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Samstag, 7. März 2026
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Grüne Quellen

Arbeiten an einem Dachstuhl der Klosteranlage in Obermarchtal
Obermarchtal: Klosterkirche (c) Wegner / DSD
 
Arbeiten an einem Dachstuhl der Klosteranlage in Obermarchtal
Die ausgedehnte Anlage wurde von Benediktinern um 775/779 gegründet

Für Arbeiten an der Dachkonstruktion des Pavillons und eines Flügels im Südosten der Klosteranlage in Obermarchtal stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 100.000 Euro zur Verfügung. Das Kloster gehört nunmehr zu den über 430 Projekten, die die private DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Baden-Württemberg gefördert hat.

Zum Objekt:
Im Norden von Obermarchtal befindet sich in landschaftsbeherrschender Lage auf einem Kalkfelsen über der oberen Donau die Prämonstratenser-Reichsabtei.

Die ausgedehnte Klosteranlage wurde als Benediktinerkloster um 775/779 gegründet. Ihr heutiges barockes Erscheinungsbild erhielt die Anlage zwischen 1686 und 1770. Der Konventbau wurde von Johann Caspar Bagnato zwischen 1747 und 1769 errichtet.

Die ummauerte Anlage besteht aus der ehemaligen Klosterkirche und dem im Osten daran anschließenden Konventbau, einer dreigeschossigen Vierflügelanlage mit vorspringenden Eckpavillons, dem im Süden liegenden Torbau und den Wirtschaftsgebäuden im Westen.
 
 

DSD fördert Gesandtenfriedhof der Dreieinigkeitskirche in Regensburg
Gesandtenfriedhof der Dreieinigkeitskirche in Regensburg (c) Michael Feil / DSD
 
DSD fördert Gesandtenfriedhof der Dreieinigkeitskirche in Regensburg
Sicherung und Restaurierung der Wand- und Bodenepitaphe

Bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 9. Dezember 2025 um 11.00 Uhr überbringt Dr. Hermann Reidel, Ortskurator Regensburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 25.000 Euro für die Sicherung und Restaurierung von Wand- und Bodenepitaphen auf dem Gesandtenfriedhof der Dreieinigkeitskirche in Regensburg an Pfarrer Thomas Koschnitzke. Das Gotteshaus gehört seit 2002 zu den über 640 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Die Dreieinigkeitskirche in Regensburg wurde von 1627 bis 1631 errichtet. Sie wurde als Idealentwurf eines protestantischen Kirchenbaus weit über Regensburg hinaus beispielgebend. Mit der Wahl Regensburgs als Sitz des "Immerwährenden Reichstags" ab 1663 wurde die Dreieinigkeitskirche auch Gotteshaus für die evangelischen Gesandten in der Stadt. Die lange Reihe der sehr qualitätvollen Epitaphe auf dem sogenannten Gesandtenfriedhof legen davon Zeugnis ab.

Mit dem Ensemble von 20 Barock-Epitaphen und 37 großen Grabplatten ist der Gemeinde ein Denkmal zugefallen, das als „Diplomatennekropole" den Rang eines europäischen Kunstdenkmals mit einem politisch-historischen Hintergrund besitzt. Der Gesandtenfriedhof wurde im Mai 2024 zum "document" erhoben und besitzt somit eine gehobene Bedeutung im kulturellen Umfeld.

Zum Objekt:
Der etwa 300 Quadratmeter große Gesandtenfriedhof umzieht die Dreieinigkeitskirche im Osten und Süden als schmaler Hof. Die barocken Prunkepitaphe über den Bodengräbern an der südlichen und östlichen Kirchhofmauer begründen die Bekanntheit des Gesandtenfriedhofes. Sie zählen zu den Hauptwerken der Sepulkralskulptur in Regensburg. Zugleich belegen sie den hohen Rang der Dreieinigkeitskirche für die Gesellschaft des Reichstages und bieten dem Betrachter ein weites Spektrum von Symbolen des Lebens und des Todes.
 
