ist zweigeteilt: die ZuzĂŒge Ă€hnelt den ZuzĂŒgen aus der Bundesrepublik (junge Menschen kommen zwecks Bildung und Ausbildung nach Freiburg), die WegzĂŒge ins Umland sind jedoch weiterhin stark durch junge Familien geprĂ€gt.

Anno 2015 fanden drei Entwicklungen in der Außenwanderung ihre Fortsetzung. So erreichten die Wanderungsverluste mit dem Umland mit 1.124 den höchsten Wert seit Beginn der elektronischen MelderegisterauszĂŒge 1988. WĂ€hrend die ZuzĂŒge mit 3.022 konstant blieben, stieg die Zahl der WegzĂŒge auf 4.146 Personen. Gerade fĂŒr junge Familien ist es schwierig, in Freiburg entsprechenden Wohnraum zu finden. Also ziehen sie ins Umland.

Der positive Außenwanderungssaldo mit der Bundesrepublik hat sich, teils wegen der zugewiesenen FlĂŒchtlingskontingente, gegenĂŒber 2014 nahezu verdoppelt. Die Zahl der ZuzĂŒge ist um 1.500 Personen gestiegen, nun betrĂ€gt der Wanderungssaldo 2.869 Personen.

Ebenso ist der Saldo mit dem Ausland gestiegen. Mit 1.936 Personen liegt er nun auf dem höchsten Stand seit 2001. Dabei stieg die Zahl der ZuzĂŒge von 6.900 (2014) auf 8.301 (2015), den höchsten je gemessenen Wert. Aber auch die Zahl der WegzĂŒge erreichte mit 6.365 Personen den Höchststand seit 1988.

Unvermindert steigen indes die BeschÀftigtenzahlen und die Zahl der Berufsauspendler. Am 31.12.2015 waren 74.441 Freiburger sozialversicherungspflichtig beschÀftigt, und es gab 116.976 sozialversicherungspflichtige ArbeitsplÀtze im Stadtgebiet. Dies ist eine Steigerung um 3 bzw. 2 Prozent zum Vorjahr. Die Berufseinpendler nahmen in der gleichen Zeit um 2,5 Prozent auf 64.127 Personen zu, und die Zahl der Berufsauspendler stieg um 5 Prozent auf 21.629 Personen an. Ein Blick auf die VerÀnderungen seit 2005 zeigt, dass die Zahl der Auspendler am stÀrksten gewachsen ist (41 Prozent seit 2005).

Ein Blick auf die Wirtschaftszweige offenbart, dass es den grĂ¶ĂŸten Zuwachs der ArbeitsplĂ€tze im Dienstleistungsbereich gab, genauer in den Bereichen „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, Erziehung und Unterrichtung, Gesundheits- und Sozialwesen“ (plus 1.232) und „Handel, Verkehr und Gastgewerbe“ (plus 937 BeschĂ€ftigte). Erstmals seit vielen Jahren konnte auch das verarbeitende Gewerbe einen Anstieg der ArbeitsplĂ€tze verzeichnen (plus 166). ZurĂŒck gegangen ist die Zahl der ArbeitsplĂ€tze nur bei den „freiberuflichen, wissenschaftlichen, technischen und sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (minus 221).

Bei den Gewerbebetrieben verzeichnet das neueste Jahrbuch des ABI einen negativen Saldo. Konnten im Jahr zuvor noch mehr Gewerbeanmeldungen als -abmeldungen verzeichnet werden, gab es im Jahr 2015 1918 Gewerbeanmeldungen (minus 144 gegenĂŒber 2014) und 2327 Gewerbeabmeldungen (plus 440 gegenĂŒber 2014). Stark angestiegen ist insbesondere die Zahl der Abmeldungen im Bereich „freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen“ (von 259 im Jahr 2014 auf 480 im Jahr 2015).

Die Zahl der Arbeitslosen (nach SGB III und SGB II) ist in Freiburg zum 31. Dezember 2015 wieder deutlich gestiegen (+413 Personen), nachdem sie im Jahr 2014 erstmals seit 2011 abgenommen hatte. Dabei ist die Zahl der arbeitslosen Frauen (+226) stĂ€rker gestiegen als die der MĂ€nner (+187). Absolut gesehen ist die Zahl der deutschen Arbeitslosen zwar stĂ€rker gestiegen (+251) als bei den Nicht-Deutschen (+161). Bezogen auf den Bestand im Jahr 2014 ist die Zahl der deutschen Arbeitslosen aber „nur“ um 5,5, die der auslĂ€ndischen Arbeitslosen um 8,8 Prozent gestiegen. Der Anstieg macht sich auch in der Arbeitslosenquote (bezogen auf die abhĂ€ngig zivilen Erwerbspersonen) bemerkbar, die von 6,2 im Dezember 2014 auf 6,4 im Dezember 2015 angestiegen ist. Die zuverlĂ€ssigere Kennziffer, die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, liegt seit Jahren unverĂ€ndert bei 6,0.

