Prolixletter
Donnerstag, 9. Dezember 2021
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Verschiedenes

 
Freiburg: Mit der Linie 4 zur Fr├╝hjahrsmesse
W├Ąhrend der Herbstmesse, die von Freitag, dem 19. Oktober, bis Montag, dem 29. Oktober, stattfindet, fahren die Bahnen der Linie 4 im gesamten Abend- und Sp├Ątverkehr bis zum Betriebsschluss im 15-Minuten-Takt.

Am Er├Âffnungs- und Abschlusstag werden zwischen 16.30 Uhr und 0.48 Uhr zus├Ątzliche Fahrzeuge eingesetzt. Gleiches gilt am Kindertag, 18. Oktober. Hier fahren Verst├Ąrker zwischen 13 Uhr und 20.48 Uhr.
 
 

 
Freiburger Museum f├╝r Neue Kunst erwirbt zwei Gem├Ąlde
Mit Mitteln des F├Ârdervereins hat das Museum f├╝r Neue Kunst (MNK) die Gem├Ąlde ÔÇ×Selbstbildnis mit MelittaÔÇť von Wilhelm Schnarrenberger (1936) und ÔÇ×SelbstbildnisÔÇť von Melitta Schnarrenberger (1984) angekauft. Den Wunsch, beide Bilder zu erwerben, hatte Christine Litz, Direktorin des Museums, seit l├Ąngerem. Nun entschieden sich die Erben f├╝r einen Verkauf.

In der Sammlung des MNK befinden sich bereits Werke von Wilhelm Schnarrenberger. Das ÔÇ×Selbstbildnis mit MelittaÔÇť erg├Ąnzt damit den bisherigen Bestand. Ein besonderer Gl├╝cksfall ist, dass nun auch eine Arbeit Melitta Schnarrenbergers die Sammlung bereichert.

Wilhelm Schnarrenberger (1892-1966), aufgewachsen in Buchen und Freiburg, ausgebildet in M├╝nchen, war ein Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Nachdem ihn die Nazis 1933 als Professor an der Badischen Landeskunstschule entlie├čen, zog er nach Berlin. Hier sah er sich mit schwierigen Arbeitsbedingungen konfrontiert, sein Werk galt ab 1937 als entartet.

Melitta Schnarrenberger (1909-96) studierte in Karlsruhe bei Georg Scholz und als Meistersch├╝lerin bei Alfred Haueisen. Wilhelm Scharrenberger und sie heirateten 1930. Nach gemeinsamen Jahren in Berlin ├╝bersiedelte das Paar 1938 nach Lenzkirch, um dem drohenden Krieg in der Gro├čstadt zu entgehen, und betrieb dort eine Pension. 1946 kam es zur Scheidung, danach bet├Ątigte sie sich auf lokaler Ebene sozial und politisch und nahm erst in den 70er-Jahren ihre k├╝nstlerischen T├Ątigkeit wieder auf.

Mit dem ÔÇ×SelbstbildnisÔÇť wirft die 75-J├Ąhrige einen schonungslosen Blick auf sich, zeigt sich aber selbstbewusst in typischer Malerpose. Zusammen mit dem 48 Jahre vorher entstandenen Doppelportr├Ąt ihres Mannes ergibt sich eine gespenstische Leerstelle an der Seite der Malerin. Beide Gem├Ąlde sind ab Samstag, 27. Oktober, in der
Ausstellung ÔÇ×To Catch a GhostÔÇť im Museum f├╝r Neue Kunst zu sehen. Diese Ausstellung widmet sich den Ph├Ąnomenen des Unheimlichen und Bedrohlichen.

zum Bild oben:
Wilhem Schnarrenberger, Selbstbildnis mit Melitta, 1936 (c) ÔÇ×Nachlass Schnarrenberger, Foto: Stefan H├Âsl
 
 

 
Karlsruhe als "Tatort"-Kulisse und Film-Drehort
Vortrag im Pfinzgaumuseum am 17. Oktober

Eine Leiche auf dem Werderplatz? Das passiert zum Beispiel, wenn Karlsruhe f├╝r den "Tatort" zu Ludwigshafen wird.

