|
|

Öko plus
Abschied von den Elefantenkühen Maya und Rosy © Zoo Basel | | | | | Abschied von den Elefantenkühen Maya und Rosy | Der Zoo Basel verabschiedete sich in den letzten zwei Tagen von den Elefantenkühen Maya und Rosy. Im Rahmen des EAZA Ex-situ-Programms (EEP) zogen sie in zwei unterschiedliche französische Zoos um. In den kommenden Wochen, voraussichtlich gegen Ende Mai 2026, wird im Zolli eine neue Elefantengruppe erwartet. Bis dahin werden kleinere Renovationen an der Elefantenanlage Tembea durchgeführt. Für die Betreuer:innen war der Abschied von ihren Schützlingen Maya und Rosy emotional herausfordernd. Dennoch blicken sie den kommenden Entwicklungen mit Freude entgegen.
Diese Woche war es soweit: Die Verantwortlichen des Zoo Basel mussten Abschied nehmen von den beiden Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) Maya und Rosy. Nach dem Tod von Leitkuh Heri im vergangenen Juni zeigte sich rasch, dass die Tiere künftig in zwei unterschiedlichen Zoos untergebracht werden müssen. Sie vertrugen sich nicht sehr gut. Gespräche mit dem EAZA Ex-situ-Programm (EEP), das die Haltung und Zucht der Afrikanischen Elefanten innerhalb der European Association of Zoos and Aquaria koordiniert, fanden deshalb schon früh und fortlaufend statt. So konnte in den letzten Monaten für beide Elefantenkühe ein geeigneter Platz gefunden werden.
Von Basel nach Frankreich
Sowohl Maya als auch Rosy kamen 1999 als Wildfänge in den Zoo Basel. Während Rosy unter der damaligen Leitkuh Ruaha noch Welpenschutz genoss, mutierte die rund ein Jahr ältere Maya zum Omegatier der Herde und fand ihren Platz in der Gruppe nie so richtig. Darin liegen vermutlich die Spannungen zwischen den beiden Tieren begründet. Maya, die zurückhaltendere, aber auch gelassenere der beiden, reiste am Dienstag, 24. März 2026, in den französischen Safari-Park Peaugres. Dort trifft sie auf zwei Kühe im Alter von 40 und 57 Jahren. Die neugierige und aufgeweckte Rosy hat den Zoo Basel heute Donnerstag, 26. März 2026, in Richtung Amnéville, Frankreich, verlassen. Im Bestand des Zoo Amnéville lebt eine Elefantenkuh (43).
Aus beiden französischen Zoos kamen vorgängig Kolleginnen und Kollegen nach Basel, die dort mit den Elefanten arbeiten. Ziel ihrer Besuche war es, Maya und Rosy kennenzulernen und abschätzen zu können, ob sie vom Charakter her zu ihren Tieren passen. Ebenfalls besuchten Zolli-Mitarbeiter:innen Peaugres und Amnéville, um sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen. Als alle Beteiligten den Transfers zugestimmt hatten, wurde mit der detaillierten Planung begonnen.
Emotionale Momente
Für die Tierpfleger:innen der Elefantenanlage Tembea war der Abschied von Maya und Rosy ein schwieriger Moment: Über viele Jahre standen sie täglich in engem Kontakt mit den Tieren. Sie übernahmen deren Pflege und Beschäftigung, führten Target-Trainings durch, überwachten ihre Gesundheit und begleiteten tierärztliche Interventionen. Dass ihre beiden Schützlinge nun in Frankreich ein neues Zuhause gefunden haben, kommt ihnen entgegen. Sowohl Peaugres als auch Amnéville sind von Basel in wenigen Autostunden erreichbar. Der definitive Abschied erfolgt jedoch nicht für alle Mitarbeiter:innen unmittelbar: Maya und Rosy wurden bzw. werden auf dem Transport von Zolli-Pflegerinnen und -Pflegern begleitet. Auch bleiben die Basler Betreuer:innen in den ersten Tagen vor Ort, um Maya und Rosy das Einleben in ihrem neuen Umfeld zu erleichtern.
Neue Elefantengruppe
Gleichwohl freuen sich die Verantwortlichen auf die spannende Aufgabe, die auf sie wartet: Sie werden künftig eine sogenannte Matrilinie betreuen dürfen, mit Aussicht auf Zucht. Eine Matrilinie ist eine mütterliche Verwandtschaftslinie bestehend aus weiblichen Tieren, die untereinander eng verwandt sind. Die Ankunft der neuen Elefantengruppe ist gegen Ende Mai 2026 geplant. Der Zoo Basel wird erneut informieren, sobald die Tiere eingetroffen sind, und die Öffentlichkeit vertieft über die Zusammensetzung der Herde orientieren.
