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Öko plus
| | | | | Freiburg: Geänderter Fahrplan bei der VAG an Heiligabend und Silvester | - Einschränkungen über die Feiertage
- Kein Verkehr durch die Innenstadt in der Nacht auf Neujahr
- Fahrtzeiten werden in Echtzeit in der App VAG mobil und auf der Webseite www.vag-freiburg.de dargestellt
Alle Jahre wieder kommt es über Weihnachten und Silvester zu Fahrplanabweichungen im Bus- und Straßenbahnverkehre der Freiburger Verkehrs AG. An Heiligabend und Silvester gilt an Heiligabend und an Silvester der Samstagsfahrplan mit verschiedenen Abweichungen. Sämtliche Fahrten sind in der elektronischen Fahrplanauskunft auf der Webseite www.vag-freiburg.de sowie in der App VAG mobil abgebildet.
Heiligabend, Mittwoch, 24. Dezember
An Heiligabend gilt auf allen Linien der Freiburger Verkehrs AG (VAG) der Samstagsfahrplan, wobei die Stadtbahnlinien von 15 Uhr an im 15-Minuten-Takt einen direkten Anschluss am Bertoldsbrunnen haben.
Ab 19 Uhr verkehren die Stadtbahnlinien im 30-Minuten-Betrieb. Die Buslinien fahren ab etwa 15 Uhr im 30-Minuten-Takt.
Die Abfahrtszeiten sind an die veränderten Ankunftszeiten der Straßenbahnlinien angepasst. Die Buslinie 21 fährt ab 15.15 Uhr stündlich bis 23.15 Uhr ab der Dorfstraße nach Horben. Von Horben geht es ab 15.30 stündlich bis 23.30 Uhr zurück zur Dorfstraße.
Die Buslinie 22 startet von der Bissierstraße letztmals um 15.25 Uhr bis Zähringen, bis IKEA um 15.40 Uhr und von Zähringen zurück zur Bissierstraße um 16.03 Uhr. Die Buslinie 34 fährt von der Munzinger Straße kommend um 16.23 Uhr letztmals zum KEIDEL Mineral-Thermalbad.
Alle folgenden Fahrten fahren ohne Andienung dessen Richtung Tiengen/Munzingen.
Die Letzte Abfahrt am KEIDEL Mineral-Thermalbad in Richtung Munzinger Straße findet um 16.59 statt. Alle folgenden Fahrten fahren von Tiengen/Munzingen kommend direkt in Richtung Haid.
Silvester, Mittwoch, 31. Dezember.
An Silvester gilt auf allen Linien der VAG bis um 15 Uhr der Samstagsfahrplan. Die Stadtbahnlinien verkehren von 15 Uhr an im 15-Minuten-Takt mit direkten Anschluss am Bertoldsbrunnen.
Um 23.30 ist die letzte Möglichkeit vom Bertoldsbrunnen mit der Stadtbahn aus der Innenstadt zu fahren. Um einen Busanschluss zu erreichen ist die letzte Möglichkeit der Anschluss um 23.30 Uhr.
Innenstadt ist gesperrt
Im neuen Jahr starten die Stadtbahnen an den Endhaltestellen gegen 00.20 und enden bis ca. 04.30 aufgrund der Reinigung der Innenstadt an den Haltestellen Stadttheater (1,2,3,4), Erbprinzenstraße (5), Europaplatz (3), Holzmarkt (2,4) und Schwabentorplatz (1).
Erster direkter Anschluss am Bertoldsbrunnen ist um 04.40 Uhr. An Silvester fahren die Buslinien ab 15 Uhr im 15-Minuten Takt und ab 00.30 Uhr alle 60 Minuten. Die Buslinie 21 fährt ab 15.15 stündlich bis 23.15 Uhr ab der Dorfstraße nach Horben. Von Horben geht es ab 15.30 stündlich bis 23.30 Uhr zurück zur Dorfstraße.
