Prolixletter
Donnerstag, 27. Januar 2022
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Veranstaltungen

 
Freiburger SchĂŒlerFilmForum feiert „kleines“ JubilĂ€um
15 Jahre lang gibt es jetzt schon das Freiburger SchĂŒlerFilmForum. Grund genug, unser kleines JubilĂ€um ein wenig zu feiern –mit einem bunten Filmprogramm inclusive RĂŒckblick, leckeren HĂ€ppchen und GetrĂ€nken sowie zwei Lightshows am Donnerstag und Samstag.

Diesmal nehmen insgesamt 56 Filme teil, davon 35, die im schulischen Rahmen entstanden sind. Sechs Schulen nehmen mit ihren Projekten am „Förderpreis Schulische Videoarbeit“ teil, der am Freitag, den 24.04. zum sechsten Mal verliehen wird. FĂŒr die Fördersumme in Höhe von 1.000.- Euro. bedanken wir uns herzlich bei der Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau und der Stadt Freiburg. Die beteiligten Schulen sind keine „Unbekannten“, sie zeichnen sich aus durch mehrjĂ€hrige kontinuierliche Videoarbeit und haben uns auch schon die letzten Jahre mit ihren Filmen begeistert. Dieses Jahr sind es:

das Friedrich-Gymnasium Freiburg, das Clara- Schumann-Gymnasium Lahr, die Sonderschule fĂŒr Erziehungshilfe, Haus Fichtenhalde e.V. Offenburg., das BBZ fĂŒr HörgeschĂ€digte Stegen, das Faust-Gymnasium Staufen und die GHSE - Gewerbliche und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerische Schulen Emmendingen.

Speziell zu unserem 15. JubilĂ€um haben wir neben den eingereichten Filmen noch elf besondere Filme von frĂŒheren SchĂŒlerFilmForen ins Programm aufgenommen.

Als weiteres Highlight prĂ€sentieren wir unter dem Motto LICHT+KUNST am Donnerstag und am Samstag bei Einbruch der DĂ€mmerung eine Lichtinstallation von Freiburger LichtkĂŒnstler, die das Kommunale Kino innen und außen in ein neues Licht setzen. Als Kooperationspartner konnten wir zwei Gruppen gewinnen, die seit vielen Jahren mit Licht+Kunst in verschiedenen Bereichen experimentieren:

- www.mindtv-lab.de prĂ€sentieren visuelle TrĂ€ume in der RealitĂ€t und gestalten visuelle ErlebnisrĂ€ume. Mit ihrer Projektionstechnik haben sie mit „Fassaden-Mapping“ schon vielfĂ€ltig auf sich aufmerksam gemacht.

- www.notanotherbrickinthewall.org beschĂ€ftigt sich „mit allem was leuchtet“. Ihre Objekte sind eine LED-Matrix (Doktorfisch), die sich dem stattfindenden Geschehen per bunten Livevisuals anpasst, per WLAN ansteuerbare Lichtkugeln mit 86 Einzel-LEDs, bunte LED-GlĂŒhwĂŒrmchen (Wild Fireflies), die einen LED-Stripe entlangflitzen usw.

Zum Abschluss des dreitĂ€gigen Programms prĂ€sentieren wir am Samstag, den 25.04. zum achten Mal den RVF-KurzFilmWettbewerb, dieses Jahr unter dem Motto „Sieben Minuten spĂ€ter“. Neben den Jurypreisen wird wieder einen Publikumspreis vergeben.

Nach dem Eröffnungsprogramm am Donnerstagabend und zum Abschluss des 15. Freiburger SchĂŒlerFilmForums am Samstagabend laden wir unsere GĂ€ste wieder zu einem Umtrunk mit HĂ€ppchen in die Galerie des Kommunalen Kinos ein.

Ein herzliches Dankeschön gilt wieder unseren Förderern: der Stadt Freiburg, der MFG Filmförderung Baden-WĂŒrttemberg, der LFK Landesanstalt fĂŒr Kommunikation, der Sparkasse Freiburg – Nördlicher Breisgau und dem RVF Regio-Verkehrsverbund Freiburg.

Einzelheiten zum Programm entnehmen Sie bitte dem Programm, das in der Medienwerkstatt und im Kommunalen Kino ausliegt.
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Freiburg: Russische Kulturtage
Vom 23. bis zum 30. April finden erstmals Russische Kulturtage in Freiburg statt

Delegation aus Moskau unter der Leitung von Ekaterina Genijewa zu Gast in Freiburg

HĂ€tte die berĂŒhmte russische Dichterin Marina Zwetajewa noch zu Lebzeiten gesehen, dass ihr großes lyrisches Erbe den Anstoß fĂŒr einen Kulturaustausch zwischen Freiburg und renommierten Moskauer Institutionen gegeben hat, sie wĂ€re vermutlich recht zufrieden.

Als sich erstmals im Jahr 2012 OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon und die Leiterin der Allrussischen Staatlichen Rudomino-Bibliothek Ekaterina Genijewa trafen, war nach kurzer Zeit klar: Die Stadt Freiburg und die renommierte Moskauer Bibliothek sollten ihre kulturellen Beziehungen intensivieren. Und genau dies ist in den folgenden Jahren geschehen, Kulturschaffende und Stadtpolitiker aus Freiburg reisten nach Moskau und empfingen bei Gegenbesuchen in Freiburg Vertreterinnen und Vertreter der russischen Kulturszene. Ein vorlĂ€ufiger Höhepunkt dieser Beziehungspflege sind nun die Russischen Kulturtage, die vom 23. bis zum 30. April stattfinden. Zu diesem Anlass kommt eine Moskauer Delegation unter der Leitung von Ekaterina Genijewa nach Freiburg.

OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon: „Gerade in politisch so schwierigen Zeiten, wie sie gerade Russland und die EU erleben, ist es sinnvoll und wichtig, auf lokaler Ebene den kulturellen Austausch und die Begegnung der Menschen zu fördern. Ich danke Eketerina Genijewa dafĂŒr, dass sie mit viel Leidenschaft die Russischen Kulturtage unterstĂŒtzt.“

KulturbĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach betont: „Wir möchten den Austausch weiter fördern. Ich hoffe und wĂŒnsche mir, dass das Programm bei den Freiburgerinnen und Freiburgern gut ankommt und die bestehenden Verbindungen weiter entwickelt werden können.“

Neun Freiburger Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie Kultureinrichtungen aus Moskau beteiligen sich unter der FederfĂŒhrung des Kulturamts an den Russischen Kulturtagen.

Einen Schwerpunkt der Kulturwoche bildet das Leben und Wirken der bedeutenden russischen Dichterin Marina Zwetajewa (1892-1941), die auch zeitweise in Freiburg lebte. Den Sommer des Jahres 1904 verbrachte sie im Gasthaus Engel in Horben und den nĂ€chsten Sommer im MĂ€dchenpensionat der Schwestern Brink in der Wallstraße 10. Das Kommunale Kino zeigt mit „Patriotinnen“ und „Spiegel“ zwei Filme, die das Schicksal von Marina Zwetajewa thematisieren.

Donnerstag, 23. April, 20 Uhr, eröffnet zum Auftakt die Stadtbibliothek die Ausstellung „shots & stories“. Die Photoausstellung zeigt PortrĂ€ts der StĂ€dte Uljanowsk, Wolgograd, Tscheljabinsk, Astrachan und Archangelsk. Die Collagen aus literarischen Texten, Photographien und Tonspuren gewĂ€hren einen ungewöhnlichen Blick auf ein weitgehend unbekanntes Russland. Die Bilder werden erstmalig in Deutschland gezeigt.

Freitag, 24. April, 20 Uhr, können die Besucherinnen und Besucher im Theater im Marienbad die Szenischen Lesung „WĂ€nde gehen und Möbel laufen: Wie soll ich mein Land besingen?“ mit Texten von Ljudmila Ulitzkaja, Michail Bulgakow und Daniil Charms und Wodka und Musik sehen, sowie am Samstag 25. April, 19 Uhr, Daniil Charms: „ZwischenfĂ€lle“, ein TheaterstĂŒck fĂŒr Jugendliche und Erwachsene.

Sonntag, 26. April ,11 Uhr, empfĂ€ngt im Theater im Marienbad OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon die russischen GĂ€ste aus Moskau zur offiziellen Eröffnung der Russischen Kulturtage. Anschließend spricht unter anderem der Bundestagsabgeordnete Gernot Erler, der fĂŒr die Bundesregierung der Koordinator fĂŒr die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland ist, zum Thema „BrĂŒckenwerk am steilen Ufer. Zur DeutschRussischen Partnerschaft in Bildung, Wissenschaft und Kultur“. Zur Eröffnungsveranstaltung ist die BĂŒrgerschaft herzlich eingeladen.


Am Sonntag, 26. April, 20 Uhr lÀdt das Theater Freiburg in den Werkraum zur Szenischen Lesung. Schauspieler des Ensembles
prĂ€sentieren AuszĂŒge des erst im Herbst erscheinenden Romans „Telluria“ von Wladimir Sorokin.

Montag, 27. April, 18 Uhr, laden KulturbĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach, Tilmann von Stockhausen (Leiter der StĂ€dtischen Museen), und Julia Petrowa (Leiterin des Moskauer Museum fĂŒr russischen Impressionismus) zur Ausstellungseröffnung der „Drei Meisterwerke des russischen Impressionismus“ ins Augustinermuseum ein. Die Werke sind anschließend bis Sonntag, 17. Mai, ausgestellt.

Montag, 27. April, 19.30 Uhr, zeigt das Kommunale Kino zeigt den russischen Film „Spiegel“. Am Donnerstag 30. April, 19.30 Uhr folgt „Patriotinnen“ .Nach beiden VorfĂŒhrungen stehen die Regisseurinnen fĂŒr PublikumsgesprĂ€che zur VerfĂŒgung. „Spiegel“ ist ein Spielfilm ĂŒber die Dichterin Marina Zwetajewa und wurde erst auf wenigen Festivals außerhalb Russlands gezeigt. „Patriotinnen“ handelt vom Leben dreier Frauen, die jeweils zwischen den MĂŒhlsteinen der Weltpolitik um einen Begriff von Heimat ringen. Die zentrale Frauenfigur ist Marina Zwetajewa.

Dienstag, 28. April, 11 Uhr, ĂŒbergibt der russische Bildhauer Alexander Burganow in Anwesenheit von KulturbĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach der Stadtbibliothek eine Zwetajewa-BĂŒste, die er im Auftrag der Rudomino-Bibliothek geschaffen hat und die die Bibliothek der Stadt Freiburg schenkt. Am Abend, 20 Uhr, lĂ€dt die Stadtbibliothek zur Lesung des Romans „Ein Abend bei Claire“ von Gaito Gasdanow ein. Es liest die vielfach ausgezeichnete Übersetzerin Rosemarie Tietze, die auch in das Werk des russischen Exilautors einfĂŒhrt. Ihre Übertragung von Leo Tolstois „Anna Karenina“ ins Deutsche fand große Anerkennung. 2010 erhielt sie dafĂŒr den Paul-Celan-Preis.

Am Mittwoch, 29. April, 19 Uhr im ‚Haus zur Lieben Hand‘, hĂ€lt Prof. Elisabeth CheaurĂ© vom Slavischen Seminar der UniversitĂ€t den Vortrag „ Russland in Baden – Baden in Russland“. Sie spricht ĂŒber Zwetajewa und andere große russische Dichter und ErzĂ€hler - Gogol, Tolstoi, Gontscharow, Dostojewski und Tschechow - und ĂŒber deren Bezug zur Region, und stellt ihre Texte vor.

Donnerstag, 30. April, 18 Uhr, im JĂŒdischen Gemeindezentrum in der Nussmannstraße, trĂ€gt die mehrfach ausgezeichnete SĂ€ngerin Natalia Gonochowa aus Sankt Petersburg „Russische Romanzen in Deutsch und Russisch“, also Lieder von Puschkin, Lermontow und Turgenjew, Melodien von Glinka und Rachmaninow vor und bietet auch populĂ€re Interpretationen von weniger bekannten KĂŒnstlern dar.

