Prolixletter
Samstag, 25. April 2026
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GrĂŒne Quellen

Sanierung der DĂ€cher der Turnhalle SchĂŒtzenstraße 13 in Pappenheim
Pappenheim: Turnhalle (c) DSD
 
Sanierung der DĂ€cher der Turnhalle SchĂŒtzenstraße 13 in Pappenheim
Seit mehr als 100 Jahren ein wesentlicher Teil des örtlichen Sportlebens

Bei einem Pressetermin vor Ort am Freitag, den 23. Januar 2026 um 16.00 Uhr ĂŒberbringt Alexander Ruthardt vom Ortskuratorium FrĂ€nkische Stadtbaumeister der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der ErtrĂ€ge der Lotterie GlĂŒcksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 20.000 Euro fĂŒr die Sanierung der DĂ€cher der Turnhalle SchĂŒtzenstraße 13 an Julian Sattler vom Turnverein Pappenheim 1861 e.V. Die Turnhalle gehört nunmehr zu den ĂŒber 640 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlĂŒcksSpirale allein in Bayern fördern konnte.

Zum Objekt:
Die Turnhalle in Pappenheim wurde 1906 bis 1907 vom örtlichen Turnverein errichtet und dient ihm bis heute als SportstĂ€tte. Der lĂ€ngliche Rechteckbau trĂ€gt ein Halbwalmdach, das zur Straßenseite von einem leicht versetzten Zwerchhaus durchbrochen wird. Dieses setzt einen deutlichen architektonischen Akzent und markiert den Eingang der Turnhalle. Die Kombination aus Naturstein- und PutzflĂ€chen zeigt typische Merkmale des lĂ€ndlichen Jugendstils.

PrĂ€gend fĂŒr das GebĂ€ude sind die hohen Segmentbogenfenster an den LĂ€ngsseiten, die grĂ¶ĂŸtenteils noch mit ihrer ursprĂŒnglichen Holzverglasung erhalten sind. Der Eingang befindet sich in einer großen Rundbogennische, die bis in den Giebel des Zwerchhauses reicht. Darin liegen drei schmale Rundbogenfenster mit fein gearbeiteten Sprossen. Auf der sĂŒdöstlichen Seite wurde spĂ€ter ein Anbau ergĂ€nzt, der sich in Teilen an das historische Erscheinungsbild anlehnt.

Im Inneren wurde die Halle mehrfach modernisiert, ohne dass die historische Substanz verloren ging. Besonders hervorzuheben ist die aufwĂ€ndig ausgefĂŒhrte Dachkonstruktion nach dem Polonceau-Prinzip, die den Hallenraum ohne StĂŒtzen ĂŒberspannt. Nahezu alle TĂŒren und Fenster stammen ebenfalls noch aus der Erbauungszeit und prĂ€gen den ursprĂŒnglichen Charakter der Turnhalle bis heute.
 
 

Zoo: Rekordjahr gibt RĂŒckenwind in finanziell herausfordernden Zeiten
© Zoo Karlsruhe, Timo Deible
 
Zoo: Rekordjahr gibt RĂŒckenwind in finanziell herausfordernden Zeiten
1.125.466 Besuche 2025 im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe

Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe vermeldet fĂŒr 2025 einen neuen Besucherrekord: Mit 1.125.466 GĂ€sten hat die Einrichtung im vergangenen Jahr so viele Menschen wie noch nie zuvor begrĂŒĂŸen dĂŒrfen. Damit wurde der bisherige Rekord aus 2024 erneut ĂŒbertroffen. Einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatte das im November 2024 geborene EisbĂ€rjungtier MiKa, das sich in kĂŒrzester Zeit zu einem echten Publikumsliebling und Besuchermagneten entwickelt hat.

