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GrĂŒne Quellen
© Wilhelma Stuttgart/Lisa-Marie Grimmer | | | | | Nikolaustag in der Wilhelma | Vorweihnachtliche Stimmung im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart
Auch in diesem Jahr hĂ€lt der Nikolaus Einzug in die Wilhelma: Am Samstag, den 6. Dezember 2025 können sich die groĂen und kleinen Besucherinnen und Besucher des Zoologisch-Botanischen Gartens auf eine besondere Begegnung freuen: Der Nikolaus ist von 10.00 bis 11.30 Uhr sowie von 13.30 bis 15.00 Uhr im unteren Parkteil unterwegs und verteilt Mandarinen sowie kleine Ăberraschungen an die Kinder. NatĂŒrlich steht er mit seinem prĂ€chtigen Gewand und seinem Bischofsstab auch gerne fĂŒr ein Selfie zur VerfĂŒgung.
Nachdem der Start der Weihnachtsstern-Ausstellung in der historischen GewĂ€chshauszeile und das liebevoll dekorierte Weihnachtsbeet in der NĂ€he des Haupteingangs der Wilhelma schon die Adventszeit eingelĂ€utet haben, sorgt der Nikolaus fĂŒr noch mehr festliche Stimmung. Sein alljĂ€hrlicher Besuch ist zu einer Tradition geworden, die bei Familien stets fĂŒr strahlende Augen sorgt.
Der Brauch des Nikolaustags geht auf den Bischof Nikolaus von Myra zurĂŒck, einen der bekanntesten Heiligen der christlichen Kirchen. Er lebte im vierten Jahrhundert im Gebiet der heutigen tĂŒrkischen Provinz Antalya. Nikolaus galt der Legende nach als groĂzĂŒgiger Mensch, der sein Vermögen unter den BedĂŒrftigen verteilte. Der Besuch vom Nikolaus in der Wilhelma setzt daher ein Zeichen fĂŒr ein gemeinschaftliches Miteinander â ganz im Sinne der vorweihnachtlichen AtmosphĂ€re, die auch im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart jedes Jahr aufs Neue spĂŒrbar wird.
zum Bild oben:
Der Nikolaus legt eine kurze Rast in der Weihnachtsstern-Ausstellung ein.
© Wilhelma Stuttgart/Lisa-Marie Grimmer | | | | | |
| | | | | | BNE-Zertifizierung fĂŒr den Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart | Wilhelma als nachhaltiger Bildungsort ausgezeichnet
Am Montag, 24. November 2025 wurde der Wilhelma im Rahmen des diesjĂ€hrigen BNE-Netzwerkforums in Stuttgart von Umweltministerin Thekla Walker und Kultus-StaatssekretĂ€rin Sandra Boser das BNE-Zertifikat verliehen. Das KĂŒrzel BNE steht in diesem Zusammenhang fĂŒr âBildung fĂŒr nachhaltige Entwicklungâ.
Mit jĂ€hrlich rund 1,8 Millionen Besuchenden bietet die Wilhelma vielfĂ€ltige Möglichkeiten, Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung (BNE) in einem authentischen, erlebnisreichen Umfeld zu vermitteln. Die besondere Verbindung aus Zoologie, Botanik und historischer Parkanlage erlaubt es, Naturerfahrungen, Wissensvermittlung und gesellschaftliche Fragestellungen miteinander zu verknĂŒpfen.
