Prolixletter
Donnerstag, 16. April 2026
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Öko plus

 
FR1 am 24. MÀrz auf Höhe der Brauerei Ganter gesperrt
Das Garten- und Tiefbauamt repariert die Beleuchtung entlang der Radvorrangroute 1 (FR1). Deshalb wird der Radweg auf Höhe der Brauerei Ganter zwischen der Fabrikstraße und der Leo-Wohleb-Straße am 24. MĂ€rz gesperrt. Um die EinschrĂ€nkungen möglichst gering zu halten, werden die Arbeiten an einem Tag gebĂŒndelt erledigt.

WĂ€hrend der Sperrung werden Radfahrende und FußgĂ€nger*innen ĂŒber die Fabrikstraße, die KartĂ€userstraße und den Schwabentorring beziehungsweise den Greiffeneggring umgeleitet. Die Umleitung ist ausgeschildert.

Die Stadtverwaltung bittet um VerstĂ€ndnis fĂŒr die VerkehrsbeeintrĂ€chtigungen.
 
 

Das AKW-Gösgen (CH) und die Bar in Crans-Montana
(c) mitwelt.org
 
Das AKW-Gösgen (CH) und die Bar in Crans-Montana
Vor 15 Jahren schaute die Welt auf die Atomkatastrophe im japanischen AKW Fukushima. Zu Jahresbeginn schaute die Welt auf den Brand in der Bar von Crans-Montana. Mit einem gewissen zeitlichen Abstand lĂ€sst das veröffentlichte Interesse an brennbaren Bar-Decken und an alten AKW deutlich nach 

Das Risiko-AKW Gösgen (CH) liegt 21 km von der deutschen Grenze entfernt. Es ist seit dem 24. Mai 2025 (Jahresrevision) wegen der Reparatur der technischen Sicherheitsprobleme abgeschaltet und soll nach massiven Verzögerungen am 21. MÀrz 2026 wieder ans Netz.

Ein unabhĂ€ngiges Gutachten im Auftrag der Schweizerischen Energiestiftung bestĂ€tigt: „Das Atomkraftwerk Gösgen wurde seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1979 mit einem fundamentalen Sicherheitsmangel betrieben. Im Störfall drohte die KĂŒhlung des Reaktors zu versagen. Mögliche Konsequenz: schwere KernschĂ€den bis hin zur Kernschmelze.“ Diese Sicherheitsprobleme wurden schon in den 1990er-Jahren entdeckt. Sie werden aber erst jetzt behoben.

Eine der Ursachen beim verheerenden Brand in der Bar in Crans-Montana waren die mangelnden staatlichen Kontrollen der Bar. Was ist von einer AKW-Kontrolle zu halten, die riskante Schwachstellen sehr spĂ€t entdeckt und dann nicht auf eine sofortige Behebung der Probleme drĂ€ngt? Ein schwerer Unfall hĂ€tte verheerende Folgen fĂŒr die Schweiz und die NachbarlĂ€nder.

Die finanziellen Folgen des Ausfalls liegen bei bis zu 500 Millionen Schweizer Franken. Es gibt ein erstaunliches und erschreckendes PhĂ€nomen. Im grenznahen Deutschland ist der Zustand des AKW-Gösgen (fast) kein Thema. In der Schweiz wird jetzt viel ĂŒber die massiven finanziellen Folgen der Abschaltung berichtet. Über die lange verdrĂ€ngten möglichen Gefahren fĂŒr Mensch und Umwelt, die Grund fĂŒr die Abschaltung waren, wird wenig öffentlich berichtet und diskutiert. Was sagt diese Gewichtung der Debatte ĂŒber den Zustand der Medien und einer Gesellschaft aus?
Was haben wir aus Fukushima und Tschernobyl gelernt?

