Prolixletter
Samstag, 22. Januar 2022
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Veranstaltungen

 
Karlsruhe: Neureut erinnert an Pogromnacht
Am 80. Jahrestag gemeinsame Gedenkfeier auf Friedhof

Auch Neureut erinnert mit einer Gedenkfeier an die Reichspogromnacht, in der vom 9. auf den 10. November 1938 vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewalttaten im gesamten Deutschen Reich Synagogen und jüdische Geschäfte zerstörten. Im Erinnern an die Nacht, die für den Beginn der systematischen Verfolgung und Ermordung der Juden steht, treffen sich evangelische und katholische Gemeinden und der Ortschaftsrat mit Ortsvorsteher Achim Weinbrecht an der Spitze am Freitag, 9. November, um 17 Uhr auf dem Alten Nord-Friedhof Neureut, Friedhofstraße 6 A, mit Bürgerinnen und Bürgern zu einer gemeinsamen Gedenkstunde.
 
 

 
Gedenkfeier zur Reichspogromnacht
am Donnerstag, 8. November, Erinnerung an die Zerstörung der Freiburger Synagoge durch die Nazis vor 80 Jahren

Die Zerstörung der Freiburger Synagoge in der Reichspogromnacht jährt sich dieses Jahr zum 80. Mal. Die staatlich befohlenen Brandstiftungen in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, bei denen auch die Freiburger Synagoge neben dem heutigen Kollegiengebäude I der Universität in Flammen aufging, markierten einen entscheidenden Schritt von der Entrechtung, Diskriminierung und Verfolgung jüdischer Mitmenschen hin zur Deportation und zum Holocaust. Die Stadt Freiburg und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit erinnern am Donnerstag, 8. November um 17.30 Uhr gemeinsam mit weiteren Organisationen mit einer Gedenkfeier an den 80. Jahrestag der Reichspogromnacht. Zum zweiten Mal seit der Einweihung des umgestalteten Platzes der Alten Synagoge findet die Veranstaltung dort am Brunnen statt, der den Grundriss der zerstörten Synagoge nachzeichnet. Die Gedenkfeier wird Pfarrer Michael Philippi moderieren, neben weiteren Rednerinnen und Rednern wird Oberbürgermeister Martin Horn für die Stadt sprechen.

Die Gedenkfeier wird alljährlich veranstaltet von der Stadt Freiburg, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, den Jüdischen Gemeinden, der Gesellschaft gegen Vergessen – für Demokratie, dem Freundeskreis Freiburg-Tel Aviv-Yafo , dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, der Freiburger Friedenswoche, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und Gemeinden Freiburg und dem Katholischen und Evangelischen Dekanat Freiburg.

Terminhinweis:
Nach der Gedenkveranstaltung wird ebenfalls am Donnerstag um 19 Uhr in der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule, Friedrichstraße 51, die Ausstellung „Erinnern für die Zukunft – Novemberpogrome 1938“ eröffnet. Zu diesem Anlass hält der Freiburger Historiker Prof. Ulrich Herbert einen Vortrag mit dem Titel „Woher kommt der Judenhass“.
 
 

 
Freiburg: Thema Erziehen:
Kurs ab 28. November fĂĽr Eltern mit Kindern zwischen 3 und 10 Jahren

Teilnahme kostenfrei, Anmeldung ab sofort

Wie kann ich das Selbstvertrauen meines Kindes stärken? Wie setze ich klare Regeln? Und wie lässt sich Stress im Erziehungsalltag vermeiden? Fragen wie diese werden im „Effekt-Training“ beantwortet, ein Kursangebot für alle Eltern von Kindern zwischen 3 und 10 Jahren. Der Kurs findet an 6 Terminen, mittwochs von 10 bis 12 Uhr, in der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt Freiburg, Krozinger Str. 19 b statt. Start ist am Mittwoch, 28. November. Die Teilnahme ist für alle Eltern kostenfrei.

Das vom Bundesfamilienministerium geförderte Programm „Effekt“ steht für „Entwicklungsförderung in Familien: Eltern- und Kinder-Training“. Die Wirksamkeit wurde von der Universität Erlangen-Nürnberg wissenschaftlich untersucht und bestätigt. Dort findet auch die zentrale Ausbildung der Kursleiterinnen statt. In dem Training erhalten Eltern Tipps und Tricks für den Erziehungsalltag und können ihre Erfahrungen mit anderen Eltern austauschen. Geleitet wird das Kursangebot von den zwei ausgebildeten Effekt-Trainerinnen Elisabeth Meyer-de Biasi und Elke Pompeuse-Unseld vom Verein Freiburger Sozialarbeit.