Miriam WĂŒst, Leiterin der Stabsstelle Umweltbildung & Veranstaltungen in der Wilhelma, macht es deutlich: âUnsere Vision ist eine Gesellschaft, in der Menschen mit Bewusstsein, Empathie und Verantwortung gegenĂŒber Natur, Umwelt und zukĂŒnftigen Generationen handeln. Als gröĂter auĂerschulischer Lernort im Raum Stuttgart stellen wir uns der Aufgabe, nicht nur Wissen ĂŒber Tiere, Pflanzen und ökologische ZusammenhĂ€nge zu vermitteln, sondern auch zum Mitdenken, MitfĂŒhlen und zum Mitgestalten einer nachhaltigen Zukunft anzuregen. Die Wilhelma dient dabei als Vorbild. Unsere Tiere und Pflanzen erfĂŒllen dabei eine wichtige Botschafterfunktion.â
Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin ergĂ€nzt: âBei uns erfĂ€hrt man mehr ĂŒber Klimawandel, BiodiversitĂ€tsverlust und Mensch-Tier-Beziehungen in einem globalen Kontext. Dabei geht es nicht nur darum, auf Probleme aufmerksam zu machen â sondern auch Lösungen zu entwickeln: Weltweit unterstĂŒtzen wir ĂŒber 40 Artenschutzprojekte mit mittlerweile rund 1 Million Euro pro Jahr. Jedes dieser Projekte ist ein Beispiel dafĂŒr, was man bewirken kann, wenn man Verantwortung fĂŒr etwas ĂŒbernimmt. Jeder und jeder einzelne von uns kann etwas bewirken und durch individuelle Entscheidungen Einfluss auf die Zukunft unseres Planeten nehmen. FĂŒr uns bedeutet die BNE-Zertifizierung eine offizielle Anerkennung fĂŒr unsere bereits bestehenden Anstrengungen im Bereich der nachhaltigen Bildung. Wir hoffen, dass es noch mehr Organisationen, Einzelpersonen und Familien dazu bewegt, die Angebote der Wilhelma wahrzunehmen.â
Die BNE-Zertifizierung wĂŒrdigt Einrichtungen, die Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung konsequent in ihren Angeboten verankern. Sie prĂŒft, ob Lernorte Menschen befĂ€higen, ökologische, soziale und ökonomische ZusammenhĂ€nge zu verstehen und aktiv mitzugestalten. Vergeben wird die Auszeichnung in Baden-WĂŒrttemberg vom Ministerium fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft auf der Grundlage der Empfehlungen einer Expertenjury. Um die Zertifizierung zu erhalten, musste die Wilhelma nach Antragsstellung einen umfangreichen Prozess durchlaufen, der nicht nur die Umweltbildung an sich, sondern den gesamten Betrieb betrachtete. Dazu gehörten neben der Antragsstellung inklusive der Ausarbeitung eines BNE-Leitbilds und eines pĂ€dagogischen Konzepts auch Auftaktveranstaltungen, Begleitworkshops und Einrichtungsbesuche des Begutachtungsteams in der Wilhelma.
Ăber das BNE-Netzwerkforum:
Das vierte landesweite BNE-Netzwerkforum fand auf gemeinsame Einladung von Umwelt- und Kultusministerium unter dem Titel âGemeinsam Zukunft wagenâ statt. Den ĂŒber 220 Bildungsakteuren sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus allen Bildungsbereichen wurde ein breites Angebot an Inputs und Mitmachformaten zu den Themenbereichen âZukunftâ und âKooperationâ geboten. AuĂerdem öffnet das Netzwerkforum viel Raum fĂŒr den Austausch zwischen den Teilnehmenden. Besonders lebendig wurde die Veranstaltung durch die Beteiligung zahlreicher Akteure an der Gestaltung und Umsetzung von FreirĂ€umen, Workshops und einem Markt der Möglichkeiten.
