Prolixletter
Montag, 18. Februar 2019
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Der ProlixLetter


Das ist die Kommunikationsplattform aus dem PROLIX-Verlag, in dem wir ĂŒber Neues von unserer Arbeit berichten, eigene Tipps geben oder Presseinfos anderer Gruppen und Organisationen weiterverbreiten.
 
Seit kurzem stellen wir zusätzlich zu unserem Newsletter, der in der rechten Spalte kostenlos bestellt werden kann, auch Meldungen direkt auf die Website. Wir laden auch dazu ein, im ProlixLetterArchiv von der neuesten bis zum Ă€ltesten Ausgabe herumzustöbern.
 
Über Anregungen unserer Leserschaft sind wir dankbar. Bitte das Kontaktformular aus der linke Spalte nutzen.
 


Verschiedenes 
 
DSD-Ortskurator besucht das Schusterhaus in Kochel am See
Kochel am See: Schusterhaus (c) Schabe / DSD
 
DSD-Ortskurator besucht das Schusterhaus in Kochel am See
Zeit- und regionaltypische VerÀnderungen

50.000 Euro stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Lotterie GlĂŒcksSpirale im vergangenen Jahr fĂŒr die DĂ€cherinstandsetzung des Schusterhauses in Kochel am See zur VerfĂŒgung. Nun besucht Axel Hofstadt, Ortskurator MĂŒnchen der DSD, am Donnerstag, den 14. Februar 2019 um 11.00 Uhr im Beisein von BĂŒrgermeister Thomas Holz und Beatrix Numberger von Lotto Bayern den Vorsitzenden des Vereins fĂŒr Heimatgeschichte im Zweiseenland Kochel e.V., Max Leutenbauer, um sich bei einem Presse- und Fototermin vor Ort die anstehenden Arbeiten von Architekt Michael Holzer erlĂ€utern zu lassen. Das Schusterhaus, das kĂŒnftig als Museum und in der Tenne als Veranstaltungsraum genutzt werden soll, ist eines der ĂŒber 420 Projekte, die die private Denkmalstiftung dank Spenden, ErtrĂ€ge ihrer Treuhandstiftungen und Mittel der GlĂŒcksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Das sogenannte Schusterhaus liegt in der Ortsmitte von Kochel. Nachweisbar sind 12 Besitzer des Ă€ußerlich ortstypischen Kleinbauernanwesens. Erster Lehensnehmer dieser 1581 gegrĂŒndeten Sölde war Andre Reiser. Das bruchsteinerne Erdgeschoss von 1580/1581 ist weiterhin erhalten. Der zweigeschossige Flachsatteldachbau mit einem Obergeschoss in Blockbauweise und einer verschalten, nachtrĂ€glich in der zweiten HĂ€lfte des 18. Jahrhunderts angebrachten Giebellaube umlĂ€uft beim Wohnteil auf der Westseite im ersten Obergeschoss dreiseitig eine Laube mit eng gestellten, reich verzierten Brettbalustern. Die Blechdeckung wirkt altertĂŒmlich. Die Tenne am östlichen Ende ist mit senkrechten Brettern verkleidet und Bundwerk ausgestattet. Das Obergeschoss mit hölzernem Dach datiert auf 1782, der Rundholzboden im Stall auf 1844. 1938 erfolgte der Einbau eines kleinen LadengeschĂ€fts, 1955 der Anbau eines Waschhauses und eines Schweinestalls. Im Erdgeschoss des Wohnteils finden sich KĂŒche, Speisekammer, Kammer, WC, Flur und Treppe sowie in der ehemaligen Stube die SchusterwerkstĂ€tte und ein kleines LadengeschĂ€ft. Im Obergeschoss sind vier Kammern, ein Lagerraum fĂŒr Leder und der Flur mit Treppe untergebracht, im Wirtschaftsteil Tenne, Stall, Durchfahrt und Anbau. Abgesehen vom Einbau der Toilette und dem Anbau ist das GebĂ€ude unverĂ€ndert erhalten. Von 1647 bis 2010 wirkte hier ununterbrochen ein Schuster. Die Ausstattung der Schusterei ist vollstĂ€ndig erhalten und soll museal prĂ€sentiert werden. Typologisch fortschrittlich ist die beim SchusterhĂ€usl vorliegende Integration eines giebelseitig erschlossenen Hausflurs in das Vierraumsystem. Die zeit- und regionaltypischen VerĂ€nderungen des spĂ€ten 19. Jahrhunderts betreffen Farbigkeit, Fenster, TĂŒren und Lauben, die des 20. Jahrhunderts die sekundĂ€re Blechdeckung statt des Schindeldachs und den Schaufenstereinbau.
 
