Prolixletter
Sonntag, 1. Februar 2026
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Der ProlixLetter


Das ist die Kommunikationsplattform aus dem PROLIX-Verlag, in dem wir über Neues von unserer Arbeit berichten, eigene Tipps geben oder Presseinfos anderer Gruppen und Organisationen weiterverbreiten.
 
Seit kurzem stellen wir zusätzlich zu unserem Newsletter, der in der rechten Spalte kostenlos bestellt werden kann, auch Meldungen direkt auf die Website. Wir laden auch dazu ein, im ProlixLetterArchiv von der neuesten bis zum ältesten Ausgabe herumzustöbern.
 
Über Anregungen unserer Leserschaft sind wir dankbar. Bitte das Kontaktformular aus der linke Spalte nutzen.
 


Veranstaltungen 
 
Scheibenschlagen in Bernau
Scheibenschlagen in Bernau (c) TMBW / Achim Mende
 
Scheibenschlagen in Bernau
„Schiibi, Schiibo! Wem söll die Schiibe goh? Sie söll ‚der Liebsten‘ goh! Goht sie it, no gilt sie it. Schiibi, Schiibo!“ – Liebeserklärungen, Glückwünsche oder Spottverse sind eng verbunden mit der jahrhundertealten Tradition des Scheibenschlagens. Zusammen mit den glimmenden Holzscheiben werden sie vom Schläger ins Tal geschickt. Dabei fliegen die Funken und die Scheiben zeichnen im Flug leuchtende Feuermuster in den Abendhimmel. Anders als in anderen Schwarzwaldgemeinden, findet das Scheibenschlagen in Bernau über die ganze Fastnachtswoche statt – so bleibt genügend Zeit für einen Besuch.
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Verschiedenes 
 
 
Radschnellweg durch Freiburg-Herdern: Umleitung Linie 27
Am Montag, 2. Februar 2026, beginnt der dritte Bauabschnitt zur Herstellung des Radschnellwegs RS6 durch Herdern. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis zum 25. Februar 2026. In dieser Zeit wird die Buslinie 27 umgeleitet. Die Haltestelle Hochmeisterstraße entfällt in dieser Zeit in beide Richtungen ersatzlos.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Polnisches Filmfestival cinèPolska 2026: Freiheit. Stimme. Erinnerung
Drei Tage polnische Filmkunst, Kultur, Geschichte und Begegnungen im deutsch-polnischen Dialog

Ort: Kommunales Kino, Urachstr. 40, 79102 Freiburg im Breisgau
Termin: 6.–8. Februar 2026
Konzept und kuratorische Leitung: Verein Polki Solidarnie – Polnische Frauen Solidarisch e.V.

Drei Tage polnische Filmkunst eröffnen einen lebendigen Dialog zwischen Film, Geschichte, Kultur und gesellschaftlichen Fragestellungen. Die ausgewählten Werke blicken dabei nicht nur auf die Vergangenheit zurück, sondern verhandeln Themen von brennender Aktualität – insbesondere Frauenrechte, Gleichberechtigung, Migration und die Suche nach Identität. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger politischer Entwicklungen und dem Erstarken rechtskonservativer sowie nationalistischer Strömungen wird deutlich, dass Freiheit und Gleichstellung keine Selbstverständlichkeiten sind.

An drei Festivaltagen führen die Filme eindrücklich vor Augen, dass gesellschaftliche, politische und persönliche Freiheit niemals selbstverständlich ist. Sie nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch Jahrzehnte polnischer und europäischer Identitätsgeschichte, erzählt aus der Perspektive des Autorenkinos und getragen von mutigen Geschichten über Aufbruch, den Kampf um Demokratie und Frauenrechte, über Erinnerung, Überleben und tiefgreifenden Wandel.

Zu Festivalbeginn wirft das Festival einem besonderen Fokus auf das Lebenswerk von Andrzej Wajda und das zeitgenössische polnische Kino. Den Auftakt macht Wajdas Klassiker ZIEMIA OBIECANA (DAS GELOBTE LAND) von 1975, ein episches Gesellschaftspanorama über Freundschaft, Moral und wirtschaftlichen Aufstieg in der Industriestadt Łódź. Im Anschluss feiern wir mit einer Vernissage der Ausstellung der Plakate zu den Filmen von Andrzej Wajda aus der Sammlung des Museums des Filmes Kinematographie in Łódź die Festivaleröffnung. Den Abend schließen wir mit einer starken weiblichen Stimme: IMAGO (2023) von Olga Chajdas, ein post-punkiger Hymnus über die Suche nach eigener Identität, Freiheit und Selbstbestimmung in der alternativen Szene des späten 1980er-Jahre der Dreistadt (Trójmiasto).

Der Samstag steht im Zeichen der Reflexion, des Gedenkens und der weiblichen Perspektiven. Den Auftakt bildet das Panel „Zwischen Emanzipation und Tradition: Feminismus in Deutschland und Polen“, in dem historische und zeitgenössische Aspekte feministischer Bewegungen diskutiert werden. Anschließend werden außergewöhnliche Frauen gefeiert, die Grenzen gesprengt haben: SIMONA KOSSAK erzählt die Biografie der Wissenschaftlerin und Rebellin Simona Kossak, während WANDA RUTKIEWICZ: THE LAST EXPEDITION die legendäre Bergsteigerin auf ihrem Weg zu den höchsten Gipfeln begleitet. Den Abschluss bildet SOLIDARNOŚĆ WEDŁUG KOBIET – DIE FRAUEN DER SOLIDARNOŚĆ, eine eindrucksvolle Dokumentation über die bislang kaum erzählte Geschichte der Frauen in der polnischen Gewerkschaftsbewegung. Gespräche, Workshop und begleitende Veranstaltungen laden dazu ein, weibliche Perspektiven auf Geschichte, Gesellschaft, Feminismus und Selbstbestimmung zu erkunden.

Am Sonntag gibt es ein vielfältiges Programm: von Abenteuern für Kinder über persönliche Dokumentationen bis hin zu einem beeindruckenden Biopic. Den Auftakt macht O PSIE, KTÓRY JEŹDZIŁ KOLEJĄ 2 – LAMPO 2, begleitet von einem kreativen Workshop für Kinder. Anschließend eröffnet LISTY Z WILCZEJ – BRIEFE AUS DER WILCZA einen poetischen, humorvollen und nachdenklichen Blick auf das Leben in Warschaus Wilcza-Straße und die Suche nach Zugehörigkeit, menschlicher Nähe und gesellschaftlicher Teilhabe. Der Film wirft zentrale Fragen nach Identität, Heimat, Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Rassismus auf, zeigt aber auch, wie menschliche Nähe und Solidarität entstehen können. Das Festival findet seinen krönenden Abschluss mit Agnieszka Hollands Film FRANZ K., dem für Polen ins Oscar-Rennen eingesandten Biopic über Leben und Werk eines der bedeutendsten Literaten des 20. Jahrhunderts, Franz Kafka. Mit sinnlich-surrealistischen Bildern und einer beeindruckenden Mischung aus Realität, Fantasie und literarischer Inspiration rundet der Film das Festival gebührend ab.

Das Festival bietet ein inklusives Programm, in dem Teilnehmende aktiv eingebunden werden: Workshops, Panel und Diskussionen mit Filmemacher*innen ermöglichen den Austausch und das Einbringen eigener Perspektiven. Reflexion ist integraler Bestandteil des Festivals. Feedbackrunden, moderierte Nachbesprechungen und die Möglichkeit, Eindrücke oder kreative Reaktionen zu dokumentieren, fördern eine kritische Auseinandersetzung mit den Prozessen vor Ort. cinèPolska ist mehr als Film: Gespräche, Diskussionen, Ausstellung und Workshops schaffen einen Raum, in dem Kunstvermittlung, gesellschaftlicher Dialog, Feminismus, Identität und demokratische Werte aktiv erfahrbar werden. Die Veranstaltungen finden teilweise dreisprachig (Deutsch, Polnisch, Englisch) statt und werden simultan gedolmetscht, um größtmögliche Zugänglichkeit, Beteiligung und Teilhabe sicherzustellen. So wird das Festival zu einem Ort, an dem unterschiedliche Zielgruppen nicht nur zuschauen, sondern aktiv mitgestalten, reflektieren und voneinander lernen können.

In Kooperation mit dem Verein Polki Solidarnie – Polnische Frauen Solidarisch e.V.

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, dem Museum für Kinematographie in Łódź und der Sparkasse Freiburg.
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Verschiedenes 
 
Erklärfilme zur Landtagswahl für Schulen, Kommunen und Kinos
(c) LpB BW
 
Erklärfilme zur Landtagswahl für Schulen, Kommunen und Kinos
Zur Landtagswahl am 8. März 2026 hat die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) mehrere Erklärvideos veröffentlicht, auch in Leichter Sprache. Sie können an Schulen, in Rathäusern oder Kinos kostenlos gezeigt werden. Was ändert sich durch die Wahlrechtsreform in Baden-Württemberg? Was ist der Unterschied zwischen Erststimme und Zweitstimme? Und worauf muss man in der Wahlkabine achten? Auf diese und viele andere Fragen geben die neuen Erklärfilme der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) Antworten. Die Animationsfilme richten sich an alle Wahlberechtigten. Sie sind auch für den Einsatz im Unterricht oder für Schulungen von Wahlhelferinnen und Wahlhelfern geeignet.

Drei Erklärfilme wurden zudem in Leichter Sprache erstellt, damit sich auch Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder geringen Deutschkenntnissen über die Landtagswahl informieren können. Diese Erklärfilme sind eine Gemeinschaftsproduktion der LpB und der Beauftragten der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Nora Welsch.

Alle Erklärfilme stehen auf dem YouTube-Kanal der LpB zur Verfügung:
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Verschiedenes 
 
 
Freiburg: Arbeiten im Baugebiet Kleineschholz
Sperrung der Radvorrangroute FR2

Im neuen Baugebiet Kleineschholz stehen Erschließungsarbeiten an. Dafür wird die Radvorrangroute 2 (FR2) zwischen der Lehener Straße und der Sundgauallee ab Montag, 2. Februar, für drei Wochen gesperrt.

Um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, nutzt das Garten- und Tiefbauamt die Sperrung, um auch am neuen FR2 Radweg zu arbeiten, Bäume im parallel verlaufenden Grünstreifen zu pflanzen, eine Habitatsfläche anzulegen und die Lärmschutzwand zu bepflanzen.

Radfahrer*innen und Fußgänger*innen werden über den Runzmattenweg umgeleitet. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis und Rücksichtnahme.

Mit dem Quartier Kleineschholz soll ein inklusives urbanes Stadtquartier mit rund 500 Wohnungen entstehen. Informationen zum neuen Quartier gibt es unter freiburg.de/kleineschholz.
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Verschiedenes 
 
Freiburg und San Jerónimo feiern erfolgreichen Abschluss ihres Klimaprojekts
Feuchtgebiet Pata Pata (c) Municipalidad Distrital de San Jerónimo
 
Freiburg und San Jerónimo feiern erfolgreichen Abschluss ihres Klimaprojekts
Feuchtgebiet Pata Pata in Cusco (Peru) wiederhergestellt – Bund bestätigt offiziellen Projektabschluss

Am Montag, 2. Februar, ist der internationale Tag der Feuchtgebiete

Was vor sechs Jahren mit einer gemeinsamen Idee begann, ist heute ein sichtbarer Beitrag zum Klima- und Naturschutz: Freiburg und der Distrikt San Jerónimo, der sich am Rand der Stadt Cusco auf über 3000 Meter Höhe im peruanischen Hochland befindet, haben ihr Kooperationsprojekt zur Rettung des Feuchtgebiets Pata Pata erfolgreich abgeschlossen. Das letzte noch erhaltene Feuchtgebiet in der Provinz Cusco, das zuvor stark durch Austrocknung und Schadstoffbelastung bedroht war, ist heute wieder zu einem intakten Lebensraum für Flora und Fauna geworden.