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein
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Mehr Geld fĂŒr mehr GrĂŒn
Höhere FördersĂ€tze im Förderprogramm GebĂ€udeGrĂŒn hochÂł

Start der zehnten Beratungswoche: Informationsveranstaltungen am 23. und 27. MĂ€rz

Programm fĂŒr eine artenreichere, kĂŒhlere und klimaangepasste Stadt

Mit dem Förderprogramm „GebĂ€udeGrĂŒn hoch³“ unterstĂŒtzt die Stadt seit Oktober 2021 GebĂ€udeeigentĂŒmer*innen, Vereine, Mieter*innen und Unternehmen bei der BegrĂŒnung von GebĂ€uden und der Entsiegelung von FlĂ€chen. Die zehnte Beratungswoche, die vom 23. bis 27. MĂ€rz stattfindet, bringt gute Neuigkeiten: Die Stadt hat die FördersĂ€tze erhöht, um Freiburg noch artenreicher, kĂŒhler und grĂŒner zu machen.

Seit November können Freiburger*innen bis zu 60 Prozent der Kosten als Zuschuss bekommen: Ein grĂŒnes Carportdach kann so gĂŒnstiger sein als ein neues Kiesdach. Bei Kombination verschiedener Maßnahmen aus unterschiedlichen Fördermodulen sind bis zu 25.000 Euro Förderung pro GrundstĂŒck möglich. Neu ist auch, dass der RegenwasserrĂŒckhalt und die Versickerung bezuschusst werden. Ebenfalls interessant: Wer selbst Hand anlegt, bekommt Geld – Eigenleistungen werden jetzt auch gefördert. ZusĂ€tzliche Förderung gibt es auch fĂŒr Solar-GrĂŒndĂ€cher, der Kombination von Photovoltaik und GrĂŒndach.

Über die neuen Fördermöglichkeiten informiert die zehnte Fachberatungswoche. Los geht’s am Montag, den 23. MĂ€rz: Ab 18.30 Uhr stellt das Umweltschutzamt in einer Onlineveranstaltung unter dem Titel „TrĂ€gt ihr Haus schon grĂŒn? Gute GrĂŒnde fĂŒr die BegrĂŒnung Ihres Hauses“ das Förderprogramm GebĂ€udeGrĂŒn hochÂł vor. Es gibt umfangreiche Informationen zur Dach- und FassadenbegrĂŒnung, zur Entsiegelung, zum RegenwasserrĂŒckhalt sowie Praxisbeispiele und alles Wissenswerte rund um den Antrag zur Förderung eigener BegrĂŒnungsmaßnahmen.

Am Donnerstag, den 27. MĂ€rz, können sich Interessierte von 14 bis 20 Uhr individuell beraten lassen. Die GesprĂ€che dauern etwa 30 Minuten und finden im Rathaus im StĂŒhlinger statt. Das Angebot richtet sich an Hausbesitzer*innen, interessierte Mieter*innen, Vereine, Institutionen und Unternehmen im Freiburger Stadtgebiet, die ihr Dach, ihre Fassade oder ihren Hof entsiegeln und begrĂŒnen wollen oder Maßnahmen zur Speicherung von Regenwasser auf Ihrem GrundstĂŒck umsetzen möchten. Eine Anmeldung fĂŒr den Informationsabend sowie fĂŒr die individuelle BegrĂŒnungsberatung ist unter www.gebaeudegruen.info/Info-Abend möglich.

Interessierte können auch außerhalb der Beratungswochen immer FörderantrĂ€ge fĂŒr Dach- und FassadenbegrĂŒnung sowie Entsiegelungs- und RegenwasserrĂŒckhaltungsmaßnahmen beim Umweltschutzamt stellen. Der Online-Förderantrag, die Formulare, die neuen Förderbedingungen sowie Terminvereinbarung zur kostenlosen Erstberatung beim Bundesverband GebĂ€udeGrĂŒn (BUGG) gibt es online
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Das stille Sterben der Natur
VortrĂ€ge und Diskussion in der Reihe „Mensch und Schöpfung"

Unter dem Titel „Das stille Sterben der Natur“ laden die Katholische Akademie Freiburg, das Theater Freiburg und die Heinrich Böll Stiftung Baden-WĂŒrttemberg von Donnerstag, 26. MĂ€rz, bis Samstag, 28. MĂ€rz zu einem Mini-Festival im Theater Freiburg ein. Anlass ist die Theaterpremiere von „Revue. Über das Sterben der Arten“ am 28. MĂ€rz im Theater Freiburg. In VortrĂ€gen, GesprĂ€chen, kĂŒnstlerischen Interventionen, Workshops und Performances widmet sich das Programm gemeinsam mit dem Publikum den Herausforderungen des globalen Artensterbens.