 

Veranstaltungen 
 
 
»Ich bin der Weg und die Wahrheit  «
Kapellen-GesprĂ€che fĂŒr Suchende und Fragende

Am Freitag, 22.02. um 18.00 Uhr findet das nĂ€chste Kapellen-GesprĂ€ch fĂŒr Suchende und Fragende in der Katholischen Akademie Freiburg statt. Die Kapelle der Akademie und ein kurzer liturgischer Text geben dem gemeinsamen Nachdenken, dem GesprĂ€ch einen besonderen Rahmen. An diesem Abend steht die Aussage Jesu im Mittelpunkt: »Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben«. Was heißt es fĂŒr uns Christinnen und Christen, wenn Jesus im Johannesevangelium von sich behauptet, er sei die Wahrheit und der einzige Weg zu Gott? Macht uns der christliche Glaube intolerant gegenĂŒber den Glaubenden anderer Religionen? Sind wir mit unseren religiösen Überzeugungen nicht letztlich »unvertrĂ€glich« in einer weltanschaulich und religiös pluralen Gesellschaft wie der unsrigen, in der es fĂŒr »absolute« Wahrheiten keinen Platz mehr zu geben scheint? Der Eintritt ist frei.

Weitere Veranstaltungen der Reihe am Freitag, 12. April. 2019 und Freitag, 7.Juni 2019, jeweils um 18.00 Uhr.
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Veranstaltungen 
 
Gala-Konzert mit dem Ensemble d‘istinto
D'istinto (c) Marie Odile Vigreux
 
Gala-Konzert mit dem Ensemble d‘istinto
BAD KROZINGEN. Am Freitag, den 15. MĂ€rz 2019 um 19.00 Uhr veranstaltet die Kur und BĂ€der GmbH in Zusammenarbeit mit der Stadt Sulzburg ein herausragendes GalaKonzert mit dem Ensemble d’istinto in der Kirche St. Cyriak in Sulzburg.

d’istinto prĂ€sentiert mit Laura Schmid (Blockflöte), Sam Chapman (Theorbe / Barockgitarre), Bruno Hurtado Gosalvez (Barockcello / Viola da Gamba) und Eriko Wakita (Cembalo) auf eine junge, fesselnde Art und Weise Barockmusik auf höchstem Niveau. Alle Mitglieder sind international anerkannte KĂŒnstler und bilden zusammen ein eindrucksvolles Ensemble, das Veranstalter im In- und Ausland ĂŒberzeugt. Der Name d’istinto reprĂ€sentiert nicht nur die verschiedenen kulturellen HintergrĂŒnde, sondern auch das instinktive Miteinander auf der BĂŒhne. Offiziell gegrĂŒndet im Sommer 2013, spielte das Ensemble bereits bei angesehenen Festivals, wie dem Lucerne Festival, beim Davos Festival Young Artists in Concert sowie bei den Pollinger Tagen Alter und Neuer Musik.

