Prolixletter
Sonntag, 7. März 2021
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Verschiedenes

 
Karlsruhe: Auszubildende waren kreativ
Brettspiel fĂŒr WaldpĂ€dagogik gebaut und getestet

Vier Auszubildende der Stadt haben ein Brettspiel entworfen und gebaut, das ab sofort im Waldzentrum zum Thema "Das Eichhörnchen im Herbst" eingesetzt wird. Dabei geht es darum, als Eichhörnchen im Herbst fĂŒr den Winter ausreichend VorrĂ€te anzulegen, um zu ĂŒberleben. Mit viel Liebe zum Detail gestalteten Jessy Gress und Melanie MĂŒller vom Gartenbauamt, Moritz Köpf vom Personal- und Organisationsamt sowie Leonard Willimsky vom Forstamt die Spielfiguren, Fragekarten und das Brett. Im Spiel können zwei bis vier Einzelpersonen oder Teams aktiv werden.

KĂŒrzlich ĂŒbergab das Quartett sein Werk an den Projektleiter der WaldpĂ€dagogik, Förster Martin Kurz. Bei einer waldpĂ€dagogischen EinfĂŒhrungsveranstaltung fĂŒr Teilnehmende einer Fachschule fĂŒr SozialpĂ€dagogik bestand es bereits den Praxistest.

zum Bild oben:
Übergabe des Brettspiels: (von links) Andreas Ott und Martin Kurz von der WaldpĂ€dagogik nehmen das Spiel von Melanie MĂŒller, Leonard Willimsky und Jessy Gress in Empfang / Foto: WaldpĂ€dagogik KA
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Seenotrettung ist kein Verbrechen
Rettungspilot startet Online-Appell und findet 120.000 UnterstĂŒtzer

Verden/Valetta, 7. Juli 2018. Immer mehr Menschen unterstĂŒtzen den Online-Appell auf WeAct, der Petitionsplattform der BĂŒrgerbewegung Campact, zur Fortsetzung der Seenotrettung im Mittelmeer. Über 120.000 fordern von Außenminister Heiko Maas (SPD), das Sterben vor den KĂŒsten in Europas SĂŒden zu beenden. Zeitgleich werden an vielen Orten in Deutschland Menschen fĂŒr die Rettung der BootsflĂŒchtlinge auf die Straßen gehen, unter anderem in Berlin. Außenminister Heiko Maas (SPD) hat bisher immer betont, dass ihm eine menschliche Asylpolitik wichtig sei. Nun muss er die Regierungen Italiens und Maltas dazu bringen, Schiffe und Flugzeuge der Hilfsorganisationen wieder freizugeben. Sie mĂŒssen zurzeit in HĂ€fen und am Boden bleiben.

Gestartet wurde die Petition von Ruben Neugebauer, der bisher als Co-Pilot mit dem Flugzeug von Malta aus FlĂŒchtlingsboote auf dem Mittelmeer aufspĂŒrte. Der Sea-Watch-Aktivist sagt: “Es ist zum Verzweifeln. Dort draußen sterben Menschen. Wir haben alles da, um sie zu retten. Doch wir dĂŒrfen nicht. Die Regierungen wollen mit dieser unmenschlichen HĂ€rte ein Exempel statuieren. Sie lassen Menschen ertrinken um andere davon abzuhalten, das Mittelmeer zu ĂŒberqueren. Die MenschenwĂŒrde zĂ€hlt nichts mehr.”

Mindestens 483 Menschen sind zwischen dem 19. Juni und dem 4. Juli 2018 im Mittelmeer ertrunken.Seit Jahren sind Organisationen wie Sea-Watch auf dem Mittelmeer unterwegs, um zu tun, was eigentlich Aufgabe der KĂŒstenwache wĂ€re: Sie retten Menschen aus leckgeschlagenen Schlauchbooten und bewahren sie vor dem Ertrinken. Doch jetzt hat Italien seine HĂ€fen fĂŒr die zivilen Retter geschlossen und Malta erlaubt Sea-Watch nicht mehr, mit dem Flugzeug aufzusteigen.

Bis eine politische Lösung zum Umgang mit den Menschen steht, die ĂŒber das Mittelmeer nach Europa fliehen, mĂŒssen Rettungspiloten wie Ruben Neugebauer und die anderen Helfer/innen weiter Menschenleben retten dĂŒrfen. “In diesen Tagen gilt es zu beweisen, dass wir noch auf der Seite der Menschenrechte stehen”, sagt Lisa Reichmann von WeAct. “Man darf die Debatte nicht allein CSU-Innenminister Horst Seehofer ĂŒberlassen.”
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Fördermittel fĂŒr GedenkstĂ€ttenarbeit in Baden-WĂŒrttemberg
Jetzt ProjektantrĂ€ge fĂŒr das Jahr 2019 stellen

Einrichtungen in Baden-WĂŒrttemberg, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern, können bei der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Baden-WĂŒrttemberg (LpB) Projektmittel fĂŒr das Jahr 2019 beantragen. Bis zum 1. Oktober 2018 mĂŒssen die AntrĂ€ge beim Fachbereich GedenkstĂ€ttenarbeit eingegangen sein. Der Förderbeirat, der paritĂ€tisch mit Vertretern der LpB und der Landesarbeitsgemeinschaft der GedenkstĂ€tten und GedenkstĂ€tteninitiativen (LAGG) besetzt ist, entscheidet im November 2018.
In Abstimmung mit der LAGG gelten folgende Förderschwerpunkte:

- Vorrang haben pÀdagogische und didaktische Angebote sowie Projekte an GedenkstÀtten, die junge Menschen ansprechen;

- Vorrang haben zudem Maßnahmen, die Aussagen von Zeitzeugen und deren Familienangehörigen erfassen und sichern sowie Vorhaben der Forschung und Dokumentation an einzelnen GedenkstĂ€tten;

- Vorrang haben darĂŒber hinaus Projekte der Vernetzung von GedenkstĂ€tten untereinander sowie von GedenkstĂ€tten mit anderen zivilgesellschaftlichen Bereichen.

Der Bezug zur GedenkstĂ€ttenarbeit in Baden-WĂŒrttemberg zĂ€hlt zu den grundsĂ€tzlichen Voraussetzungen fĂŒr die Bewilligung der Landesmittel durch den Förderbeirat. Die GedenkstĂ€ttenförderung sieht auch die Förderung von GedenkstĂ€ttenverbĂŒnden in Baden-WĂŒrttemberg vor. Über die Förderung von VerbĂŒnden entscheidet der Förderbeirat. Die FördergrundsĂ€tze und die aktuellen Antragsformulare können abgerufen werden unter www.gedenkstaetten-bw.de

Die Unterlagen können auch angefordert werden bei:

Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Baden-WĂŒrttemberg
GedenkstÀttenarbeit
Lautenschlagerstraße 20
70173 Stuttgart

Telefon 0711/164099-31 und 0711/164099-56, Fax -55,
erika.riegg@lpb.bwl.de
christina.schneider@lpb.bwl.de

Eine Beratung ist telefonisch oder per E-Mail möglich.
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Der Freiburger Ferienpass startet wieder
246 Angebote mit ĂŒber 3.000 PlĂ€tzen fĂŒr Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren

Verkauf ab Montag, 9. Juli,
Anmeldung ab Mittwoch, 18. Juli, 12 Uhr

Großes Eröffnungsfest am 30. Juli ab 14 Uhr im Stadtgarten

In Freiburg kommt „alle Jahre wieder“ auch im Sommer: Der Freiburger Ferienpass startet kurz vor den Sommerferien und bietet allen Kindern zwischen 6 und 17 Jahren ein tolles, interessantes und vielfĂ€ltiges Angebot. Das Ferienpass-Team im Amt fĂŒr Kinder, Jugend und Familie (AKI) hat 246 Angebote mit ĂŒber 3.000 PlĂ€tzen fĂŒr Kinder und Jugendliche im blauen BĂŒchlein zusammengestellt. Ab Montag, den 9. Juli, ist der Pass zu kaufen, ab Mittwoch, den 18. Juli, 12 Uhr können die Angebote gebucht werden. Die Veranstaltungen finden zwischen dem 30. Juli und dem 8.September statt.