Der Evolutionsbiologe Prof. Dr. Matthias Glaubrecht veranschaulicht die Bedeutung der Artenvielfalt und diskutiert deren Bedrohung. Mathias Frick beleuchtet in einem Dokumentarfilm die Rolle der Kunst in Zeiten der Klimakrise. Gemeinsam mit dem Choreografen Andy Zondag erkunden Teilnehmende in einem Bewegungsworkshop körperlich unser VerhĂ€ltnis zur Natur. Mit dem Sound-Objekt KLIMATON ARCTIC wird das Verschwinden des Eises zu einer klanglichen Partitur. Die kalaaleq (grönlĂ€ndische Inuk) KĂŒnstlerin Laakkuluk Williamson Bathory sendet eine kĂŒnstlerische Botschaft direkt aus der Arktis. Zudem begleiten mehrere Freiburger Gymnasien das Festival mit eigenen kĂŒnstlerischen BeitrĂ€gen – darunter Bilder, Texte, Videos und TheaterstĂŒcke.

Die einzelnen Veranstaltungen des Festivals finden unter jeweils eigenen Titeln in verschiedenen RĂ€umen des Theater Freiburg statt. Informationen zu Kosten und Anmeldung unter www.katholische-akademie-freiburg.de
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Vor 50 Jahren: Der hoffnungsvolle Aufbruch der Erneuerbaren Energien
Ein regionaler Traum wird zum weltweiten Erfolg

Ende Mai 1976 veranstalteten einige Aktive des damals frisch gegrĂŒndeten Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz und die badisch-elsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen die weltweit erste und grĂ¶ĂŸte Ausstellung zu alternativen Energien in Sasbach am Kaiserstuhl. Der Widerstand gegen das im Nachbardorf Wyhl geplante AKW, das berĂŒhmte "Nai hĂ€mmer gsait" war den Aktiven nicht genug. Es galt nicht nur "dagegen zu sein", sondern auch die Alternativen zur Atomenergie aufzuzeigen. Die Ausstellung fand 3 Jahre nach der großen Ölkrise 1973 mit ihren vier Sonntagsfahrverboten statt, ein Ölpreisschock der heute wieder Erinnerungen weckt.

Aus heutiger Sicht waren die Sasbacher Sonnentage eine kleine, ja geradezu winzige Ausstellung alternativer Energien, doch wir sagten selbstbewusst und durchaus auch verwegen: "Das ist die Zukunft! Das sind die Alternativen zur Atomenergie". Aber gerade dieses "aus heutiger Sicht" zeigt den unglaublichen Erfolg der damaligen Idee und der umgesetzten Vision.

Aus den Hoffnungen und Visionen von 1976 ist RealitÀt geworden

Der Preis fĂŒr Solarmodule ist seit 1976 um 99 % gesunken. Der immer noch aggressiv bekĂ€mpfte Strom aus Wind & Sonne ist schon lange viel kostengĂŒnstiger als Gefahrstrom aus Kohle, Öl, Gas und Atom.

Vom 26.5.1976 bis zum 30.5.1976 fanden die Ausstellung und eine Vielzahl von Veranstaltungen statt. Ich selbst habe damals als noch sehr junger UmweltschĂŒtzer bei der Ausstellung mitgeholfen. Ich erinnere mich an Bottiche der Winzergenossenschaft, in denen Wasser solar erwĂ€rmt wurde, an die erste von mir bewusst wahrgenommene Fotovoltaikanlage, an den "Lörracher Trichter" von JĂŒrgen KleinwĂ€chter, an frĂŒhe Windradmodelle und an erste Informationen und VortrĂ€ge zu damals "exotischen Themen" wie Energieeinsparung, Endlichkeit der Rohstoffe, Klimaschutz und WĂ€rmedĂ€mmung. Es gab Referenten, die sagten, dass irgendwann einmal der Liter Benzin 2 DM (1 Euro) kosten könnte. (Manche hielten solch verwegene Prognosen und Aussagen fĂŒr Spinnerei, denn der Benzinpreis lag damals bei 83 Pfennigen pro Liter ...)

