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Samstag, 6. März 2021
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Verschiedenes

Stadt Freiburg richtet GPS-Referenzpunkt im Seepark ein
GPS-Referenzpunktes im Seepark (c) Foto: Patrick Seeger
 
Stadt Freiburg richtet GPS-Referenzpunkt im Seepark ein
Das Vermessungsamt der Stadt Freiburg hat diese Woche im Seepark einen GPS-Referenzpunkt eingerichtet. Diese Einrichtung bietet zukĂŒnftig Nutzerinnen und Nutzern von NavigationsgerĂ€ten oder Smartphones die Möglichkeit, die Positionsgenauigkeit ihrer GerĂ€te zu ĂŒberprĂŒfen. Alle Interessierten, die diesen Service nutzen wollen, finden eine Granitstehle mit Infotafel an der Sonnenuhr beim BĂŒrgerhaus Seepark.

Das Vermessungsamt hatte ursprĂŒnglich geplant, sich im Rahmen des StadtjubilĂ€ums und mit dem Motto „analog trifft digital“ an einer landesweiten Aktionswoche der GeodĂ€sie zu beteiligen. Die GeodĂ€sie befasst sich mit der Erfassung, Verwaltung und Verarbeitung raumbezogener Daten. Die Einweihung des neuen GPS-Referenzpunktes sollte im Rahmen dieser landesweiten Aktionswoche erfolgen. Die fĂŒr Juli 2020 geplante Veranstaltung musste leider Pandemie bedingt abgesagt werden.

GPS-EmpfĂ€nger (Global Positioning System) ermöglichen eine exakte Bestimmung der Position auf der ErdoberflĂ€che. Im Privatgebrauch werden GPS-EmpfĂ€nger neben der Fahrzeugnavigation zunehmend auch als Navigationshilfe zu Fuß oder per Rad, zur Positionierung von Fotos und Videos, zur Ortung von Handys oder zum Geocaching genutzt.

„Ich danke den Auszubildenden des Vermessungsamtes sowie des Garten- und Tiefbauamtes fĂŒr die Bestimmung und bauliche AusfĂŒhrung des Referenzpunktes, der im digitalen Alltag eine wichtige Rolle spielt. Viele Apps greifen auf die GPS-Daten der Satelliten zu und ermöglichen ihnen damit eine noch genauere Standortbestimmung. Wie z.B. alle gĂ€ngigen Karten-Apps, Geocaching-Apps und andere Programme, die eine Standortbestimmung durchfĂŒhren. Wie genau diese Standpunktkoordinaten sind, können sie nun mithilfe dieses Referenzpunktes selbst testen.“, so BĂŒrgermeister Breiter.

Die Vergleichswerte wurden durch das Vermessungsamt der Stadt Freiburg mit Hilfe eines hochprÀzisen geodÀtischen GPS-EmpfÀngers unter Verwendung des atellitenpositionierungsdienstes SAPOSŸ zentimetergenau bestimmt.

Realisiert wurde das Projekt im Rahmen der Ausbildungskooperation zwischen dem Vermessungsamt und dem Garten- und Tiefbauamt.
 
 

Erster Anbieter von Leih-E-Scootern startet in Freiburg
E-Scooter in der Reiterstraße / Foto: Daniel JĂ€ger
 
Erster Anbieter von Leih-E-Scootern startet in Freiburg
Vorstellungen der Stadt vertraglich geregelt

In Freiburg soll es demnĂ€chst einen stationslosen Verleih von Elektro-Scootern geben. Die Stadtverwaltung hat diesbezĂŒglich in den vergangenen Tagen eine Vereinbarung mit einem ersten Anbieter getroffen. Der Gemeinderat hatte Anfang 2020 einen Beschluss gefasst, der Leitlinien fĂŒr Anbieter von Leih-E-Scootern aufstellt. Dieser Beschluss wurde vom Garten- und Tiefbauamt in Vereinbarungen mit Anbietern umgesetzt.

