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Dienstag, 6. Januar 2026
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Öko plus

 
Weniger Papier und Aufwand, unkomplizierte digitale Alternativen
Kein Versand von Abfallkalendern mehr
Sperrmüllkarte geht in den Ruhestand

Freiburg, 11.12.2025. Seit gut zwei Jahrzehnten landet der Abfallkalender der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) zum Jahreswechsel in jedem Freiburger Briefkasten. Darin finden sich alle wichtigen Informationen und Termine rund um die Abfallentsorgung. Seit 2023 gibt es für alle Privathaushalte und Gewerbebetriebe sogar einen doppelseitigen, straßenindividuellen Abfallkalender. Gleichzeitig wurde eine personalisierte Sperrmüllkarte an alle Haushalte verschickt – beides in einem gemeinsamen Brief. Nun steht eine große Änderung an: Zum Jahresende stellt die Stadt auf ein vollständig digitales Angebot um – eine gedruckte Alternative gibt es aber weiterhin.

Alle Informationen gibt es auch online – über die Website der ASF sowie über die Abfall-App. Der straßenindividuelle Abfallkalender für 2026 steht ab sofort zum Download unter abfallwirtschaft-freiburg.de (Private Haushalte > Abfuhrtermine) sowie über die kostenlose Abfall-App zur Verfügung. Die Sperrmüllkarte wird für 2026 nicht mehr produziert, da sie für die Sperrmüllentsorgung nicht mehr benötigt wird. Stattdessen kann der Sperrmüll inklusive Terminwahl bequem online über die App oder die Webseite beantragt werden. Bei Rückfragen zur Sperrmüllanmeldung kann die ASF auch telefonisch unter 0761/76707 172 kontaktiert werden. Selbstanlieferungen sind weiterhin am Umschlag- und Verwertungszentrum mit gültigem Personalausweis und aktuellem Abfallgebührenbescheid möglich – ganz ohne Sperrmüllkarte.

Über 80 Prozent aller Anmeldungen erfolgen bereit über die Website oder die App. Das zeigt: Die Freiburger*innen nutzen zum Großteil bereits das digitale Angebot. Die Verwaltung hat die Entscheidung aus ökologischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Gründen getroffen.

Für Bürger*innen, die eine nicht-digitale Lösung bevorzugen, gibt es weiterhin einen gedruckten Kalender mit allen Abholterminen für sämtliche Freiburger Straßen. Dieser wird ab dem 15. Dezember an öffentlichen Stellen wie den Ortsverwaltungen, dem Rathaus in der Innenstadt und im Rathaus im Stühlinger (RiS) sowie bei der ASF-Verwaltung und auf den Recyclinghöfen herausgegeben. Der Kalender informiert zudem über bevorstehende feiertagsbedingte Abfuhrverschiebungen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Sperrmüll formlos per E-Mail an sperrmuell@abfallwirtschaft-freiburg.de oder per Briefpost anzumelden.

Die Abfall-App steht im Google Play Store und im App Store unter dem Namen „ASF-Abfall-App“ kostenfrei zum Download bereit. Sie bietet eine komfortable Erinnerungsfunktion für Abfuhrtermine und ist stets tagesaktuell. Dort sind auch Informationen über richtige Abfalltrennung, Entsorgungswege und weitere Entwicklungen rund um das Thema Abfall zu finden.
 
 

AKW Wyhl-Plakate & Regionalkultur: Das politische & ökologische Plakat
Badisches Landesmuseum: Wyhl – Protestplakate der Umweltbewegung am Oberrhein
 
AKW Wyhl-Plakate & Regionalkultur: Das politische & ökologische Plakat
Das Plakat war und ist eine von vielen Möglichkeiten kritische, politische und ökologische Inhalte zu transportieren. Politische Plakate waren historisch ein wichtiges Massenkommunikationsmittel, das zur Mobilisierung und politischen Auseinandersetzung diente. Gerade auch im Zusammenhang mit dem geplanten und verhinderten AKW Wyhl ist eine unglaublich kreative Vielzahl von Plakaten entstanden.