„Es ist fĂŒr uns sensationell, wie das vergangene Jahr verlaufen ist“, freut sich Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. „MiKa begeistert nicht nur die Menschen in Karlsruhe. Viele GĂ€ste kamen aus ganz Deutschland, einige sogar aus ganz Europa, um den jungen EisbĂ€ren zu sehen. Das ist schön fĂŒr uns als Zoo, wertet aber auch den touristischen Standort Karlsruhe auf. Gleichzeitig haben wir es mit MiKa geschafft, den Schutz bedrohter Arten und ihrer LebensrĂ€ume in den Mittelpunkt zu stellen.“

Durch MiKa viele Spenden fĂŒr den EisbĂ€renschutz generiert

Zudem konnte eine große Summe fĂŒr Polar Bears International (PBI) bereitgestellt werden. Die Kernziele der Organisation sind die Erforschung sowie der Schutz der EisbĂ€ren. Der Zoo hat ĂŒber seine Artenschutzstiftung 50.000 Euro an PBI ĂŒberwiesen. Neben den Einnahmen aus dem Artenschutz-Euro gab es zahlreiche Groß- und Kleinspenden, mit denen die Summe gestemmt werden konnte. Damit gehört der Zoo Karlsruhe mit seiner Artenschutzstiftung zu den grĂ¶ĂŸten Förderern der Organisation.

Dem jetzigen Rekordergebnis kommt dabei vor allem vor dem Hintergrund der aktuell schwierigen Haushaltslage der Stadt Karlsruhe eine besondere Bedeutung zu: Angesichts knapper kommunaler Haushaltsmittel und steigender Ausgaben sind die hohen Besucherzahlen ein wichtiger Baustein, um die in den vergangenen Jahren gestiegenen Betriebs- und Energiekosten zumindest teilweise zu kompensieren.

Eine der wichtigsten Freizeiteinrichtungen in Baden-WĂŒrttemberg

Mit konstant hohen Besucherzahlen von mehr als einer Million GĂ€sten zĂ€hlt der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe zu den wichtigsten Freizeiteinrichtungen in Baden-WĂŒrttemberg. Im Zoo leben mehr als 6500 Tiere, verteilt auf rund 340 Arten. Der große Zuspruch der GĂ€ste zeigt, dass diese hinter „ihrem“ Zoo und seinen Mitarbeitenden stehen und die Entwicklung hin zum modernen Artenschutzzentrum wahrnehmen und anerkennen.

„Die Zukunft wird nicht einfach fĂŒr uns. Mit den im Dezember vom Gemeinderat beschlossenen Einsparungen mĂŒssen wir nicht nur den GĂŒrtel enger schnallen, sondern bekommen auch in den kommenden Jahren keine Gelder der Stadt fĂŒr Investitionen in Modernisierung oder Neubau von Anlagen. Aktuell können wir zwar einige Neuerungen wie die Katta-Insel vorantreiben, das geht jedoch nur durch unseren Förderverein, die Zoofreunde Karlsruhe. An anderen Stellen können wir auf noch zur VerfĂŒgung stehende Gelder aus Erbschaften zurĂŒckgreifen. Investitionen durch das Land erhalten wir – im Gegensatz zu anderen Einrichtungen – leider nicht. Das ist besonders schade, da wir auch ungemein auf die AttraktivitĂ€t unseres Bundeslands als Freizeiteinrichtung einzahlen“, sagt Reinschmidt.

zum Bild oben:
Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt (auf dem Bild mit Hyazinth Ara Henry) freut sich ĂŒber das zweite Rekordjahr in Folge.
© Zoo Karlsruhe, Timo Deible
 
 

Wilhelma meldet Tod von Koala Borobi
Koala Borobi im Mai 2025 © Wilhelma Stuttgart
 
Wilhelma meldet Tod von Koala Borobi
Koala im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart verstorben