Ziel der Vereinbarungen ist, dass sich E-Scooter-Leihsysteme verkehrssicher, ökologisch nachhaltig und möglichst störungsfrei in das MobilitĂ€tsangebot der Stadt integrieren. DafĂŒr ist in der Vereinbarung unter anderem geregelt, dass die Roller mit Ökostrom geladen werden, die Flotte eine gewisse GrĂ¶ĂŸe nicht ĂŒberschreitet, Wartung und Flottenunterhalt von festangestellten Mitarbeitern ĂŒbernommen werden, auf die Belange von (sehbehinderten) FußgĂ€ngern besondere RĂŒcksicht genommen wird und dass ein Teil der E-Scooter in der NĂ€he von Haltestellen des ÖPNVs abgestellt wird. Auch wird sichergestellt, dass in der Innenstadt nicht zu viele Roller abgestellt werden. Der Anbieter verpflichtet sich zudem, störende oder defekte E-Scooter innerhalb weniger Stunden aus dem öffentlichen Raum zu entfernen oder umzuplatzieren. FĂŒr alle Betreiber sollen außerdem gleiche Wettbewerbsbedingungen gelten. Derzeit verhandelt die Stadt noch mit weiteren Interessenten.
 
 

 
Kleineschholz im StĂŒhlinger
Neues Quartier hat gemeinwohlorientierte Akteure im Blick

Mehr als 550 Wohneinheiten sollen errichtet werden Mit einer stĂ€dtebaulichen Entwicklungsmaßnahme sollen preisgĂŒnstiges Wohnen, innovative, soziale, ökologische und kulturelle Konzepte klimaneutral ermöglicht werden

Neue Projektgruppe hat ihre Arbeit am 1. November begonnen

Intensivierung der Maßnahmen durch neue Projektstruktur

Rund 550 Wohneinheiten sollen im Wohnquartier „Kleineschholz“ gebaut werden. Um die Wohnungen zĂŒgig bauen zu können, hat die Stadtverwaltung einen ambitionierten Zeitplan. Derzeit wird der Rahmenplan ĂŒberarbeitet, der im nĂ€chsten Jahr vom Gemeinderat beschlossen werden soll. Auf dieser Grundlage soll die Offenlage ebenfalls noch im nĂ€chsten Jahr stattfinden. Und der Satzungsbeschluss fĂŒr das Bebauungsplanverfahren ist fĂŒr 2022 eingeplant. Parallel dazu wird die Stadt die Kriterien fĂŒr die Vermarktung der GrundstĂŒcke entwickeln. Das Vermarktungskonzept soll 2022 vom Gemeinderat beschlossen werden. Über diesen aktuellen Sachstand wird die Verwaltung den Gemeinderat am 8. Dezember in öffentlicher Sitzung informieren.

Das innenstadtnahe Quartier soll gemeinsam mit gemeinwohlorientierten Akteurinnen und Akteuren entwickelt werden. Diese sind beispielsweise Dachgenossenschaften, traditionelle Genossenschaften, die Freiburger Stadtbau (FSB), das MietshĂ€usersyndikat und private Baugruppen. Ihre bisherigen Erfahrungen sollen unter anderem in das Vermarktungskonzept einfließen.

„Die Entwicklung des neuen Quartiers Kleineschholz ist eine Riesenchance fĂŒr Freiburg neue innovative und kreative Wohnideen in einem lebendigen und grĂŒnen Viertel umzusetzen. Das heißt in erster Linie vor allem bezahlbares Wohnen, aber zum Beispiel auch innovative ökologische, inklusive oder kulturelle Konzepte, die das Allgemeinwohl im Blick haben“, erlĂ€utert OberbĂŒrgermeister Martin Horn.

Damit dieses ambitionierte Konzept kein reiner Papiertiger bleibt, sondern auch so umgesetzt wird, soll die HĂ€lfte, also 50 Prozent, der neu entstehenden Wohnungen als geförderter Wohnraum realisiert werden. Geplant ist unter anderem ein zukunftsweisendes MobilitĂ€tskonzept fĂŒr den Fußverkehr, den Radverkehr und den ÖPNV sowie Carsharing oder Fahrrad- und LastenrĂ€derverleih: Damit kann die Zahl von privaten Autos so gering wie möglich gehalten werden. Außerdem sollen technische Voraussetzungen fĂŒr einen hohen Anteil an E-MobilitĂ€t geschaffen werden.

BaubĂŒrgermeister Martin Haag: „Wir sind der festen Überzeugung, dass ein nachhaltiges MobilitĂ€tskonzept fĂŒr dieses innovative Stadtquartier nicht nur fĂŒr den Klimaschutz unerlĂ€sslich ist, sondern auch die Wohn- und LebensqualitĂ€t im Quartier enorm steigert - egal ob fĂŒr junge Leute, Menschen mit Behinderung oder Seniorinnen und Senioren.“

Zudem soll das Baugebiet klimaneutral konzipiert und darĂŒber hinaus auch die Optionen fĂŒr einen Plus-Energie-Stadtteil geprĂŒft werden.

