Prolixletter
Montag, 1. März 2021
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Verschiedenes

 
WIR SIND RAUS
Zelten im Wald ist normalerweise verboten. Spannende Ausnahme: die sechs neuen Trekkingcamps im Schwarzwald

Die Luft ist frisch und klar, der wolkenlose Himmel trĂ€gt zartes Blau – perfektes Wanderwetter. Nur die von den BĂ€umen aufsteigenden Dampfschleier verraten, dass es gerade noch wie aus Eimern gegossen hat, wir schutzsuchend unter dichtes Nadelwerk geflĂŒchtet sind und uns gefragt haben, ob das nun so weitergehen wĂŒrde. Schließlich ist heute erst Tag eins unserer dreitĂ€gigen Trekkingtour durch den Nordschwarzwald. Was wir hier vorhaben, ist eigentlich strikt verboten: Camping mitten im Wald. Doch in sechs Trekkingcamps im Naturpark Schwarzwald darf man seit Kurzem ganz offiziell sein Zelt aufschlagen. Die PlĂ€tze sind ausgestattet mit nicht mehr als einer Feuerstelle und einer Komposttoilette.

Rundherum nur Natur, Wald und Wildnis. Alles, was man braucht, muss in den Rucksack – Zelt, Schlafsack, Proviant, auch Klopapier und Taschenlampe sollten nicht fehlen. Morgens, beim FrĂŒhstĂŒck im Hotel, hatte uns der alte Herr vom Nebentisch noch einen Rat mitgegeben: „Immer dem blauen Fleck am Himmel hinterher“, so verliere man angesichts dunkler Wolken nicht die gute Laune. Wie viel Wanderer-Weisheit in diesem Satz steckt, wird uns erst spĂ€ter bewusst. Der schöne, alte Marktplatz von Freudenstadt und die letzten HĂ€user der Stadt liegen schnell hinter uns, das BlĂ€tterdach des Schwarzwalds breitet sich nun ĂŒber uns aus. Auf die breiten Forstwege zu Beginn folgen schmale und verschlungene Wege, die zu steilen und wurzelbewachsenen Trampelpfaden werden und uns immer tiefer in den Wald hineinfĂŒhren. Der wird mehr und mehr zum undurchdringlichen grĂŒnen Dickicht, stellenweise wuchert mannshoher Farn ĂŒber den Weg. Hier ein BĂ€chlein, dort ein moosiger Hang. Zwischendrin öffnet sich der Blick auf mĂ€chtige Fichten und Tannen und die phantastische Landschaft.

Die Camps findet man nur, wenn man die GPS-Koordinaten kennt

Am frĂŒhen Abend erreichen wir unser erstes Nachtlager. Und stecken erst einmal die FĂŒĂŸe in den eisig kalten Bach, der direkt neben dem Platz verlĂ€uft. Was fĂŒr eine Wohltat! Nachdem das Zelt aufgebaut ist und wir uns auf dem Campingkocher ein paar Nudeln gekocht haben, ist es spĂ€t geworden. Denken wir, dabei ist es gerade erst 21 Uhr. Das kleine Feuer knackt und prasselt, oben funkeln die Sterne. Eine Weile lauschen wir noch dem PlĂ€tschern des Bachs und dem Rauschen des Walds, bis wir selig und erschöpft einschlummern.

Leicht zu finden sind die sechs Camps zwischen Baden-Baden und Freudenstadt nicht – nur wer die GPS-Koordinaten kennt, kommt ans Ziel. Die PlĂ€tze liegen jeweils eine Tageswanderung auseinander, jedes ist fĂŒr drei Zelte ausgelegt.

Am zweiten Tag fĂŒhrt uns der Weg entlang mehrerer toller Naturschauspiele. Schon von Weitem funkelt der Sankenbachsee zwischen den BĂ€umen hervor. Ein schmaler Weg schlĂ€ngelt sich an der steil aufragenden, moosigen Felswand entlang bis zu den SankenbachfĂ€llen. Die entpuppen sich erst als Rinnsal, das sanft am Fels hinunterplĂ€tschert, dann als Highlight: Das Wasser wird aufgestaut, Wanderer können das Wehr öffnen und so den Wasserfall „auslösen“.