Jetzt muss man sich nur noch entscheiden: Abenteuer Wildnis, Clown-Workshop, Goldschmieden, Hundekurs fĂŒr Kinder, Rugby - hart aber fair oder Tape Art? Im kleinen dicken Ferienpass-BĂŒchlein sind alle Angebote nach Alter, Zeit, Kategorie geordnet und ausfĂŒhrlich beschrieben. Auch gibt es 20 spezielle Angebote fĂŒr MĂ€dchen, fĂŒr Jungen drei. Kostenfrei können 72 Veranstaltungen angeboten werden. FĂŒr die restlichen 174 Veranstaltungen fallen weitere UnkostenbeitrĂ€ge an. Davon kann bei 116 Veranstaltungen (67 Prozent) der Unkostenbeitrag von Freiburger Kindern und Jugendlichen mit Gutscheinen fĂŒr Bildung und Teilhabe bezahlt werden.

Vom 28. bis 31. August finden die „Spielmobil Ferientage“ mit Spiel, Kunst, Musik und Theater im Eschholzpark statt. Der Abenteuerspielplatz Freiburg-Weingarten bietet im Rahmen des Freiburger Ferienpasses ein einwöchiges offenes Angebot vom 3. bis 7. September fĂŒr die Ferienpass-Teilnehmenden an.

Hinweissymbole erleichtern das Finden von Angeboten, die behindertengerecht, barrierefrei oder mit geringen Deutschkenntnissen nutzbar sind. Es gibt insgesamt 60 behindertengerechte Angebote (24 Prozent). Somit ist jedes 4. Angebot inklusiv. In barrierefreien RĂ€umlichkeiten finden 64 Angebote (26 Prozent) statt. MĂ€dchen und Jungen mit Behinderung wird empfohlen, sich im Vorfeld mit dem FerienpassbĂŒro und/oder den Veranstaltenden in Verbindung zu setzen. Dann gibt es insgesamt 133 Veranstaltungen (54 Prozent) fĂŒr MĂ€dchen und Jungen mit geringen Deutschkenntnissen. Sie bieten die Möglichkeit, dass auch Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung tolle Ferien im Rahmen des Freiburger Ferienpasses erleben können.

Bei der Vorstellung des Programms dankte BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik vor allem den 80 engagierten ehren- und hauptamtlichen Veranstalterinnen und Veranstaltern fĂŒr die große und bunte Programmvielfalt. „Wieder ist ein tolles und reiches Programm entstanden!“, freut sich Stuchlik zusammen mit dem Team des Ferienpasses aus dem AKI.

Online kann schon jetzt geschnuppert werden: Die Seite www.freiburger-ferienpass.de ist bereits offen. Wie in den Vorjahren schon zahlen die Freiburger Kinder 11,50 Euro fĂŒr den Pass, jedes weitere Geschwisterkind 9,50 Euro. Kinder aus den Umlandgemeinden oder zu Besuch in Freiburg bezahlen 17,50 Euro, jedes weitere Geschwisterkind 14,50 Euro. Bei Vorlage der gĂŒltigen Freiburger FamilienCard erhĂ€lt jedes Freiburger Kind eine ErmĂ€ĂŸigung von 2,50 Euro auf den Kaufpreis. Auch in diesem Jahr ist fĂŒr Freiburger Kinder und Jugendliche das Einlösen von Gutscheinen fĂŒr Bildung und Teilhabe beim Freiburger Ferienpass möglich. Zum Erwerb des Ferienpasses muss ein Passfoto, Kinder-, Personal- oder SchĂŒlerausweis, Bargeld und, falls vorhanden, die Freiburger FamilienCard oder die Gutscheine fĂŒr Bildung und Teilhabe fĂŒr jedes Kind/ Jugendlichen mitgebracht werden. FĂŒnfzehn Verkaufsstellen in Freiburg bieten dieses Jahr den Ferienpass zum Kauf an, siehe Anhang der Meldung, zentrale Verkaufsstelle ist die BĂŒrgerberatung im Innenstadtrathaus, Rathausplatz 2-4.

Die Inhaberinnen und Inhaber des Freiburger Ferienpasses können vom 30. Juli bis 7.September wieder zum vergĂŒnstigten Schwimmbadeintritt von 70 Cent die stĂ€dtischen SchwimmbĂ€der besuchen.

Auch die Last-Minute-Angebote gibt es wieder, die ĂŒber die vier anmeldepflichtigen Angebote hinaus gebucht werden können. Genau zwischen sieben Tagen (168 Stunden) und 24 Stunden vor Beginn eines Angebotes ist dies sowohl ĂŒbers Internet als auch ĂŒber das Telefon möglich, falls es zu diesem Zeitpunkt noch freie PlĂ€tze gibt.

Ab dem 6. August ist der Pass auch im FerienpassbĂŒro, Auf der Zinnen 1, 2. OG im Karlsbau, 79098 Freiburg, nach telefonischer Terminvereinbarung zu kaufen. Auch die BĂŒrgerberatung im Innenstadtrathaus verkauft wĂ€hrend der Sommerferien bis einschließlich 1. September weiterhin den Ferienpass.

Im letzten Jahr als JubilĂ€umsaktion gestartet, wird das RabattSpecial unter dem Motto „Sparen mit dem Freiburger Ferienpass“ fortgefĂŒhrt. Es ermöglicht bei Vorlage des Freiburger Ferienpasses, diverse ErmĂ€ĂŸigungen bei den nachfolgenden Anbietern zu erhalten. Die genauen Konditionen sind im Programmheft und auf der Homepage des Freiburger Ferienpasses zu finden. Folgende Unternehmen bieten Rabatte an:

Badeparadies Schwarzwald
Escape Room & Mind Arena
Freiburger StÀdtische Museen
FUN Strand
KinderGalaxie
Maisfeldlabyrinth Opfingen
Parc du Petit Prince
Regio BĂ€der GmbH
Schauinslandbahn
Schwarzwaldzoo

Wie im letzten Jahr betrug der stĂ€dtische Etat fĂŒr den Ferienpass 74.120 Euro. Im letzten Jahr wurden 1.034 PĂ€sse verkauft.

Ferienpassverkauf 2018 - Verkaufsstelle und Zeitraum:

BĂŒrgerberatung
Rathausplatz 2-4, 79098 Freiburg
9. Juli bis 31. August
Mo bis Do von 8 bis 17 Uhr
Fr von 8 bis 15.30 Uhr

Freiburger BĂŒndnis fĂŒr Familie
Kaiser-Joseph-Str. 268 (3. OG), 79098 Freiburg
10. Juli bis 15. August
Di von 10 bis 12 Uhr
Mi von 16 bis 18 Uhr

Haus der Begegnung
Habichtweg 48, 79110 Freiburg
9. Juli bis 19. Juli
Mo bis Do von 8 bis 12 Uhr
Di und Do von 15 bis 17 Uhr

Jugend- und Kinderhaus St. Georgen
Bozener Str. 18, 79111 Freiburg
12. Juli von 16 bis 18 Uhr
19. Juli von 17 bis 19 Uhr

JuKS Vauban im Haus 037
Alfred-Döblin-Platz 1, 79100 Freiburg
11. Juli und 12. Juli
9 bis 12 Uhr und 17 bis 20 Uhr

Kinder- und Jugendhaus Hochdorf
Riedmatten 6, 79108 Freiburg
10. Juli bis 19. Juli
Di von 10 bis 12 Uhr
Do von 15 bis 18 Uhr

Kinder- und Jugendzentrum Weingarten
Bugginger Str. 42, 79114 Freiburg
9. Juli bis 19. Juli
Mo bis Do von 9.30 bis 12 Uhr

K.I.O.S.K. Rieselfeld e.V.
Maria-von-Rudloff-Platz 2, 79111 Freiburg
10. Juli bis 25. Juli
Mi von 11 bis 13 Uhr
Di, Do und Fr von 16 bis 18 Uhr

Ortsverwaltung Opfingen
DĂŒrleberg 2, 79112 Freiburg
9. Juli bis 27. Juli
Mo bis Fr von 8 bis 12 Uhr
Mo von 18 bis 20 Uhr

Ortsverwaltung Tiengen
Freiburger Landstr. 28, 79112 Freiburg
9. Juli bis 27. Juli
Mo bis Fr von 8 bis 11.30 Uhr
Mi von 13.30 bis 17.30 Uhr

Ortsverwaltung Waltershofen
Schulhalde 12, 79112 Freiburg
9. Juli bis 27. Juli
Mo bis Fr von 8 bis 12 Uhr
Mi von 13.30 bis 18 Uhr

StadtteilbĂŒro Haslach
Melanchthonweg 9b, 79115 Freiburg
9. Juli bis 18. Juli
Mo und Mi von 13 bis 16 Uhr

StadtteilbĂŒro Weingarten
Krozinger Str. 11, 79114 Freiburg
9. Juli bis 21. Juli
Mo bis Sa von 10 bis 12 Uhr
Fr von 16 bis 18 Uhr

