Prolixletter
Montag, 28. September 2026
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Öko plus

 
Tierischer Zuwachs und Fortschritt bei den Bauprojekten
Jahresbilanz des Mundenhofs mit erneutem Rekord: 2025 kamen über 570.000 Besucher*innen
Umweltpädagogische Programme sind beliebter denn je

Auch im Jahr 2025 verzeichnet der Mundenhof einen herausragenden Erfolg:
Mehr als 573.000 Besucher*innen fanden ihren Weg in den Freiburger Tier- und Naturerlebnispark und besuchten die vielseitigen Angebote des Hofes.
Damit wurde nach dem Corona-Knick (2019: 382.000, 2020: 308.000, 2021: 362.000) zum vierten Mal in Folge der Vorjahres-Rekord geknackt: 2022 waren es 486.000, 2023 dann schon 521.000 und 2024 über 557.000 Besucher*innen gewesen. Diese – und viele weitere – Erkenntnisse haben Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit und die Mundenhof-Leiterinnen Susanne Eckert und Birte Boxler heute auf einem Ortstermin vorgestellt.

Bürgermeisterin Buchheit wies darauf hin, dass sich mit dem neuen Rekordwert die Besucher*innenzahl seit 2013 (296.000) fast verdoppelt hat: „Das ist ein riesiger Erfolg und eine große Auszeichnung für die tolle Arbeit, die am Mundenhof jeden Tag geleistet wird. Gleichzeitig verdeutlichen die Zahlen die Notwendigkeit, auch mit Blick auf den neuen Stadtteil Dietenbach den Mundenhof weiterzuentwickeln, um ihn als lebenswerten Naherholungsraum für die Freiburger*innen in Zukunft zu erhalten.“

Darüber hinaus brachte das vergangene Jahr in der Hofverwaltung einige Veränderungen: Seit Mai 2025 ist Hannah Stark als neue KonTiKi-Leiterin auf dem Mundenhof angestellt und sorgt für ein abwechslungsreiches pädagogisches Programm. Seit April 2025 leitet Melinda Schlegel den Bereich Tiergehege.

Abschiede und Neuzugänge im Tierreich
Auch das Jahr 2025 brachte für den tierischen Nachwuchs des Mundenhofs freudige wie traurige Ereignisse mit sich: Unter den Jungtieren waren mehrere Verluste zu beklagen, durch Fehlgeburten oder andere tragische Vorfälle. Insgesamt erblickten 76 neue Tiere das Licht der Welt. Neuzugänge gab es unter anderem bei den Erdmännchen, Straußen, Kamerunschafen und Javaneraffen.

Besonders schmerzlich war der Verlust von Zabrina, der Mutter eines Kamerunschafs, die die Geburt nicht überlebte und eingeschläfert werden musste. Bei den Straußen gab es einen weiteren traurigen Abschied: Henne Kia verstarb nach mehreren schweren Krankheiten. Auch der Verlust von älteren Tieren wie einer Bisonkuh, einer Wollschweinsau und einem Wasserbüffelbullen trübte die Stimmung. Zudem erlitten die Pfauen und Nandus tragische Verluste durch Raubtiere und menschliche Diebstähle. Insgesamt wurden (wie berichtet) 16 Nandu-Eier entwendet.

Dennoch konnte der Mundenhof seinen Tierbestand durch Tierkäufe und Schenkungen aufstocken. So kamen zwei Zackelschafe, zwei Kaschmirziegen und auch ein paar Pfauen neu nach Freiburg. Außerdem wurden ein Wasserbüffelbulle und ein Heidschnuckenbock zu Züchtungszwecken angeschafft. Seit zwei Monaten ist auch der Lamahengst Ulrich auf dem Mundenhof. Seine Ankunft kam vor allem bei den Lamastuten sehr gut an. Namensgebend für den Lamahengst war übrigens eine Patenschaft, die Bürgermeisterin Buchheit ihrem bisherigen Amtskollegen Ulrich von Kirchbach geschenkt hat.

Ein Stall für die Nandus, ein Picknickhäuschen für das Publikum
Die größte bauliche Neuerung bei den Tieren war im vergangenen Jahr der brandneue Nandustall. Die großen Laufvögel können dort getrennt von Lamas und Heidschnucken, die auf der Koppel nebenan leben, untergebracht werden. Sie erhalten dort ungestört ihr Futter und müssen nicht mit den Vierbeinern konkurrieren. Ein weiterer wichtiger Punkt: Der Stall soll ihnen ein artgerechtes, ungestörtes und geschütztes Brüten ermöglichen.

Auf der Kaninchenanlage, der Gibboninsel und der ungarischen Steppenrinderanlage haben die Tierpfleger*innen die Gehege neu eingerichtet, um das Leben der Tiere zu bereichern.

Für das Publikum gibt es ebenfalls eine Neuerung: Aus dem alten Kamerunschafstall wurde ein Picknickhäuschen gezimmert. Dessen Wände sind geschmückt mit Pfoten-, Krallen- und Klauenabdrücken von Erdmännchen, Straußen und Kamerunschafen. Besucher*innen können so auch bei Regen eine kleine Pause machen.