Mit der Zeit stellt sich ein GefĂŒhl entspannter Leichtigkeit ein

Die Wegbeschreibungen sind ziemlich detailliert, dennoch stehen wir an jedem Wegweiser mit der Wanderkarte – rechts, links, geradeaus? Nach einem Picknick am Sankenbachsee laufen wir entlang eines Bachlaufs ĂŒber einen wildromantischen Pfad – nur leider in die falsche Richtung. Das hat Zeit gekostet, kurz kippt die Stimmung. Wir beschließen, die zusĂ€tzlichen Kilometer als Bonus zu verbuchen, der Weg war schließlich wunderschön. Von der Panoramakanzel genießen wir den Blick ĂŒber die Ebene und den Ellbachsee, klettern ĂŒber verschlungene, steinige Pfade hinab zu dem GewĂ€sser, das eine beinahe mystische Ausstrahlung hat. Obwohl schönster Sonnenschein herrscht, wirkt es, als lĂ€ge dunstiger Nebel darĂŒber – wir hĂ€tten uns nicht ĂŒber Elfen und Feen gewundert. So geht es von Aussicht zu Aussicht, mal erinnert die Landschaft an Kanada, mal an die Tropen – und ganz oft ist sie einfach nur ganz einzigartig.

Als wir am Camp unser Zelt aufgebaut haben, dĂ€mmert es bereits. Wieder liegen wir zeitig in unseren SchlafsĂ€cken. Irgendwann scheint selbst der letzte Vogel schlafen gegangen zu sein; dann ist es nicht nur sehr dunkel im nĂ€chtlichen Wald, sondern auch sehr still. Umso frĂŒher sind wir auf den Beinen, klatschen uns das klare Wasser des nahen Bergbachs ins Gesicht. Nach dem FrĂŒhstĂŒck brechen wir auf zur letzten Etappe, zum Bahnhof Baiersbronn, um von dort zurĂŒck nach Freudenstadt zu fahren. Am liebsten wĂŒrden wir noch bleiben, denn nach nur drei Tagen hat sich neben einem Robinson-Crusoe-GefĂŒhl eine entspannte Leichtigkeit eingestellt. Wie großartig es sein kann, mal drei Tage kein Internet, Fernsehen und (fast) keinen Handyempfang zu haben.

Die Übernachtungen in den Trekkingcamps können ĂŒber das Onlineportal von Trekking Schwarzwald gebucht werden ...
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Chancen fördern
Der EuropĂ€ische Sozialfonds unterstĂŒtzt Ausbildungs- und BeschĂ€ftigungsprojekte

Bewerbungen bis 30. September möglich. Amt fĂŒr Soziales und Senioren hilft beim Antrag

Sie haben eine gute Projektidee, um benachteiligte Menschen in eine Ausbildung oder einen Job zu vermitteln, aber Ihnen fehlt ein Zuschuss? Hier hilft auch im kommenden Jahr der EuropĂ€ische Sozialfonds (ESF). FĂŒr ein- oder zweijĂ€hrige Projekte in Freiburg, die nach dem 1. Januar 2019 beginnen, stehen insgesamt rund 270.000 Euro pro Jahr zur VerfĂŒgung. Je Projekt kann der ESF 35 bis 50 Prozent der Gesamtkosten tragen. AntrĂ€ge sind ab sofort bis 30. September möglich.

Welche Projekte bevorzugt gefördert werden, legt der Regionale Arbeitskreis des ESF jedes Jahr mit Blick auf den Arbeitsmarkt fest. 2019 kommen vor allem Projekte fĂŒr langzeitarbeitslose Migrantinnen und Migranten, fĂŒr Alleinerziehende ohne Ausbildung und fĂŒr benachteiligte Langzeitarbeitslose zum Zuge. Neben der Jobvermittlung geht es auch um die soziale Integration.

