Prolixletter
Samstag, 22. September 2018
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Der ProlixLetter


Das ist die Kommunikationsplattform aus dem PROLIX-Verlag, in dem wir ĂŒber Neues von unserer Arbeit berichten, eigene Tipps geben oder Presseinfos anderer Gruppen und Organisationen weiterverbreiten.
 
Seit kurzem stellen wir zusätzlich zu unserem Newsletter, der in der rechten Spalte kostenlos bestellt werden kann, auch Meldungen direkt auf die Website. Wir laden auch dazu ein, im ProlixLetterArchiv von der neuesten bis zum Ă€ltesten Ausgabe herumzustöbern.
 
Über Anregungen unserer Leserschaft sind wir dankbar. Bitte das Kontaktformular aus der linke Spalte nutzen.
 


Verschiedenes 
 
 
Offener Brief an die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und die Bundesregierung
Verehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Bundesregierung,

ich bin in großer Sorge um das Land und die Bevölkerung. Die Stimmung auf der Straße wird zunehmend bedrohlicher. Mich erreichen tĂ€glich dutzende Nachrichten von Menschen, die in Deutschland aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer Herkunft herabwĂŒrdigend behandelt werden.

Frau Bundeskanzlerin, mir schreiben Menschen, die auf der Straße beleidigt werden, weil sie eine andere Hautfarbe haben, ich lese von Moscheen und Synagogen, die beschmiert, von Friedhöfen die geschĂ€ndet werden, mir schreiben Menschen, die bei Behörden schikaniert werden, Menschen die Angst haben, in was fĂŒr einem Deutschland ihre Kinder aufwachsen werden. Ich habe das frĂŒher oft als Spinnerei und Überempfindlichkeit abgetan, ich habe die Augen selbst vor dem systematischen Rassismus in Deutschland verschlossen. Aber seit den Ereignissen der letzten Zeit, seit der Enthemmung von Teilen der Bevölkerung, seitdem öffentlich „Absaufen! Absaufen!“ skandiert wird, LKA-Mitarbeiter bei Pegida mitlaufen, KSK-Einheiten der Bundeswehr den Hitlergruß zeigen, Journalisten durch die Polizei an ihrer Arbeit gehindert werden, der PrĂ€sident des Verfassungsschutzes sich zu Verschwörungstheorien hinreißen lĂ€sst und der Bundesinnenminister die Migration als Problem bezeichnet, ist es nicht verwunderlich, wenn Menschen mit Migrationshintergrund auch in ihrem Alltag diese Erfahrungen machen. Es schreiben mir Menschen, sie hĂ€tten Angst. Ich möchte aber nicht, dass sie Angst haben.

Frau Bundeskanzlerin, es reicht nicht mehr, dass einfach zur Kenntnis zu nehmen. Wenn die Regierung nicht aktiv handelt, wird sich dieses Feuer weiter ausbreiten. Die Zivilgesellschaft hĂ€lt schon ĂŒberall gegen, wo sie nur kann. Seien es die 65.000 Menschen bei #WirSindMehr in Chemnitz, 10.000 Menschen in Hamburg gegen die „Merkel muss weg-Demo“ oder zahlreiche andere Beispiele, wo sich die Gesellschaft mutig und kraftvoll gegen Hass und Hetze stellt. Die zahlreichen großen und kleinen Unternehmen, die sich fĂŒr Vielfalt und Pluralismus aussprechen oder die KĂŒnstler*innen, die mit ihren Stimmen gegenhalten. Wir brauchen dabei eine grĂ¶ĂŸere UnterstĂŒtzung, damit die hasserfĂŒllten da draußen erkennen, dass sie mit ihrem Radikalismus nicht weiterkommen werden. Es braucht die kompromisslose UnterstĂŒtzung der Bundesregierung. Ich kann sie aber nicht ĂŒberall erkennen.

Der Bundesinnenminister macht uns Menschen mit Migrationshintergrund zum generellen Problem. Er nennt uns die Mutter aller Probleme. Er schlĂ€gt den 19,7 Millionen BĂŒrger*innen, deren Eltern mal aus einem anderen Land hierher gekommen sind, ins Gesicht. Er schlĂ€gt diesen hart arbeitenden Menschen, die sich zu Millionen nahtlos in die Gesellschaft integriert haben, ihre Steuern zahlen und ihren Anteil zum Erfolg Deutschlands beitragen, ins Gesicht. All den Putzfrauen*mĂ€nnern und Taxifahrern*innen, all den einfachen Arbeitern*innen, den PflegekrĂ€ften, den Menschen, die in diesem Land die Drecksarbeit ĂŒbernehmen, genauso wie den RechtsanwĂ€lten*innen, Ärzten*innen und Ingenieuren*innen, den Menschen in Wissenschaft und Forschung, UniversitĂ€tsprofessor*innen, Bundestagsabgeordneten, KĂŒnstler*innen und Journalisten*innen ins Gesicht. Er schlĂ€gt ihnen und ihren Kindern ins Gesicht. Er macht sie alle zum Problem. Ich bin aber kein Problem. Und ich lasse es mir auch nicht einreden.