Ein politisches Plakat ist manchmal auch ein Schrei, denn Betroffenheit, Zorn, Trauer und Wut sind häufig auch Motive, Plakate zu entwerfen, zu drucken und zu plakatieren. Und darum gehören in eine Wyhler Plakatsammlung auch die plakativen Klischees, der städtisch-idealisierte „knollennasige Kaiserstühler Bauer“ und der „böse, knüppelschwingende” Polizist. Wer wütend ist, übertreibt plakativ. Der Inhalt sollte sich den Menschen im Handumdrehen erschließen. Bild und Wort sollten, wenn möglich, eine Einheit bilden. Wyhl-Plakate sollten inhaltlich informieren und für Anti-Atom-Demos, Aktionen und Veranstaltungen der Volkshochschule Wyhler Wald werben. Meinung sollte gebildet, Handeln beeinflusst, Nachrichten und Informationen verbreitet werden.

Auf dem „frisch besetzten“ Platz im September 1974 im Wyhler Wald lag ein Stapel Plakate, verbunden mit der Bitte diese weiterzuverbreiten. Als junger Besetzer habe ich mich bedient, mir einen Tacker angeschafft und begonnen, Plakate an Kaiserstühler Hoftoren zu befestigen. Im Laufe des Wyhl-Protestes wurden tausende Schriftplakate, Bildplakate und Schrift-Bild-Plakate getackert und geklebt. Von mir wurde sicher mindestens ein Kilo Tacker-Munition „verschossen“ und ich kannte viele der Hoftorbesitzer, die alle gegen Atomkraft waren.

Von jedem Plakat habe ich einige Exemplare aufgehoben. In diesen frühen Anfängen 1974 liegen die Wurzeln einer umfangreichen Plakatsammlung, die weit über Wyhl-Plakate hinausgeht. Zwischenzeitlich liegt von jedem Plakat-Motiv (1466 unterschiedliche Plakate) und von jedem Aufkleber ( 835 unterschiedliche Aufkleber) zumindest ein Exemplar im Archiv des Badischen Landesmuseums, aber auch die Archive des Haus der Geschichte in Baden-Württemberg, der Bürgerinitiativen in Weisweil, das Heimatmuseum in Wyhl, das Archiv Soziale Bewegung und das Archiv Deutsches Atomerbe wurden beliefert. Im Deutschen Historischen Museum in Berlin hängt das berühmte „Nai hämmer gsait“ Plakat in der Dauerausstellung und in manchen Ausstellungen zu „500 Jahren Bauernkrieg“ im Jahr 1995 waren Wyhl-Plakate mit Bauernkriegsbezug zu sehen.

Das Motiv „HEUTE TANNEN -MORGEN WIR“ zeigt den Übergang von der Anti-Atom-Bewegung zum Kampf gegen das Waldsterben 1.0. Um das Fessenheim-Plakat „Darum Katastrophenschutzplan“ wurde viel diskutiert. Viele Aktive wollten die sofortige Abschaltung und keinen Katastrophenschutz. Das grafisch hervorragende Plakat erschien politisch zu defensiv. Es gab frühe, schlichte Schablonenmotive, es gab die inhaltlich wichtigen „Erklärungen der Bürgerinitiativen“ und Plakate im Stil chinesischer Wandzeitungen. Das Landtagswahlplakat von Herrn Dr. Schött brachte den BI-Aktiven und Endinger Apotheker lange vor der Gründung der GRÜNEN in den Landtag, obwohl kein Partei-Logo darauf zu sehen ist. Die alten Wyhl-Plakate sind heute Teil der Regionalkultur und Regionalgeschichte und sie sind, was damals niemand gedacht hätte, „museumswürdig“.