Wichtiger Bestandteil der Veranstaltung war die Verleihung des BNE-Zertifikats durch Umweltministerin Thekla Walker und StaatssekretĂ€rin im Kultusministerium Sandra Boser an 20 Einrichtungen aus dem non-formalen Bildungsbereich. Seit Januar waren die Einrichtungen am Zertifizierungsprozess beteiligt, der begleitet durch Schulungen und Workshops die QualitĂ€tsentwicklung zum Ziel hat. Das BNE-Zertifikat ist ein QualitĂ€tssigel, das die Reflektion der eigenen Bildungsarbeit fördert und nach auĂen die Einhaltung von definierten QualitĂ€tskriterien belegt. Die BNE- Zertifizierung ist das Leuchtturmprojekt des Umweltministeriums in der Umsetzung der Landesstrategie BNE-BW 2030. Die BNE-zertifizierten Einrichtungen sind tragende SĂ€ulen der strukturellen Verankerung und der Umsetzung von BNE in Baden-WĂŒrttemberg. | | | | | |
| Maulbronn: Altes Forsthaus Heilbronner Str (c) Wegner / DSD | | | | | Bronze fĂŒr das alte Forsthaus in Maulbronn | Zur Erinnerung an die privaten Förderer
Im Nordosten von Maulbronn befindet sich in der Heilbronner StraĂe 10 das ehemalige Forsthaus. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellte hier fĂŒr die Dachsanierung einen Fördervertrag in Höhe von 80.000 Euro zur VerfĂŒgung. Nun ĂŒberbringt Dr. Fritz Fischer, Ortskurator Stuttgart der DSD, bei einem Pressetermin am Mittwoch, den 26. November 2025 um 13.00 Uhr im Beisein von Marc Frank von Lotto Baden-WĂŒrttemberg an Sarah und Matthias Dauner eine Bronzetafel mit der Aufschrift âGefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlĂŒcksSpiraleâ. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlĂŒcksSpirale erinnern und zu weiterer UnterstĂŒtzung motivieren. Das alte Forsthaus gehört zu den ĂŒber 420 Denkmalen, die die private DSD dank Spenden, der ErtrĂ€ge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlĂŒcksSpirale allein in Baden-WĂŒrttemberg fördern konnte.
Zum Objekt:
1885 lieĂ sich der Steinbruchinhaber LĂ€pple eine Villa errichten, die 1894 das Kameralamt Maulbronn erwarb, um darin das Forstamt unterzubringen. Das stattliche VillengebĂ€ude zeigt in schlichter Neoromanik und Neogotik eine zweigeschossige durchgestaltete Fassadenfront. Eine besondere Betonung liegt auf dem dreigeschossigen Mittelrisalit und dem Anbau eines achteckig angelegten Eckerkers. Die Schauseite zur StraĂe und die beiden Seitenfassaden sind aufwĂ€ndig gestaltet. Die Vorderfassade zeigt den Mittelrisalit mit Giebel, Erker und vielfĂ€ltiger Bauzier. Als gliedernde Elemente dienen FenstergewĂ€nde und Gesimse und zusĂ€tzlich ein reprĂ€sentativer Balkon mit Balustradenelementen in Form von DreipĂ€ssen. Als Baustein wurde der örtliche Maulbronner Schilfsandstein eingesetzt. Die FassadenflĂ€chen sind komplett als Natursteinmauerwerk durchgestaltet. Die Steinmetzarbeiten sind in einer, fĂŒr die AusfĂŒhrungszeit ĂŒblichen, sehr hohen QualitĂ€t ausgefĂŒhrt. | | | | | |
| Rot ist die klassische Farbe des Weihnachtssterns © Wilhelma /B.Meierjohann | | | | | Weihnachtssterne in ihrer ganzen Pracht | Start der Weihnachtsbaumausstellung in der Wilhelma
Mit dem Start des Advents gehen im Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart die Sterne auf: Die groĂe Weihnachtssternausstellung öffnet ihre TĂŒren und rĂŒckt eine Pflanzenart ins Rampenlicht, die seit Jahrzehnten Symbol fĂŒr vorweihnachtliche Stimmung ist â den Weihnachtsstern. Fast 200 Exemplare aus rund 20 verschiedenen Sorten sorgen fĂŒr eine farbenfrohe Adventszeit.