Ende Dezember 2025 ist in der Wilhelma das Koala-MĂ€nnchen Borobi im Alter von 1,5 Jahren gestorben. Dr. Tobias Knauf-Witzens, leitender Tierarzt in der Wilhelma, erklĂ€rt: „Borobi litt schon seit mehreren Monaten an einer langwierigen LungenentzĂŒndung. Es handelt sich dabei um ein Krankheitsbild, das auch aus Australien bekannt ist. Nach dem Eintreten der ersten Symptome hatten wir im engen Dialog mit Koala-Expertinnen und Experten in Australien sowie Lungenspezialisten aus der Humanmedizin verschiedene, teils sehr intensive Therapien durchgefĂŒhrt. Damit konnten wir Borobi zeitweise stabilisieren. Nachdem sich sein Zustand Ende Dezember wieder deutlich verschlechtert hatte, mussten wir die Entscheidung treffen, den Koala von seinem Leid zu erlösen.“

Volker GrĂŒn, zustĂ€ndiger Kurator und gleichzeitig Co-Zuchtbuchkoordinator des EuropĂ€ischen Ex Situ-Programms fĂŒr Koalas, betont: „Der Tod von Borobi hat uns alle, besonders das Team der Terra Australis, emotional sehr berĂŒhrt. Da Borobi und seine Eltern nicht nĂ€her mit den anderen in Europa gehaltenen Koalas verwandt ist, hĂ€tte er außerdem einen wichtigen Beitrag fĂŒr die europĂ€ische Reservepopulation leisten können. Auch in dieser Hinsicht ist sein Tod daher ein großer Verlust.“

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin: „Oft verdrĂ€ngen wir es. Aber der Tod gehört zum Leben dazu – das gilt in zoologischer Haltung genau wie in der Natur. Dennoch fĂŒhrt er zwangslĂ€ufig zu Momenten der Trauer. Ein Lichtblick ist daher, dass unser Koala-Weibchen Auburn wieder Nachwuchs bekommen hat. Der Joey schaut mittlerweile immer hĂ€ufiger aus dem Beutel. Auch fĂŒr unsere Besucherinnen und Besucher in der Terra Australis steigen damit die Chancen, Mutter und Jungtier mit eigenen Augen zu bewundern.“
 
 

FĂŒr den Vogel des Jahres beginnt die Balz
Rebhuhn (c) Foto: Jan Piecha / NABU
 
FĂŒr den Vogel des Jahres beginnt die Balz
Das stark gefÀhrdete Rebhuhn braucht mehr Brachen und Biolandwirtschaft

Berlin, 22.01.2026 – Noch lebt er in „Ketten“ auf kahlen Feldern, doch schon im Februar geht der Vogel des Jahres 2026 auf Brautschau. Das Jahr des Rebhuhns startet. Die schĂŒtzenden FamilienverbĂ€nde, „Ketten“ genannt, lösen sich auf. Die Balz findet in der DĂ€mmerung statt, damit Greifvögel nicht so leicht zuschnappen können. In den frĂŒhen Morgen- oder spĂ€ten Abendstunden lassen die RebhĂ€hne ihren Revierruf hören, ein raues „kirrĂ€ck“. Rebhuhnpaare, die sich oft ein Leben lang treu bleiben, legen zunĂ€chst eine lĂ€ngere Kennenlernphase ein, erst im Mai folgt die Paarung. Kurz danach legt die Rebhenne Eier – bis zu 20 können es werden. Sie braucht darum mehrere Wochen, bis das Gelege komplett ist. 24 bis 25 Tage wird dann in dichter Vegetation gebrĂŒtet – immer auf der Hut vor dem Fuchs.

„Über jede erfolgreiche Brut muss man froh sein, denn mit dem Rebhuhn wurde eine stark gefĂ€hrdete Art zum Vogel des Jahres gewĂ€hlt“, sagt NABU-Vogelschutzexpertin Dr. Ute Eggers. Nicht immer war der etwa taubengroße HĂŒhnervogel mit dem orange-braun gefĂ€rbtem Gesicht so bedroht. Noch vor wenigen Jahrzehnten war das Rebhuhn ein hĂ€ufig zu beobachtender Kulturfolger, doch seit den 1980er Jahren brach der europĂ€ische Bestand um 91 Prozent ein. Verantwortlich dafĂŒr ist hauptsĂ€chlich die intensive Landwirtschaft. Felder wurden stark ausgeweitet, Feldraine und BĂŒsche verschwanden, dazu kommt ein hoher Pestizideinsatz. In dieser ausgerĂ€umten Agrarlandschaft findet das Rebhuhn zu wenig NistplĂ€tze und kaum Nahrung. Wegen des starken RĂŒckgangs kĂŒrte der NABU das Rebhuhn bereits 1991 zum Vogel des Jahres.

