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Samstag, 17. Januar 2026
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Veranstaltungen

„Wir haben es satt!“-Demonstration
(c) Fabian Melber
 
„Wir haben es satt!“-Demonstration
am 17. Januar 2026 in Berlin: Haltung zeigen!
„Wir haben es satt!“- Bündnis fordert von Bundesregierung zukunftsfähige Agrarpolitik

Berlin, 8. Januar 2026. Haltung zeigen! Mit dieser Forderung geht das „Wir haben es satt!“-Bündnis am 17. Januar in Berlin auf die Straße. Rund 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Zivilgesellschaft demonstrieren für eine bäuerliche, umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft. Sie kritisieren die schwarz-rote Bundesregierung, die einen agrarpolitischen Rückschritt nach dem anderen beschließt.

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat die Förderung einer besseren Tierhaltung gestrichen, zugleich verschleppt er die Einführung einer staatlichen Tierhaltungskennzeichnung. Unter der Überschrift „Bürokratieabbau“ wird die Axt an Regelungen für Klima-, Umwelt- und Tierschutz gelegt. Und wenn in der EU die Deregulierung von Gentechnik und Pestiziden vorangetrieben wird und Fördergelder für Gemeinwohlleistungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zusammengestrichen werden, schaut Berlin nur zu. Von dieser Politik profitieren Agrochemiekonzerne und die exportfixierte Fleisch- und Milchindustrie, während Verbraucher*innen und Bäuer*innen verlieren.

In Deutschland kosten Lebensmittel heute etwa 30 Prozent mehr als 2021, berichtet die Verbraucherzentrale. Das trifft vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen, die prozentual mehr von ihrem Geld für Essen ausgeben müssen. Gleichzeitig erhalten Bäuer*innen trotz hoher Lebensmittelpreise keine kostendeckenden Preise für ihre Produkte. Die Konsequenz: Jedes Jahr schließen rund 2.600 landwirtschaftliche Betriebe, das Höfesterben hält ungehindert an. Demgegenüber steht die Marktmacht im Lebensmitteleinzelhandel, die jüngst auch im Bericht der Monopolkommission offengelegt wurde. Hier ist die Bundesregierung in der Pflicht, eine gerechtere Verteilung in der Wertschöpfungskette durchzusetzen.

Auf der Pressekonferenz am 8. Januar in Berlin haben Vertreter*innen des Bündnisses die gemeinsamen Positionen erläutert.

Xenia Brand, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL):

„Wir wollen viele und vielfältige Höfe. Der agrarpolitische Handlungsbedarf ist enorm. Die GAP-Gelder müssen zukünftig konsequent an die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern für Umwelt, Tierwohl und Gesellschaft geknüpft werden. Für eine gerechtere Verteilung braucht es zudem eine Degression und Kappung der Gelder. Es braucht endlich faire Marktbedingungen, damit Bäuerinnen und Bauern kostendeckende Erzeugerpreise erzielen können – erst recht angesichts der drohenden massiven Kürzungen im GAP-Budget. Statt kurzfristiger Förderstopps brauchen wir Planungssicherheit beim Umbau der Tierhaltung und eine verlässliche Finanzierung. Die Kritik am Mercosur-Abkommen muss ernstgenommen werden – Deutschland muss es im EU-Rat ablehnen. Ebenso darf das Europäische Parlament der Deregulierung neuer Gentechnik nicht zustimmen. Hier geht es um gesamtgesellschaftliche Verantwortung: Vielfältige Höfe sichern unsere Ernährung, stärken den ländlichen Raum und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Sozialzielen. Genau diese Höfe gilt es nun in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.“

Olaf Bandt, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Gemeinsam mit dem ‚Wir haben es satt!‘-Bündnis gehen wir als BUND wieder auf die Straße. Denn die aktuelle Regierung ist im Rückwärtsgang und wickelt viele positive Entwicklungen der letzten Jahre ab. Statt unser Grundwasser besser zu schützen, wird das Düngerecht verwässert und werden Pestizide dereguliert. Statt die Haltungsbedingungen von Tieren auf allen Produkten, im Supermarkt wie auch in Restaurants, endlich transparent, eindeutig und staatlich kontrolliert zu kennzeichnen, wird die Tierhaltungskennzeichnung immer weiter verschoben. Statt Betriebe beim Umbau zu besserer Tierhaltung zu unterstützen, wird genau diese Unterstützung gestrichen. Die Regulierung der Gentechnik wird abgewickelt, wie zum Beispiel die Kennzeichnung und Sicherheitsstandards. Wir fordern: Schluss mit diesem weitreichenden Rollback. Es braucht fortschrittliche Lösungen für Natur-, Tier-, Klima- und Umweltschutz und für die Erhaltung bäuerlicher Betriebe.“