StĂ€dtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM)

Die Stadt beabsichtigt, das Quartier Kleineschholz im Rahmen einer stĂ€dtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) zu gestalten. Mit der SEM hat die Stadt ein wirksames Instrument, klar umgrenzte Entwicklungsgebiete, wie Kleineschholz, stĂ€dtebaulich neu zu ordnen. So sollen mit der SEM das Verfahren beschleunigt sowie die Kosten und die Umsetzung sichergestellt werden.

Vorab bedarf es aber so genannter vorbereitender Untersuchungen. Konkret bedeutet das eine PrĂŒfung, ob die rechtlichen und fachlichen Voraussetzungen gegeben sind, um eine SEM zu beschließen. DarĂŒber wird der Gemeinderat am 8. Dezember entscheiden.

„Mit der stĂ€dtebaulichen Entwicklungsmaßnahme sollen eine Verfahrensbeschleunigung, Kostentransparenz erreicht und ein gemeinwohlorientiertes Vermarktungskonzept entwickelt werden“, erlĂ€utert BĂŒrgermeister Stefan Breiter.

KleingÀrten

Mit der SEM Kleineschholz sowie dem 2. Bauabschnitt des Rathauses im StĂŒhlinger mĂŒssen die stĂ€dtische Kleingartenanlage „Lehener Wanner“ sowie die KleingĂ€rten „Kleineschholz“ aufgegeben werden. Die Stadt bietet den KleingĂ€rtnerinnen und KleingĂ€rtnern mit PachtvertrĂ€gen aber ErsatzgĂ€rten in St. Georgen sowie in Betzenhausen an. Die Bereitstellung dieser ErsatzgĂ€rten hat auch der Gemeinderat im Oktober beschlossen. Im Umfeld des „Lehener Wanner“ im StĂŒhlinger werden aber weiterhin einige GĂ€rten fĂŒr beispielsweise Urban Gardening angeboten.

Die KleingĂ€rten sollen in den nĂ€chsten beiden Jahren stufenweise aufgegeben werden. Sechs KleingĂ€rtnern musste die Stadt bereits zum Winter 2020 kĂŒndigen, da im nĂ€chsten Jahr die ersten Ausgleichsmaßnahmen fĂŒr die Mauereidechsen angelegt werden. Weitere GĂ€rten mĂŒssen zum Winter 2021 in Anspruch genommen werden, alle anderen können mindestens bis zum Winter 2022 bewirtschaftet werden. Der Lesegarten soll im Quartier verbleiben.

Neue Projektgruppe

Um das Quartier Kleineschholz zeitnah realisieren zu können, hat die Stadt seit 1. November eine neue Projektgruppe ins Leben gerufen. Die Projektleitung teilen sich Sabine Recker. Leiterin des Referats fĂŒr bezahlbares Wohnen (RbW) sowie Thomas Fabian, stellvertretender Amtsleiter des Stadtplanungsamts mit Stadtplanung und Projektentwicklung einerseits sowie Finanzen, SEM und Vermarktung andererseits.

„Das Referat fĂŒr bezahlbares Wohnen wird natĂŒrlich ĂŒber das Projekt hinaus das Thema bezahlbares Wohnen auf allen Ebenen intensiv bearbeiten. Das Projekt Kleineschholz gibt uns die Gelegenheit, vieles umzusetzen, was fĂŒr preisgĂŒnstigen Wohnraum heutzutage essentiell ist“, erlĂ€utert Sabine Recker.

Das Amt fĂŒr Liegenschaften und Wohnungswesen (ALW) wird die Vermarktung in enger Zusammenarbeit mit der Gesamtprojektleitung bearbeiten.

Und Thomas Fabian ergĂ€nzt: „Aus stĂ€dtebaulicher Sicht ist die Entwicklung von Kleineschholz eine einmalige Chance fĂŒr Freiburg. Die Lage in fußlĂ€ufiger NĂ€he zu Innenstadt und Bahnhof, die FreiraumqualitĂ€t, die hervorragende Anbindung an den ÖPNV sind perfekte Bedingungen fĂŒr ein spannendes, innovatives Quartier mit hoher stĂ€dtebaulicher QualitĂ€t“.

