Prolixletter
Dienstag, 9. Juni 2026
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Öko plus

 
Freiburg: Wohlfühlen im Wald
Die Waldhaus-Termine im Mai

Mittwoch, 6. Mai, 17 bis 19 Uhr | ohne Anmeldung
Waldspaziergang im Freiburger Stadtwald
Auf dieser Tour mit Albrecht Franke, Forstdirektor a.D., erleben die Teilnehmenden rund um das Waldhaus den Wald im späten Frühling. Sie erfahren Wissenswertes über nachhaltige Waldbewirtschaftung, über das Management der Erholungsfunktion des Waldes sowie die Bedeutung für den Natur-, Arten- und Klimaschutz. Ab 12 Jahren. Teilnahme frei

Sonntag, 10. Mai, 11 Uhr | Ohne Anmeldung
Feelings in Trees: Konzertmatinee mit AnChora
AnChora unter der Leitung von Martina Freytag (www.martina-freytag.com) präsentiert in seinem Programm einen frechen Mix aus Rock, Pop, Jazz & Soul. Vom Publikum gezogene Baumkarten legen die Liedfolge der Matinee spontan fest. Bei schönem Wetter draußen im Atrium. Der Eintritt von 11 Euro und freundliche Spenden kommen der Umweltbildung im Waldhaus zugute.

Mittwoch, 13. Mai, 18 bis ca. 19.30 Uhr | ohne Anmeldung
Exkursion: Nachhaltige Waldbewirtschaftung im Erholungswald
Bei einer Wanderung durch den Mooswald erläutert Revierförster Ernst Krämer die Waldbewirtschaftung inklusive Holznutzung in einem stark frequentierten Erholungsraum. Bitte an festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung, ggfs. Sonnenschutz und etwas zu trinken denken. Treffpunkt: Spielplatz im Wolfswinkel. Ab 13 Jahren. Teilnahme frei. In Kooperation mit dem städtischen Forstamt

Sonntag, 17. Mai, 11.30 bis 15 Uhr | ohne Anmeldung
Waldgarten: Offene Gartentür, mit Führung und Mitmachaktion
Nahe dem Waldhaus entsteht ein Waldgarten, der nach Permakultur-Prinzipien geplant und gestaltet wird. Durch die Auswahl bestimmter Bäume, Sträucher und Pflanzenarten entsteht ein experimentelles Agroforstsystem. Von 11.30 bis 12 Uhr führt Angie Schmidt als Naturpädagogin und Fachfrau für Permakultur durch den Garten und informiert über das Projekt. Danach sind Interessierte eingeladen, von 12 bis 15 Uhr mit der Projektgruppe aktiv zu werden. Wer es einrichten kann, kommt am besten in wetterangepasster, zur Gartenarbeit tauglicher Kleidung und bringt sich je nach Bedarf etwas Verpflegung mit. Teilnahme frei, Spenden willkommen

Sonntag, 17. Mai, 14 und 16 Uhr | ohne Anmeldung
Fräulein Brehms Tierleben: 14 Uhr Lynx lynx – Der Luchs, 16 Uhr Hirundo Rustica – die Rauchschwalbe
Fräulein Brehms Tierleben, das einzige Theater für heimische gefährdete Tierarten und Sprachrohr der Wissenschaft, gastiert an ausgewählten Sonntagen im Waldhaus. Um 14 Uhr präsentiert sie den „kleinen Löwen“ Europas: Lynx lynx, den Luchs. Um 16 Uhr bringt das Fräulein Hirundo Rustica, die Rauchschwalbe, auf die Waldhaus-Bühne. Die Vorführungen sind für neugierige Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren (Luchs) bzw. 10 Jahren (Rauchschwalbe) geeignet. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Weitere Informationen unter www.brehms-tierleben.com. Diese Veranstaltung wird gefördert vom Naturpark Südschwarzwald mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Europäischen Union.

