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Samstag, 7. März 2026
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Grüne Quellen

30 baden-württembergische Denkmale erhielten 2025 eine DSD-Förderung
Göppingen. Hohenstaufen-Gymnasium (c) Nina Probst / DSD
 
30 baden-württembergische Denkmale erhielten 2025 eine DSD-Förderung
Deutsche Stiftung Denkmalschutz freut sich über die Erfolge im vergangenen Jahr

In Baden-Württemberg erfreuten sich 2025 insgesamt 30 Denkmale der Hilfe durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD). Die Unterstützung durch die Förderer der Stiftung war ungebrochen. Private Spenden, die Erträge der DSD-Treuhandstiftungen und die der Lotterie GlücksSpirale, dazu zahlreiche Nachlässe und Geldauflagen ermöglichten der privaten Denkmalschutzstiftung allein in Baden-Württemberg, neben Beratung, Begleitung und Besichtigung der Objekte auch über 2 Millionen Euro in Förderverträge zu binden. Bundesweit unterstützte die DSD im vergangenen Jahr über 610 Objekte mit rund 34,9 Millionen Euro.

Zu den Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 2025 in Baden-Württemberg gehörte beispielsweise das Hohenstaufen-Gymnasium in Göppingen. Die Schule wurde von 1957 bis 1959 nach einem Entwurf der Architekten Günter Behnisch und Bruno Lambart errichtet. Das Gebäude setzt sich aus einem langgestreckten, viergeschossigen Hauptbau und zweigeschossigen, durch Glasgänge miteinander verbundene Klassentrakte zusammen. Die Strenge des Stahlbetonskelettbaus mit vorgefertigten Fassadenelementen lockert das leicht asymmetrisch nach innen knickende Flachdach auf. Die westliche Giebelseite ist als Hauptansichts- und Zugangsseite gestalterisch hervorgehoben. Sämtliche Räume des Schulgebäudes werden über großflächige Kippfenster, Wendeflügel und feststehenden Oberlichter großzügig belichtet. Zu den weiteren DSD-Projekten des vergangenen Jahres gehörten auch das Rheintor in Breisach, wo dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale die Natursteinrestaurierung unterstützt werden konnte, oder ein Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert in Tübingen, wo die DSD die Gesamtsanierung förderte. Schließlich wurde auch der Oberen Burg in Talheim, der Glashütte Buhlbach in Baiersborn Obertal und dem ehemaligen Lutherhaus in Heidelberg Bergheim Unterstützung zuteil. Jedes dieser Denkmale stellt eine einmalige Kostbarkeit dar.

Das Förderprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz umfasst private und öffentliche Denkmale, darunter Bürgerhäuser, Burgen, Kirchen, Klöster, Schlösser, technische Denkmäler, aber auch archäologische Grabungen und historische Grünanlagen. Nur durch die tatkräftige Mithilfe vieler Mitbürger lassen sich diese Kunstschätze unserer Kulturlandschaft erhalten. Die Förderung durch die DSD versteht sich daher immer auch als Anerkennung des beispielhaften Bemühens der Denkmaleigentümer, Fördervereine, Kommunen und Gemeinden in ihrem Einsatz für den kulturellen Erinnerungsschatz, der uns allen Heimat bewahrt.

Weitere Infos und Beispiele online.
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Karlsruhe: Saatgutbibliothek öffnet ihre Pforten
Auch in diesem Frühjahr heißt es für Pflanzenfreunde wieder: auf zum Start der Saatgutbibliothek in die Stadtbibliothek! Das innovative Projekt, das in Kooperation zwischen der Stadtbibliothek Karlsruhe und der grün-alternativen Hochschulgruppe Karlsruhe (GAHG) ins Leben gerufen wurde, stellt ab Samstag, 14. Februar, kostenlos Saatgut zur Ausleihe bereit. Eine Anmeldung oder ein Bibliotheksausweis sind nicht erforderlich. Die Ausgabe beginnt um 10 Uhr im ersten Obergeschoss der Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus.

Das besondere Augenmerk der Saatgutbibliothek liegt auf der Erhaltung alter und lokaler Sorten. Ziel des Projekts ist es, diese vielfältigen Pflanzenarten zu bewahren und ihren Anbau in der Region zu fördern. Um den richtigen Umgang mit dem Saatgut zu gewährleisten, sind alle relevanten Informationen zu den einzelnen Sorten auf den Saatguttütchen per QR-Code sowie online auf der Website der GAHG verfügbar. Hier finden Interessierte detaillierte Steckbriefe der Pflanzen, die sie vor der Aussaat durchlesen sollten, um sicherzustellen, dass die jeweilige Sorte optimal zu den eigenen Anbaubedingungen passt.