In der Natur wĂ€chst die Wildform des Weihnachtssterns an den bewaldeten HĂ€ngen der mittelamerikanischen PazifikkĂŒste. Schon die Azteken nutzten seinen eigentlich giftigen Milchsaft zu medizinischen Zwecken. Aus den HochblĂ€ttern wurde auĂerdem ein violetter Farbstoff gewonnen. Um 1830 brachte der damalige amerikanischen Botschafter in Mexiko, Joel Robert Poinsett, die ersten Weihnachtssterne in die USA. Ihm zu Ehren erhielt die Art den Beinamen âPoinsettieâ. Kurz darauf gelangte sie auch nach Europa. Hier wurde der Weihnachtsstern im 20. Jahrhundert als Zimmerpflanze immer beliebter.
Obwohl Poinsettien zur Advents- und Weihnachtszeit Einzug in zahlreiche Wohnzimmer nehmen, muss man einige Grundregeln beachten, damit sie gedeihen. Wilhelma-GĂ€rtner Oliver Frank verrĂ€t: âWeihnachtssterne sind sehr empfindlich gegen Zugluft â dann verlieren sie ihre BlĂ€tter. Das sollte man beim winterlichen LĂŒften unbedingt berĂŒcksichtigen. Beim GieĂen oder beim Transport muss man auĂerdem vorsichtig sein, da die Triebe leicht abbrechen. Zudem vertragen Weihnachtssterne keine StaunĂ€sse. Dann faulen die Wurzelspitzen nĂ€mlich ab und die Pflanze welkt.â
In der Natur entwickelt der bis zu vier Meter hohe Strauch wĂ€hrend der trockenen Wintermonate seine auffĂ€llige FĂ€rbung. Bei den vermeintlichen âBlĂŒtenblĂ€tterâ handelt es sich allerdings in Wirklichkeit um HochblĂ€tter, sogenannte Brakteen, die sich rund um den unscheinbaren, gelbgrĂŒnen BlĂŒtenstand gruppieren. Die BlĂŒte und damit auch die besondere Farbgebung der Brakteen setzt als Reaktion auf kurze TageslĂ€ngen ein. DafĂŒr sind mehrwöchige Dunkelphasen von mindestens zwölf Stunden pro Tag notwendig. Durch gezielte Steuerung der Lichtphasen, z. B. indem man die Pflanze sechs bis acht Wochen vorher jeden Abend in einen dunklen Raum bringt, kann man den Zeitpunkt der BlĂŒte beeinflussen. WĂ€hrend die Brakteen der Wildform in einem krĂ€ftigen Rot erstrahlen, wurden durch ZĂŒchtungen viele weitere Variationen erschaffen. In der Wilhelma reicht die Farbpalette von zartem WeiĂ ĂŒber Lachsrosa, verschiedene Pastelltöne, leuchtendem Pink und sattem Rot bis zu zweifarbigen Varianten mit marmorierten Mustern.
Die Weihnachtsstern-Ausstellung in der Wilhelma befindet sich innerhalb der historischen GewĂ€chshauszeile in einem separaten Schauhaus, das ĂŒber eine SeitentĂŒr des Kamelienhauses zugĂ€nglich ist. Bis in den Januar hinein kann dort die Pracht der Weihnachtssterne bewundert werden. | | | | | |
| Chinaleopard Dschingis © Zoo Karlsruhe, Timo Deible | | | | | Chinaleopard im Zoo Karlsruhe gestorben | Sehr hohes Alter erreicht / EingeschlÀfert wÀhrend Untersuchung in Narkose
Im Zoo Karlsruhe ist Chinaleopard Dschingis gestorben. Er wurde am 24. August 2007 im Tierpark Hagenbeck geboren und lebte seit dem 23. Juni 2009 in Karlsruhe. Mit seinen 18 Jahren hat er ein sehr hohes Alter erreicht, war der zweitÀlteste Kater im gesamten Zuchtprogramm. Seine altersbedingten Beschwerden sind in den vergangenen Monaten jedoch immer stÀrker geworden, zudem konnte er den rechten Hinterlauf nicht mehr komplett belasten. Deshalb stand er unter stÀndiger Beobachtung und Behandlung durch die ZootierÀrzte und das Tierpflege-Team.