Das ganze Dorf Sasbach, geprĂ€gt vom AKW-Wyhl-Protest, war mit allen Vereinen an der Ausgestaltung der ersten "Sonnentage" aktiv beteiligt. Die Winzergenossenschaft stellte das GelĂ€nde fĂŒr die Ausstellung und gleich daneben war der Festplatz, den uns der Musikverein ĂŒberließ. Auch die alternative Volkshochschule Wyhler Wald war mit dabei. Zum alemannischen SĂ€nger- und Dichtertreffen kamen AndrĂ© Weckmann, Roger Siffer und das Babbedeckel Theater. Unter den hohen LaubbĂ€umen des Festplatzes war das Ganze ein großes Volksfest mit Flohmarkt, Wein- und Bierausschank und (heute undenkbarem) Meerschweinchenrennen. Über 12 000 BesucherInnen kamen 1976 zu diesen ersten "Sonnentagen" nach Sasbach.

Es war tatsĂ€chlich eine sehr kleine, weltgrĂ¶ĂŸte Ausstellung und es ist unglaublich und faszinierend, was sich in 50 Jahren aus diesen "Sonnentagen" entwickelt hat. In den Jahren 1977 und 1978 wurde die Messe in Sasbach wiederholt, wuchs dann aber so schnell, dass sie nach Freiburg umziehen musste. Aus den Sasbacher Sonnentagen wurden die großen Öko-Messen des BUND, aus denen sich die Intersolar-Messe entwickelt hat. Eine Messe, fĂŒr die bald sogar das Freiburger MessegelĂ€nde zu klein geworden war. Zwischenzeitlich haben WindrĂ€der, Fotovoltaikanlagen, Umweltprodukte und Umweltideen lĂ€ngst die kleinen Nischen verlassen. Ökoprodukte und Umwelttechnik, die vor 50 Jahren in Sasbach noch bestaunte, neue Sensationen waren, gibt es heute im Baumarkt um die Ecke.
Die vielen privaten Solaranlagen auf den DĂ€chern fĂŒhrten auch zu einer Demokratisierung der Energieerzeugung. Zum Ärger der Energiekonzerne wurde ihr Energieerzeugungsmonopol gebrochen. Die Wirtschaftsministerin und Gaslobbyistin Reiche versucht gerade eine energiepolitische Zeitenwende rĂŒckwĂ€rts durchzusetzen.

Noch im Jahr 1993 behaupteten die vier großen deutschen Energieversorger und Atomkonzerne in einer Anzeige in der Zeit: „Regenerative Energien wie Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als 4 % unseres Strombedarfs decken.“ Im Jahr 2025, 32 Jahre nach dieser Anzeige, hatten die erneuerbaren Energien einen Anteil von 59 Prozent an der Nettostromerzeugung erreicht. Bis heute lĂ€sst die Kohle-, Öl-, Gas und Atomlobby die kostengĂŒnstigen und umweltfreundlichen Energien mit BĂŒrokratie und Fake-News bekĂ€mpfen. Doch Strom aus Wind und Sonne ist schon lange kostengĂŒnstiger als Strom aus neuen AKW. Wie sagte ein US-PrĂ€sident: „It’s the economy, stupid“.

"Solarstrom (PV) ist inzwischen weltweit fast ĂŒberall am gĂŒnstigsten: In der WĂŒste von Saudi-Arabien wird er fĂŒr nur einen US-Cent pro Kilowattstunde (kWh) erzeugt, in Portugal fĂŒr 1,4 US-Cent pro kWh.