Neben den üblichen Unterhaltsarbeiten entsteht derzeit auf dem Gelände des ehemaligen Bolzplatzes in der Nähe der Hofwirtschaft ein Ort für umweltpädagogische Projekte, an dem Schulklassen und Gruppen klimagerechtes Gärtnern erleben und erlernen können: der Zukunftsgarten.

Daran haben die Mitarbeitenden des Mundenhofs im Jahr 2025 intensiv weitergearbeitet. Unter anderem haben sie den Teichbau vorangebracht, ein Recyclingbeet eingesetzt und einen Fahrradstellplatz gebaut. Auch ein Folientunnel wurde gesetzt, damit die Kinder die geschützte Anzucht von Jungpflanzen begleiten können.

Das KonTiKi-Programm: Eine Erfolgsgeschichte geht weiter
Das umweltpädagogische Aushängeschild des Mundenhofs, das KonTiKi-Programm (Kontakt-Tier-Kind), erfreute sich 2025 unveränderter Beliebtheit. Zu den KonTiKi-Nachmittagen, die dienstags, mittwochs und donnerstags stattfinden, kamen – vor allem mittwochs – etwas mehr Kinder als im vergangenen Jahr. 108 solcher Nachmittage konnte das KonTiKi-Team anbieten. Das Angebot für Schulklassen am Dienstag- und Donnerstagvormittag wurde ebenfalls unverändert gut angenommen – insgesamt kamen 62 Gruppen mit über 1000 Kindern und Jugendlichen.

Auch die übrigen Programme wie die Ferienfreizeiten oder die Gummistiefelwoche fanden wieder statt. Sehr gut besucht war der „Tag der offenen Hoftür“, der im April erstmalig stattfand und bei dem das KonTiKi mit eigenem Stand und mehreren Mitmach-Aktivitäten vertreten war.

Im Dezember 2025 fand wieder das allseits beliebte Krippenspiel statt. Wie gewohnt war es sehr gut besucht. 80 Tiere und 150 (vor allem ehrenamtliche) Menschen machen es immer wieder zum beeindruckenden Erlebnis, wenn die Weihnachtsgeschichte auf dem Mundenhof nachgespielt wird.

Ein kleiner Wermutstropfen bei den KonTiKi-Tieren war der Abschied von Alpaka-Urgestein Moni, das vielen erwachsenen Übungsleiter*innen noch aus ihren eigenen KonTiKi-Kind-Zeiten bekannt war. Dafür kamen zwei Hausesel und drei Alpaka-Stuten neu zur Herde hinzu. Das KonTiKi-Programm wird auch 2026 in gewohnter Weise fortgeführt. Informationen zum aktuellen Angebot gibt es unter www.freiburg.de/kontiki.

Rückschläge
In den vergangenen Monaten musste der Mundenhof einige Rückschläge meistern. In der neuen Werkstatt wurden in einer Nacht mehrere Geräte entwendet, was den Arbeitsalltag vorübergehend erschwerte und zusätzliche Aufgaben für das Team mit sich brachte. Im Dezember kam es zudem zu einem Brandschaden im Eingangsbereich, der ebenfalls Zeit und Ressourcen erforderte.

Seit Jahren kommt es immer wieder zu Vandalismus, Brandstiftung und anderen Dummheiten. Die Gesamtzahl der Schäden liegt in manchen Jahren deutlich im fünfstelligen Euro-Bereich; nicht zu beziffern ist das Ausmaß der Verunsicherung für Menschen und Tieren, aber auch der Frust des Hofpersonals, das viel Aufwand und Arbeitszeit investieren muss, um die Schäden zu beseitigen.

Die Mundenhof-Leiterinnen Susanne Eckert und Birte Boxler hoben hervor, dass der Mundenhof alle Fälle von Vandalismus, Brandstiftung oder Einbrüchen konsequent zur Anzeige bringt: „Neben dem finanziellen Schaden durch solche Handlungen sind es vor allem die Folgeerscheinungen, die uns langfristig beschäftigen. Neben der Unsicherheit bei Mitarbeitenden, Besuchenden und unseren Tieren kostet es eben auch enorm viele Ressourcen, alles wieder funktionstüchtig herzurichten. Das sind Kapazitäten, die uns dann an anderer Stelle fehlen und die wir viel lieber in ein schönes Aufenthaltserlebnis für Besuchende, weitere pädagogische Angebote für Kinder oder auch betreuungsintensive Gebäudeumbauten investieren würden.“

Ausblick
Für das Jahr 2026 hat der Mundenhof erneut ein vielfältiges Programm geplant, das die Besucherinnen und Besucher begeistern wird. Neben den etablierten Festen wird am Sonntag, 10. Mai, der „Markt für Morgen“ stattfinden – ein großes Fest der Bildung für nachhaltige Entwicklung, das zahlreiche Mitmach-Aktionen und Aussteller aus den Bereichen Klimaschutz, Artenvielfalt und soziale Gerechtigkeit vereinen wird.

