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Donnerstag, 25. Februar 2021
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Verschiedenes

 
DRK Kreisverband Freiburg informiert
Hilfsorganisationen betreuen ĂŒber 90 Personen bei versuchter BombenentschĂ€rfung in Freiburg

-Keine NotfÀlle - Knapp 30 EinsatzkrÀfte vor Ort-

Freiburg (DRK). WĂ€hrend einer versuchten BombenentschĂ€rfung in Freiburg haben am Donnerstag, 9. Mai, die drei Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Malteser und Johanniter 92 Personen in der Messehalle Freiburg betreut. Dank der ĂŒberragenden UnterstĂŒtzung durch die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH konnten auch GetrĂ€nke und Brezeln wĂ€hrend der Wartezeit von etwa 19 Uhr bis knapp 23 Uhr gereicht werden. Vor Ort hatten ie knapp 30 EinsatzkrĂ€fte keine medizinischen NotfĂ€lle zu versorgen. PrĂ€sent waren von den Hilfsorganisationen neben dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst ebenso Einheiten des Bevölkerungsschutzes.

Der Einsatz wurde gegen 23 Uhr unterbrochen, weil die Bombe am Abend zunÀchst nicht zu entschÀrfen war.
 
 

 
Kommunalpolitische KabinengesprÀche ...
„Dem Himmel und der Demokratie entgegen...“
Kommunalpolitische KabinengesprÀche mit den Kandidierenden und Freifahrt auf den Schauinsland
eine Aktion der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Freiburg

Am 20. Mai haben Freiburgerinnen und Freiburger die Gelegenheit, bei einem politischen Ausflug, auf ihre*n Lieblingskandidat*in fĂŒr die Freiburger Gemeinderatswahl zu treffen. Die Landeszentrale fĂŒr politische Bildung und die Freiburger Verkehrs AG laden bei einer Freifahrt auf den Schauinsland gemeinsam zu kommunalpolitischen KabinengesprĂ€chen ein.

Bei der 20-minĂŒtigen Fahrt ĂŒberwinden Kandidierende und BĂŒrgerinnen und BĂŒrger 746m Höhendifferenz zwischen Berg und Tal – eine einmalige Gelegenheit auch so manch kommunalpolitisches Streitthema zu bewĂ€ltigen, oder einfach die Zeit zu nutzen, um sich ĂŒber die anstehenden Wahlen auszutauschen. Im CafĂ© der Bergstation können WĂ€hler*innen und Kandidierende das GesprĂ€ch bei einer moderierten Diskussion noch einmal vertiefen.

Anmeldungen unter:
0761.20773-55, freiburg@lpb.bwl.de, am besten online:
https://www.lpb-bw.de/anmeldung_kabinengespraeche_ewk.html
bis einschließlich 13. Mai

Ort
Schauinslandbahn, Talstation, Bohrerstraße 11, 79289 Horben

Moderation
Prof. Dr. Michael Wehner, Landeszentrale fĂŒr politische Bildung

LpB-Team
Benedikt Eckstein, Theresa Feißt, Caroline Bingenheimer, Sophie Feiber, Hannah Laubrock, Paul Stellwag

Zeit
Montag, 20. Mai 2019, 14-17 Uhr, kostenlos

Foto:
Eckhard Henkel / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 DE;
online unter: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2002-03-31_Schauinslandbahn_IMG_0341.jpg)

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Modernste Technik in der Ausbildung
Walter-Rathenau-Gewerbeschule setzt auf die Lernfabrik 4.0

FĂŒr die Zukunft gerĂŒstet: Die Walther-Rathenau-Gewerbeschule setzt in der Ausbildung auf modernste Technologie. Mit der Lernfabrik 4.0 bietet sie eine modellhafte, digital gesteuerte Produktionsanlage fĂŒr den Unterricht. Die NachwuchskrĂ€fte erhalten so einen realen Einblick in die Berufspraxis, der auf tatsĂ€chlichen industriellen Standards basiert. Die Produktionsanlage hilft dabei, das abstrakte Konzept der Industrie 4.0 greifbar zu machen.