In seinem Vortrag gibt Filmboard Karlsruhe-Chef Dr. Oliver Langewitz am Mittwoch, 17. Oktober, im Pfinzgaumuseum Einblicke, f├╝r welche Kino- und TV-Filme Karlsruhe die Kulisse bot und wie Filmproduktionen den szenischen Raum konstruieren. Dabei kann eine Verfolgungsjagd in Frankfurt durchaus in der Karlsruher Kaiserstra├če gedreht worden sein ("Allein unter Frauen") oder Stuttgarter Milit├Ąrbaracken werden in der Karlsruher Nordstadt nachgestellt ("Buffalo Soldiers").

Auch, dass in Karlsruhe immer wieder "Tatorte" gedreht werden, d├╝rfte hinl├Ąnglich bekannt sein. W├Ąhrend Kriminalhauptkommissar Eugen Lutz (Werner Schumacher) in den 1970er und 80er-Jahren direkt in Karlsruhe ermittelte, hielt die F├Ącherstadt in sp├Ąteren "Tatorten" (etwa mit Ulrike Folkerts oder Ritchy M├╝ller) immer wieder als Drehort her.

Die Veranstaltung in der Karlsburg Durlach findet im Rahmen der Sonderausstellung "Durlach flimmert. Kino, Film, Vergn├╝gen 1945 bis 1980" statt. Der Eintritt zum Vortrag und in die Sonderausstellung ist an diesem Tag, wie ├╝brigens jeden Mittwoch, frei. Zu den sonstigen ├ľffnungszeiten, Samstag (14 bis 18 Uhr) und Sonntag (11 bis 18 Uhr) betr├Ągt der Eintrittspreis in die Sonderausstellung zwei beziehungsweise ein Euro (erm├Ą├čigt).

zum Bild oben:
Szene aus dem Tatort-Dreh des S├╝dwestfunks Stuttgart f├╝r den Krimi "Gef├Ąhrliche Wanzen" am 3. April 1973 in Karlsruhe: Kommissar (Werner Schumacher) begutachtet vor dem Polizeirevier 6 in der Stephanienstra├če 28 eine "Leiche".
Foto: Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger 1973 A 25 88 7 1
 
 

 
Beutelsbacher Konsens verpflichtet Lehrkr├Ąfte gegen Indoktrination ...
... aber nicht zur Wertneutralit├Ąt

Der Beutelsbacher Konsens, der im Jahr 1976 auf Initiative der Landeszentrale f├╝r politische Bildung Baden-W├╝rttemberg erarbeitet wurde, ist bis heute geltender Standard f├╝r den politisch-historischen Unterricht an allen Schulen. Er wird auch au├čerhalb Deutschlands in vielen L├Ąndern beachtet. Seine Grundbestandteile sind ein Indoktrinationsverbot, ein Gebot, politisch Kontroverses auch kontrovers darzustellen sowie Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler dazu zu bef├Ąhigen, ein eigenst├Ąndiges Urteil ├╝ber politische Themen zu gewinnen.