Keine Tiere während Renovierungsarbeiten
In den kommenden Wochen wird die Elefantenanlage Tembea für die Ankunft der neuen Tiere vorbereitet. Dazu gehören kleinere Anpassungen, technische Instandhaltungen sowie Optimierungen an den Bereichen, die für das Training, die Pflege und die Beschäftigung der Elefanten wichtig sind. Während dieser Vorbereitungsarbeiten ist das Gehege unbesetzt. Das Tierhaus bleibt offen und für die Besucher:innen zugänglich. | | Mehr | | | |
| | | | | | 6. Erklärung des RegioBündnis pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen | An die Bevölkerung und Kommunalpolitik in Freiburg und im Breisgau, März 2026
Neubaustadtteil Dietenbach: der STOPP muß jetzt kommen
Kostenexplosion - viel zu teure Mieten – Natur & Menschen leiden –
seit 13 Jahren keine Wohnung - kein Bedarf mehr – Alternativen besser
Das RegioBündnis pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen mit seinen 17 großen und kleinen VereiniÂgungen fordert mit seiner aktuellen sechsten Erklärung den Freiburger Gemeinderat und die Bürgermeister-Riege auf, den Riesen-Neubaustadtteil jetzt endlich zu stoppen, bevor durch Dietenbach weitere viel zu große Nachteile für Freiburg, die Menschen in der Stadt und die Umwelt entstehen. Noch sei es nicht zu spät.
Über 13 Jahre nach ersten Beschlüssen für einen Riesen-Neubaustadtteil in Freiburg bestehe in „Dietenbach“ weiterhin keine sichere Aussicht auf erste bezugsfertige Wohnungen, das obwohl von der Stadtverwaltung und der Ratsmehrheit stets ein Mangel an bezahlbaren Wohnungen für breite Schichten angeführt werde. „Dietenbach“ habe sich aber als riesiger Irrtum der Stadt und des Gemeinderats entpuppt. Das Regiobündnis erklärt dazu: Es gibt entscheidende neue und bisherige große Hindernisse, die so sehr gegen den Neubaustadtteil sprechen, dass dieser umgehend gestoppt werden sollte:
1. Das große Geld fehlt. 2. Dietenbach wäre sozial schädlich, 3. Das finanzielle Risiko ist viel zu hoch. 4. Der Bedarf für Dietenbach ist weg. 5. Die von der Stadt mit Waldrodungen vergewaltigte Natur mahnt. 6.: Dietenbach wäre nicht klimaneutral, sondern sehr klimaschädlich. 7. Dietenbach ist vor Gerichten weiterhin umstritten.
Der Bürgerentscheid von 2019 binde Stadt und Rat seit Februar 2022 nicht mehr. Daher stehe dem Stopp nichts im Wege außer der noch fehlende Ratsbeschluss dafür, zumal es fürs Wohnen bessere kosten- und mietengünstigere Alternativen reichlich gebe.
Es sei nicht zu spät, Dietenbach zu stoppen, so Sprecher des RegioBündnis: Rund 1 Mrd. € würden gespart trotz bereits neu errichteter Straße zum Tiergehege Mundenhof samt Brücke! Es sei nicht zu viel verloren, sondern viel zu gewinnen! Die wesentlichen Versprechen der Stadt vom Bürgerentscheid seien unerfüllbar. Der bindet laut Gemeindeordnung Baden-Württemberg seit 24. Februar 2022 Stadt und Rat nicht mehr. Der Gemeinderat ist frei, aufgrund der Lage anders zu entscheiden und Dietenbach stoppen fürs Allgemeinwohl!
****
Hintergrund
Im Einzelnen aus der 6. Erklärung: 7 große Hindernisse gegen den Neubaustadtteil Dietenbach:
Hindernis 1: Das Geld fehlt: Die Erschließungskosten Dietenbachs stiegen binnen 7 Jahren von 602 Mio € in 2018 bis Ende 2025 auf 1.320 Mio € , also um mehr als das Doppelte, Tendenz steigend und bei weitem unbezahlbar für die hoch verschuldete Stadt. Ohne viele 100 Mio € staatliche Zuschüsse werde sowas nichts laut OB Horn im Dezember 2023 im SWR-Fernsehen, unbemerkt vom Gemeinderat? Gebührenerhöhungsschrauben wegen Dietenbach belasten alle. Die „Dietenbach-Schulden-Haushaltssperre“ drohe und würde Vereine, Kultur und andere freiwillige Leistungen treffen
Hindernis 2: Dietenbach wäre sozial schädlich. Die erwarteten sehr teuren freien Mieten in Dietenbach - Anfang 2023 netto kalt über 25 €/qm, Tendenz steigend - würden über künftige höhere Mietspiegel den allermeisten Mietern Freiburgs schaden. Noch ohne Wohngebäude würde jede Wohnung im Schnitt rund 200.000 € Erschließungskosten verursachen. Die Stadt ist deshalb auf Kurs Billigversion des Stadtteils - u.a. mit mehr Energieverbrauch und höheren Energiekosten.