Eggers: „Helfen könnte dem Rebhuhn eine strukturreichere Landschaft statt einer Agrarsteppe, wie sie vielerorts zu finden ist.“ Die EU hat im vergangenen Jahr eine Vorgabe zurĂŒckgenommen, die die Landwirtschaft verpflichtet hatte, mindestens vier Prozent der AckerflĂ€che brach liegen zu lassen. „Es muss dringend mehr Lebensraum durch Brach- und BlĂŒhflĂ€chen und auch durch Gehölze in der Agrarlandschaft geschaffen werden. Dazu mĂŒssen vorhandene Förderprogramme ausgebaut und ergĂ€nzende geschaffen werden”, fordert Eggers. „Nur so gibt es eine Chance, dass der Rebhuhnbestand sich wieder erholen oder zumindest stabilisieren kann.“

Dazu kann auch jeder und jede selbst etwas tun, damit es dem Jahresvogel 2026 wieder etwas besser geht. Ute Eggers: „Wer Bio-Produkte kauft, unterstĂŒtzt eine naturvertrĂ€glichere Landwirtschaft mit weniger Pestizideinsatz. Davon profitieren das Rebhuhn und andere Feldvögel.“ Ab Februar gibt es die Möglichkeit, sich bei den Rebhuhn-ZĂ€hlungen des Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) zu beteiligen. Der Verein ruft bundesweit dazu auf, die eigene Umgebung auf Rebhuhn-Vorkommen abzusuchen und diese Daten zentral zu melden. So soll die Entwicklung der gefĂ€hrdeten Art besser im Blick behalten werden.
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Arbeiten am Bergfried von Schloss Kronwinkl in Eching
Eching: Schloss Kronwinkl (c) Guido Siebert / DSD
 
Arbeiten am Bergfried von Schloss Kronwinkl in Eching
Im 12. und 13. Jahrhundert als imposante VierflĂŒgelanlage errichtet

FĂŒr die Erneuerung der Holzschindeleindeckung des Bergfrieds von Schloss Kronwinkl in Eching stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der ErtrĂ€ge der Lotterie GlĂŒcksSpirale 30.000 Euro zur VerfĂŒgung. Das Schloss gehört nunmehr zu den ĂŒber 640 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlĂŒcksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Bayern gefördert hat.

Zum Objekt:
Schloss Kronwinkl liegt auf einem nach Norden vorspringenden AuslĂ€ufer des Hochplateaus rechts der Isar und gilt als Stammsitz einer Linie des bayerischen Adelsgeschlechts Preysing, ursprĂŒnglich als Alten-Preysing bezeichnet. Die Anlage entstand im 12. und 13. Jahrhundert als VierflĂŒgelbau mit einem markanten, kegelartig zulaufenden Bergfried.

Die Wohntrakte wurden im 16. und 17. Jahrhundert unter Einbeziehung der gotischen Ringmauer errichtet. Nordöstlich des HauptgebÀudes befindet sich der um 1580 entstandene Lehenstock, der 1860 um ein Geschoss reduziert und mit neugotischen Treppengiebeln versehen wurde. Auch der Torbau zeigt neugotische Elemente. Innerhalb des Bergfrieds wurde 1673 die Schlosskapelle integriert, die bis heute ihre historische Ausstattung bewahrt.

Der Schlosspark, im 19. Jahrhundert als Englischer Landschaftsgarten gestaltet, ergÀnzt das Ensemble und unterstreicht die Entwicklung vom mittelalterlichen Wehrbau hin zur reprÀsentativen Schlossanlage.
 