Stadtteiltreff Betzenhausen-Bischofslinde
Sundgauallee 9, 79114 Freiburg
9. Juli bis 11. Juli
Mo von 13 bis 16 Uhr
Di von 14 bis 18 Uhr
Mi von 11 bis 15 Uhr

Stadtteiltreff BrĂŒhl-Beurbarung
Tennenbacher Str. 36, 79106 Freiburg
9. Juli bis 26. Juli
Mo und Do von 9 bis 11 Uhr
Di von 18 bis 19.30 Uhr
 
 

 
Freiburg: Kita Bedarfsplanung
Erneut mehr PlĂ€tze fĂŒr Kinder unter drei Jahren notwendig
Weiter intensiver Ausbau der Kinderbetreuung

Freiburgs Bevölkerung boomt, auch die Geburten erreichen immer neue Rekordzahlen. Damit steigt auch der Bedarf an BetreuungsplĂ€tzen fĂŒr Kinder zwischen einem und 7 Jahren deutlich an. Erneut fĂ€llt die tatsĂ€chliche Anzahl an Kinder fĂŒr die U-3-Betreuung deutlich höher als erwartet aus. Die Bedarfsplanung, die das Amt fĂŒr Kinder, Jugend und Familie (AKI) laufend erstellt, muss daher fĂŒr diese Altersgruppe noch weiter nach oben korrigiert werden. Die Zahl der Kinder ĂŒber drei Jahren jedoch fĂ€llt etwas geringer aus als erwartet. Insgesamt, so berichtet das AKI jetzt an den Gemeinderat, liegt deshalb der Bedarf an BetreuungsplĂ€tzen fĂŒr Kinder bis drei Jahren bei 227 PlĂ€tzen mehr als im Vergleich zur Prognose 2014 und bei 73 PlĂ€tzen mehr im Vergleich zur modifizierten Vorausrechnung von Anfang 2017.

„Seit vielen Jahren investieren wir viel Geld und viel Arbeit in den Ausbau der BetreuungsplĂ€tze. Nur weil Gemeinderat, Verwaltung und alle anderen Akteurinnen und Akteure an einem Strang ziehen, schaffen wir es, dem Bedarf einigermaßen nachzukommen“, erklĂ€rte BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik bei der Vorstellung der neuen Zahlen. „Aber immer noch sind wir nicht am Ende angelangt“, so Stuchlik weiter. „Nach derzeitigem Stand der Ausbauplanungen gehen wir davon aus, dass bis zum Jahr 2020 unser Ziel einer Versorgungsquote von fĂŒnfzig Prozent erreicht werden kann.“ Mit einer Betreuungsquote von rund 44 Prozent habe die Stadt bislang dem gesetzlichen Betreuungsanspruch fĂŒr Kinder unter drei Jahren nachkommen können, berichtet sie weiter. Das sei in StĂ€dten wie Freiburg eine besondere Herausforderung, weil hier die Nachfrage höher als in anderen StĂ€dten und Regionen sei. Viele andere
deutsche StÀdte im Westen hÀtten nur eine Quote von 30 Prozent bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren.

In Freiburg waren zum Stichtag 1. MĂ€rz insgesamt 3.168 PlĂ€tze, davon 355 in Kindertagespflege fĂŒr Kinder bis drei Jahre vorhanden. Da politisch eine Zielquote ist 50 Prozent vom Gemeinderat vorgegeben worden ist, liegt der weitere Bedarf bei 3.539 PlĂ€tzen bis Ende 2020. „Das sind rund 31 Gruppen oder 311 PlĂ€tze“, erklĂ€rte der stellvertretende Leiter des AKI; Beatus Kamenzin. „Noch in diesem Jahr sollen weitere zehn Gruppen mit rund 100 PlĂ€tzen hinzu kommen“, kĂŒndigte er an. So werde eine zweite Kita im Baugebiet Gutleutmatten eröffnen, es neue Gruppen in der Kita BinzengrĂŒn 34, in der Kita Burg, im Kindergarten St. Martin, im Kinder- und Familienhaus Jona im ehemaligen Hort Sandfangweg und in der Krabbelgruppe PĂŒnktchen in der Wiehre geben. Weitere 14 Gruppen mit 140 PlĂ€tzen sollen im nĂ€chsten Jahr folgen. DafĂŒr planen mehrere katholische Einrichtungen eine Erweiterung, neu dazu kommen sollen die Kita Includi in der Unterwiehre und eine stĂ€dtische Kita in Landwasser. In der stĂ€dtischen Kita Vauban soll eine Gruppe fĂŒr Kinder von drei bis sechs Jahren in eine Krippengruppe umgewandelt werden. „Entwickelt sich die Bevölkerung so, wie wir es jetzt erwarten, haben wir Ende 2018 noch ein Defizit von rund 146 PlĂ€tzen“, berichtet Kamenzin.

FĂŒr die Kinder von drei bis sechs Jahren gab es zum Stichtag 1. MĂ€rz insgesamt 7.607 PlĂ€tze, das entspricht einer Versorgungsquote von 100 Prozent. Hier will das AKI die Zielquote von 100 auf 103 Prozent anpassen, um Inklusion besser umsetzen zu können. Denn Kinder mit einem erhöhten Förderbedarf dĂŒrfen bei der Belegung doppelt angerechnet werden. Wird dies bei einer bedarfsgerechten Versorgungsquote angemessen berĂŒcksichtigt, muss sie ĂŒber 100 Prozent liegen. „Aktuell machen nicht alle Einrichtungen von der Möglichkeit zur Doppelanrechnung Gebrauch, da sie andernfalls Kinder, die ebenfalls einen Platz brauchen, abweisen mĂŒssten“, so Kamenzin. Mit der Zielquote 103 Prozent besteht aufgrund der hohen Geburtenraten der letzten Jahre dann ein Bedarf von 8.250 PlĂ€tzen bis Ende 2020. Das entspricht einem Ausbaubedarf von rund 20 bis 25 Gruppen oder 500 zusĂ€tzlichen PlĂ€tzen. Außerdem gebe es einen zusĂ€tzlichen Bedarf fĂŒr den Ersatz von bis zu 73 PlĂ€tzen fĂŒr FlĂŒchtlingskinder in Klein- und Vorschulgruppen und fĂŒr die Erhöhung des Anteils an GanztagsplĂ€tzen. Denn in Ganztagsgruppen können weniger Kinder betreut werden als in Gruppen mit kĂŒrzeren Öffnungszeiten, so dass bei der Umstrukturierung oder Ausdehnung von Öffnungszeiten PlĂ€tze wegfallen. Bis Ende 2020 mĂŒssen daher in sechs Gruppen rund 132 PlĂ€tze entstehen. Dies kann gelingen unter anderem durch die vollstĂ€ndige Inbetriebnahme der Kita Löwenzahn beim RegierungsprĂ€sidium und der Kita Bunte Burg in Landwasser
sowie dem Start der ersten Kita Gutleutmatten-West und weiterer Waldgruppen. Im nÀchsten Jahr werden zehn weitere Gruppen mit 220 PlÀtzen benötigt und im Jahr 2020 noch mal acht Gruppen mit 165 PlÀtzen. Auch bei diesem Ausbau fehlen bis Ende dieses Jahres noch rund 221 PlÀtze, legt man die neue Zielquote von 103 Prozent zugrunde.

„Dies alles“, so Stuchlik, „konnte nur gelingen, weil wir seit Anfang letzten Jahres gemeinsam mit den TrĂ€gern große Anstrengungen unternommen haben, um vor allem das Platzangebot fĂŒr Kinder bis drei Jahre, aber auch fĂŒr Kinder von drei bis sechs Jahren zu verbessern.“ Es konnten in diesem Jahr sogar 45 PlĂ€tze fĂŒr Kinder bis drei Jahre und 34 PlĂ€tze fĂŒr Kinder von drei bis sechs Jahren mehr geschaffen werden, als noch im letzten Jahr geplant und im Doppelhaushalt 2017 / 18 berĂŒcksichtigt. GrundsĂ€tzlich ist es aber schwierig, dem Bedarf, vor allem seit dem Rechtsanspruch auf Betreuung ab einem Jahr, schnell nachzukommen. Denn bis eine neue Kita gebaut werden kann, braucht es, auch wenn GrundstĂŒck vorhanden ist, inklusive Planung etwa zwei bis drei Jahre. Manchmal kann es auch schneller gehen, wenn bereits bestehende gewerblich genutzte RĂ€ume mit wenigen Umbauten genutzt werden können. HĂ€ufig fehlt hier aber dann ein AußengelĂ€nde.