Hindernis 3: Das finanzielle Risiko ist viel zu hoch. Deshalb stieg die Sparkasse Freiburg 2023 aus dem Grundstücksgeschäft Dietenbach aus. Grundstücke würden bei einer Geschossflächenzahl 2 nun netto 1838 €/qm kosten statt versprochene 680 bis 820. Da geht kein sozialer Mietwohnungsbau! Auch Stadt und Gemeinderat: müssten rechnen können!
Hindernis 4: Der Bedarf für Dietenbach ist weg. So viele Baugebiete wie nie zuvor sind in Bau oder in Arbeit - meist Innenentwicklung. Stadtbau und andere tun ihr Bestes – meist vor Dietenbach und auf günstigeren Grundstücken oder im Bestand mit Umbau, Aufstocken usw.: Das sei viel mehr als für Dietenbach geplant und billiger für Stadt und Mieten. Laut Zensus gebe es zudem über 13.000 viel zu große Wohnungen, der Leerstand sei stark gestiegen. Prognosen der Stadt und des Statistik-Landesamts zeigen wenig Bevölkerungswachstum. Ab 2022 sank die Geburtenrate auch in Freiburg stark.
Hindernis 5: Die von der Stadt mit Waldrodungen vergewaltigte Natur mahnt: 14 Vogel- und andere Arten wurden geschädigt, deren Überleben aufs Spiel gesetzt, Igel geschreddert. Die Stadt rodete, bevor alle z.T. selbst erteilten Sondergenehmigungen gegen die Tierwelt und Wald vorlagen. Dem Bauen auf „grüner Wiese“ wie in Dietenbach stehe auch Art. 20a des Grundgesetzes entgegen: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung (…)
Hindernis 6: Dietenbach wäre nicht klimaneutral, sondern sehr klimaschädlich. Denn beim großen Mangel an Handwerk, städtischem Personal und Finanzen würde Dietenbach den sehr wichtigen Klima-schützenden Umbau der rund 20.000 Altbauten Freiburgs zu sehr behindern.
Hindernis 7: Dietenbach ist vor Gerichten weiterhin umstritten bei ungewissem Ausgang, und zwar erneut beim VGH Baden-Württemberg, neu beim Europäischen Gerichtshof in Strasbourg. Die Gemeinde Umkirch will ihr Trinkwasserschutzgebiet unter Dietenbach schützen gegen riesige Aufschüttungen und enorme Abpumpungen sowie Abwasserrohre im Trinkwasserbereich. | | | | | |
| Nachwuchs bei den Kordofan-Giraffen © Zoo Basel | | | | | Zoo Basel: Nachwuchs bei den Kordofan-Giraffen | Am 11. März 2026 wurde im Zoo Basel ein Weibchen der seltenen und vom Aussterben bedrohten Kordofan-Giraffe (Giraffa camelopardalis antiquorum) geboren. Für Giraffenkuh Sophie (15) ist es das siebte Jungtier, für Vater Xamburu (16) das elfte. Ab heute Nachmittag ist das Antilopenhaus wieder zeitweise geöffnet.
Das am 11. März 2026 im Zoo Basel geborene Kalb der seltenen Kordofan-Giraffe (Giraffa camelopardalis antiquorum) trägt den Namen Xahara und ist ein Weibchen. Der Name leitet sich aus dem Arabischen ab und bedeutet «Wüstenblume». Für Giraffenkuh Sophie (15) ist es das siebte Jungtier, für Vater Xamburu (16) der elfte Nachwuchs.
Früher als erwartet
Als die Tierpfleger:innen am Morgen des 11. März 2026 eintrafen, war das Jungtier bereits geboren. Da es noch feucht war, dürfte die Geburt erst kurz zuvor stattgefunden haben. Die Geburt erfolgte etwas früher als angenommen – ursprünglich war sie in rund zwei Wochen erwartet –, liegt jedoch innerhalb der natürlichen Tragzeit von 13 bis 15 Monaten.