Volker Gaßner, Geschäftsleitung VIER PFOTEN Deutschland:

„Der Tierschutz startet 2026 unter schlechten Vorzeichen: Der Entwurf des überarbeiteten Tierschutzgesetzes scheint in der Schublade der Politikentscheider*innen verschwunden zu sein. Das Bundesprogramm zum Umbau der Tierhaltung wurde vom Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer aus Kostengründen gestoppt. Gleichzeitig hält Rainer an der tierquälerischen Anbindehaltung fest. Statt notwendige Verbesserungen anzustoßen, präsentiert er eine Export-Strategie, die nichts Gutes für den Tierschutz verspricht. Die Tiere in der Landwirtschaft können sich aktuell nur auf eines verlassen: dass der im Grundgesetz verankerte Tierschutz sie nicht ausreichend schützt. Doch genau das fordern Bürgerinnen und Bürger in Umfragen. Einziger Lichtblick: Die Tierschutzbeauftragte Silvia Breher fordert ein Verbot von grausamen Tiertransporten in Drittstaaten. Rainer wäre gut beraten, dem Rat der von ihm selbst eingesetzten Expertin zu folgen. Wir müssen weg von der dysfunktionalen Bestandswahrung hin zu wirksamen Maßnahmen für den Tierschutz.“

Dorothee Sterz, tierhaltende Landwirtin aus Sachsen und Mitglied der jungen AbL:

„In Deutschland und Europa steht die Landwirtschaft vor einer strukturellen Überalterung. Diese Entwicklung ist nur teilweise dem demografischen Wandel geschuldet. Ausschlaggebend sind vielmehr mangelnde Regulierungen auf dem Bodenmarkt, die schwache Marktposition landwirtschaftlicher Betriebe sowie unzureichende Unterstützung für außerfamiliäre Hofübergaben. Die Gründung eines landwirtschaftlichen Arbeitsplatzes kostet rund 800.000 Euro – Geld, das die meisten jungen Menschen schlicht nicht haben. Das erschwert den Einstieg in die Landwirtschaft und beeinträchtigt eine gleichwertige und zukunftsfähige Entwicklung von Stadt und Land. Gut, dass EU-Agrarkommissar Christophe Hansen eine EU-weit verpflichtende Existenzgründungsprämie vorschlägt. Doch es braucht mehr: Zugang zu Land, Planungssicherheit und soziale Absicherung, besonders für Existenzgründerinnen. Sonst bleibt der Generationenwechsel ein politisches Versprechen ohne Wirkung.“

Die Bündnispartner*innen rufen Menschen aus Stadt und Land, Bäuer*innen und Verbraucher*innen, Tierhalter*innen und Veganer*innen auf, sich solidarisch der „Wir haben es satt!“-Demo am 17. Januar in Berlin anzuschließen.
 
 

 
Filmtipp: DIE WIEHRE IM FILM
150 Jahre Wiehremer Bürgervereine

Impressionen, Interviews, Filme zu 150 Jahren Wiehremer Bürgervereine – kurze und längere, neue und ältere. Maximilian Spohr, geboren in Freiburg, internationaler Filmemacher und Veranstaltungsmanager, präsentiert zwei seiner ersten Kurzfilme, gedreht 1995 in der Wiehre, Matilda Seifert ihr Filmprojekt VOM FRIEDHOF ZUM SPIELPLATZ, Stephanie Geißler hat alte und jüngere Wiehremer interviewt und Stefan Ganter präsentiert seinen Jubiläums-Film zu 150 Jahren Bürgervereine, ihrer Entwicklung über die Zeit und ihrer Rolle als zivilgesellschaftlich Engagierte in den verschiedenen Zeiten.