Laura Schmid ist eine herausragende KĂŒnstlerin. Sie wurde 1989 in Stuttgart geboren und absolvierte ihr Studium an der Hochschule der KĂŒnste in Bern. Sie schloss sowohl ihren Bachelor und PĂ€dagogikmaster, als auch ihr Solistendiplom mit Auszeichnung ab und gewann zahlreiche Preise. Laura Schmid trat bereits bei vielen Festivals auf und konzertierte u. a. mit dem ZĂŒrcher Kammerorchester, Berner Barockorchester, MĂŒnchener Kammerorchester. Sie musizierte auch schon mit Cappella Gabetta zu dem Sol Gabetta, eine der erfolgreichsten Cellistinnen weltweit, gehört. Auch sie hat schon in St. Cyriak konzertiert.

St. Cyriak in Sulzburg wird 993 erstmals urkundlich erwĂ€hnt und gilt als eine der Ă€ltesten Kirchen Deutschlands. Die Basilika wurde zu Ehren des MĂ€rtyrers St. Cyriak gebaut und prĂ€gt durch ihre Schlichtheit. Zahlreiche Konzerte von besonderen KĂŒnstlern finden jĂ€hrlich an diesem außergewöhnlichen Ort statt.

Die Kur und BĂ€der GmbH bietet auch ein Übernachtungsangebot von 15. bis 17. MĂ€rz 2019 fĂŒr dieses besondere Konzert an inklusive tĂ€glich Eintritt in die Vita Classica-Therme & Saunaparadies, Candle Light-Dinner und freie Fahrt mit Bus und Bahn in der gesamten Schwarzwald-Region.

Programm fĂŒr das Gala-Konzert

Francesco Maria Veracini
Ciaconna
Sonata d-Moll

Giovanni Adolfo Hasse
PrĂ©lude in B-Dur fĂŒr Cembalo solo

Francesco Maria Veracini
Sonata Nona

Giovanni Adolfo Hasse
Sonata op. 2, No. 2

Pause

Francesco Maria Veracini
Sonata a-Moll

Giovanni Adolfo Hasse
Sonata op. 2, No. 1

Francesco Maria Veracini
Sonata F-Dur

Weitere Informationen und Tickets fĂŒr die Veranstaltungen sind bei der Tourist-Information Bad Krozingen, Tel. 07633 4008-164 oder unter www.bad-krozingen.info erhĂ€ltlich.
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Verschiedenes 
 
 
RegioBĂŒndnis aus 16 Vereinigungen lehnt Neubaustadteil Dietenbach ...
... und Bauen auf der „grĂŒnen Wiese“ auch anderswo ab. Es gibt mehr als genug Alternativen

Das RegioBĂŒndnis pro Landwirtschaft, Natur & ökosoziales Wohnen mit seinen nun 16 großen und kleinen Vereini­gungen lehnt den Freiburger Riesen-Neubaustadtteil in der Dietenbach-Niederung ab und bittet die Wahlberech­tigten beim BĂŒrgerentscheid am 24.2.2019 um das JA zur Frage „Soll das Dietenbachgebiet unbebaut bleiben?“ Denn zu groß sind die Nachteile fĂŒr Natur und Landwirtschaft, zu hoch die Kosten und Risiken des Milliarden-Pro­jekts auf einem Gebiet, wo wegen Hochwasserrisiko und zu viel LĂ€rm Bauen verboten ist. Dietenbach könnte zudem nach Angaben fĂŒr den Gemeinderat bezugsfertige Wohnungen bestenfalls erst ab 2026 und dann bis 2042 erbrin­gen, wenn ĂŒberhaupt. Zu spĂ€t, zu teuer und nichts fĂŒr Wohnungssuchende in den kommenden Jahren.