Die weiteren Planungen zur Erweiterung von Kitas in stĂ€dtischen GebĂ€uden laufen fĂŒr die Kita Landwasser, die Kita Flohkiste in Waltershofen, die Kita Löwenzahn, die Kita TausendfĂŒhler sowie die Erweiterung der Kita Fang die Maus im Zuge der Erweiterung der Anne-Frank-Schule von zwei auf sechs Gruppen. Wegen des anhaltend steigenden Bedarfs entstehen unter anderem auch seitens des Montessori Zentrums Angell in der Wippertstraße in der Unterwiehre insgesamt acht Gruppen. Auch die Erweiterung der stĂ€dtische Kita Wilde 13 im Rieselfeld wird geprĂŒft.

„Wir arbeiten eng mit dem Stadtplanungsamt und dem Baurechtsamt zusammen, die auch bereits laufende Projekte prĂŒfen, ob hier die Möglichkeit einer Betreuungseinrichtung besteht“, berichtet Kamenzin. Auch werden Investoren gezielt angesprochen. Die Stadtverwaltung rechnet angesichts des anhaltenden Geburtenanstiegs weiter mit einem steigenden Bedarf an BetreuungsplĂ€tzen, vor allem in der Altersgruppe bis drei Jahre. Momentan geht das AKI dabei von rund 40 zusĂ€tzlichen PlĂ€tzen pro Jahr aus.

Allein 2018 bedarf es fĂŒr die in 2017 und 2018 neu geschaffenen PlĂ€tze zusĂ€tzliche 7,5 Millionen Euro gegenĂŒber dem Vorjahr. Insgesamt stehen im stĂ€dtischen Etat fĂŒr die Betreuung der Kinder zwischen einem und sieben Jahren 112 Millionen Euro.

Alle PlĂ€tze aber nĂŒtzen nichts, wenn es keine Erzieherinnen und Erzieher gibt. Der FachkrĂ€ftemangel macht sich zunehmend bemerkbar. Sowohl die Stadt als auch die freien TrĂ€ger versuchen mit vielen verschiedenen Aktionen mehr Menschen fĂŒr den Beruf zu gewinnen. Die Stadt wird nach der Sommerpause die ausbildenden Schulen zu GesprĂ€chen einladen, um konkret zu besprechen, wie man hier unterstĂŒtzen kann. Auch das Haupt- und Personalamt hat mit den zustĂ€ndigen FachĂ€mtern das Thema aufbereitet und wird noch vor der Sommerpause den Gemeinderat informieren.

„Dieses Thema“, so Stuchlik abschließend, „wird uns auch in den nĂ€chsten Jahren weiter intensiv beschĂ€ftigen.“
 
 

 
FĂŒr die ganz Mutigen: „Wild Line“ in Bad Wildbad
Eine gehörige Portion Mut setzt eine riesige HĂ€ngebrĂŒcke in Bad Wildbad voraus: Am 21. Juli 2018 wird die „Wild Line“ im nördlichen Schwarzwald eröffnet. Die HĂ€ngebrĂŒcke spannt sich 380 Meter weit und bis zu 60 Meter hoch ĂŒber dem Talgrund und den Schwarzwaldtannen unweit des beliebten Baumwipfelpfades bei Bad Wildbad. Die 1,20 Meter breite „Wild Line“ hĂ€ngt nur an zwei Stahlseilen und ist nach oben verspannt. Beim Betreten der BrĂŒcke geht man auf der filigranen Konstruktion quasi ins Blaue. Erst in der BrĂŒckenmitte lĂ€sst sich das sichere Ende auf der anderen Talseite erkennen. Der Nervenkitzel auf der schwankenden „Wild Line“ wird belohnt mit einzigartigen Perspektiven auf den Ort und die Naturlandschaft des nördlichen Schwarzwaldes. Der „Baumwipfelpfad“ hĂ€lt, was der Name verspricht: Der auch mit Kinderwagen zu gehende Weg erlaubt spannende Einblicke in das Leben in den BĂ€umen und fĂŒhrt spiralig auf 40 Meter ansteigend ĂŒber die Schwarzwaldtannen hinaus. Infos unter Tel. 07081.10280
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Rede zum Amtsantritt von OberbĂŒrgermeister Martin Horn
- gehalten im Historischen Kaufhaus am 02. Juli 2018 -

"Warum möchte ich Ihr OberbĂŒrgermeister werden?
Was möchte ich konkret verÀndern?
Warum kann ich das?

Mit diesen drei - recht direkten - Fragen habe ich meine Vorstellungsrede im Konzerthaus am 12. April eröffnet. Ganz frank, ohne vorgeschobene BegrĂŒĂŸung.

Heute, rund 8 Wochen spĂ€ter, hat sich vieles verĂ€ndert. Ich glaube, dass ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehne, wenn ich behaupte, dass der Großteil der heute hier Anwesenden ĂŒber das Ergebnis vom 22. April ĂŒberrascht war. FĂŒr viele - sowohl in Freiburg als auch darĂŒber hinaus in ganz Baden-WĂŒrttemberg - war der erste Wahlgang eine echte Sensation.

Keine Frage - ĂŒber die Deutlichkeit des Ergebnisses war ich ebenfalls ĂŒberrascht. Dennoch habe ich bereits seit Januar von „dieser Wechselstimmung“ gesprochen. Und das keineswegs, um irgendetwas heraufzubeschwören, sondern schlichtweg weil ich seit der Bekanntgabe meiner Kandidatur diesen Wunsch nach VerĂ€nderung tĂ€glich gespĂŒrt habe. In allen Stadtteilen, von unterschiedlichsten Leuten, meist ganz offen und klar kommuniziert.

Der erste Wahlgang war eine große Überraschung, umso glĂŒcklicher und dankbarer war ich letztlich, dass dieses starke Ergebnis am 06. Mai bestĂ€tigt, ja nochmal getoppt wurde. FĂŒr diesen großen Vertrauensbeweis möchte ich mich an dieser Stelle nochmal bei allen Freiburgerinnen und Freiburgern herzlich bedanken. Und gleichzeitig betonen, dass die zu Beginn gestellten Fragen immer noch Relevanz haben. Nun haben Sie aber eine neue Bedeutung bekommen und ich muss, und ich werde, mich in den kommenden acht Jahren daran messen lassen.

Verzeihen Sie mir, in meiner ersten offiziellen Rede werde ich direkt das Protokoll brechen. Bevor ich mich dem offiziellen Teil meiner Rede zuwende, möchte ich zwei Danksagungen aussprechen.

Erstens möchte ich die Gelegenheit nutzen, um mich nochmals an diejenigen zu wenden, die mich von Anfang an bedingungslos unterstĂŒtzt haben. Daher geht mein erster, mein grĂ¶ĂŸter Dank an meine Familie, die zum Teil heute hier anwesend ist.

Danke an meine geliebte Ehefrau Irina, die mich seit den ersten Vorbereitungen im SpĂ€tsommer 2017 wahnsinnig unterstĂŒtzt hat. Dass ihr Bauch parallel zum Wahlkampf so deutlich wachsen wĂŒrde, hatten wir damals nicht fest eingeplant. Aber Deine UnterstĂŒtzung war stets standfest und daher möchte ich Dir an dieser Stelle nochmals von Herzen Danke sagen.

DarĂŒber hinaus danke ich meinem Vater und meinen Schwiegereltern, die fĂŒr diesen Tag und meine AmtseinfĂŒhrung aus der Pfalz angereist sind. Ohne Eure aktive UnterstĂŒtzung fĂŒr Irina, fĂŒr unsere beiden Racker und fĂŒr mich wĂ€re der Wahlkampf familiĂ€r gar nicht schulterbar gewesen.

Und zweitens wende ich mich an all diejenigen, die den heutigen Tag durch ihr großes Engagement letztlich ĂŒberhaupt ermöglicht haben.

Danke an die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die ĂŒber aller Partei-, Stadtteil- sowie gesellschaftlichen Grenzen hinweg so tatkrĂ€ftig angepackt haben. Vor vier Tagen, am vergangenen Donnerstag, habe ich zu einem Helferfest eingeladen. Dabei sind ĂŒber 150 Personen zusammengekommen. Das zeigt die Vielfalt an Menschen, die mich in den vergangenen Monaten unterstĂŒtzt hat.