Bei der Industrie 4.0 oder auch dem „Internet der Dinge“ geht es um die umfassende Digitalisierung der industriellen Produktion. Mit Hilfe von intelligenten und vernetzten Systemen soll langfristig die gesamte Produktionskette möglichst selbstorganisiert laufen. Das bedeutet Maschinen, Logistik und Produkte tauschen digitale Informationen untereinander und mit den FachkrĂ€ften aus und kommunizieren so miteinander. Diese Vernetzung soll nicht nur einzelne Produktionsschritte sondern die ganze Wertschöpfungskette optimieren. Dabei sollen alle Lebensphasen eines Produkts berĂŒcksichtigt werden, von der Idee ĂŒber die Entwicklung, Fertigung, Nutzung und Wartung bis hin zum Recycling.

Die Walter-Rathenau-Gewerbeschule hat ihren Schwerpunkt in der Elektro- und Informationstechnik, bildet aber auch fĂŒr die Chemie und Pharmazie aus. Die Auszubildenden erlernen hier beispielsweise Berufe in der Betriebstechnik, GerĂ€te- und Systemtechnik, Energie- und GebĂ€udetechnik, Fachinformatik oder IT-System-Elektronik. Ebenso bietet die Schule mit einer zweijĂ€hrigen Technikerschule die Möglichkeit, sich in der Automatisierungs- und Informationstechnik weiterzubilden. Die LehrplĂ€ne dieser Ausbildungsberufe und Weiterbildungen fordern zunehmend Inhalte zur Industrie 4.0. Aktuell besuchen 1.458 SchĂŒler und SchĂŒlerinnen die Schule. Von ihnen absolvieren 1.120 auch praktische Ausbildungsphasen in Betrieben.

Die neue Lernfabrik ist eine Produktionsstraße, die in einzelne Abschnitte und Maschinen aufgeteilt ist. Dazu zĂ€hlen etwa TransportbĂ€nder, ein Vakuumlifter, ein Kamerasystem, Handlings- und Montagestationen, eine AbfĂŒll- und Wiegestation und ein Lagersystem. In der nĂ€chsten Ausbauphase bis FrĂŒhjahr 2020 folgen ein Montage-Roboter, ein weiteres Lagersystem und eine ĂŒbergeordnete Software fĂŒr die Produktionsplanung. Die einzelnen Segmente sind miteinander vernetzt und tauschen ĂŒber definierte Schnittstellen und Übergabeparameter Informationen aus.

Im Unterricht konstruieren und fertigen Teams aus drei bis vier SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern hier Maschinensegmente oder auch eine ganze Fertigungsstraße. Dabei sind neben fachlichen auch soziale Kompetenzen gefragt: Die Azubis teilen die anstehenden Aufgaben auf und erarbeiten gemeinsam Programmierung und Visualisierung, das Sicherheitskonzept, SchaltplĂ€ne und StĂŒcklisten. Sie entwickeln eigenstĂ€ndige Lösungen, beschaffen die nötigen Informationen und arbeiten sich in die geltenden Normen und Richtlinien ein.

Die Produktionsstraße wurde im Laufe der vergangenen zwei Jahre in zwei Etappen erworben und hat knapp 380.000 Euro gekostet. Die dritte Etappe folgt in wenigen Monaten. FĂŒr eine zusĂ€tzliche RobotikStation wurden aktuell weitere 120.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Zudem hat das GebĂ€udemanagement fĂŒr rund 80.000 Euro eine brĂŒstungshohe Installationswand fĂŒr die Stromversorgung und eine neue TĂŒr eingebaut. Alle Kosten trĂ€gt die Stadt. Vom Land gab es keinen Zuschuss, da die Walther-Rathenau-Gewerbeschule bei der ersten Förderstufe nicht berĂŒcksichtigt wurde. So entstand im Sommer 2015 der Wunsch, zusammen mit der Stadt Freiburg eine eigene Lösung zu entwickeln.

FĂŒr OberbĂŒrgermeister Martin Horn ist die Investition in die innovative Lernmethode der richtige Schritt in Richtung Zukunft: „Die Walter-Rathenau-Gewerbeschule verfĂŒgt mit der Lernfabrik 4.0 nun ĂŒber eine hochmoderne Produktionsanlage auf neuestem technologischen Stand. Damit berĂŒcksichtigen wir auch die Situation zahlreicher Ausbildungsbetriebe in und um Freiburg. Um uns zukunftsfĂ€hig aufzustellen, brauchen wir moderne digitale Entwicklungen – und FachkrĂ€fte, die sie mittragen.“ SchulbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik unterstreicht den Nutzen fĂŒr die didaktische Ausbildung: „Mit der Lernfabrik haben wir die besten Voraussetzungen geschaffen, um den digitalen Fortschritt und die realen Bedingungen der industriellen Praxis im Unterricht zu verankern. Und wie im Berufsalltag ist nicht nur technologisches Know-how gefordert, sondern auch TeamfĂ€higkeit und Zusammenarbeit.“