Das ikonische "Nai hämmer gsait" Motiv war anfangs durchaus umstritten.
Als Plakatidee hat Hubert Hoffmann den Satz eines elsässischen Marckolsheim-Transparents (Jetzt awer langts. Nai hanmer g`sait) aufgegriffen. Mein Freund Hubert war in der Zeit der Wyhl-Proteste ein viel beschäftigter, nie bezahlter Hobbygrafiker der Bürgerinitiativen und der Umweltbewegung. Auf vielen der alten Wyhl-, Fessenheim-, Waldsterben- und Dreyecklandplakaten findet sich irgendwo versteckt ein kleines Schneckensymol, das Zeichen, dass die Grafik von Hubert Hoffmann stammt. Von ihm kam die Idee des ersten NAI-Plakats und ich erinnere mich noch, wie schwierig es für mich war, die erste Ablehnung in den BI’s für das Motiv zu überwinden und endlich in Druck zu gehen. Es war damals nicht anders als heute: Ein Plakatmotiv, drei Leute, vier Meinungen und viel Kritik … Später wurde das anfänglich umstrittene und teilweise sogar abgelehnte Motiv zu dem Symbol des erfolgreichen Widerstands gegen das Atomkraftwerk Wyhl und heute ziert es im Wyhler Wald den Gedenkstein der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen.

Vom Plakat zum Aufkleber
Längliche gelbe Plakate der Bewegung gegen das Waldsterben 1.0 waren zum Tackern an absterbenden Bäumen und für Telegraphenmasten gedacht. Die Nutzung bestimmt das Format. Große Plakate sind schnell „aus der Mode“ gekommen. Die alten, vernarbten Kaiserstühler Hoftore wurden weniger oder aufgehübscht. Die Möglichkeiten große Plakate zu befestigen, wurden weniger. Zuerst führte das dazu, dass die Drucke kleinformatiger wurden, dann kam der "Spucki" (ein Papieraufkleber, der von hinten befeuchtet werden musste) und heute ist häufig der politische Aufkleber an die Stelle des Plakates getreten.

Dennoch gibt es auch heute noch politische Plakate und Umwelt-Plakate, zum Beispiel als Werbung für Fridays for Future Demos. Durch die Möglichkeiten des Internets und durch Bildbearbeitungsprogramme sind allerdings die künstlerischen Einflüsse bei der Motiv-Gestaltung leider geringer geworden. Eine sehr persönliche Variante und Fortsetzung der alten Idee sind die Mitwelt-Kleinanzeigen.

Das politische und ökologische Plakat ist heute größtenteils aus der Öffentlichkeit verschwunden und ins Internet gewandert. Es war einmal ein Teil des öffentlichen Meinungsstreits und wichtiger Bestandteil der politischen Kultur. Mal schauen, was kommt.

Axel Mayer, ehemaliger Bauplatzbesetzer und Plakatierer in Wyhl, Mitwelt Stiftung Oberrhein
(mit einem herzlichen Dank an die Frauen und Männer, die Plakate für Demokratie, Umwelt und Frieden entworfen, finanziert, gedruckt und plakatiert haben und auch an die, die dies heute noch tun)

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Lebensraum «Korallenriff» im Zoo Basel komplettiert
Lebensraum «Korallenriff» im Zoo Basel © Zoo Basel
 
Lebensraum «Korallenriff» im Zoo Basel komplettiert
In den letzten Jahren wurden die beiden Schaubecken 25 und 27 im Vivarium des Zoo Basel umgebaut. Sie ergänzen die Schaubecken 21 und 23 und zeigen weitere Lebensräume aus dem Korallenriff. Seit ein paar Monaten sind sie nun wieder in Betrieb, doch Veränderung gehört bei der Entwicklung solcher Becken zum Alltag. Mit den Korallenriff-Becken will der Zolli seine Gäste für diese durch Übernutzung und Klimawandel bedrohten Lebensräume sensibilisieren. Mit den Einnahmen aus dem freiwilligen Naturschutzfranken unterstützt er zudem ein Korallen-Wiederaufforstungsprojekt auf Sansibar.

Die Schaubecken 25 und 27 waren die letzten beiden Becken des aquaristischen Teils des Vivariums, die seit dessen Eröffnung 1972 nicht grundlegend renoviert wurden. Dies wurde in den vergangenen Jahren nachgeholt: Die Grundmauern wurden saniert, die Scheibe wurde ausgetauscht, die gesamte Dekoration ersetzt und die komplette Technik erneuert. Die Becken gehören zum Bereich der Tropischen Meere im Vivarium und widmen sich dort dem Thema «Korallenriff».