 

„Bilby, Bromelien & Biodiversität“: Der neue Wilhelma-Podcast
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
 
„Bilby, Bromelien & Biodiversität“: Der neue Wilhelma-Podcast
Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart startet seinen eigenen Podcast

Als Einstimmung in die Weihnachtszeit hat die Wilhelma ein spannendes Paket geschnürt: Unter dem Titel „Bilby, Bromelien & Biodiversität – der Wilhelma-Podcast aus dem Großstadtdschungel“ geht der neue Wilhelma-Podcast an den Start. In der ersten Folge dreht sich alles es um Reservepopulationen – also darum, welche Bedeutung die Haltung von Wildtieren in zoologischen Gärten für den Artenschutz hat.

Gastgeber des nun monatlich erscheinenden Podcasts sind Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin und die Journalistin Laura Cloppenburg. Warum sich der Zoologisch-Botanische Garten nun auf diese Weise einem noch breiteren Online-Publikum öffnet? Dr. Thomas Kölpin verrät es: „Der Podcast bietet uns ein Format, in dem wir detailliert und intensiv über Themen reden können, die uns hier in der Wilhelma bewegen. In erster Linie geht es um Tiere, Pflanzen, Forschung und Artenschutz. In diesem Zusammenhang können wir aber auch mal schwierigere und sogar kontroverse Themen angehen.“ Laura Cloppenburg, welche die Wilhelma bisher nur als Besucherin kannte, freut sich über die nun startende Zusammenarbeit: „Als Journalistin reizt es mich, hinter die Kulissen zu blicken. Und schließlich ist es eine Berufskrankheit: Ich löchere Menschen gerne mit Fragen.“

Das neue Audioformat der Wilhelma ist ab Freitag, den 19. Dezember 2025 auf allen gängigen Podcast-Plattformen (u. a. Spotify, Amazon Music, Apple Podcasts) kostenfrei verfügbar.

zum Bild oben:
Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin und die Journalistin Laura Cloppenburg sind die Hosts des neuen Wilhelma-Podcasts.
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
 
 

Wie der Wilhelma-Besuch Bergregenwald rettet
Ecuador beherbergt insgesamt 4.200 Orchideenarten © Ramiro Mendoza
 
Wie der Wilhelma-Besuch Bergregenwald rettet
Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart schützt Biodiversitäts-Hotspots in Ecuador

Die Wilhelma investiert wieder einmal in den Schutz von Lebensräumen in Südamerika: Anfang Dezember 2025 hat der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart der in Ecuador ansässigen Naturschutzorganisation Jocotoco die Zusage gegeben, sie mit einem Betrag von 165.000 € beim Kauf von 165 Hektar Land zu unterstützen.

Stefanie Reska, Leiterin der Stabsstelle Artenschutz in der Wilhelma, erklärt: „Der Landkauf ermöglicht die Erweiterung des Tapichalaca-Reservats. Es ist die Heimat einer vielfältigen Fauna, von einer endemischen Froschart, dem Hyloscirtus tapichalaca, über eine stark gefährdete Vogelart, dem Jocotoco-Ameisenpitta, bis hin zu Bergtapiren, Brillenbären und Jaguaren. Tapichalaca birgt zudem einen unglaublichen botanischen Reichtum. Zu den rund 1.800 hier vorkommenden Pflanzenarten gehören mindestens 168 Orchideenarten und eine erst kürzlich neu entdeckte Magnolie, die Magnolia tapichalacensis.“

Bei Tapichalaca handelt es sich um ein von der Organisation Jocotoco verwaltetes, bislang rund 7.000 Hektar großes Schutzgebiet in den östlichen Anden. Auf einer Höhe von 1.600 bis 3.400 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, wird die Vegetation in Tapichalaca vor allem von Bergregenwald geprägt. Das Reservat bildet einen wichtigen biologischen Korridor zwischen den beiden staatlich Nationalparks Yacuri und Podocarpus.

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin erläutert: „Der Osten der Anden gehört zu den artenreichsten Regionen der Welt. Durch landwirtschaftliche Nutzung, Bergbau, Straßenbau und illegale Jagd ist dieser Naturraum allerdings in zunehmendem Maße bedroht. Indem wir Naturschutzorganisationen wie Jocotoco bei der Sicherung und Vernetzung von Biotopen unterstützen, stellen wir uns dem nicht nur in Südamerika stetig voranschreitenden Biodiversitätsverlust aktiv entgegen“.