Auch unter den externen GĂ€sten sind heute zahlreiche aktive UnterstĂŒtzer. So freue mich ĂŒber den FDP BĂŒrgermeister meiner Heimatstadt Hornbach Reiner Hohn, ebenso wie ĂŒber den CDU OberbĂŒrgermeister Dr. Bernd Vöhringer aus Sindelfingen oder meinen Freund Bastos, der sich explizit um mich unterstĂŒtzen zu können ganze 10 Wochen von seiner TĂ€tigkeit im Deutschen Bundestag hat beurlauben lassen.

Ohne das weiter auszufĂŒhren und nun Einzelne hervorzuheben: Herzlichen Dank fĂŒr all die UnterstĂŒtzung, fĂŒr das krĂ€ftige Mitanpacken, fĂŒr die KreativitĂ€t und fĂŒr die Ausdauer. Herzlichen Dank!

Sehr geehrte RegierungsprÀsidentin SchÀfer,
Sehr geehrte LandrÀtin Störr-Ritter,
Sehr geehrter Erster BĂŒrgermeister von Kirchbach, lieber Uli,
Sehr geehrte BĂŒrgermeisterin Stuchlik,
Sehr geehrte BĂŒrgermeister Haag,
Sehr geehrter BĂŒrgermeister Breiter,
Sehr geehrte Mitglieder des Freiburger Gemeinderates,
Sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft, Gesellschaft und Presse,
Liebe Mitarbeitende der Stadtverwaltung,
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich freue mich wahnsinnig Sie heute erstmals als OberbĂŒrgermeister der Stadt Freiburg im Breisgau begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen.

Und ja, natĂŒrlich hat die kleine Umleitung als „Amtsverweser“ einen faden Beigeschmack. Aber ganz ehrlich, das trĂŒbt meine Freude keineswegs.
Erstens bin ich zu jung und lebendig, um zu verwesen.
Zweitens bin ich aus dem Wahlkampf schlimmeres gewöhnt – unter anderem haben mich diese unsĂ€glichen Verleumdungskampagnen tief gekrĂ€nkt. Also wirklich, mir kann man ja viel vorwerfen und ich lasse mir einiges gefallen. Aber mich als VfB-Fan zu verunglimpfen, das ging eindeutig zu weit!
Und drittens, nachdem ich bereits wenige Stunden nach meinem Wahlsieg ein dickes Hornveilchen in Form eines Faustschlages einstecken musste, wird mich doch diese kleine FormalitÀt als Amtsverweser nicht umhauen können. Ganz im Gegenteil, ich bin hochmotiviert und freue mich, dass es nun endlich losgeht!

Gepaart mit meiner Vorfreude, begegne ich dieser neuen Herausforderung aber auch mit großem Respekt. Ich bin mir der Verantwortung bewusst, die mir ĂŒbertragen wurde. Diese nehme keineswegs auf die leichte Schulter.

Daher habe ich bereits in den vergangenen Wochen bereits viele GesprĂ€che gefĂŒhrt und erste Vorbereitungen getroffen. Mein expliziter Dank gilt meinem AmtsvorgĂ€nger Dr. Dieter Salomon, der mir in mehreren GesprĂ€chen den Übergang erleichtert hat. Ich werde das Geleistete von Herrn Salomon wertschĂ€tzen und an viel Positives anknĂŒpfen. An dieser Stelle bedanke ich mich ausdrĂŒcklich fĂŒr sein großes Engagement fĂŒr die Stadt Freiburg und wĂŒnsche Herrn Salomon persönlich alles Gute.

Ebenso bedanke ich mich fĂŒr die freundlichen Worte der RegierungsprĂ€sidentin BĂ€rbel SchĂ€fer. Es tut sehr gut zu wissen, dass im Basler Hof jemand sitzt, der die Stadtverwaltung persönlich gut kennt und ein offenes Ohr sowie tatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung anbietet. Ihr Angebot werde ich annehmen und freue mich auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit Ihnen und Ihrem Haus.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin der jĂŒngste OberbĂŒrgermeister einer deutschen Großstadt. Auch wenn ich reichlich Erfahrung fĂŒr mein Alter mitbringen mag, wird der gemeinsame Start ĂŒberaus spannend. Ihnen muss bewusst sein, ich habe noch nie eine Gemeinderatssitzung geleitet oder einen Haushalt eingebacht. Ganz zu schweigen von Personalverantwortung fĂŒr ĂŒber 4000 BeschĂ€ftigte – alles Neuland.

Daher ermutige ich Sie, ganz egal ob Sie sich ĂŒber meine Wahl gefreut haben oder nicht, lassen Sie sich auf diesen Wechsel aktiv ein. Dieser Wechsel bietet viele Chancen. Der Wahlkampf ist vorbei, nun geht es an die Arbeit. Lassen Sie uns Gemeinsam Freiburg Gestalten.

Dieses Dreigespann „Gemeinsam Freiburg Gestalten“ ist fĂŒr mich viel mehr als plumper Wahlkampfslogan. „Gemeinsam“ heißt fĂŒr mich im Dialog mit Ihnen Probleme zu erkennen, Lösungen zu entwickeln und die besten Entscheidungen fĂŒr Freiburg zu treffen. Gemeinsam und Gestalten sind beides Begriffe, die mich in meinem Leben geprĂ€gt haben. „Gemeinsam Freiburg Gestalten“, das war mein Programm im Wahlkampf und das wird auch mein Programm als OberbĂŒrgermeister sein.

DafĂŒr benötige ich aktive UnterstĂŒtzung. NatĂŒrlich zunĂ€chst einmal von Seiten der Freiburger Stadtverwaltung. Aus diesem Grund habe ich mich bereits heute Vormittag in einer nicht öffentlichen Runde bei den Amtsleiterinnen und Amtsleitern des Rathauses sowie den GeschĂ€ftsfĂŒhrerinnen und GeschĂ€ftsfĂŒhrern der Eigenbetriebe und stĂ€dtischen Unternehmen vorgestellt. In den nĂ€chsten sechs Monaten möchte ich alle Ämter, Eigenbetriebe sowie stĂ€dtische Unternehmen besuchen, mich persönlich vorstellen und inhaltliche Anliegen besprechen.

Ohne ein starkes Dezernenten-Team bin ich als OberbĂŒrgermeister aufgeschmissen. Umso dankbarer bin ich fĂŒr meine BĂŒrgermeisterkollegen und meine BĂŒrgermeisterkollegin. Die bisherigen GesprĂ€che lassen mich zuversichtlich nach vorne blicken und ich bin ĂŒberzeugt, dass wir gemeinsam gestalten werden. Sehr geehrte Kollegen, lieber Frau BĂŒrgermeisterin Stuchlik, ich freue mich auf eine ehrliche, konstruktive und anpackende Zusammenarbeit mit Ihnen.

In meinem Kernbereich umgibt mich das Team des OB BĂŒros, das mit dem heutigen Tag offiziell von Simone Hund geleitet wird. Hinzu kommen drei Personen, die alle heute zusammen mit mir ihren ersten Arbeitstag bei der Stadt Freiburg feiern.

So unterstĂŒtzt mich Nicole Horstkötter als persönliche Referentin und wird mir im Alltag organisatorisch den RĂŒcken stĂ€rken.
Joachim Fritz wird als Stadtteilreferent eine zentrale Rolle in der Kommunikation mit den Stadtteilen einnehmen und meine OB vor Ort Runden koordinieren. Zudem startet Katja Heinrich als Social Media Referentin und wird mich im digitalen Bereich unterstĂŒtzen. Nicht um zu vermitteln, wie cool dieser Martin Horn ist, sondern um mehr Menschen fĂŒr Kommunalpolitik zu begeistern. Mit den Social Media KanĂ€len möchte ich bewusst Menschen erreichen und ĂŒber kommunalpolitische Prozesse informieren, die eben nicht mehr den Lokalteil der Tageszeitung lesen.

Viele stehen Social Media kritisch gegenĂŒber. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass wir die Möglichkeit aktiv nutzen sollten, um die demokratischen Prozesse transparent zu machen. Dies stĂ€rkt die Legitimation unserer Arbeit. Wenn wir das nicht tun, wenn wir uns nicht darauf einlassen, ĂŒberlassen wir das Feld denen, die die Demokratie schlecht reden. Ich werde mich aktiv gegen Rechtspopulismus, gegen Antisemitismus und gegen jegliche Form der Ausgrenzung stellen.