Entwicklung des Baugebiets Kleineschholz

Mit Abschluss des 2-stufigen, stĂ€dtebaulichlandschaftsplanerischen Wettbewerbs Kleineschholz im FrĂŒhjahr 2019 wurde der Grundstein fĂŒr die Entwicklung des geplanten Baugebiets gelegt. Die Siegerkonzeption von Dietrich|Untertrifaller Architekten ZT und Ramboll Studio Dreiseitl sieht fĂŒr die Entwicklung der heute als KleingĂ€rten „Kleineschholz“ genutzten FlĂ€che zwischen der GĂŒterbahntrasse und dem GrundstĂŒck der Agentur fĂŒr Arbeit ein urbanes Wohnquartier mit rund 550 Wohneinheiten vor. Gleichzeitig soll mit der baulichen Entwicklung, des Wohnquartiers eine rund 2 Hektar große öffentliche Parkanlage geschaffen werden.

Hierauf aufbauend beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am 19.07.2019 die Aufstellung eines Bebauungsplans „Kleineschholz Nord“ im Stadtteil StĂŒhlinger. Die frĂŒhzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung wurde anschließend vom 22.07. bis 16.09.2019 durchgefĂŒhrt.

Eine Vielzahl von planerischen Themen mĂŒssen im Verlauf des weiteren Verfahrens berĂŒcksichtigt und eingearbeitet werden, wie unter anderem:

- die Ausgleichsmaßnahmen fĂŒr die streng geschĂŒtzte Art der Mauereidechse (so genannte CEF-Maßnahmen),
- die Erarbeitung eines MobilitÀtskonzeptes,
- Verkehrs- und Freiraumkonzeption mit vielfĂ€ltigen Nutzungen der kĂŒnftigen GrĂŒnanlagen,
- Klimaanpassung und Energie
 
 

 
Gleichgeschlechtliche Beziehungen und hÀusliche Gewalt in Namibia
In Namibia kĂ€mpfen Frauen* und LGBTIQs fĂŒr die Ankerkennung ihrer Rechte. Dabei machen sie auf vielen Ebenen sichtbar, welche Repressionen, institutionellen Diskriminierungen und Alltagsaggressionen sie erfahren und nicht lĂ€nger hinnehmen wollen. Um die Sichtbarkeit von Frauen* und LBTIs in der namibischen Öffentlichkeit zu stĂ€rken und auf ihre Belange und Rechte aufmerksam zu machen, gehen Aktivist*innen auf die Straße, organisieren Festivals, schreiben Schattenberichte, veröffentlichen BĂŒcher, lancieren Bildungsprogramme.

Eine von ihnen ist Liz Frank, die Programmkoordinatorin des Women‘s Leadership Centre. Der sĂŒdnordfunk sprach mit ihr unter anderem ĂŒber die (kolonialen) UrsprĂŒnge von Homophobie und Frauen*- & Lesbenfeindlichkeit in Namibia. â–ș Ein Interview von Martina Backes ...
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Freiburg: VielfÀltiges Engagement einer offenen Stadt
Verleihung des Integrationspreises findet zum neunten Mal statt
OberbĂŒrgermeister Martin Horn und Erster BĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach wĂŒrdigen die PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€ger

Der Freiburger Integrationspreis - FĂŒr eine offene Stadt geht dieses Jahr an das Kooperationsprojekt „Project One World“ der Klinik fĂŒr PĂ€diatrische HĂ€matologie und Onkologie Freiburg und dem WordcafĂ© Freiburg. Weitere PreistrĂ€ger sind „Zeugen der Flucht e.V.“ fĂŒr das Projekt "Miteinander sprechen: Zeitzeugenberichte von GeflĂŒchteten" und das „Mosaik Netzwerk“. Sie erhalten insgesamt 5000 Euro fĂŒr ihre wertvolle Arbeit.