 

Magisches Winterzoo-VergnĂŒgen
Spitzmaulnashorn im Schnee (c) Zoo Leipzig
 
Magisches Winterzoo-VergnĂŒgen
Große Resonanz auf Namenssuche fĂŒr Koalajungtier

Der Winter hat Leipzig im Griff – und die tierischen Beobachtungen im verschneiten Zoo Leipzig faszinieren gegenwĂ€rtig kleine und große Entdecker. WĂ€hrend Schneeleoparden und die Sibirischen Tiger ganz in ihrem Element sind, erkunden auch andere Tierarten den Schnee. „Der Winter ist eine spannende Zeit fĂŒr Besucher ebenso wie fĂŒr unsere Tiere und bietet seltene Einblicke und neue Erfahrungen“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und verspricht unvergessliche Erlebnisse: „Je nach Bodenbeschaffenheit und Wetterlage können auch Tierarten aus wĂ€rmeren Gefilden zeitweise die ungewohnten Bedingungen kennenlernen. Es ist faszinierend, ein massig wirkendes Nashorn ganz vorsichtig in den Schnee prusten zu sehen.“ Auch die zahlreichen WarmhĂ€user, angefangen vom Aquarium und Terrarium ĂŒber das Menschenaffenhaus bis zum Koala-Haus, in dem Nachwuchs heranwĂ€chst, bieten im Winter besondere Anziehungsorte. FĂŒr eben jenes Jungtier – die Tochter von Erlinga und Yuma – sucht der Zoo Leipzig gegenwĂ€rtig einen Namen. Noch bis zum 19. Januar können VorschlĂ€ge ĂŒber die Website www.zoo-leipzig.de/namensaufruf eingereicht werden. Mehr als 2.000 Ideen sind bereits eingereicht worden – eine Woche lĂ€uft der Aufruf noch.

Die winterlichen Bedingungen im Zoo Leipzig bieten zudem fĂŒr das Magische Tropenleuchten, mit dem der Zoo bis zum 8. Februar jeweils donnerstags bis sonntags in den Zoo lockt, einen faszinierenden Rahmen. So verzaubern leuchtende Projektionen und Lichtspiele den Weg durch den Zoo in die Lichterwelt mitten im Dschungel. Nachdem im Außenbereich Lichtshows und Installationen zum winterlichen Genießen einladen, gehören fĂŒr die Tropenhalle dann T-Shirt und FlipFlops ins GepĂ€ck. „Wir kombinieren Winterzauber und Tropenfeeling. Eine unvergleichliche Erfahrung fĂŒr unsere GĂ€ste“, fasst Zoodirektor Junhold zusammen. Das Programm und die Tickets gibt es unter www.zoo-leipzig.de/tropenleuchten. Jeweils fĂŒr die Donnerstage gibt es erstmal das U25-Ticket fĂŒr alle unter 25-JĂ€hrigen, das den besonderen Wintergenuss kombiniert mit entspanntem TropenvergnĂŒgen zum Preis von 10 Euro ermöglicht. „Mit diesem Angebot möchten wir der jungen Generation und den vielen Studenten und jungen Familien eine unvergessliche gemeinsame Zeit ermöglichen“, verspricht Junhold.
 
 

 
20.000 Euro Spende an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe
Geld kommt der Organisation Polar Bears International zum Schutz der EisbÀren zugute

Die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe erhĂ€lt 20.000 Euro von der Volksbank pur. Das Geld geht komplett an die Organisation Polar Bears International, deren Kernziele die Erforschung sowie der Schutz der EisbĂ€ren sind. Die Art wird von der Weltnaturschutzunion IUCN auf der Roten Liste als „gefĂ€hrdet“ gefĂŒhrt, der Bestand in der Natur auf lediglich 20.000 bis 25.000 Tiere geschĂ€tzt. Das Vorkommen ist fragmentiert und verteilt sich auf unterschiedliche Gebiete des Nordpolargebiets.