Donnerstag, 21. Mai, 17 bis 18.30 Uhr | Anmeldeschluss: 11. Mai
Stress lass nach: Entspannen im Grünen durch Shinrin Yoku (Waldbaden)
„Shinrin Yoku“ kommt aus dem Japanischen und bedeutet „Baden in der Waldluft“. Zum Herunterkommen und Durchatmen nach einem Arbeitstag tauchen die Teilnehmenden mit Kristin Vollmar, Referentin für Waldpolitik und zertifizierte Kursleiterin für Waldbaden, ein in die heilende Wirkung des Waldes und genießen bewusst die Natur mit allen Sinnen. Entspannung, Achtsamkeitsübungen im Wald und Wohlfühlen stehen im Vordergrund. Das Schlendern ist gespickt mit einer Prise Wissen über den Ursprung des Waldbadens und die verblüffenden gesundheitlichen Wirkungen des Waldes. Teilnahmebeitrag: 13 Euro

Anmeldungen unter www.waldhaus-freiburg.de/veranstaltungskalender oder unter Tel. 0761 / 896477-10 (Dienstag bis Freitag 9 bis 12.30 Uhr)

Öffnungszeiten des Waldhauses: Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Sonntag und Feiertag 12 bis 17 Uhr (mit Waldhaus-Café)
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Garten Herrenmühle Bleichheim im Mai
Foto: Veranstalter
 
Garten Herrenmühle Bleichheim im Mai
Im Garten unterhalb des Bleichheimer Schlosses ist der Frühling in vollem Gange.

Glyzinien und erste Rosen betören mit ihrem Duft, Schwertlilien begleiten mit ihrer Blütenfülle die Kletterer. Im romantischen Garten von Hansjörg Haas zeigt sich nun die Fülle des ausklingenden Frühjahrs und beginnenden Frühsommers. Die großen Staudenbeete beeindrucken mit Blüten und frischen Grüntönen, unzählige Funkien und Farne bezaubern mit Blattfarben und –formen. Eintritt wird erhoben, der Fachmann steht Besuchern für Fragen zur Verfügung.

Geöffnet: Sonntag, 10. Mai von 13 bis 18 Uhr, Freitag 8. und 22. Mai jeweils von 15 bis 18 Uhr.

Adresse: Schloßplatz 2, 79336 Herbolzheim
Für Rückfragen: Hansjörg Haas, Tel. 07643 40137
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Zwergotter-Jungtiere entdecken die Aussenanlage
Zwergotter-Jungtiere entdecken die Aussenanlage © Zoo Basel
 
Zwergotter-Jungtiere entdecken die Aussenanlage
Am 19. Januar 2026 sind im Zoo Basel zwei gefährdete Zwergotter (Aonyx cinereus) geboren. Nach ihren ersten Lebenswochen in der Wurfbox erkunden die Geschwister nun erstmals die Aussenanlage. Dabei liefern sie sich verspielte Raufereien – ein typisches Zeichen für ihr ausgeprägtes Sozialverhalten. Für Mutter Riya (8) und Vater Ramu (3) sind es die ersten Jungen, die sie erfolgreich aufziehen, für den Zoo Basel die ersten jungen Otter seit 13 Jahren.

Zwergotter (Aonyx cinereus) sind die kleinsten Otter der Welt. Sie leben an Flüssen und Seen, in Sümpfen, küstennahen Feuchtgebieten, Mangrovenwäldern und Reisfeldern in Süd- und Südostasien. Dort jagen sie im Wasser nach Krebsen, Muscheln, Schnecken und weiteren Wasserlebewesen.

Lange erwartet
Seit dem 27. Juni 2023 bewohnen Zwergotter-Weibchen Riya (8) und das Männchen Ramu (3) die Aussenanlage vor dem Vogelhaus. Nachdem ein erster Wurf im Jahr 2025 erfolglos blieb, kamen am 19. Januar 2026 zwei Jungtiere zur Welt. Für den Zoo Basel sind es die ersten jungen Otter seit 13 Jahren. Da Otter während der Aufzucht sehr störungsempfindlich sind, wurde die Familie zunächst nicht gestört. Erst bei der ersten tierärztlichen Kontrolle am 6. März 2026 zeigte sich, dass es sich um zwei Jungtiere handelt. Die Nesthocker kommen nackt und blind zur Welt, weshalb die beiden Jungtiere, ein Männchen und ein Weibchen, ihre ersten Lebenswochen geschützt in der Wurfbox verbrachten. Mit den steigenden Temperaturen erkunden sie nun erstmals die Aussenanlage.

Verspieltes Verhalten
Auf der Aussenanlage sind derzeit wilde Raufereien und Spasskämpfe der jungen Zwergotter zu beobachten. Otter sind gesellige und verspielte Tiere. Oft sind sie in Familienverbänden von bis zu zwölf Tieren auf Nahrungssuche unterwegs. Sie verfügen über ein vielfältiges Stimmrepertoire, das mindestens zwölf verschiedene Laute wie Begrüssungs-, Alarm- oder Paarungsrufe umfasst.