VerstĂ€rkt gefördert werden auch Projekte, die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler mit besonderem UnterstĂŒtzungsbedarf oder junge Migrantinnen in Ausbildung bringen wollen. Interessant sind zudem außerschulische Angebote fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, die als „nicht praktikumsreif“ gelten, und Projekte fĂŒr junge GeflĂŒchtete in Ausbildung, die von den Regelsystemen nicht unterstĂŒtzt werden. Ein weiterer Fokus liegt auf Projekten fĂŒr junge Menschen, deren Ausbildung gefĂ€hrdet ist oder bereits abgebrochen wurde.

Einen Überblick ĂŒber die Förderschwerpunkte gibt es unter www.freiburg.de/esf.

Wer eine Förderung beantragen möchte, sollte sich an die Freiburger GeschĂ€ftsstelle des EuropĂ€ischen Sozialfonds wenden: Tel. 0761/ 201-3875 oder -3876, Fax -3596, frederike.paehler@stadt.freiburg.de oder peter.sand@stadt.freiburg.de. Die Projekte mĂŒssen chancengleich und geschlechtergerecht ausgestaltet sein und einen sozialen Mehrwert aufweisen. Außerdem muss die Ko-Finanzierung gesichert sein.

Antragsformulare und weitere Infos stehen auf www.esf-bw.de. BerĂŒcksichtigt werden nur AntrĂ€ge, die ĂŒber das dort abrufbare Onlineverfahren ELAN eingehen. Der Antrag ist bis zum 30. September zu richten an: L-Bank Baden-WĂŒrttemberg, Bereich Finanzhilfen, Schlossplatz 10, 76113 Karlsruhe.

Parallel ist eine Kopie an die GeschĂ€ftsstelle des EuropĂ€ischen Sozialfonds zu senden: Stadt Freiburg, Amt fĂŒr Soziales und Senioren, Peter Sand, Frederike PĂ€hler, Fehrenbachallee 12, 79106 Freiburg.

Hintergrund: Der EuropÀische Sozialfonds

Der ESF ist das zentrale arbeitsmarktpolitische Förderinstrument der EuropĂ€ischen Union. Er richtet seine Förderung an der EU-Strategie „Europa 2020“ aus, die die EuropĂ€ische Kommission vorgeschlagen und der EuropĂ€ische Rat verabschiedet hat. Ziel ist ein „intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“ und die bessere Koordinierung der nationalen und europĂ€ischen Wirtschaft. In der Förderperiode 2014 bis 2020 stehen 80 Milliarden Euro fĂŒr alle MitgliedslĂ€nder der EU zur VerfĂŒgung. Davon gehen 260 Millionen nach Baden-WĂŒrttemberg. Damit werden Projekte zur BeschĂ€ftigungsförderung zu 35 bis 50 Prozent finanziert. Eine Ko-Finanzierung mit anderen ESF-Mitteln ist nicht möglich. Die Mittel werden ĂŒber das Sozialministerium des Landes an die Stadt- und Landkreise verteilt. Dort schlagen Regionale ESF-Arbeitskreise vor, welche der eingereichten ProjektantrĂ€ge zum Zug kommen.
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Freiburg: Hauptfeuerwache an der Eschholzstraße
Das neu errichtete Technikzentrum ist bezugsfertig. Schwierige Bauarbeiten bei laufendem Feuerwehrbetrieb

Sanierung von GebÀude B mit LehrsÀlen, Fahrzeughalle und Schlauchturm wird voraussichtlich im April 2019 abgeschlossen

Eine Stadtverwaltung muss gewĂ€hrleisten, dass ihre Feuerwehr reibungslos arbeiten kann. Hierzu gehört auch eine Werkstatt samt AusrĂŒstung auf dem aktuellen Stand der Technik. Darum zĂ€hlt die Hauptfeuerwache an der Eschholzstraße seit Jahren zu den großen Investitionsprojekten der Stadt Freiburg.

Bis Ende 2014 wurde die Wache in zwei Bauabschnitten umgebaut und um die Integrierte Leitstelle erweitert. Im Mai 2016 begann dann wiederum unter der Regie des stĂ€dtischen GebĂ€udemanagements der dritte Bauabschnitt: Das marode Werkstatt-GebĂ€ude im Hinterhof wurde abgerissen. An seiner Stelle entstand das neue TechnikZentrum, das seit einigen Wochen bezugsfertig ist und heute von BaubĂŒrgermeister Martin Haag auf einem Pressetermin vorgestellt wurde.