Vertreterinnen und Vertreter der russischen Delegation, die vom 25. bis zum 28 April zu Gast in Freiburg ist:

Dr. Ekaterina Genijewa - Direktorin der Allrussischen Staatlichen Rudomino-Bibliothek fĂŒr auslĂ€ndische Literatur

Jeanna Rudenko – Mitarbeiterin von Ekaterina Genijewa

Julia Petrowa - Leiterin des Museums des russischen Impressionismus

Alexander Burganow - Bildhauer

Marina Migunowa - Regisseurin des Films "Spiegel"


Kooperationspartner der Russischen Kulturtage:

Israelitische Gemeinde
LiteraturbĂŒro Freiburg
Kommunales Kino Freiburg
Slavisches Seminar der Albert-Ludwigs-UniversitÀt Freiburg
Stadtbibliothek Freiburg
Augustinermuseum
Theater Freiburg
Theater im Marienbad
West-Ost-Gesellschaft SĂŒdbaden e.V.

Koordination: Kulturamt Freiburg


Information zur Dichterin Marina Zwetajewa

Marina Zwetajewa (1892 bis 1941) gehört zu den bedeutendsten russischen Dichterinnen und Dichtern. Sie hat im Sommer 1904 im Gasthof „Zum Engel“ in Horben, Langackern und dann bis Juli 1905 im MĂ€dchenpensionat der Schwestern Brink an der Wallstraße 10 in Freiburg gewohnt, wĂ€hrend ihre an Tuberkulose erkrankte Mutter behandelt wurde. In einem Gedicht von 1914 hat sie die Jugenderinnerung an Freiburg literarisch verarbeitet. In der Wallstraße 10 erinnert eine Gedenktafel an die Freiburger Zeit Marina Zwetajewas. Im Stadtteil Rieselfeld wurde eine Straße nach ihr benannt. Ihre Schwester Anastasija unterhielt bis ins hohe Alter Kontakte mit der Stadt Freiburg und wurde auch von ihr bis zuletzt unterstĂŒtzt.


Bisheriger Austausch mit Moskauer Kulturschaffenden

Dezember 2014
Ekaterina Genijewa reist mit einer Moskauer Delegation fĂŒr zwei Tage nach Freiburg. PrĂ€sentation des Sammelbandes "Marina Zwetajewa - Auf Schiefertafeln schrieb ichs
" sowie der Ausstellung "Russische Lyra von Marina Zwetajewa"

Juni 2014
BĂŒrgermeister von Kirchbach reist nach Korolev/Bolschewo, das zum Raum Moskau gehört, und enthĂŒllt einen Gedenkstein zur Erinnerung an die Freiburger Lebensstation der berĂŒhmten Dichterin Marina Zwetajewa

September 2013
Freiburger Generalmusikdirektor Fabrice Bollon dirigiert Wagners „TannhĂ€user“ im Moskauer Stanislawski-Theater.

Juli 2013
Freiburger Kulturdelegation unter der Leitung von OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon reist nach Moskau und bespricht die Förderung des kulturellen Austauschs

Dezember 2012
Einladung zum Besuch in Moskau durch Generaldirektorin der Rudomino-Bibliothek, Ekaterina Genijewa, im Zuge des 1. Walter-Scheel-Forums fĂŒr Russisch-Deutschen Kulturaustausch

September 2012
Gastspiel des Theater im Marienbad mit dem StĂŒck „Hat Opa einen Anzug an?“ an einem Kinder- und Jugendtheaterfestival in Moskau



Alle Veranstaltungen in der KurzĂŒbersicht:

Fotoausstellung mit PortrÀts der StÀdte Uljanowsk, Wolgograd, Tscheljabinsk, Astrachan und Archangelsk
Eröffnung: Do, 23.04, 20 Uhr, Stadtbibliothek, MĂŒnsterplatz

„WĂ€nde gehen und Möbel laufen: Wie soll ich mein Land besingen?“ Leseabend zu Ljudmila Ulitzkaja, Michail Bulgakow und Daniil Charms mit Vodka und Musik
Fr, 24.04., 20 Uhr, Theater im Marienbad

Theater, Daniil Charms „ZwischenfĂ€lle“
Sa, 25.04., 19 Uhr, Theater im Marienbad

Offizielle Eröffnung: Vortrag „BrĂŒckenwerk am steilen Ufer. Zur Deutsch-Russischen Partnerschaft in Bildung, Wissenschaft und Kultur“ von Gernot Erler, MdB, Koordinator fĂŒr die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den LĂ€ndern der Östlichen Partnerschaft;
Grußwort Prof. Michail Schwydkoi, Sonderbeauftragter des russischen PrĂ€sidenten fĂŒr internationale kulturelle Zusammenarbeit (angefragt),
So, 26.04. ,11 Uhr, Theater im Marienbad

Szenische Lesung mit Ensemblemitgliedern: Wladimir Sorokin „Telluria“;
So, 26.04, 19 Uhr, Werkraum / Theater Freiburg (Ort geĂ€ndert gegenĂŒber Programmflyer)

Vernissage: „Drei Meisterwerke des russischen Impressionismus“,
Mo, 27.04., 18 Uhr, Augustinermuseum

Spielfilm: „Spiegel“, in Anwesenheit der Regisseurin Marina Migunowa (2013, OmeU),
Mo, 27.04., 19.30 Uhr, Kommunales Kino, Urachstraße

Übergabe Marina-Zwetajewa-BĂŒste mit Lesung von ZwetajewaTexten, Renate Obermaier (Theater im Marienbad)
Di, 28.04., 11 Uhr , Stadtbibliothek, MĂŒnsterplatz

Gaito Gasdanow „Ein Abend mit Claire“. Rosemarie Tietze stellt den russischen Exilautor vor.
Di, 28.04., 20 Uhr, Stadtbibliothek, MĂŒnsterplatz