Bestand abnehmend
Der Bestand der Art ist rückläufig. Die Ursachen sind Lebensraumveränderungen durch Strassen- und Dammbau, Wasserverschmutzung und Bejagung. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Zwergotter auf der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten als gefährdet (vulnerable) ein.
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Biotopverbundplanung Freiburg-Mitte startet
Infoveranstaltung am 28. April im Bürgerhaus Zähringen

Lebensräume vernetzen – biologische Vielfalt erhalten

Der Verlust der biologischen Vielfalt ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit – weltweit aber auch in Deutschland. Mehr als die Hälfte der Lebensraumtypen befindet sich in einem schlechten Zustand. Dabei ist eine vielfältige Natur wichtig für funktionierende Ökosysteme und damit auch für die Menschen. Die Stadt Freiburg arbeitet deshalb mit ihrem Aktionsplan Biodiversität seit Jahren daran, Lebensräume besser zu vernetzen und die Biodiversität im Stadtgebiet zu stärken. Ein wichtiges Instrument dafür ist die Herstellung eines funktionsfähigen Biotopverbunds.

Der Biotopverbund schafft ein verknüpftes System aus Lebensräumen. Er ermöglicht Tieren und Pflanzen zu wandern und genetischen Austausch zwischen Populationen herzustellen. Ein funktionsfähiger Verbund fördert die Wiederbesiedlung von Lebensräumen nach lokalem Aussterben und stärkt die Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel. Zwei neu Biotopverbundpläne gibt es bereits, im Osten der Stadt (Schwarzwald) sowie im Westen (Tuniberg). Jetzt soll durch die Planung des letzten Teilgebiets Freiburg Mitte der Biotopverbund flächenhaft für Freiburg hergestellt werden.

Die Stadt Freiburg startet in diesem Jahr deshalb die Erarbeitung des Biotopverbundplans Freiburg-Mitte und lädt dazu am Dienstag, 28. April, 17 Uhr, zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ins Bürgerhaus Zähringen ein.

Bei der Informationsveranstaltung erläutern die Expert*innen des Umweltschutzamts der Stadt, warum die Biotopverbundplanung Freiburg-Mitte wichtig ist, welchen räumlichen Umgriff sie hat und wie das methodische Vorgehen aussieht. Vorgestellt werden konkrete Beispiele für Maßnahmen sowie Möglichkeiten zur finanziellen Förderung. Außerdem möchte die Stadt mit den Teilnehmenden der Veranstaltung ins Gespräch kommen und lokale Expertise zu Wertigkeiten von Einzelflächen, der Landnutzung auf den Flächen und möglichen Biotopverbund-Maßnahmen einbeziehen.

Eingeladen sind alle interessierten Bürger*innen, insbesondere Bewirtschafter*innen sowie Flurstückseigentümer*innen im Außenbereich, Beschäftigte aus Land- und Forstwirtschaft und Mitglieder der Naturschutzverbände.

Um den Biotopverbundplan zu erstellen, werden insbesondere Offenland-Flächen und vorhandene Wanderhindernisse analysiert, mit dem Ziel, diese ökologisch aufzuwerten oder Barrieren zu beseitigen. Darauf aufbauend entwickelt die Stadt Maßnahmenempfehlungen. Die Umsetzung ist freiwillig und kann finanziell gefördert werden.

Zu den Bausteinen eines wirksamen Verbunds gehören u.a. artenreiche, extensiv genutzte Wiesen und Weiden, blütenreiche Ackerlandschaften, strukturreiche Waldränder sowie Feuchtbiotope. Solche Maßnahmen stärken den Naturhaushalt und bringen zugleich Vorteile für die Menschen – vom besser regulierten Mikroklima über extensive landwirtschaftliche Nutzungen bis zu attraktiveren Landschaftsräumen für Erholung.
 
 

 
Tierischer Zuwachs und Fortschritt bei den Bauprojekten
Jahresbilanz des Mundenhofs mit erneutem Rekord: 2025 kamen über 570.000 Besucher*innen
Umweltpädagogische Programme sind beliebter denn je

Auch im Jahr 2025 verzeichnet der Mundenhof einen herausragenden Erfolg:
Mehr als 573.000 Besucher*innen fanden ihren Weg in den Freiburger Tier- und Naturerlebnispark und besuchten die vielseitigen Angebote des Hofes.
Damit wurde nach dem Corona-Knick (2019: 382.000, 2020: 308.000, 2021: 362.000) zum vierten Mal in Folge der Vorjahres-Rekord geknackt: 2022 waren es 486.000, 2023 dann schon 521.000 und 2024 über 557.000 Besucher*innen gewesen. Diese – und viele weitere – Erkenntnisse haben Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit und die Mundenhof-Leiterinnen Susanne Eckert und Birte Boxler heute auf einem Ortstermin vorgestellt.