Das Ausleihsystem folgt dem Prinzip „Ausleihe – Rückgabe – Erhalt“. Damit wird ein nachhaltiger Kreislauf geschaffen, der nicht nur den Erhalt der wertvollen Saatgutsorten sichert, sondern auch dafür sorgt, dass auch im kommenden Jahr wieder ausreichend Saatgut zur Verfügung steht. Nach der Ernte im Herbst sind alle Ausleihenden dazu aufgerufen, das selbstgewonnene Saatgut in die Stadtbibliothek zurückzubringen. Sollte sich kein Saatgut gebildet haben, bitten wir Sie dennoch, die leeren Papiertüten zurückzubringen.

Da im vergangenen Jahr der Rücklauf nur von wenigen Saatguttüten erfolgte, möchten wir noch mal ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Saatgutbibliothek nur als funktionierender Kreislauf bestehen kann. Das Prinzip „Ausleihe – Rückgabe – Erhalt“ ist entscheidend, damit das Angebot langfristig erhalten bleibt und weiterhin allen Interessierten offensteht.

Saatgutpaten gesucht
Die GAHG sucht auch in diesem Jahr wieder engagierte Saatgutpatinnen und Paten, die bereit sind, das Saatgut unter sorgfältiger Sortenreinhaltung zu vermehren. In diesem Jahr liegt der Fokus auf dem Aufbau einer lebendigen Community, in der gemeinschaftliches Gärtnern und der Wissensaustausch im Mittelpunkt stehen. Die Saatgutbibliothek versteht sich dabei als Plattform, auf der Menschen miteinander lernen, Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen können.

Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr voller bunter Sorten, die den Garten unserer Stadt vielfältig und nachhaltig bereichern werden.
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Zimmererarbeiten an St. Bartholomäus in Egloffstein
Egloffstein: Ev.Kirche St.Bartholomäus (c) Julia Pohl / DSD
 
Zimmererarbeiten an St. Bartholomäus in Egloffstein
Markantes Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz

Bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 3. Februar 2026 um 11.00 Uhr überbringt Gerd Sommer, Mitglied im Ortskuratorium Erlangen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), in Anwesenheit von Tugay Bakir von Lotto Bayern dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 70.000 Euro für Zimmererarbeiten an St. Bartholomäus in Egloffstein an Kirchenvorstand Dr. Ekkehard Wirth. Das Gotteshaus gehört seit 2024 zu den über 640 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.

Die massive Saalkirche mit Walmdach, Ostturm und Zwiebelhaube im Markgrafenstil steht auf einer Felsnase in unmittelbarer Nähe der Burg Egloffstein. Für den Luftkurort ist sie als weithin bekanntes Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz identitätsstiftend und ein sehr beliebtes Ziel für Tages- und Feriengäste. Egloffstein, seit dem 11. Jahrhundert Familienstammsitz, ist das Idealbild eines ehemals reichsritterschaftlichen Ortes.

Zum Objekt:
St. Bartholomäus steht über dem terrassenförmig angelegten Ort innerhalb der Burganlage Egloffstein auf einer vorspringenden Felsnase hundert Meter über dem Trubachtal. Die Pfarrkirche ist etwa 16 Meter lang und 10 Meter breit. Sie wurde von 1750 bis 1752 auf den Grundmauern der ehemaligen unteren Kemenate des Schlosses errichtet. Auf der Westseite befindet sich das Eingangsportal, das Dach ist an dieser Seite abgewalmt. Im Osten schließt der rechteckige Glockenturm an. Angebaut an Turm und Langhaus ist die kleine Sakristei im Nordosten. Das Langhaus ist mit Emporen und auf der Westseite mit zwei übereinanderliegenden Fensterreihen ausgestattet. Die Decke ist mit Stuckelementen und Malereien versehen. Das Hauptdeckenfresko zeigt die Opferung Isaaks nach 1. Mose 22. Auf dem vorderen Fresko ist die Dreieinigkeit, auf dem hinteren der Gute Hirte dargestellt. Die Fresken in den Ecken zeigen die vier Evangelisten. Auffallend ist der im Markgrafenstil erbaute Kanzelaltar mit den flankierenden Figuren Mose und Aaron.
 