Vortrag: „Russland in Baden – Baden in Russland“ Prof. Dr. Elisabeth CheaurĂ©, Slavisches Seminar der UniversitĂ€t Freiburg
Mi, 29.04., 19 Uhr, Haus zur Lieben Hand, Löwenstr. 16

Konzert: „Russische Romanzen“ mit der SĂ€ngerin Natalia Gonochowa aus Sankt Petersburg (auf Deutsch und Russisch)
Do, 30.04, 18 Uhr, Israelitische Gemeinde
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Film „Patriotinnen“, in Anwesenheit der Regisseurin Irina Roerig
Do, 30.04., 19.30 Uhr, Kommunales Kino, Urachstraße

Weitere Informationen:
Kulturamt, MĂŒnsterplatz 30, 79098 Freiburg, Tel. 0761-201-2101,
Internet: www.freiburg.de/russischekulturtage
Dort ist auch ein Programmflyer erhÀltlich
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MĂŒnchen: ARTisFACTION. Joseph meets DJane
Kunst und Party fĂŒr junge Besucher
am 24. April ab 20 Uhr in der Pinakothek der Moderne

Die Pinakothek der Moderne kann gerade fĂŒr junge Besucher ein außergewöhnlicher Erlebnisort werden – vorausgesetzt, sie finden ihren Weg dorthin und einen Zugang zu den Exponaten. Auf Initiative der Stiftung Pinakothek der Moderne entwickelt das Museum seit gut zwei Jahren neue Angebote im Bereich der Kunstvermittlung und richtet sich mit einem neuen Format nun gezielt an Jugendliche und junge Erwachsene: »ARTisFACTION. Joseph meets DJane« ist eine Nacht in der Pinakothek der Moderne, bei der es um Kunst geht, aber auch die Party nicht zu kurz kommt.
Das Konzept des Abends basiert auf den Elementen Interaktion, Innovation und Intervention und bietet ein abwechslungsreiches Programm im Verlauf des Abends:

Von 20 bis 24 Uhr geben junge ARTisFACTORS in den RÀumen der Klassischen Moderne und in der Ausstellung »ZOOM!« Auskunft zu den Exponaten bzw. der Ausstellung.

Die VideokĂŒnstlerin Betty MĂŒ bespielt die 12 Pfeiler der Rotunde per Videomapping. Diese visuelle Kunst gleicht einer Videoperformance. Über den ganzen Abend werden die Videoinhalte der Installation live zu dem Music LineUp gemischt.

Die DJ’s Baal, Liza, Glaskin und Essika verwandeln die Rotunde mit vielfĂ€ltigen Klangfarben und pulsierenden BĂ€ssen in Club-AtmosphĂ€re und erweiterten den Raum fĂŒr Emotionen und Tanz.

Einige aktuelle Ausstellungen wie beispielsweise »Creating Realities« können in Form von Projektionen an den WÀnden des Wintergartens der Pinakothek der Moderne erlebt werden. Eine besondere Möblierung verwandelt diesen Raum zudem in eine zum chillen und chatten einladende Lounge.

»Board Trade«, eine Versteigerung von bemalten Skateboard-Decks, gehört zu den weiteren Programmpunkten des Abends. Bei den Geboten zĂ€hlt ausschließlich die KreativitĂ€t: Geboten werden können AktivitĂ€ten wie ein gemeinsames Kocherlebnis, ein Abend durch die Lieblingsclubs, Klettern in den Alpen etc., Dienstleistungen oder selbst gemachte Produkte. Die Entscheidung, welches Gebot den Zuschlag erhĂ€lt, treffen die KĂŒnstler, die die Skatedecks zur VerfĂŒgung stellen.

Ein weiteres Element der Interaktion ist ein Fotoautomat, in dem sich die Besucher alleine oder mit Freunden fotografieren lassen können. Das Foto kann dabei mit einem Kommentar zum Abend an einer Feedbackwand hinterlassen werden.

Ein RĂ€tsel zum Setzkasten am Eingang des Designmuseum
Die Neue Sammlung rundet das nÀchtliche Programm ab.

ARTisFACTION wird durch die Stiftung Pinakothek der Moderne, private Förderer und mit freundlicher UnterstĂŒtzung der Dr. Rudolf und Christa Castringius Kinder- und Jugend-Stiftung MĂŒnchen ermöglicht.

Einlass ab 20 Uhr | Ende 2 Uhr
Eintritt 9 Euro, Tickets ab 10.04. in der Pinakothek der Moderne sowie an der Abendkasse.
 
 

 
Frankfurt: Feldpostbriefe unter der Lupe
FĂŒhrung, Vortrag und GesprĂ€ch im Museum fĂŒr Kommunikation Frankfurt

Am Sonntag, dem 19. April 2015, ab 14 Uhr steht im Museum fĂŒr Kommunikation Frankfurt das Thema Feldpostbriefe im Mittelpunkt. Im Rahmen der Forumsausstellung „Netze des Krieges. Kommunikation 14/18“ widmen sich die Kuratoren der Ausstellung diesem besonderen Kommunikationsmittel als zentralem Bindeglied zwischen den Soldaten an der Front und ihren in der Heimat zurĂŒckgelassenen Familien. Thomas Jander (wissenschaftlicher Mitarbeiter, DASA) nimmt in seinem Vortrag die Feldpost des Ersten Weltkrieges als „Lebenszeichen und Liebesgaben“ unter die Lupe. Dr. Veit Didczuneit (Sammlungsleiter, Museums fĂŒr Kommunikation Berlin) gibt Einblicke in die Sammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation, die mit rund 90.000 Exemplaren die umfangreichste Feldpostsammlung Deutschlands ist. Im anschließenden GesprĂ€ch erfahren Interessierte und Privatsammler mehr ĂŒber das Medium Feldpost, seine Erschließung und den Umgang mit privaten FamiliennachlĂ€ssen. Dr. Veit Didczuneit steht anschließend dem Publikum fĂŒr Fragen zur VerfĂŒgung. Moderiert wird die Veranstaltung von Jesko Bender (Literaturwissenschaftler). UnterstĂŒtzt durch den Arbeitskreis selbststĂ€ndiger Kultur-Institute e.V. (AsKI).