Im Jahr 2015 konnte Freiburg Rekorde bei der Zahl angekommener GĂ€ste und der Zahl der Übernachtungen verzeichnen. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 755.174 Personen (+43.121) und sorgten fĂŒr 1.448.470 Übernachtungen (+90.505). Dies fĂŒhrte zu einer Auslastung der angebotenen Schlafgelegenheiten (8521 im Juli 2015) von 49,2 Prozent. Das sind 1,9 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Mehr als die HĂ€lfte des Anstiegs machen auslĂ€ndische GĂ€ste und Übernachtungen aus. Deren Anteil liegt mittlerweile bei 38,2 Prozent; in den letzten fĂŒnf Jahren ist er um ĂŒber 7 Prozentpunkte gestiegen. Mit großem Abstand werden die Listen der hĂ€ufigsten AnkĂŒnfte und der hĂ€ufigsten Übernachtungen von GĂ€sten aus der Schweiz angefĂŒhrt, gefolgt von Frankreich. Schweizer StaatsbĂŒrger haben insgesamt 122.453 Übernachtungen gebucht (+17.676), GĂ€ste aus Frankreich 41.315 (+1.493). Auf Platz drei folgen bei den AnkĂŒnften die GĂ€ste aus den Niederlanden (19.543), bei der Zahl der Übernachtungen aber GĂ€ste aus Spanien (37.898).

Deutliche ZuwĂ€chse gegenĂŒber dem Vorjahr sind außerdem bei Übernachtungen von GĂ€sten aus Spanien (+7.622), den arabischen Golfstaaten (+6.767), China (+5.954), Großbritannien (+4.692) und den USA (+4.316) zu verzeichnen. RĂŒckgĂ€nge gab es bei Übernachtungen von GĂ€sten aus Russland (-8.670), SĂŒdamerika (insgesamt -1.926), Luxemburg (-1.100) und Italien (-478).

Die meteorologischen Daten fĂŒr Freiburg werden an der Messstelle des Deutschen Wetterdienstes auf dem Flugplatz gewonnen. Die Durchschnittstemperatur im Jahr 2015 lag mit 11,8 Grad Celsius nahe am langjĂ€hrigen Durchschnitt (1981 bis 2010) von 11,4 Grad. Bemerkenswert am Wetterjahr 2015 war die außergewöhnlich hohe Zahl von 69 „Sommertagen“ (25 bis 30 Grad) und 32 „heißen Tagen“ (ĂŒber 30 Grad). Auch die Verteilung der monatlichen Durchschnittstemperaturen war 2015 fast deckungsgleich mit dem langjĂ€hrigen Durchschnitt. Nur der Februar war kĂ€lter als ĂŒblich, wĂ€hrend im Januar, Juli, November und vor allem im Dezember ĂŒberdurchschnittliche Temperaturen herrschten.

Dass die durchschnittliche Sonnenscheindauer 2015 höher war als im langjĂ€hrigen Durchschnitt, lag an den Monaten MĂ€rz, April, Juli, November und Dezember. Bei den NiederschlĂ€gen verlief das Wetterjahr 2015 indes eher untypisch. Nur der Februar und der Mai waren annĂ€hernd so feucht wie der langjĂ€hrige Durchschnitt, in allen anderen Monaten wich die Menge des Niederschlags zum Teil deutlich davon ab. So war es nach einem relativ feuchten FrĂŒhjahr von Juli bis Oktober extrem trocken. Der November lag dann wieder ĂŒber dem langjĂ€hrigen Vergleichswert, und der Dezember, traditionell ein 75-mm-Monat, war dann mit 15 Millimetern Niederschlag der trockenste Monat des gesamten Jahres. „Von wegen Weiße Weihnacht“ galt also auch 2015 wieder.

Das Statistische Jahrbuch 2016 kann ab sofort als Druckversion fĂŒr 10 Euro plus Versandkosten beim Amt fĂŒr BĂŒrgerservice und Informationsverarbeitung (Fax 201-5598, statistik@stadt.freiburg.de) bestellt werden. Umfangreiche statistische Informationen sind auch im Internet unter www.freiburg.de/statistik verfĂŒgbar.
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