Bürgermeisterin Buchheit wies darauf hin, dass sich mit dem neuen Rekordwert die Besucher*innenzahl seit 2013 (296.000) fast verdoppelt hat: „Das ist ein riesiger Erfolg und eine große Auszeichnung für die tolle Arbeit, die am Mundenhof jeden Tag geleistet wird. Gleichzeitig verdeutlichen die Zahlen die Notwendigkeit, auch mit Blick auf den neuen Stadtteil Dietenbach den Mundenhof weiterzuentwickeln, um ihn als lebenswerten Naherholungsraum für die Freiburger*innen in Zukunft zu erhalten.“

Darüber hinaus brachte das vergangene Jahr in der Hofverwaltung einige Veränderungen: Seit Mai 2025 ist Hannah Stark als neue KonTiKi-Leiterin auf dem Mundenhof angestellt und sorgt für ein abwechslungsreiches pädagogisches Programm. Seit April 2025 leitet Melinda Schlegel den Bereich Tiergehege.

Abschiede und Neuzugänge im Tierreich
Auch das Jahr 2025 brachte für den tierischen Nachwuchs des Mundenhofs freudige wie traurige Ereignisse mit sich: Unter den Jungtieren waren mehrere Verluste zu beklagen, durch Fehlgeburten oder andere tragische Vorfälle. Insgesamt erblickten 76 neue Tiere das Licht der Welt. Neuzugänge gab es unter anderem bei den Erdmännchen, Straußen, Kamerunschafen und Javaneraffen.

Besonders schmerzlich war der Verlust von Zabrina, der Mutter eines Kamerunschafs, die die Geburt nicht überlebte und eingeschläfert werden musste. Bei den Straußen gab es einen weiteren traurigen Abschied: Henne Kia verstarb nach mehreren schweren Krankheiten. Auch der Verlust von älteren Tieren wie einer Bisonkuh, einer Wollschweinsau und einem Wasserbüffelbullen trübte die Stimmung. Zudem erlitten die Pfauen und Nandus tragische Verluste durch Raubtiere und menschliche Diebstähle. Insgesamt wurden (wie berichtet) 16 Nandu-Eier entwendet.

Dennoch konnte der Mundenhof seinen Tierbestand durch Tierkäufe und Schenkungen aufstocken. So kamen zwei Zackelschafe, zwei Kaschmirziegen und auch ein paar Pfauen neu nach Freiburg. Außerdem wurden ein Wasserbüffelbulle und ein Heidschnuckenbock zu Züchtungszwecken angeschafft. Seit zwei Monaten ist auch der Lamahengst Ulrich auf dem Mundenhof. Seine Ankunft kam vor allem bei den Lamastuten sehr gut an. Namensgebend für den Lamahengst war übrigens eine Patenschaft, die Bürgermeisterin Buchheit ihrem bisherigen Amtskollegen Ulrich von Kirchbach geschenkt hat.

Ein Stall für die Nandus, ein Picknickhäuschen für das Publikum
Die größte bauliche Neuerung bei den Tieren war im vergangenen Jahr der brandneue Nandustall. Die großen Laufvögel können dort getrennt von Lamas und Heidschnucken, die auf der Koppel nebenan leben, untergebracht werden. Sie erhalten dort ungestört ihr Futter und müssen nicht mit den Vierbeinern konkurrieren. Ein weiterer wichtiger Punkt: Der Stall soll ihnen ein artgerechtes, ungestörtes und geschütztes Brüten ermöglichen.

Auf der Kaninchenanlage, der Gibboninsel und der ungarischen Steppenrinderanlage haben die Tierpfleger*innen die Gehege neu eingerichtet, um das Leben der Tiere zu bereichern.

Für das Publikum gibt es ebenfalls eine Neuerung: Aus dem alten Kamerunschafstall wurde ein Picknickhäuschen gezimmert. Dessen Wände sind geschmückt mit Pfoten-, Krallen- und Klauenabdrücken von Erdmännchen, Straußen und Kamerunschafen. Besucher*innen können so auch bei Regen eine kleine Pause machen.

Neben den üblichen Unterhaltsarbeiten entsteht derzeit auf dem Gelände des ehemaligen Bolzplatzes in der Nähe der Hofwirtschaft ein Ort für umweltpädagogische Projekte, an dem Schulklassen und Gruppen klimagerechtes Gärtnern erleben und erlernen können: der Zukunftsgarten.