 

Sanierung der Dächer der Turnhalle Schützenstraße 13 in Pappenheim
Pappenheim: Turnhalle (c) DSD
 
Sanierung der Dächer der Turnhalle Schützenstraße 13 in Pappenheim
Seit mehr als 100 Jahren ein wesentlicher Teil des örtlichen Sportlebens

Bei einem Pressetermin vor Ort am Freitag, den 23. Januar 2026 um 16.00 Uhr überbringt Alexander Ruthardt vom Ortskuratorium Fränkische Stadtbaumeister der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 20.000 Euro für die Sanierung der Dächer der Turnhalle Schützenstraße 13 an Julian Sattler vom Turnverein Pappenheim 1861 e.V. Die Turnhalle gehört nunmehr zu den über 640 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.

Zum Objekt:
Die Turnhalle in Pappenheim wurde 1906 bis 1907 vom örtlichen Turnverein errichtet und dient ihm bis heute als Sportstätte. Der längliche Rechteckbau trägt ein Halbwalmdach, das zur Straßenseite von einem leicht versetzten Zwerchhaus durchbrochen wird. Dieses setzt einen deutlichen architektonischen Akzent und markiert den Eingang der Turnhalle. Die Kombination aus Naturstein- und Putzflächen zeigt typische Merkmale des ländlichen Jugendstils.

Prägend für das Gebäude sind die hohen Segmentbogenfenster an den Längsseiten, die größtenteils noch mit ihrer ursprünglichen Holzverglasung erhalten sind. Der Eingang befindet sich in einer großen Rundbogennische, die bis in den Giebel des Zwerchhauses reicht. Darin liegen drei schmale Rundbogenfenster mit fein gearbeiteten Sprossen. Auf der südöstlichen Seite wurde später ein Anbau ergänzt, der sich in Teilen an das historische Erscheinungsbild anlehnt.

Im Inneren wurde die Halle mehrfach modernisiert, ohne dass die historische Substanz verloren ging. Besonders hervorzuheben ist die aufwändig ausgeführte Dachkonstruktion nach dem Polonceau-Prinzip, die den Hallenraum ohne Stützen überspannt. Nahezu alle Türen und Fenster stammen ebenfalls noch aus der Erbauungszeit und prägen den ursprünglichen Charakter der Turnhalle bis heute.
 
 

Zoo: Rekordjahr gibt Rückenwind in finanziell herausfordernden Zeiten
© Zoo Karlsruhe, Timo Deible
 
Zoo: Rekordjahr gibt Rückenwind in finanziell herausfordernden Zeiten
1.125.466 Besuche 2025 im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe

Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe vermeldet für 2025 einen neuen Besucherrekord: Mit 1.125.466 Gästen hat die Einrichtung im vergangenen Jahr so viele Menschen wie noch nie zuvor begrüßen dürfen. Damit wurde der bisherige Rekord aus 2024 erneut übertroffen. Einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatte das im November 2024 geborene Eisbärjungtier MiKa, das sich in kürzester Zeit zu einem echten Publikumsliebling und Besuchermagneten entwickelt hat.

„Es ist für uns sensationell, wie das vergangene Jahr verlaufen ist“, freut sich Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. „MiKa begeistert nicht nur die Menschen in Karlsruhe. Viele Gäste kamen aus ganz Deutschland, einige sogar aus ganz Europa, um den jungen Eisbären zu sehen. Das ist schön für uns als Zoo, wertet aber auch den touristischen Standort Karlsruhe auf. Gleichzeitig haben wir es mit MiKa geschafft, den Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume in den Mittelpunkt zu stellen.“

Durch MiKa viele Spenden für den Eisbärenschutz generiert

Zudem konnte eine große Summe für Polar Bears International (PBI) bereitgestellt werden. Die Kernziele der Organisation sind die Erforschung sowie der Schutz der Eisbären. Der Zoo hat über seine Artenschutzstiftung 50.000 Euro an PBI überwiesen. Neben den Einnahmen aus dem Artenschutz-Euro gab es zahlreiche Groß- und Kleinspenden, mit denen die Summe gestemmt werden konnte. Damit gehört der Zoo Karlsruhe mit seiner Artenschutzstiftung zu den größten Förderern der Organisation.

Dem jetzigen Rekordergebnis kommt dabei vor allem vor dem Hintergrund der aktuell schwierigen Haushaltslage der Stadt Karlsruhe eine besondere Bedeutung zu: Angesichts knapper kommunaler Haushaltsmittel und steigender Ausgaben sind die hohen Besucherzahlen ein wichtiger Baustein, um die in den vergangenen Jahren gestiegenen Betriebs- und Energiekosten zumindest teilweise zu kompensieren.