Anmeldung: Interessierte Eltern können sich ab sofort anmelden bei der Psychologischen Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, Krozinger Str. 19 b, 79114 Freiburg, Tel.: 0761 / 201-8531.
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Freiburg: Starthilfe fĂĽr GrĂĽnderinnen
Informationen und Kontakte rund um das Thema Selbständigkeit am 14. November, 15 Uhr im Historischen Kaufhaus

Wie mache ich aus einer Idee ein funktionierendes Geschäftsmodell? Welche Rolle spielen Netzwerke für die Akquise? Was ist bei einer nebenberuflichen Gründung zu beachten? Antworten auf diese und weitere Fragen bietet der Gründerinnen-Tag am 14. November, 15 Uhr im Historischen Kaufhaus in Freiburg. Die Kontaktstelle Frau und Beruf Freiburg – Südlicher Oberrhein und die Wirtschaftsförderung Region Freiburg e.V. laden im Rahmen der Freiburger Gründertage gründungsinteressierte Frauen zu dieser Infoveranstaltung ein. Der Eintritt ist frei.

Karriere als Unternehmerin? Immer mehr Frauen entscheiden sich für den Weg in die Selbständigkeit. Sie sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region Freiburg. Gut qualifiziert und mit pfiffigen Ideen gründen Frauen erfolgreiche Unternehmen vor allem im Dienstleistungssektor. Dennoch ist der Berufswunsch „Unternehmerin“ für viele Frauen immer noch nicht selbstverständlich. Nur jedes dritte Unternehmen wird von einer Frau gegründet. Bei technologieorientierten Startups sind es noch weniger.

Mit dem Gründerinnen-Tag wollen die Veranstalterinnen interessierte Frauen ermutigen, den Weg in die Selbständigkeit zu gehen. Wie dies gelingen kann, erfahren die Teilnehmerinnen im Rahmen der Podiumsdiskussion „Wege zum Erfolg – Unternehmerinnen berichten“. Selbständige Frauen aus unterschiedlichen Branchen
berichten praxisnah und authentisch über die Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten einer unternehmerischen Tätigkeit. Im Anschluss informieren Expertinnen zu verschiedenen Aspekten einer Gründung, wie Akquisestrategien oder zum Einsatz von Social Media. Daneben gibt es die Möglichkeit sich auszutauschen und vielfältige Kontakte zu knüpfen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Freiburger GrĂĽndertage statt. Beginn 15 Uhr, Historisches Kaufhaus, MĂĽnsterplatz 2-4, Freiburg. Weitere Informationen www.frauundberuf.freiburg.de und www.freiburgergruendertage.de
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Theatertipp: Tanz mit Chiltic
Vaya Movements

PREMIERE: Do 15.11. | 20:00 Uhr | SĂĽdufer Freiburg

Weitere Termine Fr 16.11. - So 18.11. | jeweils 20:00 Uhr | SĂĽdufer

CHILTIC – »Rot« in Nahuatl, einer indigenen Sprache Mesoamerikas – ist eine Tanztheaterproduktion von vier internationalen Künstler*innen aus Russland, El Salvador und Deutschland. Die Farbe »Rot« steht dabei im Zentrum des Projekts: die Farbe, die allen Lebewesen gemein ist, die Farbe unseres »körperlichen Inneren«.

Die Performance spielt mit der ambivalenten Symbolik von »Rot« , um auf soziale Prozesse hinzuweisen und diese zu hinterfragen. Einerseits steht »Rot« für Liebe, Harmonie und Integrationswillen, andererseits für Gewalt, Ausgrenzung und scheinbar unlösbare Konflikte. Tanz und Bewegung werden als kreative Werkzeuge genutzt in einem Stück voller physischer Energie, Dynamik und Emotion.

MIT
Raul Martinez (KĂĽnstlerische Leitung & Tanz)
Tina Halford (Produktion & Tanz)
Jaroslav Skitovich (Tanz)
Tanya Melinkova (Tanz)
Natalia Stark (Lichtdesign)

Mit freundlicher UnterstĂĽtzung durch das Kulturamt der Stadt Freiburg und das Kulturelle Zentrum ZIL in Moskau.

Eintritt 15,00 / 11,00 €
 
 

 
Mit Daten digitale Geschichten erzählen
Am 9. und 10. November findet der Workshop „Rocket Girls“ für Frauen und Mädchen statt

Freiburg. Um Storytelling und die Visualisierung von Daten geht es bei dem Workshop „Rocket Girls“ für Frauen und Mädchen am Freitag, 9. und Samstag, 10. November im Jugendhilfswerk (Konradstraße 14, Hinterhaus). Die Teilnahme ist frei, eine Anmeldung unter www.freiburg.de/rocketgirls erforderlich.

Kira Schaft (@daten_drang) und Sophie Rotgeri (@RotgeriS) geben Einblicke in ihre Arbeit als Datenjournalistinnen (@journocode) und in ihren Werkzeugkasten: Gemeinsam wird am Freitag von 16 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 bis 18 Uhr mit digitalen Tools ein Thema spannend aufbereitet. Diese Herangehensweise können die Teilnehmerinnen später prima für Schule, Uni und Beruf nutzen.