Neubau des Technik-Zentrums

Dabei hob Haag eine Besonderheit dieses Bauprojektes hervor: „Auch beim Neubau des Technikzentrums mussten alle Arbeiten bei laufendem Feuerwehrbetrieb stattfinden. Da ist ein hohes Maß an Koordination notwendig, und die Abstimmung und Kooperation zwischen allen Projektbeteiligten muss noch enger sein als bei vergleichbaren Großprojekten. Das war eine echte Herausforderung fĂŒr das GMF, die unser Amt sehr gut hinbekommen hat.“

Der Neubau wurde nötig, weil der Technik-Bestandsbau arg in die Jahre gekommen war. Seine Atemschutzwerkstatt war nicht mehr
zeitgemĂ€ĂŸ, im Arbeits- und Gesundheitsschutz wurden nicht mehr die neuesten Anforderungen erfĂŒllt, das Fehlen einer Durchfahrtspur verursachte Rangierbetrieb und mehr LĂ€rm als nötig, Unterboden- und FahrzeugwĂ€sche waren nicht am selben Ort möglich. Außerdem lag der Waschplatz draußen im Hof, was die Nachbarschaft störte und die Feuerwehrleute bei Wind und Wetter nicht immer erfreute.

Das neue Technikzentrum ist dagegen auf der Höhe der Zeit. Unter einem Dach vereint es die WerkstĂ€tten fĂŒr Atemschutz, fĂŒr Kfz (mit Waschhalle), fĂŒr Feuerlöscher, SchlĂ€uche und fĂŒr Elektro. Es ist solide gegen Erdbeben geschĂŒtzt und folgt den energetischen Leitlinien der Stadt. Der Neubau schließt ans BestandsgebĂ€ude B an, wĂ€hrend ein Übergang (BrĂŒcke) im zweiten Obergeschoss regengeschĂŒtzt ins GebĂ€ude D fĂŒhrt. Beim Abriss des Bestandsbaus wurde auch der außenliegende Schlauchabwurf-Schacht beseitigt; nun findet der Transport im GebĂ€ude statt.

Sanierung von GebÀude B

Mit dem Bezug des Technik-Zentrums hat nun bereits die Sanierung von GebĂ€udeteil B begonnen, der unterschiedlichste RĂ€ume und Nutzungen umfasst. Im Erdgeschoss befindet sich die Fahrzeughalle mit sechs StellplĂ€tzen fĂŒr große Feuerwehr-Fahrzeuge. Oben drĂŒber gibt es kĂŒnftig einen großen Lehrsaal, einen kleinen Lehrsaal und einen neuen speziellen PlanungsĂŒbungsraum, in dem FeuerwehreinsĂ€tze anhand von Modellen simuliert werden können.

Markantester Teil von GebĂ€ude B ist der 28 Meter hohe Schlauchturm, in dem die SchlĂ€uche zum Trocknen aufgehĂ€ngt werden, nachdem sie in der neuen SchlauchwĂ€scheanlage im Keller von GebĂ€ude B gereinigt wurden. Der Transport der SchlĂ€uche erfolgt im Vergleich zu frĂŒher wesentlich gerĂ€uschloser per Aufzug.

An der neuen Durchfahrt wurden Sektionaltore angebracht, um die Einsatzfahrzeuge geschĂŒtzt und auch lĂ€rmschĂŒtzend bestĂŒcken und abladen zu können. Zwei weitere Wohltaten fĂŒr Anwohner: Im neuen Technikzentrum können reparaturbedĂŒrftige Fahrzeuge auf der neuen Durchfahrtspur fahren; damit entfĂ€llt das bisher hĂ€ufige RĂŒckfahren mit piepsendem Warnton. Und in der neuen Waschhalle können Fahrzeuge nach dem Einsatz bei geschlossenem Tor gereinigt werden; bisher geschah dies lĂ€rmintensiver im Innenhof.