Die Buslinie 22 startet von der Bissierstraße letztmals um 15.25 Uhr bis Zähringen, bis IKEA um 15.40 Uhr und von Zähringen zurück zur Bissierstraße um 16.03 Uhr. Die Buslinie 33 fährt letztmalig um 23.17 ab Opfingen und 23.19 ab Munzinger Straße ab. Die Buslinie 34 fährt von der Munzinger Straße letztmals zum KEIDEL Mineral-Thermalbad um 16.23 Uhr. Alle folgenden Fahrten fahren ohne Andienung dessen Richtung Tiengen/Munzingen. Die Letzte Abfahrt am KEIDEL Mineral-Thermalbad in Richtung Munzinger Straße findet um 16.59 Uhr statt.
Alle folgenden Fahrten fahren von Tiengen/Munzingen kommend direkt in Richtung Haid. Die Anbindung für die Ortsteile Munzingen, Tiengen und Opfingen übernimmt im Zeitraum zwischen 0.30 und 5.00 nur die Linie 32. | | Mehr | | | |
| Neuen Radabstellanlage (c) Stadt Freiburg | | | | | Freiburg: Mehr Platz für Fahrräder | 66 neue Abstellplätze am Hauptbahnhof
Am Hauptbahnhof gibt es jetzt 66 zusätzliche Fahrradabstellplätze. Das Garten- und Tiefbauamt hat die Abstellanlage in der Kleinen Bismarckallee östlich des Hauptbahnhofs erweitert. Die neuen Fahrradbügel befinden sich direkt am Eingang zur Unterführung.
Rund um den Bahnhof gibt es viele Möglichkeiten das Fahrrad abzustellen. Doch der Bedarf ist groß – und nicht immer gibt es für alle Räder einen sicheren Platz. Mit den neuen Bügeln will die Verwaltung den Parkdruck mindern und damit auch das Fahrrad als Zubringer zum Hauptbahnhof stärken. Weitere neue Radabstellmöglichkeiten westlich des Hauptbahnhofes sind derzeit in Planung.
Neben den Radabstellplätzen hat das Amt zwei neue Bäume gepflanzt, welche künftig Schatten spenden. Außerdem wurden die bisher direkt neben den Treppen stehenden Altglascontainer an einen städtebaulich verträglicheren Platz an der Kleinen Bismarckallee versetzt. Im neuen Jahr wird die Freiburger Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) an der Rückwand des zurückgebauten Aufzugs an der Bahnhofstreppe noch einen Bildschirm mit Hinweisen zu städtischen Veranstaltungen installieren. | | | | | |
| | | | | | Freiburg: Viel mehr als eine Sanierung | Umbau der Elsässer Straße in Landwasser abgeschlossen
40 neue Bäume und mehr Platz für den Fuß- und Radverkehr
In den vergangenen neun Monaten hat das Garten- und Tiefbauamt (GuT) die Elsässer Straße zwischen den beiden Einmündungen der Wirthstraße saniert. Bei dieser Gelegenheit hat das Amt die Straße neu eingeteilt und grundlegend zugunsten von Fuß- und Radverkehr umgebaut. Pünktlich vor Weihnachten sind die Arbeiten im Zeit- und Kostenplan abgeschlossen.