Selbstverst├Ąndlich sind Lehrkr├Ąfte zuallererst dazu verpflichtet, f├╝r die freiheitlich-demokratische Grundordnung und damit die Werte des Grundgesetzes und der Landesverfassung einzutreten. Zudem haben sie die Aufgabe, Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler im Geiste der Demokratie, Menschenw├╝rde und Gleichberechtigung zu erziehen. Die daf├╝r notwendige ├ťberparteilichkeit ist nicht mit Wertneutralit├Ąt zu verwechseln. Wenn ein amerikanischer Pr├Ąsident pauschal ├╝ber einzelne Bev├Âlkerungsgruppen herzieht, die Unabh├Ąngigkeit von Richtern infrage stellt, Wahlergebnisse zu seinen Ungunsten nicht anerkennen will oder kritische Medien am liebsten verbieten w├╝rde, dann ist dies im Gemeinschaftskundeunterricht im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung selbstverst├Ąndlich kritisch zu beleuchten. Dasselbe gilt auch f├╝r politische Parteien, die Antisemiten in ihren Reihen dulden, erkennbare personelle ├ťberlappungen in die rechtsradikale und rechtsextremistische Szene aufweisen und deren Abgeordnete bei Demonstrationen mitlaufen, bei denen offen der unter Strafe stehende Hitler-Gru├č gezeigt wird. Dies kann im politischen Unterricht nicht nur kritisch angesprochen werden, dies muss kritisch angesprochen werden.
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N├Ąchste Woche beginnt Befragung f├╝r ÔÇ×Urban Audit 2018ÔÇť
Wie zufrieden sind die Freiburgerinnen und Freiburger mit der Lebensqualit├Ąt in ihrer Stadt?

500 repr├Ąsentativ ausgew├Ąhlte Freiburgerinnen und Freiburger erhalten in den n├Ąchsten Wochen einen Anruf vom IFAK-Institut in Taunusstein. Anlass ist die europaweite Befragung zur Lebensqualit├Ąt im Rahmen von ÔÇ×Urban Audit 2018ÔÇť. Mit diesem Projekt erhebt die Europ├Ąische Kommission Grundlageninformation ├╝ber die Lebensbedingungen in europ├Ąischen St├Ądten. Die Stadt Freiburg beteiligt sich nach 2006, 2009, 2012 und 2015 bereits zum f├╝nften Mal an einer koordinierten telefonischen Erhebung in 24 deutschen St├Ądten, die sich an die Befragung der EU anlehnt.

Dabei geht es um Fragen zur ├Âffentlichen Sicherheit und die Zufriedenheit der B├╝rger mit den Lebensbedingungen und Infrastrukturangeboten in ihrer Stadt. Zudem werden die drei aus Sicht der Befragten dr├Ąngendsten politischen Probleme abgefragt. Daneben werden die ├╝blichen soziodemographischen Merkmale erhoben: Alter, Geschlecht, Schulausbildung und Berufsstatus.

Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig. Gleichwohl bittet das Amt f├╝r B├╝rgerservice und Informationsverarbeitung alle B├╝rger, die per repr├Ąsentativem Zufallsverfahren ausgew├Ąhlt wurden, den Interviewern des Meinungsforschungsinstituts IFAK telefonisch Auskunft zu geben. Die ausgew├Ąhlten Personen ├Ąu├čern ihre Meinung stellvertretend f├╝r eine Vielzahl von Mitb├╝rgern.

Der Datenschutz ist in allen Phasen der Erhebung und der Auswertung gew├Ąhrleistet. R├╝ckschl├╝sse auf einzelne Personen sind nicht m├Âglich. Die gewonnenen Daten werden vom Amt f├╝r B├╝rgerservice und Informationsverarbeitung ausgewertet und ver├Âffentlicht.
 
 

 
Freiburg: Schneller zum Einsatz
Feuerwehr Freiburg startet Pilotprojekt mit neuem Bevorrechtigungssystem

ÔÇ×Sitraffic StreamÔÇť sichert im Notfall gr├╝ne Welle f├╝r Einsatzfahrzeuge auf der Eschholzstra├če

Freiburg w├Ąchst, und mit der Bev├Âlkerungszahl steigt auch die Zahl der Eins├Ątze f├╝r die Feuerwehr. Doch das Verkehrsaufkommen auf den Stra├čen erschwert das Vorankommen der Einsatzfahrzeuge. Darum startet die Feuerwehr Freiburg nun ein Pilotprojekt mit einem neuen System der Verkehrslenkung, das ihren Einsatzfahrzeugen auf der Eschholzstra├če im Notfall ein Vorrecht einr├Ąumt.