Wegen der Corona-Pandemie findet dieses Jahr keine EinbĂŒrgerungsfeier im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses statt. In diesem Rahmen ĂŒberreichten der OberbĂŒrgermeister und der Erste BĂŒrgermeister in den letzten Jahren die Preise. Den gegebenen UmstĂ€nden geschuldet, gab es dieses Jahr eine PreisĂŒbergabe unter freiem Himmel. OberbĂŒrgermeister Martin Horn und Erster BĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach ĂŒberreichten dem ersten PreistrĂ€ger, dem „Project One World“ gemeinsam mit Dr. Katja Niethammer, Leiterin des Amtes fĂŒr Migration und Integration, und Meral GrĂŒnder, Mitglied im Beirat fĂŒr Migrantinnen und Migranten, bei einem Pressetermin einen Scheck ĂŒber 3000 Euro. Anschließend fand ohne Presse, aber mit EBM Ulrich von Kirchbach, die PreisĂŒbergabe an die Ehrenamtlichen von „Zeugen der Flucht e.V.“ und dem „Mosaik Netzwerk“ statt.

OberbĂŒrgermeister Martin Horn: „Ich bedanke mich herzlich bei allen Menschen, die sich in unserer Stadt mit den verschiedensten Projekten und AnsĂ€tzen fĂŒr Integration einsetzen. Dieser Preis soll solches Ehrenamt wĂŒrdigen und die einzelnen Projekte stĂ€rker ins Rampenlicht rĂŒcken.“

Der Preis wurde 2011 auf Initiative von Alt-StadtrĂ€tin Dr. Sylvie Nantcha aus dem Gemeinderat heraus ins Leben gerufen und 2012 erstmals vergeben. Eine Jury aus Mitgliedern des Gemeinderats und des Beirats fĂŒr Migrantinnen und Migranten unter Vorsitz von Ulrich von Kirchbach haben alle Bewerbungen gesichtet und schließlich gemeinsam in einer Online-Konferenz die PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€ger ausgewĂ€hlt. Die diesjĂ€hrigen Einreichungen fĂŒr den Integrationspreis zeigen den großen ehrenamtlichen Einsatz der Menschen, die hinter den Projekten, Vereinen und Initiativen stehen. Erster BĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach: „Die Freiburgerinnen und Freiburger engagieren sich auf ganz unterschiedliche Weise, aber alle eint das Ziel einer offenen und lebendigen Gemeinschaft. Das freut die Jury und mich jedes Jahr bei der Auswahl der PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€ger.“

Erster Preis
One World Project e.V. – Preisgeld 3000 €
Sprachbarrieren machen keine Ausnahme fĂŒr Familien in medizinischen NotfĂ€llen. Daher entschied die Ă€rztliche Direktorin der Klinik fĂŒr PĂ€diatrische HĂ€matologie und Onkologie, Prof. Dr. Charlotte Niemeyer, diesen Familien die Möglichkeit zu geben, die deutsche Sprache von Behandlungsbeginn an zu lernen. Wendy ZĂ€hringer-Hardy, GrĂŒnderin des WordcafĂ©s, setzte das in die Praxis um und startete das Kooperations-Projekt „One World" an der Kinderklinik. Dieses richtet sich an junge auslĂ€ndische Patient*innen der Freiburger Kinderklinik und die sie begleitenden Familien, die zur lebensrettenden Krebsbehandlung nach Deutschland kommen. Oft sprechen sie kein oder kaum Deutsch und die Behandlung kann viele Monate dauern. Das „One World Project“ bietet maßgeschneiderten Spracherwerb fĂŒr Kinder und Eltern. Dabei lernen Eltern, die BedĂŒrfnisse ihrer Kinder zu kommunizieren und mit medizinischem Personal zu besprechen. Auch die Kinder lernen beispielsweise zu sagen, wann und wo sie Schmerzen haben. Aber im Sprachunterricht soll es sich nicht ausschließlich um Krankenhaus und Körperbefinden drehen, sondern auch um AlltĂ€gliches. Oft sind Vokabeln wie „Tabletten gegen Übelkeit“ schon bekannt, „die Sonne scheint“ aber noch nicht. SprachfĂ€higkeiten ermöglichen darĂŒber hinaus den Aufbau eines sozialen Netzwerkes mit anderen Patientinnen und Paten, Familien, medizinischem Personal und alltĂ€glichen Bekanntschaften. Der Sprachendienst kostet nichts und das WordcafĂ© möchte den Service nach der Pilotphase in der gesamten Klinik anbieten – ĂŒberall dort, wo UnterstĂŒtzung benötigt wird. Das „One World Project“ hilft Menschen, die gleich zwei IntegrationshĂŒrden zu ĂŒberwinden haben.