Oberbürgermeister Martin Horn sagte beim Termin vor Ort: „Viele Menschen in Landwasser haben sich seit Jahren eine freundlichere Elsässer Straße gewünscht. Heute können wir sagen: Das haben wir geschafft. Die Straße ist jetzt ein Ort, an dem sich alle sicher und wohl fühlen können, egal ob zu Fuß, mit dem Rad, dem Auto oder dem Rollstuhl.“
Baubürgermeister Martin Haag ergänzte: „Mit Projekten wie der Elsässer Straße gestalten wir die Stadt von morgen. Wir schaffen mehr Platz für Menschen, wir machen Mobilität sicherer, wir entsiegeln und pflanzen neue Bäume. So entstehen Stadtteile, in denen die Bürger*innen gern unterwegs sind. Mein besonderer Dank gilt den Anwohner*innen, die die Bauzeit mit Geduld begleitet haben. Dieser Umbau ist ein Gewinn für Landwasser.“
Wer heute durch die Elsässer Straße geht, erkennt sie kaum wieder. Das GuT hat die überdimensionierten Fahrbahnen der Elsässer Straße im Zuge der Sanierung zurückgebaut. Dafür hat das Amt bislang fehlende Gehwege angelegt und die Radwege deutlich verbreitert. Die Geh- und Radwege haben nun in weiten Teilen eine Breite von 4 bis 4,5 Metern. Alle Gehwege sind mit Rollstuhlüberfahrtsteinen und einem Blindenleitsystem ausgestattet.
Auch die Bushaltestelle „Diakoniekrankenhaus“ auf Höhe der Einmündung Wirthstraße Süd ist jetzt barrierefrei und alle Kreuzungen im Sanierungsbereich sind mit einem Blindenleitsystem und Rollstuhlüberfahrtssteinen ausgestattet. So ist die Straße jetzt für alle Verkehrsteilnehmer*innen attraktiver und sicherer. Außerdem wurde auf Höhe der Einmündung Auwaldstraße Süd der zu steile und daher nicht barrierefreie Fußgängersteg aus dem Jahr 1973 abgerissen. Stattdessen gibt es dort nun eine barrierefreie Kreuzung mit Ampeln. Eine bessere Lösung an dieser Stelle wurde schon seit vielen Jahren aus Politik und Bürgerschaft des Stadtteils Landwasser gefordert.
Die Umgestaltung kommt aber nicht nur den Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zugute – insgesamt pflanzt das GuT rund 40 neue Bäume in neu angelegten Grünflächen zwischen der Fahrbahn und den neuen Geh- und Radwegen. Insgesamt hat das Amt rund 900 Quadratmeter Asphaltfläche entsiegelt.
Die Straßenbauarbeiten des GuT haben rund 2,9 Millionen Euro gekostet und werden vom Land Baden-Württemberg mit rund 90 Prozent gefördert. Das Projekt war das erste in Baden-Württemberg, das aufgrund eines Klimamobilitätsplans mit einem Klimabonus unterstützt wurde. Parallel zu den Bauarbeiten des GuT hat die VAG die Gleise der Linie 1 umfangreich erneuert und die Stadtbahnhaltestellen barrierefrei umgebaut.
Das Garten- und Tiefbauamt bedankt sich bei allen Verkehrsteilnehmer*innen für das Verständnis während der Bauzeit. Im Frühjahr 2026 stehen nochmals Bauarbeiten am nördlichen Knotenpunkt Wirthstraße/Auwaldstraße an. Auch dort sind Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr geplant. | | | | | |
| Königspinguin © Zoo Basel | | | | | Zölli Basel: Nachzuchten aller Pinguinarten | Im Jahr 2025 wurden im Zoo Basel bei allen drei gehaltenen Pinguinarten erfolgreich Jungtiere aufgezogen. Im Vivarium zogen die Eselspinguine (Pygoscelis papua) ein Jungtier und die Königspinguine (Aptenodytes patagonicus) zwei Küken auf. Bei den Brillenpinguinen (Spheniscus demersus) im Sautergarten sind derzeit vier Jungtiere des Jahrgangs 2025 zu beobachten. Obwohl Brut und Aufzucht bei den drei Pinguinarten in vielen Punkten ähnlich verlaufen, zeigen sich in einzelnen Phasen deutliche Unterschiede.