„Der EisbĂ€r steht wie kaum eine andere Art fĂŒr das Artensterben und die Problematik des Klimawandels. Deshalb beteiligen wir uns am Erhaltungszuchtprogramm der EuropĂ€ischen Zoovereinigung EAZA, unterstĂŒtzen gleichzeitig Polar Bears International bei deren wichtiger Arbeit in der Natur und versuchen, eine grĂ¶ĂŸtmögliche Aufmerksamkeit fĂŒr die GefĂ€hrdung der Art zu schaffen“, sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

„Als langjĂ€hrigen Partner des Zoos ist es uns ein Herzensanliegen, das großartige Engagement der Artenschutzstiftung zu unterstĂŒtzen“, betont Andreas Thorwarth, Vorstandsmitglied der Volksbank pur. „Der Zoo hat durch EisbĂ€rjungtier Mika viele Menschen erreicht und somit die Bedrohung der Art in den Mittelpunkt stellen können. Erforschung sowie Schutz der EisbĂ€ren sollen mit dieser Spende entscheidend unterstĂŒtzt werden.“ Volksbank und Zoo leben bereits seit 2016 eine intensive Kooperation, bei der der Zoo jĂ€hrlich mit 100.000 Euro unterstĂŒtzt wird. Die jetzige Summe gibt es zusĂ€tzlich zur bestehenden Kooperation.

Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe

Der Zoo Karlsruhe hat mit der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe seit 2016 mehr als vier Millionen Euro fĂŒr Artenschutzmaßnahmen ausgegeben. Dabei gibt es eigene Projekte wie jenes in Ecuador zur Sicherung der BiodiversitĂ€t, es werden aber auch gemeinsame PlĂ€ne mit großen Organisationen wie dem WWF oder Polar Bears International in Angriff genommen. Neben weltweiten Projekten gibt es auch einige in der Region wie die Kooperation mit dem NABU in der Saalbachniederung.

„Moderne Zoos verbinden den Artenschutz durch zahlreiche Erhaltungszuchtprojekte mit dem direkt in den LebensrĂ€umen der bedrohten Arten. Wir wollen uns immer mehr zu einem Artenschutz-Zentrum entwickeln“, berichtet die Artenschutz-Kuratorin des Zoos, Sandra DollhĂ€upl. Dabei sei gerade die externe finanzielle UnterstĂŒtzung unabdingbar.
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JahresrĂŒckblick in der Wilhelma
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
 
JahresrĂŒckblick in der Wilhelma
Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart zieht eine Bilanz des vergangenen Jahres

In der Wilhelma blickt man stolz und zufrieden auf die vergangenen zwölf Monate zurĂŒck. Direktor Dr. Thomas Kölpin gibt bekannt: „Auch 2025 haben wir wieder die Marke von 1,8 Millionen Besucherinnen und Besuchern geknackt. Das unterstreicht nicht nur die herausragende Rolle der Wilhelma als Ausflugsziel und Bildungsort: Dank des Artenschutz-Euros, den fast alle unsere Besuchenden ĂŒber den Eintritt zahlen, konnten wir erhebliche Mittel fĂŒr den Schutz bedrohter Tiere und Pflanzen in aller Welt aufbringen.“

Bereits frĂŒh zeigte sich, dass mit 2025 ein ereignisreiches Jahr bevorstĂŒnde: Am 13. Januar 2025 wurde in der Wilhelma in Zusammenarbeit mit der Zoologischen Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) das Zootier des Jahres verkĂŒndet – das GĂŒrteltier. Die Kampagne, deren Auftakt jedes Jahr in einem anderen Zoo stattfindet, macht seit 2016 auf bedrohte Tierarten aufmerksam, die oft im Schatten anderer Tiere und damit weniger im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit stehen.