Frau Bundeskanzlerin, wissen Sie, wir wollten nicht hierher kommen. Ich hatte ein schönes Haus in Teheran, mit Spielsachen und KinderbĂŒchern. Mit meinen Freunden und meiner Familie. Meine Eltern hatten Arbeit, wir waren glĂŒcklich. Wir wollten nicht nach Deutschland kommen, um hier im Asylantenheim zu leben, um keine Arbeits- und keine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Um jeden Tag Angst zu haben, wieder weggeschickt zu werden. Meine Familie wollte ihr Land nicht verlassen, sie wollte hier nicht die Klos putzen und Taxi fahren. Sie wollte sich nicht beim Sozialamt anstellen und die Hand aufhalten, sie wollten ihre kleinen Kinder nicht unter großer Gefahr aus dem Land nach Hamburg schicken. Aber als Saddams Bomben uns trafen, haben wir uns dafĂŒr entschieden zu gehen. Wir kamen nicht hierher, um Deutschland kaputt zu machen. Wir kamen hierher, weil unsere Heimat kaputt gemacht wurde.

Frau Bundeskanzlerin, wir haben uns integriert, wir zahlen unsere Steuern, wir arbeiten, wir sind ein Teil dieser Gesellschaft geworden, mittlerweile in zweiter und dritter Generation. Wir sind dankbar fĂŒr das, was man uns gab. Wir sind kein Einzelfall. Die ĂŒberwĂ€ltigende Mehrheit der Migranten ist so. Aber fĂŒr Herrn Seehofer sind wir die Mutter aller Probleme. FĂŒr ihn, werden wie nie dazugehören. Das tut sehr weh. Wie lange soll ich mich noch ducken und dankbar sein? Und wie viele Generationen nach mir?

SelbstverstĂ€ndlich lehne ich jede Form von Extremismus ab. Die ĂŒberwĂ€ltigende Mehrheit der Migranten lehnt jede Form von Extremismus ab. Jeder Anschlag, jedes Verbrechen, jede noch so kleine Straftat, die von einem Migranten begangen wurde, macht mich unendlich wĂŒtend. Ich bete bei jeder Meldung darum, dass es kein AuslĂ€nder ist, damit der Hass sich am nĂ€chsten Tag nicht wieder gegen uns richtet. Wir sind nicht alle Islamisten, weil ein paar Verbrecher unseren Ruf in den Dreck ziehen. Aber der Bundesinnenminister verurteilt alle Migranten, weil sich ein paar nicht benehmen können und straffĂ€llig werden. Ich kann wirklich nichts dafĂŒr, dass sich einige Migranten in Deutschland nicht benehmen.

Wenn am Stammtisch in der Eckkneipe oder bei Facebook in der Kommentarspalte pauschalisiert wird, kann ich das zumindest nachvollziehen. Aber ich kann nicht nachvollziehen, warum der Bundesinnenminister das macht. Ist er denn nicht auch mein Innenminister, mein Heimatminister? Ist Deutschland nicht auch meine Heimat? Ich verstehe nicht, wie sie meine Steuern akzeptieren können, aber nicht meine Persönlichkeit, meinen Glauben und meine Hautfarbe.

SelbstverstĂ€ndlich gibt es in Deutschland Probleme. Menschen fĂŒhlen sich abgehĂ€ngt, sie sehen keine Perspektive oder haben Angst um ihre Zukunft, sei es weil die Rente nicht reicht oder die Angst vor dem Fremden sie lĂ€hmt. SelbstverstĂ€ndlich muss man die Sorgen dieser Menschen ernst nehmen. Aber es kann nicht sein, dass diese Sorgen als Deckmantel fĂŒr Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus missbraucht werden. Das Heben des rechten Arms, das Zerstören eines jĂŒdischen Restaurants oder das AnzĂŒnden eines FlĂŒchtlingsheims sind keine hinnehmbaren Formen der demokratischen MeinungsĂ€ußerung.

Frau Bundeskanzlerin, dieses Land wurde gespalten und zwar nicht nur von blau-braunen Unruhestiftern, sondern mittlerweile von der Regierung, vom Bundesinnenminister, vom Chef des Verfassungsschutzes, von so vielen, die nicht spalten sollten. Das, was hier gerade betrieben wird, ist unverantwortlich. Die AfD sucht den Schulterschluss mit Rechtsradikalen und marschiert mit ihnen Seite an Seite durch Chemnitz und Hamburg. Spitzenpolitiker wie Seehofer und Kretschmer relativieren die VorfÀlle in Chemnitz und tragen den Hass offen in die Mitte der Gesellschaft.

Frau Bundeskanzlerin, ich mache mir Sorgen um meine Zukunft und ob ich in diesem Land ĂŒberhaupt noch eine Zukunft habe. Ich hĂ€tte nie gedacht, dass ich diese Sorgen je haben werde, aber ich habe sie jetzt.

Wir diskutieren, wann eine Hetzjagd eine Hetzjagd ist, wie viele AuslĂ€nder, wie lange getrieben werden mĂŒssen, damit man von einer Hetzjagd sprechen kann, wĂ€hrend in Chemnitz bei den rechten Demonstrationen vermummte Neonazis ein jĂŒdische Restaurant angegriffen und "Hau ab aus Deutschland, Du Judensau!" gerufen haben. Wie der sĂ€chsische MinisterprĂ€sident das bezeichnet, wissen wir nicht. Wir hĂ€ngen uns gerade an Worten auf, dabei sollten wir uns mit den Taten beschĂ€ftigen.