Im Wyhler Wald steht ein Gedenkstein, der an das "NAI HÄMMER GSAIT", an den Erfolg der AKW GegnerInnen erinnert. Millionen von Solaranlagen auf den DĂ€chern erinnern an einen Traum, der vor 50 Jahren in Sasbach und Wyhl getrĂ€umt wurde. In Sasbach am Kaiserstuhl liegen wichtige Wurzeln des heutigen Solar- und Windbooms. Im Sommer 1976 war die Zeit reif fĂŒr diese neuen Ideen.

"Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen", soll Altbundeskanzler Helmut Schmidt einmal gesagt haben. Gut, dass sich die BUND-Aktiven und BĂŒrgerinitiativen damals nicht an den Spruch des Altkanzlers gehalten, sondern ihre TrĂ€ume in RealitĂ€t umgesetzt haben. Sonnen- und Windenergie sind inzwischen selbststĂ€ndige Wirtschaftsbereiche geworden. Die "Kinder" der Sasbacher Sonnentage sind groß, eigenstĂ€ndig und mehr als lebenstĂŒchtig geworden.

In Sachen Mensch, Natur, Umwelt, Atomgefahren, Klimaschutz und echter Nachhaltigkeit gibt es fĂŒr die Umweltbewegung auch in Zukunft genug zu tun. TrĂ€ume von einem Ende der aktuellen weltweiten Raubbauwirtschaft und einer zukunftsfĂ€higen, nachhaltigen Welt werden getrĂ€umt und umgesetzt.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein (der Autor war 30 Jahre lang BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Kreisrat und als junger UmweltschĂŒtzer bei den Sasbacher Sonnentagen aktiv)
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Bundesweiter Waldputztag
Macht mit am Samstag, 21. MĂ€rz!

Beim Forstamt gibt es Waldputz-Sets, solange der Vorrat reicht

Mal eben schnell die Welt retten? Einen kleinen Beitrag dazu kann jede und jeder leisten: beim bundesweiten Waldputztag am Samstag, 21. MĂ€rz. Man muss einfach unter https://waldputztag.de/ die eigene Sammeltour im Stadtwald eintragen. FĂŒr kleine und große Sammelbegeisterte hĂ€lt das Forstamt (Wonnhaldestraße 8) zu den Öffnungszeiten im Foyer „Waldputz-Sets“ bereit; sie werden kostenlos abgegeben, solange der Vorrat reicht.

Das Set besteht aus einer Holz-Grillzange, die hier als MĂŒllzange dient, und einem „Drecksack“ der Firma Deuter, der nach der Aktion auch privat weiter genutzt werden kann. So können alle auch unabhĂ€ngig vom Waldputztag MĂŒll entlang des Wegs einsammeln. Das Forstamt dankt der Landesforstverwaltung Baden-WĂŒrttemberg und der Firma Deuter fĂŒr die UnterstĂŒtzung.

Klar, der illegal entsorgte KĂŒhlschrank passt nicht in den „Drecksack“ rein; der wĂ€re ein Fall fĂŒr die Profis von der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg. Aber viele unbeliebte Naturbewohner wie das „Pappige Becherlein“ oder der „Blaue Dunstling“ sind im Drecksack bestens aufgehoben. Diese und viele weitere FundstĂŒcke samt ihrer Verrottungszeit in der Natur nennt das Infoblatt, das jedem Waldputz-Set beiliegt.

Mehr zum Stadtwald und zum Forstamt online
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Wimmelbahn zeigt Vielfalt der stÀdtischen Gesellschaften in Freiburg
(c) VAG Freiburg / Stadt Freiburg / Patrick Seeger
 
Wimmelbahn zeigt Vielfalt der stÀdtischen Gesellschaften in Freiburg
‱ OB Horn stellt Straßenbahnmotiv vor: „Vielfalt und wichtige Aufgaben der kommunalen Unternehmen sichtbar machen“

‱ Fahrzeug der Fahrschule wĂŒrdigt den tĂ€glichen Einsatz der Mitarbeitenden fĂŒr eine funktionierende und lebenswerte Stadt