Jüngst hat nun die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (Engagement Global) den Abschlussbericht des Projekts geprüft und als erfolgreich abgeschlossen bewertet. Das Vorhaben wurde im Rahmen des Programms Nakopa („Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte“) mit finanzieller Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt. Insgesamt wurden rund 260.000 Euro investiert, davon 90 Prozent Bundesmittel. Die durch ein umfangreiches Kulturprogramm begleitete feierliche Einweihung des Feuchtgebiets Pata Pata fand im vergangenen Jahr statt.

Ziel des gemeinsamen Projekts war es, die für Feuchtgebiete typischen Ökosystemleistungen wiederherzustellen, so etwa den Erhalt der Biodiversität, die Wasserregulierung und -säuberung sowie seine Funktion als CO2-Senke. Dazu wurde das Feuchtgebiet ab 2022 fachgerecht renaturiert und ökologisch stabilisiert. Die Wasserquantität und -qualität hat sich dadurch erheblich verbessert und das Vorkommen einheimischer Pflanzen- und Tierarten nahm signifikant zu. Heute dient Pata Pata als Naherholungsgebiet und Lernort für ökologische Bildung: über 2300 Menschen aus Schulen, Universitäten, Verwaltungen und indigenen Gemeinschaften haben dort bereits an umweltpädagogischen Maßnahmen teilgenommen. ist damit zu einem regionalen Vorzeigeprojekt für kommunale Kooperation im Bereich Klima- und Umweltschutz geworden.

Oberbürgermeister Martin Horn betont: „Klimaschutz kennt keine Grenzen. Mit Projekten wie in San Jerónimo zeigen wir, dass internationale Zusammenarbeit konkrete Verbesserungen für Mensch und Natur bringt. Mein Dank gilt auch dem Bund, der das Projekt durch großzügige Förderung möglich gemacht hat. Pata Pata steht exemplarisch dafür, wie kommunale Partnerschaften wirken können – praxisnah, nachhaltig und mit echtem Mehrwert für beide Seiten.

Auch Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit zieht eine positive Bilanz: „Die Zusammenarbeit zwischen Freiburg und San Jerónimo ist ein starkes Zeichen dafür, wie Städte weltweit gemeinsam Verantwortung für unseren Planeten übernehmen können.“

Seit 2019 verbindet Freiburg und San Jerónimo eine Klimapartnerschaft, die durch universitäre Kontakte und zivilgesellschaftliches Engagement entstanden ist. Fachexpert*innen aus beiden Städten tauschten seither Wissen zu Umweltschutz und Wasserwirtschaft aus. Auf gegenseitigen Delegationsbesuchen konnte man sich vor Ort über die jeweiligen ökologischen Herausforderungen beider Kommunen austauschen und bei Lösungsansätzen voneinander lernen. Die Klimapartnerschaft soll auch nach Abschluss des Projekts zum Feuchtgebiet Pata Pata fortgesetzt werden.

zum Bild oben:
Feuchtgebiet Pata Pata
(c) Municipalidad Distrital de San Jerónimo – Oficina de Imagen Institucional y Comunicaciones
 
 

Verschiedenes 
 
 
Landtagswahl 2026: Versand der Wahlbenachrichtigungen
Der Countdown läuft: Am Sonntag, 8. März, findet die Landtagswahl statt. Für die Teilnahme an der Wahl verschickt die Stadt über die Deutsche Post AG im Zeitraum vom 31. Januar bis 7. Februar die Benachrichtigungen an die rund 162.000 Wahlberechtigten; erstmals sind auch die 16- und 17-Jährigen dabei. Wer wählen will, muss diese Benachrichtigung am Wahltag ins aufgedruckte Wahllokal mitbringen, um sich dort auszuweisen.

Wer Briefwahl beantragen möchte, tut dies am einfachsten mit dem QR-Code auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung oder mit dem OnlineAntrag unter www.freiburg.de/briefwahl. Die Antragsfrist endet am Freitag vor der Wahl, 6. März, um 15 Uhr.

Ab Montag, 9. Februar, öffnet auch das Briefwahlbüro des Wahlamts in der Berliner Allee 1 die Pforten. Dort können die Briefwahlunterlagen persönlich oder für andere beantragt werden (in diesem Fall wird eine Vollmacht benötigt). Vor Ort stehen Wahlkabinen zur Verfügung, so dass man seine eigene Stimme auch gleich abgeben kann. Das Briefwahlbüro öffnet montags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 15 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 18 Uhr.

Alle Informationen zur Landtagswahl am 8. März stehen auf der städtischen Internetseite online
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Verschiedenes 
 
 
Badegewässerverordnung: sieben Badeseen in Freiburg
Bei den aktuellen Temperaturen denkt noch kaum jemand ans Baden im Freien. Trotzdem legt die Badegewässerverordnung jetzt schon fest, in welchen Seen die Freiburger*innen bedenkenlos plantschen können. 2026 sollen – wie schon in den vergangenen Jahren – der Flückigersee, der Tunisee, der Silbersee, der Moosweiher, der kleine Opfinger Baggersee (Ochsenmoos), große Opfinger See und der Dietenbachsee als Badegewässer eingestuft werden.

Damit das Baden sicher bleibt, kontrolliert das Gesundheitsamt alle sieben Seen regelmäßig – mindestens aber einmal im Monat. Dabei werden Wasserproben auf Darmkeime, Verschmutzungen wie Abfälle oder teerhaltige Rückstände sowie auf eine starke Algenbildung untersucht. So ist sichergestellt, dass die Badegewässer den EU-Richtlinien entsprechen. Eine digitale Badegewässer-Karte ist unter https://badegewaesserkarte.landbw.de/ zu finden.

Noch bis zum 28. Februar haben Bürger*innen die Möglichkeit, Vorschläge, Hinweise oder Beschwerden zur Badegewässerliste einzureichen. Diese sind entweder an das Umweltschutzamt, Fehrenbachallee 12, 79106 Freiburg, oder an das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Gesundheitsschutz, Sautierstraße 30, 79104 Freiburg, zu richten.
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Verschiedenes 
 
 
Verdi bestreikt die VAG am Montag
- Kein Stadtbahnverkehr und nur einzelne Busfahrten am 2. Februar

- VAG-Vorstände verweisen auf angespannte Haushaltslage der Kommunen und üben scharfe Kritik am Vorgehen der Gewerkschaft: „Wünschen uns einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Streikrecht“

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) wird am Montag, 2. Februar, ganztägig bestreikt. Der Arbeitskampf der Gewerkschaft Verdi beginnt mit Betriebsstart und endet mit Betriebsschluss. In dieser Zeit fahren keine VAG-Stadtbahnen und nur ein sehr kleiner Anteil der Busse. Auch die Schauinslandbahn bleibt außer Betrieb. Zusätzlich sind das VAG-Kundenzentrum, das Fundbüro sowie die Abteilung für das erhöhte Beförderungsentgelt geschlossen.

Vom Streik betroffen sind alle Bus- und Straßenbahnlinien, die direkt von der VAG betrieben werden. Ausgenommen sind lediglich Fahrten, die von privaten Auftragnehmern übernommen werden. Weitgehend in Betrieb bleiben daher die Linien 15 und 32. Auf den Linien 24, 33 und 34 verkehrt etwa die Hälfte der Fahrten. Alle übrigen Bus- und alle Stadtbahnlinien der VAG entfallen.

Alle tatsächlich stattfindenden Fahrten sind in der elektronischen Fahrplanauskunft zu finden. Einen Notfallfahrplan kann die VAG nicht anbieten. Die VAG weist zudem darauf hin, dass die fahrenden Buslinien keine Anschlüsse an andere Stadtbahn- oder Buslinien der VAG haben.

Unabhängig vom Streik bleiben Ziele in Freiburg über die Linien der Breisgau-S-Bahn erreichbar. Auch der Regionalverkehr der Deutschen Bahn mit seinen innerstädtischen Haltepunkten sowie einzelne Buslinien aus dem Umland fahren weiterhin.

Die Tarifverhandlungen für den kommunalen Nahverkehr hatten am 20. Januar in Stuttgart begonnen. Verhandelt wird lediglich über Zuschläge. Deutliche Entgeltsteigerungen, hohe Zulagen und eine reduzierte Wochenarbeitszeit sind laut VAG bereits aufgrund der zurückliegenden Tarifabschlüsse über das laufende Jahr hinaus vereinbart.

Die VAG-Vorstände Oliver Benz und Stephan Bartosch übten scharfe Kritik an den Streiks: „Die Tarifverhandlungen sind sachlich und konstruktiv gestartet. Wir waren davon ausgegangen, dass Verdi Verständnis für die schwierige Haushaltslage hat“, erklärte Benz. „Umso unverständlicher und überraschender ist dieser Streik. Die Leidtragenden sind unsere Fahrgäste.“

Die Vorstände verwiesen darauf, dass in vielen Kommunen bereits freiwillige Aufgaben auf dem Prüfstand stehen. „Vielerorts geht es nicht mehr darum, ob Angebote im öffentlichen Nahverkehr gekürzt werden müssen, sondern darum, wie stark diese Kürzungen ausfallen“, sagte Benz. Vor diesem Hintergrund müsse das Vertrauen in den ÖPNV gestärkt werden. Streiks bewirkten das genaue Gegenteil. Es sei schwer nachvollziehbar, dass Verdi nun auf kommunaler Ebene realitätsferne Forderungen stellt, während in vielen Privatfirmen Beschäftigte um ihre Jobs bangen.

Nach Angaben der VAG hat Verdi das kommunale Unternehmen seit 2023 bereits an zwölf Tagen bestreikt. „Dies führte bei unseren Fahrgästen zunehmend zu Unverständnis. Hier wünsche ich mir einen verantwortungsvolleren Umfang mit dem Streikrecht “, erklärte VAG-Vorstand Stephan Bartosch. Der kommunale Nahverkehr biete gerade in Krisenzeiten sichere Arbeitsplätze und attraktive Bedingungen. „Das sollte auch die Gewerkschaft anerkennen und entsprechend berücksichtigen“, sagte Bartosch weiter.

Nach Berechnungen des kommunalen Arbeitgeberverbands sind die Gehälter in Baden-Württemberg im ÖPNV seit 2023 im Durchschnitt bereits um über 20 Prozent gestiegen, in unteren Entgeltgruppen noch stärker. Im Fahrdienst beträgt das durchschnittliche Monatsgehalt inklusive aller Zuschläge demnach landesweit mehr als 4.300 Euro. In Freiburg liege es aufgrund von Zusatzleistungen sogar noch höher, erklärte die VAG. Dazu komme, dass für Mai bereits eine Entgelterhöhung von 2,8 Prozent fest vereinbart ist.

Die VAG-Vorstände verwiesen außerdem auf das wachsende Defizit der VAG. Ein wesentlicher Grund dafür seien die enorm steigenden Personalkosten. Eine Umsetzung sämtlicher Verdi-Forderungen bei den Zuschlägen würden bei der VAG nach ersten Berechnungen zusätzliche Personalkosten im Umfang von rund drei Millionen Euro pro Jahr bedeuten.