Die Pinguinnachzuchten im Zoo Basel sind in diesem Jahr über mehrere Monate verteilt geschlüpft. Den Anfang machten die Brillenpinguine (Spheniscus demersus) im Sautergarten: Die ersten beiden Küken schlüpften bereits im Mai. Im Juli folgte das Eselspinguinküken (Pygoscelis papua), im August kamen zwei Königspinguine (Aptenodytes patagonicus) hinzu und im September schlüpften nochmals zwei Brillenpinguine. Die vier jungen Brillenpinguine sind noch gut an ihrem Jugendgefieder zu erkennen. Sie haben ihre Bruthöhlen bereits verlassen und sind nun gemeinsam mit der Gruppe unterwegs. Der junge Eselspinguin ist etwas schwieriger zu entdecken, während die beiden jungen Königspinguine mit ihrem braunen Daunenkleid sofort ins Auge fallen.
Unterschiedliche Gelege
Die Unterschiede bei der Brut der drei Pinguinarten im Zolli zeigen sich bei der Grösse des Geleges. Während Esels- und Brillenpinguine normalerweise zwei Eier pro Gelege legen, ist es beim Königspinguin stets nur ein Ei. Dies hängt mit dem jeweiligen Brutplatz zusammen. Esels- und Brillenpinguine bauen Nester – die Brillenpinguine hauptsächlich aus pflanzlichem Material wie Zweigen und Gräsern, die Eselspinguine zusätzlich mit zahlreichen Steinen. Königspinguine hingegen brüten ihr Ei unter der Bauchfalte auf ihren Füssen aus.
Gemeinsame Brut
Bei allen drei Pinguinarten beteiligen sich beide Elternteile an der Brut, der sogenannten Inkubation. Allerdings unterscheiden sich die Arten darin, wie häufig sie sich beim Brüten abwechseln. Brillenpinguine wechseln sich in der Regel häufig ab, Königspinguine hingegen eher selten. Auch die Dauer der Inkubation variiert: Während Brillen- und Eselspinguine etwa fünf Wochen lang brüten, dauert es bei den Königspinguinen rund acht Wochen, bis die Küken schlüpfen.
Aufzucht
Die Dauer der Kükenaufzucht variiert je nach Pinguinart. Während die Jungtiere der Esels- und Brillenpinguine nach etwa zehn bis zwölf Wochen ihr erstes wasserabweisendes Gefieder tragen, dauert es bei den Königspinguinen ganze zehn bis dreizehn Monate, bis sie ihr Daunenkleid ablegen. Erst mit diesem Gefieder können die Pinguine ins Wasser und eigenständig nach Nahrung jagen. Königspinguine müssen ihre Küken also deutlich länger versorgen. Entsprechend können die meisten Paare nicht jedes Jahr ein Jungtier aufziehen.
Die drei im Vivarium gehaltenen Jungtiere der Königs- und Eselspinguine sind bereits ab und zu beim täglichen Pinguinspaziergang zu beobachten. Dieser findet von November bis Februar in der Regel täglich statt, sofern die Aussentemperatur um 10 °C beträgt. Der Spaziergang startet gegen 11.00 Uhr bei der Vivariumsbrücke. In diesem Zusammenhang weist der Zolli auf die Verhaltensregeln für den Pinguinspaziergang hin. Der Zoo Basel informierte am 5. November 2025 (Pinguinspaziergang: Seit 50 Jahren ein Publikumsmagnet). | | | | | |
| | | | | | Oh Tannenbaum: Fällung einer Nordmanntanne im Stadtgarten Freiburg | Auch wenn schon ganz schön weihnachtet, und alle damit beschäftigt sind, Weihnachtsbäume aufzustellen, muss eine Tanne im Stadtgarten leider weichen. Das Garten- und Tiefbauamt muss das recht große Exemplar kurzfristig fällen, da der Baum nicht mehr sicher steht. Als Weihnachtsbaum ist die Tanne nicht geeignet, da sie bereits Nadeln verliert.