BadegĂ€ste planschen in den Becken stĂ€dtischer BĂ€der, EntsorgungskrĂ€fte reinigen den Rathausvorplatz und ein ErdmĂ€nnchen des Mundenhofs fĂ€hrt auf der Regenbogenrolltreppe zur Stadtbahn: Diese drei augenzwinkernden Motive stehen beispielhaft fĂŒr das, was die neu gestaltete Wimmelbahn zeigt: Die Vielfalt der Aufgaben der stĂ€dtischen Gesellschaften und wie sie Freiburg Tag fĂŒr Tag am Laufen halten.

Viele helfende HĂ€nde fĂŒr mehr LebensqualitĂ€t

OberbĂŒrgermeister Martin Horn stellte die neu beklebte Straßenbahn gemeinsam mit Mitarbeitenden der stĂ€dtischen Gesellschaften vor. Horns zentrale Botschaft: Hinter der hohen LebensqualitĂ€t in Freiburg stehen viele helfende HĂ€nde. Vieles, was in Freiburg selbstverstĂ€ndlich funktioniert, sei das Ergebnis der tĂ€glichen Arbeit zahlreicher Mitarbeitender im Stadtkonzern: Verkehr, Sauberkeit, Energieversorgung, Wohnen, Freizeitangebote, Kultur und GrĂŒnflĂ€chen.

„Es ist leicht, im Alltag ĂŒber Verwaltung oder kommunale Unternehmen zu schimpfen und alles als gegeben anzusehen“, sagte Horn. „Dabei setzen sich die BeschĂ€ftigten der kommunalen Unternehmen Tag fĂŒr Tag fĂŒr das Gemeinwohl ein. DafĂŒr verdienen sie Respekt und unsren herzlichen Dank.“ Die neue Wimmelbahn mache diese wichtige Arbeit sichtbar.

Mitarbeitende bei Einweihung

Bei der Vorstellung der Bahn waren zahlreiche Mitarbeitende der stĂ€dtischen Gesellschaften in ihrer Arbeitskleidung anwesend. Sie stehen stellvertretend fĂŒr die vielen Menschen im Stadtkonzern, die Freiburg jeden Tag zuverlĂ€ssig am Laufen halten; oft im Hintergrund, aber mit großer Wirkung fĂŒr die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger.

Viele Akteure im Stadtkonzern

Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) sorgt fĂŒr saubere Straßen und PlĂ€tze und arbeitet an einer nachhaltigen Umstellung ihres Fuhrparks. Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) garantiert mit Bussen, Straßenbahnen und der Schauinslandbahn klimafreundliche MobilitĂ€t in der ganzen Stadt. Die Freiburger Stadtbau GmbH schafft und erhĂ€lt bezahlbaren Wohnraum und entwickelt neue Quartiere. Die Badenova versorgt Freiburg rund um die Uhr mit Strom, Gas, WĂ€rme und Wasser und treibt die Energiewende voran.

ErgĂ€nzt werden diese großen Unternehmen durch weitere kommunale Beteiligungen: Die Freiburger Qualifizierungs- und BeschĂ€ftigungsgesellschaft (FQB) unterstĂŒtzt unter anderem die Pflege von GrĂŒnanlagen. Die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) organisiert MĂ€rkte, Messen und Veranstaltungen und stĂ€rkt die Innenstadt. Das Theater Freiburg prĂ€gt das kulturelle Leben der Stadt. Der Mundenhof bietet Natur- und Tiererlebnisse fĂŒr Familien. Der Flugplatz Freiburg sichert die stĂ€dtische Luftverkehrsinfrastruktur. Die Freiburger Stiftungsgesellschaft engagiert sich fĂŒr Stiftungsvermögen und kulturelles Erbe. Auch die Eigenbetriebe wie die Friedhöfe tragen zum funktionierenden Gemeinwesen bei.