Hinweis für die Fahrgäste:
Die Freiburger Verkehrs AG streikt nicht selbst, sondern wird von der Gewerkschaft Verdi bestreit. Daher greift keine Mobilitätsgarantie, und es gibt keinen Ersatzanspruch.
 
 

Veranstaltungen 
 
Kreative Wissenschaft auf der großen Bühne
So geht es im FameLab zu. © Jürgen Rösner, Stadt Karlsruhe
 
Kreative Wissenschaft auf der großen Bühne
Wissenschaftsbüro startet Anmeldephase für den Wettbewerb FameLab Germany

Im Mai 2026 geht FameLab, eines der bekanntesten Wissenschaftsformate Deutschlands, wieder in Karlsruhe über die Bühne. In nur drei Minuten müssen die Kandidatinnen und Kandidaten die Jury und das Publikum mit ihrer Forschung begeistern – unterhaltsam, kreativ und verständlich. FameLab steht für Sichtbarkeit, Austausch und die Freude daran, Wissenschaft lebendig zu vermitteln.

Jetzt anmelden und mitmachen bei FameLab

Teilnehmen können Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ab 21 Jahren aus den Bereichen Natur-, Sozialwissenschaften, Technik oder Medizin. Die Anmeldung ist ab sofort bis zum 15. April 2026 unter www.famelab-ka.de möglich.

Die besten Wissenschaftskommunikatorinnen und -kommunikatoren in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland werden dann beim südwestdeutschen Vorentscheid am Freitag, 8. Mai 2026 um 19 Uhr im Kulturzentrum Tollhaus in Karlsruhe gekürt.

Wer bei FameLab mitmacht, bringt nicht nur sein Forschungsthema auf die Bühne, sondern entwickelt sich auch persönlich und professionell weiter: Die Teilnehmenden gewinnen öffentliche Aufmerksamkeit für ihre Forschung, sammeln wertvolle Erfahrungen in der Wissenschaftskommunikation, trainieren ihr Auftreten vor Publikum und knüpfen spannende Kontakte zu einer engagierten Community aus ganz Deutschland – und das alles mit jeder Menge Spaß.

Ein zusätzlicher Anreiz: Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten ein Preisgeld sowie ein professionelles Medien- und Präsentationstraining und qualifizieren sich für das Deutschlandfinale am 1. Juli 2026. Wer sich dort durchsetzt, vertritt Deutschland beim internationalen Finale von FameLab.

Die Organisation der Veranstaltung übernimmt das Wissenschaftsbüro der Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe. Unterstützt wird FameLab durch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik), das FZI Forschungszentrum Informatik, die Atruvia AG, die X2E GmbH sowie das Kulturzentrum Tollhaus.
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Verschiedenes 
 
 
Freiburg: Einbürgerungsfeier
149 Menschen haben die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten

Ein wichtiger Moment: 149 Freiburger*innen aus 51 Herkunftsländern haben die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten – mit einer Feier im Historischen Kaufhaus am Donnerstag, 29. Januar. Im Mittelpunkt standen das gemeinsame Sprechen des Bekenntnisses zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und die feierliche Übergabe der Einbürgerungsurkunden. Unter den 149 Eingebürgerten sind 23 Kinder und Jugendliche.

Seit November 2025 finden die Einbürgerungsfeiern im neuen Format statt: Neue Mitbürger*innen werden nicht nur vor Ort geehrt, sondern während der Veranstaltung selbst eingebürgert. Bei der letzten Einbürgerungsfeier vor sieben Wochen sind 123 Freiburger*innen eingebürgert worden. Die nächste Feier ist für Donnerstag, 26. März, geplant.
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Versammlungen am Samstag in der Freiburger Innenstadt
Am Samstag, 31. Januar, findet zwischen 13.30 und 16 Uhr in der Freiburger Innenstadt eine Demonstration mit dem Titel „Hände weg von Rojava“ statt. Nach dem Auftakt auf dem Platz der Alten Synagoge ziehen die erwarteten 1000 Teilnehmer*innen über die Bertold- und Salzstraße zum Augustinerplatz und anschließend durch die Gerberau, Kaiser-Joseph-Straße und Bertoldstraße zurück zum Platz der Alten Synagoge.

Hintergrund der seit mehreren Tagen in vielen deutschen Städten und auch in Freiburg stattfindenden Versammlungen zum Thema „Hände weg von Rojava“ ist der jüngst wieder aufgeflammte Bürgerkrieg im Norden Syriens mit militärischen Angriffen der syrischen und türkischen Armee gegen die dort lebende kurdische Bevölkerung.

Anschließend beginnt um 16 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge eine weitere Kundgebung mit dem Titel „Debanking stoppen“. Der Aufzug mit voraussichtlich 150 Personen verläuft über Bertold-, Kaiser-Joseph- und Rempartstraße zum Platz der Alten Synagoge, wo die Versammlung um 19 Uhr endet.

Entlang der Aufzugsstrecken könnte der Straßenbahnverkehr vorübergehend beeinträchtigt sein. Die Parkhäuser sind grundsätzlich erreichbar.

Darüber hinaus finden von 12 bis 16 Uhr sowohl auf dem Rathausplatz als auch am Bertoldsbrunnen demonstrative Aktionen mit 10 bzw. 15 Teilnehmer*innen zum Thema Tierschutz statt.
 
 

Öko plus 
 
 
Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen zu 50 Jahre Offenburger Vereinbarung
50. Jahrestag der "Offenburger Vereinbarung" zum Atomkraftwerk Wyhl/Rhein vom 31. Januar 1976

"Staatsvertrag" zwischen Land Baden-Württemberg, Badisch-Elsässische Bürgerinitiativen und Kernkraftwerk Süd

Am 31. Januar 2026 jährt sich zum 50. Mal die sogenannte "Offenburger Vereinbarung" von 1976 zum damals geplanten Atomkraftwerk Wyhl am Rhein, ein "Staatsvertrag" zwischen dem Land Baden-Württemberg, den damals 50 Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen und dem Projekt-Betreiber Kernkraftwerk Süd (KWS), einer 100%-igen Tochter des Badenwerks und der Energieversorgung Schwaben (EWS). Die Landesregierung hatte versucht, den illegalen Zustand des seit 1975 besetzten Bauplatzes in Wyhl angesichts der Stärke der Bürgerinitiativen schließlich durch Verhandlungen zu beenden. Die Bürgerinitiativen ließen sich unter dem Druck drohender polizeilicher Räumung sowie sehr hoher finanzieller Schadensersatzansprüche und Strafandrohungen gegen die Initiativen (800 Mio. DM) und Einzelpersonen (bis 0,5 Mio. DM) darauf ein und erklärten, dass der besetzte Bauplatz während der Verhandlungen verlassen, aber bewacht bleibe.

In der "Offenburger Vereinbarung" vom 31.01.1975 wurde hauptsächlich festgelegt:

Zu den wichtigsten strittigen Sachfragen werden zusätzliche unabhängige Gutachten eingeholt, die KWS verzichtet auf Schadenersatzansprüche und alle Strafverfahren werden eingestellt.
Die Bürgerinitiativen bekennen sich zur Gewaltlosigkeit und räumen den Bauplatz und beschränken sich auf politischen Widerstand und den Rechtsweg.
Die Landesregierung behält sich die Entscheidung darüber vor, wann sie die Bedenken der Bevölkerung ausgeräumt sieht.

Bei den Bürgerinitiativen waren die mehrwöchigen Verhandlungen und deren Ergebnis durchaus umstritten. Trotzdem nahmen sie die Vereinbarung mit großer Mehrheit an bei Enthaltung der elsässischen Initiativen und Gegenstimmen vor allem aus Reihen der städtischen Initiativen.
Voraussetzung der Bürgerinitiativen für die Annahme waren die Gundsätze:
Über Leben und Gesundheit kann man nicht verhandeln.
Solange unsere Bedenken nicht ausgeräumt sind, darf das Atomkraftwerk nicht gebaut werden.

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Hintergrund: Wie es weiterging (I)

Die Bürgerinitiativen setzten nun weiter auf politischen Druck und Informationen. Sie stellten 1976 zur "Offenburger Vereinbarung" mit ihrer "Zweiten gemeinsamen Erklärung" u.a. fest:
- Man habe die "Offenburger Vereinbarung" nur akzeptiert in der Erwartung, dass die Regierung nicht wieder versucht, das Atomkraftwerk gegen den Willen der Bevölkerung durchzusetzen.
- Wiederlegt seinen die Behauptungen der Atombefürworter zur Energiepolitik und zu Arbeitsplätzen.
- Nicht wiederlegt seien die Gründe der Bürgerinitiativen gegen die Atomkraft.
- Falls die Regierung die Bedenken der Bürgerinitiativen nicht respektiert, müssten sie Mittel und Wege finden, sich und die Heimat zu schützen.
- Die Bevölkerung wird aufgerufen, den Rechtsweg finanziell zu unterstützen, den die "Wyhl-Kläger" stellvertretend für die BürgerInnen wahrnehmen.

Nach einem Jahr Streit zwischen Land und Bürgerinitiativen um die Unabhängigkeit der Gutachter sowie um den Inhalt und die Unvollständigkeit der Gutachten im Gefolge der "Offenburger Vereinbarung" erklärte das Land im Dezember 1977 die Erfüllung der "Offenburger Vereinbarung". Die Bürgerinitiativen stellen die Nichterfüllung der "Offenburger Vereinbarung" fest (Wyhl-Buch II, 1982).

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Hintergrund: Wie es weiterging (II)

Die Erfolge der Wyhl-Kläger 1975 im Sofortverfahren vor dem Verwaltungsgericht Freiburg und im März 1977 dort im Hauptsacheverfahren gaben den Bürgerinitiativen jeweils die erhoffte zeitliche Rückendeckung bis zum November 1981, der Niederlage im Hauptsacheverfahren beim Verwaltunggerichtshof in Mannheim.

Der "lange Atem" und die weitere Informationsoffensive der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen zusammen mit der Landesgeschäftsstelle des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Freiburg führten 1982/83 zu Gemeinderatsmehrheiten gegen das Atomkraftwerk in nahezu allen Städten und Gemeinden des mittleren und nördlichen Breisgaus. Im Juni 1983 im 4. Anlauf nach intensiver Lobbyarbeit der Bürgerinitiativen und anderer, stiimmte endlich auch der Gemeinderat von Freiburg i.Br. mit einer Stimme Mehrheit, der des Oberbürgermeisters Dr. Rolf Böhme, gegen das Atomkraftwerk Wyhl. In Freiburg hatte sich zuvor eine von den dortigen Bürgerinitiativen erzwungene überhaupt erste offizielle Bürgerversammlung gegen das Atomkraftwerk Wyhl ausgesprochen.

Das Land zog sich in der Folge unter Ministerpräsident Lothar Späth schrittweise weiter von den Wyhl-Planungen zurück. Aber erst im Frühjahr 1994 wurde das Bauvorhaben der zwei Wyhl-Reaktoren endgültig eingestellt, später auch die Standortsicherung in der Landesplanung zurückgezogen, der Messmast abgebaut und das Gebiet auf Drängen der bürgerlichen und behördlichen Umwelt- und Naturschützer unter Naturschutz gestellt.