Termin: Donnerstag, 19. April 2015

14 Uhr: KuratorenfĂŒhrung durch die Ausstellung „Netze des Krieges. Kommunikation 14/18“
15.30 Uhr Vortrag und GesprÀch
Dr. Veit Didczuneit (Museum fĂŒr Kommunikation Berlin)
Thomas Jander (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, DASA)
Moderation: Jesko Bender (Literaturwissenschaftler)

Ort: Museum fĂŒr Kommunikation, Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt
Eintritt: 4 Euro (inkl. Ausstellungsbesuch)
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Konzerttipp: Michael Oertel & Friends
Monday Life Club am 13.04.2015 ab 20.00 Uhr im „guten Abend“ Kaiser-Josef-Straße 278, Freiburg im Breisgau

Eine Veranstaltung des Freiburger Blues Association e.V.


Michael Oertel, ein junger Gitarrist und SÀnger aus Freiburg, prÀsentiert mit seinem Trio eigenes und bekanntes Material aus dem Bereich Pop, Blues und Singer Songwriter in eigenem Gewand und in intimer AtmosphÀre. Begleitet wird er von Lars Konieczny an der Gitarre und Benjamin Berthold an der Percussion.

Michael Oertel ist sozusagen ein „EigengewĂ€chs“ der Freiburger Blues Association: Nachdem Michael nach Freiburg zog, hat er ĂŒber die Jam-Sessions im Ruefetto Kontakt zur Blues Association aufgenommen. Er ist in den letzten drei Jahren in unterschiedlicher Besetzung im sĂŒddeutschen Raum aufgetreten und gehört mittlerweile zu den besten jungen Gitarristen in der Stadt.
 
 

 
Karlsruhe: Kammerorchester der Hochschule fĂŒr Musik spielt im Rathaus
Sie stammen aus unterschiedlichen religiösen und politischen Lagern und glauben fest an die verbindende und Frieden stiftende Kraft der Musik - der Israeli Nachum Erlich, Professor fĂŒr Violine an der Karlsruher Hochschule fĂŒr Musik, und der syrische Violinist Ali Moraly, der vor seiner Flucht mit dem Syrian National Symphony Orchestra und dem West-Eastern Symphony Orchestra unter Daniel Barenboim spielte.
„Toleranz - Dialog - Frieden“ haben sie ihr Benefizkonzert mit dem Kammerorchester der Hochschule ĂŒberschrieben, mit dem sie am Freitag, 24. April, um 19 Uhr im BĂŒrgersaal des Karlsruher Rathauses ein Zeichen der VerstĂ€ndigung setzen und gleichzeitig syrischen FlĂŒchtlingskindern helfen wollen. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach und Arvo PĂ€rt sowie Musik aus Syrien und Israel. Der Eintritt ist frei, allerdings werden Besucherinnen und Besucher um Spenden gebeten.

Aus organisatorischen GrĂŒnden sind Einlasskarten erforderlich, die ab Montag, 13. April, an der Pforte des Rathauses am Marktplatz zu bekommen sind.
 
 

 
Karlsruhe: Kundgebung vor dem Hauptbahnhof abgesagt
Die fĂŒr kommenden Sonntag, 19. April, zwischen 14 und 16 Uhr unter dem Motto "BĂŒrger Deutschlands gegen den Terror der Antifa und gegen den radikalen Islamismus" geplante Kundgebung vor dem Hauptbahnhof wurde heute vom Anmelder abgesagt. Wie die Privatperson der Ordnungsbehörde mitteilte, sei auch keine Ersatzveranstaltung an einem anderen Termin geplant. Die AnkĂŒndigung und sĂ€mtliche Aufrufe im Internet und den sozialen Netzwerken wĂŒrden gelöscht und dafĂŒr Informationen zur Absage platziert.
 
 

 
Freiburg: 31. Schwule Filmwoche 2015
29. April bis 6. Mai 2015 im Kino Kandelhof in Freiburg

DIE SCHWULE FILMWOCHE in Freiburg ist das Ă€lteste noch bestehende schwule Filmfest im deutschsprachigen Raum und findet seit 1985 jĂ€hrlich statt, seit 2001 im Kino Kandelhof. Dieses Jahr zeigen wir 21 Langfilme, dazu viele Kurzfilme und ein spezielles Programm mit "mittellangen Filmen". Acht Tage lang ist der Kandelhof fest in "unserer Hand", außerdem feiern wir am Donnerstag, den 30. April 2015 unsere legendĂ€re Filmwochen-Party im Club White Rabbit!

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WAS GIBT'S AM ERÖFFNUNGSABEND? Am ersten Abend - Mittwoch, 29. April - gibt es gleich einen ersten Höhepunkt! ZunĂ€chst erwartet alle GĂ€ste ein Sektempfang und nach der BegrĂŒĂŸung freuen wir uns auf die Komödie QUEEN OF AMSTERDAM aus den Niederlanden, ein Film, der uns erst kurz vor Schluss der Planung in die HĂ€nde fiel und gleich war klar: das muss der Eröffnungsfilm sein! Er beinhaltet alles, was so ein erster Abend eines schwulen Festivals benötigt: schrille Drag-Queens, eine witzig-dramatische Handlung, Glamour, Musik und eine Gay Pride Parade ... Ein starker Auftakt fĂŒr achte Tage schwules Kino!

GIBT ES DEUTSCHSPRACHIGE FILME? Ja, jede Menge.
Zum Beispiel XENIA - EINE NEUE GRIECHISCHE ODYSSEE, eine Tragikomödie, die beim UnabhĂ€ngigen FilmFest OsnabrĂŒck kĂŒrzlich den begehrten Publikumspreis errag. Zu recht, denn die Suche des queeren Teenagers Danny nach seinem Vater ist gleichzeitig eine verrĂŒckte Komödie und eine griechische Komödie.

LICHTES MEER fĂŒhrt Marek auf ein Containerschiff, auf dem er ein Praktikum fernab des elternlichen Bauernhofes absolvieren möchte. Auf der Suche nach Freiheit verliebt er sich auch in den geheimnisvollen Matrosen Jean. Ein romantischer Coming-of-Age-Film von Stefan ButzmĂŒhlen.