Für jedes Riff ein Becken
Schon im Schaubecken 21 sind Korallenfische zu sehen; jedoch hauptsächlich solche, die Korallen fressen. In den anderen Becken wurde daher Wert daraufgelegt, sowohl Korallen als auch Fische zu zeigen. Das schon vor Jahren fertig gestellte Schaubecken 23 zeigt den Bereich des Innenriffs; die der Küste zugewandte und vom Wellengang verschonte Seite. Das neue Schaubecken 25 ist dem Riffdach gewidmet; dem höchsten Punkt des Korallenriffs, der das Innenriff vom Aussenriff trennt. Entsprechend ist das Aussenriff, das dem offenen pelagischen Ozean zugewandt ist, in Schaubecken 27 dargestellt.

Tägliche Arbeit erforderlich
Ähnlich wie bei einem echten Korallenriff gehört Veränderung in den Schaubecken zum täglichen Leben. Die Felsen werden zunächst von sogenannten Pionierarten besiedelt. Diese werden im Laufe der Zeit von anderen Arten verdrängt und ersetzt. Speziell im Schaubecken 25 werden typische Pionierarten herangezogen, die ins Schaubecken 27 umgesetzt werden, sobald sie eine gewisse Grösse erreicht haben. Dazu zählen die Schalenkoralle (Montipora foliosa), die Griffelkoralle (Stylophora pistillata), die Blumenkohl-Steinkoralle (Pocillopora damicornis) oder die Nadelkoralle (Seriatopora caliendrum). Erst mit der Zeit werden Tischkorallen (Acropora hyacinthus) oder Erdbeerkuchenkorallen (Acropora microcladus) ins Schaubecken 25 eingesetzt. Diese etwas empfindlicheren Arten bilden die für das Riffdach charakteristische Tischform aus. Das eigentliche Riff wird vor allem von Stein- und Hornkorallen gebildet. Mit der Gelappten Lederkoralle (Sinularia brassica), dem Kenya-Bäumchen (Capnella imbricata), der Pilzlederkoralle (Sarcophyton elegans) oder der Meerhand (Alcyonium sp.) leben aber auch Weichkorallen im Riff. Zusätzliche Wirbellose wie Schnecken, Muscheln, Putzergarnelen, Krabben, Seeigel und Schlangensterne reinigen das Riff insbesondere von Algen. Vervollständigt wird das Riff durch die Fische. Während im Schaubecken 27 im Wesentlichen verschiedene Doktorfische und der Traum-Kaiserfisch (Pomacanthus navarchus) unterwegs sind, leben im Schaubecken 25 auch Lippfische und Zwergkaiserfische. Die Gelbrücken-Fahnenbarsche (Pseudanthias evansi) kommen stets im Schwarm vor, während der Halfterfisch (Zanclus cornutus) als Einzelgänger unterwegs ist.

Biodiversitäts-Hotspot «Korallenriff»
In Korallenriffen ist die Artenvielfalt besonders hoch und divers. Deswegen gelten sie als sogenannte «Hotspots der Biodiversität», die in den Bemühungen gegen die Verarmung der Meeresfauna eine entscheidende Rolle spielen. Auch im Vivarium sind die Schaubecken 25 und 27 die Becken mit dem artenreichsten Besatz: Im Schaubecken 25 leben derzeit 75 Tierarten (7 Fischarten, 56 Korallenarten und 12 Wirbellose). Im Schaubecken 27 sind es deren 35 (5 Fischarten, 22 Korallenarten und 8 Wirbellose).

Auch in der Natur aktiv
Zusammen mit der Organisation marinecultures.org engagiert sich der Zolli seit 2015 für den Schutz mariner Ökosysteme auf Sansibar. Die Organisation hat erfolgreich nachhaltige Schwammzuchten aufgebaut und umfangreiche Erfahrungen in der Wiederaufforstung von Korallenriffen gesammelt. Bisher setzte sie dabei auf die etablierte Methode der asexuellen Korallenreproduktion durch Fragmentierung. Nun startet marinecultures.org ein neues Korallenprojekt. Zum ersten Mal in der Region des Westindischen Ozeans soll in Jambiani die sexuelle Korallenreproduktion erforscht und implementiert werden. Ziel ist es, die genetische Vielfalt der Korallen zu erhöhen und dadurch geschädigte Riffe langfristig widerstandsfähiger gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu machen. In Jambiani entsteht dafür ein kostengünstiges, wartungsarmes Labor, in dem gesammelte Eizellen mit Samenzellen befruchtet und zu Larven herangezogen werden. Anschliessend wachsen die Larven auf geeigneten Substraten zu jungen Korallen heran.