Antirassistisches Bildungsangebot: Zeugen der Flucht e.V. Preisgeld 1000 Euro
Der Verein „Zeugen der Flucht e.V.“ grĂŒndete sich als Reaktion auf die gesellschaftliche Situation im Jahr 2015 und 2016. Er leistet mit dem Projekt "Miteinander sprechen: Zeitzeugenberichte von GeflĂŒchteten" antirassistische Bildungsarbeit, die sich auf sozialwissenschaftliche Erkenntnisse stĂŒtzt. Er ermöglicht GeflĂŒchteten und SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern Austausch und Begegnung auf Augenhöhe. Dazu gehen ehrenamtliche Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter und junge Menschen mit Fluchterfahrung in Schulklassen, um mit den Kindern und Jugendlichen ĂŒber das sensible Thema Flucht zu sprechen. ZunĂ€chst geht es bei einer kurzen inhaltlichen EinfĂŒhrung um globale Fluchtbewegungen, Herkunfts- und ZiellĂ€nder sowie die vielfĂ€ltigen Ursachen von Flucht. Die Beschreibung der weltweiten Lage GeflĂŒchteter soll deutlich machen, ĂŒber wen und was die gesellschaftliche Debatte gefĂŒhrt wird. Mit der Frage, was fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler individuelle BeweggrĂŒnde fĂŒr eine Flucht sein könnten, startet die gemeinsame GesprĂ€chsrunde. Es folgt ein offener Austausch mit geflĂŒchteten Menschen im Stuhlkreis. In den Begegnungen geht es nicht darum, Mitleid zu erregen, sondern darum, dass geflĂŒchtete Menschen ihre Sichtweise darstellen können. So werden die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler fĂŒr deren Lebenssituationen sensibilisiert und eine differenzierte Meinungsbildung gelingt. Persönliche Geschichten sollen das mediale Bild ergĂ€nzen. Des Weiteren will der Verein Ängsten und Unsicherheiten entgegenwirken, welche oftmals zu Diskriminierungen und Vorurteilen fĂŒhren. Das Angebot richtet sich an SchĂŒlerinnen und SchĂŒler unterschiedlicher Schulformen.

Begegnungsnetzwerk: Mosaik Netzwerk Preisgeld 1000 Euro
Beim BegegnungscafĂ© "Mosaik am Mittwoch“ treffen sich seit fĂŒnf Jahren bis zu 60 einheimische und geflĂŒchtete Menschen wöchentlich zum Austausch, Lernen, gemeinsamen Basteln, Backen und Musizieren. Aus den Treffen heraus sind weitere Projekte wie ein wöchentlich reservierter Tisch im CafĂ© Satz zum Austausch und Deutsch lernen entstanden. Über die BegegnungscafĂ©s haben sich ĂŒber die Jahre auch sehr viele Lernpatenschaften gefunden. Außerdem gibt es Patenschaften fĂŒr die Hilfe bei der Wohnungssuche, Begleitung bei BehördengĂ€ngen, Vermittlung von Praktika und Hilfe bei der Jobsuche. Ehrenamtliche haben allein in diesem Bereich in fĂŒnf Jahren ĂŒber tausend Stunden geleistet. Zudem gibt es jedes Jahr ein Programm mit Bildungsfahrten und Freizeitangeboten wie zum Beispiel der Besuch des Landtages, WanderausflĂŒge, Theaterbesuche, Bowling oder AusflĂŒge an den Bodensee. Mehrmals im Jahr kocht ein Team aus dem Mosaik Netzwerk ein warmes Gericht aus deren Heimatland fĂŒr bis zu 60 Personen und im zwei-Wochen Rhythmus trifft sich eine NĂ€hgruppe in den RĂ€umen des Stadtteiltreffs. Wer sich als geflĂŒchteter Mensch in das Mosaik Netzwerk einbringt, kann von der integrativen Wirkung auf ganz unterschiedliche Weise profitieren.
 
 

 
Vorschlag fĂŒr Modellversuch "Tempo 30 in ganz Freiburg"
Harmonisierung auf Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der ersten deutschen Stadt
Landesverkehrsminister Hermann unterstĂŒtzt Freiburger Initiative
Vorteile fĂŒr alle Verkehrsteilnehmende

OB Horn appelliert an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer fĂŒr mehr kommunalen Handlungsspielraum und Freiburg als Modellkommune

Seit lĂ€ngerem schon liegt es aus verschiedenen GrĂŒnden nahe, in der ganzen Stadt Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit einzufĂŒhren. Das ist auch schon seit Jahren die Forderung des Deutschen StĂ€dtetags. Denn von einheitlichen Regelungen profitieren alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.