Die Wilhelma hat seit 2020 zusammen mit Jocotoco über 700.000 € in den Erwerb von Landflächen in Ecuador gesteckt, um auf diese Weise Lebensräume seltener Arten wiederherzustellen, sie dauerhaft zu schützen und Biotope miteinander zu vernetzen. Die dafür notwendigen Gelder wurden vor allem durch den Artenschutz-Euro erzielt, welche die Besucherinnen und Besucher des Zoologisch-Botanischen Gartens über den Eintritt bezahlen. Dank Spenden kann außerdem ein Rangergehalt in Tapichalaca finanziert werden. Erhebliche Summen kamen darüber hinaus über den Verein der Freunde und Förderer zusammen, welcher sich in Ecuador ganz besonders für den Schutz bedrohter Magnolienarten und ihrer Lebensräume einsetzt.
 
 

Bergwerk Rammelsberg in Goslar
Ehemaliges Erzbergwerk Rammelsberg in Goslar (c) S. Sabotta / DSD
 
Bergwerk Rammelsberg in Goslar
Eine der weniger bekannten Welterbestätten

TDeutschland hat zahlreiche Welterbestätten, auf die es stolz sein kann. Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt tatkräftig deren Erhalt, seien es nun verschiedene große und kleine Denkmale in den Welterbestädten Wismar, Stralsund, Lübeck und Bamberg oder Fachwerkbauten in Quedlinburg – einem Ort, wo die DSD schwerpunktmäßig fördert – oder auch einzelne Denkmale in der Welterbelandschaft Oberes Mittelrheintal. Einzelne Preziosen des Welterbes werden gezielt als Einzeldenkmal unterstützt, etwa das Kloster in Lorch oder das Meisterhaus Kandinsky-Klee in Dessau-Roßlau oder die Steinerne Brücke in Regensburg. Schließlich steht natürlich das Wörlitzer Gartenreich auf der Förderliste der DSD. Es finden sich also sämtliche Gattungen der Denkmalpflege auf der Liste: Gartendenkmale ebenso wie Bauten für Handel und Wirtschaft, Herrschaftliche Bauten, Technische Denkmale, Fortifikationen usw. Wo immer es geht und Hilfe benötigt wird, beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz daran, wertvolles Weltkulturerbe zu erhalten.

Zu den weniger bekannten Welterbestätten in Deutschland gehört das – deswegen nicht weniger bedeutsame – ehemalige Erzbergwerk Rammelsberg in Goslar. Der Legende nach begann das Pferd des Ritters Ramm bei einem Jagdausflug auf einem Berg in der Nähe der damaligen kleinen Kaufmannssiedlung Goslar unruhig mit seinen Hufen zu scharren. Es kratzte so lange auf dem harten Untergrund, bis es glänzendes Gestein freigelegt hatte. Ritter Ramm, so die Sage, stieß somit als erster auf das Silber jenes Berges, der fortan seinen Namen trug: Rammelsberg.

Der seit 970 erschlossene Silberreichtum des Goslarer Rammelsbergs schuf die Basis für die große wirtschaftliche und politische Bedeutung Goslars. Um die Mitte des 15. Jahrhunderts erlebte der Ort durch die Erschließung weiterer Silberfunde eine weitere zweite Blüte. In diesem Zeitraum erhielt Goslar sein noch heute bewundertes prächtiges Stadtbild. Die Goslarer Altstadt wurde deshalb gemeinsam mit dem Bergwerk in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Heute ist das ehemalige Silberbergwerk Museum, nachdem es 1988 stillgelegt wurde und nachdem die mit rund 30 Millionen Tonnen Erz weltweit größte zusammenhängende Kupfer-, Blei- und Zinklagerstätte erschöpft war. Auf diese lange Tradition lenkt das heutige Bergbaumuseum das Augenmerk, das einen kontinuierlichen Überblick über die Entwicklung der Bergbautechnik vermittelt.

Über 1000 Jahre Bergbau haben auf engstem Raum Denkmale des Bergbaus geschaffen, die diesen seit seiner Blüte im Hochmittelalter nahtlos bis in die heutige Zeit mit allen seinen kulturellen Auswirkungen nachvollziehbar machen: Abraumhalden des 10. Jahrhunderts, die Pfalz der Salier am Fuße des Rammelsberges, die spätmittelalterliche Siedlung, Münzstätten des frühen 16. Jahrhunderts, zentrale Erzaufbereitungsanlagen der 1930er Jahre…
Teil des Bergbaumuseums ist die ehemalige rund 50 Meter lange Tagesförderstrecke, die in überwölbtem Ziegelmauerwerk errichtet ist und als Besucherzugang genutzt wird.

