Prolixletter
Freitag, 19. Juni 2026
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Veranstaltungen

 
Filmtipp: YES
D, F, Israel, Zypern 2025 / OmU / 150 Min.
Regie: Nadav Lapid / mit Ariel Bronz, Naama Preis, Efrat Dor

Nach dem 7. Oktober 2023 arbeiten der Pianist Y und seine Partnerin Yasmin in Tel Aviv als Partyclowns fĂŒr eine dekadente Oberschicht. Als Y den Auftrag erhĂ€lt, eine Kriegshymne gegen PalĂ€stina zu schreiben, lockt der finanzielle Durchbruch. Doch wĂ€hrend Propaganda die Straßen fĂŒllt und Bilder aus Gaza das Grauen zeigen, blicken sie in den moralischen Abgrund.
Nadav Lapids schriller Film, der in israelischen Kinos bisher nicht gezeigt wird, ist eine satirische Überzeichnung im Stil von George Grosz und eine Suche nach Sinn im Wahnsinn. Er verzweifelt ĂŒber der hemmungslosen BrutalitĂ€t beider Seiten, wĂŒtet gegen den israelischen Nationalismus und hĂ€lt all jenen einen Spiegel vor, die feiernd von all dem profitieren.

Kommunales Kino Freiburg
Mi 14.01., 19:00, anschließend Video-GesprĂ€ch mit Nadav Lapid / Fr 16.01., 21:00
 
 

„Wir haben es satt!“-Demonstration
(c) Fabian Melber
 
„Wir haben es satt!“-Demonstration
am 17. Januar 2026 in Berlin: Haltung zeigen!
„Wir haben es satt!“- BĂŒndnis fordert von Bundesregierung zukunftsfĂ€hige Agrarpolitik

Berlin, 8. Januar 2026. Haltung zeigen! Mit dieser Forderung geht das „Wir haben es satt!“-BĂŒndnis am 17. Januar in Berlin auf die Straße. Rund 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Zivilgesellschaft demonstrieren fĂŒr eine bĂ€uerliche, umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft. Sie kritisieren die schwarz-rote Bundesregierung, die einen agrarpolitischen RĂŒckschritt nach dem anderen beschließt.

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat die Förderung einer besseren Tierhaltung gestrichen, zugleich verschleppt er die EinfĂŒhrung einer staatlichen Tierhaltungskennzeichnung. Unter der Überschrift „BĂŒrokratieabbau“ wird die Axt an Regelungen fĂŒr Klima-, Umwelt- und Tierschutz gelegt. Und wenn in der EU die Deregulierung von Gentechnik und Pestiziden vorangetrieben wird und Fördergelder fĂŒr Gemeinwohlleistungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zusammengestrichen werden, schaut Berlin nur zu. Von dieser Politik profitieren Agrochemiekonzerne und die exportfixierte Fleisch- und Milchindustrie, wĂ€hrend Verbraucher*innen und BĂ€uer*innen verlieren.

In Deutschland kosten Lebensmittel heute etwa 30 Prozent mehr als 2021, berichtet die Verbraucherzentrale. Das trifft vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen, die prozentual mehr von ihrem Geld fĂŒr Essen ausgeben mĂŒssen. Gleichzeitig erhalten BĂ€uer*innen trotz hoher Lebensmittelpreise keine kostendeckenden Preise fĂŒr ihre Produkte. Die Konsequenz: Jedes Jahr schließen rund 2.600 landwirtschaftliche Betriebe, das Höfesterben hĂ€lt ungehindert an. DemgegenĂŒber steht die Marktmacht im Lebensmitteleinzelhandel, die jĂŒngst auch im Bericht der Monopolkommission offengelegt wurde. Hier ist die Bundesregierung in der Pflicht, eine gerechtere Verteilung in der Wertschöpfungskette durchzusetzen.