Eine der wichtigsten Freizeiteinrichtungen in Baden-Württemberg

Mit konstant hohen Besucherzahlen von mehr als einer Million Gästen zählt der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe zu den wichtigsten Freizeiteinrichtungen in Baden-Württemberg. Im Zoo leben mehr als 6500 Tiere, verteilt auf rund 340 Arten. Der große Zuspruch der Gäste zeigt, dass diese hinter „ihrem“ Zoo und seinen Mitarbeitenden stehen und die Entwicklung hin zum modernen Artenschutzzentrum wahrnehmen und anerkennen.

„Die Zukunft wird nicht einfach für uns. Mit den im Dezember vom Gemeinderat beschlossenen Einsparungen müssen wir nicht nur den Gürtel enger schnallen, sondern bekommen auch in den kommenden Jahren keine Gelder der Stadt für Investitionen in Modernisierung oder Neubau von Anlagen. Aktuell können wir zwar einige Neuerungen wie die Katta-Insel vorantreiben, das geht jedoch nur durch unseren Förderverein, die Zoofreunde Karlsruhe. An anderen Stellen können wir auf noch zur Verfügung stehende Gelder aus Erbschaften zurückgreifen. Investitionen durch das Land erhalten wir – im Gegensatz zu anderen Einrichtungen – leider nicht. Das ist besonders schade, da wir auch ungemein auf die Attraktivität unseres Bundeslands als Freizeiteinrichtung einzahlen“, sagt Reinschmidt.

zum Bild oben:
Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt (auf dem Bild mit Hyazinth Ara Henry) freut sich über das zweite Rekordjahr in Folge.
© Zoo Karlsruhe, Timo Deible
 
 

Wilhelma meldet Tod von Koala Borobi
Koala Borobi im Mai 2025 © Wilhelma Stuttgart
 
Wilhelma meldet Tod von Koala Borobi
Koala im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart verstorben

Ende Dezember 2025 ist in der Wilhelma das Koala-Männchen Borobi im Alter von 1,5 Jahren gestorben. Dr. Tobias Knauf-Witzens, leitender Tierarzt in der Wilhelma, erklärt: „Borobi litt schon seit mehreren Monaten an einer langwierigen Lungenentzündung. Es handelt sich dabei um ein Krankheitsbild, das auch aus Australien bekannt ist. Nach dem Eintreten der ersten Symptome hatten wir im engen Dialog mit Koala-Expertinnen und Experten in Australien sowie Lungenspezialisten aus der Humanmedizin verschiedene, teils sehr intensive Therapien durchgeführt. Damit konnten wir Borobi zeitweise stabilisieren. Nachdem sich sein Zustand Ende Dezember wieder deutlich verschlechtert hatte, mussten wir die Entscheidung treffen, den Koala von seinem Leid zu erlösen.“

Volker Grün, zuständiger Kurator und gleichzeitig Co-Zuchtbuchkoordinator des Europäischen Ex Situ-Programms für Koalas, betont: „Der Tod von Borobi hat uns alle, besonders das Team der Terra Australis, emotional sehr berührt. Da Borobi und seine Eltern nicht näher mit den anderen in Europa gehaltenen Koalas verwandt ist, hätte er außerdem einen wichtigen Beitrag für die europäische Reservepopulation leisten können. Auch in dieser Hinsicht ist sein Tod daher ein großer Verlust.“

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin: „Oft verdrängen wir es. Aber der Tod gehört zum Leben dazu – das gilt in zoologischer Haltung genau wie in der Natur. Dennoch führt er zwangsläufig zu Momenten der Trauer. Ein Lichtblick ist daher, dass unser Koala-Weibchen Auburn wieder Nachwuchs bekommen hat. Der Joey schaut mittlerweile immer häufiger aus dem Beutel. Auch für unsere Besucherinnen und Besucher in der Terra Australis steigen damit die Chancen, Mutter und Jungtier mit eigenen Augen zu bewundern.“
 
 

Für den Vogel des Jahres beginnt die Balz
Rebhuhn (c) Foto: Jan Piecha / NABU
 
Für den Vogel des Jahres beginnt die Balz
Das stark gefährdete Rebhuhn braucht mehr Brachen und Biolandwirtschaft

Berlin, 22.01.2026 – Noch lebt er in „Ketten“ auf kahlen Feldern, doch schon im Februar geht der Vogel des Jahres 2026 auf Brautschau. Das Jahr des Rebhuhns startet. Die schützenden Familienverbände, „Ketten“ genannt, lösen sich auf. Die Balz findet in der Dämmerung statt, damit Greifvögel nicht so leicht zuschnappen können. In den frühen Morgen- oder späten Abendstunden lassen die Rebhähne ihren Revierruf hören, ein raues „kirräck“. Rebhuhnpaare, die sich oft ein Leben lang treu bleiben, legen zunächst eine längere Kennenlernphase ein, erst im Mai folgt die Paarung. Kurz danach legt die Rebhenne Eier – bis zu 20 können es werden. Sie braucht darum mehrere Wochen, bis das Gelege komplett ist. 24 bis 25 Tage wird dann in dichter Vegetation gebrütet – immer auf der Hut vor dem Fuchs.