Dieses System hei├čt ÔÇ×Sitraffic StreamÔÇť und wurde in Freiburg von zwei Fach├Ąmtern f├╝r den ├Ârtlichen Bedarf optimiert. Bei einem Ortstermin haben es B├╝rgermeister Stefan Breiter, Ralf-J├Ârg Hohloch, Leiter des Amtes f├╝r Brand- und Katastrophenschutz (ABK), und Hans-Georg Herffs, der oberste Verkehrsplaner im Garten- und Tiefbauamt (GuT), heute vorgestellt.

Dabei betonte B├╝rgermeister Breiter: ÔÇ×Um einer Person in Notlage helfen zu k├Ânnen, ist allerh├Âchste Eile geboten. Da muss unsere Feuerwehr enge Hilfsfristen einhalten. Besonders bei Eins├Ątzen in Freiburgs Norden ist die verkehrliche Erreichbarkeit zunehmend schwieriger geworden. Nun soll Sitraffic unserer Feuerwehr in Zukunft helfen, die entscheidenden Minuten fr├╝her vor Ort zu sein.ÔÇť

Feuerwehr und Rettungsdienste sind rechtlich verpflichtet, Hilfsfristen mit einem definierten Zielerreichungsgrad einzuhalten. So gibt das Rettungsdienstgesetz des Landes Baden-W├╝rttemberg vor, dass sp├Ątestens 15 Minuten nach einem Notfall ein Rettungsmittel vor Ort sein muss. Das ist gerade in St├Ądten durch die Zunahme des motorisierten Verkehrs immer schwerer einzuhalten; auf der B 31 (H├Âhe Ganter) sind es durchschnittlich 55.000 Fahrzeuge pro Tag.


Mittels moderner Technik wirkt die Stadt Freiburg dem nun entgegen. Sogenannte Bevorrechtigungs-Systeme sind in der Lage, freie Fahrt f├╝r herannahende Einsatzfahrzeuge zu schaffen. Dazu f├╝hrt jedes Fahrzeug ein Zusatzger├Ąt mit sich: die On-Board Unit (OBU) mit integrierter GPS-Antenne zur satellitengesteuerten Ortung. Das GPS meldet die Position des Fahrzeugs auf 5 Meter genau an die Zentrale. Von dort aus werden alle Ampeln, denen es sich auf der Einsatzroute n├Ąhert, auf Gr├╝n geschaltet. Hat es die Kreuzung verlassen, meldet sich die OBU am n├Ąchsten Meldepunkt ab, und die Zentrale veranlasst das Umschalten der Ampel auf Normalbetrieb. In der Regel dauert der Eingriff in den Normalbetrieb weniger als eine Minute.

Neben dem wichtigen Zeitgewinn bietet die Sonderschaltung einen weiteren Vorteil: Einsatzfahrzeuge m├╝ssen nicht mehr rote Ampeln ├╝berfahren, w├Ąhrend die Ampeln f├╝r den querenden Verkehr auf Gr├╝n stehen. Dank ÔÇ×Sitraffic StreamÔÇť erhalten alle ├╝brigen Verkehrsstr├Âme, auch Stadtbahnen, ÔÇ×RotÔÇť angezeigt. Das erh├Âht die Sicherheit f├╝r alle Beteiligten, inklusive der Einsatzfahrzeuge.

Bereits im Jahr 2014 hat die Feuerwehr Freiburg in einem Pilotprojekt das System im Stadtverkehr getestet. Danach flo├čen die Ergebnisse in Fahrzeit-Simulationen ein ÔÇô und siehe da, das System brachte auf den ausgew├Ąhlten Strecken signifikante Verbesserungen. Also lie├čen das Amt f├╝r Brand- und Katastrophenschutz und die Abteilung Verkehrsplanung im Garten- und Tiefbauamt an der Hochschule f├╝r Technik und Wirtschaft Karlsruhe eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellen. Ein Student des Geo-Informationsmanagements sollte im Rahmen der Bachelorarbeit konkret pr├╝fen, ob ein Bevorrechtigungs-System an Ampeln die Leistungsf├Ąhigkeit der Freiburger Feuerwehr verbessern k├Ânne und ob es wirtschaftlich darstellbar w├Ąre.