Dieser Staat steht vor einem Scheideweg. Die Ereignisse in Sachsen sind nicht besorgniserregend, sie sind kein Warnzeichen, sie sind nicht alarmierend, sie zeigen, dass das der Rechtsstaat in Deutschland in Teilen gescheitert ist und davor ist, weiter gravierend zu scheitern. Menschen skandieren rechte Parolen, zeigen den Hitlergruß, jagen andere Menschen durch die Stadt. Die Polizei schĂ€tzt dabei die Situation "falsch" ein. Sie reagiert nicht. Sie schĂŒtzt die friedlichen BĂŒrger nicht vor dieser Gewalt und diesem Hass. Der sĂ€chsische MinisterprĂ€sident sieht in der Arbeit der Polizei kein Fehlverhalten. Im Gegenteil, er findet die Arbeit erfolgreich. Der Bundesinnenminister sieht keine GrĂŒnde, sich wirklich zu Ă€ußern. In Sachsen ist der Rechtsstaat gescheitert. Nicht seit Chemnitz, aber seit Chemnitz unĂŒbersehbar.

Der Haftbefehl gegen die mutmaßlichen TĂ€ter vom Chemnitz wurde im Internet veröffentlicht. Das zeigt, in wie weit ZustĂ€ndige wie Justizbeamte innerhalb des Staates den Rechtsradikalismus in Deutschland unterstĂŒtzen. Es zeigt, dass dieser Staat nicht mehr ĂŒberall unabhĂ€ngig agiert. Es zeigt, dass dieser Staat von Innen heraus angegriffen wird. Nicht seit Chemnitz, aber seit Chemnitz unĂŒbersehbar.

Frau Bundeskanzlerin, die AfD bat Ihre Regierung in einer Kleinen Anfrage um eine Aufstellung ĂŒber politisch motivierte Gewalttaten. Darin fehlen, wie gerade bekannt wurde, die Morde des NSU. Das Bundesinnenministerium verschweigt aktiv die NSU-Morde und -AnschlĂ€ge. Das Bundesinnenministerium sagte dazu, da die Taten des NSU lange fĂ€lschlich als Straftaten der organisierten KriminalitĂ€t und erst nach dem Auffliegen der Terrorgruppe als rechter Terrorismus erkennbar wurden, mĂŒssen sie nachgemeldet werden. Ich habe das Bundesinnenministerium angeschrieben, um zu erfahren, wann das korrigiert werden wĂŒrde. Man sagte mir dann recht lapidar: „Nachmeldungen und Korrekturen finden nur bis zum 31. Januar des Folgejahres Aufnahme in die jĂ€hrlichen Statistiken.“

Im Klartext heißt das, dass die NSU-Verbrechen

- neun Morde an Migranten
- ein Polizistenmord
- zwei SprengstoffanschlÀge
- 15 RaubĂŒberfĂ€lle,

die durch den NSU-Prozess bewiesen worden sind, der vielfach als wichtigster Strafprozess seit der Wiedervereinigung bezeichnet worden ist, der grĂ¶ĂŸte und kostspieligste Strafprozess ist, der in Deutschland je gegen Neonazis gefĂŒhrt wurde und von Prozessbeobachtern in einer Reihe mit den NĂŒrnberger Prozessen, den Auschwitzprozessen und dem RAF-Prozess gesehen wird, diese NSU-Verbrechen werden in der Aufstellung der Bundesregierung ĂŒber politisch motivierte Gewalttaten nicht gefĂŒhrt. Das heißt, keiner dieser zehn Morde kommt in der Aufstellung unter "vollendetes Tötungsdelikt – rechts" vor. Auch keiner dieser zwei SprengstoffanschlĂ€ge und 15 RaubĂŒberfĂ€lle kommt irgendwo vor. Obwohl das Gericht die Taten als erwiesen ansieht und Beate ZschĂ€pe dafĂŒr zu lebenslanger Haft verurteilt hat. Als hĂ€tte es sie einfach nicht gegeben. Warum verhöhnen Sie damit weiter die Opfer und lassen die AfD damit triumphieren?

Frau Bundeskanzlerin, ich weiß nicht wohin dieses Land gerade driftet, aber ich habe das GefĂŒhl, das viele Menschen die als Staatsdiener neutral und dem Grundgesetz gegenĂŒber verpflichtet sein sollten, dies nicht mehr sind und dieses Land schleichend in Menschen 1. und 2. Klasse aufteilen.

Ich finde diese VerhĂ€ltnisse untragbar. Ich finde den Bundesinnenminister unertrĂ€glich. Den PrĂ€sidenten des Verfassungsschutzes halte ich auf allen Ebenen fĂŒr nicht neutral, genauso halte ich den sĂ€chsischen MinisterprĂ€sidenten fĂŒr völlig gescheitert. Ich finde Ihre Regierung sollte die demokratische Grundordnung und die Verfassung vor diesen Leuten schĂŒtzen und endlich handeln.

Frau Bundeskanzlerin, seien Sie bitte auch meine Bundeskanzlerin, die Bundeskanzlerin aller Migranten in Deutschland, aller Menschen, die diesen Hass nicht wollen. Lassen Sie es nicht zu, dass sich die Geschichte wiederholt. Wenn nicht jetzt gehandelt wird, ist es vielleicht zu spÀt. Bitte hören Sie unsere Rufe. Lassen Sie es nicht zu, dass Menschen in Deutschland ein weiteres Mal aufgrund ihrer Herkunft, ihres Glaubens oder ihrer Hautfarbe erst diskriminiert und dann verfolgt werden. Das was danach kam, kann ich nicht aussprechen. Aber zu denken, es sei einmalig, ist ein Irrtum. Lassen Sie nicht zu, dass die Erinnerung daran erlischt und lassen Sie nicht zu, dass es sich wiederholt.