FĂŒr die Wilhelma war 2025 aber auch ein Jahr der Katzen. Volker GrĂŒn, Leiter des Fachbereichs Zoologie, zeigt sich begeistert: „Wir konnten gleich zwei bemerkenswerte Zuchterfolge verzeichnen: Am 20. April kam bei unseren Schneeleoparden ein Jungtier zur Welt. Nur zehn Tage spĂ€ter wurden die Sechslinge bei den Geparden geboren.“ Höhepunkt des „Katzenjahres“ war die Einweihung der neuen Anlage fĂŒr Amurtiger am 16. Juli. Das Land Baden-WĂŒrttemberg hatte rund 5,5 Millionen Euro in die Anlage investiert. Eine weitere Million wurde vom Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma zugeschossen. Finanzminister Danyal Bayaz betonte im Rahmen der Eröffnung: „FĂŒr die Wilhelma ist die neue Amur-Tiger-Anlage ein wichtiger Meilenstein, sie ist eine der modernsten Anlagen fĂŒr Großkatzen in Europa.“

Auch auf botanischer Seite gab es Neues: So entstand beispielsweise an der SĂŒdseite des Aquarium-GebĂ€udes ein im japanischen Stil gestalteter Bonsai-Garten. Inmitten einer mit Seerosen bepflanzten Teichlandschaft haben hier einige der schönsten Bonsais der Wilhelma einen neuen Platz gefunden. Die botanischen Sonderschauen, z. B. zur Pflanzenwelt am 34. Breitengrad oder zur Vielfalt der Bromelien, sorgten ebenfalls fĂŒr Aufsehen.

Zum dritten Mal in Folge konnte die Wilhelma mehr als 40 Artenschutzprojekte in aller Welt mit insgesamt ĂŒber einer Million Euro unterstĂŒtzen, die mit Hilfe des Artenschutz-Euros, ĂŒber Spenden von Einzelpersonen und Firmen und ĂŒber den Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma zusammenkamen. Stefanie Reska, Leiterin der Stabsstelle fĂŒr Artenschutz in der Wilhelma, erklĂ€rt: „Wir haben zusammen wieder viel bewirkt – vom Kampf gegen invasive Pflanzen auf den Galapagosinseln ĂŒber Nothilfe fĂŒr vergiftete Geier in SĂŒdafrika und die Mithilfe bei der Rettung der letzten Sumatranashörner in Indonesien bis hin zum Kauf von RegenwaldflĂ€chen in Ecuador. Dank der Hilfe von uns und unserem Förderverein ist eine der seltensten Magnolienarten der Welt nicht mehr vom Aussterben bedroht.“

Dr. Björn SchĂ€fer, Leiter des Fachbereichs Botanik in der Wilhelma, ergĂ€nzt: „Uns beschĂ€ftigt nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt auf anderen Kontinenten. Unsere GĂ€rtnerinnen und GĂ€rtner haben mit viel Herzblut persönlich dazu beigetragen, die Borstige Glockenblume auf der SchwĂ€bischen Alb vor dem lokalen Aussterben zu bewahren. In Zusammenarbeit mit dem RegierungsprĂ€sidium Stuttgart haben wir nun im zweiten Jahr in Folge bei uns angezogene Exemplare in ihrem natĂŒrlichen Lebensraum ausgepflanzt.“

Ein Meilenstein war fĂŒr Wilhelma-Direktor Dr. Kölpin die GrĂŒndung des Center for Species Survival fĂŒr Orchideen und Reptilien in Zusammenarbeit mit der IUCN, der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur: „Mit dem Center for Species Survival haben wir einen strategischen Meilenstein gesetzt. Seine Aufgabe besteht darin, den Bedrohungsstatus unterschiedlicher Orchideen und Reptilien zu erfassen. Auf dieser Basis können zusammen mit internationalen Partnern Schutzstrategien fĂŒr die betreffenden Arten entwickelt und umgesetzt werden. Damit erhĂ€lt die Wilhelma eine ganz neue Lenkungsfunktion im internationalen Artenschutz.“