Ausblick:
Die erfolgreichen Bauplatzbesetzungen in Wyhl und kurz zuvor die gegen die geplante Bleichemiefabrik im elsässischen Marckolsheim sowie kurz danach durch andere Bürgerinitiativen gegen die Atomkraftwerke Kaiseraugst bei Basel, in Gerstheim/Elsass und der Widerstand u.a. gegen die AKWs Fessenheim/Elsass und - auch erfolgreich - bei Breisach und Schwörstadt/Hochrhein stehen für entschlossene Proteste Hunderttausender im "Dreyeckland".
Sie stehen für den Beginn des Atomausstiegs und der Energiewende nicht nur in Deutschland. In der Region verhinderten die Initiativen 14 Atomkraftwerksblöcke und die Brennelementefabrik in Heitersheim.*

Quellen:
- Wyhl-Buch II: "Wyhl der Widerstand geht weiter", Dreisam Verlag, Freiburg, 1982
- Georg Löser: "Grenzüberschreitende Kooperation am Oberrhein. Die Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen", in: "Deutsche und Franzosen im zusammenwachsenden Europa 1945-2000", Hrsg. Kurt Hochstuhl und Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart, 2003.
-* Gemeinsame Erklärung an die Badisch-Elsässischen BIs zum 50. Jahrestag der Bauplatzbesetzung des Atomkraftwerks in Wyhl, 17.02.2025
 
 

Verschiedenes 
 
Bronzeplakette für die Dreieinigkeitskirche in Ludwigsburg
(c) strebewerk Architekten GmbH / DSD
 
Bronzeplakette für die Dreieinigkeitskirche in Ludwigsburg
Zur Erinnerung an die private Förderung

Rainer Müller vom Ortskuratorium Stuttgart der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) überbringt in Anwesenheit von Christoph Grüber von Lotto Baden-Württemberg bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 27. Januar 2026 um 10.00 Uhr an Alois Krist von der Katholischen Kirchengemeinde Zur Heiligsten Dreieinigkeit eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD konnte dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale die Konservierungsarbeiten am Natursteinmauerwerk und den Betonwerksteinen der Kirche Zur Heiligsten Dreieinigkeit in Ludwigsburg mit 100.000 Euro unterstützen. Das Gotteshaus gehört zu den über 430 Denkmalen, die die Denkmalschutzstiftung dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Zum Objekt:
Im Zentrum von Ludwigsburg, an der Ostseite des Marktplatzes, grenzt die freistehende, seit 1906 katholische Pfarrkirche Zur Heiligsten Dreieinigkeit den Marktplatz nach Osten hin ab. 1721 begonnen, wurde sie 1781 als evangelische Garnisonskirche geweiht. Die Dreieinigkeitskirche ist ein einschiffiger Putzbau mit Pilastergliederung und einem kleinen Glockenturm im Westen. Im Äußeren eher schlicht, ist sie auf Grund ihrer zentral gelegenen städtebaulichen Position gegenüber der evangelischen Stadtkirche äußerst präsent in der als Gesamtanlage geschützten Altstadt von Ludwigsburg.

Neben der noch mehrheitlich bauzeitlichen Gestaltung zeigen sich an den Fassaden sichtbare Spuren früherer Reparaturmaßnahmen in Form von Ankerplatten. Die dazugehörigen Zugbänder sind unter Putz gelegt. Beide Elemente sind das Ergebnis einer früheren Instandsetzung, als es Setzungsprobleme im Chorbereich zu bannen galt, und damit Teil der Veränderungsgeschichte der Kirche und auch Dokument unterschiedlicher denkmalpflegerischer Herangehensweisen bei der Tragwerksinstandsetzung.

Der Innenraum wurde vielfach verändert und ist nicht mehr original, dennoch beinhaltet er heute einige wertvolle historische Elemente aus unterschiedlichen Epochen – darunter eine spätgotische Holzfigur „Madonna mit Kind auf der Mondsichel“ von guter bildhauerischer Qualität und ein barockes Altargemälde „Taufe Christi“.

zum Bild oben:
Ludwigsburg: Kath. Pfarrkirche Zur Heiligsten Dreieinigkeit (c) strebewerk Architekten GmbH / DSD
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Filmtipp: DIE WIEHRE IM FILM
150 Jahre Wiehremer Bürgervereine

Impressionen, Interviews, Filme zu 150 Jahren Wiehremer Bürgervereine – kurze und längere, neue und ältere. Maximilian Spohr, geboren in Freiburg, internationaler Filmemacher und Veranstaltungsmanager, präsentiert zwei seiner ersten Kurzfilme, gedreht 1995 in der Wiehre, Matilda Seifert ihr Filmprojekt VOM FRIEDHOF ZUM SPIELPLATZ, Stephanie Geißler hat alte und jüngere Wiehremer interviewt und Stefan Ganter präsentiert seinen Jubiläums-Film zu 150 Jahren Bürgervereine, ihrer Entwicklung über die Zeit und ihrer Rolle als zivilgesellschaftlich Engagierte in den verschiedenen Zeiten.

Kommunales Kino Freiburg
So 01.02., 19:00
 
 

Verschiedenes 
 
Kleinbauernhaus Moosstetten 3 in Pastetten wird instandgesetzt
Pastetten: Kleinbauernhaus Moosstetten 3 (c) Julia Pohl / DSD
 
Kleinbauernhaus Moosstetten 3 in Pastetten wird instandgesetzt
Das Haus stammt im Kern aus dem 18. Jahrhundert und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts umgebaut

Für die Instandsetzungsarbeiten an der Fassade, bestehend aus Sanierung der Sockelzone, Putz- und Kirchenmalerarbeiten sowie Zimmererarbeiten, am Kleinbauernhaus Moosstetten 3 in Pastetten stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 30.000 Euro zur Verfügung. Das Bauernhaus gehört nunmehr zu den über 640 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Bayern gefördert hat.

Zum Objekt:
Der Erlhof in Moosstetten in der Gemeinde Pastetten, gehört zu den prägenden historischen Hofanlagen am südlichen Rand des Moostettener Weilers. Seine Geschichte reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Ursprünglich unterstand der Hof dem Kloster Attel und blieb bis zur Säkularisation im Jahr 1803 in dessen Besitz. Gemeinsam mit dem Schwaigerhof und dem Hellerhof bildete der Erlhof bis zum Ende des 18. Jahrhunderts ein Ensemble, das die örtliche Kulturlandschaft nachhaltig geprägt hat.

Das Wohnhaus des Erlhofs ist ein erdgeschossiger Steildachbau mit Blockhaus-Kniestock und Gred. Der Kernbau stammt aus dem 18. Jahrhundert, Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte ein Umbau. Trotz späterer Veränderungen bewahrt das Gebäude wesentliche Merkmale der traditionellen Bauweise: die profilierten Balkenköpfe, der hohe hölzerne Kniestock sowie die charakteristische Dachform. Diese Elemente machen den Erlhof zu einem herausragenden Beispiel für die Entwicklung ländlicher Architektur in Oberbayern.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Erweiterung des Park-and-Ride-Platzes an der Paduaallee
Mehr Platz und Strom von der Sonne

Der Park-and-Ride-Platz an der Paduaallee ist ab Donnerstag, 29. Januar, um 56 Plätze größer. Außerdem ist die Erweiterung mit einer PV-Anlage überdacht. Die insgesamt 390 Module liefern im Jahr rund 186 Megawattstunden Strom. Das entspricht dem Verbrauch von über 50 Haushalten.

Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit: „Das Projekt zeigt, wie wir unsere knappen Flächen effizient und im Sinne der Energiewende nutzen können. Wir schaffen Schatten für parkende Autos und produzieren gleichzeitig sauberen Solarstrom – ganz im Sinne unserer PhotovoltaikOffensive.

Mobilitätsbürgermeister Martin Haag: „Mit der PV-Überdachung des Park-and-Ride-Parkplatzes verbinden wir klimafreundliche Mobilität mit dem Ausbau erneuerbarer Energien. Nur wenn wir deutlich mehr Strom aus Windkraft und Solarenergie produzieren, können wir unsere Klimaziele erreichen.“

Auf der neuen Fläche gibt es außerdem vier AC-Ladestationen mit acht Ladepunkten. Der Betreiber der PV-Anlage aus Neuenburg am Rhein wird die Anlage noch um einen Batteriespeicher und um weitere Ladestationen erweitern. Das Besondere ist, dass der Strom nicht nur für privates Laden, sondern auch für Carsharing Autos genutzt wird.

Seit 2022 schreibt ein Landesgesetz vor, dass neue Großparkplätze zu 60 Prozent mit Photovoltaik-Modulen überbaut werden müssen. Die Verwaltung hat bei der Erweiterung des Park-and-Ride-Platzes nicht nur 60 Prozent, sondern alle neuen Parkplätze überdacht. Das war bereits im Freiburg Bebauungsplan für das Baugebiet „Im Zinklern" so festgelegt.

Insgesamt hat die Erweiterung rund 920.000 Euro gekostet; ursprünglich kalkuliert waren 1,03 Millionen Euro. Das Land fördert das Projekt mit 725.350 Euro (LGVFG).
 
 

Veranstaltungen 
 
VAG-Fasnetsverkehr
(c) VAG Freiburg / Anja Thölking
 
VAG-Fasnetsverkehr
Bald finden auch in und um Freiburg die ersten Narrenumzüge statt. Los geht’s am 1. Februar in St. Georgen und Gundelfingen. Das betrifft einige unserer Buslinien.

Hier finden Sie zudem schon den Fahrplan für den Fasnetsverkehr in der Freiburger Innenstadt (14. bis 16. Februar)

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Fasnet in Gundelfingen: Umleitung durch Narrenumzug

Am Sonntag, 1. Februar 2026, findet in Gundelfingen ein Narrenumzug statt. Dadurch ist die Ortsmitte von 10.45 bis 19 Uhr gesperrt.

Die Linie 15 kann in Gundelfingen in dieser Zeit dann lediglich die Haltestelle Obermattenbad sowie die Ersatzhaltestelle Feldbergstraße anfahren, die sich auf der Feldbergstraße in Höhe Schönbergstraße befindet.

Nicht bedient werden in dieser Zeit die Haltestellen Rathaus (Ost und West), Vörstetter Straße, Steinackerstraße, Blumenstraße, Klosterweg, Hansjakobstraße, Industriestraße, Auf der Höhe, Sonne-Platz und Rosenstraße.

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Fasnet in Freiburg-St. Georgen: Umleitungen durch Narrenumzug

Am Sonntag, 1. Februar 2026, findet im Freiburger Stadtteil St. Georgen der Kinder- und Narrenumzug statt. Von 12 bis 17 Uhr werden daher die Buslinien 11 und 14 umgeleitet.

Die Linie 11 fährt in dieser Zeit die Haltestellen Gabelsbergerstraße, Schneeburgstraße, Kapellenwinkel, Cardinalweg und Obergasse in beide Richtungen nicht an.

Die Linie 14, die nicht über das Gewerbegebiet fährt, verkehrt bei Fahrten in Richtung Haid von der Haltestelle Wihlerweg direkt zur Endstation Haid-Munzinger Straße. Die Haltestellen St.-Georgen-Schiff, Kalkackerweg, Besançonallee und Moosackerweg werden nicht bedient.

Die Gegenrichtung der Linie 14 Richtung Hauptbahnhof ist nicht betroffen. Ebenso sind die Fahrten der Linie 14, die durch das Gewerbegebiet fahren, nicht betroffen.