Auf der Pressekonferenz am 8. Januar in Berlin haben Vertreter*innen des BĂŒndnisses die gemeinsamen Positionen erlĂ€utert.

Xenia Brand, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Arbeitsgemeinschaft bĂ€uerliche Landwirtschaft (AbL):

„Wir wollen viele und vielfĂ€ltige Höfe. Der agrarpolitische Handlungsbedarf ist enorm. Die GAP-Gelder mĂŒssen zukĂŒnftig konsequent an die Leistungen der BĂ€uerinnen und Bauern fĂŒr Umwelt, Tierwohl und Gesellschaft geknĂŒpft werden. FĂŒr eine gerechtere Verteilung braucht es zudem eine Degression und Kappung der Gelder. Es braucht endlich faire Marktbedingungen, damit BĂ€uerinnen und Bauern kostendeckende Erzeugerpreise erzielen können – erst recht angesichts der drohenden massiven KĂŒrzungen im GAP-Budget. Statt kurzfristiger Förderstopps brauchen wir Planungssicherheit beim Umbau der Tierhaltung und eine verlĂ€ssliche Finanzierung. Die Kritik am Mercosur-Abkommen muss ernstgenommen werden – Deutschland muss es im EU-Rat ablehnen. Ebenso darf das EuropĂ€ische Parlament der Deregulierung neuer Gentechnik nicht zustimmen. Hier geht es um gesamtgesellschaftliche Verantwortung: VielfĂ€ltige Höfe sichern unsere ErnĂ€hrung, stĂ€rken den lĂ€ndlichen Raum und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Sozialzielen. Genau diese Höfe gilt es nun in ihrer WettbewerbsfĂ€higkeit zu stĂ€rken.“

Olaf Bandt, Vorsitzender des Bundes fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Gemeinsam mit dem ‚Wir haben es satt!‘-BĂŒndnis gehen wir als BUND wieder auf die Straße. Denn die aktuelle Regierung ist im RĂŒckwĂ€rtsgang und wickelt viele positive Entwicklungen der letzten Jahre ab. Statt unser Grundwasser besser zu schĂŒtzen, wird das DĂŒngerecht verwĂ€ssert und werden Pestizide dereguliert. Statt die Haltungsbedingungen von Tieren auf allen Produkten, im Supermarkt wie auch in Restaurants, endlich transparent, eindeutig und staatlich kontrolliert zu kennzeichnen, wird die Tierhaltungskennzeichnung immer weiter verschoben. Statt Betriebe beim Umbau zu besserer Tierhaltung zu unterstĂŒtzen, wird genau diese UnterstĂŒtzung gestrichen. Die Regulierung der Gentechnik wird abgewickelt, wie zum Beispiel die Kennzeichnung und Sicherheitsstandards. Wir fordern: Schluss mit diesem weitreichenden Rollback. Es braucht fortschrittliche Lösungen fĂŒr Natur-, Tier-, Klima- und Umweltschutz und fĂŒr die Erhaltung bĂ€uerlicher Betriebe.“

Volker Gaßner, GeschĂ€ftsleitung VIER PFOTEN Deutschland:

„Der Tierschutz startet 2026 unter schlechten Vorzeichen: Der Entwurf des ĂŒberarbeiteten Tierschutzgesetzes scheint in der Schublade der Politikentscheider*innen verschwunden zu sein. Das Bundesprogramm zum Umbau der Tierhaltung wurde vom Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer aus KostengrĂŒnden gestoppt. Gleichzeitig hĂ€lt Rainer an der tierquĂ€lerischen Anbindehaltung fest. Statt notwendige Verbesserungen anzustoßen, prĂ€sentiert er eine Export-Strategie, die nichts Gutes fĂŒr den Tierschutz verspricht. Die Tiere in der Landwirtschaft können sich aktuell nur auf eines verlassen: dass der im Grundgesetz verankerte Tierschutz sie nicht ausreichend schĂŒtzt. Doch genau das fordern BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in Umfragen. Einziger Lichtblick: Die Tierschutzbeauftragte Silvia Breher fordert ein Verbot von grausamen Tiertransporten in Drittstaaten. Rainer wĂ€re gut beraten, dem Rat der von ihm selbst eingesetzten Expertin zu folgen. Wir mĂŒssen weg von der dysfunktionalen Bestandswahrung hin zu wirksamen Maßnahmen fĂŒr den Tierschutz.“