Zudem freut sich der Mundenhof bereits auf den inklusiven Kinder-Kunst-Workshop der „Gemischten Tüte“ am 21. Juni, der Kindern einen kreativen

Zugang zur Drucktechnik mit Naturmaterialien und Licht ermöglicht. Baulich wird aktuell der Umbau der Alten Schmiede zur „Zukunftsschmiede“ als Lernraum weiter vorangetrieben, um den stark nachgefragten pädagogischen Angeboten des Mundenhofs zusätzlichen Raum zu bieten.

Weitere Infos zum Mundenhof online
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FFH-Schutzgebiet „Mooswälder bei Freiburg"
Monitoring der Bechsteinfledermaus hat begonnen

Im Mooswald startet in diesem Jahr ein umfangreiches Forschungsprojekt. Von April bis September untersuchen Experten des Instituts für Tierökologie und Naturbildung die Bechsteinfledermaus, eine seltene und streng geschützte Art. Auftraggeberin ist die Deutsche Bahn, die gesetzlich verpflichtet ist, vor dem geplanten Ausbau des 3./4. Gleises im Raum Freiburg mögliche Auswirkungen auf die Fledermäuse im FFH-Schutzgebiet „Mooswälder bei Freiburg" zu überwachen und zu dokumentieren.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen bis zu acht Kolonien der Bechsteinfledermaus. Die Forschenden wollen herausfinden, wo die Tiere ihre Quartiere haben, welche Teile des Waldes sie als Jagdgebiet nutzen und wie sie sich im Verhältnis zur Autobahn A5 bewegen – insbesondere, wo und wie häufig sie diese queren. Die Ergebnisse fließen in die Planung und Evaluierung der Wirksamkeit von Querungsbauwerken (Grünbrücken, Durchlässe) ein.

Für die Untersuchungen kommen mehrere wissenschaftliche Methoden zum Einsatz. Zunächst werden Fledermäuse in Netzen gefangen und mit kleinen, leichten Radiosendern ausgestattet, die ein präzises Verfolgen ihrer Bewegungen ermöglichen. Ergänzend wird im gesamten Untersuchungsgebiet ein automatisches Telemetrienetz aufgebaut: Rund 48 Stationen registrieren die Signale der besenderten Tiere und zeichnen ihre Routen auf. Zusätzlich werden an ausgewählten Standorten akustische Erfassungsgeräte eingesetzt, die die Ultraschallrufe der Fledermäuse aufzeichnen.

Wer die mit Solarpanelen ausgestatteten Telemetrie-Geräte im Wald entdeckt: Die Geräte sind mit einem Informationsschild und den Kontaktdaten des Instituts versehen. Sie sind ungefährlich und erfassen ausschließlich den Flug der besenderten Fledermäuse.
 
 

 
Freiburg: Infoveranstaltung zur neuen Klimaanpassungsstrategie
mit Workshop zum Hitzeaktionsplan am Dienstag, 14. April

Informieren und Mitmachen für ein lebenswertes Freiburg trotz Klimawandel

Rekordtemperaturen, Tropennächte, starke Niederschläge und immer längere Trockenperioden – der Klimawandel ist kein Phänomen der Zukunft, sondern bereits heute spürbare Realität in Freiburg. Deshalb hat die Verwaltung in den letzten zwei Jahren eine neue und umfassende Klimaanpassungsstrategie erarbeitet. Bei einer Infoveranstaltung am Dienstag, 14. April, um 17 Uhr stellt das Umweltschutzamt im Humboldtsaal, Humboldtstraße 2, die Strategie vor.

Im Anschluss an die Vorstellung der Klimaanpassungsstrategie sind die Anwesenden eingeladen, selbst aktiv zu werden. Auf dem Programm stehen Workshops zur Entwicklung des Hitzeaktionsplans für Freiburg. Dieser ist eine zentrale Leuchtturm-Maßnahme der Klimaanpassungsstrategie. Bis zum Sommer 2027 soll der Plan stehen. Das Umweltschutzamt freut sich auf das Wissen und Anregungen der Teilnehmenden: Wie und wo sind wir in Freiburg von Hitze betroffen sind und in welcher Weise können wir als Stadtgesellschaft aktiv werden, um insbesondere vulnerable Gruppen wie Ältere, Kinder und Kranke besser zu schützen?

Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit eröffnet die Veranstaltung, Anne Hillenbach von der Energieagentur Freiburg moderiert den Abend. Die Veranstaltung endet gegen 20 Uhr. Die Plätze sind begrenzt, wer seine Teilnahme sichern will, kann sich bis Mittwoch, 8. April, unter https://eveeno.com/freiburgklimaanpassung_hitzeaktionsplan anmelden.
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Die Waldhaus-Termine im April
Vom Afterwork-Waldbaden bis zu urweltlichen Magnolien

Sonntag, 12. April, ab 11.30 Uhr | ohne Anmeldung
Offene Tür im Waldgarten: Führung und Mitmachaktion Beim Waldhaus entsteht ein Waldgarten, der nach Permakultur-Prinzipien geplant und gestaltet wird. Durch die Auswahl bestimmter Bäume, Sträucher und Pflanzenarten entsteht ein experimentelles Agroforstsystem. Um 11.30 Uhr führt Angie Schmidt als Naturpädagogin und Fachfrau für Permakultur durch den Garten und informiert über das Projekt. Danach sind Interessierte bis 15 Uhr eingeladen, gemeinsam mit der Projektgruppe aktiv zu werden. Wer es einrichten kann, kommt am besten in wetterangepasster und zur Gartenarbeit tauglicher Kleidung und bringt sich je nach Bedarf etwas Verpflegung mit. Teilnahme frei, Spenden sind willkommen