Abgesehen vom BĂŒrgerentscheid stehen den Planungen weitere große HĂŒrden entgegen, so die unge­klĂ€rte Finan­zierung der 50-Prozent-Quote fĂŒr sozialen Mietwohnungsbau, das nun anstehende Gerichts­verfahren um Hoch­wasserrĂŒckhaltebecken u.a. in Horben am Fuß des Schauinslands fĂŒr mehr hochwasserfreies Bauland in Dietenbach, kommende langwierige Verfahren auch mit Klagewegen bei Enteignung und zum Bebau­ungsplan. Dabei mĂŒssen Alternativen genauer geprĂŒft werden, weil Bauen im Außenbereich wie in Dietenbach laut Baugesetzbuch sehr nachrangig ist. Auch daran kann der Neubaustadtteil scheitern.
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Veranstaltungen 
 
 
Karlsruhe: FĂŒhrungen und Werkstatt in der StĂ€dtischen Galerie
Die StĂ€dtische Galerie lĂ€dt fĂŒr Sonntag, 17. Februar, um 15 bis 16 Uhr zur "Skulpturenklempnerei" in der Kinderwerkstatt ein, parallel sind Interessierte bei einer FĂŒhrung in Natur und Landschaft "Mit Karl Weysser unterwegs". Über "Dust and Trace", die Ausstellung vielschichtiger Papierarbeiten von Heinz Pelz, gibt es Wesentliches bei einem mittĂ€glichen Kurztrip am Donnerstag, 21. Februar, von 12.15 bis 12.45 Uhr.
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Verschiedenes 
 
DAS BAUHAUS LEBT!
Stuttgart-Weissenhof: Hans Scharoun Wohnhaus(1927) (c) TMBW / Gregor Lengler
 
DAS BAUHAUS LEBT!
Eine Idee und was aus ihr wurde: Weissenhof in Stuttgart, Walter Gropius in Karlsruhe und die Wiederbelebung der Bauhaus-Ideen in Ulm: Zum 100-jĂ€hrigen JubilĂ€um der berĂŒhmten Kunstschule begeben wir uns auf Spurensuche.

„Bunt ist meine Lieblingsfarbe.“
Walter Gropius, BegrĂŒnder des Bauhauses

Man tritt ĂŒber die TĂŒrschwelle – und fĂŒhlt sich sofort wohl. Das schmale Treppenhaus wirkt mit seinen farbigen WĂ€nden großzĂŒgig. Das Wohnzimmer hat ein Fensterband, das den Blick ins GrĂŒne und Weite ermöglicht. Der Raum lĂ€sst sich ruckzuck in zwei Schlafzimmer verwandeln. Die Betten werden aus SchrĂ€nken heraus geschoben, eine Schiebewand trennt das Elternbett von dem der Kinder. Willkommen im berĂŒhmten Le Corbusier Haus in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung!

AndĂ€chtig wandelt man durch das Musterhaus von 1927, das heute Museum ist – trotz seiner klaren Formen ist es richtig gemĂŒtlich und immer noch sehr modern. Seit 2016 gehören die beiden Le Corbusier HĂ€user, von denen das kleinere noch von privat bewohnt ist, zum Weltkulturerbe der UNESCO. Heute sind sie, wie die gesamte Weissenhofsiedlung, als Beispiel des Neuen Bauens, zu dem auch die EntwĂŒrfe des Bauhauses zĂ€hlen, international bekannt. Deshalb wird 2019 auch hier das 100-jĂ€hrige JubilĂ€um der GrĂŒndung des Bauhauses gefeiert.

Eine halbe Million Menschen besucht die Bauausstellung

Einst war die Meinung zu den 33 Flachdachbauten sehr geteilt, erzĂ€hlt Anja KrĂ€mer, die Leiterin des Weissenhofmuseums. „Wir Berliner blicken voller Neid auf Stuttgart“, schreibt damals zwar eine Hauptstadt-Zeitung. Und 500.000 Menschen kommen, um sich die neuartigen HĂ€user anzuschauen. Aber dem Planer Ludwig Mies van der Rohe blĂ€st auch ein rauer Wind entgegen. Als der Architekt seine PlĂ€ne fĂŒr die Bauausstellung vorlegt, die die Stadt mit dem Deutschen Werkbund ausrichtet, lehnen mehrere konservative Stuttgarter Architekten die Ideen ab, nennen die Siedlung ein „italienisches Bergnest“ und „eine Vorstadt Jerusalems“. Von „Dilettantismus“ ist die Rede. Ja, man bietet Mies van der Rohe sogar freundlich Hilfe in Form eines Gegenentwurfs an – was dieser ebenso freundlich ablehnt.