Veranstaltet wird der Workshop „Rocket Girls“ von der städtischen Stelle zur Gleichberechtigung der Frau, dem Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung und dem Jugendhilfswerk Freiburg.
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Freiburg: Tunnel B31 Ost wird gesperrt
Großübung unter realistischen Bedingungen
Vollsperrung am Sonntag, 11. November, von 1 bis voraussichtlich 6 Uhr

Am Sonntag, 11. November, findet von 1 Uhr nachts bis voraussichtlich 6 Uhr morgens eine ungewöhnliche Aktion statt. Eine Großübung im Tunnel B31 Ost. Beide Tunnelröhren müssen dazu voll gesperrt werden.

Neben den vier jährlichen turnusmäßigen Wartungen und der Überprüfung der sicherheitstechnischen Anlagen in dem Tunnel müssen Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste und das Garten- und Tiefbauamt (GuT) den Ernstfall proben. Mindestens alle vier Jahre, so die Richtlinie für den Ausbau und Betrieb von Straßentunneln (RABT), soll so ein Szenario unter möglichst realistischen Bedingungen geübt werden.

Was wird geübt? Ein Reisebus fährt auf einen brennenden Pkw in der Nordröhre des Kappler Tunnels auf. Durch die starke Rauchentwicklung verraucht die Tunnelröhre in Richtung Freiburg sehr schnell, die im Rückstau befindlichen Personen werden vom Rauch überholt und flüchten durch die Notausgänge. Einige Personen können die Tunnelröhre nicht rechtzeitig verlassen und brechen im Rauch zusammen. Einige Personen sind in ihrem Fahrzeug eingeschlossen, mehrere Personen können den Tunnel über die Notausgänge verlassen, haben aber bereits Rauchgase inhaliert. Rund 100 Meter hinter dem Brand bleibt die Tunnelröhre durch die Brandsteuerung der Lüftungsanlage rauchfrei. Es befinden sich 60 Verletzte und betroffene Personen im Tunnel. In dieser Krisensituation müssen Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste und GuT schnell und effizient miteinander kooperieren, die unterschiedlichen Hilfsaktionen
untereinander abstimmen, damit die betroffenen verletzten Menschen schnellstmöglich gerettet werden und gleichzeitig die Situation vor Ort unter Kontrolle zu bekommen.
 
 

 
Theatertipp: ACTA EST FABULA
Yuval Pick / CCNR (Frankreich/Israel) // Fokus Frankreich
Tanz
Freitag, 16. November 2018 / Freiburger Theater, GroĂźes Haus / 19.30 - 20.30 Uhr
Deutschland-Premiere
18.45 Uhr Embodied Introduction mit Yuval Pick
Künstlergespräch im Anschluss an die Vorstellung

Yuval Pick ist fasziniert von Hymnen, jenen Liedern und Klängen, die von einem gemeinsamen Ursprung oder der Hingabe zu einer gemeinsamen Sache erzählen. Kann es heute noch Symbole geben, die ein solches Gefühl der Zugehörigkeit vermitteln? Wenn Identitäten notwendigerweise porös und heterogen sind, ist es dann überhaupt möglich, sie durch ein gemeinsames Symbol zu einer Gruppe, zu einem Kollektiv zu verbinden, ohne dabei die jeweiligen Singularitäten aufzulösen? Wie könnte man heute ein solches Symbol erfinden?

ACTA EST FABULA widmet sich diesen abstrakt scheinenden Fragen durch den Körper. Aus dem kollektiven Gedächtnis popkultureller Hymnen der Gegenwart werden akustische Erinnerungsschnipsel hörbar, in die Körper der Tänzer_innen übertragen und durch Fragmentierung zu neuen Symbolen verwoben. Das Bewegungsmaterial basiert auf dem jeweils individuellen Ausdruck der Tänzer_innen und speist einen Prozess, in dem ihre Unterschiedlichkeiten zu neuen Abläufen konvergieren, die die Körper in ihrer Vereinzelung verbinden. Im Unisono sind die tanzenden Individuen also nicht einfach Eines, sondern viele, die Eines hervorbringen. So überkreuzen sich zwei gegenläufige Bewegungen: das kollektive Soundmaterial wird vereinzelt, die vereinzelten Bewegungen zu kollektiven verbunden. Am Schnittpunkt erscheint eine archaische Figur – nicht aus einem naiven Rückgriff auf vermeintlich ganz weit Zurückliegendes, sondern mitten aus der Gegenwart. Ein Abend voller Leichtigkeit und Bewegungsfreude, die ihn zu einem besonders sinnlichen Genuss machen.

Choreografie Yuval Pick Bühne Bénédicte Jolys Kostüme Ettore Lombardi Licht Sébastien Lefèvre Soundkreation Olivier Renouf, Max Bruckert

Eine Produktion von Centre Chorégraphique National Rillieux-la-Pape in Koproduktion mit Chaillot - Théâtre National de la Danse. Mit freundlicher Unterstützung von KLAP Maison pour la danse Marseille. Die Produktion dankt Mike Alfreds.
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