Zentrum für Forschung, Aus- und Umweltbildung
Das Labor bildet das Herzstück eines Forschungs-, Ausbildungs- und Informationszentrums, das derzeit im Aufbau ist. Ein begleitendes Informationsangebot soll sowohl der lokalen Bevölkerung als auch dem Tourismus die Bedeutung gesunder Korallenriffe näherbringen und das Bewusstsein für den Schutz mariner Ökosysteme stärken. Zudem soll die neue Methode über Ausbildungsprogramme, die marinecultures.org anbietet, in die gesamte Region des Westindischen Ozeans getragen werden, sodass lokale Organisationen künftig selbst davon profitieren und eigene Korallenrestaurationsprojekte mit der neuen Methode betreiben können.

Ein Franken für den Naturschutz
Neben dem Korallenprojekt von marinecultures.org unterstützt der Zoo Basel eine Vielzahl von Projekten zum Erhalt bedrohter Arten und ihrer Lebensräume. Die dafür eingesetzten Mittel stammen von den Zoo-Besucherinnen und -Besuchern. Beim Kauf des Eintrittstickets können sie freiwillig einen Franken zugunsten des Natur- und Artenschutzes spenden. Der Zoo Basel wählt die Projekte sorgfältig aus, begleitet deren Entwicklung und informiert die Öffentlichkeit regelmässig über Fortschritte und Ergebnisse.
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Krippenspiel auf dem Mundenhof
Samstag, 13., und Sonntag, 14. Dezember, um 17 Uhr

Am Samstag, 13. Dezember und Sonntag, 14. Dezember, jeweils um 17 Uhr läutet das Glöckchen auf dem Verwaltungsgebäude des Mundenhofs das traditionelle Krippenspiel ein.

Dieses Jahr ist es wieder so weit. Etwa 80 Tiere und 150 Menschen lassen das Krippenspiel des Mundenhofs lebendig werden – sie spielen die Weihnachtsgeschichte in ganz besonderer Form auf der Sandbahn neben dem Aquarium nach. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Kinder und Jugendliche des KonTiKis, Eltern, ehrenamtliche Helfer*innen, Mitarbeitende und die vielen tierischen Darsteller des Mundenhofs wie Ochse, Esel, Schafe, Ziegen, Pferde, Kamele und Lamas sind mit dabei.

Die Erzählung ist wohlbekannt: Die Frauen am Dorfbrunnen in Nazareth tauschen Neuigkeiten aus, Maria und Josef sind auf Herbergssuche und finden in Bethlehem einen Stall, im Palast des Herodes wird getanzt, die Römer kommen hoch zu Ross und die Weisen aus dem Morgenland auf den Kamelen.

Der Eintritt beträgt für Erwachsene 5 Euro, Kinder bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Die Parkgebühr muss zusätzlich entrichtet werden. Die Aufführung findet auch bei Regen oder Schneefall statt.

Interessierte können sich für den Vorverkauf an die Verwaltung des Mundenhofs, die Hofwirtschaft oder die Bürgerberatung am Rathausplatz wenden. Weitere Infos gibt es online
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Tiertheater mit Fräulein Brehm – Das Waldhaus im Dezember
Auerhuhn (c) Zwerger r Leben
 