Der Gemeinderat in Stuttgart denkt damals mehrheitlich visionĂ€r, er stimmt fĂŒr die PlĂ€ne Mies van der Rohes, und dieser engagiert 17 Architekten, darunter den Bauhaus-BegrĂŒnder Walter Gropius und Hans Scharoun, der spĂ€ter unter anderem die Berliner Philharmonie baut. Es entstehen 33 HĂ€user, von denen heute noch zwei Drittel stehen. Der Rest wird im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Das Haus auf der Alb

Nur zwei Stuttgarter sind unter den Planern, was natĂŒrlich viele Einheimische Ă€rgert. Einer von ihnen, Adolf Gustav Schneck, baut 1929/30 in Bad Urach ein Kaufmanns-Erholungsheim, das spannende Haus auf der Alb, das etwas abseits des Ortes im Wald liegt. Heute ist dort das Tagungszentrum der Landeszentrale fĂŒr Politische Bildung untergebracht. Im Rahmen von Seminaren kann man in dieser Ikone des Neuen Bauens noch immer ĂŒbernachten.

Aus Stuttgart kommen viele Impulse fĂŒrs Bauhaus

Wie wollen wir in Zukunft leben? Was verbessert die Lebenssituation der Menschen in Deutschland? Das Staatliche Bauhaus, das Walter Gropius 1919 in Weimar grĂŒndet, ist nicht nur eine Kunstschule – die Studierenden beschĂ€ftigen sich auch mit den gesellschaftlichen VerhĂ€ltnissen. Im Blick hat Gropius zwar „den großen Bau“ – ein Einheitskunstwerk mit fließenden Grenzen zwischen Architektur, Design und Kunst. Aber zunĂ€chst entstehen viele Designklassiker, die so oder so Ă€hnlich bis heute in unseren Wohnzimmern stehen.

Das Triadische Ballett in der Staatsgalerie

Einige der Ideen, die damals in ThĂŒringen entwickelt werden, dĂŒrfen als Importe aus Baden-WĂŒrttemberg gelten: Oskar Schlemmer und der Schweizer KĂŒnstler Johannes Itten, die beide bei Adolf Hölzel an der Stuttgarter Kunsthochschule studiert haben, kommen als Bauhaus-Meister nach Weimar, um dort zu unterrichten. Einige ihrer Werke hĂ€ngen heute im Kunstmuseum Stuttgart und in der Staatsgalerie Stuttgart. Auf den Spuren des Bauhauses sollte man unbedingt eine ganz besondere Formation bewundern: die KostĂŒme des Triadischen Balletts von Oskar Schlemmer in der Staatsgalerie. Es feierte 1922 in Stuttgart UrauffĂŒhrung. Hiesige KĂŒnstler gingen in Weimar ein und aus. Und der Chef des Bauhauses, Walter Gropius, baute nicht nur am Weissenhof mit. Unter seiner Leitung entstand 1928/29 auch eine weitere Mustersiedlung des Neuen Bauens: der Dammerstock in Karlsruhe.