Die Fällarbeiten finden Mitte kommender Woche statt. Währenddessen sperrt das Amt Wege innerhalb des Parks. | | | | | |
| | | | | | VAG-Info zur Linie 27 | Umleitung wegen Bauarbeiten des Radschnellwegs
Der zweite Bauabschnitt für die Straßenarbeiten des Radschnellwegs durch Herdern beginnt: Vom 12. Dezember 2025 bis 29. Januar 2026 ist die Kreuzung im Bereich Stadtstraße/Hochmeisterstraße gesperrt.
Das betrifft wie auch beim ersten Bauabschnitt die Linie 27. Die Haltestelle Hochmeisterstraße entfällt in beide Fahrtrichtungen ersatzlos. Die Haltestelle Stadtgarten wird mit Ende des ersten Bauabschnitts wieder in beide Richtungen angefahren.
Die Arbeiten am Radschnellweg dauern voraussichtlich bis Ende Juni 2026. Über Fahrplanänderungen der weiteren Bauabschnitte werden wir rechtzeitig informieren. | | | | | |
| | | | | | Weniger Papier und Aufwand, unkomplizierte digitale Alternativen | Kein Versand von Abfallkalendern mehr
Sperrmüllkarte geht in den Ruhestand
Freiburg, 11.12.2025. Seit gut zwei Jahrzehnten landet der Abfallkalender der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) zum Jahreswechsel in jedem Freiburger Briefkasten. Darin finden sich alle wichtigen Informationen und Termine rund um die Abfallentsorgung. Seit 2023 gibt es für alle Privathaushalte und Gewerbebetriebe sogar einen doppelseitigen, straßenindividuellen Abfallkalender. Gleichzeitig wurde eine personalisierte Sperrmüllkarte an alle Haushalte verschickt – beides in einem gemeinsamen Brief. Nun steht eine große Änderung an: Zum Jahresende stellt die Stadt auf ein vollständig digitales Angebot um – eine gedruckte Alternative gibt es aber weiterhin.
Alle Informationen gibt es auch online – über die Website der ASF sowie über die Abfall-App. Der straßenindividuelle Abfallkalender für 2026 steht ab sofort zum Download unter abfallwirtschaft-freiburg.de (Private Haushalte > Abfuhrtermine) sowie über die kostenlose Abfall-App zur Verfügung. Die Sperrmüllkarte wird für 2026 nicht mehr produziert, da sie für die Sperrmüllentsorgung nicht mehr benötigt wird. Stattdessen kann der Sperrmüll inklusive Terminwahl bequem online über die App oder die Webseite beantragt werden. Bei Rückfragen zur Sperrmüllanmeldung kann die ASF auch telefonisch unter 0761/76707 172 kontaktiert werden. Selbstanlieferungen sind weiterhin am Umschlag- und Verwertungszentrum mit gültigem Personalausweis und aktuellem Abfallgebührenbescheid möglich – ganz ohne Sperrmüllkarte.
Über 80 Prozent aller Anmeldungen erfolgen bereit über die Website oder die App. Das zeigt: Die Freiburger*innen nutzen zum Großteil bereits das digitale Angebot. Die Verwaltung hat die Entscheidung aus ökologischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Gründen getroffen.
Für Bürger*innen, die eine nicht-digitale Lösung bevorzugen, gibt es weiterhin einen gedruckten Kalender mit allen Abholterminen für sämtliche Freiburger Straßen. Dieser wird ab dem 15. Dezember an öffentlichen Stellen wie den Ortsverwaltungen, dem Rathaus in der Innenstadt und im Rathaus im Stühlinger (RiS) sowie bei der ASF-Verwaltung und auf den Recyclinghöfen herausgegeben. Der Kalender informiert zudem über bevorstehende feiertagsbedingte Abfuhrverschiebungen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Sperrmüll formlos per E-Mail an sperrmuell@abfallwirtschaft-freiburg.de oder per Briefpost anzumelden.