Leider ist die Stimme des Hasses momentan lauter, weil wir sie haben in den letzten Jahren so laut werden lassen. Es ist an der Zeit, dass zu Ă€ndern. Das Ausland schaut bereits mit Sorge auf uns. Das Bild dieses wunderschönen Landes, mit seinen warmen, liebenswerten Menschen, die mir seit nun mehr als dreißig Jahren eine zweite Heimat bieten, dessen Teil ich heute selbst bin, darf nicht zerstört werden. Deutschland ist schon lange nicht mehr das Deutschland der Nazis, der rollenden Panzer, der MitlĂ€ufer und Armheber, es ist ein offenes, buntes und gastfreundliches Land. Es ist ein Land das in Europa und der Welt als Beispiel vorangegangen ist und Millionen FlĂŒchtlinge aufgenommen hat, wĂ€hrend andere die Grenzen geschlossen haben. Daran haben Sie einen großen Anteil und ich danken Ihnen dafĂŒr. Es ist ein Land, dass mir ermöglicht hat, heute das zu machen, was ich mache. Es ist ein Land der Sicherheit, des Wohlstands und des Friedens. Lassen Sie uns dieses Land aufrechterhalten und nicht zulassen, dass die Extremisten weiter unser Bild prĂ€gen.

Ich möchte nicht ein zweites Mal meine Heimat verlieren.

Frau Merkel, #WirSindMehr.
Ihr Michel Abdollahi

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Verschiedenes 
 
 
FreibÀder in Freiburg
Das Lorettobad hat noch bis einschließlich Sonntag, 16. September 2018 (tĂ€glich von 12 bis 19 Uhr) geöffnet und das Strandbad bleibt bis auf weiteres tĂ€glich in der Zeit von 12 bis 19 Uhr geöffnet.

Weitere BĂ€der siehe Homepage der Freiburger BĂ€der ...
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Verschiedenes 
 
Goodbye Freitaler
 
Goodbye Freitaler
In einer Mail an die Freitaler-Community dankt das Freitaler-Team allen fĂŒr ihre langjĂ€hrige UnterstĂŒtzung und teilt im Einzelnen mit:

"Vorletzte Woche hatten wir unsere jĂ€hrliche Mitgliederversammlung. Dort sind wir nach ausfĂŒhrlicher Diskussion zu dem Schluss gekommen, unter aktuellen UmstĂ€nden keinen Neudruck der Freitaler-Gutscheine, die dieses Jahr auslaufen, vorzunehmen. Das VerhĂ€ltnis von ausgegebenen zu rĂŒckgetauschten Scheinen ist 2018 leider fast 1:4, was auf einen starken RĂŒckgang der sich in Umlauf befindenden Scheine hinweist. Zudem ist unser ehrenamtliches Team langfristig nicht mehr lĂ€nger in Freiburg um das Projekt weiterzufĂŒhren und die Anzahl unserer Mitgliedsunternehmen, die Freitaler annehmen, hat sich leider stark reduziert.

Hier findet ihr eine Liste aktueller Unternehmen, bei denen ihr noch bis Jahresende Freitaler ausgeben könnt:

Blasius Apotheke
Blumenhaus Hambrecht
PC-Wolf
Ökostation Freiburg
StuSie e.V.
Vorderhaus Gastronomie GmbH
Friseur Ganter
April und Tochter Druckerei
Black Forest Hostel GbR
Cafe POW (nur bis zum 31.10.18)
Glaskiste
Amara
Solaris Naturkost
Fair Jeans
Bio-Keller
Elephant Beans
Omas KĂŒche
Weber‘s Weinstube

Ausgabestellen, die bis zum Jahresende noch Freitaler ausgeben, sind:

Fachmarkt Danner und Wießler
Solaris Naturkost
Elephant Beans

FĂŒr alle NutzerInnen bedeutet das, dass ihr Scheine, die ihr noch in euren Geldbeuteln oder zu Hause habt, bis zum Ablauf am 31.12.2018 ausgeben solltet. Mitgliedsunternehmen können Freitaler, die sich noch in ihren Kassen befinden, im ersten Quartal 2019 weiterhin gegen Euro bei uns eintauschen. Falls dies nicht geschieht, fließt das Geld direkt in die Freitaler Förderprojekte. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 werden wir bei unseren Mitgliedsunternehmen keinen Mitgliedsbeitrag erheben.

Falls sich ambitionierte Personen finden, die Lust haben, das Projekt weiterzufĂŒhren, meldet euch bitte bei uns, dann könnten wir einen Termin vereinbaren. Sollte dies nicht der Fall sein, ist diese Mitteilung der aktuelle Stand der Dinge und es wird leider keine neuen Freitaler geben."
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Veranstaltungen 
 
 
Karlsruhe: Einblicke in die Ölmanufaktur Bender
Kontakstelle Frau und Beruf lÀdt nach Ubstadt-Weiher

Die Kontaktstelle Frau und Beruf bietet Frauen unter dem Titel "Unternehmenseinblicke vor Ort" die Gelegenheit, an Unternehmensbesichtigungen in verschiedenen Firmen teilzunehmen. Neben der Besichtigung von ArbeitsplÀtzen erfolgt ein Austausch mit Personalverantwortlichen.

Am Donnerstag, 27. September, bietet die Ölmanufaktur Bender, ansĂ€ssig in der Bahnhofstraße 2 in Ubstadt-Weiher, interessierten Frauen die Chance, von 10 bis 12 Uhr einen Einblick in das junge Unternehmen zu erhalten.