Am Morgen (26. November) wurde er wĂ€hrend einer Untersuchung in Narkose eingeschlĂ€fert. âDschingis war ein sehr charismatischer Kater, das uns im Team sehr ans Herz gewachsen ist. Wenn ein Tier im Zoo allerdings Beschwerden hat, bei denen keine Besserung mehr möglich ist, sind wir froh, dass wir Leid vermeiden könnenâ, sagt Revierleiter Michael Heneka.
Chinaleopard gilt als "stark gefÀhrdet"
Der Chinaleopard kommt ursprĂŒnglich aus dem zentralen und nördlichen China. Trotz des groĂen Verbreitungsgebiets gibt es nach SchĂ€tzungen nur noch rund 2.000 Tiere. Durch immer weiter fortschreitende Lebensraumzerstörung und -zerschneidung sowie Wilderei ist es unklar, wie lange sich die BestĂ€nde in der Natur noch halten können. Die Weltnaturschutzunion stuft die Unterart auf der Roten Liste als âstark gefĂ€hrdetâ ein.
Die Zoogemeinschaft versucht durch ein gezieltes Zuchtprogramm (EEP), eine Reservepopulation des Chinaleoparden in Menschenobhut zu erhalten. Dieses wird im Tierpark Hagenbeck gefĂŒhrt. Die beiden in Karlsruhe gehaltenen Tiere konnten leider schon lĂ€nger nicht mehr zur Zucht beitragen, da der weibliche Chinaleopard Taohua 2019 wegen einer Vereiterung die GebĂ€rmutter entfernt bekommen musste. Dschingis hatte mit Taohua insgesamt vier Nachkommen. | | Mehr | | | |
| Schwarzach: Ehem. Wohnhaus Dr. GÀch, Adalbert-Stifter-Str. 10 (c) P.Schabe / DSD | | | | | DSD fördert das ehemalige Wohnhaus Dr. GÀch in Schwarzach | Die Diagonale innerhalb eines Grundquadrates
Dank zahlreicher Spenden sowie der ErtrĂ€ge der Lotterie GlĂŒcksSpirale unterstĂŒtzt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Schieferdeckung des ehemaligen Wohnhauses Dr. GĂ€ch in Schwarzach mit einem Fördervertrag ĂŒber 40.000 Euro. Das Wohnhaus gehört nunmehr zu den ĂŒber 590 Projekten, die die private DSD dank Spenden, ErtrĂ€gen ihrer Treuhandstiftungen sowie Mittel der GlĂŒcksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.
Um das Jahr 1925 entwarf und baute der Architekt Bernhard Weyrather aus Radebeul in Schwarzach ein Praxis- und Wohnhaus fĂŒr den dort ansĂ€ssigen Landarzt. Der eigenstĂ€ndig-ausdrucksvolle Bau entstand aus einer in der Folge des Jugendstils entwickelten freien Architektur- und Formensprache, das dem Bewohner und Betrachter des Hauses âein vom gewohnt Funktionellen befreites Raum- und Gestalterlebnis, das aber doch von innerer Logik und Klarheit geprĂ€gtâ ist, vermitteln soll.
Zum Objekt:
Das GebĂ€ude erhebt sich ĂŒber einem annĂ€hernd quadratischen Grundriss, in dem eine der Diagonalen als Symmetrieachse wirkt. Diese Diagonale folgend weitet sich der Grundriss ĂŒber das Quadrat hinaus, auf der einen Seite den nur erdgeschossigen Eingangsbereich, auf der anderen das Arbeitszimmer und â darĂŒber â das Wohnzimmer aufnehmend. Der im Erdgeschoss ebenfalls diagonal angelegte Flur verbindet beide Teile. Das Obergeschoss erhebt sich ĂŒber dem Grundquadrat des Erdgeschosses, so dass sich insgesamt ein dem Bau eingeschriebener, zweigeschossiger Kubus ergibt. Die WohnrĂ€ume gruppieren sich um eine groĂzĂŒgige zentrale Diele.