Daran haben die Mitarbeitenden des Mundenhofs im Jahr 2025 intensiv weitergearbeitet. Unter anderem haben sie den Teichbau vorangebracht, ein Recyclingbeet eingesetzt und einen Fahrradstellplatz gebaut. Auch ein Folientunnel wurde gesetzt, damit die Kinder die geschützte Anzucht von Jungpflanzen begleiten können.

Das KonTiKi-Programm: Eine Erfolgsgeschichte geht weiter
Das umweltpädagogische Aushängeschild des Mundenhofs, das KonTiKi-Programm (Kontakt-Tier-Kind), erfreute sich 2025 unveränderter Beliebtheit. Zu den KonTiKi-Nachmittagen, die dienstags, mittwochs und donnerstags stattfinden, kamen – vor allem mittwochs – etwas mehr Kinder als im vergangenen Jahr. 108 solcher Nachmittage konnte das KonTiKi-Team anbieten. Das Angebot für Schulklassen am Dienstag- und Donnerstagvormittag wurde ebenfalls unverändert gut angenommen – insgesamt kamen 62 Gruppen mit über 1000 Kindern und Jugendlichen.

Auch die übrigen Programme wie die Ferienfreizeiten oder die Gummistiefelwoche fanden wieder statt. Sehr gut besucht war der „Tag der offenen Hoftür“, der im April erstmalig stattfand und bei dem das KonTiKi mit eigenem Stand und mehreren Mitmach-Aktivitäten vertreten war.

Im Dezember 2025 fand wieder das allseits beliebte Krippenspiel statt. Wie gewohnt war es sehr gut besucht. 80 Tiere und 150 (vor allem ehrenamtliche) Menschen machen es immer wieder zum beeindruckenden Erlebnis, wenn die Weihnachtsgeschichte auf dem Mundenhof nachgespielt wird.

Ein kleiner Wermutstropfen bei den KonTiKi-Tieren war der Abschied von Alpaka-Urgestein Moni, das vielen erwachsenen Übungsleiter*innen noch aus ihren eigenen KonTiKi-Kind-Zeiten bekannt war. Dafür kamen zwei Hausesel und drei Alpaka-Stuten neu zur Herde hinzu. Das KonTiKi-Programm wird auch 2026 in gewohnter Weise fortgeführt. Informationen zum aktuellen Angebot gibt es unter www.freiburg.de/kontiki.

Rückschläge
In den vergangenen Monaten musste der Mundenhof einige Rückschläge meistern. In der neuen Werkstatt wurden in einer Nacht mehrere Geräte entwendet, was den Arbeitsalltag vorübergehend erschwerte und zusätzliche Aufgaben für das Team mit sich brachte. Im Dezember kam es zudem zu einem Brandschaden im Eingangsbereich, der ebenfalls Zeit und Ressourcen erforderte.

Seit Jahren kommt es immer wieder zu Vandalismus, Brandstiftung und anderen Dummheiten. Die Gesamtzahl der Schäden liegt in manchen Jahren deutlich im fünfstelligen Euro-Bereich; nicht zu beziffern ist das Ausmaß der Verunsicherung für Menschen und Tieren, aber auch der Frust des Hofpersonals, das viel Aufwand und Arbeitszeit investieren muss, um die Schäden zu beseitigen.

Die Mundenhof-Leiterinnen Susanne Eckert und Birte Boxler hoben hervor, dass der Mundenhof alle Fälle von Vandalismus, Brandstiftung oder Einbrüchen konsequent zur Anzeige bringt: „Neben dem finanziellen Schaden durch solche Handlungen sind es vor allem die Folgeerscheinungen, die uns langfristig beschäftigen. Neben der Unsicherheit bei Mitarbeitenden, Besuchenden und unseren Tieren kostet es eben auch enorm viele Ressourcen, alles wieder funktionstüchtig herzurichten. Das sind Kapazitäten, die uns dann an anderer Stelle fehlen und die wir viel lieber in ein schönes Aufenthaltserlebnis für Besuchende, weitere pädagogische Angebote für Kinder oder auch betreuungsintensive Gebäudeumbauten investieren würden.“

Ausblick
Für das Jahr 2026 hat der Mundenhof erneut ein vielfältiges Programm geplant, das die Besucherinnen und Besucher begeistern wird. Neben den etablierten Festen wird am Sonntag, 10. Mai, der „Markt für Morgen“ stattfinden – ein großes Fest der Bildung für nachhaltige Entwicklung, das zahlreiche Mitmach-Aktionen und Aussteller aus den Bereichen Klimaschutz, Artenvielfalt und soziale Gerechtigkeit vereinen wird.