Dieses GebĂ€ude ist aller Voraussicht nach im April 2019 saniert. Damit enden dann die Arbeiten an der Hauptfeuerwache. Die Kosten fĂŒr den dritten Bauabschnitt betragen rund 12 Millionen Euro. Insgesamt wird das anno 2009 begonnene Projekt „Neubau und Sanierung Hauptfeuerwache“ dann voraussichtlich 34 Millionen Euro gekostet haben.
 
 

 
Teure Markenprodukte nicht besser als gĂŒnstige Handelsmarken
Lebensmittel preiswerter Handelsmarken von Aldi, Lidl, Edeka & Co sind im Schnitt genau so gut wie die von klassischen Marken. Große Unterschiede gibt es aber beim Preis. FĂŒr den Warenkorb, den die Tester exemplarisch mit je zehn Produkten gefĂŒllt haben, zahlt der Handelsmarken-KĂ€ufer etwa die HĂ€lfte weniger als der Marken-KĂ€ufer. Das ist die Bilanz aus 72 Tests mit 1739 Lebensmitteln, die die Stiftung Warentest jetzt veröffentlicht hat.

Schlichtes Design, niedriger Preis: Ja, Gut & GĂŒnstig, Tip, aber auch Alnatura und Dennree aus dem Biohandel zĂ€hlen zu den Handelsmarken. Ihr Marktanteil im Lebensmittelhandel betrĂ€gt inzwischen mehr als 40 Prozent. Discounter verkaufen in Deutschland den Großteil der Handelsmarken, den Rest setzen vor allem SupermĂ€rkte und DrogeriemĂ€rkte ab. Einige Handelsmarken werden von Herstellern traditioneller Marken produziert. Das heißt aber nicht, dass Rezepturen und Rohstoffe identisch mit der bekannten Marke sind.

Die test-QualitĂ€tsurteile fĂŒr 643 Marken- und 627 Handelsmarkenprodukte verteilen sich Ă€hnlich – Marken und Handelsmarken lagen also gleichauf. Große Unterschiede gibt es aber beim Preis. Die Tester addierten die Preise fĂŒr je zehn Produkte – jeweils die beste sehr gute oder gute Marke bzw. Handelsmarke aus ihren Tests. WĂ€hrend dieser Warenkorb bei den klassischen Markenprodukten 36,03 Euro kostete, bezahlte man fĂŒr den mit Handelsmarken nur 19,68 Euro und spart 45 Prozent.

Der Test Handelsmarke gegen Marke findet sich in der August-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/marken abrufbar.
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Freiburg: BĂŒrgertreff, ProberĂ€ume und obendrauf ein Bolzplatz
Bauverwaltung beauftragt Entwurf eines Multifunktionshauses auf dem GĂŒterbahnhofareal

Die Bauverwaltung hat einen Testentwurf fĂŒr ein Multifunktionshaus im sĂŒdwestlichen Teil des ehemaligen GĂŒterbahnhofgelĂ€ndes in Auftrag gegeben. Die Überlegung ist, in einem solchen GebĂ€ude sowohl den vom BĂŒrgerverein BrĂŒhlBeurbarung gewĂŒnschten Quartierstreff als auch den Bedarf an ProberĂ€umen fĂŒr Musikgruppen aus Freiburg zu decken. Ebenfalls wird geprĂŒft, ob auf dem Dach der auch vom BĂŒrgerverein geforderte Bolzplatz entstehen könnte. Das GebĂ€ude könnte auf einem etwa 1.200 Quadratmeter großen GrundstĂŒck entstehen, fĂŒr das die Stadt mit der GrundstĂŒckseigentĂŒmerin Aurelis bezĂŒglich der Übertragung der FlĂ€che in GesprĂ€chen ist.

Die Ansiedlung eines Bolzplatzes auf dem Dach eines GebĂ€udes ist bereits auf einem Lebensmittelmarkt Markt in Karlsruhe realisiert worden. Die MindestgrĂ¶ĂŸe des Daches fĂŒr eine Bolzplatznutzung betrĂ€gt 20 x 35 Quadratmeter. Das Spielfeld wird mit einer Netzanlage komplett ĂŒberdacht. Die SportflĂ€che soll von außerhalb des GebĂ€udes zugĂ€nglich sein.