Der familiengefĂŒhrte Betrieb hat sich zum Ziel gesetzt, Lebensmittel zu produzieren, die reich an wichtigen Inhaltsstoffen wie Vitaminen und FettsĂ€uren sind. Daher werden in der Produktion qualitativ hochwertige Ölsaaten und NĂŒsse verwendet, viele davon aus regionalem Anbau. Obwohl die Manufaktur erst vor weniger als zehn Jahren gegrĂŒndet wurde, hat sie bereits einen wachsenden Personalstamm. Viele der Mitarbeiterinnen sind mit dem Unternehmen mitgewachsen und haben die Möglichkeit in Teilzeit zu arbeiten.

Zu Beginn der Veranstaltung erhalten die Teilnehmerinnen einen Überblick, gefolgt von einem Rundgang durch die gesamte Firma, bei dem die Interessentinnen die Berufsgruppen und Arbeitsfelder der Lebensmittelindustrie kennenlernen. Dazu gehören die Besonderheiten der Materialflussplanung bei einer Vielzahl von Lieferanten, die Produktion der verschiedenen Produkte sowie QualitĂ€tskontrolle, AbfĂŒllung, Lagerung, Verpackung, Versand und Fakturierung. Außerdem wird die Aufgabe des Marketings in Zusammenhang mit verschiedenen Vertriebspartnern und Vertriebswegen erlĂ€utert und die Besucherinnen erfahren viel ĂŒber das Alleinstellungsmerkmal einer Manufaktur und wie diese sich im Vergleich mit den lebensmittelproduzierenden Großkonzernen sieht.

Die geschĂ€ftsfĂŒhrenden Inhaber prĂ€sentieren damit einen Blick hinter die Kulissen und beantworten gerne Fragen zu allen Personalthemen und ihrer eigenen FirmengrĂŒndung. Eine kleine kulinarische Kostprobe rundet den Besuch ab. Die Teilnahme ist kostenlos, es können jedoch maximal zwölf Frauen teilnehmen. Verbindliche Anmeldungen fĂŒr die Betriebsbesichtigung können an Frauke.Bolch@Wirtschaftsstifung.de gesendet werden.

Alle Termine der Kontaktstelle Frau und Beruf können auch im Internet unter www.frauundberuf-karlsruhe.de und bei Facebook eingesehen werden.
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Verschiedenes 
 
 
Freiburg: Verbesserungen fĂŒr Behinderte in der Innenstadt
Barrierefreiheit am Rathausplatz und in der Turmstraße wird deutlich verbessert

Wichtige Verbindung zwischen Kaiser-Joseph-Straße und Hauptbahnhof ĂŒber Rathausgasse und Eisenbahnstraße fĂŒr mobilitĂ€tseingeschrĂ€nkte Menschen geschlossen

Derzeit werden der Rathausplatz und die Turmstraße barrierefrei umgestaltet. Die Arbeiten gehen zĂŒgig voran und liegen genau im Zeitplan, zumal sie bis spĂ€testens zu Beginn des Weihnachtsmarktes abgeschlossen sein mĂŒssen.

Mit den Bauarbeiten wurde Anfang August begonnen. Heute machte sich BaubĂŒrgermeister Martin Haag vor Ort einen Überblick ĂŒber die laufenden Pflasterarbeiten. „Seit vielen Jahren setzt sich die Stadt Freiburg fĂŒr Barrierefreiheit im öffentlichen Raum ein. Jetzt sind wir einen wichtigen Schritt weiter, da mobilitĂ€tseingeschrĂ€nkte Menschen kĂŒnftig unsere Innenstadt besser erreichen können.“

Der Rathausplatz gehört - neben MĂŒnsterplatz, Augustinerplatz und dem Bertoldsbrunnen - zu den Bereichen, fĂŒr die der Gemeinderat im Jahr 2011 Konzepte fĂŒr eine möglichst barrierefreie Platzgestaltung gefordert hat.

Am Rathausplatz wird derzeit die Barrierefreiheit durch Rollgassen mit geglĂ€ttetem Pflaster verbessert. Diese können im Gegensatz zum holprigen Quarzitpflaster gut mit dem Rollstuhl oder dem Rollator genutzt werden. Die Mitarbeiter des Garten- und Tiefbauamts (GuT) legen momentan eine durchgĂ€ngige Verbindung mit geglĂ€ttetem Pflaster entlang dem BĂ€chle an. Diese Verbindung verlĂ€uft von der KaiserJoseph-Straße kommend im Bogen ĂŒber den gesamten
Rathausplatz bis zur Merianstraße - und zwar im Außenbogen des BĂ€chles. Der Ă€ußere Bogen wurde bewusst gewĂ€hlt, weil diese FlĂ€che als Fahrgasse fĂŒr den Lieferverkehr und fĂŒr die Stadtreinigung zur VerfĂŒgung stehen muss und damit keine Außengastronomie möglich ist.

Lediglich in der Zeit des Weihnachtsmarktes oder wĂ€hrend einzelner Veranstaltungen auf dem Rathausplatz wird diese Spur mobilitĂ€tseingeschrĂ€nkten Menschen nicht zur VerfĂŒgung stehen. Diese Rollspur fĂŒhrt zu den ebenfalls geglĂ€tteten Bereichen zur UniversitĂ€tsstraße, zur Rathausgasse und zur Turmstraße. Damit wird fĂŒr die Nutzerinnen und Nutzer von RollstĂŒhlen und Rollatoren auch die LĂŒcke zwischen der Kaiser-Joseph-Straße und der Rathausgasse geschlossen, so dass dann der östliche Teil der wichtigen Verbindung zwischen Kaiser-Joseph-Straße und Hauptbahnhof ĂŒber Rathausgasse und Eisenbahnstraße fĂŒr Menschen mit Gehbehinderungen gut zu benutzen ist.