Nachdem die Arbeit mit der digital gesteuerten Produktionsanlage erfolgreich angelaufen ist, ist inzwischen auch eine zweite Lernfabrik 4.0 an der benachbarten Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule in Planung. Dort soll ebenfalls eine Fertigungsstraße aus einzelnen Abschnitten entstehen, wobei jedes Modul auch in sich selbst programmierbar ist. Außerdem ist eine FrĂ€smaschine vorgesehen, die selbst Produkte fĂŒr die Fertigungsstraße herstellen kann. Die Kosten belaufen sich dort auf rund 530.000 Euro, davon werden rund 210.000 Euro ĂŒber die Fördermittel des Landes finanziert. Hinzu kommen die Kosten fĂŒr den Einbau, deren Höhe vom baulichen Aufwand abhĂ€ngt. Dieser wird aktuell vom stĂ€dtischen GebĂ€udemanagement unter der FederfĂŒhrung von BaubĂŒrgermeister Martin Haag erarbeitet und bewertet.
 
 

 
Freiburg: Zweckentfremdung Leerstand
Referat fĂŒr bezahlbares Wohnen und Baudezernat stellen Maßnahmen gegen Zweckentfremdung vor

Leerstandskataster eingerichtet – Konsequentes Vorgehen der Verwaltung

OB-Brief an EigentĂŒmerinnnen und EigentĂŒmer von leerstehenden Wohnungen: Stadt tritt auch als Zwischenmieterin fĂŒr Personen in besonderen Lebenslagen auf

OB Martin Horn: „Jede Wohnung, die nicht mehr leer steht, ist ein kleiner Schritt gegen den Wohnungsmangel und eine UnterstĂŒtzung fĂŒr die Freiburgerinnen und Freiburger.“

Vorstoß zur Kontrolle von illegalen Ferienwohnungen

In Freiburg herrscht seit lĂ€ngerem großer Wohnraummangel. Trotz intensiver Anstrengungen hat sich die Lage weiter verschĂ€rft. Unter anderem die Hausbesetzungen der vergangenen Wochen sind ein Zeichen hierfĂŒr. Der Gemeinderat hat deshalb im vergangenen Herbst ein umfassendes Paket zur Wohnungssituation in Freiburg beschlossen. Dabei wurden Maßnahmen zur Mietpreisgestaltung, zur Sicherung von Wohnraum, zur Neuaufstellung der stĂ€dtischen Wohnungsbaugesellschaft Freiburger Stadtbau sowie zum Umgang mit den wenigen noch verfĂŒgbaren FlĂ€chenressourcen beschlossen.

Ein Instrument dabei betraf das sogenannte Zweckentfremdungsverbot. Das im Januar dieses Jahres neu eingerichtete Referat fĂŒr bezahlbares Wohnen (RbW) hat nun zusammen mit dem Baurechtsamt Maßnahmen gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum entwickelt.

Ein wesentlicher Aspekt zur ordnungsrechtlichen BekĂ€mpfung von Zweckentfremdung von Wohnraum ist das nun im Baurechtsamt eingerichtete Leerstandskataster. In dem Kataster sind derzeit 118 DatensĂ€tze von Leerstand gelistet. Insgesamt geht die Verwaltung von einer statistischen Leerstandsquote von 0,4 Prozent in Freiburg aus. Dies entsprĂ€che rund 500 Wohnungen. In diesen 500 Wohnungen sind allerdings auch die LeerstĂ€nde enthalten, die aufgrund von Wohnungswechseln, Sanierungsarbeiten oder im Rahmen eines Umzugs nur vorĂŒbergehend nicht bewohnt sind und die damit dem Wohnungsmarkt nicht zur VerfĂŒgung stehen.