Nun soll die Einf├╝hrung des Bevorrechtigungs-Systems bis 2022 ausgebaut werden. Dazu wurden entsprechende Gelder im Doppelhaushalt 2019/2020 vorbehaltlich der Genehmigung des Gemeinderats eingestellt.

Im Rahmen des Pilotprojekts wurden 2018 bereits die Anfahrtsrouten verkehrsplanerisch und einsatztaktisch begutachtet. Der Verkehrsleitrechner im GuT erhielt Systemkomponenten f├╝r das Bevorrechtigungs-System, die Steuerger├Ąte an den Ampeln wurden teilweise ausgetauscht und f├╝r das neue System umprogrammiert. In den Jahren 2019/20 soll mit den beantragten Haushaltsmitteln zun├Ąchst die n├Ârdliche Anfahrtsroute ausgebaut werden, 2021/22 k├Ânnte dann die ├Âstliche Anfahrtsroute folgen. Ob sich weitere Routen f├╝r das Bevorrechtigungs-System eignen, wird im Verlauf begutachtet.

F├╝r die Anfahrtsroute Nord, via Eschholz-, Hohenzollern-, Heiliggeist-, Friedhof-, Waldkircher und Z├Ąhringer Stra├če, m├╝ssen 19 Ampeln mit der entsprechenden Steuerungstechnik nachger├╝stet werden. Auf der Anfahrtsroute Ost, ├╝ber Ochsenbr├╝cke, Lessing-, Schiller-, Schwarzwald- und Hansjakobstra├če, sind es 16 Ampeln.

In der Pilotphase im ersten Halbjahr 2018 wurden auf der Nord-Route entlang der zentralen Achse Eschholzstra├če die Ampeln an den Kreuzungen zur Ferdinand-Weis-Stra├če, zur Engelbergerstra├če, zur Wannerstra├če und zur Lehener Stra├če mit dem Bevorrechtigungs-System ausgestattet. Gerade die Kreuzung Wannerstra├če bildet dank der Stadtbahn-Linien 1, 3, 4 und 5 einen Brennpunkt mit hohem Verbesserungspotential. Allerdings ist hier auch der gr├Â├čte Einrichtungsaufwand notwendig.

Bei der Auswahl der Strecken hat die Feuerwehr auch ber├╝cksichtigt, wie h├Ąufig sie einen Abschnitt f├╝r die Anfahrt zu Eins├Ątzen nutzt. Da von der Feuerwache in der Eschholzstra├če 118 ├╝ber die n├Ârdliche Eschholzstra├če (t├Ąglich rund 15.000 Fahrzeuge) auch die Universit├Ątsklinik und das neugestaltete G├╝terbahnhofareal angefahren werden, ist hier weiterhin mit vielen Einsatzfahrten zu rechnen. Das erleichtert die Analyse der tats├Ąchlichen Verbesserung.
 
 

 
Freiburg: Neubau Stadtbahn Rotteckring
Bauabschnitt zwischen Bertoldstra├če und Rosastra├če fertig ÔÇô Weitere 300 Meter der 1,9 Kilometer langen Strecke am Rotteckring sind abgeschlossen

Nun geht es Schlag auf Schlag mit der Fertigstellung der neuen Stadtbahn auf dem Rotteckring. Zwischen Bertoldstra├če und Rosastra├če ist ein weiterer Bauabschnitt am Ring abgeschlossen. Bis Ende des Jahres werden zwei weitere Abschnitte des Gro├čprojekts - Friedrichring und Kronenbr├╝cke - folgen.