TagtĂ€glich im Einsatz fĂŒr die Artenvielfalt vor der eigenen HaustĂŒr ist der Fachbereich Parkpflege, der nicht nur die Wilhelma selbst, sondern sĂ€mtliche landeseigenen GrĂŒnflĂ€chen in Stuttgart betreut. Fachbereichsleiterin Katja Siegmann erlĂ€utert: „Unsere Parks entwickeln sich immer weiter zu Hotspots der Artenvielfalt mitten in der Stadt. Wir haben die Verantwortung fĂŒr die nachhaltige Pflege ökologisch wertvoller MĂ€hwiesen und sage und schreibe 12.000 BĂ€ume. Unsere Erfahrungen möchten wir auch an die nĂ€chste Generation weitergeben. Zusammen mit dem Naturkundemuseum Stuttgart hatten wir darum am 30. September mehrere Schulklassen dazu eingeladen, gemeinsam eine 320 Quadratmeter große BiodiversitĂ€tsflĂ€che mit einem artenreichen Wildstaudenbeet, einer mageren KrĂ€uterwiese und einem Steingarten vor dem Museum am Löwentor anzulegen.“

Bildung hat fĂŒr den gesamten Zoologisch-Botanischen Garten mitsamt seinen Außenstellen einen hohen Stellenwert. Am 24. November wurde der Wilhelma daher im Rahmen des diesjĂ€hrigen BNE-Netzwerkforums in Stuttgart von Umweltministerin Thekla Walker und Kultus-StaatssekretĂ€rin Sandra Boser das BNE-Zertifikat verliehen. Miriam WĂŒst, Leiterin der Stabsstelle Umweltbildung & Veranstaltungen in der Wilhelma, verrĂ€t, was dahintersteckt: „BNE steht fĂŒr ‚Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung‘. Die Zertifizierung wĂŒrdigt Einrichtungen, welches dieses Prinzip leben und in ihren Angeboten verankern. Unsere Vision ist eine Gesellschaft, in der Menschen mit Bewusstsein, Empathie und Verantwortung gegenĂŒber Natur, Umwelt und zukĂŒnftigen Generationen handeln. Die BNE-Zertifizierung bestĂ€rkt uns auf unserem Weg.“

Bereits im FrĂŒhjahr wurde die Wilhelma außerdem mit dem Fair Family-GĂŒtesiegel ausgezeichnet. Dorothee Spengler, die Landesvorsitzende des Verbands kinderreicher Familien Deutschland e.V., erklĂ€rt: „Die Wilhelma setzt ein starkes Zeichen fĂŒr Familienfreundlichkeit in Baden-WĂŒrttemberg. Mit dem Fair Family-Siegel wĂŒrdigen wir ihr vorbildliches Engagement, das gerade fĂŒr Familien mit mehreren Kindern echte Teilhabe ermöglicht. Solche Orte machen unsere Gesellschaft lebenswerter – fĂŒr alle Generationen.“

Eine Anerkennung der besonderen Art erhielt die Wilhelma im November 2025: In der Stuttgarter PrĂ€gestĂ€tte der Staatlichen MĂŒnze Baden-WĂŒrttemberg wurde im Beisein von FinanzstaatssekretĂ€rin Gisela Splett und Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin die erste von vorlĂ€ufig 500 Exemplaren der neuen Wilhelma-Medaille aus Feinsilber mit Koala-Motiv geprĂ€gt. Kurz vor den Feiertagen wagte dann auch bei den echten Koalas in der Terra Australis ein Jungtier die ersten Blicke aus dem Beutel. Dr. Thomas Kölpin bekrĂ€ftigt: „Dass wieder Nachwuchs bei den Koalas zu sehen ist, war fĂŒr uns wie ein Weihnachtsgeschenk. Mit dieser guten Nachricht starten wir voller Motivation ins neue Jahr.“

zum Bild oben:
Ein liebevoll gestalteter Bonsai-Garten entstand an der SĂŒdseite des Aquarium-GebĂ€udes
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
 
 



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