Aus datenschutzrechtlichen GrĂŒnden wird kein detailliertes Leerstandsverzeichnis veröffentlicht. Das Baurechtsamt stellt jedoch auf der stĂ€dtischen Homepage (www.freiburg.de/leerstandskataster) eine interaktive Karte bereit, auf der die Anzahl der eingegangenen Hinweise ĂŒber Leerstand sowie die im Zweckentfremdungsverfahren als rechtswidrig ermittelten LeerstĂ€nde dargestellt sind. Liegt nachweislich keine Zweckentfremdung vor, wird die Wohnung aus dem Kataster gelöscht. Informationen ĂŒber Leerstand erfolgen insbesondere ĂŒber externe Meldungen aus der BĂŒrgerschaft, beispielsweise ĂŒber die E-Mail leerstand@stadt.freiburg.de

Aufgrund des akuten Wohnungsmangels wird die Stadtverwaltung die Anstrengungen gegen Zweckentfremdung weiter intensivieren, erklĂ€rte OberbĂŒrgermeister Martin Horn: „Die konsequente Umsetzung des Zweckentfremdungsverbots ist in Zeiten von akutem Wohnraummangel ein wichtiges Instrument, um wieder mehr Wohnungen auf den Markt zu bringen. Illegalen Leerstand und illegale Ferienwohnungen dulden wir nicht.“

Das Zweckentfremdungsverbot gibt vor, dass leerstehende Wohnungen spĂ€testens nach 6 Monaten wieder zu vermieten sind. Sonst ist ein Ordnungsgeld von bis zu 50 000 Euro möglich. BaubĂŒrgermeister Martin Haag sieht die Zweckentfremdung als ein wichtiges Instrument eines Gesamtpaketes im Kampf gegen die Wohnungsnot. „Es steht außer Frage, dass wir alles daran setzten mĂŒssen, bestehende Wohnungen in die Vermietung zu bringen. Das Instrument des Zweckentfremdungsverbotes, das wir seit Februar 2014 nutzen, ist eine von vielen wichtigen Maßnahmen der Stadt zur Schaffung und Bewahrung von bezahlbarem Wohnraum.“

Holger Ratzel, Leiter des Baurechstamtes, berichtet, dass dabei in der Praxis die PrĂŒfung und Ermittlung der UmstĂ€nde sehr aufwendig sind: „Wenn man gegen Zweckentfremdung vorgeht, greift man in die Rechte von EigentĂŒmern und EigentĂŒmerinnen ein. Das Zweckentfremdungsrecht ist eine Art Polizeirecht. Deshalb muss der Fall natĂŒrlich zwingend bestimmte Voraussetzungen der Zweckentfremdungssatzung erfĂŒllen, damit unser Vorgehen auch rechtssicher ist.“ Im Baurechtsamt ist eine Mitarbeiterin fĂŒr das Leerstandskataster zustĂ€ndig.

Sabine Recker, Leiterin des Referats fĂŒr bezahlbares Wohnen betont, wie wichtig es ist, Sanktionen gegen Leerstand zu erlassen: „Wir möchten auch auf die EigentĂŒmerinnen und EigentĂŒmer zugehen und sie motivieren, ihre leer stehende Wohnung zu vermieten.“

Deshalb wird sich OberbĂŒrgermeister Martin Horn jetzt auch an alle im Leerstandskataster registrierten EigentĂŒmerinnen und EigentĂŒmer per Brief wenden und sie um UnterstĂŒtzung bei der Verringerung des Leerstands in Freiburg bitten. Er bietet in dem Brief Hilfe bei der Vermietung an einen ausgesuchten Personenkreis an.

Im Rahmen einer Kooperation der Wohnraum-Akquisestelle des Amts fĂŒr Soziales und Senioren sowie des Amts fĂŒr Migration mit den Vermietern ist etwa im Einzelfall eine Zwischenvermietung an die Stadt denkbar. Die Stadt wird dabei Mieterin und tritt vollumfĂ€nglich in die Rechte und Pflichten eines Mieters ein. Es sind aber auch lĂ€ngerfristige Kooperationen denkbar. Die Stadt wird auch in diesen FĂ€llen im ersten Jahr ihre Mieterin und tritt vollumfĂ€nglich in die Rechte und Pflichten eines Mieters ein. Sollte das MietverhĂ€ltnis nach einem Jahr auch ohne die Stadt vorstellbar sein, kann das MietverhĂ€ltnis an die Bewohnenden ĂŒbergehen. Ebenfalls sei ein MietverhĂ€ltnis mit stĂ€dtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich. Auch hier gibt es großen Bedarf.

OB Martin Horn warnte davor, dass dringend benötigte ArbeitskrÀfte mangels bezahlbaren, Wohnraums verstÀrkt in andere StÀdte ziehen.