Tiertheater mit Fräulein Brehm – Das Waldhaus im Dezember
Sonntag, 14. Dezember, 14 und 16 Uhr | ohne Anmeldung
Fräulein Brehms Tierleben: 14 Uhr Tetrao urogallus – Das Auerhuhn, 16 Uhr Canis lupus – Der Wolf
Das Waldhaus präsentiert das einzige Theater weltweit für heimische bedrohte Tierarten. Um 14 Uhr betritt das Fräulein mit „Tetrao urogallus – Das Auerhuhn“ die Bühne. Der größte Hühnervogel Europas ist bekannt für seinen einzigartigen Liebestanz, seinen majestätischen Schritt und sein unfassbares Verdauungsorgan. Um 16 Uhr erfahren die Besuchenden Erstaunliches über das größte Raubtier aus der Familie der Hunde: „Canis lupus – Der Wolf“.
Die Vorführungen sind für neugierige Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren
(Wolf) und 14 Jahren (Auerhuhn) geeignet. Der Eintritt ist frei, Spenden sind
willkommen. Weitere Informationen unter www.brehms-tierleben.com.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Naturpark Südschwarzwald mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Europäischen Union.

Kontakt Waldhaus: per E-Mail an info@waldhaus-freiburg.de oder telefonisch unter 0761 896477-10 (Dienstag bis Freitag 9 bis 12.30 Uhr, Donnerstag bis Freitag 14 bis 16.30 Uhr).

Die Öffnungszeiten des Waldhauses im Dezember: Dienstag bis Freitag 10 bis 16.30 Uhr, Sonntag und Feiertag 11 bis 16 Uhr (mit Ausstellung und Waldhaus-Café).
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Freiburg: Recyclinghöfe verkaufen Streusplitt
Ein bisschen Schnee lag schon, der Winter ist da: Bei Glätte sind Freiburgs Bürger*innen dazu verpflichtet, auf dem Gehweg ausschließlich Splitt oder Sand zu streuen. Streusalz ist verboten, weil es Pflanzen schädigt und das Grundwasser belastet. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) ist nur für den Winterdienst auf Gehwegen in Freiburgs Innenstadt und Teilen des Stühlingers verantwortlich. Damit jeder Freiburger Haushalt mit ausreichend Splitt versorgt werden kann, hat die ASF auf den Recyclinghöfen in Haslach, Littenweiler und St. Gabriel Verkaufsstellen für Splitt eingerichtet.

Das Material wird lose ausgegeben, ist salzfrei und eignet sich ideal zum Streuen auf Gehwegen und Treppen. Interessierte müssen eigene Eimer (bis 10 Liter Volumen) mitbringen, eine Eimerfüllung kostet 1 Euro.

Öffnungszeiten
St. Gabriel (Liebigstraße): Dienstag von 9 bis 12.30 Uhr und von 13 bis 18 Uhr, freitags und samstags von 8 bis 13 Uhr
Haslach (Carl-Mez-Straße 50): Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, samstags von 9 bis 16 Uhr
Littenweiler (Schnaitweg 7): Mittwoch von 9 bis 16 Uhr, samstags von 9 bis 13 Uhr
 
 

 
Baumfällungen an vier Standorten im Stadtgebiet im Dezember
Im Dezember muss das Immobilienmanagement Freiburg (IMF) an vier Standorten insgesamt zwölf Bäume fällen. Die betroffenen Bäume sind ganz oder zu Teilen abgestorben, daher ist die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet. Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) hat die Fällungen entsprechend der Baumschutzsatzung genehmigt. Zum Ausgleich gibt es für alle Bäume Ersatzpflanzungen.

Gefällt werden müssen ein abgestorbener Mammutbaum am Spielturm Krozingerstraße in Weingarten sowie ein absterbender Mammutbaum auf dem Sportgelände der Anne-Frank-Schule in Betzenhausen. Weichen müssen außerdem eine von Wurzelfäule befallene Esche auf dem Gelände der Feuerwehr in Hochdorf sowie neun absterbende Eschen mit Rindenschäden und Pilzbefall an der städtischen Gemeinschaftsunterkunft in der Merzhauser Straße.
 
 

 
Umweltchemikalien - Risiken für Mensch und Natur
Am Samstag 29. November 2025 ab 10:15 Uhr im Hörsaal 1015, Universität Freiburg i.Br., KG 1, Platz der Universität 3, berichten Maike Brabenec, Dipl.-Geologin, Freiburger Institut für Umweltchemie (FIUC) e.V. über "Gesundheitsrisiken durch Umweltchemikalien in Neu- & Altbauten mit Querbezügen zur Nahrung" und Prof. Dr.-Ing. habil. Harald Schönberger über "Ewigkeitschemikalien PFAS - POP - Risiken für Natur & Mensch. Wie vermeiden?" beim Samstags-Forum Regio Freiburg von ECOtrinova e.V. mit BUND RV und OV, NABU Freiburg, Plan B e.V., Fachschaft Forst-Hydro-Umwelt und weiteren ideellen Mitträgervereinigungen. Der Eintritt ist frei.