FĂŒr blinde Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer soll mit der geglĂ€tteten Spur die heute bestehende LĂŒcke zwischen dem BĂ€chle in der Rathausgasse und dem BĂ€chle auf dem Rathausplatz, die sich beide gut als mit dem Langstock ertastbare Orientierungsstruktur eignen, geschlossen werden. Die geglĂ€ttete Verbindung zwischen Rathausgasse und BĂ€chle am Rathausplatz wird einen ausreichenden, taktilen Kontrast zum umgebenden Großpflaster aufweisen, um als ertastbare Orientierung zu dienen. Damit die Verbindungen auch fĂŒr Menschen mit Sehbehinderung, die auf starke Kontraste angewiesen sind, gefahrlos nutzbar sind, wird die geglĂ€ttete Spur entlang dem BĂ€chle des Rathausplatzes mit einem weißen Marmorstreifen gegenĂŒber dem Wasserlauf abgegrenzt.

Eine geglĂ€ttete Anbindung an die Rollgasse am Rathausplatz erhĂ€lt auch die Turmstraße, die unter anderem wegen der dort vorhandenen BehindertenparkplĂ€tze als Zugang zum zentralen Bereich der Innenstadt, wie Rathausplatz, KaiserJoseph-Straße oder Bertoldsbrunnen, besonders wichtig ist. An diese geglĂ€ttete Verbindung schließen entlang der Fassade des Rathauses RheinkieselflĂ€chen an, die ebenfalls gut mit Rollstuhl und Rollator nutzbar sind, so dass auch der Zugang zum Rathaus und zur Touristen-Information barrierefrei erreichbar ist.

Die bereits vorhandene geglĂ€ttete Spur in der Turmstraße wird zudem in Richtung Rotteckring verlĂ€ngert und die in diesem Abschnitt bislang noch asphaltierte Turmstraße gepflastert, so dass neben den Verbesserungen der Barrierefreiheit die Turmstraße auch gestalterisch deutlich aufgewertet wird.

Die Kosten fĂŒr die Barrierefreiheit am Rathausplatz und in der Turmstraße belaufen sich auf rund 320.000 Euro.
 
 

Veranstaltungen 
 
Dixie, Blues, Rock, Funk’n‘ Soul
Gitarrenduo „Magic acoustic guitars“ / Foto: Veranstalter
 
Dixie, Blues, Rock, Funk’n‘ Soul
Drei Tage – eine Reise durch die verschiedensten Musikstile

Drei BĂŒhnen – viele Möglichkeiten. Die Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau haben die vielfĂ€ltigen Konzerte in diesem Sommer kennen und lieben gelernt. Auch in dieser Woche bleiben dabei fast keine musikalischen WĂŒnsche offen. Los geht es ab Mittwoch 12. September um 14 Uhr auf der BĂŒrgerpark-BĂŒhne. Unter dem Motto „It’s Dixie Time“ unternehmen Helmut Dold, Eddy Kieser und Jimmy Wettach einen fetzig-flotten Ausflug in die 20er Jahre mit alten deutschen Jazzschlagern wie "Tante Paula" und "Ich steh mit Ruth gut".

Das Gitarrenduo „Magic acoustic guitars“ bringt am Donnerstag ab 18.30 Uhr Rock-, Funk-, Jazz- und Swing-Musik auf die BĂŒhne. Bereits im April begeisterten sie auf der Landesgartenschau as Publikum. Seit nun mehr als drei Jahren prĂ€sentiert das Duo aus Ivonne Cylok und T.Bo Gawer auf den BĂŒhnen der Region eine gelungene Mischung aus eigenen Liedern und bekannten StĂŒcken von KĂŒnstlern wie Joan Baez oder Bob Dylan, am Freitag, 14.September sind sie ab 18:30 Uhr auf der Kleingartenpark-BĂŒhne zu hören. Zwei Stimmen, so unterschiedlich wie Rotwein und Whiskey, aber doch explosiv-harmonisch. Ganz im Stile der uramerikanischen Roots-Musik interpretieren sie ihr Repertoire mit Slide/-Gitarre, Percussions und Mundharmonika. Ein besonderes Highlight fĂŒr die Liebhaber von Blues, Country und Folk Musik! Selbes Datum, anderer Parkteil: Ab 19 Uhr gehört FonkZone die BĂŒhne. Seit fĂŒnfzehn Jahren sind die Musiker und Musikerinnen nicht mehr aus der Regio-Bandszene wegzudenken und sorgen fĂŒr mit ihrer wilden Mischung quer durch die 70er, 80er und 90er Jahre fĂŒr echten Partyspaß zum Start ins Wochenende!
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Veranstaltungen 
 
Frisches Programm in hellen RĂ€umen
Foto: Marc Doradzillo
 
Frisches Programm in hellen RĂ€umen
Das Jugendbildungswerk startet mit vielfÀltigen Angeboten ins neue Kursjahr

Fotografieren ohne Kamera – wie geht das? Mode entwerfen oder Portraits zeichnen in einem hellen, modernen Atelier – wo ist das möglich? Einen Berg besteigen oder ein Kanu steuern – wer zeigt mir, wie das geht? Antworten auf diese Fragen gibt das neue Programm des Jugendbildungswerks, das soeben erschienen ist. Es bietet Kindern, Jugendlichen und Familien in Freiburg vielfĂ€ltige Workshops, Kurse, Offene Angebote, Treffs und spannende Veranstaltungen. Bewegung, Kunst, Musik, Tanz, Natur – fĂŒr jede Altersgruppe und jedes Interesse finden sich Möglichkeiten. Wie diese aussehen und wo sie stattfinden, darĂŒber informieren die Teams von Jugendbildungswerk, Jugendkunstschule, Haus der Jugend und Circus Harlekin mit einem umfangreichen Programmheft und online auf www.jbw.de – Anmeldungen sind hier ab Montag, 17. September möglich.