In NACHTHELLE spielt Benno FĂŒhrmann den schwulen Bernd, der zusammen mit seinem Partner Marc und einem befreundeten heterosexuellen Paar ein paar Tage in einem abgelegenen Haus verbringen möchte. Aber die lĂ€ndliche Idylle bringt nicht etwa Erholung, sondern viel Stress. UnbewĂ€ltigte Ereignisse kommen aus der Vergangenheit wieder ins Bewußtsein, die Stimmung wird bedrohlicher und die RealitĂ€ten verschieben sich. Ein Film, der uns sehr faszinierte, und so ist er in unserem Programm. Und wir freuen uns darĂŒber, daß der Regisseur Florian Gottschick zu uns in den Kandelhof kommen wird!

Nicht aus deutschen Landen kommt die Tragikomödie LOVE IS STRANGE, den wir aber in der deutschen Fassung zeigen. Und zwei hochkarĂ€tige Hollywood-Stars sind hier als langjĂ€hriges schwules Paar zu erleben, die erleben mĂŒssen, daß eine Eheschließung nach vierzig gemeinsamen Jahren auch viele neue Probleme auslösen kann! Ira Sachs konnte fĂŒr die beiden Hauptrollen John Lithgow (DREAMGIRLS, LOVE IS STRANGE, INTERSTELLAR) und Alfred Molina (JÄGER DES VERLORENEN SCHATZES, MAGNOLIA, CHOCOLAT, FRIDA) gewinnen und es hat sich gelohnt. Ein wunderbarer Film.

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GIBT ES WAS ZU LACHEN? Ja, natĂŒrlich. Ob nun schenkelklopfend oder schmunzelnd - es ist fĂŒr Alle was dabei.

EAT WITH ME ist die Geschichte einer Mutter, die sich von ihrem Ehemann trifft und zu ihrem - wie sie erfahren muss - schwulen Sohn zieht. Diese neue Situation ist fĂŒr beide nicht einfach, zumal der Sohn auch noch Probleme seines Restaurants hat. Und dann ist da noch die völlig ĂŒberdrehte Nachbarin ... Ein hochwertiger, witziger und alles andere als oberflĂ€chlicher Film - und in einer prĂ€gnanten Nebenrolle tritt der inzwischen geoutete George Takai (bekannt als "Sulu" aus STAR TREK) auf.

An die frĂŒhen John Waters-Filme erinnert das schwedische Musical FORTBILDNINGSTERROR (der Titel bedeutet soviel wie "Volksbildungsterror"). Post-gender Aktivisten, entfĂŒhrte Minister, post-humanistische Hasen, satanische Priesterinnen und Glitterkontrolleure gibt es u.a. in dieser schrĂ€gen Fabel ĂŒber das Anderssein zu sehen. Dazu fetzige Songs und hirnverbrannte Choreographien - ein Film, der niemanden kalt lĂ€ĂŸt!

Und noch ein Musical, dieses Mal vom Off-Broadway auf die Leinwand gehievt: HEDWIG AND THE ANGRY INCH erzĂ€hlt die Lebensgeschichte des Rockstars Hedwig, die ursprĂŒnglich als Hansel in Ost-Berlin geboren wurde. Eine begonnene Geschlechtsumwandlung war nicht zu hundert Prozent erfolgreich, er ist weder ein Mann noch eine vollstĂ€ndige Frau. Er ist ein "Angry Inch" und erfindet sich als Rock-and-Roll-Drag-Queen neu. Ein "Klassiker" aus dem Jahr 2001, den wir unbedingt noch einmal auf die große Leinwand wuchten wollen.

Weniger schrill, aber nicht weniger unterhaltsam ist die Komödie BOYS LIKE US aus Frankreich. Rudolf wird von seinem Freund verlassen und beschließt, sein Leben neu zu ordnen. Dazu gehört fĂŒr ihn, auch in seine alte Heimat zurĂŒckzukehren. Mit seinen besten Freunden verlĂ€ĂŸt er die Metropole Paris und begibt sich auf eine skurrile Reise in die österreichischen Alpen, wo sich Rudolfs Geburtsort befindet. Ein Kultur-Schock!

Ja, ja, PRIDE lief doch erst vor kurzem noch im Kino ... Aber diese mitreißende britische Komödie hat dem Team der Schwulen Filmwoche bei einem gemeinsamen Kinobesuch so gut gefallen, daß es beschloss: der Film MUSS mit in's Programm. Wer also die Geschichte um den Aktivisten Mark, der in den 80er Jahren die streikenden Minenarbeitern aus SolidaritĂ€t gegen die repressive Thatcher-Regierung unterstĂŒtzen will, noch nicht gesehen hat, kann das nun nachholen. Und wer den Film schon gesehen hat: nochmal anschauen!!! Die Komödie, die auch eine Reise durch die Musik der 80er Jahre ist und sehr oft mit dem Kult-Film "Priscilla - Queen of the Desert" verglichen wird, hat nicht zu unrecht 2014 die "Queer Palm" in Cannes gewonnen.

Mit einer Pay Pride Parade beginnt auch die Tragikomödie PINK PACT aus Basilien, auf der sich vier MĂ€nner schwören, daß sie bis zum nĂ€chsten Jahr alle ihr Coming Out geschafft haben. Doch das ist nicht ganz so einfach ...

Eine Vereinbarung bestimmt auch die Komödie THE 10 YEAR PLAN. Die Highschoolfreunde, schwul aber definitiv kein Paar, beschließen an einem sentimentalen Abend: sollten sie in zehn Jahren immer noch alleine sein, wollen sie sich gegenseitig aus dem Single-Alltag retten. Klar, daß die Vereinbarung sie einholt ... Viel Spaß!

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WAS GIBT ES NOCH AN PACKENDEM SCHWULEN KINO? Viel - und es war wirklich schwer, aus der FĂŒlle an guten Filmen ein paar wenige heraus zu picken.