Am Donnerstag, 12. Februar 2026, findet in Freiburg-St. Georgen ab 18.30 Uhr der Hemdglunkerumzug statt. Es wird keine Beeinträchtigung des Busverkehrs erwartet.

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So fahren die Bahnen an Fasnet in Freiburg

Samstag und Sonntag ist der Stadtbahnverkehr in der Innenstadt zwischen Bertoldsbrunnen und Europaplatz von 9 bis 22 Uhr gesperrt
Am Fasnetsmendig ist der Stadtbahnverkehr in der Innenstadt zwischen 12 und 19.30 Uhr unterbrochen
Die Busse sind nicht betroffen
Damit die Närrinnen und Narren die Fasnet in der Freiburger Innenstadt ausgelassen feiern können und auch sicher wieder nach Hause kommen, hat die Freiburger Verkehrs AG (VAG) ihre Stadtbahnverkehre während der Fasnetszeit entsprechend angepasst.

Die Buslinien der VAG sind an keinem Tag betroffen.

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Straßenfasnet am Samstag, 14., und Sonntag, 15. Februar

Während der Straßenfasnet am Samstag und Sonntag ist die Kaiser-Joseph-Straße zwischen Bertoldsbrunnen und Europaplatz von 9 Uhr bis 22 Uhr für den Stadtbahnverkehr gesperrt.

In dieser Zeit fährt die Linie 3 von Zähringen kommend ab der Haltestelle Europaplatz weiter als Linie 5 Richtung Rieselfeld und umgekehrt. Von der Munzinger Straße kommend endet die Linie 3 am Bertoldsbrunnen an den Bahnsteigen der Linie 1 in der Salzstraße.

Die Linien 1, 2 und 4 fahren an diesen beiden Tagen unverändert.

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Fasnetsmendig, 16. Februar

Wegen des Rosenmontagsumzugs sind die Stadtbahnlinien in der Innenstadt von 12 Uhr bis etwa 19 Uhr unterbrochen:

Die Linie 1 pendelt zwischen Littenweiler und Schwabentorbrücke sowie zwischen Landwasser und Stadttheater.

Die Linie 2 verkehrt während des Umzuges von Günterstal bis Holzmarkt und von der Hornusstraße kommend bis Stadttheater.

Die Linie 3 endet von der Munzinger Straße kommend am Stadttheater und von Zähringen kommend am Europaplatz.

Die Linie 4 fährt von Vauban kommend bis Holzmarkt und von der Messe kommend bis Stadttheater.

Die Linie 5 endet vom Rieselfeld kommend an der Erbprinzenstraße. Hier dauert die Sperrung voraussichtlich bis 19.30 Uhr.

Das VAG-Kundenzentrum, Salzstraße 3, wie auch das Fundbüro der VAG bleiben am Rosenmontag geschlossen.
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Warum die Ziele von Paris bislang verfehlt wurden
Reihe „10 Jahre Pariser Klimaabkommen – und jetzt?“

Zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen wird immer deutlicher, dass die internationalen Klimaziele verfehlt werden. Anlässlich dieses Jahrestages findet am Donnerstag, 5. Februar um 18.15 Uhr ein Vortrags- und Diskussionsabend in der Aula der Universität Freiburg statt, auch per Livestream.

Im Zentrum der Veranstaltung steht die Frage, inwiefern die in Paris beschlossenen Ziele bislang verfehlt wurden, welche politischen und wirtschaftlichen Ordnungen dem Erreichen der Klimaziele entgegenwirken und welche politischen sowie finanzpolitischen Reformen nötig wären, um den Kurs zu ändern. Diese Fragen diskutieren Jennifer Morgan, Staatssekretärin a.D., bis 2025 Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik im Auswärtigen Amt, Sabine Schlacke, Direktorin des Instituts für Energie-, Umwelt- und Seerecht, Christoph Bals, politischer Geschäftsführer von Germanwatch, sowie Stefan C. Aykut, Mercator-Stiftungsprofessor für Soziologie.

Die Referierenden analysieren die bisherigen Wirkungen des Pariser Abkommens, benennen Gründe für das absehbare Verfehlen des 1,5-Grad-Ziels und fragen danach, unter welchen Voraussetzungen internationale Klimaverhandlungen künftig zu mehr Klimagerechtigkeit beitragen können. Im Anschluss diskutieren die vier auf dem Podium unter der Leitung des Journalisten Christoph von Eichhorn (Süddeutsche Zeitung).

Die Veranstaltung ist der dritte Teil der Reihe zum zehnten Jahrestag des Pariser Klimaabkommens. Der nächste Termin findet am 23. April 2026 in der Aula der Universität Freiburg statt.

Die Reihe ist eine Kooperation der Katholischen Akademie mit dem Colloquium politicum der Universität Freiburg, der Stiftung Klimaneutralität Berlin und der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg. Der Eintritt ist frei, ein freiwilliger Beitrag ist möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Livestream ist abrufbar unter www.katholische-akademie-freiburg
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Die Waldhaus-Termine im Februar
(c) Markus Klek
 
Die Waldhaus-Termine im Februar
Holzrücken mit dem Pferd, Steinzeit zum Anfassen, Tierwelten zum Eintauchen

Sonntag, 1. Februar, 14 und 15.30 Uhr | ohne Anmeldung
Kamishibai – Japanisches Papiertheater
Leonie Beck-Canzler erzählt und spielt Geschichten von Eintagsfliegen, Bienen und anderen Tieren aus der japanischen Sagenwelt. Teilnahmebeitrag: Erwachsene 3 Euro; Kinder 2 Euro. Ab 6 Jahren

Samstag, 7. Februar, 10 bis 15 Uhr | Anmeldeschluss 28. Januar
Schnupperkurs Holzrücken mit dem Pferd
Außer Sensibilität im Umgang mit dem Tier, Respekt vor eigenen Grenzen und einem Gespür für die Besonderheit der Situation sind für diesen Kurs der besonderen Art keine Vorkenntnisse nötig. Als ausgewiesener Experte im einspännigen Holzrücken führt Jürgen Duddek Teilnehmer an diesem Tageskurs in die schonende Waldarbeit mit echter Pferdestärke ein. Teilnahmebeitrag: 119 Euro

Sonntag, 8. Februar, 11 bis 13 Uhr | ohne Anmeldung
Erlebnisvortrag: Steinzeitcamp - Leben wie vor 8000 Jahren
Wie fühlt es sich an, zwei Wochen lang wie in der Steinzeit zu leben? Der Paläotechniker Markus Klek probiert dies immer wieder am eigenen Leib aus. Seit zwei Jahren führt er ganz normale Menschen zurück in die Urgeschichte, um dort gemeinsam als eine Art kleiner „Clan“, ohne moderne Hilfsmittel, zwischen Wildpferden und Auerochsen zurecht zu kommen. Wo und wie so etwas geht, was einen dort mitten in der Natur erwartet, und was passiert, wenn es mal nicht nach Plan läuft, darüber berichtet Markus Klek in seinem Erlebnisvortrag. Wie immer gespickt mit humorvollen Anekdoten und interessanten Fakten über das Leben in der Steinzeit. Auch dieses Mal bringt er selbstgemachte steinzeitliche Ausrüstung zum Begutachten und Anfassen mit. Für Erwachsene, Familien und Kinder ab 8 Jahren. Teilnahmebeitrag: 12 Euro, Kinder 5 Euro. Weitere Informationen unter www@palaeotechnik.eu.

Sonntag, 22. Februar, 14 und 16 Uhr I ohne Anmeldung
Fräulein Brehms Tierleben: Die Wildkatze und die Schmetterlinge
Das Waldhaus präsentiert das einzige Theater weltweit für heimische bedrohte Tierarten. Um 14 Uhr stellt das Fräulein Felis silvestris, die Wildkatze, vor, eine echte Europäerin. Um 16 Uhr folgt eine Vorführung über Lepidoptera, die Schmetterlinge. Hier nimmt Fräulein Brehm ihr Publikum mit auf eine Reise zu den Gauklern der Lüfte. Die Vorführungen sind für neugierige Erwachsene und Kinder ab 8 (Wildkatze) bzw. 14 Jahren (Schmetterlinge). Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Weitere Informationen unter www.brehms-tierleben.com. Diese Veranstaltung wird gefördert vom Naturpark Südschwarzwald mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Europäischen Union.

Anmeldungen unter www.waldhaus-freiburg.de/veranstaltungskalender, an info@waldhaus-freiburg.de oder unter Tel. 0761/896477-10 (Dienstag bis Freitag 9 bis 12.30 Uhr).

Öffnungszeiten des Waldhauses im Februar bis Oktober: Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Sonntag und Feiertag 12 bis 17 Uhr (mit WaldhausCafé).

zum Foto oben:
„Erlebnisvortrag: Steinzeitcamp - Leben wie vor 8000 Jahren“ am 8. Februar.
(c) Markus Klek
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Filmtipp: MY PRIVATE IDAHO
USA 1991 / OmU / 104 Min.
Regie: Gus von Sant
mit River Phoenix, Keanu Reeves, Udo Kier

Die Stricher Mike (River Phoenix) und Scott (Keanu Reeves) gehen gemeinsam durch Dick und Dünn. Mike hofft seine verlorene Mutter wiederzufinden; Scott rebelliert gegen den reichen Vater. Mit Hilfe des exzentrischen Freiers Hans (Udo Kier) starten sie eine bizarre Odyssee, auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt.
Gus von Sants Film mit den damals angesagtesten Jungstars wurde zum Kult des New Queer Cinema. Udo Kiers Rolle ist dabei typisch, denn er steuert einen atmosphärischen Farbpunkt bei: Glamour, mit einer leichten Überdrehtheit und der Mischung aus Sinnlichkeit und latenter Gefahr. Sein Status als queere Ikone stärkte die Glaubwürdigkeit des Films und machte ihn zugleich im Mainstream bekannt.

In memoriam Udo Kier
Kommunales Kino Freiburg
Fr 30.01., 21:00
 
 

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Sanierung der Dächer der Turnhalle Schützenstraße 13 in Pappenheim
Pappenheim: Turnhalle (c) DSD
 
Sanierung der Dächer der Turnhalle Schützenstraße 13 in Pappenheim
Seit mehr als 100 Jahren ein wesentlicher Teil des örtlichen Sportlebens

Bei einem Pressetermin vor Ort am Freitag, den 23. Januar 2026 um 16.00 Uhr überbringt Alexander Ruthardt vom Ortskuratorium Fränkische Stadtbaumeister der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 20.000 Euro für die Sanierung der Dächer der Turnhalle Schützenstraße 13 an Julian Sattler vom Turnverein Pappenheim 1861 e.V. Die Turnhalle gehört nunmehr zu den über 640 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.

Zum Objekt:
Die Turnhalle in Pappenheim wurde 1906 bis 1907 vom örtlichen Turnverein errichtet und dient ihm bis heute als Sportstätte. Der längliche Rechteckbau trägt ein Halbwalmdach, das zur Straßenseite von einem leicht versetzten Zwerchhaus durchbrochen wird. Dieses setzt einen deutlichen architektonischen Akzent und markiert den Eingang der Turnhalle. Die Kombination aus Naturstein- und Putzflächen zeigt typische Merkmale des ländlichen Jugendstils.

Prägend für das Gebäude sind die hohen Segmentbogenfenster an den Längsseiten, die größtenteils noch mit ihrer ursprünglichen Holzverglasung erhalten sind. Der Eingang befindet sich in einer großen Rundbogennische, die bis in den Giebel des Zwerchhauses reicht. Darin liegen drei schmale Rundbogenfenster mit fein gearbeiteten Sprossen. Auf der südöstlichen Seite wurde später ein Anbau ergänzt, der sich in Teilen an das historische Erscheinungsbild anlehnt.