Ich freue mich, auf ein vielseitiges, erfahrenes und professionelles Team im Rathaus bauen zu können. Daher wende ich mich hier nochmals an die Vertreterinnen und Vertreter der gesamten Freiburger Verwaltung – aller Dezernate: Lassen Sie sich auf den Neuanfang mit mir bewusst ein. Ich werde mich loyal vor Sie stellen, Ihnen Gestaltungs- und DenkrĂ€ume anbieten und Sie mit voller Kraft unterstĂŒtzen. Und um das Gleiche bitte ich Sie auch fĂŒr mich!

Grundlage fĂŒr Kommunalpolitik sind die Entscheidungen im Gemeinderat. Daher möchte ich alle StadtrĂ€tinnen und StadtrĂ€te explizit einladen, sich ebenfalls auf diesen Neuanfang einzulassen. Ich sage es an dieser Stelle nochmal ganz deutlich: Ich bin der Freiburger SPD von Herzen dankbar, dass Sie mich aufgrund persönlicher und fachlicher Kompetenzen so tatkrĂ€ftig unterstĂŒtzt hat. Ohne diese UnterstĂŒtzung wĂŒrde ich hier nicht stehen. Aber gleichzeitig möchte ich betonen, dass ich kein Parteibuch besitze und mir eine ĂŒberparteiliche Zusammenarbeit am Herzen liegt.

Ich möchte OberbĂŒrgermeister fĂŒr ganz Freiburg sein und dementsprechend werde ich auf alle Fraktionen und Listen zugehen. Die Gemeindeordnung kennt fĂŒr einen Gemeinderat keine „Regierung“ und keine „Opposition“. Mehr als die HĂ€lfte aller BĂŒrgermeister in Baden-WĂŒrttemberg sind parteilos. Kommunalpolitik ist ganz klar Sachpolitik, lassen Sie uns daher konstruktiv zusammenarbeiten. FĂŒr gute Inhalte, fĂŒr die besten Argumente, fĂŒr Freiburg!

Das bedeutet nicht, dass ich hier auf Friede, Freude, Sonnenschein anspiele. NatĂŒrlich bedeutet Politik, dass unterschiedliche Meinungen aufeinander prallen und ausdiskutiert werden mĂŒssen. Aber lassen Sie uns das konstruktiv angehen, ohne Wahlkampfnachwehen oder andere Befindlichkeiten. Lassen Sie uns sach- und lösungsorientiert ĂŒber Parteigrenzen hinweg zusammen arbeiten. Gemeinsam Freiburg Gestalten - zum Wohle Freiburgs.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

keine Frage, es wird keine Schonfrist fĂŒr mich geben. Wie denn auch, morgen gehts bereits in den Hauptausschuss, am Donnerstag stehen gleich drei Aufsichtsratssitzungen auf der Agenda und nĂ€chste Woche leite ich meine erste Gemeinderatssitzung.

Freiburg steht vor wichtigen Weichenstellungen, die Agenda fĂŒr Juli hat es in sich. Auf dem Programm stehen zentrale Entscheidungen zu Dietenbach, zum neuen SC-Stadion, zur kulturellen Ausrichtung und parallel geht’s mit großen Schritten in die Aufstellung des Doppelhaushalts.

Sie alle kennen mein 100 Tage Programm. Dieses umfasst natĂŒrlich nur einige erste Schritte, aber es wird deutlich, in welche Richtung es gehen wird. Nun beginnt der spannende Part – einige konkrete Kernbereiche:

Bereich Bezahlbarer Wohnraum

Ich habe es selbst im Wahlkampf nie so richtig kommuniziert, aber in den vergangenen Monaten musste ich selbst dreimal umziehen. Von Zwischenlösung zu Zwischenlösung, Überraschung: Es ist in Freiburg schwer eine Wohnung zu finden – ganz zu schweigen von einer halbwegs bezahlbaren.

Das Thema Wohnraum war das zentrale Thema im Wahlkampf und ist mit Sicherheit die grĂ¶ĂŸte Herausforderung, der wir uns alle stellen mĂŒssen. Die Preisentwicklungen sind verrĂŒckt und fĂŒr Gering- sowie Normalverdienende ist der freie Wohnungsmarkt praktisch leergefegt.

Ja, es war schon immer schwierig eine Wohnung in Freiburg zu finden.
Ja, Freiburg war immer schon keine gĂŒnstige Stadt zum Wohnen.
Ja, es gibt eben nationale Entwicklungen und attraktive StÀdte erleben eine enorme Preissteigerung.

Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, was wir in den vergangenen Jahren in Freiburg erleben ist sozial nicht mehr vertrĂ€glich. Wenn Normalverdienende wie Polizistinnen, Erzieher, Handwerksmeister, stĂ€dtische Angestellte, Pfleger oder Lehrerinnen keine Wohnung, schon gar keine halbwegs bezahlbare, mehr finden, dann lĂ€uft etwas schief. Wenn sich junge Familien vergrĂ¶ĂŸern möchten und damit automatisch gezwungen sind, ins erweiterte Umland zu ziehen, dann lĂ€uft etwas schief.

Gleichzeitig ist Wohnraum wohl auch das Thema, wo ich am meisten Menschen enttĂ€uschen werde. Denn Freiburger, die heute eine Wohnung suchen und keine finden, werde ich nicht ĂŒber Nacht glĂŒcklich machen können. Denn gerade in diesem Bereich brauchen VerĂ€nderungen viel Zeit. Aber dennoch, ich werde das aktiv anpacken. Bezahlbares Wohnen mache ich zur Chefsache. Und verrate hier erstmals drei konkrete Schritte:

1. Freiburger Stadtbau

Ich bin froh und dankbar, dass Freiburg die Stadtbau hat. Mit unserer eigenen Gesellschaft können wir gerade auf dem Wohnungsmarkt eigene Akzente setzen. Daher werde ich mich als OberbĂŒrgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtbau dafĂŒr einsetzen, in der strategischen Ausrichtung umzusteuern. Denn Wohnungen sind eben nicht ein Gut wie so viele andere, die wir dem freien Markt ĂŒberlassen können. Wir als Stadt haben hier eine soziale Verantwortung.

Gemeinsam mit den beteiligten Akteuren werde ich daran arbeiten, dass sich die Stadtbau noch breiter, noch innovativer und vor allem noch sozialer aufstellt. Damit wir mehr Wohnraum fĂŒr Geringverdienende, fĂŒr junge Familien, fĂŒr Normalverdienende, fĂŒr unsere Mittelschicht anbieten. Bis zu dieser grundlegenden strategischen Neujustierung, werde ich mich fĂŒr ein Moratorium bei den Erhöhungen bei den Stadtbaumieten einsetzen. Was bedeutet das konkret: Bis zur Neujustierung der Stadtbau stelle ich mich gegen Mietpreiserhöhungen.

2. StĂŒhlinger West

Im StĂŒhlinger wird neben der zweiten Baustufe des Rathauses im StĂŒhlinger gerade ein großes Wohngebiet neu erschlossen. Der stĂ€dtebauliche Wettbewerb lĂ€uft bereits. Das Besondere daran ist: Wenn wir uns geschickt anstellen, können wir es schaffen, dass wir alle FlĂ€chen in unsere Hand bekommen – entweder vom Bund oder von der Stiftungsverwaltung. Und das bedeutet konkret: Wir könnten hier inmitten unserer Stadt, nahezu optimal von den Straßenbahnlinien erschlossen, bezahlbaren Wohnraum fĂŒr viele Menschen schaffen. Und das Ganze noch deutlich vor dem neuen Stadtteil Dietenbach, einige Jahre frĂŒher. Wir reden von bis zu 1000 Wohneinheiten.

Die 50 Prozentquote gilt sowieso, also werden wir die HĂ€lfte des Areals sozial
gefördert bebauen. Aber das ist mir zu wenig. Ich werde dafĂŒr kĂ€mpfen, dass wir als Stadt in Besitz von 100 Prozent der FlĂ€che kommen und dass wir hier ein klares Zeichen setzen:

Ich will, dass das Gebiet StĂŒhlinger West ohne gewinnorientierte Investoren erschlossen wird. Keine Profitorientierung, sondern Genossenschaften, das MietshĂ€usersyndikat, soziale Baugruppen und natĂŒrlich ganz besonders mit unserer Stadtbau als Kernakteur. DarĂŒber hinaus auch gerne kleinere Baugruppen, idealerweise Freiburger, die fĂŒr sich selbst planen, bauen und dort auch einziehen.