Aus Sicht der Verwaltung ebenfalls gegeben ist der Bedarf fĂŒr einen Quartierstreff. Denn im neuen Stadtquartier auf dem ehemaligen GĂŒterbahnhofgelĂ€nde im Stadtteil BrĂŒhl-Beurbarung entstehen rund 1.500 Wohnungen, BĂŒros sowie soziale Einrichtungen. Nach Fertigstellung werden im Quartier rund 3.500 bis 4.000 Menschen wohnen. Ein Quartierstreff soll mit seiner kommunikativen und engagementfördernden Funktion zu einer
guten und nachhaltigen Entwicklung im Quartier beitragen. Auf einer FlĂ€che von rund 100 Quadratmeter soll ein großer Veranstaltungsraum, ein BĂŒro sowie SanitĂ€r und KĂŒchenbereiche untergebracht werden.

Und schließlich gibt es einen schon seit einiger Zeit immer wieder formulierten Bedarf an ProberĂ€ume fĂŒr Musikgruppen. Dazu kommt, dass der Nachweis von ProberĂ€umen zunehmend als öffentliche Aufgabe diskutiert wird. Schon im Jahr 2014 gab es eine Liste mit achtzig Bands, die damals einen Raum suchten. Nach dem Abriss der alten GebĂ€ude auf dem GĂŒterbahnareal ist die Zahl nochmals angestiegen, denn in vielen der alten und jetzt weggefallenen HĂ€usern, Kellern und Hallen hatten Musikerinnen und Musiker, KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler sowie Bands zuvor seit Jahren eine Unterkunft gefunden.

FĂŒr BĂŒrgermeister Martin Haag hat dieses Projekt in mehrfacher Hinsicht einen Vorzeigecharakter: „Mit dem Ansatz dieses Multifunktionshauses wollen wir der FlĂ€chenknappheit an einer stĂ€dtebaulich geeigneten Stelle entgegenwirken und etwas fĂŒr die LebensqualitĂ€t der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger im Quartier tun.“

Der jetzt von der Bauverwaltung in Auftrag gegebene Testentwurf soll die genannten Raumanforderung abbilden und mögliche Konfliktlagen zwischen den jeweiligen Nutzungen aufzeigen. Das Ergebnis wird in die Gremien eingebracht. Den Bauausschuss hat die Bauverwaltung bereits ĂŒber die Beauftragung informiert.
 
 

 
Stilllegung von Fessenheim droht sich erneut zu verzögern
Umweltminister Franz Untersteller: „Die französische Regierung muss endlich Klarheit darĂŒber schaffen, wie lange sie den Menschen in der Region um Fessenheim noch das unvertretbare Sicherheitsrisiko zumuten möchte.“

Medienberichten zufolge soll sich die Inbetriebnahme des neuen Atomreaktors im französischen Flamanville erneut um mindestens ein Jahr bis Ende 2019 verzögern. Demnach könne auch das Kernkraftwerk Fessenheim in unmittelbarer NĂ€he zu Baden-WĂŒrttemberg lĂ€nger als bisher vorgesehen am Netz bleiben.

Baden-WĂŒrttembergs Umweltminister Franz Untersteller kritisierte heute (25.07.) in Stuttgart die französische Regierung dafĂŒr, das Abschalten von Fessenheim an die Inbetriebnahme des neuen Reaktors in Flamanville zu koppeln: „Wenn es so ist, dass sich mit der erneuten Verzögerung in Flamanville auch das Abschalten des Atomkraftwerks in Fessenheim nochmals nach hinten verschiebt, erhöht die französische Regierung das unzumutbare Sicherheitsrisiko fĂŒr die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in der Region weiter. Das Ă€lteste Kernkraftwerk Frankreichs entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und gehört schon seit vielen Jahren endgĂŒltig abgeschaltet. Ich erwarte von der französischen Regierung, uns endlich einen verbindlichen Abschalttermin fĂŒr Fessenheim mitzuteilen. Je frĂŒher dieser Termin liegt, desto besser fĂŒr die Sicherheit der Menschen auf beiden Seiten des Rheins.“
 