Die Sanierung des ersten GebĂ€udeteils des Haus der Jugend ist zum Oktober abgeschlossen. Viele Angebote werden daher in neuen, hellen Ateliers, Kurs- und WerkstattrĂ€umen stattfinden. Zum Beispiel die Workshops und Kurse der Jugendkunstschule, die besonders fĂŒr Jugendliche ein Programm mit vielen neuen Angeboten entwickelt hat. Malerei, Zeichnung und Grafik, Trick Film, Portraitplastik, Modeillustration – die Palette ist groß und bunt. Und anspruchsvoll: Erstmals können AtelierrĂ€ume an Abenden fĂŒr freies Arbeiten zur VerfĂŒgung gestellt werden – in kleinen Gruppen und betreut von ausgebildeten KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstlern.

Das Haus und steht vielen Gruppen offen, das Programm berĂŒcksichtigt unterschiedliche Interessen. "Offen fĂŒr alle" heißt eine Reihe, die Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap zusammen bringt, wobei Kinder und Jugendliche mit Handicap zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung erhalten. Sei es in der Circuswelt, im KĂŒnstlerinnenatelier, in der inklusiven Kinderband oder bei der Kanutour fĂŒr Familien. Andere Angebote wenden sich speziell an MĂ€dchen und Jungen oder an Familien in verschiedenen Konstellationen. "Rock und Roll" heißt ein Kurs fĂŒr MĂ€dchen und ihre Longboards, ein HipHop Freestyle Kurs lĂ€dt Jungen ab 15 Jahren zum Tanz und an regelmĂ€ĂŸigen Kunstsonntagen finden ganze Familien Zeit fĂŒr Kreatives – den Bau "hölzerner Wahnsinnsmaschinen" zum Beispiel.

Am letzten Septemberwochenende wartet das Haus der Jugend mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen auf. Am Samstag, 29. September, findet von 10.00 bis 15.00 Uhr ein SportsachenFlohmarkt statt, bei dem sich kleine und große SportlerInnen mit gebrauchten Sportsachen von Bekleidung bis zu GerĂ€ten ausstatten können. Um 16.00 Uhr heißt es "Riese Rick macht sich schick" - ein szenische Lesung fĂŒr Familien mit Kindern ab 3 Jahren. Und von 14.00 bis 17.00 Uhr steht der Kinderbereich des Hauses Familien fĂŒr gemeinsames Spiel und Spaß zur VerfĂŒgung.

Das gedruckte Programmheft ist im Haus der Jugend erhÀltlich, an allen Grundschulen im Stadtgebiet sowie in KindergÀrten, Jugendeinrichtungen und Bibliotheken. Die Website www.jbw.de bietet das komplette Programm zur Online-Anmeldung mit vielen weiteren hilfreichen Elementen.

Die Anmeldung zu den Kursen ist ab Montag, 17. September 2018 möglich – online ĂŒber die Website jbw.de oder persönlich im BĂŒro des Jugendbildungswerks im Haus der Jugend in der Uhlandstraße 2. Eine Anmeldung per Telefon ist nicht möglich! Die Kurse beginnen am 8. Oktober 2018.
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Verschiedenes 
 
 
20 Mio. Euro fĂŒr neuen Wohnraum
Neubau und Modernisierung in der Belchenstraße abgeschlossen: FSB stellt 102 Mietwohnungen in Freiburg-Haslach fertig

Freiburg, 12. September 2018. Die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) hat heute zur offiziellen Einweihung des ersten Bauabschnitts mit 30 geförderten Mietwohnungen in der Belchenstraße eingeladen. Neben der Fertigstellung des Neubaus hat die FSB die Teilmodernisierung von 72 Wohnungen abgeschlossen. Gemeinsam mit OberbĂŒrgermeister Martin Horn hat die FSB-GeschĂ€ftsfĂŒhrung zur offiziellen Besichtigung der neuen Wohnungen eingeladen.

Im Rahmen des Sanierungsprogramms „Soziale Stadt Haslach-SĂŒdost“ errichtet die FSB in der Belchenstraße in zwei Bauabschnitten 113 neue Miet- und Eigentumswohnungen und hat vier BestandsgebĂ€ude mit 72 Mietwohnungen aus den 1960er Jahren in bewohntem Zustand modernisiert. Im Zuge der Teilmodernisierung werden derzeit die BestandsgebĂ€ude um ein weiteres Geschoss aufgestockt und auf diesem Weg 24 neue Wohnungen gewonnen.