Im Inneren wurde die Halle mehrfach modernisiert, ohne dass die historische Substanz verloren ging. Besonders hervorzuheben ist die aufwändig ausgeführte Dachkonstruktion nach dem Polonceau-Prinzip, die den Hallenraum ohne Stützen überspannt. Nahezu alle Türen und Fenster stammen ebenfalls noch aus der Erbauungszeit und prägen den ursprünglichen Charakter der Turnhalle bis heute.
 
 

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Freiburg: Kostenlose Kurse zum Obstbaumschnitt
Obstbäume erfüllen in der Stadt eine wichtige Funktion. Sie blühen, tragen Früchte und bieten Nahrung sowie Freude für Menschen und Tierwelt. Um die Bäume zu erhalten, müssen sie fachgerecht gepflegt werden.

Die Stadt bietet im Rahmen von „Freiburg packt an“ für alle Interessierten drei kostenlose Einführungskurse zum Obstbaumschnitt an. Sie finden unter fachlicher Anleitung an diesen Terminen statt:

Freitag, 30. Januar, von 14 bis 16 Uhr im Dietenbachpark in Weingarten
Samstag, 28. Februar, von 10 bis 13 Uhr in St. Georgen
Freitag, 06. März, von 14 bis 16 Uhr in Freiburg-Opfingen

Geschnitten wird auf den Flächen mit öffentlichen Obstbaumpatenschaften. Eine Anmeldung per Mail an fpa@freiburg.de ist notwendig. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.
 
 

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Zoo: Rekordjahr gibt Rückenwind in finanziell herausfordernden Zeiten
© Zoo Karlsruhe, Timo Deible
 
Zoo: Rekordjahr gibt Rückenwind in finanziell herausfordernden Zeiten
1.125.466 Besuche 2025 im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe

Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe vermeldet für 2025 einen neuen Besucherrekord: Mit 1.125.466 Gästen hat die Einrichtung im vergangenen Jahr so viele Menschen wie noch nie zuvor begrüßen dürfen. Damit wurde der bisherige Rekord aus 2024 erneut übertroffen. Einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatte das im November 2024 geborene Eisbärjungtier MiKa, das sich in kürzester Zeit zu einem echten Publikumsliebling und Besuchermagneten entwickelt hat.

„Es ist für uns sensationell, wie das vergangene Jahr verlaufen ist“, freut sich Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. „MiKa begeistert nicht nur die Menschen in Karlsruhe. Viele Gäste kamen aus ganz Deutschland, einige sogar aus ganz Europa, um den jungen Eisbären zu sehen. Das ist schön für uns als Zoo, wertet aber auch den touristischen Standort Karlsruhe auf. Gleichzeitig haben wir es mit MiKa geschafft, den Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume in den Mittelpunkt zu stellen.“

Durch MiKa viele Spenden für den Eisbärenschutz generiert

Zudem konnte eine große Summe für Polar Bears International (PBI) bereitgestellt werden. Die Kernziele der Organisation sind die Erforschung sowie der Schutz der Eisbären. Der Zoo hat über seine Artenschutzstiftung 50.000 Euro an PBI überwiesen. Neben den Einnahmen aus dem Artenschutz-Euro gab es zahlreiche Groß- und Kleinspenden, mit denen die Summe gestemmt werden konnte. Damit gehört der Zoo Karlsruhe mit seiner Artenschutzstiftung zu den größten Förderern der Organisation.

Dem jetzigen Rekordergebnis kommt dabei vor allem vor dem Hintergrund der aktuell schwierigen Haushaltslage der Stadt Karlsruhe eine besondere Bedeutung zu: Angesichts knapper kommunaler Haushaltsmittel und steigender Ausgaben sind die hohen Besucherzahlen ein wichtiger Baustein, um die in den vergangenen Jahren gestiegenen Betriebs- und Energiekosten zumindest teilweise zu kompensieren.

Eine der wichtigsten Freizeiteinrichtungen in Baden-Württemberg

Mit konstant hohen Besucherzahlen von mehr als einer Million Gästen zählt der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe zu den wichtigsten Freizeiteinrichtungen in Baden-Württemberg. Im Zoo leben mehr als 6500 Tiere, verteilt auf rund 340 Arten. Der große Zuspruch der Gäste zeigt, dass diese hinter „ihrem“ Zoo und seinen Mitarbeitenden stehen und die Entwicklung hin zum modernen Artenschutzzentrum wahrnehmen und anerkennen.

„Die Zukunft wird nicht einfach für uns. Mit den im Dezember vom Gemeinderat beschlossenen Einsparungen müssen wir nicht nur den Gürtel enger schnallen, sondern bekommen auch in den kommenden Jahren keine Gelder der Stadt für Investitionen in Modernisierung oder Neubau von Anlagen. Aktuell können wir zwar einige Neuerungen wie die Katta-Insel vorantreiben, das geht jedoch nur durch unseren Förderverein, die Zoofreunde Karlsruhe. An anderen Stellen können wir auf noch zur Verfügung stehende Gelder aus Erbschaften zurückgreifen. Investitionen durch das Land erhalten wir – im Gegensatz zu anderen Einrichtungen – leider nicht. Das ist besonders schade, da wir auch ungemein auf die Attraktivität unseres Bundeslands als Freizeiteinrichtung einzahlen“, sagt Reinschmidt.

zum Bild oben:
Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt (auf dem Bild mit Hyazinth Ara Henry) freut sich über das zweite Rekordjahr in Folge.
© Zoo Karlsruhe, Timo Deible
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Waltershofener Holzversteigerung
Im Waltershofener Wald findet am Samstag, 31. Januar, die diesjährige Holzversteigerung statt. Um 14 Uhr kommen unter Leitung des städtischen Forstamtes und der Ortsverwaltung Waltershofen etwa 80 Ster Brennholz unter den Hammer. Die Mindestpreise liegen bei 75 Euro pro Ster für 1m langes Scheitholz sowie bei 48 Euro pro Ster für Brennholz in langer Form, das in Stapeln zu 6-10 Ster am Waldweg liegt.

Die Bewirtung durch die Freiwillige Feuerwehr Waltershofen beginnt um 13 Uhr. Für das leibliche Wohl mit Waltershofener Weinen und Würsten, Brot, Speck und Suppe ist gesorgt. Für die Kinder gibt es Stockbrot und Ponyreiten. Darüber hinaus startet um 15 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Waldhaus Freiburg eine Wald-Rallye für Kinder, an der auch interessierte Erwachsene teilnehmen dürfen.

Besucherinnen und Besucher erreichen die Holzauktion von der Straße zwischen Waltershofen und Umkirch oder an den Waltershofener Sportanlagen vorbei. Der Weg ist ausgeschildert. Zu Fuß oder per Rad gelangen sie auch über den Mundenhof und den Staudenweg zum Auktionsplatz, Busanbindung besteht über die VAG-Linien bis zum Ortseingang Waltershofen.
 
 

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Wilhelma meldet Tod von Koala Borobi
Koala Borobi im Mai 2025 © Wilhelma Stuttgart
 
Wilhelma meldet Tod von Koala Borobi
Koala im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart verstorben

Ende Dezember 2025 ist in der Wilhelma das Koala-Männchen Borobi im Alter von 1,5 Jahren gestorben. Dr. Tobias Knauf-Witzens, leitender Tierarzt in der Wilhelma, erklärt: „Borobi litt schon seit mehreren Monaten an einer langwierigen Lungenentzündung. Es handelt sich dabei um ein Krankheitsbild, das auch aus Australien bekannt ist. Nach dem Eintreten der ersten Symptome hatten wir im engen Dialog mit Koala-Expertinnen und Experten in Australien sowie Lungenspezialisten aus der Humanmedizin verschiedene, teils sehr intensive Therapien durchgeführt. Damit konnten wir Borobi zeitweise stabilisieren. Nachdem sich sein Zustand Ende Dezember wieder deutlich verschlechtert hatte, mussten wir die Entscheidung treffen, den Koala von seinem Leid zu erlösen.“

Volker Grün, zuständiger Kurator und gleichzeitig Co-Zuchtbuchkoordinator des Europäischen Ex Situ-Programms für Koalas, betont: „Der Tod von Borobi hat uns alle, besonders das Team der Terra Australis, emotional sehr berührt. Da Borobi und seine Eltern nicht näher mit den anderen in Europa gehaltenen Koalas verwandt ist, hätte er außerdem einen wichtigen Beitrag für die europäische Reservepopulation leisten können. Auch in dieser Hinsicht ist sein Tod daher ein großer Verlust.“

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin: „Oft verdrängen wir es. Aber der Tod gehört zum Leben dazu – das gilt in zoologischer Haltung genau wie in der Natur. Dennoch führt er zwangsläufig zu Momenten der Trauer. Ein Lichtblick ist daher, dass unser Koala-Weibchen Auburn wieder Nachwuchs bekommen hat. Der Joey schaut mittlerweile immer häufiger aus dem Beutel. Auch für unsere Besucherinnen und Besucher in der Terra Australis steigen damit die Chancen, Mutter und Jungtier mit eigenen Augen zu bewundern.“
 
 

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„Rheintalbahn-Gipfel“
(c) Stadt Freiburg / Michael Spiegelhalter
 
„Rheintalbahn-Gipfel“
Die Stadt Freiburg bringt zentrale Akteure an einen Tisch

Regionale Begleitgruppe soll Dialog rund um den Ausbau konstruktiv und kritisch begleiten – Resolution angekündigt

OB Martin Horn: „Alle wollen eine bessere Bahn. Ein Ausbau der Bahninfrastruktur ist auch bei uns dringend notwendig – entscheidend ist aber, dass er für die Menschen in unserer Region einen Mehrwert bietet und den Nahverkehr stärkt und uns nicht jahrelang vom Bahnverkehr abschneidet. Der regionale Schulterschluss ist geschafft. In einer Begleitgruppe werden die Planungen kritisch hinterfragt und die Stimmen der Region gebündelt. Und zu besprechen gibt es genug. Eine Jahrelange Sperrung der Rheintalbahn sowie des Freiburger Hauptbahnhof können wir nicht akzeptieren.“

Der Ausbau der Bestandsstrecke der Rheintalbahn ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für Freiburg und die Region für die kommenden Jahrzehnte. Das Ziel – eine moderne, verlässliche und zukunftsfeste Bahninfrastruktur – ist unbestritten. Doch auf dem Weg dorthin gibt es zahlreiche Fragen zu klären. Die Auswirkungen der Planungen zum Ausbau der Bestandsstrecke der Rheintalbahn auf Natur und Landschaft beschäftigen viele Bürgerinnen und Bürger, die entlang der Strecke leben. Über viele Details wird in den nächsten Jahren intensiv zu diskutieren sein, um tragfähige und ausgewogene Lösungen für die Menschen vor Ort zu entwickeln. Aus diesem Grund hat Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn zu einem hochkarätig besetzten „Rheintalbahn-Gipfel“ ins Freiburger Rathaus eingeladen.

Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter von Deutscher Bahn, der Bundesund Landesverkehrsministerien, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Region sowie südbadische Bundestagsabgeordnete haben sich hier auf Einladung Freiburgs zusammengefunden. Übergeordnetes Ziel des Treffens war der Austausch, aber vor allem die Bündelung der regionalen Stimmen. Außerdem soll ein Begleitprozess auf den Weg gebracht werden.