Mittwoch, 15. April, 17 bis 19 Uhr | ohne Anmeldung
Waldspaziergang im Freiburger Stadtwald
Die Teilnehmenden erleben auf dieser Tour rund um das Waldhaus mit Albrecht Franke, Forstdirektor a.D., den Wald im Frühling. Sie erfahren Wissenswertes über nachhaltige Waldbewirtschaftung, über das Management der Erholungsfunktion des Waldes und seine Bedeutung für den Natur-, Arten- und Klimaschutz. Ab 12 Jahren. Kostenfrei

Samstag, 18. April, 10 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss 14. April
Grünholzwerkstatt: Esslöffel schnitzen
Dieser Kurs eignet sich für Personen mit etwas Schnitzerfahrung, z.B. aus einem früheren Kochlöffelkurs im Waldhaus. Die Teilnehmenden erarbeiten (Ess-) Löffelrohlinge mit der Axt und bringen sie mit Schnitzmessern in ihre endgültige Form. Dabei werden auf vorhandenen Erfahrungen aufbauend die handwerklichen Techniken verfeinert und ein bis zwei filigrane Esslöffel erarbeitet. Referent Matthis Berthold wurde am Sätergläntan, dem Institut für Traditionelles Kunsthandwerk in Schweden, ausgebildet. Teilnahmebeitrag: 90 Euro inkl. Material. Mindestalter 16 Jahre

Donnerstag, 23. April, 17 bis 18.30 Uhr | Anmeldeschluss: 13. April
Stress lass nach: Entspannen im Grünen durch Shinrin Yoku (Waldbaden)
„Shinrin Yoku“ kommt aus dem Japanischen und bedeutet „Baden in der Waldluft“. Zum Herunterkommen und Durchatmen nach einem Arbeitstag tauchen die Teilnehmenden mit Kristin Vollmar, Referentin für Waldpolitik und zertifizierte Kursleiterin für Waldbaden, ein in die heilende Wirkung des Waldes und genießen bewusst die Natur mit allen Sinnen. Entspannung, Achtsamkeitsübungen im Wald und Wohlfühlen stehen im Vordergrund. Das Schlendern ist gespickt mit einer Prise Wissen über den Ursprung des Waldbadens und die verblüffenden gesundheitlichen Wirkungen des Waldes. Teilnahmebeitrag: 13 Euro

Freitag, 24. April, 16 bis 20 Uhr und Samstag, 25. April, 10 bis 17 Uhr |
Anmeldeschluss: 21. April
Grünholzwerkstatt: Korbflechten
In diesem Kurs mit Daniel Schenk lernen die Teilnehmenden Grundtechniken des Korbflechtens kennen, die auch auf andere Projekte (z.B. Zäune oder Rankhilfen) angewendet werden können. Am Ende nehmen alle viel Wissen und einen selbstgemachten runden Korb mit nach Hause. Teilnahmebeitrag: 130 Euro, zzgl. ca. 15 Euro für Material (je nach Korb)

Samstag, 25. April, 14 bis 16 Uhr | Anmeldeschluss: 14. April
Tag des Baumes: Frühlingsspaziergang im Arboretum Liliental
Zwischen Ihringen und Wasenweiler liegt das Forstliche Versuchsgelände „Liliental“. Auf einer Rundwanderung, auch abseits der Hauptwege, mit Albrecht Franke, Forstdirektor a.D., lernen die Teilnehmenden die Geschichte des Lilientals kennen, erkunden das Arboretum mit exotischen Baumarten der gemäßigten Breiten und erfahren einiges über Samenplantagen, Klonprüfungen und die Nachzucht von Forstpflanzen. Geländegängigkeit, festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung sind erforderlich. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Brunnen vor der Gaststätte „Lilie“. Bei Bedarf Vesper und Getränke mitbringen, nach der Tour ist ggfs. die gemeinsame Einkehr in der „Lilie“ möglich (Selbstzahler). Teilnahmebeitrag: 8 Euro, Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren 4 Euro

Samstag, 25. April, 11 bis 15 Uhr | Anmeldeschluss: 13. April
Waldgarten: Wildkräuter nach Permakulturprinzipien
Gemeinsam gehen die Teilnehmenden im Waldgarten nahe dem Waldhaus mit der Natur- und Umweltpädagogin Angie Schmidt auf Entdeckungstour. Dort lernen sie wichtige Prinzipien der Permakultur und die Bedeutung von Wildkräutern in einem Waldgartensystem kennen. Zum Abschluss bereiten alle gemeinsam etwas Leckeres aus Wildkräutern zu. Teilnahmebeitrag: 20 Euro. Mindestalter 16 Jahre