Szenen aus dem Stadtleben

Der Freiburger Illustrator Michael Bögle hat das Motiv fĂŒr die Wimmelbahn entworfen: Zwischen Marktplatz, MĂŒnster und Mess‘, neben WindrĂ€dern, Wasserschlössle und Wiwili BrĂŒcke, zwischen BĂ€chle, BĂŒrger*innen und Bahnen, Rathausplatz und Roter Otto wuseln die BeschĂ€ftigten der kommunalen Unternehmen – und die Tiere des Mundenhofs.

Einsatz als Fahrschulfahrzeug

Die Wimmelbahn ist eine Straßenbahn vom Typ GT8N mit der Nummer 230. Die VAG hat das Fahrzeug vor kurzem aus dem Regelverkehr genommen und setzt es kĂŒnftig als reines Fahrschulfahrzeug ein. FĂŒr das Fahrzeug suchte die VAG nach einem neuen Motiv. Die konkrete Idee fĂŒr die Wimmelbahn entstand vor einiger Zeit bei einem Austausch der kommunalen Unternehmen mit OB Horn. KĂŒnftig fahren FahrschĂŒler*innen der VAG mit der frisch beklebten Wimmelbahn durch Freiburg.

Hintergrund: PIWI-Prozess und Idee zur Wimmelbahn

Im Rahmen eines 2023 begonnenen Verbesserungsprozesses der stĂ€dtischen Projektgruppe PIWI hat die Stadt gemeinsam mit den GeschĂ€ftsfĂŒhrungen der stĂ€dtischen Gesellschaften, Stadtwerken, der Stiftungsverwaltung und Badenova eine Klausur zur Weiterentwicklung der Konzernsteuerung abgehalten. Ziel war es, die Zusammenarbeit innerhalb des kommunalen Konzerns weiter zu stĂ€rken, Synergien besser zu nutzen, gemeinsame Ziele zu definieren und Aufgaben kĂŒnftig noch stĂ€rker vernetzt zu bearbeiten.

Vor dem Hintergrund der angespannten finanziellen Rahmenbedingungen besteht der Bedarf, strategische Schnittmengen kĂŒnftig systematischer zu nutzen und konkrete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Konzern Stadt zu entwickeln. Damit wird zugleich ein wichtiger Beitrag zur Vorbereitung der kommenden Haushaltsjahre geleistet und ein Anliegen des Gemeinderats nach stĂ€rkerer Konzernsteuerung aufgegriffen.

Im Mittelpunkt der im Herbst 2025 abgehaltenen Klausur mit dem OB standen konkrete Projekte (kurz-, mittel- und langfristig) sowie Potenzialanalysen und Projektabstimmungen fĂŒr eine intensivere fachliche Kooperation, gemeinsame Services sowie die BĂŒndelung von Aufgaben und Personalressourcen. Die gemeinsame Straßenbahn ist eines der kurzfristigen Projekte, das aus dem StĂ€rkungsprozess der Beteiligungssteuerung von Stadt und kommunalen Unternehmen, entstanden ist; weitere folgen.