Dorothee Sterz, tierhaltende Landwirtin aus Sachsen und Mitglied der jungen AbL:

„In Deutschland und Europa steht die Landwirtschaft vor einer strukturellen Überalterung. Diese Entwicklung ist nur teilweise dem demografischen Wandel geschuldet. Ausschlaggebend sind vielmehr mangelnde Regulierungen auf dem Bodenmarkt, die schwache Marktposition landwirtschaftlicher Betriebe sowie unzureichende UnterstĂŒtzung fĂŒr außerfamiliĂ€re HofĂŒbergaben. Die GrĂŒndung eines landwirtschaftlichen Arbeitsplatzes kostet rund 800.000 Euro – Geld, das die meisten jungen Menschen schlicht nicht haben. Das erschwert den Einstieg in die Landwirtschaft und beeintrĂ€chtigt eine gleichwertige und zukunftsfĂ€hige Entwicklung von Stadt und Land. Gut, dass EU-Agrarkommissar Christophe Hansen eine EU-weit verpflichtende ExistenzgrĂŒndungsprĂ€mie vorschlĂ€gt. Doch es braucht mehr: Zugang zu Land, Planungssicherheit und soziale Absicherung, besonders fĂŒr ExistenzgrĂŒnderinnen. Sonst bleibt der Generationenwechsel ein politisches Versprechen ohne Wirkung.“

Die BĂŒndnispartner*innen rufen Menschen aus Stadt und Land, BĂ€uer*innen und Verbraucher*innen, Tierhalter*innen und Veganer*innen auf, sich solidarisch der „Wir haben es satt!“-Demo am 17. Januar in Berlin anzuschließen.
 
 

 
Filmtipp: DIE WIEHRE IM FILM
150 Jahre Wiehremer BĂŒrgervereine

Impressionen, Interviews, Filme zu 150 Jahren Wiehremer BĂŒrgervereine – kurze und lĂ€ngere, neue und Ă€ltere. Maximilian Spohr, geboren in Freiburg, internationaler Filmemacher und Veranstaltungsmanager, prĂ€sentiert zwei seiner ersten Kurzfilme, gedreht 1995 in der Wiehre, Matilda Seifert ihr Filmprojekt VOM FRIEDHOF ZUM SPIELPLATZ, Stephanie Geißler hat alte und jĂŒngere Wiehremer interviewt und Stefan Ganter prĂ€sentiert seinen JubilĂ€ums-Film zu 150 Jahren BĂŒrgervereine, ihrer Entwicklung ĂŒber die Zeit und ihrer Rolle als zivilgesellschaftlich Engagierte in den verschiedenen Zeiten.

Kommunales Kino Freiburg
So 11.01., 17:00 / So 01.02., 19:00
 
 

Ein PikoPark fĂŒr Knielingen
Beispiel eines PikoParks in Berlin. © Thomas Englisch
 
Ein PikoPark fĂŒr Knielingen
Infoveranstaltung am 15. Januar 2026 um 19:30 Uhr

In Knielingen entsteht der erste PikoPark in Karlsruhe – ein grĂŒner RĂŒckzugsort fĂŒr Mensch und Tier. Auf kleinem Raum wird ein naturnaher Lebensraum geschaffen, der Artenvielfalt fördert, das Mikroklima verbessert und zugleich ein neuer Erholungs- und Aufenthaltsort fĂŒr Anwohnerinnen und Anwohner ist.