Die Abfall-App steht im Google Play Store und im App Store unter dem Namen „ASF-Abfall-App“ kostenfrei zum Download bereit. Sie bietet eine komfortable Erinnerungsfunktion für Abfuhrtermine und ist stets tagesaktuell. Dort sind auch Informationen über richtige Abfalltrennung, Entsorgungswege und weitere Entwicklungen rund um das Thema Abfall zu finden. | | | | | |
| Badisches Landesmuseum: Wyhl – Protestplakate der Umweltbewegung am Oberrhein | | | | | AKW Wyhl-Plakate & Regionalkultur: Das politische & ökologische Plakat | Das Plakat war und ist eine von vielen Möglichkeiten kritische, politische und ökologische Inhalte zu transportieren. Politische Plakate waren historisch ein wichtiges Massenkommunikationsmittel, das zur Mobilisierung und politischen Auseinandersetzung diente. Gerade auch im Zusammenhang mit dem geplanten und verhinderten AKW Wyhl ist eine unglaublich kreative Vielzahl von Plakaten entstanden.
Ein politisches Plakat ist manchmal auch ein Schrei, denn Betroffenheit, Zorn, Trauer und Wut sind häufig auch Motive, Plakate zu entwerfen, zu drucken und zu plakatieren. Und darum gehören in eine Wyhler Plakatsammlung auch die plakativen Klischees, der städtisch-idealisierte „knollennasige Kaiserstühler Bauer“ und der „böse, knüppelschwingende” Polizist. Wer wütend ist, übertreibt plakativ. Der Inhalt sollte sich den Menschen im Handumdrehen erschließen. Bild und Wort sollten, wenn möglich, eine Einheit bilden. Wyhl-Plakate sollten inhaltlich informieren und für Anti-Atom-Demos, Aktionen und Veranstaltungen der Volkshochschule Wyhler Wald werben. Meinung sollte gebildet, Handeln beeinflusst, Nachrichten und Informationen verbreitet werden.
Auf dem „frisch besetzten“ Platz im September 1974 im Wyhler Wald lag ein Stapel Plakate, verbunden mit der Bitte diese weiterzuverbreiten. Als junger Besetzer habe ich mich bedient, mir einen Tacker angeschafft und begonnen, Plakate an Kaiserstühler Hoftoren zu befestigen. Im Laufe des Wyhl-Protestes wurden tausende Schriftplakate, Bildplakate und Schrift-Bild-Plakate getackert und geklebt. Von mir wurde sicher mindestens ein Kilo Tacker-Munition „verschossen“ und ich kannte viele der Hoftorbesitzer, die alle gegen Atomkraft waren.
Von jedem Plakat habe ich einige Exemplare aufgehoben. In diesen frühen Anfängen 1974 liegen die Wurzeln einer umfangreichen Plakatsammlung, die weit über Wyhl-Plakate hinausgeht. Zwischenzeitlich liegt von jedem Plakat-Motiv (1466 unterschiedliche Plakate) und von jedem Aufkleber ( 835 unterschiedliche Aufkleber) zumindest ein Exemplar im Archiv des Badischen Landesmuseums, aber auch die Archive des Haus der Geschichte in Baden-Württemberg, der Bürgerinitiativen in Weisweil, das Heimatmuseum in Wyhl, das Archiv Soziale Bewegung und das Archiv Deutsches Atomerbe wurden beliefert. Im Deutschen Historischen Museum in Berlin hängt das berühmte „Nai hämmer gsait“ Plakat in der Dauerausstellung und in manchen Ausstellungen zu „500 Jahren Bauernkrieg“ im Jahr 1995 waren Wyhl-Plakate mit Bauernkriegsbezug zu sehen.