15 Fakten: Wie die stÀdtischen Gesellschaften Freiburg lebenswerter machen*

1. Mehr als 4100 Menschen arbeiten im gesamten Stadtkonzern – und sorgen jeden Tag dafĂŒr, dass Freiburg funktioniert: von sauberem Trinkwasser bis zu pĂŒnktlichen Bahnen.
2. KĂŒnftige FachkrĂ€fte: Mehr als 160 Auszubildende lernen gleichzeitig im Stadtkonzern einen von mehr als 40 Ausbildungsberufe.
3. Inklusiv: Der Stadtkonzern schafft derzeit knapp 30 Stellen fĂŒr Menschen mit Behinderung und betreut rund 400 Menschen in schwierigen Lebenslagen in unterschiedlichen Projekten.
4. Der Stadtkonzern investiert rund eine Million Euro tÀglich in Freiburgs Zukunft. In Schulen, MobilitÀt, Kinder- und Jugendhilfe, BÀder und moderne Infrastruktur.
5. Die stÀdtischen Gesellschaften erwirtschaften tÀglich einen Umsatz von etwa 5,2 Millionen Euro und sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.
6. Rund 1.000 neue Wohnungen sind aktuell im Bau, darunter ein eigenes Azubi-Wohnheim, das jungen Menschen einen bezahlbaren Start in Freiburg ermöglicht.
7. 22 neue E-Busse, 8 neue Straßenbahnen und moderne AufzĂŒge verbesserten 2025 die MobilitĂ€t – klimafreundlich, leise und barrierefrei.
8. Die Energieversorgung lÀuft rund um die Uhr zuverlÀssig. Mehr als 120 Millionen Euro an Investitionen treiben die lokale Energiewende voran.
9. Acht Hallen- und FreibĂ€der bieten Raum fĂŒr Sport, Gesundheit und Erholung – fĂŒr Kinder, Familien und Senior*innen.
10. Große Veranstaltungen und Tourismusprojekte beleben die Innenstadt und stĂ€rken Handel, Gastronomie und Begegnung.
11. Kultur- und Veranstaltungsorte schaffen lebendige Treffpunkte und fördern Austausch und Vielfalt in der Stadt.
12. Der Stadtkonzern steht Menschen dort zur Seite, wo sie konkrete UnterstĂŒtzung brauchen: Bei Bildungschancen, in akuten Notlagen oder fĂŒr nachbarschaftliche Hilfe.
13. Zwei Drittel der Busflotte der VAG fÀhrt inzwischen elektrisch, bei der Stadtreinigung sind sogar bereits 90 Prozent des Fuhrparks Stromer und bei der Abfallentsorgung der ASF sind 100 Prozent des Fuhrparks wasserstoffbetrieben. Alle stÀdtischen Gesellschaften arbeiten so am Ziel KlimaneutralitÀt bis zum Jahr 2035.
14. Auch der Ausbau des Nahverkehrs reduziert CO₂. DarĂŒber hinaus senkt der Umstieg auf E-Busse den VerkehrslĂ€rm – fĂŒr sauberere Luft und ruhigere Straßen.
15. Nachhaltige Bau- und Energieprojekte senken dauerhaft den Energieverbrauch und schĂŒtzen Umwelt und Ressourcen.
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*Quelle: v.a. Beteiligungsbericht der Stadt Freiburg 2025
 
 

 
„Freiburg putzt sich raus“: Anpacken gegen MĂŒll in der Stadt
Viele Aktionen zum Mitmachen am Samstag, 14. MĂ€rz

Wenn viele HĂ€nde anpacken, wird Freiburg ein StĂŒck sauberer: Ab Freitag, 13. MĂ€rz, treffen sich rund 40 Gruppen und 15 Schulen, um in der ganzen Stadt gemeinsam MĂŒll zu sammeln. Die meisten Aktionen finden am Samstag, 14. MĂ€rz, statt. Dann kommen zahlreiche Gruppen, Vereine und Ortsverwaltungen zusammen, um mit anzupacken und ihre Stadtteile sauberer zu machen.

Wer am Samstag spontan Zeit hat, kann noch mitmachen: In ganz Freiburg gibt es Treffpunkte fĂŒr Freiwillige – ohne vorherige Anmeldung. Eine Ausnahme gilt fĂŒr grĂ¶ĂŸere Gruppen ab fĂŒnf Personen: Sie werden gebeten, sich vorab per Mail an fpa@freiburg.de anzumelden.

Das Programm „Freiburg packt an“ steht fĂŒr alle Freiburger*innen offen. UnzĂ€hlige Menschen engagieren sich seit 2004 auf öffentlichen FlĂ€chen fĂŒr die Stadtökologie. Das Garten- und Tiefbauamt bedankt sich bei allen Engagierten, die durch Baumpatenschafen, urbane GĂ€rten sowie Aktionen und Patenschaften zu einer schönen und artenreichen Stadt ihren Beitrag leisten.

Die Aktion lĂ€uft in Kooperation mit der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung ASF sowie den BĂŒrgervereinen, Ortsverwaltungen, Schulen und unterschiedlichen Gruppierungen.
 
 



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