Gleichzeitig wĂŒnsche ich mir mit diesem Projekt eine Stadtteilweiterung, die wirklich zu Freiburg passt. Keine Planungen, die man auch beliebig in eine andere deutsche Großstadt versetzen könnte. Und ja, natĂŒrlich stelle ich mich dabei zwangslĂ€ufig dem Spagat zwischen Neubau und dem Erhalt um GrĂŒnflĂ€chen. Die Themen Nachhaltigkeit und der Schutz von GrĂŒnflĂ€chen werde ich dabei nicht vernachlĂ€ssigen und aktiv auf Betroffene zugehen. Gerade in Bezug auf KleingĂ€rten, die mir persönlich am Herzen liegen.

StĂŒhlinger West soll etwas Besonderes werden: Attraktiv, grĂŒn, mit genĂŒgend Raum fĂŒr Begegnung und – wie gesagt - komplett ohne profitorientierte Investoren!

3. Bezahlbarer Wohnraum wird Chefsache

Wir erschließen im Jahr rund 1000 neue Wohneinheiten, hier haben wir viel Gestaltungspotential. Aber eigentlich bedeutend wichtiger, wir haben weit ĂŒber 100.000 Wohneinheiten in der Stadt. Daher sollten wir den vorhandenen Wohnraum nicht vernachlĂ€ssigen, sondern stĂ€rker in den Fokus rĂŒcken. Kurz gesagt, es geht um die Schaffung, aber vor allem auch um die Sicherung von bezahlbaren Wohnraum.

Da hier mehrere Dezernate sowie zahlreiche Ämter involviert sind, benötigen wir meiner Meinung nach eine bessere Koordination. Ich möchte, dass wir hier mutiger und effektiver voran gehen. Daher werde ich das Thema „Schaffung und Sicherung von bezahlbaren Wohnraum“ zur Chefsache machen und direkt bei mir eine entsprechende Stelle fĂŒr bezahlbaren Wohnraum einrichten.

Keine Doppelstrukturen, keine Verwaltungsrevolution, ich baue auf die Expertinnen und Experten der Stadtverwaltung. Aber ich werde ein kleines Team mit einer klaren Struktur direkt bei mir als OberbĂŒrgermeister ansiedeln, die gemeinsam mit der Expertise aus den Dezernaten neue Impulse in diesem Bereich setzen wird.

In den vergangenen Monaten habe ich darum geworben, dass wir uns mehr Expertise von außen holen. Daher habe ich mit Herrn BaubĂŒrgermeister Haag bereits ein Symposium fĂŒr bezahlbaren Wohnraum terminiert. Hierzu werden wir renommierte Expertinnen und Experten nach Freiburg einladen, um aktiv ĂŒber den Tellerrand zu schauen um von anderen zu lernen.

Lassen Sie es mich nochmals zusammenfassen:

1. Bis zur strategischen Neujustierung keine Mieterhöhungen bei der Freiburger Stadtbau
2. StĂŒhlinger West ohne gewinnorientierte Investoren
3. Die Sicherung und Schaffung von bezahlbaren Wohnraum wird Chefsache

Anderes Thema, Bereich Digitalisierung

Digitalisierung ist in aller Munde. Ich verstehe den Begriff in seiner vollen Breite und möchte Freiburg gerne mutig voran bringen. Das Thema braucht bedeutend mehr als nur die Stelle eines oder einer Digitalisierungsbeauftragten.
Ich wĂŒnsche mir, dass wir als jĂŒngste Stadt Deutschlands, gepaart mit einem jungen OberbĂŒrgermeister, diese Herausforderung mutiger anpacken.

Eine Freiburg-App, WLAN rund um stĂ€dtische GebĂ€ude, Breitbandausbau oder ein digitaler MĂ€ngelmelder können lediglich erste Bausteine sein. Lassen Sie uns eine digitale Strategie entwickeln, die Digitalisierung als Chance begreift und neue Potentiale fĂŒr unsere Stadt aufdeckt.

Und noch eine Kleinigkeit, Digitalisierung bietet mitunter auch Optimierungspotential fĂŒr unsere internen AblĂ€ufe, auch im Gemeinderat. Sehr geehrte Damen und Herren, wissen Sie wieviel Seiten fĂŒr die Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag gedruckt wurden?

138.136 bedruckte Seiten. Hier sollten wir uns – gerade als Green City – an die eigene Nase fassen. Darum werbe ich dafĂŒr, dass wir den digitalen Versand spĂ€testens mit der anstehenden Kommunalwahl stĂ€rker ausbauen. Ich wĂŒrde mich freuen, wenn wir das gemeinsam angehen. Freiburg ist weltweit fĂŒr mutige Ideen Im Bereich der Nachhaltigkeit bekannt. Daran werde ich anknĂŒpfen, nicht nur weil ich bei Greenpeace gearbeitet habe. Nachhaltigkeit ist viel mehr als ein Schlagwort, Nachhaltigkeit bedeutet fĂŒr mich Generationengerechtigkeit. Daher bin ich motiviert, den Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich in Freiburg weiterzufĂŒhren und punktuell neu zu denken.

Bereich Kultur

Freiburg ist eine Kulturstadt. Ich bin froh ĂŒber die etablierten und renommierten Orte der Kultur. Genauso froh bin ich aber ĂŒber die bunte freie Kulturszene in nahezu allen Sparten. Beides macht Freiburg aus. Und mit dem StadtjubilĂ€um werden wir dies in aller Vielfalt gemeinsam feiern.

Die wichtigen Infrastrukturprojekte in der Kultur, wie die Sanierung des Augustinermuseums und des Theaters, der Neubau des Stadtarchivs oder die Einrichtung eines NS-Dokumentationszentrums sind mir dabei genauso wichtig, wie die Schaffung und Weiterentwicklung von SpielrĂ€umen der freien Szene. Und hier möchte ich insbesondere Subkultur miteinbeziehen. Schließlich gehe ich selbst auch gerne mal feiern.

Zwei konkrete Anliegen:

1. In einem ersten Schritte möchte ich den Ankaufsetat fĂŒr Kunst verzehnfachen. Das hört sich herausfordernd an, ist aber von 10.000 auf 100.000 Euro eine machbare Sache. Unsere Museen brauchen diese UnterstĂŒtzung um dauerhaft attraktiv zu bleiben. Zudem schlage ich vor, dass wir damit auch Kunst aus unserer Region ankaufen und bewahren. Dadurch bringen wir unseren KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstlern vor Ort entsprechende WertschĂ€tzung entgegen.

2. Neues wagen - Altes wahren

Das war eine wichtige Botschaft meines Wahlkampfs. Klar stehe ich fĂŒr einen Neuanfang, fĂŒr Innovation. Aber gleichzeitig habe ich großen Respekt vor unserem kulturellen Erbe. Freiburg darf – gerade in Zeiten des Wachstums – seinen Charme nicht verlieren.
Aktive Liegenschaftspolitik bedeutet fĂŒr mich, dass wir weniger FlĂ€chen und Immobilien verkaufen. Im Gegenteil, wir sollten als Stadt ankaufen und Einfluss zurĂŒck gewinnen.

Daher halte ich es auch fĂŒr einen Fehler das Haus zum Herzog in der Salzstraße, das Stadtarchiv, zu verkaufen. Ein solch bedeutendes GebĂ€ude aus dem 16. Jahrhundert, die Fundamente aus dem 11. Jahrhundert, in solch einer zentralen Lage, das sollten wir nicht aus den eigenen HĂ€nden geben. Daher werbe ich darum, dass wir unser historisches Erbe nicht verkaufen, sondern nach einer passenden Nutzung suchen und es in stĂ€dtischen Besitz behalten.

Bereich MobilitÀt

Ich fasse mich ganz kurz:
Klares Votum fĂŒr einen attraktiven ÖPNV, einem weiteren Ausbau von Fahrradwegen, die PrĂŒfung eines Verkehrsleitsystem zur Staureduzierung sowie einer noch besseren regionalen Kooperation.

Perspektivisch setze ich auf ein ĂŒberarbeitetes Verkehrskonzept – aber geben Sie uns hierfĂŒr bitte ausreichend Zeit.
Kurz gefasst und ganz konkret: Das Kurzstreckenticket kommt 2019.

Bereich Kitas

Freiburg hat in den vergangenen Jahren viel in Kitas investiert. Hieran möchte ich anknĂŒpfen und mitunter auch neue Impulse einbringen. Keine Frage, wir brauchen dringend mehr Kitas. Aktuell haben wir hunderte Kinder auf Wartelisten. Wie schwer es ist, einen Platz zu bekommen, das mussten wir als Familie selbst erleben. Im Nachhinein fand ich es sogar recht sympathisch, dass ich als frisch gewĂ€hlter OB erstmal direkt eine Absage bei der stĂ€dtischen Kita bekommen habe.