Deshalb appelliert OB Horn in dem Brief an die EigentĂŒmer und EigentĂŒmerinnen: „Jede Wohnung, die nicht leer steht, ist ein kleiner Schritt gegen den Wohnungsmangel und eine UnterstĂŒtzung fĂŒr die Freiburgerinnen und Freiburger.“

DarĂŒber hinaus hat OB Horn auch die Landesregierung aufgefordert, die Kommunen stĂ€rker dabei zu unterstĂŒtzen, gegen Anbieter illegale Ferienwohnungen vorzugehen: „Wir regen eine Änderung der landesgesetzlichen Regelung an, um hier eine bessere Handhabe gegenĂŒber Internetplattformen zu ermöglichen.“ Beispiele hierzu gibt es bereits in anderen BundeslĂ€ndern. Auch in Baden-WĂŒrttemberg sollen diese leichter ermöglicht werden. In Bayern sind beispielsweise die Internetplattformen fĂŒr Ferienwohnungen zur Auskunft ĂŒber ihre Wohnungen verpflichtet. Auch das Vorgehen gegen Portalbetreiber ist dort erleichtert worden. In Hamburg und Berlin gibt es fĂŒr Ferienwohnungen eine Registrierungspflicht. Die Verfolgung von Anbietern illegaler Ferienwohnungen kann so besser umgesetzt werden.

Außerdem wird die Stadt nicht genehmigte Ferienwohnungen dem Finanzamt melden, wenn der Verdacht besteht, dass Einkommen nicht versteuert wird, also eine Steuerstraftat vorliegen könnte. Nach der Abgabenordnung ist sie dazu berechtigt. „Die Stadt Freiburg lebt auch vom Tourismus und braucht Ferienwohnungen, aber noch mehr braucht es bezahlbare Wohnungen, um die Stadt lebens- und liebenswert zu erhalten,“ stellt Sabine Recker klar.

Auch freie FlĂ€chen und insbesondere ungenutzte BaugrundstĂŒcke nimmt die Stadt verstĂ€rkt ins Visier. Diese sollen kĂŒnftig systematischer erfasst und auf eine mögliche Bebauung geprĂŒft werden. „In Zeiten von akuter Wohnungsnot ist es nicht weiter hinnehmbar, wenn solche GrundstĂŒcke ĂŒber Jahre, teilweise sogar ĂŒber Jahrzehnte brach liegen“, sagte OberbĂŒrgermeister Martin Horn.

Die Stadt setzt dabei zunĂ€chst auf einen kooperativen Weg mit den EigentĂŒmern. Nach einer weiteren Erfassung von BrachflĂ€chen wird OB Horn ebenfalls alle GrundstĂŒckseigentĂŒmer im Laufe des Jahres anschreiben. Ziel ist es, mit den EigentĂŒmern ins GesprĂ€ch zu kommen und gemeinsam Wege zu finden, damit die GrundstĂŒcke zeitnah bebaut werden. Dabei zieht die Stadt auch einen direkten Ankauf in ErwĂ€gung. „Wir mĂŒssen unseren Gestaltungsspielraum nutzen“, sagte Horn. „BaugrundstĂŒcke dĂŒrfen keine Spekulationsobjekte sein.“ Weitergehende Schritte wie ein Baugebot behĂ€lt sich die Stadt vor.
 
 

 
Freiburger Innovationspreis 2019
FĂŒnf innovative Projekte und Unternehmen durch die Technologiestiftung BioMed Freiburg ausgezeichnet

Bereits zum 14. Mal vergab die Technologiestiftung BioMed Freiburg den Freiburger Innovationspreis gemeinsam mit dem Freiburger Medizintechnikunternehmen Stryker und unterstĂŒtzt von der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau. Die fĂŒnf PreistrĂ€ger wurden am Montagabend im Rahmen einer Feierstunde vom Vorstand der Technologiestiftung, Hanna Böhme, sowie dem Leiter des Freiburger Stryker-Werks Christoph Gerber im Beisein von OberbĂŒrgermeister Martin Horn und SparkassenVorstandsvorsitzender Marcel Thimm ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von jeweils 2.000 € dotiert. Ausgezeichnet wurden die Unternehmen Chap Assistance, CorTec, Dotscene, Glassomer und Mondas.