„Über jede erfolgreiche Brut muss man froh sein, denn mit dem Rebhuhn wurde eine stark gefährdete Art zum Vogel des Jahres gewählt“, sagt NABU-Vogelschutzexpertin Dr. Ute Eggers. Nicht immer war der etwa taubengroße Hühnervogel mit dem orange-braun gefärbtem Gesicht so bedroht. Noch vor wenigen Jahrzehnten war das Rebhuhn ein häufig zu beobachtender Kulturfolger, doch seit den 1980er Jahren brach der europäische Bestand um 91 Prozent ein. Verantwortlich dafür ist hauptsächlich die intensive Landwirtschaft. Felder wurden stark ausgeweitet, Feldraine und Büsche verschwanden, dazu kommt ein hoher Pestizideinsatz. In dieser ausgeräumten Agrarlandschaft findet das Rebhuhn zu wenig Nistplätze und kaum Nahrung. Wegen des starken Rückgangs kürte der NABU das Rebhuhn bereits 1991 zum Vogel des Jahres.

Eggers: „Helfen könnte dem Rebhuhn eine strukturreichere Landschaft statt einer Agrarsteppe, wie sie vielerorts zu finden ist.“ Die EU hat im vergangenen Jahr eine Vorgabe zurückgenommen, die die Landwirtschaft verpflichtet hatte, mindestens vier Prozent der Ackerfläche brach liegen zu lassen. „Es muss dringend mehr Lebensraum durch Brach- und Blühflächen und auch durch Gehölze in der Agrarlandschaft geschaffen werden. Dazu müssen vorhandene Förderprogramme ausgebaut und ergänzende geschaffen werden”, fordert Eggers. „Nur so gibt es eine Chance, dass der Rebhuhnbestand sich wieder erholen oder zumindest stabilisieren kann.“

Dazu kann auch jeder und jede selbst etwas tun, damit es dem Jahresvogel 2026 wieder etwas besser geht. Ute Eggers: „Wer Bio-Produkte kauft, unterstützt eine naturverträglichere Landwirtschaft mit weniger Pestizideinsatz. Davon profitieren das Rebhuhn und andere Feldvögel.“ Ab Februar gibt es die Möglichkeit, sich bei den Rebhuhn-Zählungen des Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) zu beteiligen. Der Verein ruft bundesweit dazu auf, die eigene Umgebung auf Rebhuhn-Vorkommen abzusuchen und diese Daten zentral zu melden. So soll die Entwicklung der gefährdeten Art besser im Blick behalten werden.
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Arbeiten am Bergfried von Schloss Kronwinkl in Eching
Eching: Schloss Kronwinkl (c) Guido Siebert / DSD
 
Arbeiten am Bergfried von Schloss Kronwinkl in Eching
Im 12. und 13. Jahrhundert als imposante Vierflügelanlage errichtet

Für die Erneuerung der Holzschindeleindeckung des Bergfrieds von Schloss Kronwinkl in Eching stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 30.000 Euro zur Verfügung. Das Schloss gehört nunmehr zu den über 640 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Bayern gefördert hat.

Zum Objekt:
Schloss Kronwinkl liegt auf einem nach Norden vorspringenden Ausläufer des Hochplateaus rechts der Isar und gilt als Stammsitz einer Linie des bayerischen Adelsgeschlechts Preysing, ursprünglich als Alten-Preysing bezeichnet. Die Anlage entstand im 12. und 13. Jahrhundert als Vierflügelbau mit einem markanten, kegelartig zulaufenden Bergfried.

Die Wohntrakte wurden im 16. und 17. Jahrhundert unter Einbeziehung der gotischen Ringmauer errichtet. Nordöstlich des Hauptgebäudes befindet sich der um 1580 entstandene Lehenstock, der 1860 um ein Geschoss reduziert und mit neugotischen Treppengiebeln versehen wurde. Auch der Torbau zeigt neugotische Elemente. Innerhalb des Bergfrieds wurde 1673 die Schlosskapelle integriert, die bis heute ihre historische Ausstattung bewahrt.

Der Schlosspark, im 19. Jahrhundert als Englischer Landschaftsgarten gestaltet, ergänzt das Ensemble und unterstreicht die Entwicklung vom mittelalterlichen Wehrbau hin zur repräsentativen Schlossanlage.
 
 



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