Zucht seit 15 Jahren
Der Zoo Basel hält die auf der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten der Weltnaturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht (critically endangered) geführten Kordofan-Giraffen seit 15 Jahren. Der Wildbestand wird auf rund 1’400 Tiere geschätzt, mit weiterhin abnehmender Tendenz. Mit Xahara umfasst die Gruppe Kordofan-Giraffen im Zolli nun fünf Tiere: die beiden Bullen Xamburu (16) und Vizuri (2) sowie die Kühe Sophie (15), Violette (3) und das aktuelle Jungtier.
Populationsmanagement
Das EAZA Ex-situ-Programm (EEP, Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria) bildet derzeit eine Reservepopulation der Kordofan-Giraffen. Es ist stark bemüht, die Population langfristig wachsen zu lassen, um künftig möglicherweise wieder Tiere auswildern zu können. Der Zoo Basel und die Geburt von Xahara leisten dazu einen wichtigen Beitrag.
Das Antilopenhaus blieb die letzten Tage geschlossen, um die Bindung zwischen Mutter und Kalb zu festigen. Ab heute Nachmittag können Besucher:innen das Antilopenhaus wieder zeitweise betreten. Es bleibt jedoch weiterhin phasenweise geschlossen, um den Tieren Ruhe zu gewähren. | | Mehr | | | |
| | | | | | Baum des Jahres 2026 | Stadt Freiburg pflanzt eine Zitterpappel in der Bachgasse am Dorfbach Zähringen
„Zittern wie Espenlaub“ – diese Redensart geht zurück auf den gleichnamigen Baum, weil seine Blätter im Wind besonders stark zittern. Die Espe oder auch Zitterpappel (Populus tremula) wurde von der Dr. Silvius Wodarz-Stiftung zum Baum des Jahres 2026 gekürt (baum-des-jahres.de). Zu diesem Anlass pflanzt Baubürgermeister Martin Haag gemeinsam mit Kindern des Kinderhauses Tabitha und dem Bürgerverein Zähringen am Mittwoch, 25. März, ein Exemplar in der Bachgasse am Dorfbach.
Die Zitterpappel erreicht Höhen von 15 bis 25 Metern, selten auch bis zu 40 Metern, bei einem maximalen Stammumfang von zwei bis drei Metern. Besonders auffällig sind ihre rundlichen bis herzförmigen Blätter mit seitlich abgeflachtem Stiel, die der Grund für das charakteristische Zittern im Wind sind. Noch bevor die Blätter kommen, erscheinen im Frühjahr die Blüten – männliche purpurfarbene und weibliche grünliche Kätzchen. Einzelbäume können 100 bis 200 Jahre alt werden.
Die Baumart kann an allen möglichen Standorten überleben und es existieren zahlreiche Unterarten. Daher hat sie das zweitgrößte Verbreitungsgebiet aller Baumarten der Welt: in fast ganz Europa, weiten Teilen Asiens und auch noch im nördlichen Afrika. Sie kommt auf frischen bis mäßig trockenen, nährstoffreichen Böden vor und wächst vom Tiefland bis in Höhen von 2000 Metern. Zum Wachstum benötigt sie viel Licht, kann aber auch kahle Flächen schnell erobern, indem sie neue Triebe aus ihren Wurzeln entwickelt. Die Wurzelsysteme überdauern dabei wesentlich länger (weit über 1000 Jahre) als die daraus entspringenden einzelnen Bäume. Mit ihrer ovalen, schlanken und lichten Krone sowie der auffallenden leuchtend gelben Herbstfärbung eignet sich die Zitterpappel sehr gut als Stadtbaum. Als Baum am Straßenrand ist sie nur bedingt geeignet, kann aber mit ihrer hohen Trockentoleranz und Frosthärte in Parks und Grünanlagen sehr gut eingesetzt werden. | | | | | |
| | | | | | VAG Freriburg: Barrierefreie Bissierstraße | Blindenleitsystem, akustische Ampeln, Querungen: Barrierefreier Ausbau an der Bissierstraße erfolgreich abgeschlossen
- Gemeinsames Projekt von VAG und GuT
- Lob von Behindertenvertretungen: „Vorzeigemodell für barrierefreien Ausbau.“
- OB Horn: „Freiburg wird Stück für Stück barrierefreier.“
- Haltestelle ist moderner Mobilitätsknotenpunkt
Der barrierefreie Ausbau der Haltestelle Bissierstraße sowie der Kreuzung Bissierstraße/Berliner Allee ist abgeschlossen. Die Bauarbeiten starteten im März 2025. Durchgeführt wurden sie von der Freiburger Verkehrs AG (VAG) und dem Garten- und Tiefbauamt (GuT) der Stadt Freiburg. Behindertenvertretungen unterstützten mit ihrer Expertise.