Sonntag, 26. April, 14 und 16 Uhr | ohne Anmeldung
Fräulein Brehms Tierleben: 14 Uhr Luscinia – die Nachtigall, 16 Uhr Sus scrofa – das Schwein
Dieses Mal kommt die Schauspielerin Barbara Geiger, Erfinderin des Ein-Frau-Theaters „Fräulein Brehms Tierleben“ und kreativer Kopf hinter den
Kulissen, höchstpersönlich auf die Waldhaus-Bühne. Um 14 Uhr entflattert ihrem Frolleingepäck eine Meistersängerin: Luscinia, die Nachtigall. Um 16 Uhr entführt sie das Publikum mit Sus scrofa in die Schweinewelt im wilden Wald. Die Vorführungen sind für neugierige Erwachsene und Kinder ab 10 bzw. 8 Jahren geeignet. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Weitere Informationen unter www.brehms-tierleben.com. Diese Veranstaltung wird gefördert vom Naturpark Südschwarzwald mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Europäischen Union

Sonntag, 26. April, 14 bis 15.30 Uhr | ohne Anmeldung
Sonntagsspaziergang: Das Stadtwald-Arboretum Günterstal im Frühjahr
Der Frühling ist im Stadtwald die schönste Jahreszeit. Besonders reizvoll ist die Blüte der Magnolien. Beim Spaziergang mit dem Biologen Winfried Meier entdecken die Teilnehmenden diese urweltlichen Pflanzen, die schon zu Zeiten der Dinosaurier existiert haben, sowie weitere in voller Pracht blühende Frühlingsboten. Treffpunkt: Waldparkplatz Wiesenweg Günterstal (Straßenbahn Linie 2, Haltestelle Wiesenweg). Teilnahmebeitrag 6 Euro, bitte beim Referenten bezahlen. In Kooperation mit dem Verein "Freunde des Stadtwald-Arboretums Günterstal"

Montag, 27. April, 17 bis 19.30 Uhr | Anmeldeschluss: 14. April
Exkursion: Fünf-Seen-Radtour im südlichen Mooswald
Die Fahrradexkursion führt die Teilnehmenden durch die schönsten Flecken im Mooswald. Fünf Stillgewässer finden sich allein im südlichen Teil. Der große Opfinger See ist mit fast 50 Hektar der größte See in Freiburg. Unterwegs erzählt Markus Müller, Revierförster Opfingen und Leiter des Waldhauses, Wissenswertes über die Besonderheiten dieser Gewässer, nachhaltige Waldbewirtschaftung und die unterschiedlichen Funktionen des Mooswalds. Bitte an wetterangepasste Kleidung, ggfs. Sonnenschutz und Getränke denken. Treffpunkt: Parkplatz Friedhof St. Georgen. Ab 12 Jahren, Teilnahme frei. In Kooperation mit dem städtischen Forstamt

Anmeldungen unter www.waldhaus-freiburg.de/veranstaltungskalender, an info@waldhaus-freiburg.de oder unter Tel. 0761 / 896477-10 (Dienstag bis Freitag 9 bis 12.30 Uhr).

Öffnungszeiten des Waldhauses: Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Sonntag und Feiertag 12 bis 17 Uhr (mit Waldhaus-Café)
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Abschied von den Elefantenkühen Maya und Rosy
Abschied von den Elefantenkühen Maya und Rosy © Zoo Basel
 
Abschied von den Elefantenkühen Maya und Rosy
Der Zoo Basel verabschiedete sich in den letzten zwei Tagen von den Elefantenkühen Maya und Rosy. Im Rahmen des EAZA Ex-situ-Programms (EEP) zogen sie in zwei unterschiedliche französische Zoos um. In den kommenden Wochen, voraussichtlich gegen Ende Mai 2026, wird im Zolli eine neue Elefantengruppe erwartet. Bis dahin werden kleinere Renovationen an der Elefantenanlage Tembea durchgeführt. Für die Betreuer:innen war der Abschied von ihren Schützlingen Maya und Rosy emotional herausfordernd. Dennoch blicken sie den kommenden Entwicklungen mit Freude entgegen.

Diese Woche war es soweit: Die Verantwortlichen des Zoo Basel mussten Abschied nehmen von den beiden Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) Maya und Rosy. Nach dem Tod von Leitkuh Heri im vergangenen Juni zeigte sich rasch, dass die Tiere künftig in zwei unterschiedlichen Zoos untergebracht werden müssen. Sie vertrugen sich nicht sehr gut. Gespräche mit dem EAZA Ex-situ-Programm (EEP), das die Haltung und Zucht der Afrikanischen Elefanten innerhalb der European Association of Zoos and Aquaria koordiniert, fanden deshalb schon früh und fortlaufend statt. So konnte in den letzten Monaten für beide Elefantenkühe ein geeigneter Platz gefunden werden.

Von Basel nach Frankreich
Sowohl Maya als auch Rosy kamen 1999 als Wildfänge in den Zoo Basel. Während Rosy unter der damaligen Leitkuh Ruaha noch Welpenschutz genoss, mutierte die rund ein Jahr ältere Maya zum Omegatier der Herde und fand ihren Platz in der Gruppe nie so richtig. Darin liegen vermutlich die Spannungen zwischen den beiden Tieren begründet. Maya, die zurückhaltendere, aber auch gelassenere der beiden, reiste am Dienstag, 24. März 2026, in den französischen Safari-Park Peaugres. Dort trifft sie auf zwei Kühe im Alter von 40 und 57 Jahren. Die neugierige und aufgeweckte Rosy hat den Zoo Basel heute Donnerstag, 26. März 2026, in Richtung Amnéville, Frankreich, verlassen. Im Bestand des Zoo Amnéville lebt eine Elefantenkuh (43).