Das Motiv „HEUTE TANNEN -MORGEN WIR“ zeigt den Übergang von der Anti-Atom-Bewegung zum Kampf gegen das Waldsterben 1.0. Um das Fessenheim-Plakat „Darum Katastrophenschutzplan“ wurde viel diskutiert. Viele Aktive wollten die sofortige Abschaltung und keinen Katastrophenschutz. Das grafisch hervorragende Plakat erschien politisch zu defensiv. Es gab frühe, schlichte Schablonenmotive, es gab die inhaltlich wichtigen „Erklärungen der Bürgerinitiativen“ und Plakate im Stil chinesischer Wandzeitungen. Das Landtagswahlplakat von Herrn Dr. Schött brachte den BI-Aktiven und Endinger Apotheker lange vor der Gründung der GRÜNEN in den Landtag, obwohl kein Partei-Logo darauf zu sehen ist. Die alten Wyhl-Plakate sind heute Teil der Regionalkultur und Regionalgeschichte und sie sind, was damals niemand gedacht hätte, „museumswürdig“.
Das ikonische "Nai hämmer gsait" Motiv war anfangs durchaus umstritten.
Als Plakatidee hat Hubert Hoffmann den Satz eines elsässischen Marckolsheim-Transparents (Jetzt awer langts. Nai hanmer g`sait) aufgegriffen. Mein Freund Hubert war in der Zeit der Wyhl-Proteste ein viel beschäftigter, nie bezahlter Hobbygrafiker der Bürgerinitiativen und der Umweltbewegung. Auf vielen der alten Wyhl-, Fessenheim-, Waldsterben- und Dreyecklandplakaten findet sich irgendwo versteckt ein kleines Schneckensymol, das Zeichen, dass die Grafik von Hubert Hoffmann stammt. Von ihm kam die Idee des ersten NAI-Plakats und ich erinnere mich noch, wie schwierig es für mich war, die erste Ablehnung in den BI’s für das Motiv zu überwinden und endlich in Druck zu gehen. Es war damals nicht anders als heute: Ein Plakatmotiv, drei Leute, vier Meinungen und viel Kritik … Später wurde das anfänglich umstrittene und teilweise sogar abgelehnte Motiv zu dem Symbol des erfolgreichen Widerstands gegen das Atomkraftwerk Wyhl und heute ziert es im Wyhler Wald den Gedenkstein der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen.
Vom Plakat zum Aufkleber
Längliche gelbe Plakate der Bewegung gegen das Waldsterben 1.0 waren zum Tackern an absterbenden Bäumen und für Telegraphenmasten gedacht. Die Nutzung bestimmt das Format. Große Plakate sind schnell „aus der Mode“ gekommen. Die alten, vernarbten Kaiserstühler Hoftore wurden weniger oder aufgehübscht. Die Möglichkeiten große Plakate zu befestigen, wurden weniger. Zuerst führte das dazu, dass die Drucke kleinformatiger wurden, dann kam der "Spucki" (ein Papieraufkleber, der von hinten befeuchtet werden musste) und heute ist häufig der politische Aufkleber an die Stelle des Plakates getreten.
Dennoch gibt es auch heute noch politische Plakate und Umwelt-Plakate, zum Beispiel als Werbung für Fridays for Future Demos. Durch die Möglichkeiten des Internets und durch Bildbearbeitungsprogramme sind allerdings die künstlerischen Einflüsse bei der Motiv-Gestaltung leider geringer geworden. Eine sehr persönliche Variante und Fortsetzung der alten Idee sind die Mitwelt-Kleinanzeigen.
Das politische und ökologische Plakat ist heute größtenteils aus der Öffentlichkeit verschwunden und ins Internet gewandert. Es war einmal ein Teil des öffentlichen Meinungsstreits und wichtiger Bestandteil der politischen Kultur. Mal schauen, was kommt.
Axel Mayer, ehemaliger Bauplatzbesetzer und Plakatierer in Wyhl, Mitwelt Stiftung Oberrhein
(mit einem herzlichen Dank an die Frauen und Männer, die Plakate für Demokratie, Umwelt und Frieden entworfen, finanziert, gedruckt und plakatiert haben und auch an die, die dies heute noch tun)
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