Die STVO sieht aber als innerörtliche Höchstgeschwindigkeit grundsĂ€tzlich Tempo 50 vor – Tempo 30 oder andere GeschwindigkeitsbeschrĂ€nkungen sind daher zu begrĂŒndende Ausnahmen von dieser Regel. Nur in sensiblen Bereichen wie Wohngebieten oder Kitas oder auch aus LĂ€rmschutzgrĂŒnden kann Tempo 30 momentan begrĂŒndet werden. Durch unterschiedliche BegrĂŒndungen entstehen auf Straßenabschnitten heute unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten mit teilweise unterschiedlichen Zeitfenstern – ein Wirrwarr, das viele Verkehrsteilnehmer verunsichert und auch verĂ€rgert. OberbĂŒrgermeister Martin Horn hat deshalb nun Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in einem Brief den Vorschlag gemacht, Freiburg als erste deutsche Modellkommune fĂŒr Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit zu benennen und hierfĂŒr ĂŒber die STVO eine Sonderregelung fĂŒr Kommunen einzufĂŒhren.

„Mit dieser Initiative möchten wir vorangehen. Es gibt zahlreiche ĂŒberzeugende GrĂŒnde fĂŒr eine Harmonisierung auf Tempo 30 in der Stadt. Deshalb hoffe ich sehr, dass das Bundesverkehrsministerium unser Angebot annimmt und mit uns gemeinsam diesen Weg einschlĂ€gt. Wir reden alle ĂŒber nachhaltige MobilitĂ€t und mehr Verkehrssicherheit. Von dem Modellversuch wĂŒrden wir alle profitieren. Autofahrer hĂ€tten Klarheit und der Verkehr wĂŒrde besser fließen. Fahrradfahrer und FußgĂ€nger wĂ€ren besser integriert und verkehrstechnisch geschĂŒtzt. Und es wĂ€re ein wichtiger Beitrag fĂŒr eine nachhaltige Verkehrswende, fĂŒr die Sicherheit und die LebensqualitĂ€t“, so OberbĂŒrgermeister Martin Horn.

Auch Landesverkehrsminister Winfried Hermann unterstĂŒtzt den Freiburger Vorschlag:

„Eine solche Regelung fĂŒr die StĂ€dte ist im Interesse der Verkehrssicherheit ĂŒberfĂ€llig. Seit vielen Jahren setze ich mich schon dafĂŒr ein, die Regelgeschwindigkeit innerorts von 50 auf 30 km/h zu senken. Dann wĂŒrde die alte Regel Tempo 50 zur Ausnahme fĂŒr die großen Durchgangsstraßen und der Flickenteppich aus zahllosen Tempo-30-Zonen verbunden mit einem betrĂ€chtlichen Schilderwald hĂ€tte ein Ende. Autofahrer mĂŒssten dann innerhalb der Stadt nicht immer wieder darĂŒber nachdenken: ‚Bin ich noch in einer Tempo-30-Zone oder nicht?‘ Und alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer hĂ€tten Klarheit bezĂŒglich der Regeln und vor allem mehr Sicherheit und VerkehrsqualitĂ€t. Ich begrĂŒĂŸe ausdrĂŒcklich diesen neuartigen Freiburger Vorstoß“

BaubĂŒrgermeister Martin Haag erlĂ€utert, dass bei einer einheitlichen Regelung Tempo-30 innerorts wĂŒrden wenige ĂŒbergeordnete Straßen von einer Geschwindigkeitsreduzierung ausgenommen. Auch StĂ€dtetag und ADAC SĂŒdbaden haben sich fĂŒr eine Vereinheitlichung der Geschwindigkeitsanordnungen ausgesprochen. „Ebenfalls belegt ist, dass geringeres Tempo zu weniger schweren Unfallfolgen und damit weniger Unfalltoten fĂŒhrt. Durch die Möglichkeit fĂŒr Kommunen, Geschwindigkeit auf Tempo 30 zu reduzieren, wĂŒrde das Ziel eines stadtvertrĂ€glichen Verkehrs nĂ€her rĂŒcken“, so BaubĂŒrgermeister Haag.
 