 

 
Erfreuliche Bilanz: Gut 5000 Besucherinnen und Besucher bei Museumsnacht
Gut 5000 Menschen haben am Samstagabend die Freiburger Museumsnacht unter dem Motto „jetzt“ besucht. Die StĂ€dtischen Museen Freiburg können eine erfreuliche Bilanz ziehen: Obwohl parallel das Seeparkfest und das Stadtteilfest Rieselfeld stattgefunden haben und es am spĂ€teren Abend noch anfing zu regnen, konnten wir gegenĂŒber dem letzten Jahr einen leichten Anstieg verzeichnen.

16 verschiedene Locations in der Stadt hatten bis 1 Uhr ihre TĂŒren geöffnet. Bei SonderfĂŒhrungen, Konzerten und Performances kamen kleine und große Kulturfans voll auf ihre Kosten. Neben den StĂ€dtischen Museen waren das Adelhauser Kloster, das Uniseum, der Kunstverein, das Fasnetmuseum, die MĂŒnsterbauhĂŒtte, die ArchĂ€ologische Sammlung der UniversitĂ€t, das Planetarium, das Kommunale Kino im Alten Wiehrebahnhof und die L6 KĂŒnstlerwerkstatt mit von der Partie.
 
 

 
Google: LĂŒgen leben lange
Der Internetriese Google gewĂ€hrt Zugriff auf beleidigende und rufschĂ€digende Aussagen, selbst wenn er den Opfern zugesagt hat, entsprechende Suchergebnisse zu entfernen oder sie sogar gerichtliche Verbote erwirkt haben. Durch den Link auf eine Datenbank sorgt der Suchmaschinenanbieter dafĂŒr, dass unwahre, verleumderische oder frei erfundene Artikel weiterhin gelesen werden können. Darauf weist die Stiftung Warentest in der Juli-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest hin.

Finanztest hat in mehreren Artikeln seit Sommer 2017 das kriminelle System rund um Rainer von Holst und sein unseriöses Internetportal Gerlachreport.com aufgedeckt. Er hat Anleger um Millionen geprellt und Unternehmen erpresst. Das unseriöse Internetportal Gerlachreport.com veröffentlichte daraufhin frei erfundene VorwĂŒrfe gegenĂŒber der Stiftung Warentest und speziell einer Redakteurin. Da es in Deutschland keine ladungsfĂ€hige Adresse hat, beantragte die Stiftung Warentest bei Google, in Suchergebnissen 24 Links zu Artikeln mit unwahren Behauptungen und Beleidigungen im Gerlachreport zu löschen. Google entfernte sie zwar, verwies aber per Link auf eine Datenbank, ĂŒber die rufschĂ€digende Aussagen weiterhin auffindbar sind.

Dass Google den Schutz persönlicher Daten und Rechte nicht ernst nimmt, zeigt auch die Reaktion auf Finanztest vorliegende GerichtsbeschlĂŒsse. Zwei Firmen gingen rechtlich gegen den Suchmaschinenbetreiber vor, weil er sich weigerte, Links auf Artikel im Gerlachreport mit frei erfundenen Behauptungen wie „Verbrecher“ und „BetrĂŒger“ zu entfernen. Sie beantragten eine einstweilige VerfĂŒgung. Das Landgericht Berlin gab beiden AntrĂ€gen statt und verbot Google, die Links weiter anzuzeigen. Doch trotz gerichtlicher Verbote verlinkt Google weiter auf die Datenbank Lumen, ĂŒber die die Artikel weiterhin zu finden sind. Der Internetriese will auch nichts Ă€ndern: „FĂŒr Google hat Transparenz gegenĂŒber unseren Nutzern höchste PrioritĂ€t“, lĂ€sst das Unternehmen mitteilen.

Der Artikel ĂŒber Google findet sich in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/suchtreffer-sperren abrufbar.
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