Mit einer hohen Beteiligung von insgesamt 22 Bewerbungen belegt der Preis einmal mehr seine Bedeutung fĂŒr innovative Unternehmern, ExistenzgrĂŒndern und Forschern in der Region. Seit 1992 bringt der im zweijĂ€hrigen Turnus vergebene Preis die WertschĂ€tzung der wirtschaftlichen LeistungsfĂ€higkeit und des Ideenreichtums kleiner und mittlerer Unternehmen aus der Wirtschaftsregion Freiburg, d.h. aus dem Stadtkreis Freiburg und den beiden Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen, zum Ausdruck.

Stiftungsvorstand Hanna Böhme: „Erfolge der Vergangenheit sind keine Garantie fĂŒr die Zukunft. Die FĂ€higkeit, immer wieder neue innovative Produkte, Prozesse und Methoden hervorzubringen, ist eine Keimzelle des technischen Fortschritts und Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung. Besondere Motoren und Impulsgeber sind dabei die UniversitĂ€t, das UniversitĂ€tsklinikum und die anwendungsorientierten Institute von Fraunhofer und Hahn-Schickard.“

Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Marcel Thimm ergĂ€nzt: „Die InnovationsfĂ€higkeit und Innovationskraft mittelstĂ€ndischer Unternehmen in unserer Region bilden die Grundlage fĂŒr wirtschaftlichen Erfolg und sichere ArbeitsplĂ€tze. Deshalb fördern und unterstĂŒtzen wir innovative Unternehmen, um damit den Standort Freiburg weiter zu stĂ€rken.“

„Stryker ist eines der weltweit fĂŒhrenden Unternehmen in der Medizintechnik“, erlĂ€utert der Freiburger Werksleiter Christoph Gerber, das sich der Aufgabe verschrieben hat, gemeinsam mit den Kunden die medizinische Versorgung zu verbessern. „Es ist uns eine besondere Freude, der technologischen Kompetenz und Innovationsfreude in der Region Freiburg zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen.“

Die ausgezeichneten Innovationsprojekte:

Barrierefreies Umsetzen fĂŒr Rollstuhlfahrer Der erste von insgesamt fĂŒnf PreistrĂ€gern ist ein neu erfundenes Rad. Designer Christian Czapek aus Staufen tĂŒftelte so lange, bis er ein stabiles, in drei Segmente teilbares Rollstuhlrad erfunden hatte. Mit dem Chapwheel können sich Rollstuhlfahrer ohne Hindernis und fremde Hilfe aus dem Rollstuhl heraus seitlich bewegen. Das umstĂ€ndliche Umsteigen in und aus SchieberollstĂŒhlen wird fĂŒr Betroffene und Helfer wesentlich erleichtert. Die so gewonnene Barrierefreiheit verhilft zu mehr SelbststĂ€ndigkeit und PrivatsphĂ€re der Betroffenen. www.chapwheel.info

Gehirn-Computer-Schnittstellen zur Therapie neuronaler Erkrankungen InterdisziplinĂ€res Know-how auf dem Gebiet Mensch-Maschine ermöglicht bereits heute die Kommunikation mit dem menschlichen Nervensystem, wobei zunehmend KĂŒnstliche Intelligenz zur EntschlĂŒsselung der GehirnaktivitĂ€t eingesetzt wird. Mithilfe der „Brain Interchange Technologie“ des innovativen Freiburger Unternehmens CorTec sollen zukĂŒnftig verbesserte Therapien fĂŒr Krankheiten wie Parkinson, Epilepsie, LĂ€hmung oder chronischer Schmerz entwickelt werden. www.cortec-neuro.com

Hochaufgelöste 3D-Umgebungsmodelle im Vorbeigehen Die digitale Erfassung von Umgebungen und GebĂ€uden sowie die ÜberfĂŒhrung in prĂ€zise 3D-Modelle bildet die Grundlage fĂŒr eine Vielzahl von Anwendungen. Der von den Freiburgern entwickelte „dotcube“ 600k kombiniert 3D-Lasersensoren und Algorithmen aus der Robotik zu einem mobilen Laserscanner. Ob zu Fuß im Innenbereich oder montiert an Drohnen fĂŒr den Einsatz im Außenbereich – Dotscene liefert so vollstĂ€ndige 3D-Modelle als Planungsgrundlage zu einem Bruchteil der bisher benötigten Ressourcen. www.dotscene.com