Zudem freut sich der Mundenhof bereits auf den inklusiven Kinder-Kunst-Workshop der „Gemischten Tüte“ am 21. Juni, der Kindern einen kreativen

Zugang zur Drucktechnik mit Naturmaterialien und Licht ermöglicht. Baulich wird aktuell der Umbau der Alten Schmiede zur „Zukunftsschmiede“ als Lernraum weiter vorangetrieben, um den stark nachgefragten pädagogischen Angeboten des Mundenhofs zusätzlichen Raum zu bieten.

Weitere Infos zum Mundenhof online
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FFH-Schutzgebiet „Mooswälder bei Freiburg"
Monitoring der Bechsteinfledermaus hat begonnen

Im Mooswald startet in diesem Jahr ein umfangreiches Forschungsprojekt. Von April bis September untersuchen Experten des Instituts für Tierökologie und Naturbildung die Bechsteinfledermaus, eine seltene und streng geschützte Art. Auftraggeberin ist die Deutsche Bahn, die gesetzlich verpflichtet ist, vor dem geplanten Ausbau des 3./4. Gleises im Raum Freiburg mögliche Auswirkungen auf die Fledermäuse im FFH-Schutzgebiet „Mooswälder bei Freiburg" zu überwachen und zu dokumentieren.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen bis zu acht Kolonien der Bechsteinfledermaus. Die Forschenden wollen herausfinden, wo die Tiere ihre Quartiere haben, welche Teile des Waldes sie als Jagdgebiet nutzen und wie sie sich im Verhältnis zur Autobahn A5 bewegen – insbesondere, wo und wie häufig sie diese queren. Die Ergebnisse fließen in die Planung und Evaluierung der Wirksamkeit von Querungsbauwerken (Grünbrücken, Durchlässe) ein.

Für die Untersuchungen kommen mehrere wissenschaftliche Methoden zum Einsatz. Zunächst werden Fledermäuse in Netzen gefangen und mit kleinen, leichten Radiosendern ausgestattet, die ein präzises Verfolgen ihrer Bewegungen ermöglichen. Ergänzend wird im gesamten Untersuchungsgebiet ein automatisches Telemetrienetz aufgebaut: Rund 48 Stationen registrieren die Signale der besenderten Tiere und zeichnen ihre Routen auf. Zusätzlich werden an ausgewählten Standorten akustische Erfassungsgeräte eingesetzt, die die Ultraschallrufe der Fledermäuse aufzeichnen.

Wer die mit Solarpanelen ausgestatteten Telemetrie-Geräte im Wald entdeckt: Die Geräte sind mit einem Informationsschild und den Kontaktdaten des Instituts versehen. Sie sind ungefährlich und erfassen ausschließlich den Flug der besenderten Fledermäuse.
 
 

 
Freiburg: Infoveranstaltung zur neuen Klimaanpassungsstrategie
mit Workshop zum Hitzeaktionsplan am Dienstag, 14. April

Informieren und Mitmachen für ein lebenswertes Freiburg trotz Klimawandel

Rekordtemperaturen, Tropennächte, starke Niederschläge und immer längere Trockenperioden – der Klimawandel ist kein Phänomen der Zukunft, sondern bereits heute spürbare Realität in Freiburg. Deshalb hat die Verwaltung in den letzten zwei Jahren eine neue und umfassende Klimaanpassungsstrategie erarbeitet. Bei einer Infoveranstaltung am Dienstag, 14. April, um 17 Uhr stellt das Umweltschutzamt im Humboldtsaal, Humboldtstraße 2, die Strategie vor.

Im Anschluss an die Vorstellung der Klimaanpassungsstrategie sind die Anwesenden eingeladen, selbst aktiv zu werden. Auf dem Programm stehen Workshops zur Entwicklung des Hitzeaktionsplans für Freiburg. Dieser ist eine zentrale Leuchtturm-Maßnahme der Klimaanpassungsstrategie. Bis zum Sommer 2027 soll der Plan stehen. Das Umweltschutzamt freut sich auf das Wissen und Anregungen der Teilnehmenden: Wie und wo sind wir in Freiburg von Hitze betroffen sind und in welcher Weise können wir als Stadtgesellschaft aktiv werden, um insbesondere vulnerable Gruppen wie Ältere, Kinder und Kranke besser zu schützen?

Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit eröffnet die Veranstaltung, Anne Hillenbach von der Energieagentur Freiburg moderiert den Abend. Die Veranstaltung endet gegen 20 Uhr. Die Plätze sind begrenzt, wer seine Teilnahme sichern will, kann sich bis Mittwoch, 8. April, unter https://eveeno.com/freiburgklimaanpassung_hitzeaktionsplan anmelden.
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Die Waldhaus-Termine im April
Vom Afterwork-Waldbaden bis zu urweltlichen Magnolien

Sonntag, 12. April, ab 11.30 Uhr | ohne Anmeldung
Offene Tür im Waldgarten: Führung und Mitmachaktion Beim Waldhaus entsteht ein Waldgarten, der nach Permakultur-Prinzipien geplant und gestaltet wird. Durch die Auswahl bestimmter Bäume, Sträucher und Pflanzenarten entsteht ein experimentelles Agroforstsystem. Um 11.30 Uhr führt Angie Schmidt als Naturpädagogin und Fachfrau für Permakultur durch den Garten und informiert über das Projekt. Danach sind Interessierte bis 15 Uhr eingeladen, gemeinsam mit der Projektgruppe aktiv zu werden. Wer es einrichten kann, kommt am besten in wetterangepasster und zur Gartenarbeit tauglicher Kleidung und bringt sich je nach Bedarf etwas Verpflegung mit. Teilnahme frei, Spenden sind willkommen

Mittwoch, 15. April, 17 bis 19 Uhr | ohne Anmeldung
Waldspaziergang im Freiburger Stadtwald
Die Teilnehmenden erleben auf dieser Tour rund um das Waldhaus mit Albrecht Franke, Forstdirektor a.D., den Wald im Frühling. Sie erfahren Wissenswertes über nachhaltige Waldbewirtschaftung, über das Management der Erholungsfunktion des Waldes und seine Bedeutung für den Natur-, Arten- und Klimaschutz. Ab 12 Jahren. Kostenfrei

Samstag, 18. April, 10 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss 14. April
Grünholzwerkstatt: Esslöffel schnitzen
Dieser Kurs eignet sich für Personen mit etwas Schnitzerfahrung, z.B. aus einem früheren Kochlöffelkurs im Waldhaus. Die Teilnehmenden erarbeiten (Ess-) Löffelrohlinge mit der Axt und bringen sie mit Schnitzmessern in ihre endgültige Form. Dabei werden auf vorhandenen Erfahrungen aufbauend die handwerklichen Techniken verfeinert und ein bis zwei filigrane Esslöffel erarbeitet. Referent Matthis Berthold wurde am Sätergläntan, dem Institut für Traditionelles Kunsthandwerk in Schweden, ausgebildet. Teilnahmebeitrag: 90 Euro inkl. Material. Mindestalter 16 Jahre

Donnerstag, 23. April, 17 bis 18.30 Uhr | Anmeldeschluss: 13. April
Stress lass nach: Entspannen im Grünen durch Shinrin Yoku (Waldbaden)
„Shinrin Yoku“ kommt aus dem Japanischen und bedeutet „Baden in der Waldluft“. Zum Herunterkommen und Durchatmen nach einem Arbeitstag tauchen die Teilnehmenden mit Kristin Vollmar, Referentin für Waldpolitik und zertifizierte Kursleiterin für Waldbaden, ein in die heilende Wirkung des Waldes und genießen bewusst die Natur mit allen Sinnen. Entspannung, Achtsamkeitsübungen im Wald und Wohlfühlen stehen im Vordergrund. Das Schlendern ist gespickt mit einer Prise Wissen über den Ursprung des Waldbadens und die verblüffenden gesundheitlichen Wirkungen des Waldes. Teilnahmebeitrag: 13 Euro

Freitag, 24. April, 16 bis 20 Uhr und Samstag, 25. April, 10 bis 17 Uhr |
Anmeldeschluss: 21. April
Grünholzwerkstatt: Korbflechten
In diesem Kurs mit Daniel Schenk lernen die Teilnehmenden Grundtechniken des Korbflechtens kennen, die auch auf andere Projekte (z.B. Zäune oder Rankhilfen) angewendet werden können. Am Ende nehmen alle viel Wissen und einen selbstgemachten runden Korb mit nach Hause. Teilnahmebeitrag: 130 Euro, zzgl. ca. 15 Euro für Material (je nach Korb)