Bei der Er├Âffnung des vierten Bauabschnittes am Rotteckring betonte Oberb├╝rgermeister Martin Horn, dass der ├Ąu├čerst ambitionierte Zeitplan des bislang gr├Â├čten innerst├Ądtischen Projekts eingehalten werden kann und der Abschnitt nach 15 Monaten termingerecht fertiggestellt wurde. Und Baub├╝rgermeister Martin Haag bedankte sich bei seinen Fachleuten im federf├╝hrenden Garten- und Tiefbauamt (GuT) f├╝r die gute Koordinierung der Gro├čbaustelle und bei den Anwohnerinnen und Anwohnern f├╝r ihr Verst├Ąndnis w├Ąhrend der Bauarbeiten.

Die neue Stadtbahn wird ab Mitte M├Ąrz 2019 von der Kronenstra├če ├╝ber die Werthmannstra├če, den Rotteckring, den Fahnenbergplatz und den Friedrichring bis zum Siegesdenkmal fahren. Das Gro├čprojekt wurde im Februar 2015 mit dem Abriss und dem Neubau der Kronenbr├╝cke begonnen. Zahlreiche Leitungen mussten im Vorfeld verlegt und mehrere Bauwerke parallel gebaut werden.

Nach dem Umbau hat sich der Rotteckring sichtbar ver├Ąndert.
Insgesamt entstand hier ein gro├čz├╝giger Bereich mit Boulevardcharakter, der mit Granitplatten aus den Vogesen belegt ist und der weitgehend den Fu├čg├Ąngern vorbehalten bleibt. Unter einer neuen Baumreihe aus S├Ąulenhainbuchen, die den Verlauf des Boulevards betont, entstanden Aufenthaltsm├Âglichkeiten am Rand der Altstadt hin zum Colombipark. Zwischen der Rathausgasse und Unterlinden begleitet ein neu gebautes, 130 Meter langes Freiburger B├Ąchle, den Altstadtrand.

Zudem wurde an der Gleiskreuzung an der Bertoldstra├če die neue barrierefreie Haltestelle Stadttheater gebaut. An dieser Haltestelle besteht k├╝nftig die M├Âglichkeit auf die Linien, die zwischen Bertoldsbrunnen und Hauptbahnhof die neue Strecke kreuzen, umzusteigen. Die urspr├╝nglich in der Eisenbahnstra├če installierte Toilette wurde in Richtung des stark frequentierten Platzes der Alten Synagoge versetzt.

Die Einfahrt zur Rotteckgarage wurde mit einer neuen Zufahrt auf die Westseite verlegt und die alte Zufahrt zu einem Technikraum umgebaut. Die neue Rampe taucht in Tieflage ab und unterquert dann mit dem neuen Bauwerk den Rotteckring mit Stadtbahn. Die neue Einfahrt kann nun von Norden her angefahren werden.

Zwischen der neu errichteten Zufahrt zur Rotteckgarage und den Gleisen der Stadtbahn k├Ânnen die Radlerinnen und Radler sicher zwischen der Stadtbahn und der Tiefgaragenzufahrt vorbeifahren.

Am Knotenpunkt Rotteckring/Eisenbahnstra├če kreuzt die neue Stadtbahntrasse die fr├╝here Fu├čg├Ąngerunterf├╝hrung zwischen Eisenbahnstra├če und Rathausgasse. Diese Unterf├╝hrung wurde mit dem Bau der neuen Stadtbahn bereits im Jahr 2015 geschlossen. Fu├čg├Ąngerinnen und Fu├čg├Ąnger k├Ânnen den Rotteckring oberirdisch mit einer akustisch ausgestatten Ampel sicher queren.