Revolutionierte Verarbeitung eines uralten Materials Komponenten aus Quarzglas werden in Medizintechnik oder Optik eingesetzt. Mit einer neu entwickelten Verfahrenstechnik lĂ€sst sich Glas kĂŒnftig wie Kunststoff formen – und das im Mikrometerbereich. Glassomer Materialmischungen lassen sich durch 3D-Druck, Bohren, FrĂ€sen, Drehen oder HeißprĂ€gen strukturieren und in einer thermischen Nachbehandlung in hochtransparentes Quarzglas umwandeln. Das ermöglicht die Herstellung neuartiger und komplexer Strukturen, die Polymeren in seinen optischen Eigenschaften weit ĂŒberlegen sind. www.glassomer.com

Energie- und Anlagen-Monitoring via Internet Bei der IoT-Plattform von Mondas handelt es sich um eine Ă€ußerst performante Monitoring- und Analysesoftware fĂŒr Hersteller und Betreiber von dezentralen Energie- und Versorgungsanlagen, die fĂŒr einen großen und rĂ€umlich weit verteilten Anlagenbestand verantwortlich sind. Die Plattform bietet großes Potenzial fĂŒr die deutliche Senkung der Wartungskosten und fĂŒr die Erhöhung der Betriebs- und Energieeffizienz. TGA-Planer können zudem die Inbetriebnahme von GebĂ€udetechnik deutlich beschleunigen. www.mondas-iot.de

Über die Technologiestiftung BioMed Freiburg: Die Technologiestiftung BioMed Freiburg fördert und unterstĂŒtzt ExistenzgrĂŒnder und junge Unternehmen, insbesondere aus den Bereichen Life Sciences (Biotechnologie, Pharmazie, Medizintechnik) und angrenzender Bereiche wie Mikrosystemtechnik oder Materialwissenschaften. Zur Förderung von Innovationen und Technologien steht seit 1998 der BioTechPark Freiburg in der Engesser Straße zu VerfĂŒgung, der in den Jahren 2001, 2016 und 2019 bedarfsorientiert erweitert wurde. An der Technologiestiftung BioMed Freiburg sind neben der Stadt Freiburg die UniversitĂ€t Freiburg, die Industrie- und Handelskammer SĂŒdlicher Oberrhein, der Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V. (WVIB), die Handwerkskammer Freiburg und die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau beteiligt. Verwaltung und Vorstand der Technologiestiftung sind bei der stĂ€dtischen Gesellschaft Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) angesiedelt. Stiftungsvorstand ist Hanna Böhme, stellverstretender Vorsitzender ist Michael Richter. Weiter Informationen online ...
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Politische Bildung zum Hören
Neuer Podcast der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Baden-WĂŒrttemberg

Erste Folge: „WĂ€hlen ab 16 – sind Jugendliche politisch mĂŒndig?“

Mit dem neuen Podcast „Politisch bildet“ bietet die Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Baden-WĂŒrttemberg (LpB) politische Bildung zum Hören an. Bei diesem neuen Format geht es regelmĂ€ĂŸig 20 Minuten lang um eine gesellschaftliche, politische oder historische Kontroverse - bearbeitet mit den Handwerkzeugen der politischen Bildung. Wissenswerte Fakten, das FĂŒr und Wider dazu, gesellschaftliche HintergrĂŒnde und die Bedeutung demokratischer Werte kommen zur Sprache. Mit dem Podcast sollen Gedanken angestoßen und zur eigenen Meinungsbildung angeregt werden - um vielleicht auch fĂŒr einen themenbezogenen Konflikt gewappnet zu sein.

Bianca Braun, LpB-Fachreferentin und vormals Hörfunkredakteurin, besucht in jeder Podcast-Sendung Fachleute der LpB zu jeweiligen Thema und spricht mit ihnen. Der LpB-Podcast richtet sich an alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, vornehmlich aus Baden-WĂŒrttemberg.

Die erste Podcast-Folge thematisiert wenige Woche vor den baden-wĂŒrttembergischen Kommunalwahlen die Frage „WĂ€hlen ab 16 - sind Jugendliche politisch mĂŒndig?“ Im GesprĂ€ch mit Karl-Ulrich Templ, stellvertretender Direktor der LpB und zustĂ€ndig fĂŒr deren „ErstwĂ€hlerkampagne“, geht es um das Wahlrecht ab 16 Jahren, das Jugendliche bei den Kommunalwahlen - nach 2014 bereits zum zweiten Mal - haben. Welche gesellschaftlichen Entwicklungen sind festzustellen? Welche Argumente bringen BefĂŒrworter und die Gegner von „WĂ€hlen ab 16“ auf den Tisch? Und warum spielen Emotionen bei diesem Thema eine Rolle? Über die Frage, ob Jugendliche eigentlich wissen sollten, was die unechte Teilortswahl ist, lĂ€sst sich streiten. Schließlich: Was kann die politische Bildung fĂŒr Jugendliche tun und warum sollten wir uns alle fĂŒr die Demokratie einsetzen?