Samstag, 25. April, 14 bis 16 Uhr | Anmeldeschluss: 14. April
Tag des Baumes: Frühlingsspaziergang im Arboretum Liliental
Zwischen Ihringen und Wasenweiler liegt das Forstliche Versuchsgelände „Liliental“. Auf einer Rundwanderung, auch abseits der Hauptwege, mit Albrecht Franke, Forstdirektor a.D., lernen die Teilnehmenden die Geschichte des Lilientals kennen, erkunden das Arboretum mit exotischen Baumarten der gemäßigten Breiten und erfahren einiges über Samenplantagen, Klonprüfungen und die Nachzucht von Forstpflanzen. Geländegängigkeit, festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung sind erforderlich. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Brunnen vor der Gaststätte „Lilie“. Bei Bedarf Vesper und Getränke mitbringen, nach der Tour ist ggfs. die gemeinsame Einkehr in der „Lilie“ möglich (Selbstzahler). Teilnahmebeitrag: 8 Euro, Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren 4 Euro

Samstag, 25. April, 11 bis 15 Uhr | Anmeldeschluss: 13. April
Waldgarten: Wildkräuter nach Permakulturprinzipien
Gemeinsam gehen die Teilnehmenden im Waldgarten nahe dem Waldhaus mit der Natur- und Umweltpädagogin Angie Schmidt auf Entdeckungstour. Dort lernen sie wichtige Prinzipien der Permakultur und die Bedeutung von Wildkräutern in einem Waldgartensystem kennen. Zum Abschluss bereiten alle gemeinsam etwas Leckeres aus Wildkräutern zu. Teilnahmebeitrag: 20 Euro. Mindestalter 16 Jahre

Sonntag, 26. April, 14 und 16 Uhr | ohne Anmeldung
Fräulein Brehms Tierleben: 14 Uhr Luscinia – die Nachtigall, 16 Uhr Sus scrofa – das Schwein
Dieses Mal kommt die Schauspielerin Barbara Geiger, Erfinderin des Ein-Frau-Theaters „Fräulein Brehms Tierleben“ und kreativer Kopf hinter den
Kulissen, höchstpersönlich auf die Waldhaus-Bühne. Um 14 Uhr entflattert ihrem Frolleingepäck eine Meistersängerin: Luscinia, die Nachtigall. Um 16 Uhr entführt sie das Publikum mit Sus scrofa in die Schweinewelt im wilden Wald. Die Vorführungen sind für neugierige Erwachsene und Kinder ab 10 bzw. 8 Jahren geeignet. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Weitere Informationen unter www.brehms-tierleben.com. Diese Veranstaltung wird gefördert vom Naturpark Südschwarzwald mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Europäischen Union

Sonntag, 26. April, 14 bis 15.30 Uhr | ohne Anmeldung
Sonntagsspaziergang: Das Stadtwald-Arboretum Günterstal im Frühjahr
Der Frühling ist im Stadtwald die schönste Jahreszeit. Besonders reizvoll ist die Blüte der Magnolien. Beim Spaziergang mit dem Biologen Winfried Meier entdecken die Teilnehmenden diese urweltlichen Pflanzen, die schon zu Zeiten der Dinosaurier existiert haben, sowie weitere in voller Pracht blühende Frühlingsboten. Treffpunkt: Waldparkplatz Wiesenweg Günterstal (Straßenbahn Linie 2, Haltestelle Wiesenweg). Teilnahmebeitrag 6 Euro, bitte beim Referenten bezahlen. In Kooperation mit dem Verein "Freunde des Stadtwald-Arboretums Günterstal"

Montag, 27. April, 17 bis 19.30 Uhr | Anmeldeschluss: 14. April
Exkursion: Fünf-Seen-Radtour im südlichen Mooswald
Die Fahrradexkursion führt die Teilnehmenden durch die schönsten Flecken im Mooswald. Fünf Stillgewässer finden sich allein im südlichen Teil. Der große Opfinger See ist mit fast 50 Hektar der größte See in Freiburg. Unterwegs erzählt Markus Müller, Revierförster Opfingen und Leiter des Waldhauses, Wissenswertes über die Besonderheiten dieser Gewässer, nachhaltige Waldbewirtschaftung und die unterschiedlichen Funktionen des Mooswalds. Bitte an wetterangepasste Kleidung, ggfs. Sonnenschutz und Getränke denken. Treffpunkt: Parkplatz Friedhof St. Georgen. Ab 12 Jahren, Teilnahme frei. In Kooperation mit dem städtischen Forstamt

Anmeldungen unter www.waldhaus-freiburg.de/veranstaltungskalender, an info@waldhaus-freiburg.de oder unter Tel. 0761 / 896477-10 (Dienstag bis Freitag 9 bis 12.30 Uhr).

Öffnungszeiten des Waldhauses: Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Sonntag und Feiertag 12 bis 17 Uhr (mit Waldhaus-Café)
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