Kommunales Kino Freiburg
So 11.01., 17:00 / So 01.02., 19:00
 
 

Ein PikoPark für Knielingen
Beispiel eines PikoParks in Berlin. © Thomas Englisch
 
Ein PikoPark für Knielingen
Infoveranstaltung am 15. Januar 2026 um 19:30 Uhr

In Knielingen entsteht der erste PikoPark in Karlsruhe – ein grüner Rückzugsort für Mensch und Tier. Auf kleinem Raum wird ein naturnaher Lebensraum geschaffen, der Artenvielfalt fördert, das Mikroklima verbessert und zugleich ein neuer Erholungs- und Aufenthaltsort für Anwohnerinnen und Anwohner ist.

Wer eigene Ideen einbringen und die Entwicklung des PikoParks mitgestalten möchte, erhält bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 15. Januar 2026, um 19:30 Uhr, im Bürger- und Gemeindezentrum Knielingen, Struvestraße 45, Gelegenheit dazu. Eröffnet wird der Abend von Erster Bürgermeisterin Bettina Lisbach sowie Ursula Hellmann, der 1. Vorsitzenden des Bürgervereins Knielingen. Adrian Ballbach, zuständiger Projektleiter des Gartenbauamtes, führt durch die Veranstaltung. Der Eintritt ist frei.

PikoParks sind kompakte, grüne Rückzugsräume für dicht besiedelte Stadtteile. Auf kleinem Raum entstehen durch vielfältige, heimische Bepflanzung, schattenspendende Bäume und biodiversitätsfördernde Elemente wie Trockenmauern, Totholz oder Sandlinsen artenreiche, naturnahe Lebensräume. Die Flächen tragen damit zur Verbesserung des Mikroklimas bei, speichern Regenwasser und laden Bürgerinnen und Bürger zum Verweilen ein.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Interessierte erhalten die Möglichkeit, Ideen und Wünsche einzubringen und den neuen PikoPark mitzugestalten.
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Holz ersteigern, Stämme stemmen, Suppe löffeln
Bei der Holzversteigerung im Opfinger Wald am Samstag, 17. Januar, findet auch ein Waldfest statt

Der Januar zählt nicht zu den ganz populären Monaten in Freiburgs Freiluft-Festkalender. Ein Termin hält aber seit Jahren das Januar-Fähnchen im Mooswald hoch – und erfreut sich steter Beliebtheit. Am Samstag, 17. Januar, findet im Opfinger Wald wieder die traditionelle Holzversteigerung statt. Um 14 Uhr kommen etwa 100 Ster Brennholz unter den Hammer; das Forstamt und die Ortsverwaltung Opfingen versteigern Scheit- und Rundholz unterschiedlicher Länge. Der Mindestpreis für ein Meter langes Scheitholz liegt bei 75 Euro pro Ster (inkl. Mehrwertsteuer). Für vier bis sieben Meter langes Brennholz, das in Stapeln zu sechs bis zehn Ster am Waldweg liegt, müssen Interessierte mindestens 48 Euro pro Ster bieten.

Rund um die Versteigerung steigt ein Waldfest mit Bewirtung. Ab 12 Uhr bietet die Freiwillige Feuerwehr Opfingen Würste, Brot und Speck, Flammkuchen (klassisch und vegetarisch), Gulaschsuppe und Opfinger Weine an. Für musikalische Unterhaltung sorgt der Musikverein Opfingen. Kinder können Stockbrot backen oder bei den „Timber Games“ um die Wette Nägel reinhauen, Baumstämme stemmen oder Brennholz stapeln. Um 15 Uhr startet in Zusammenarbeit mit dem Waldhaus Freiburg eine Wald-Rallye für Kinder, an der auch interessierte Erwachsene teilnehmen dürfen.

Der Versteigerungs- und Festplatz ist ausgeschildert. Er liegt am Wangener Weg, dem ersten Waldweg nach dem kleinen Opfinger See, wenn man von Opfingen in Richtung Freiburg fährt. Von der Bushaltestelle „Opfinger See“ (Linie 32 und 33) sind es rund 500 Meter Fußweg. Wer mit dem Auto kommt, sollte am kleinen Opfinger See parken und die restlichen 400 Meter zu Fuß zurücklegen.
 
 

 
Filmtipp: SHOPLIFTERS (FAMILIENBANDE)
Japan 2018 / DF / 121 Min.
Regie: Hirokazu Kore-eda

Nach einer erfolgreichen Diebestour durch Lebensmittelgeschäfte entdecken Osamu und sein Sohn Shota im winterlichen Tokio ein verlassenes Mädchen auf einer Terrasse. Offensichtlich wird die Kleine von ihren Eltern stark vernachlässigt, was Osamu dazu veranlasst, sie mitzunehmen. Obwohl seine fünfköpfige Familie in einer kleinen Wohnung am Rande des Existenzminimums lebt, nimmt er das Mädchen bei sich auf, gibt ihr Kleidung und etwas Warmes zu essen. Eine unbeschwert fröhliche Idylle entfaltet sich, bis ein Unfall das Geheimnis dieser Familie ans Tageslicht bringt.