Der LpB-Podcast „Politisch bildet“ kann ĂŒber die Homepage der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Baden-WĂŒrttemberg (LpB) unter www.lpb-bw.de/lpb_podcast.html gehört werden.
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Internationale KĂŒnstlerstipendien Atelier Mondial 2020
Ausschreibung von Atelier- und Reisestipendien in den vier Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Tanz und Performing Arts, Mode und Textil

Die Stadt Freiburg ist gemeinsam mit den Kantonen BaselStadt, Baselland, Solothurn, der Region Elsass und der geschĂ€ftsfĂŒhrenden Basler Christoph-Merian-Stiftung TrĂ€ger eines Programms, ĂŒber das Atelieraufenthalte und Reisestipendien gemeinsam finanziert und vergeben werden. In seiner Form der fest institutionalisierten grenzĂŒberschreitenden Kooperation ist das 2006 gegrĂŒndete Atelier Mondial-Programm europaweit einzigartig und bietet den KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstlern der Region einmalige Chancen zu Arbeitsaufenthalten in aller Welt.

Ab sofort kann man sich fĂŒr die Atelier- und Reisestipendien im Jahr 2020 bewerben. Das Programm umfasst vier Bereiche: Bildende Kunst, Literatur (Autorinnen und Übersetzer ins Deutsche), Tanz und Performing Arts sowie Mode und Textil.

Bewerben können sich Kunstschaffende, die ihren Wohnsitz oder Arbeitsort in den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Land, Solothurn, in Freiburg und SĂŒdbaden oder im Elsass haben.

Der detaillierte Ausschreibungstext samt Teilnahmebedingungen und die Online-Registrierung finden sich unter: www.ateliermondial.com Die Bewerbungsfrist endet am 11. Juni 2019.

Weitere Informationen sind erhĂ€ltlich beim Kulturamt der Stadt Freiburg, MĂŒnsterplatz 30, 79098 Freiburg oder auch telefonisch unter 0761 / 201 2101 und per E-Mail unter kulturamt@stadt.freiburg.de.
 
 

 
Erster „Kommunal-O-Mat“ zur Gemeinderatswahl in Freiburg ...
... wird am Samstag, den 4. Mai, 10 Uhr freigeschaltet.

18 Parteien und Listen, die in Freiburg bei der Kommunalwahl antreten und kein Unterschied? Stimmt ĂŒberhaupt nicht!

Die Landeszentrale fĂŒr politische Bildung (LpB) bietet zur Gemeinderatswahl fĂŒr Freiburg einen „Kommunal-O-Mat“ an, der am Samstag, den 4. Mai 2019 um 10 Uhr, freigeschaltet wird. Besonders: alle 18 antretenden Parteien und Listen machen mit!!!

Das spielerische Informationsangebot per Internet eröffnet die Möglichkeit, die eigenen politischen Positionen mit denen der antretenden Partei und Listen zu vergleichen. 31 kommunalpolitische Thesen aus verschiedenen Bereichen stehen zur Auswahl. Wie bewertet man selbst diese oder jene kommunalpolitische Frage und welche Antworten geben diejenigen Parteien, die in das Freiburger Rathaus einziehen und Stadtpolitik machen wollen?

Was halten die Parteien von der Forderung, dass keine neuen Stadtteile geplant werden sollen und die Steuern fĂŒr Freiburger Unternehmen gesenkt werden sollen? Wie stehen sie zur Abschaffung der Sperrstunde fĂŒr Diskotheken und GaststĂ€tten oder zur EinfĂŒhrung von verkaufsoffenen Sonntagen? Oder wie beantworten die Kommunal-O-Nutzer und die 18 Parteien/Listen die Frage, ob es mehr Tempo 30-Zonen im Stadtgebiet geben soll?

Der „Kommunal-O-Mat“ ist ein bislang landesweit einzigartiges Pilotprojekt der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Baden-WĂŒrttemberg in Zusammenarbeit mit der Badischen Zeitung und steht ab o.g. Termin unter www.kommunal-o-mat.de allen Interessierten zur VerfĂŒgung.
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