So zum Beispiel BOY MEETS GIRL. Die Geschichte der transsexuellen Ricky, die frĂŒh ihre Mutter verlor, aber einen liebenden Vater und die tiefe Freundschaft zu Robby genießt, ist einfach eine schöne Coming-of-Ages-Geschichte und zu recht ein Teil unseres Festivals.

FOUR MOONS – das sind vier Geschichten ĂŒber Liebe, Akzeptanz und das ganz normale Leben im heutigen Mexiko. FOUR MOONS wurde 2014 in Monterrey als bester gesamt-mexikanischer Film ausgezeichnet und gewann in Montreal den Preis als bester Film. Verdient.

EASTERN BOYS – dieser französische Film war in seinem Heimatland ĂŒberaus erfolgreich undlĂ€ĂŸt sich gar nicht so recht einordnen. Am Pariser Gare du Nord trifft der 50jĂ€hrige Daniel den viel jĂŒngeren Marek mit nach Hause. Und am nĂ€chsten Tag steht ein ganz „neuer“ Marek vor seiner TĂŒr inkl. - nach und nach - seine gesamte Bande angefĂŒhrt vom Russen „Boss“. Ehe Daniel sich versieht, wird in seiner Wohnung eine ausschweifende Party gefeiert. Der „echte“ Marek taucht auch auf und die Geschichte wird immer kurioser. Aus einem anfĂ€nglichen One-Night-Stand wird ein regelrechter Thriller. Der Film ist atemberaubend spannend!

Ben Wishaw (der neue „Q“ der James-Bond-Reihe, DAS PARFÜM, CLOUD ATLAS) unds Cheng Pei-Pei (TIGER & DRAGON) prĂ€gen den sehr intensiven Film LILTING. Die kambodschanische-chinesische Junn lebt im betreuten Wohnung in London und hat nie Englisch gelernt. Als ihr Sohn Kai stirbt, besucht sie dessen Partner Richard. Beide trauern schwer um Kai, wobei Junn nichts davon weiß, daß ihr Sohn schwul war. Dieses berĂŒhrende Kammerspiel ist ein Meisterwerk mit großartigen Schauspielern.

HOW TO WIN AT CHECKERS fĂŒhrt uns in die Ă€rmlichen Außenbezirke von Bangkok, eine Welt, in der man frĂŒh lernt, erwachsen zu werden. So lebt der elfjĂ€hrige Waise Oat mit seiner kleinen Schwester und seinem Ă€lteren Bruder Ek bei deren Tante. Ek hat schon seit der Schulzeit eine Liebesbeziehung mit Jai, dem Sohn reicher Eltern. Um die Familie zu ernĂ€hren, muss er in einer Stricher- und Transenbar arbeiten. Schon bald wird seine seine Liebe zum reichen Jai auf einer harte Probe gestellt 

Die Geschichte wird aus der Sicht des kleinen Bruders erzÀhlt und zeigt uns einen ungeschönten Blick das Milieu, in dem die gesellschaftlichen VerhÀltnisse von KÀuflichkeit, Korruption und falschen Idealen bestimmt sind.

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GIBT ES DOKUMENTATIONEN? Ja, und dieses Jahr nicht nur eine!

Zusammen mit QUEER AMNESTY prĂ€sentieren wir THE CAMPAIGNE OF HATE – RUSSIA AND GAY PROPAGANDA von Michael Lucas. Michael Lucas dĂŒrfte einigen als Pornodarsteller und Inhaber von Lucas Entertainment ein Begriff sein. Was die meisten nicht wissen: Er ist gebĂŒrtiger Russe. Seit seiner Emigration in den 90er Jahren hat sich in seiner alten Heimat manches verĂ€ndert. Vor allem im Hinblick auf die Situation von LGBTTIQ-Menschen gibt es einen massiven gesellschaftlichen RĂŒckfall. Dieser fand seinen vorlĂ€ufigen Höhepunkt 2013, als PrĂ€sident Putin das Gesetz gegen „Homosexuellen-Propaganda“ unterzeichnete.
In diesem Film kommen Menschen zu Wort, die seit Jahren von diesem Gesetz betroffen sind.
Vor und vor allem nach dem Film werden wir weitere Informationen bekommen und eine Diskussionsrunde mit QUEER AMNESTY und GĂ€sten veranstalten!

Eine weitere Dokumention bringt uns das Regie-Genie des Neuen Deutschen Films nĂ€her, der dieses Jahr 70 Jahre alt geworden wĂ€re. FASSBINDER – LIEBEN OHNE ZU FORDERN bringen wir praktisch direkt von der Berlinale, wo er begeistert aufgenommen wird. Regisseur Christian Braad Thomsen war ein Freund Rainer Werner Fassbinders und schuf nun ein intimes PortrĂ€t der außergewöhnlichen Lebensgeschichte des mit 37 Jahren viel zu jung gestorbenen deutschen Regisseurs.

Aus Kenia stammt ein sehr mutiges Werk: STORIES OF OUR LIVES. Monatelang zogen die Mitglieder des Kunstkollektivs The NEST durch Kenia und sammelte Geschichten von jungen LGBTTIQ-Menschen, von ihren Erfahrungen und ihrem Allztag in dem homophob geprĂ€gten Land. Aus unzĂ€hligen anonymen Interviews entwicklten sie fĂŒnf DrehbĂŒcher fĂŒr Kurzfilme, die einen Überblick ĂŒber die gegenwĂ€rtige Situation und die Probleme der sexuell marginalisierten Jugendlichen liefern.
Trotz des Verbots, ihren Film in Kenia öffentlich zu zeigen, havben sich The NEST-Mitglieder fĂŒr Letzteres entschieden und fĂŒhren mutig und entschieden den Kampf um Anerkennung weiter, was nicht ungefĂ€hrlich fĂŒr sie ist!
Dies wollen wir unterstĂŒtzen und zeigen ihren Film, der auch der Gewinner des Teddy Special Awards der Berlinale 2015 ist.

WERDEN AUCH KURZFILME VORGESTELLT? Ja, das ist schon immer ein großes Anliegen von uns gewesen und dies wird es auch bleiben. Vor vielen Hauptfilmen werden wir ausgewĂ€hlte Kurzfilme und Clips prĂ€sentieren.
Aber wir haben auch gleich mehrere Kurzfilm-Programme!