Der japanische Regisseur Hirokazu Kore-eda hintefragt in SHOPLIFTERS die Bedeutung von Familie. Auf meisterhafte Weise vermag er die Geborgenheit abzubilden, die eine Familie bestenfalls geben kann. Doch gibt es auch die dunklen Seiten, die Unmengen an Fragen aufwerfen: Was macht eine Familie überhaupt zu einer solchen?

Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
Kommunales Kino Freiburg
Fr 09.01., 19:00, Einführung: Cornelie Brena
 
 

 
Filmtipp: KONTINENTAL 25
Rumänien 2025 / OmU / 109 Min.
Regie: Radu Jude
mit Eszter Tompa, Gabriel Spahiu, Adonis Tanța

Orsolya ist Gerichtsvollzieherin und zu ihren schwersten Aufgaben gehört es, Räumungen zu vollstrecken. Als sie einen Obdachlosen aus einem Keller verweisen muss, begeht dieser Selbstmord. Sie macht sich Vorwürfe, leidet unter der Härte ihrer Aufgabe und der Gesellschaft. In einer für Radu Jude typischen Mischung aus Drama und Komödie seziert er Themen wie Wohnungsnot, postsozialistische Wirtschaft und Nationalismus und fragt: Was hilft unserem Gewissen? Der Film ist eine Hommage an Rossellinis EUROPA `51, doch während 1951 die moralische Krise einer Frau in eine sinnvolle Tätigkeit mündet, trifft die Protagonistin 2025 auf kein Verständnis und sucht immer verzweifelter nach einer Rückversicherung.

Kommunales Kino Freiburg
Mi 08.01., 19:00 / Do 09.09., 21:30
 
 

 
Filmtipp: MANCHE MÖGEN`S FALSCH
D 2025 / 90 Min. / Regie: Stanislaw Muccha

Während in den letzten Jahren gefragt wurde, ob Kunstfälscher*innen auch Künstler*innen sind, stellt uns Stanislaw Mucha augenzwinkernd Dafen vor, wo einzigartige Werke der Kunstgeschichte als Massenprodukte reproduziert werden. In dem chinesischen Ort malen etwa 12.000 Kopist*innen Werke Gerhard Richters, Van Goghs oder Carvaggios (nach). Die Frage nach der Aura des Originals wird ad absurdum geführt, wenn die Familien inmitten der Leinwände leben, Kinder zwischen den Meisterwerken umherrennen und Monets Seerosen für 120 Euro zu haben sind. Ehrlich: Könnten Sie einen Unterschied ausmachen? Der Film fragt aber vor allem die Maler*innen selbst und wie sie sich und ihre Werke sehen.

Kommunales Kino Freiburg
Mi 07.01., 19:00, zu Gast: Filmemacher Stanislaw Mucha / So 18.01., 17:00
 
 

 
Filmtipp: YUKU UND DIE BLUME DES HIMALAYA
Belgien, Frankreich, Schweiz 2022 / 65 Min.
Regie: Rémi Durin, Arnaud Demuynck / empfohlen ab 6 Jahren

Hoch oben, auf den höchsten Gipfeln der Erde, wächst eine Pflanze im glänzenden Sonnenschein. Ihr Name ist «die Blume des Himalaya». Yuku verlässt ihre Familie, um sich auf die Suche nach dieser Blume mit dem ewigen Licht zu machen. Sie will sie ihrer Großmutter schenken, die angekündigt hat, dass sie bald mit dem kleinen, blinden Maulwurf in die Erde ziehen wird. Doch um die Blume zu finden, muss sie eine lange Reise mit vielen Hindernissen zurücklegen. Aber dank ihrer Musik und ihrer Lieder findet Yuku auf ihrem Weg viele neue Freund*innen. Sie sind das wertvollste Gut, um die Abenteuer des Lebens zu bestehen.

Kinderkino
Kommunales Kino Freiburg
Di 06.01., 15:00 / So 11.01., 15:00
 
 



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