Wer eigene Ideen einbringen und die Entwicklung des PikoParks mitgestalten möchte, erhĂ€lt bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 15. Januar 2026, um 19:30 Uhr, im BĂŒrger- und Gemeindezentrum Knielingen, Struvestraße 45, Gelegenheit dazu. Eröffnet wird der Abend von Erster BĂŒrgermeisterin Bettina Lisbach sowie Ursula Hellmann, der 1. Vorsitzenden des BĂŒrgervereins Knielingen. Adrian Ballbach, zustĂ€ndiger Projektleiter des Gartenbauamtes, fĂŒhrt durch die Veranstaltung. Der Eintritt ist frei.

PikoParks sind kompakte, grĂŒne RĂŒckzugsrĂ€ume fĂŒr dicht besiedelte Stadtteile. Auf kleinem Raum entstehen durch vielfĂ€ltige, heimische Bepflanzung, schattenspendende BĂ€ume und biodiversitĂ€tsfördernde Elemente wie Trockenmauern, Totholz oder Sandlinsen artenreiche, naturnahe LebensrĂ€ume. Die FlĂ€chen tragen damit zur Verbesserung des Mikroklimas bei, speichern Regenwasser und laden BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zum Verweilen ein.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die aktive Beteiligung der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger. Interessierte erhalten die Möglichkeit, Ideen und WĂŒnsche einzubringen und den neuen PikoPark mitzugestalten.
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Holz ersteigern, StÀmme stemmen, Suppe löffeln
Bei der Holzversteigerung im Opfinger Wald am Samstag, 17. Januar, findet auch ein Waldfest statt

Der Januar zĂ€hlt nicht zu den ganz populĂ€ren Monaten in Freiburgs Freiluft-Festkalender. Ein Termin hĂ€lt aber seit Jahren das Januar-FĂ€hnchen im Mooswald hoch – und erfreut sich steter Beliebtheit. Am Samstag, 17. Januar, findet im Opfinger Wald wieder die traditionelle Holzversteigerung statt. Um 14 Uhr kommen etwa 100 Ster Brennholz unter den Hammer; das Forstamt und die Ortsverwaltung Opfingen versteigern Scheit- und Rundholz unterschiedlicher LĂ€nge. Der Mindestpreis fĂŒr ein Meter langes Scheitholz liegt bei 75 Euro pro Ster (inkl. Mehrwertsteuer). FĂŒr vier bis sieben Meter langes Brennholz, das in Stapeln zu sechs bis zehn Ster am Waldweg liegt, mĂŒssen Interessierte mindestens 48 Euro pro Ster bieten.

Rund um die Versteigerung steigt ein Waldfest mit Bewirtung. Ab 12 Uhr bietet die Freiwillige Feuerwehr Opfingen WĂŒrste, Brot und Speck, Flammkuchen (klassisch und vegetarisch), Gulaschsuppe und Opfinger Weine an. FĂŒr musikalische Unterhaltung sorgt der Musikverein Opfingen. Kinder können Stockbrot backen oder bei den „Timber Games“ um die Wette NĂ€gel reinhauen, BaumstĂ€mme stemmen oder Brennholz stapeln. Um 15 Uhr startet in Zusammenarbeit mit dem Waldhaus Freiburg eine Wald-Rallye fĂŒr Kinder, an der auch interessierte Erwachsene teilnehmen dĂŒrfen.

Der Versteigerungs- und Festplatz ist ausgeschildert. Er liegt am Wangener Weg, dem ersten Waldweg nach dem kleinen Opfinger See, wenn man von Opfingen in Richtung Freiburg fĂ€hrt. Von der Bushaltestelle „Opfinger See“ (Linie 32 und 33) sind es rund 500 Meter Fußweg. Wer mit dem Auto kommt, sollte am kleinen Opfinger See parken und die restlichen 400 Meter zu Fuß zurĂŒcklegen.
 