Das Beste kommt oft zum Schluss 
 Und auch wenn wir das nicht genau so sagen wollen (denn allzu viele tolle Filme haben wir zuvor im Programm), so enden wir zumindest stark und wĂŒrzig – mit ... (sic!) WÜRZIG – DAS KURZFILMPROGRAMM. Dieses Programm ist stets ein kleines „Festival im Festival“, denn es wird stets von uns und exklusiv fĂŒr die Filmwoche er- und zusammengestellt. D.h. Wir sichten weit ĂŒber 100 Kurzfilme aus aller Welt und beschrĂ€nken uns dann auf die neun besten. Ein fulminates Feuerwerk an Dramatischem, Poetischem, Nachdenklichen und Lustigem am letzten Tag der 31. Schwulen Filmwoche.

Bei manchen Filmen waren wir nicht so ganz sicher, wohin damit 
 Warum? Nun, sie sind sehenswert und wir wollten unbedingt zeigen, aber fĂŒr das Kurzfilm-Programm waren sie zu lang, als eigenstĂ€ndige Programm zu kurz. Und deshalb gibt es praktisch noch ein „Mittellange-Filme-Programm“, das wir schlich 3 FÜR 1 – DREI LANGE KURZFILME getauft haben. Zu sehen gibt es ELECTRIC INDIGO, NOMANSLAND und – vom Freiburger Regisseur Maurice HĂŒbner – PORN PUNK POETRY. Ein abwechlungsreicher Abend!

Und was Hocherotisches gibt es auch noch: DAS SCHWULE KURZFILM-PROGRAMM DES PORNFILM FESTIVAL BERLIN 2014, das wir am spĂ€ten Freitagabend vorstellen. Entdeckt haben wir dieses bei den Lesbisch-Schwulen Filmtagen in Hamburg und es kurzerhand mitgebracht: zehn ĂŒberaus freizĂŒgige Kurzfilme.

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KANN MAN UNS DIE MEINUNG SAGEN? Klar. Zum einen sind wir ja stets vor Ort, vor allem gibt es aber bei jedem Film STIMMZETTEL, mit denen alle GĂ€ste die Filme bewerten können. Und der Film mit der besten Benotung bekommt zum Schluss den begehrten PUBLIKUMSPREIS. Im letzten Jahr gewann ihn der schweizer Film DER KREIS, der damit auch noch warb, als er lĂ€ngst ins Rennen um die Nominierung fĂŒr den besten nichtenglischsprachigen Film bei den Academy Awards kam. Inzwischen bekam er auch jĂŒngst den Schweizer Filmpreis u.a. als „Bester Film“. Unser Publikum hatte also – wie immer – eine gute Nase. Hut ab!

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GIBT ES EINE PARTY? Klar, wir tanzen förmlich in den Mai! Und zwar am Donnerstag, den 30. April 2015, ab 22 Uhr im White Rabbit Club (am Siegesdenkmal), Leopoldring 1 in Freiburg. Denn bei so viel Zeit im Kinosessel muss etwas Bewegung sein – wir sehen da als Filmwoche schon unsere FĂŒrsorgepflicht! Alles, feiert und tanzt mit uns!


PROGRAMM-ÜBERSICHT
31. Schwule Filmwoche 2015

Mittwoch, 29. April 2015

20.30 Uhr
Eröffnung mit Sektempfang

21.00 Uhr
QUEEN OF AMSTERDAM
NL 2013
OmU


Donnerstag, 30. April 2015

18.45 Uhr
EAT WITH ME
US 2014
engl. OV

20.45 Uhr
XENIA – EINE NEUE GRIECHISCHE ODYSSEE
GR 2014
Deutsche Fassung

23 Uhr
FOLKBILDNINGSTERROR
Musical, Schweden 2014
OmeU

ab 22 Uhr
FILMWOCHEN-PARTY im WHITE RABBIT CLUB


Freitag, 1. Mai 2015

17.15 Uhr
STORIES OF OUR LIVES
Dokumentation, Kenia 2014
OmeU

18.45 Uhr
FASSBINDER – LIEBEN OHNE ZU FORDERN
Dokumentation, DK 2015
Deutsche Originalfassung

21 Uhr
HEDWIG AND THE ANGRY INCH
Musical, US 2001
Englischsprachige Originalfassung

23 Uhr
BEST OF PORNFILMFESTIVAL BERLIN 2014


Samstag, 2. Mai 2015

17 Uhr
BOY MEETS GIRL
US 2014
Englischsprachige Originalfassung

18.45 Uhr
LICHTES MEER
D 2014
Deutsche Originalfassung

20.45 Uhr
FOUR MOONS
Mexiko 2014
OmU

23.00 Uhr
EASTERN BOYS
F 2013
OmU


Sonntag, 3. Mai 2015

15 Uhr
THE CAMPAIGNE OF HATE
Dokumentation, US/RU 2014
OmeU
In Zusammenarbeit mit QUEER AMNESTY
Mit EinfĂŒhrung und Diskussion

17.45 Uhr
BOYS LIKE US
F 2014
OmU

19 Uhr
NACHTHELLE
D 2014
Deutsche Originalfassung
Zu Gast: Regisseur Florian Gottschick

21.10 Uhr
PRIDE
GB 2014
OmU


Montag, 4. Mai 2015

19 Uhr
3 FÜR 1
DREI LANGE KURZFILME

21 Uhr
HOW TO WIN AT CHECKERS (EVERY TIME)
TH/US/ID 2015
OmU


Dienstag, 5. Mai 2015

19 Uhr
LOVE IS STRANGE
US 2014
Deutsche Fassung

21 Uhr
PINK PACT
Brasilien 2014
OmU

23 Uhr
THE 10 YEAR PLAN
US 2014
Englischsprachige Originalfassung


Mittwoch, 6. Mai 2015

19 Uhr
LILTING
GB 2014
OmU

21 Uhr
WÜRZIG – DAS KURZFILMPROGRAMM
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