Aus beiden französischen Zoos kamen vorgängig Kolleginnen und Kollegen nach Basel, die dort mit den Elefanten arbeiten. Ziel ihrer Besuche war es, Maya und Rosy kennenzulernen und abschätzen zu können, ob sie vom Charakter her zu ihren Tieren passen. Ebenfalls besuchten Zolli-Mitarbeiter:innen Peaugres und Amnéville, um sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen. Als alle Beteiligten den Transfers zugestimmt hatten, wurde mit der detaillierten Planung begonnen.

Emotionale Momente
Für die Tierpfleger:innen der Elefantenanlage Tembea war der Abschied von Maya und Rosy ein schwieriger Moment: Über viele Jahre standen sie täglich in engem Kontakt mit den Tieren. Sie übernahmen deren Pflege und Beschäftigung, führten Target-Trainings durch, überwachten ihre Gesundheit und begleiteten tierärztliche Interventionen. Dass ihre beiden Schützlinge nun in Frankreich ein neues Zuhause gefunden haben, kommt ihnen entgegen. Sowohl Peaugres als auch Amnéville sind von Basel in wenigen Autostunden erreichbar. Der definitive Abschied erfolgt jedoch nicht für alle Mitarbeiter:innen unmittelbar: Maya und Rosy wurden bzw. werden auf dem Transport von Zolli-Pflegerinnen und -Pflegern begleitet. Auch bleiben die Basler Betreuer:innen in den ersten Tagen vor Ort, um Maya und Rosy das Einleben in ihrem neuen Umfeld zu erleichtern.

Neue Elefantengruppe
Gleichwohl freuen sich die Verantwortlichen auf die spannende Aufgabe, die auf sie wartet: Sie werden künftig eine sogenannte Matrilinie betreuen dürfen, mit Aussicht auf Zucht. Eine Matrilinie ist eine mütterliche Verwandtschaftslinie bestehend aus weiblichen Tieren, die untereinander eng verwandt sind. Die Ankunft der neuen Elefantengruppe ist gegen Ende Mai 2026 geplant. Der Zoo Basel wird erneut informieren, sobald die Tiere eingetroffen sind, und die Öffentlichkeit vertieft über die Zusammensetzung der Herde orientieren.

Keine Tiere während Renovierungsarbeiten
In den kommenden Wochen wird die Elefantenanlage Tembea für die Ankunft der neuen Tiere vorbereitet. Dazu gehören kleinere Anpassungen, technische Instandhaltungen sowie Optimierungen an den Bereichen, die für das Training, die Pflege und die Beschäftigung der Elefanten wichtig sind. Während dieser Vorbereitungsarbeiten ist das Gehege unbesetzt. Das Tierhaus bleibt offen und für die Besucher:innen zugänglich.
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6. Erklärung des RegioBündnis pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen
An die Bevölkerung und Kommunalpolitik in Freiburg und im Breisgau, März 2026

Neubaustadtteil Dietenbach: der STOPP muß jetzt kommen

Kostenexplosion - viel zu teure Mieten – Natur & Menschen leiden –
seit 13 Jahren keine Wohnung - kein Bedarf mehr – Alternativen besser

Das RegioBündnis pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen mit seinen 17 großen und kleinen Vereini­gungen fordert mit seiner aktuellen sechsten Erklärung den Freiburger Gemeinderat und die Bürgermeister-Riege auf, den Riesen-Neubaustadtteil jetzt endlich zu stoppen, bevor durch Dietenbach weitere viel zu große Nachteile für Freiburg, die Menschen in der Stadt und die Umwelt entstehen. Noch sei es nicht zu spät.

Über 13 Jahre nach ersten Beschlüssen für einen Riesen-Neubaustadtteil in Freiburg bestehe in „Dietenbach“ weiterhin keine sichere Aussicht auf erste bezugsfertige Wohnungen, das obwohl von der Stadtverwaltung und der Ratsmehrheit stets ein Mangel an bezahlbaren Wohnungen für breite Schichten angeführt werde. „Dietenbach“ habe sich aber als riesiger Irrtum der Stadt und des Gemeinderats entpuppt. Das Regiobündnis erklärt dazu: Es gibt entscheidende neue und bisherige große Hindernisse, die so sehr gegen den Neubaustadtteil sprechen, dass dieser umgehend gestoppt werden sollte:

1. Das große Geld fehlt. 2. Dietenbach wäre sozial schädlich, 3. Das finanzielle Risiko ist viel zu hoch. 4. Der Bedarf für Dietenbach ist weg. 5. Die von der Stadt mit Waldrodungen vergewaltigte Natur mahnt. 6.: Dietenbach wäre nicht klimaneutral, sondern sehr klimaschädlich. 7. Dietenbach ist vor Gerichten weiterhin umstritten.