Kurzhintergrund: Umwelt-Risikochemikalien

Täglich kommen wir mit Chemikalien wie z.B. Lösungsmitteln, Farben und Lacken, Haushaltchemikalien, Weichmachern und Flammschutzmitteln aus Kunststoffen in Berührung. Die von solchen Chemikalien ausgehenden Gefahren betreffen alle. Um die menschliche Gesundheit und die Umwelt vor chemischen Substanzen zu schützen, trat 2007 die europäische Chemikalienverordnung REACH für alle Chemikalien, die nicht in speziellen Gesetzen, wie z.B. der Biozid- oder Arzneimittelverordnung, geregelt werden. Besonders problematische Chemikalien können für bestimmte Verwendungen verboten oder zulassungspflichtig werden. Besonders besorgniserregende Stoffe sind giftig und langlebig in der Umwelt und reichern sich in Organismen an. Ebenfalls gehören Stoffe dazu, die auf das Hormonsystem wirken, die sogenannten Endokrinen Disruptoren. Dadurch kann u.a. die Entwicklung und die Fortpflanzung von Lebewesen geschädigt werden. - Besonders kritisch ist der langfristige Verbleib von krebserregenden, fortpflanzungsgefährdenden und lebertoxischen Substanzen im menschlichen Blut und in der Muttermilch, in die sie über die Nahrung, das Trinkwasser oder die Atemluft gelangen.

Ein Beispiel von vielen: Perfluoroktansäure (⁠PFOA⁠) ist bis auf wenige Ausnahmen im Rahmen der ⁠POP⁠-Konvention inzwischen international verboten. Die Säure kann als Verunreinigung, Rückstand oder Abbauprodukt in einer Vielzahl von Erzeugnissen vorkommen, die mit Fluorpolymeren, –elastomeren oder mit seitenkettenfluorierten Polymeren ausgerüstet sind, zum Beispiel in Funktions- und Haushaltstextilien, beschichtetem Kochgeschirr und fettabweisendem Papier. Aber auch Feuerlöschschäume können ⁠PFOA⁠ oder ihre Vorläuferverbindungen enthalten. Besonders kritisch ist der langfristige Verbleib der krebserregenden, fortpflanzungsgefährdenden und lebertoxischen Substanz im menschlichen Blut (drei bis vier Jahre) und in der Muttermilch, in die sie über die Nahrung, das Trinkwasser oder die Atemluft gelangt. (Auszug gekürzt und red. bearb. aus umweltbundesamt.de/daten/chemikalien/chemikalien-in-der-umwelt#undefined (14.7.2025)

"PFAS ist eine Abkürzung für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen – auch bekannt als PFC (per- und polyfluorierte Chemikalien), PFT (perfluorierte Tenside) oder "forever chemicals" ("Ewigkeitschemikalien"). Diese Stoffgruppe umfasst mehr als 10.000 verschiedene Stoffe, die aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften und großen Stabilität eine breite Anwendung finden. Dazu gehört der Einsatz in verschiedenen Industriebereichen, Brandbekämpfung, Klimaanlagen, Landwirtschaft und Alltagsprodukten, wie Textilien und Haushaltswaren. ⁠PFAS⁠ kommen nicht natürlich vor. ⁠PFAS⁠ sind kaum abbaubar und verbleiben daher für einen sehr langen Zeitraum in der Umwelt. Einige PFAS reichern sich in der Umwelt und in Organismen an und wirken zudem gesundheitsschädlich auf den Menschen.(...)." umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reach/stoffe-ihre-eigenschaften/stoffgruppen/pfas-portal-start#strap-74770
POP: persistant organic Pollutants (beständige organische Schadstoffe) PFAS: fluorierte organische Verbindungen
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