Die Besucherzahlen haben sich auf etwa 100.000 pro Jahr eingependelt. Die Erzaufbereitung kann von der Anlieferung des grob zerkleinerten Erzes bis zur Flotation technologisch verfolgt werden. Dieses physikalische Trennverfahren, das auch außerhalb der Erzaufbereitung genutzt wird, bringt Partikel an die Oberfläche, die als Schaum – Flotat – abgeschöpft werden. Die Besucher können dem Weg des Erzes von der höchsten Ebene bis auf das Niveau der Werkstraße folgen. Die Besichtigung wird durch Klanginstallationen und Filme aus der Betriebszeit unterstützt und führt zu einer vielschichtigen Erlebbarkeit. Die bei der Wiederherstellung der Aufbereitungsanlage auch technisch instand gesetzte Seilfahrt ist funktionsfähig, kann aber nur von außen für den Besucher sichtbar gemacht werden.

Die Fördermittel der DSD konnten bei der Wiederherstellung eines für den Besucher erlebbaren Aufbereitungs-, Förder- und Bergwerkbereiches beigetragen. Insgesamt förderte die DSD das Bergwerk zwischen 1994 und 2023 dreimal, angefangen von der Erzaufbereitungsanlage über die Hauptflotation bis hin zur Stützmauer am unteren Werkhof. Ein Besuch lohnt sich allemal.
 
 

Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert Juliusspital in Würzburg
Würzburg: Juliusspital () Peter Schabe / DSD
 
Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert Juliusspital in Würzburg
Restaurierung und Wiederinstandsetzung der beiden Natursteinbrunnen

Bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 10. Dezember 2025 um 14.00 Uhr überbringt Professor Dr. Matthias Staschull, Ortskurator Würzburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank zahlreicher Spenden einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 152.240 Euro für die Restaurierung und Wiederinstandsetzung der beiden Natursteinbrunnen im östlichen und westlichen Teil des historischen Innenhofs zum Fürstenbau der Stiftung Juliusspital, Juliuspromenade 19 in Würzburg, an Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck. Das Gebäude gehört seit 2017 zu den über 640 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.

Zum Objekt:
1576 gründete Julius Echter von Mespelbrunn in aufrichtiger sozialer Absicht die Stiftung Juliusspital. Seitdem handelt die Stiftung im humanitären Auftrag in den Bereichen Krankenhaus, Seniorenstift und einigen Berufsfachschulen. Im Nordwesten der Anlage befindet sich der barocke sogenannte Fürstenbau. Das 1585 von Georg Robin erbaute Juliusspital ist mit zahlreichen und aufwändigen Natursteinausschmückungen ausgestattet.

Nach Brandzerstörung in den Jahren 1699-1714 entstand das Spital von Antonio Petrini und Joseph Greising bis 1714 neu im Barockstil, nach einem erneuten Brand 1745-1749 wurde es durch Balthasar Neumann nach den Plänen Petrinis wiedererbaut. Die bildhauerischen Arbeiten stammen von Balthasar Esterbauer und Tobias Ungleich. 1789 zog die Pfarrkirche St. Kilian in den Fürstenbau ein, dessen östliches Gebäudedrittel 1945 durch Bombenangriff der Alliierten völlig zerstört wurde. Die beiden westlichen Gebäudedrittel, wozu auch der Fürstenbau gehört, waren schwer geschädigt. Der Wiederaufbau erfolgte bis 1953. Der gesamte Baukomplex ist heute ein schmalrechteckiger dreigeschossiger Vierflügelbau über dem Grundriss des 16. Jahrhunderts. Der mittlere dreieinhalbgeschossige Fürstenpavillon zeigt sich mit Mansardwalmdach und einem reichem Figurenschmuck. Die übrigen dreigeschossigen Flügel zur Straße haben heute Satteldächer beziehungsweise Mansardwalmdächer auf den Mittel- und Eckpavillons. Besonders hervorgehoben ist der Mittelpavillon mit Durchfahrt und spätbarocken Fassadenreliefs von Johann Philipp Geigel und bildhauerische Arbeiten von Balthasar Heinrich Nickel von 1789-1793. Bei der Wiederherstellung in den 1950er Jahren wurden die Rücklagen um ein Stockwerk erhöht.
 