Neubau Belchenstraße 10
Im ersten Bauabschnitt ist ein sechsgeschossiges Punkthaus mit öffentlich geförderten Mietwohnungen in der Belchenstraße 10 entstanden. Das GebĂ€ude umfasst 7 Ein-, 17 Zwei- und 6 Drei-Zimmer-Wohnungen mit WohnflĂ€chen von 45 bis 71 mÂČ. Alle Wohnungen bieten Balkone und Terrassen und sind barrierefrei erreichbar. Das GebĂ€ude wurde als Freiburger Effizienzhaus 55 ausgefĂŒhrt. Die durchschnittliche Miete der neuen Wohnungen liegt bei 6,63 Euro / mÂČ WohnflĂ€che. FĂŒr die Architektur zeichnet das Freiburger BĂŒro Möhrle + Reinhardt verantwortlich. Das GebĂ€ude wird ein modernes Unterflursystem zur Abfallentsorgung erhalten, das fĂŒr ein gepflegtes Erscheinungsbild der Wohnanlage sorgt, GerĂŒche durch entsorgten Abfall verhindert und eine barrierearme Nutzung durch die Bewohnerinnen und Bewohner ermöglicht. Insgesamt hat die FSB 5,6 Mio. Euro in den ersten Bauabschnitt investiert.

„Das Projekt zeigt beispielhaft, wie durch eine geschickte Neuordnung eine höhere Zahl an Wohnungen errichtet und zusĂ€tzlicher Wohnraum ohne Baulandverbrauch generiert werden kann“, sagt OberbĂŒrgermeister Martin Horn. „Dabei stellt das Sanierungsprogramm von Bund, Land und Stadt ein wichtiges Instrument dar, das einen Teil der baulichen Maßnahmen mit finanziellen Mitteln unterstĂŒtzt“.

Modernisierung und Aufstockung Belchenstraße 12-34
Neben der Neuentwicklung des GrundstĂŒckes Belchenstraße 8-10 wurden in der Belchenstraße 12-34 72 Wohnungen aus den 1960er Jahren in bewohntem Zustand modernisiert und die dreigeschossigen WohngebĂ€ude um jeweils eine Etage aufgestockt. „Die Mieterinnen und Mieter der Belchenstraße 12-34 sind wĂ€hrend der gesamten Baumaßnahme in ihren Wohnungen geblieben und haben in dieser Zeit mit einigen EinschrĂ€nkungen leben mĂŒssen“, so FSB-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Magdalena Szablewska. „FĂŒr ihre Geduld und das Durchhaltevermögen möchten wir uns daher ganz besonders bedanken.“
Im Rahmen der Modernisierung erfolgten unter anderem die DĂ€mmung der GebĂ€udehĂŒlle und der Einbau neuer Fenster mit Dreifachverglasung. Deutlich sichtbar ist die Modernisierungsmaßnahme auch in den Wohnungen: Es wurden sĂ€mtliche SanitĂ€r- und Elektroinstallationen erneuert und alle Wohnungen haben neue Badezimmer erhalten. Durch den Bau neuer Balkone, die vor das GebĂ€ude gestellt wurden, kam die FlĂ€che der alten Loggien zudem der rĂ€umlichen VergrĂ¶ĂŸerung der BĂ€der zugute. FĂŒr die modernisierten Wohnungen erfolgt eine moderate Mietanpassung im Rahmen des dreistufigen Freiburger Modells. So wird sich die Miete in den ersten drei Jahren von 5,23 Euro / mÂČ WohnflĂ€che um 1,50 Euro bzw. 1,54 Euro / mÂČ auf 6,73 bzw. 6,74 Euro / mÂČ WohnflĂ€che erhöhen. In die Modernisierung und die Aufstockung ihrer BestandsgebĂ€ude hat die FSB 14,4 Mio. Euro investiert. Die Planung hatte das BĂŒro „Werkgruppe Freiburg Architekten“ ĂŒbernommen.

Mieterstrommodell
In Zusammenarbeit mit dem Energieversorger und Mieterstromdienstleister Polarstern bietet die FSB den Bewohnerinnen und Bewohnern der Belchenstraße 12-34 ein Mieterstrommodell an. DafĂŒr werden Photovoltaikanlagen auf den DĂ€chern der GebĂ€ude errichtet. Hierdurch können die Mieterinnen und Mieter einen großen Teil ihres Strombedarfs mit Energie decken, die direkt im GebĂ€ude produziert wird. Das Ergebnis ist eine preiswerte und gleichzeitig ökologische Energieversorgung. Die Anlage produziert jĂ€hrlich ca. 360.000 Kilowattstunden Strom, was der Energie fĂŒr 3.600 KĂŒhlschrĂ€nke pro Jahr entspricht. Neben dem Nachhaltigkeitsaspekt hat das Mieterstrommodell einen entscheidenden Vorteil fĂŒr die Mieterinnen und Mieter: Es können nach Angaben des Anbieters Polarstern circa 13 Prozent der marktĂŒblichen Grundkosten eingespart werden.

Contracting-Konzept
Die WĂ€rmeversorgung im Gebiet wird kĂŒnftig ein Contracting-Konzept sicherstellen. Gemeinsam mit der Bundesanstalt fĂŒr Immobilienaufgaben (BImA) realisiert die FSB eine WĂ€rmenahversorgung fĂŒr das Quartier zwischen Uffhauser Straße, Belchen- und Feldbergstraße. Durch das Energiekonzept werden pro Jahr rund 1.146 Tonnen CO2 eingespart. DarĂŒber hinaus wird ein Ă€ußerst niedriger PrimĂ€renergiefaktor erreicht, was hinsichtlich der ökologischen Nachhaltigkeit einen Meilenstein in Freiburg darstellt.
 
 



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