Der ein- und zweigeschossige Massivbau mit seinen vielfĂ€ltig gebrochenen DachflĂ€chen, die sich aus der kubischen Grundfom entwickelt und eine asymmetrisch modellierte AuĂengestaltung ausbildet, folgt der anthroposophischen Architektur. Genutzt wird das Bauwerk von dem Verein Stiftung Siedlung BĂŒhel e. V., der seit ĂŒber 50 Jahren im Behindertenbereich tĂ€tig ist. der Verein ist in der Gemeinde fest verankert und aufgrund seines jahrzehntelangen Engagements im Bereich der Inklusion hoch angesehen. | | | | | |
| © ICAS | | | | | Tunnelbau fĂŒr AmeisenbĂ€r & Co. | Wilhelma feiert Erfolge beim Schutz von GroĂen AmeisenbĂ€ren in Brasilien
Am 19. November wird nicht nur in Brasilien der Welttag des AmeisenbĂ€ren gefeiert. Auch in der Wilhelma in Stuttgart gibt es zu diesem Anlass Grund zum Jubeln: Im Rahmen eines zusammen mit dem Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma unterstĂŒtzten Artenschutzprojekts in Brasilien wurden nĂ€mlich im Oktober 2025 erstmals Tunnel fertiggestellt, mit deren Hilfe GroĂe AmeisenbĂ€ren auf sichere Art und Weise gefĂ€hrliche Autobahnen unterqueren können.
Die Wilhelma und ihr Förderverein engagieren sich bereits seit mehreren Jahren fĂŒr die von dem ArtenschĂŒtzer Arnaud Desbiez gegrĂŒndete brasilianische Nichtregierungsorganisation ICAS (âInstituto de Conservação de Animais Silvestresâ). Diese setzt sich unter anderem fĂŒr den Schutz von GroĂen AmeisenbĂ€ren ein. Die Art wird auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als âgefĂ€hrdetâ eingestuft. Zu den GrĂŒnden dafĂŒr gehört neben dem Verlust der LebensrĂ€ume auch die Bedrohung durch den StraĂenverkehr: Immer mehr SchnellstraĂen durchziehen die Graslandschaften, WĂ€lder und SĂŒmpfe im Bundesstaat Mato Grosso du Sul â auch im Pantanal, dem gröĂten Binnenland-Feuchtgebiet der Erde. Dabei werden nicht nur GroĂe AmeisenbĂ€ren Opfer von Kollisionen mit Fahrzeugen: Zwischen 2017 und 2020 ĂŒberwachten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ICAS insgesamt 85.000 Kilometer Autobahnstrecke in Mato Grosso du Sul. In diesem Zeitraum zĂ€hlten sie 766 GroĂe AmeisenbĂ€ren, 968 Wasserschweine und 425 Tapire als Verkehrsopfer am StraĂenrand. Man schĂ€tzt, dass es sich dabei nur um 25% der tatsĂ€chlichen TodesfĂ€lle handelt, zumal viele Tiere nicht direkt am StraĂenrand verenden. Um Konzepte zur Vermeidung von TierunfĂ€llen zu entwickeln, wurden junge AmeisenbĂ€ren mit Sendern ausgestattet. Dadurch konnte nachvollzogen werden, wie sich AmeisenbĂ€ren, ganz besonders Jungtiere nach der Abwanderung aus dem elterlichen Revier, in ihren LebensrĂ€umen bewegen, ob sie z. B. WaldrĂ€nder oder WasserlĂ€ufe als Leitlinien nutzen â und wo sie auf ihren Wanderungsrouten mit hoher Wahrscheinlichkeit SchnellstraĂen ĂŒberqueren.