 

Buchtipp:
 
Buchtipp: "MERIAN Freiburg und der Breisgau"
Der Jahreszeiten Verlag veröffentlicht mit „MERIAN Freiburg und der Breisgau“ im November die fĂŒnfte Spezial-Ausgabe ĂŒber die Green City Vor 900 Jahren hat Freiburg das Marktrecht erhalten. FĂŒr das lebenswerte Zentrum im SĂŒdwesten Deutschlands ist das lĂ€ngst nicht der einzige Anlass zu feiern: So ist Freiburg heute ein wichtiger Ort fĂŒr Bildung, Forschung und Nachhaltigkeit. Und schon seit jeher Mittelpunkt der reizvollen Genussregion Breisgau, die direkt vor den Toren der Stadt beginnt. GenĂŒgend gute GrĂŒnde fĂŒr MERIAN, dem fĂŒhrenden deutschen Reise- und Kulturmagazin, der Stadt und seiner Umgebung eine eigene Ausgabe zu widmen. Trotz der schwierigen UmstĂ€nde durch das Coronavirus ist es der Redaktion gelungen, in der mittlerweile fĂŒnften Freiburg-Ausgabe alle geplanten Wunschthemen umzusetzen – auch ein Portrait des Freiburger Barockorchester ist mit von der Partie.

Auf 132 Seiten warten auf die Leserinnen und Leser spannende Themen, wie zum Beispiel „BlĂŒhendes GemĂŒse“, „Champignons aus dem Bunker“, „Ein Erfolgsrezept fĂŒr KĂ€sekuchen: zu Besuch bei den Machern vom MĂŒnstermarkt“ oder „Die Welt in einer Kirche: GesprĂ€ch mit MĂŒnster-Experte Konrad Kunze ĂŒber ein Meisterwerk der Gotik und seine Geheimnisse“. Auch Freiburgs PopularitĂ€t als Öko-Vorzeigestadt und die Planungen zum neuen Stadtteil Dietenbach werden thematisiert. Die Geschichte der BĂ€chle und des Bergwerks Schauinsland sowie Impressionen des historischen Stadtbildes mit seinen prachtvollen Jugendstil-GebĂ€uden spiegeln eindrucksvoll den nostalgischen Charme, den Freiburg bis heute versprĂŒht, wider. Ein Überblick ĂŒber die schönsten WeingĂŒter rund um Freiburg, charmante Hotels und eine Genusstour, die vom FrĂŒhstĂŒck bis zum letzten Drink die kulinarischen lokalen Highlights prĂ€sentiert, machen Lust auf einen Besuch der Stadt am Fuße des Schwarzwaldes.

Die Ausgabe „MERIAN Freiburg und der Breisgau“ ist ab sofort in einer Auflage von 60.000 Exemplaren fĂŒr 9,90 Euro deutschlandweit im Buch- und Zeitschriftenhandel sowie online erhĂ€ltlich.
 
 

 
Grenzenloser Ärger statt bequemer Online-Kauf
Umfrage des vzbv ergibt: Verbraucher haben bei außereuropĂ€ischen Bestellungen ĂŒber Online-MarktplĂ€tze vielfĂ€ltige Probleme

Gut vier von zehn Befragten (41 Prozent), die schon einmal etwas im außereuropĂ€ischen Ausland bestellt haben, geben an, dass dabei etwas schiefgelaufen ist. Dazu gehören lange oder ausbleibende Lieferungen, schwieriger Widerruf oder vereinzelt sogar gefĂ€hrliche und unsichere Waren. Das ergab eine reprĂ€sentative Befragung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Der vzbv sieht die Verantwortung hier auch bei den Online-MarktplĂ€tzen. Dazu veröffentlicht der vzbv ein neues Positionspapier und setzt sich fĂŒr die Reform der Produktsicherheitsrichtlinie ein.

„Verbraucher sagen ‚ich kaufe bei dem Online-Marktplatz‘ und nicht ‚ich kaufe bei einem Anbieter in China‘,“ sagt Klaus MĂŒller, Vorstand des vzbv. „Diese prominente Rolle von Online-MarktplĂ€tzen muss sich auch in ihrer Verantwortung fĂŒr die angebotenen Produkte widerspiegeln. Online-MarktplĂ€tze mĂŒssen fĂŒr die Einhaltung von Verbraucherrechten haften, wenn sie einen beherrschenden Einfluss auf die Anbieter ausĂŒben und kei-ne ausreichenden Sorgfaltspflichten ĂŒbernehmen.“
 
 



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