Der Bürgerentscheid von 2019 binde Stadt und Rat seit Februar 2022 nicht mehr. Daher stehe dem Stopp nichts im Wege außer der noch fehlende Ratsbeschluss dafür, zumal es fürs Wohnen bessere kosten- und mietengünstigere Alternativen reichlich gebe.

Es sei nicht zu spät, Dietenbach zu stoppen, so Sprecher des RegioBündnis: Rund 1 Mrd. € würden gespart trotz bereits neu errichteter Straße zum Tiergehege Mundenhof samt Brücke! Es sei nicht zu viel verloren, sondern viel zu gewinnen! Die wesentlichen Versprechen der Stadt vom Bürgerentscheid seien unerfüllbar. Der bindet laut Gemeindeordnung Baden-Württemberg seit 24. Februar 2022 Stadt und Rat nicht mehr. Der Gemeinderat ist frei, aufgrund der Lage anders zu entscheiden und Dietenbach stoppen fürs Allgemeinwohl!

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Hintergrund
Im Einzelnen aus der 6. Erklärung: 7 große Hindernisse gegen den Neubaustadtteil Dietenbach:

Hindernis 1: Das Geld fehlt: Die Erschließungskosten Dietenbachs stiegen binnen 7 Jahren von 602 Mio € in 2018 bis Ende 2025 auf 1.320 Mio € , also um mehr als das Doppelte, Tendenz steigend und bei weitem unbezahlbar für die hoch verschuldete Stadt. Ohne viele 100 Mio € staatliche Zuschüsse werde sowas nichts laut OB Horn im Dezember 2023 im SWR-Fernsehen, unbemerkt vom Gemeinderat? Gebührenerhöhungsschrauben wegen Dietenbach belasten alle. Die „Dietenbach-Schulden-Haushaltssperre“ drohe und würde Vereine, Kultur und andere freiwillige Leistungen treffen

Hindernis 2: Dietenbach wäre sozial schädlich. Die erwarteten sehr teuren freien Mieten in Dietenbach - Anfang 2023 netto kalt über 25 €/qm, Tendenz steigend - würden über künftige höhere Mietspiegel den allermeisten Mietern Freiburgs schaden. Noch ohne Wohngebäude würde jede Wohnung im Schnitt rund 200.000 € Erschließungskosten verursachen. Die Stadt ist deshalb auf Kurs Billigversion des Stadtteils - u.a. mit mehr Energieverbrauch und höheren Energiekosten.

Hindernis 3: Das finanzielle Risiko ist viel zu hoch. Deshalb stieg die Sparkasse Freiburg 2023 aus dem Grundstücksgeschäft Dietenbach aus. Grundstücke würden bei einer Geschossflächenzahl 2 nun netto 1838 €/qm kosten statt versprochene 680 bis 820. Da geht kein sozialer Mietwohnungsbau! Auch Stadt und Gemeinderat: müssten rechnen können!

Hindernis 4: Der Bedarf für Dietenbach ist weg. So viele Baugebiete wie nie zuvor sind in Bau oder in Arbeit - meist Innenentwicklung. Stadtbau und andere tun ihr Bestes – meist vor Dietenbach und auf günstigeren Grundstücken oder im Bestand mit Umbau, Aufstocken usw.: Das sei viel mehr als für Dietenbach geplant und billiger für Stadt und Mieten. Laut Zensus gebe es zudem über 13.000 viel zu große Wohnungen, der Leerstand sei stark gestiegen. Prognosen der Stadt und des Statistik-Landesamts zeigen wenig Bevölkerungswachstum. Ab 2022 sank die Geburtenrate auch in Freiburg stark.

Hindernis 5: Die von der Stadt mit Waldrodungen vergewaltigte Natur mahnt: 14 Vogel- und andere Arten wurden geschädigt, deren Überleben aufs Spiel gesetzt, Igel geschreddert. Die Stadt rodete, bevor alle z.T. selbst erteilten Sondergenehmigungen gegen die Tierwelt und Wald vorlagen. Dem Bauen auf „grüner Wiese“ wie in Dietenbach stehe auch Art. 20a des Grundgesetzes entgegen: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung (…)

Hindernis 6: Dietenbach wäre nicht klimaneutral, sondern sehr klimaschädlich. Denn beim großen Mangel an Handwerk, städtischem Personal und Finanzen würde Dietenbach den sehr wichtigen Klima-schützenden Umbau der rund 20.000 Altbauten Freiburgs zu sehr behindern.

Hindernis 7: Dietenbach ist vor Gerichten weiterhin umstritten bei ungewissem Ausgang, und zwar erneut beim VGH Baden-Württemberg, neu beim Europäischen Gerichtshof in Strasbourg. Die Gemeinde Umkirch will ihr Trinkwasserschutzgebiet unter Dietenbach schützen gegen riesige Aufschüttungen und enorme Abpumpungen sowie Abwasserrohre im Trinkwasserbereich.
 