Auf Basis dieser wissenschaftlich fundierten Daten startete eine intensive Lobby- und Ăberzeugungsarbeit gegenĂŒber Behörden, Unternehmen und der Zivilgesellschaft, mit dem Ziel, Unfallschwerpunkte zu entschĂ€rfen. Die Aufstellung von Warnschildern durch die zustĂ€ndigen Behörden stellte bereits einen ersten Teilerfolg dar. Mit Tunneln zur Unterquerung von StraĂen an besonders gefĂ€hrlichen Punkten wurde erstmals ein noch deutlich wirksameres Instrument zur Vermeidung von TierunfĂ€llen geschaffen. Der erste nun eingerichtete Tunnel unterquert die BR262, welche aufgrund der dort hohen Zahl von WildunfĂ€llen in internationalen Medien bereits als âHighway des Todesâ bezeichnet wurde.
Stefanie Reska, Leiterin der Stabstelle fĂŒr Artenschutz in der Wilhelma, erklĂ€rt: âDurch VideoĂŒberwachung wurde bereits bestĂ€tigt, dass die Tunnel angenommen werden. Sowohl GroĂe AmeisenbĂ€ren als auch Tapire und Greifstachler konnten dabei bereits nachgewiesen werden. Es ist also Fakt: Die Tunnel sorgen fĂŒr mehr Sicherheit â nicht nur fĂŒr bedrohte Tierarten, sondern auch fĂŒr Autofahrerinnen und Autofahrer.â
Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin zeigt sich ebenfalls begeistert: âBereits seit 2021 unterstĂŒtzen wir und unser Förderverein die Organisation ICAS beim Schutz des GroĂen AmeisenbĂ€ren vor den Auswirkungen des StraĂenverkehrs in Brasilien. Ăber 100.000 ⏠haben wir seitdem in das Projekt investiert. Wir freuen uns, dass wir ĂŒber den AmeisenbĂ€ren als Flagschiffart auch viele Individuen anderer Arten vor dem Unfalltod bewahren werden.â
zum Bild oben:
Ein GroĂer AmeisenbĂ€r wird freigelassen, nachdem er mit einem Peilsender ausgerĂŒstet wurde.
© ICAS | | | | | |
| © Foto: Wilhelma Stuttgart/Simona Steeger | | | | | Die Wilhelma auf der ANIMAL 2025 | Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart prÀsentiert sich auf der Heimtiermesse in Stuttgart
Auch in diesem Jahr ist die Wilhelma wieder auf der Heimtiermesse ANIMAL vertreten, die von Freitag, 21. bis Sonntag, 23. November 2025 auf dem GelĂ€nde der Landesmesse Stuttgart stattfindet. Die Wilhelma und ihr Förderverein nutzen die Gelegenheit, um ĂŒber die vielfĂ€ltige Tier- und Pflanzenwelt des Zoologisch-Botanischen Gartens und die Angebote der Wilhelmafreunde zu informieren.
Am Stand der Wilhelma (Halle 5, Stand 5D34) erwartet die GĂ€ste ein abwechslungsreiches Programm. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wilhelma stehen mit Mitgliedern des Vereins der Freunde und Förderer der Wilhelma fĂŒr Fragen rund um die Flora und Fauna des Zoologisch-Botanischen Garten und die gemeinsam unterstĂŒtzten Artenschutzprojekte zur VerfĂŒgung.
FĂŒr Kinder bietet der Stand wieder eine Reihe von spielerischen Mitmachaktionen: Beim Tiermotive-Malen dĂŒrfen die jĂŒngsten Besucherinnen und Besucher der Messe ihrer Fantasie freien Lauf lassen, wĂ€hrend Wissensspiele rund um Tiere und Pflanzen fĂŒr Spannung sorgen. Als kleine Belohnung winken Ăberraschungen wie Saatgut-TĂŒtchen oder Postkarten mit Tiermotiven.
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Die Wilhelma ist zusammen mit dem Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma auf der ANIMAL in Stuttgart vertreten.
© Foto: Wilhelma Stuttgart/Simona Steeger | | | | | |
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