 

 
Neue Entwicklungen im Rahmen der Aviären Influenza
Tötung aller Krauskopfpelikane

Die Aviäre Influenza (Vogelgrippe) ist zurück: Nach der Entwarnung Mitte der Woche aufgrund negativer Laborergebnisse bei mehr als 350 getesteten Vögeln ist nun ein weiterer Krauskopfpelikan an dem Virus gestorben. Zudem ist ein weiteres Tier der Gruppe erkrankt. Zum Schutz des übrigen Vogelbestandes im Zoo Leipzig hat das Veterinäramt deshalb heute Vormittag die Tötung der verbliebenen sieben Krauskopfpelikane angeordnet. Mit der erfolgten Tötung der Gruppe soll die potentielle Gefahr der Weiterverbreitung ausgeschlossen werden. „Die Entwicklung binnen Wochenfrist zeigt, wie tückisch und gefährlich dieses Virus ist. Die Tötung der Pelikane zum Schutz des Zoos sowie zur Vermeidung einer Weiterverbreitung hat oberste Priorität“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.

Eine Ausnahmegenehmigung vom allgemeinen Tötungsgebot im Fall des Auftretens von Vogelgrippe für den Zoo Leipzig macht diese stufenweisen Maßnahmen möglich und soll den Erhalt bedrohter Arten gewährleisten. Der Zoo ist in verschiedene Hygienebereiche eingeteilt und der Vogelbestand entsprechend aufgestallt. Damit soll die Gefahr der Verbreitung des Virus verhindert werden und nicht den gesamten Vogelbestand des Zoos gefährden.

Mit diesen Voraussetzungen kann der Zoo die gestern wiedereröffneten Bereiche Gondwanaland und Pongoland gegenwärtig für die Besucher zugänglich lassen. Desinfektionsmatten an den Ein- und Ausgängen sollen den Eintrag von Viren über das Schuhwerk in die Tierhäuser mit Vogelbestand verhindern. Zudem wird der Teich der Krauskopfpelikane geleert und der anfallende Schlamm entsorgt. Damit wird auch die Nutzung durch Wildvögel eingeschränkt.

„Der Verlust der Pelikane ist bitter, aber notwendig. Wir werden weiterhin alles tun, um unseren Bestand und den Zoo zu schützen. Wir sind uns sicher, dass unsere Gäste die Maßnahmen ebenso mittragen und uns weiterhin unterstützen“, sagt Zoodirektor Prof. Junhold.
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Bronzeplakette für ein Bürgerhaus in der Lange Gasse 10 in Iphofen
Iphofen: Bürgerhaus Lange Gasse 10 (c) Guido Siebert / DSD
 
Bronzeplakette für ein Bürgerhaus in der Lange Gasse 10 in Iphofen
Zur Erinnerung an die private Förderung

Elisabeth Balk vom Ortskuratorium Fränkische Stadtbaumeister der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) überbringt bei einem Pressetermin am Montag, den 8. Dezember 2025 um 15.00 Uhr an Denkmaleigentümer David Saage eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD konnte jüngst dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale die Instandsetzung der östlichen Straßenfassade des Bürgerhauses in der Lange Straße 10 in Iphofen mit 20.000 Euro unterstützen. Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Haus gehört nunmehr zu den über 640 Denkmalen, die die Denkmalschutzstiftung, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.

Bei dem aufwendig gestalteten Renaissancehaus mit fachwerksichtigem Obergeschoss handelt es sich um ein besonders ortsbildprägendes Baudenkmal im historischen Stadtkern. Das Traufseithaus gehört zum Altstadtensemble. Das repräsentative Wohnhaus aus der Renaissance wurde 1571 errichtet. Das Fachwerkobergeschoss ist verputzt. Bemerkenswert ist im Inneren die große, vormals aufwendig ausgestattete Stube. Das Haus schmückt ein Stufengiebelmauerwerk.

Zum Objekt:
Das Gebäude wurde zusammen mit dem zugehörigen Hof als Wohnhaus mit Einliegerwohnung saniert. Dabei wurde das Dachgeschoss zimmermannsmäßig repariert, aber nicht ausgebaut. Das anschließende Nebengebäude wurde in die Wohnnutzung integriert. Zur Belichtung waren straßenseitig Einzelgauben und rückwärtig ein schmales Gaubenband vorgesehen.
 
 



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