 

Zoo Basel: Nachwuchs bei den Kordofan-Giraffen
Nachwuchs bei den Kordofan-Giraffen © Zoo Basel
 
Zoo Basel: Nachwuchs bei den Kordofan-Giraffen
Am 11. März 2026 wurde im Zoo Basel ein Weibchen der seltenen und vom Aussterben bedrohten Kordofan-Giraffe (Giraffa camelopardalis antiquorum) geboren. Für Giraffenkuh Sophie (15) ist es das siebte Jungtier, für Vater Xamburu (16) das elfte. Ab heute Nachmittag ist das Antilopenhaus wieder zeitweise geöffnet.

Das am 11. März 2026 im Zoo Basel geborene Kalb der seltenen Kordofan-Giraffe (Giraffa camelopardalis antiquorum) trägt den Namen Xahara und ist ein Weibchen. Der Name leitet sich aus dem Arabischen ab und bedeutet «Wüstenblume». Für Giraffenkuh Sophie (15) ist es das siebte Jungtier, für Vater Xamburu (16) der elfte Nachwuchs.

Früher als erwartet
Als die Tierpfleger:innen am Morgen des 11. März 2026 eintrafen, war das Jungtier bereits geboren. Da es noch feucht war, dürfte die Geburt erst kurz zuvor stattgefunden haben. Die Geburt erfolgte etwas früher als angenommen – ursprünglich war sie in rund zwei Wochen erwartet –, liegt jedoch innerhalb der natürlichen Tragzeit von 13 bis 15 Monaten.

Zucht seit 15 Jahren
Der Zoo Basel hält die auf der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten der Weltnaturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht (critically endangered) geführten Kordofan-Giraffen seit 15 Jahren. Der Wildbestand wird auf rund 1’400 Tiere geschätzt, mit weiterhin abnehmender Tendenz. Mit Xahara umfasst die Gruppe Kordofan-Giraffen im Zolli nun fünf Tiere: die beiden Bullen Xamburu (16) und Vizuri (2) sowie die Kühe Sophie (15), Violette (3) und das aktuelle Jungtier.

Populationsmanagement
Das EAZA Ex-situ-Programm (EEP, Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria) bildet derzeit eine Reservepopulation der Kordofan-Giraffen. Es ist stark bemüht, die Population langfristig wachsen zu lassen, um künftig möglicherweise wieder Tiere auswildern zu können. Der Zoo Basel und die Geburt von Xahara leisten dazu einen wichtigen Beitrag.

Das Antilopenhaus blieb die letzten Tage geschlossen, um die Bindung zwischen Mutter und Kalb zu festigen. Ab heute Nachmittag können Besucher:innen das Antilopenhaus wieder zeitweise betreten. Es bleibt jedoch weiterhin phasenweise geschlossen, um den Tieren Ruhe zu gewähren.
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Baum des Jahres 2026
Stadt Freiburg pflanzt eine Zitterpappel in der Bachgasse am Dorfbach Zähringen

„Zittern wie Espenlaub“ – diese Redensart geht zurück auf den gleichnamigen Baum, weil seine Blätter im Wind besonders stark zittern. Die Espe oder auch Zitterpappel (Populus tremula) wurde von der Dr. Silvius Wodarz-Stiftung zum Baum des Jahres 2026 gekürt (baum-des-jahres.de). Zu diesem Anlass pflanzt Baubürgermeister Martin Haag gemeinsam mit Kindern des Kinderhauses Tabitha und dem Bürgerverein Zähringen am Mittwoch, 25. März, ein Exemplar in der Bachgasse am Dorfbach.

Die Zitterpappel erreicht Höhen von 15 bis 25 Metern, selten auch bis zu 40 Metern, bei einem maximalen Stammumfang von zwei bis drei Metern. Besonders auffällig sind ihre rundlichen bis herzförmigen Blätter mit seitlich abgeflachtem Stiel, die der Grund für das charakteristische Zittern im Wind sind. Noch bevor die Blätter kommen, erscheinen im Frühjahr die Blüten – männliche purpurfarbene und weibliche grünliche Kätzchen. Einzelbäume können 100 bis 200 Jahre alt werden.

Die Baumart kann an allen möglichen Standorten überleben und es existieren zahlreiche Unterarten. Daher hat sie das zweitgrößte Verbreitungsgebiet aller Baumarten der Welt: in fast ganz Europa, weiten Teilen Asiens und auch noch im nördlichen Afrika. Sie kommt auf frischen bis mäßig trockenen, nährstoffreichen Böden vor und wächst vom Tiefland bis in Höhen von 2000 Metern. Zum Wachstum benötigt sie viel Licht, kann aber auch kahle Flächen schnell erobern, indem sie neue Triebe aus ihren Wurzeln entwickelt. Die Wurzelsysteme überdauern dabei wesentlich länger (weit über 1000 Jahre) als die daraus entspringenden einzelnen Bäume. Mit ihrer ovalen, schlanken und lichten Krone sowie der auffallenden leuchtend gelben Herbstfärbung eignet sich die Zitterpappel sehr gut als Stadtbaum. Als Baum am Straßenrand ist sie nur bedingt geeignet, kann aber mit ihrer hohen Trockentoleranz und Frosthärte in Parks und Grünanlagen sehr gut eingesetzt werden.
 
 



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