 

 
Filmtipp: SHOPLIFTERS (FAMILIENBANDE)
Japan 2018 / DF / 121 Min.
Regie: Hirokazu Kore-eda

Nach einer erfolgreichen Diebestour durch LebensmittelgeschĂ€fte entdecken Osamu und sein Sohn Shota im winterlichen Tokio ein verlassenes MĂ€dchen auf einer Terrasse. Offensichtlich wird die Kleine von ihren Eltern stark vernachlĂ€ssigt, was Osamu dazu veranlasst, sie mitzunehmen. Obwohl seine fĂŒnfköpfige Familie in einer kleinen Wohnung am Rande des Existenzminimums lebt, nimmt er das MĂ€dchen bei sich auf, gibt ihr Kleidung und etwas Warmes zu essen. Eine unbeschwert fröhliche Idylle entfaltet sich, bis ein Unfall das Geheimnis dieser Familie ans Tageslicht bringt.

Der japanische Regisseur Hirokazu Kore-eda hintefragt in SHOPLIFTERS die Bedeutung von Familie. Auf meisterhafte Weise vermag er die Geborgenheit abzubilden, die eine Familie bestenfalls geben kann. Doch gibt es auch die dunklen Seiten, die Unmengen an Fragen aufwerfen: Was macht eine Familie ĂŒberhaupt zu einer solchen?

Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
Kommunales Kino Freiburg
Fr 09.01., 19:00, EinfĂŒhrung: Cornelie Brena
 
 

 
Filmtipp: KONTINENTAL 25
RumÀnien 2025 / OmU / 109 Min.
Regie: Radu Jude
mit Eszter Tompa, Gabriel Spahiu, Adonis Tanța

Orsolya ist Gerichtsvollzieherin und zu ihren schwersten Aufgaben gehört es, RĂ€umungen zu vollstrecken. Als sie einen Obdachlosen aus einem Keller verweisen muss, begeht dieser Selbstmord. Sie macht sich VorwĂŒrfe, leidet unter der HĂ€rte ihrer Aufgabe und der Gesellschaft. In einer fĂŒr Radu Jude typischen Mischung aus Drama und Komödie seziert er Themen wie Wohnungsnot, postsozialistische Wirtschaft und Nationalismus und fragt: Was hilft unserem Gewissen? Der Film ist eine Hommage an Rossellinis EUROPA `51, doch wĂ€hrend 1951 die moralische Krise einer Frau in eine sinnvolle TĂ€tigkeit mĂŒndet, trifft die Protagonistin 2025 auf kein VerstĂ€ndnis und sucht immer verzweifelter nach einer RĂŒckversicherung.

Kommunales Kino Freiburg
Mi 08.01., 19:00 / Do 09.09., 21:30
 
 

 
Filmtipp: MANCHE MÖGEN`S FALSCH
D 2025 / 90 Min. / Regie: Stanislaw Muccha

WĂ€hrend in den letzten Jahren gefragt wurde, ob KunstfĂ€lscher*innen auch KĂŒnstler*innen sind, stellt uns Stanislaw Mucha augenzwinkernd Dafen vor, wo einzigartige Werke der Kunstgeschichte als Massenprodukte reproduziert werden. In dem chinesischen Ort malen etwa 12.000 Kopist*innen Werke Gerhard Richters, Van Goghs oder Carvaggios (nach). Die Frage nach der Aura des Originals wird ad absurdum gefĂŒhrt, wenn die Familien inmitten der LeinwĂ€nde leben, Kinder zwischen den Meisterwerken umherrennen und Monets Seerosen fĂŒr 120 Euro zu haben sind. Ehrlich: Könnten Sie einen Unterschied ausmachen? Der Film fragt aber vor allem die Maler*innen selbst und wie sie sich und ihre Werke sehen.

Kommunales Kino Freiburg
Mi 07.01., 19:00, zu Gast: Filmemacher Stanislaw Mucha / So 18.01., 17:00
 
 



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