Dammerstock – viel Licht, viel GrĂŒn

Was nĂŒtzen hohe RĂ€ume – wenn kaum Licht durch die Fenster kommt? Wer spielt als Kind schon gerne in einem engen Hinterhof? „Viel Licht, viel Luft und viel GroßzĂŒgigkeit, das wĂŒnschte man sich fĂŒr die neue Siedlung im Dammerstock“, erzĂ€hlt die GĂ€stefĂŒhrerin Gabriele Tomaszewski beim Rundgang. "Das war ein echter Gegenentwurf zum herkömmlichen Bauen." Die Zielgruppe waren ganz normale BĂŒrger. Spannend: Die Dammerstock-Siedlung in Karlsruhe, wegen der Weltwirtschaftskrise nie fertig gestellt, wurde in Zeilenbauweise errichtet: Die HĂ€user sind so gebaut, dass morgens die Sonne ins Schlafzimmer scheint – und nachmittags in den Wohnraum. Zwischen den GebĂ€udereihen ließ man viel Platz, so dass weitlĂ€ufige GrĂŒnflĂ€chen entstanden. Heute spaziert man hier durch ein luftiges Quartier, das vor allem bei Familien sehr beliebt ist.

Freiluft-Showroom der modernen Architektur

Walter Gropius, der 1928 den Wettbewerb der Stadt Karlsruhe gewinnt, hat die Aufgabe, auch andere erfolgreiche Teilnehmer des Wettbewerbs miteinzubeziehen, auch sie sollen ihre EntwĂŒrfe beisteuern dĂŒrfen. So entsteht eine Art Freiluft-Showroom der modernen Architektur – aus einem Guss, aber mit vielen Handschriften. Leider wird das Projekt nie ganz verwirklicht. Erst kommt die Wirtschaftskrise, spĂ€ter gelangen die Nazis an die Macht, die das Neue Bauen ablehnten.

War’s das dann mit dem Neuen Bauen und dem Bauhaus, damals, als die Nationalsozialisten 1933 das Bauhaus in Dessau schließen? NatĂŒrlich nicht! Viele KĂŒnstler emigrieren. Sie bauen u. a. in Chicago und Tel Aviv HĂ€user, die auch Deutschland gut zu Gesicht gestanden hĂ€tten – und sie machen das Bauhaus weltberĂŒhmt. Aber nicht nur im Ausland, auch in Deutschland lebt das Bauhaus weiter, wenn auch erst nach 1945. Und zwar in Ulm. Dort wird 1953 die Hochschule fĂŒr Gestaltung gegrĂŒndet (HfG), die als die bedeutendste neu gegrĂŒndete Design-Hochschule nach dem Bauhaus gilt.

Noch mehr bekanntes Design

Auf dem von dem Schweizer Max Bill entworfenen, sehenswerten Unicampus, den Walter Gropius einweiht, experimentieren die Studierenden in den Bereichen Grafikdesign, Produktgestaltung, Architektur und Film. Eine Ausstellung in der Uni erzÀhlt die Geschichte der Hochschule, die nur bis 1968 besteht. Man trifft dort einmal mehr auf bekanntes Design: den Lufthansa-Kranich etwa oder das Stapelgeschirr. Aber die HfG hat noch etwas viel Wichtigeres mit dem Bauhaus gemeinsam: ihren politischen Anspruch.

„Wir sahen immer wieder, dass wichtige Anliegen der Gegenwart einfach nicht bearbeitet sind.“
Inge Aicher-Scholl, MitgrĂŒnderin der HfG Ulm

Museumsleiter Martin MĂ€ntele nennt es den „antifaschistischen GrĂŒndungsimpuls“. Denn eine der Initiatorinnen ist Inge Aicher-Scholl, die Schwester von Hans und Sophie Scholl. Und Max Bill verkĂŒndet damals: „Die gesamte TĂ€tigkeit an der Hochschule ist darauf gerichtet, am Aufbau einer neuen Kultur mitzuarbeiten“.

Mehr zum Bauhaus in Baden-WĂŒrttemberg online ...
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Verschiedenes 
 
 
Trauer um Dr. Rolf Böhme
Die CDU Freiburg und die CDU Stadtratsfraktion wĂŒrdigen anlĂ€sslich des Todes von Dr. Rolf Böhme mit grĂ¶ĂŸtem Respekt seine Leistungen fĂŒr die Stadt Freiburg und die gesamte Region.