Der Ausbau der Rheintalbahn wird von der Stadt Freiburg und Region grundsätzlich unterstützt. Zugleich besteht zu den bislang bekannten Planungen der Bahn noch Klärungs- und Gesprächsbedarf vor Ort. Daher ist es aus Sicht der Kommunen wichtig, frühzeitig Einfluss auf die weiteren Planungen zu nehmen. Aus diesem Grund hat die Stadt Freiburg zum Rheintalbahn-Gipfel geladen.

Wichtige Ziele und regionale Begleitgruppe
Im Laufe der kommenden Jahre gilt es viele Punkte zu diskutieren, die mit dem Fortschreiten der Planungen zahlreiche lokale Detailfragen beinhalten werden. Zum Auftakt wurden zunächst erst übergeordnete Themen angesprochen.

Was die Region von der Bahn verlangt, ist ein verlässlicher und klar dargelegter Zeitplan, damit alle Akteure wissen, was der Ausbau wann konkret für sie bedeutet. Die heute vorliegenden Pläne sind dafür noch nicht aussagekräftig genug. In den kommenden Monaten wollen der Verband Region Südlicher Oberrhein (VRSO) und der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) zusammen mit den Landkreisen, Städten und Gemeinden eine gemeinsame regionale Resolution erarbeiten, die detailliertere Forderungen enthält. In der Resolution sollen die zentralen Belange der Region politisch formuliert und gebündelt werden.

Außerdem ist das wichtige gemeinsame Ziel, eine regionale Begleitgruppe mit Vertretern der Bahn, dem Bund sowie Vertreter*innen der Kommunen ins Leben zu rufen, erreicht worden. Das Gremium soll die Belange der Region bei dem Ausbauprozess dauerhaft vertreten.

Konzepte für den Nahverkehr
Ein Kritikpunkt aus der Region ist etwa, dass bislang nur unkonkrete Konzepte für den Schienennahverkehr während der Bauphase vorliegen. Denn längere Streckensperrungen oder massive Einschränkungen hätten entsprechende Auswirkungen auf den regionalen Nahverkehr. Etwa wenn die Breisgau-S-Bahn nicht fahren kann, da an den Gleisen gearbeitet wird. Auch für die Zeit nach dem Ausbau gilt es ÖPNV-Fragen zu klären. Plan der Bahn ist es, die Strecke so auszubauen, dass Fernzüge schneller und in einem Halbstundentakt fahren können. Zugleich besteht in der Region ein großes Interesse, den Nahverkehr weiter zu stärken. Das Land Baden-Württemberg und der ZRF Freiburg wollen hier gemeinsam mit der DB in eine vertiefte Prüfung einsteigen.

Der Deutschland-Takt ist Bestandteil des vom Bund beschlossenen Bundesverkehrswegeplans und bildet die Grundlage für die Ausbauplanungen. Das bedeutet unter anderem, dass das Schienennetz so ertüchtigt werden muss, dass die Züge ihre Ziele und Anschlüsse pünktlich erreichen. Wäre etwa denkbar, dass der Streckenabschnitt nicht auf die absolute Höchstgeschwindigkeit ausgebaut wird? Und: Wären die Eingriffe für den Streckenausbau dann entsprechend geringer? Dieser bringt notwendigerweise hohe Lärmschutzwände mit sich. Die Bahn gab im Gespräch einen Ausblick auf mögliche Spielräume bei der Gestaltung von Lärmschutzwänden.

Keine jahrelange Streckensperrung
Wichtiger Punkt ist außerdem die Auswirkung der jahrelangen Bauarbeiten auf den Anschluss der Region an den Schienenverkehr. Eine jahrelange Streckensperrung darf es aus Sicht Freiburgs und der Region nicht geben. Das ist eine zentrale Frage sowohl für Freiburg, die benachbarten Landkreise und Gemeinden als auch für viele Pendlerinnen und Pendler der Region. Eine der größten Sorgen konnte die DB in der Veranstaltung bereits klarstellen: Die Region und insbesondere der Freiburger Hauptbahnhof wird nicht vom Schienenverkehr abgeschnitten.

Stimmen zum „Rheintalbahn-Gipfel“

Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn: „Alle wollen eine bessere Bahn. Ein Ausbau der Bahninfrastruktur ist auch bei uns dringend notwendig – entscheidend ist aber, dass er für die Menschen in unserer Region einen Mehrwert bietet und den Nahverkehr stärkt und uns nicht jahrelang vom Bahnverkehr abschneidet. Der regionale Schulterschluss ist geschafft. In einer Begleitgruppe werden die Planungen kritisch hinterfragt und die Stimmen der Region gebündelt. Und zu besprechen gibt es genug. Eine Jahrelange Sperrung der Rheintalbahn sowie des Freiburger Hauptbahnhof können wir nicht akzeptieren.“

Christian Ante, Landrat des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald: „Was sich nördlich von Freiburg in Emmendingen und der Ortenau abzeichnet, wird mit Zeitversatz auch südlich und damit im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Thema werden. Darum unterstützen wir heute die Forderungen der dortigen Raumschaft aus voller Überzeugung- und im eigenen Interesse. Der Neubau des 3. und 4. Gleises und die Sanierung der Bestandsstrecken sind Jahrhundertprojekte, zu denen wir fraglos stehen. Allerdings ist hierfür ein umfassend funktionierender Nahverkehr unerlässlich. Der ÖPNV darf -sprichwörtlich - nicht unter die Räder des Fernverkehrs kommen."

Hanno Hurth, Landrat des Landkreises Emmendingen: „Der Ausbau der Rheintalbahn ist ein Schlüsselprojekt für die Zukunft unserer Region und bietet auch für den Landkreis Emmendingen große Chancen. Unsere Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass die Modernisierung der Strecke nicht nur den Fernverkehr verbessert, sondern vor allem den öffentlichen Nahverkehr nachhaltig stärkt und den Alltag erleichtert. Mit der regionalen Begleitgruppe bringen wir die Interessen und Bedürfnisse unseres Landkreises konstruktiv und kritisch in den Prozess ein und setzen uns dafür ein, die Belastungen während der Bauphase für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Ein wichtiges Anliegen ist dabei die kritische Überprüfung des Vorhabens der Deutschen Bahn, die Bestandsstrecke zwischen Offenburg und Riegel auf 250 km/h auszubauen und dafür jahrelang zu sperren. Der gemeinsame Schulterschluss mit unseren Partnern ist für uns zentral, um die regionale Stimme kraftvoll und wirksam gegen eine jahrelange Streckensperrung einzubringen.“

Berthold Frieß, Ministerialdirektor des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg: „Die Nachfrage im Schienenverkehr in der Region Freiburg ist ungebrochen hoch. Für mehr und zuverlässigere Verkehre auf der Schiene muss die Schieneninfrastruktur in der Region Freiburg dringend modernisiert und ausgebaut werden. Hierbei müssen mehrere Projekte in unterschiedlichen Verantwortlichkeiten wie der Ausbau der Rheintalbahn für den Personen- und Güterverkehr und die Weiterentwicklung der Breisgau-S-Bahn für den Nahverkehr zusammen gedacht werden. Sorge bereitet uns die unklare Finanzierung des Bundes für den Ausbau der Rheintalbahn zumindest in der Freiburger Bucht und damit verbunden die unklare zeitliche Perspektive. Hier muss der Bund ein klares Signal senden und entscheiden, ob er den Hochgeschwindigkeitsverkehr in diesem Umfang noch bezahlen will und kann. Diese Entscheidung muss bald getroffen werden. Denn der Nahverkehr muss wissen, an welchem Ziel er sich ausrichten soll. Von Bund und Bahn erwarten wir außerdem ein mit der Region und dem Land abzustimmendes Konzept, wie mit den Auswirkungen während der Bauzeit in der Freiburger Bucht umgegangen werden soll.“

Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Verbands Region Südlicher Oberrhein: „In der Region sind wir uns einig, dass die Neubaustrecke kommen muss, um die Rheintalbahn und ihre Anrainer vom Güterverkehr zu entlasten. Für die Ausbaustrecke fordern wir ein durchdachtes Gesamtkonzept von Appenweier bis Auggen, das Bauzeiten und Einschränkungen auf ein Minimum reduziert. Auch die Umsetzung des künftigen Ausbaus des Schienenpersonennahverkehrs darf nicht gefährdet werden. Unsere Forderungen werden wir in einem regionalen Begleitgremium unter Leitung des Verbands Region Südlicher Oberrhein gegenüber der Bahn vertreten.“

Dr. Clarissa Freundorfer, DB AG, Konzernbevollmächtigte für das Land Baden-Württemberg: „Der Ausbau der Freiburger Bucht ist ein Schlüsselprojekt für Südbaden. Als integraler Bestandteil des BVWP-Vorhabens Karlsruhe-Basel und des Deutschlandtakts kann er seine verkehrliche Wirkung nur bei vollständiger Realisierung des Projektes entfalten. Wir stärken damit die Region nachhaltig, verbessern die internationale Anbindung Freiburgs an den Fernverkehr und schaffen die dringend benötigten Kapazitäten für den stark wachsenden Nahverkehr.“

Philipp Langefeld, DB InfraGO AG, Leiter ABS/NBS Karlsruhe-Basel: „Der Ausbau der Rheintalbahn ist ein wichtiger Schritt für eine leistungsfähige und zukunftssichere Mobilität in der Region. Mit häufigeren Taktverbindungen und einem verlässlichen Fahrplan steigern wir die Erreichbarkeit und erschließen weitere Verkehrspotenziale. Zugleich verbessern wir die regionalen Anbindungen und die Umsteigemöglichkeiten.

Dabei orientieren wir uns bewusst an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort, indem wir Anregungen und Fragestellungen aus der Frühen Öffentlichkeitsbeteiligung sorgfältig prüfen und, soweit möglich, in die weitere Planung einbeziehen. Denn die Akzeptanz vor Ort ist ein zentraler Erfolgsfaktor für das Projekt.“

Hintergrund: Angemeldet zu dem Termin waren unter anderem: Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn, Baubürgermeister Martin Haag, Landrat Christian Ante (Breisgau-Hochschwarzwald), Landrat Hanno Hurth (Emmendingen), Clarissa Freundorfer, Konzernbevollmächtigte der DB AG für das Land Baden-Württemberg, Philipp Langefeld, DB InfraGO AG, Andreas Gehlhaar, Leiter der Abteilung Eisenbahnen im Bundesverkehrsministerium; Berthold Frieß, Ministerialdirektor des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg, Kai Achim Klare, Vorsitzender Verband Region Südlicher Oberrhein, Regierungspräsident Carsten Gabbert, Chantal Kopf (MdB, Die Grünen), Michael Donth (MdB, CDU) Luigi Pantisano (MdB, Die Linke), Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD, MdB Parlamentarische Staatssekretärin im BMUKN), Yannik Bury (MdB, CDU), Gabi Rolland (MdL, SPD), Rüdiger Tonojan (MdL, Die Grünen), Dieter Salomon (Hauptgeschäftsführer IHK-Südlicher Oberrhein) sowie Vertreter*innen von Bürgerinitiativen und die (Ober)Bürgermeister aus: Bad Krozingen, Schallstadt, Eschbach, Heitersheim, Ebringen, Pfaffenweiler, Gundelfingen, Denzlingen, Riegel, Teningen, Sexau, Kenzingen und Herbolzheim.
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Internationale Kulturbörse 2026
vom 26. bis 28. Januar in der Messe Freiburg

Unter dem Motto „Culture Connects People“ lädt die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) vom 26. bis 28. Januar 2026 zur 37. Ausgabe der Internationalen Kulturbörse Freiburg (IKF) ein. Die Messe Freiburg wird erneut zum Treffpunkt für internationale Künstler*innen und Ensembles aus den Bereichen Darstellende Kunst, Musik und Theater im öffentlichen Raum. Das Fachpublikum erhält die Möglichkeit, Live-Ausschnitte aus aktuellen Programmen zu erleben.