Wie angekĂŒndigt, werde ich mich fĂŒr eine Reduzierung der KitagebĂŒhren einsetzen, auch auf Landes- und Bundesebene. FĂŒr die Zukunft hoffe ich, dass wir ganz auf KitagebĂŒhren verzichten können. Die entsprechenden Weichenstellungen werde ich innerhalb der Verwaltung und dem Gemeinderat abstimmen. Als ersten Schritt werde ich die nach wie vor schwebende Gemeinderatsvorlage fĂŒr eine 20prozentige Erhöhung absetzen.

Bereich Haushalt und Wirtschaft

NatĂŒrlich weiß ich, dass wir jeden Euro, den wir ausgeben zunĂ€chst auch einnehmen mĂŒssen. Ich bin froh, dass wir noch viele inhabergefĂŒhrte Betriebe in Freiburg haben. In engem Schulterschluss mit der FWTM und den wirtschaftlichen Akteuren möchte ich an einer noch besseren Wirtschaftsförderung arbeiten. HierfĂŒr gab es erste GesprĂ€che und ich möchte offen ĂŒber neue Beteiligungsformate nachdenken. Es geht darum, dass wir auf das Vorhandene aufbauen und ĂŒberlegen, wie wir Freiburg wirtschaftlich noch attraktiver machen können.

Die Verwaltung befindet sich seit Anfang des Jahres in den Haushaltsvorbereitungen und ich werde als frisch gewĂ€hlter OberbĂŒrgermeister in den Doppelhaushalt 19/20 nur noch punktuell aktiv eingreifen können. Dabei freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Herrn FinanzbĂŒrgermeister Breiter und wir werden einen soliden, ausgeglichen Haushaltsentwurf vorlegen. Gerade in der Kreativwirtschaft sehe ich perspektivisch noch mehr Potential. Die Lokhalle ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, hieran möchte ich anschließen und Start-Ups noch mehr fördern. Lassen Sie uns das Potential unserer lebendigen, kreativen und einfach ungemein schlauen Stadt nutzen.

FĂŒr mich hört gute Stadtpolitik weder an der Stadt- noch an der Staatsgrenze auf. Ich werde mich intensiv fĂŒr eine noch bessere interkommunale und internationale Zusammenarbeit engagieren. In enger und vertrauensvoller Kommunikation will ich auf Augenhöhe mit den BĂŒrgermeisterinnen und BĂŒrgermeistern der StĂ€dte und Gemeinden rund um Freiburg zusammenarbeiten. Ich bin ein lösungsorientierter Mensch, daher gilt es, nicht zuerst nach Hindernissen zu fragen, sondern nach Chancen zu suchen.

Und dass ich, als ehemaliger Europa- und Entwicklungskoordinator, offen bin fĂŒr eine Zusammenarbeit ĂŒber Landesgrenzen hinweg, muss ich Ihnen wohl nicht erlĂ€utern.

Und klar muss sein, auch wenn ich an dieser Stelle wenig ĂŒber soziale Themen sage, sind sie dennoch fundamental wichtig fĂŒr mich. Nicht nur, weil ich als Kinder-Jugendreferent und SozialpĂ€dagoge gearbeitet habe. Nein, weil mich soziale Gerechtigkeit berĂŒhrt, bewegt und motiviert. Seien Sie sich sicher, dass soziale Themen – angefangen von ehrenamtlichem Engagement, Generationengerechtigkeit, Inklusion, soziale Teilhabe oder auch Wohnungslosigkeit – keineswegs mit mir als OberbĂŒrgermeister unter den Tisch fallen werden. Ganz im Gegenteil!

Und das gilt natĂŒrlich auch fĂŒr Freiburg als zukunftsorientierte Sportstadt. Ich habe ein neues SC Stadion immer befĂŒrwortet. Aber gleichzeitig habe ich kein Geheimnis daraus gemacht, dass ich mir ein Konzept gewĂŒnscht hĂ€tte, welches ein neues SC Stadion, ein Konzept fĂŒr die Nachnutzung des SC GelĂ€ndes, ein neues Eisstadion sowie ein Wohnkonzept fĂŒr die freiwerdende FlĂ€che am Seepark gewĂŒnscht hĂ€tte. Nicht um alles gleichzeitig zu bauen, aber damit wir eine perspektivische Ausrichtung fĂŒr diese vier offenen Fragen haben.
Nun stelle ich mich vor die bestehenden BeschlĂŒsse und Planungen der Verwaltung. Klar ist, dass Freiburg neben dem Leistungssport, gerade durch sein vielfĂ€ltiges Freizeitsportangebot heraussticht. Daher liegt mein Fokus neben dem Leistungs- vor allem auch auf dem Breitensport. Damit ganz Freiburg in Bewegung bleibt.

Politikstil und Kommunikation

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben gemerkt, ich habe viel vor. Gleichzeitig bin ich keiner, der von außen kommt und alles besser weiß. Ich bin durch und durch Teamplayer und eine konstruktive, transparente Kommunikation ist mir wichtig.

Gemeinsam Freiburg Gestalten, das bedeutet, dass ich neue Wege der BĂŒrgerbeteiligung angehen möchte. Ich will Menschen mitnehmen und einbinden, dafĂŒr bin ich angetreten.

Daher werde ich mich an meinem 100 Tage Programm messen lassen mĂŒssen. Liebe Vertreter der Presse, wir sehen uns also in genau 100 Tagen am 08. Oktober fĂŒr eine kritische Bestandsaufnahme.

Daher werde ich zum einen in den ersten 100 Tagen einen Live Chat ĂŒber Instagram und Facebook anbieten. Gerade auch um jĂŒngere Menschen fĂŒr Kommunalpolitik zu interessieren.

Und noch wichtiger, ich werde wie angekĂŒndigt meine StadtteilgesprĂ€che starten. Das bedeutet, ich werde rotierend jeden Monat einen anderen Stadtteil besuchen und fĂŒr alle ansprechbar sein. Dort werde ich mich mit Einwohnerinnen und Einwohnern, mit OrtschaftsrĂ€ten und BĂŒrgervereinen sowie lokalen Akteuren treffen und austauschen. Denn Freiburg lebt von starken Stadtteilen.

Ja, keine Frage, es gibt noch viele weitere Herausforderungen. Verzeihen Sie mir, dass ich hier nur einige Bereiche ansprechen konnte. Ich hĂ€tte noch viel mehr zu sagen, große und sensible Themen wie Sicherheit, Nachhaltigkeitsstrategie oder Schulbildung.
Aber heute ist der erste Tag von ungefĂ€hr 2920 Tagen, die FĂŒchse unter Ihnenrechnen einfach 365 Tage mal 8 Jahre.

Und bevor wir nun endlich gemeinsam anstoßen, genießen wir noch einen musikalischen Leckerbissen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den heutigen Nachmittag organisiert haben sowie einen großen Dank an das philharmonische Orchester.

Lassen Sie uns Gemeinsam Freiburg Gestalten. Ich freue mich darauf!
Vielen Dank!"
 
Autor: Martin Horn

 
Freiburg: Kita Rieselfeld wird 20 Jahre
Die erste Kita im Rieselfeld wird groß: Vor zwanzig Jahren öffnete die Betreuungseinrichtung im damals brandneuen Stadtteil Rieselfeld in der Adelheid-Steinmann-Straße 6 mit 38 Kindern ihre Pforten. Sie ist inzwischen ordentlich gewachsen: In sechs Gruppen werden jetzt 125 Kinder im Alter von 1 bis 10 Jahren betreut und es arbeiten 24 Menschen hier. Die Kita hat ein offenes Konzept und ist international aufgestellt: jede Sprache hat Kultur, jede Sprache ist Kultur. Es wird gerne und viel mit Kooperationspartnern zusammengearbeitet, mit AusbildungsstĂ€tten, mit KĂŒnstler und KĂŒnstlerinnen oder Stiftungen. So beteiligte sich die Kita 1999 an der Planung des öffentlichen Drachenspielplatzes mit Eltern, Kindern und Nachbarn oder seit 2011 fanden neun gemeinsam geplante Projektwochen „Kunst ohne Dach“ statt. Außerdem gilt die Kita Rieselfeld als „best-practice“ Einrichtung, sie hat regelmĂ€ĂŸig Besuche von AusbildungsstĂ€tten und Kitas, die sich weiterentwickeln möchten

Die Kita hat einen Förderverein, der kulturelle Bildung fĂŒr alle Kinder seit vielen Jahren unterstĂŒtzt und fördert.
 
 



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