Rolf Böhme wurde 1982 OberbĂŒrgermeister der Stadt Freiburg. Aus einem erbitterten Wahlkampf erwuchs eine verlĂ€ssliche Partnerschaft. Nach den Worten des damaligen BaubĂŒrgermeisters und spĂ€teren RegierungsprĂ€sidenten Dr. Sven von Ungern-Sternberg war „die Ära Rolf Böhme Ă€ußerst erfolgreich und sehr gut fĂŒr die Stadt Freiburg und ihre BĂŒrgerinnen und BĂŒrger. Rolf Böhme wird als bedeutender und großer OberbĂŒrgermeister in die Geschichte unserer Stadt eingehen.“

Rolf Böhme hat unsere Stadt bei zentralen Infrastrukturmaßnahmen deutlich weiterentwickelt. Gegen große WiderstĂ€nde konnten entscheidende Projekte wie das Konzerthaus, die Tunnel der B31 Ost, die Stadtteile Vauban und Rieselfeld gemeinsam mit der CDU durchgesetzt werden. Die frĂŒheren Landtagsabgeordneten Bernhard SchĂ€tzle und Klaus SchĂŒle betonen, dass durch die erfolgreiche und gemeinsame Regionalpolitik von Rolf Böhme in Stuttgart und Berlin sehr viel fĂŒr die Region und damit auch die Stadt Freiburg erreicht wurde. Die grenzĂŒberschreitende Zusammenarbeit und der Einsatz fĂŒr die Deutsch-Französische Freundschaft haben die CDU stets beeindruckt.

Die Fraktionsvorsitzende Dr. Carolin Jenkner und der Kreisvorsitzende Peter Kleefass stellen gemeinsam fest: „Die weitsichtige Arbeit und die klare politische FĂŒhrung von Rolf Böhme sind fĂŒr Freiburg und die Region heute und in Zukunft grundlegend.“
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Veranstaltungen 
 
Konzerttipp: Max Giesinger
Max Giesinger (c) Christoph Koestlin
 
Konzerttipp: Max Giesinger
Die Reise Tour 2019

FR | 22.02.2019
Freiburg, Musikklub in der SICK-Arena

Max Giesinger mit neuem Album „Die Reise“ (VÖ 23.11.2018) im FrĂŒhjahr 2019 auf grĂ¶ĂŸter Headliner Tour seiner Karriere. Erster Vorbote des Albums ist der Top 10 - Radiohit „Legenden“ und seit ĂŒber 18 Wochen in den Charts.

Hinter Max Giesinger liegen die wohl verrĂŒcktesten zwei Jahre seines bisherigen Lebens. 2016/17 hat er ĂŒber dreihundert Konzerte gespielt. Auf BĂŒhnen in ĂŒber 1.600 Metern Höhe, auf MarktplĂ€tzen und Burgen, in Clubs, einem Pferdestall und einem Bergwerk, in Schlossparks und Stadien, bis hin zum legendĂ€ren Konzert bei „Das Fest“ in Karlsruhe und seiner restlos ausverkauten Show im Hamburger Stadtpark, die auf DVD festgehalten wurde. Über eine Million begeisterte Zuschauer wollten hören, wie „Der Junge der rennt“ live klingt. Dabei legte die Band mehr als 120.000 Kilometer zurĂŒck. Das schafft man auch, indem man drei Mal die Erde umrundet. Das ist „Der Junge, der rennt“, ziemlich wörtlich genommen.

Max Giesinger zĂ€hlt heute zu den relevantesten deutschen Pop-KĂŒnstlern und zeigt durch seinen unermĂŒdlichen Antrieb, wie sehr er liebt, was er tut. Nach wie vor ist es das GrĂ¶ĂŸte fĂŒr ihn, auf der BĂŒhne zu stehen und Konzerte zu spielen. Dabei ist er seinen Fans immer ganz nah.

Der Junge mit der Gitarre, der in FußgĂ€ngerzonen Oasis-Cover spielte, ist erwachsen geworden und versichert uns: die Reise geht jetzt erst richtig los.
 
 



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