Neben Veranstalter*innen, Agent*innen, Eventprofis, Festivalmacher*innen und Produzent*innen sind auch kulturinteressierte Privatpersonen herzlich willkommen. Auf über 2.000 Quadratmetern präsentieren sich 180 Aussteller, die ihre Künstler*innen vertreten und über die neuesten Trends und Entwicklungen der Kulturbranche informieren. Herzstück der Messe ist das abwechslungsreiches Live-Programm mit 260 Künstler*in- nen aus 20 Ländern

Auch 2026 bleibt die IKF der zentrale Branchentreffpunkt für Austausch, Vernetzung und neue Impulse. Die Fachmesse fördert kreative Kooperationen und innovative Bühnenerlebnisse. Das Rahmenprogramm bietet inspirierende Talks, praxisorientierte Workshops, kreative Installationen und unvergessliche Spotlights.

„Ob Darstellende Kunst, Musik oder Theater im öffentlichen Raum – die IKF vereint Vielfalt und Qualität und macht sie für Fachpublikum wie Kulturinteressierte unmittelbar erlebbar. Unser Ziel ist es, Partnerschaften, Tourneen und Formate zu initiieren, deren Wirkung weit über die drei Messetage hinausreicht“, beschreibt Ilka Rossmann, Abteilungsleiterin der FWTM, die Leitidee der Fachmesse.

Showcase-Highlights:
• Darstellende Kunst: Die junge Künstlerin Eva Krause begeistert mit Physical Theatre und bringt innovative Bewegungskunst auf die Bühne.
• Stand-Up Comedy: Julia Steiner sorgt als frischer Wind aus der Schweiz für beste Unterhaltung – sie ist Gewinnerin einer Kooperation mit der Schweizer Künstler*innenbörse.
• Luftartistik: Das Ensemble Cie OneTwoFly fasziniert mit spektakulären Darbietungen an einer Flugmaschine.
• Musik: Max Joseph interpretiert Volksmusik auf moderne und eigene Weise neu; Das weibliche Trio TRËI präsentiert Vocal Folk in 13 verschiedenen Sprachen und überzeugt mit musikalischer Vielfalt.
• Theater im öffentlichen Raum: Toy Toy Toy verwandelt das Spiel mit dem Yo-Yo in eine beeindruckende Kunstform.; STILT-LIFE beeindruckt auf Stelzen mit großen Kostümen, die die fünf Elemente verkörpern.

IKF Award 2026 – Culture Connects People –

Am Montag, 26. Januar 2026 findet von 18:30 bis 21:00 Uhr im Zentralfoyer (Eingang Halle 4) die Preisverleihung des IKF Awards „r Freiburger Leiter“ für eine besondere künstlerische Leistung mit Get-together und Rahmenprogramm statt.:

18:30 Uhr – Einlass mit Walking-Act-Parade und Get-together, Konferenzräumen 6-9, 1. OG

Ab 19:00 Uhr – Auf der Bühne
• Cécile Verny, Christian Gutfleisch und Peter Disch präsentieren ihr Programm „Singalong“
• Verleihung der Freiburger Leiter 2026 mit Showcase aus den drei Nominierungen – TREI (Musik), Jane Mumford (Darstellende Kunst) und Toy Toy Toy (Theater im öffentlichen Raum)
• durch das Programm führt Julica Goldschmidt, Moderation des Radiosenders Baden.fm.
• ab 20:00 Get Together

IKF on Tour – Kultur in der Stadt erleben
Auch außerhalb des Messegeländes bringt die IKF Kultur in die Stadt:
• Dienstag, 27. Januar: Poetry Slam im Kulturraum Freiburg e.V. (Merzhauser Str. 16, 79100 Freiburg), in Kooperation mit Ansgar Hufnagel
• Dienstag, 27. Januar: ALLONS ENFANTS DE LA MUSIQUE – FR/DE FRIENDSHIP EDITION in der MensaBar (Rempartstraße 18, 79098 Freiburg, veranstaltet durch die Strasbourg Music Week
• Mittwoch, 28. Januar: Comedy Flex in der MensaBar (Rempartstraße 18, 79098 Freiburg), ebenfalls gestaltet von Ansgar Hufnagel

Tickets
Tickets sind online unter https://www.kulturboerse-freiburg.de erhältlich.
• Tageskarte: 48 Euro (ermäßigt 40 Euro)
• Dauerticket (für alle drei Messetage): 138 Euro (ermäßigt 115 Euro)
• IKF Award 2026: Die Teilnahme ist kostenfrei aber mit Anmeldung über den Ticketshop.

Öffnungszeiten:

Montag, 26. Januar 2026
Ausstellungshallen 10:00 bis 19:00 Uhr
Showcases 10:30 bis 21.00 Uhr

Dienstag, 27. Januar 2026
Ausstellungshallen 10:00 bis 19:00 Uhr
Showcases 10:30 bis 20:00 Uhr

Mittwoch, 28. Januar 2026
Ausstellungshallen 10:00 bis 17:00 Uhr
Showcases 10:30 bis 17:00 Uhr
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Öko plus 
 
 
Elfte „Toilette für alle“ fürs Stadtgebiet Freiburg
Wer schwerbehindert, mehrfachbehindert oder pflegebedürftig ist, dem helfen rein barrierefreie WCs oft nicht weiter. Diese Menschen brauchen eine „Toilette für alle“ mit höhenverstellbarer Liege, Deckenlifter und ausreichend Platz für eine Assistenzperson. Nur so können sie vom Rollstuhl auf das WC und zurück umgesetzt werden. Mit der Eröffnung der elften „Toilette für alle“ in der Joseph-Brandel-Anlage baut die Stadt ihr inklusives Angebot weiter aus. Die feierliche Eröffnung mit dem Ersten Bürgermeister Ulrich von Kirchbach findet am Dienstag, 27. Januar, um 14 Uhr in der Joseph-Brandel-Anlage statt.

Die neue Toilette ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer Stadt, die für alle Menschen zugänglich ist – unabhängig von körperlichen Voraussetzungen. Für viele Betroffene und ihre Familien sind sie eine grundlegende Voraussetzung, um sich länger und selbstbestimmt im öffentlichen Raum aufhalten zu können.

Wer die Toiletten nutzen möchte, benötigt einen Euro-WC-Schlüssel. Dabei handelt es sich um ein europaweites, einheitliches Schließsystem mit mehr als 6700 Toiletten-Standorten. Auf jeden Fall erhält man einen Schlüssel, wenn im Schwerbehindertenausweis eines der Merkzeichen enthalten ist: aG, B, H oder BL; G und mindestens 70 Prozent. Auf www.freiburg.de/afs stehen weitere Infos zum Antrag.

Das Sozialministerium Baden-Württemberg fördert „Toiletten für alle“. In seinem Auftrag begleitet der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung das Projekt und erstellt einen Online-Wegweiser auf www.toiletten-fuer-alle-bw.de.

Seit 2024 gibt es in Freiburg auch eine mobile „Toilette für alle“. Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen können den Anhänger für jede Art von Veranstaltung mieten, auch in den Umlandgemeinden über die Ortsgrenzen von Freiburg hinaus. Weitere Infos dazu gibt es unter www.freiburg.de/mobile-toilette-fuer-alle.
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Grüne Quellen 
 
Für den Vogel des Jahres beginnt die Balz
Rebhuhn (c) Foto: Jan Piecha / NABU
 
Für den Vogel des Jahres beginnt die Balz
Das stark gefährdete Rebhuhn braucht mehr Brachen und Biolandwirtschaft

Berlin, 22.01.2026 – Noch lebt er in „Ketten“ auf kahlen Feldern, doch schon im Februar geht der Vogel des Jahres 2026 auf Brautschau. Das Jahr des Rebhuhns startet. Die schützenden Familienverbände, „Ketten“ genannt, lösen sich auf. Die Balz findet in der Dämmerung statt, damit Greifvögel nicht so leicht zuschnappen können. In den frühen Morgen- oder späten Abendstunden lassen die Rebhähne ihren Revierruf hören, ein raues „kirräck“. Rebhuhnpaare, die sich oft ein Leben lang treu bleiben, legen zunächst eine längere Kennenlernphase ein, erst im Mai folgt die Paarung. Kurz danach legt die Rebhenne Eier – bis zu 20 können es werden. Sie braucht darum mehrere Wochen, bis das Gelege komplett ist. 24 bis 25 Tage wird dann in dichter Vegetation gebrütet – immer auf der Hut vor dem Fuchs.

„Über jede erfolgreiche Brut muss man froh sein, denn mit dem Rebhuhn wurde eine stark gefährdete Art zum Vogel des Jahres gewählt“, sagt NABU-Vogelschutzexpertin Dr. Ute Eggers. Nicht immer war der etwa taubengroße Hühnervogel mit dem orange-braun gefärbtem Gesicht so bedroht. Noch vor wenigen Jahrzehnten war das Rebhuhn ein häufig zu beobachtender Kulturfolger, doch seit den 1980er Jahren brach der europäische Bestand um 91 Prozent ein. Verantwortlich dafür ist hauptsächlich die intensive Landwirtschaft. Felder wurden stark ausgeweitet, Feldraine und Büsche verschwanden, dazu kommt ein hoher Pestizideinsatz. In dieser ausgeräumten Agrarlandschaft findet das Rebhuhn zu wenig Nistplätze und kaum Nahrung. Wegen des starken Rückgangs kürte der NABU das Rebhuhn bereits 1991 zum Vogel des Jahres.

Eggers: „Helfen könnte dem Rebhuhn eine strukturreichere Landschaft statt einer Agrarsteppe, wie sie vielerorts zu finden ist.“ Die EU hat im vergangenen Jahr eine Vorgabe zurückgenommen, die die Landwirtschaft verpflichtet hatte, mindestens vier Prozent der Ackerfläche brach liegen zu lassen. „Es muss dringend mehr Lebensraum durch Brach- und Blühflächen und auch durch Gehölze in der Agrarlandschaft geschaffen werden. Dazu müssen vorhandene Förderprogramme ausgebaut und ergänzende geschaffen werden”, fordert Eggers. „Nur so gibt es eine Chance, dass der Rebhuhnbestand sich wieder erholen oder zumindest stabilisieren kann.“

Dazu kann auch jeder und jede selbst etwas tun, damit es dem Jahresvogel 2026 wieder etwas besser geht. Ute Eggers: „Wer Bio-Produkte kauft, unterstützt eine naturverträglichere Landwirtschaft mit weniger Pestizideinsatz. Davon profitieren das Rebhuhn und andere Feldvögel.“ Ab Februar gibt es die Möglichkeit, sich bei den Rebhuhn-Zählungen des Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) zu beteiligen. Der Verein ruft bundesweit dazu auf, die eigene Umgebung auf Rebhuhn-Vorkommen abzusuchen und diese Daten zentral zu melden. So soll die Entwicklung der gefährdeten Art besser im Blick behalten werden.
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