An der Einm├╝ndung der Eisenbahnstra├če in den Rotteckring in Richtung Friedrichring sind entlang auf der gr├╝nen Gleisk├Ârper der Stadtbahn auf beiden Seiten Fahrstreifen als Radfahrstra├čen ausgeschildert. Vor dem Colombihotel wurde eine Fahrgasse f├╝r den Anlieger- und Lieferverkehr gebaut.

Das 1975 eingeweihte Mahnmal zum Gedenken an die Verfolgten des Naziregimes stand bis zum Umbau des Rotteckrings an der Ecke zum ÔÇ×Schwarzen KlosterÔÇť im Bereich der Geb├Ąude der Volkshochschule. Die von Walter Schelenz geschaffene Bronzeplastik erhielt im Zuge der Umgestaltung ihren neuen Platz in Richtung Rathausgasse.

Der Rand des Colombiparks in Richtung Innenstadt wurde ebenfalls neu gestaltet. ├ťber eine niedrigere Sandsteinmauer ist der Zugang zum Colombipark auf ganzer L├Ąnge vom Rotteckring aus m├Âglich. Zugleich kann die Sandsteinmauer als Sitzgelegenheit genutzt werden. Au├čerdem erhielt der Park an der Ecke Eisenbahnstra├če einen neuen barrierefreien Zugang.

Wie auch in allen anderen Abschnitten des Gesamtprojektes wurde besonderer Wert auf behindertengerechte Ausf├╝hrung gelegt. Fahrbahnquerungen wurden mit speziellen Rollstuhl├╝berfahrtssteinen sowie Blindenleitstreifen ausgestattet. An der Ecke Eisenbahnstra├če/Colombipark ist zudem noch ein Blindenstadtmodell vorgesehen.

Au├čerdem sind in diesem Bauabschnitt 220 Fahrradb├╝gel versetzt und 45 neue B├Ąume gepflanzt worden. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) installierte im Zuge dieser Baumarbeiten neun unterirdische Abfallbeh├Ąlter sowie zwei unterirdische Glasbeh├Ąlter.

Die Kosten f├╝r den Tief-, Gleis- und Stra├čenbau in diesem Bauabschnitt lagen bei 5 Millionen Euro. F├╝r die Rotteckgaragenzufahrt kommen noch 1,9 Millionen Euro und f├╝r den R├╝ckbau der Unterf├╝hrung an der Eisenbahnstra├če weitere 150.000 Euro hinzu.
 
 

 
Freiburg: Fahrscheine jetzt direkt im Taxi
Das Frauen-Nacht-Taxi wird nutzerinnenfreundlicher

Frauen und M├Ądchen vor sexualisierter Gewalt und Bel├Ąstigungen im ├Âffentlichen Raum sch├╝tzen ÔÇô das ist der Grund f├╝r das Frauen-NachtTaxi. Ende 2017 wurde es von der Verkehrs-AG in Zusammenarbeit mit der st├Ądtischen Stelle zur Gleichberechtigung der Frau eingef├╝hrt. F├╝r 7 Euro bringt es die Nutzerinnen bis vor ihre Haust├╝r.

Analog den Safer-Traffic-Verkehren der VAG f├Ąhrt das Sammeltaxi in den N├Ąchten auf Samstag und auf Sonntag und vor ausgew├Ąhlten Feiertagen von Mitternacht bis 4 Uhr morgens, jeweils zur vollen Stunde. Bis die VAG-Haltestelle Siegesdenkmal fertig gestellt ist, fahren die Taxen in der Seitenstra├če Auf den Zinnen ab.

Um das Frauen-Nacht-Taxi nutzerinnenfreundlicher zu machen, haben VAG und Stadt das Angebot nachgebessert: Neuerdings kann der Fahrschein auch direkt im Taxi erworben werden. Zudem wird der Abfahrtsort im Dezember verlegt, sobald die VAG-Haltestelle Siegesdenkmal fertig gestellt ist.

Im laufenden Semester wird das Frauen-Nacht-Taxi ├╝brigens von der Evangelischen Hochschule Freiburg evaluiert.
 
 



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