Oberbürgermeister Martin Horn, die VAG-Vorstände Oliver Benz und Stephan Bartosch, Leiter des GuTs Frank Uekermann, Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenverbands Mischa Knebel sowie Daniela Schmid, Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderungen, weihten die umgebaute Wendeschleife jetzt offiziell ein.
Gute Zusammenarbeit verschiedener Akteure
Oberbürgermeister Martin Horn unterstrich dabei die Bedeutung des Projekts: „Barrierefreiheit in der öffentlichen Infrastruktur ist eine zentrale Aufgabe für gerechte Lebensbedingungen, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe. Dadurch wird Freiburg Stück für Stück barrierefreier. Der Weg ist noch lang, aber Projekte wie dieses zeigen: Wir sind auf dem richtigen Kurs.“
Alle Übergänge an der Kreuzung sind mit akustischen Signalen ausgestattet, die zwischen Straßen- und Gleisquerungen unterscheiden. Ein durchgehendes Blindenleitsystem aus Rillen- und Noppenplatten mit kontrastierenden Begleitstreifen führt Nutzende zuverlässig zu den Ampelüberwegen, Haltestellen und Querungsstellen. Die Querungen wurden in zwei unterschiedlichen Höhen angefertigt, damit sie für Sehbehinderte sowie Rollstuhlfahrende gleichermaßen geeignet sind. Gepflasterte Wege über die Bushaltestelle vervollständigen die Barrierefreiheit.
Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamts, ergänzte: „Die Bissierstraße zeigt, dass solche ambitionierten Projekte gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen: Stadt, Verkehrsbetriebe und vor allem die Verbände der Menschen mit Behinderungen, die ihre Expertise einbringen.“
Vorzeigemodell für barrierefreien Ausbau
Mischa Knebel, Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenvereins, lobte die Arbeiten: „Das Konzept an der Bissierstraße ist gut durchdacht, in sich stimmig und überzeugt in jeder Ecke: ein repräsentatives Vorzeigemodell. Das ist der Standard, den wir überall anstreben.“ Und appellierte an die Fahrgäste: „Jetzt müssen nur alle darauf achten, dass die Leitsysteme nicht zugestellt werden – etwa durch Taschen oder E-Scooter.“
Daniela Schmid, Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderungen, sagte: „Menschen mit Behinderung sind oft besonders auf den ÖPNV angewiesen. Deswegen ist es wichtig, dass die Barrierefreiheit nicht nur an einzelnen Stellen umgesetzt wird, sondern ein Gesamtkonzept entsteht. Bei der Bissierstraße ist genau das passiert.“ Darauf dürfe man sich aber nicht ausruhen. „In Freiburg sind wir insgesamt auf einem guten Weg, auch wenn es für uns Betroffene natürlich schneller gehen könnte. Doch dafür braucht es finanzielle Mittel von Bund und Land.“
Zentraler Mobilitätsknotenpunkt mit vielen Extras
Die Haltestelle Bissierstraße ist ein zentraler Knotenpunkt der VAG – eine Bündelung verschiedener Mobilitätsangebote, die den Umstieg auf alternative Verkehrsmittel erleichtern.
Die Mobilstation Bissierstraße verbindet die Buslinien 10, 22 und 36 mit der Stadtbahnlinie 3. Darüber hinaus bietet sie mehrere Fahrgastunterstände, eine Frelo-Station, einen Park-and-Ride-Platz mit rund 240 Parkplätzen sowie eine DHL-Packstation. Zu Heimspielen des SC Freiburgs pendeln zwischen der Bissierstraße und dem Stadion zusätzliche Straßenbahnen. Künftig soll die Zahl der Fahrradstellplätze erweitert werden. Ein Snack- und Getränkeautomat bietet ein zusätzliches Angebot für Fahrgäste und Fahrpersonal. Seit Dezember 2025 ist zudem die Schnellladestation für die E-Busse der VAG in Betrieb und versorgt die Busflotte mit Ökostrom.
Oliver Benz, Vorstand der VAG, sagte: „Aus einer funktionalen Bushaltestelle ist nun ein moderner und übersichtlicher Mobilitätsknotenpunkt entstanden. Das Fahrpersonal muss nicht mehr rangieren und auch die Fahrgäste finden sich besser zurecht. Es gibt unterschiedliche Mobilitätsangebote – und nebenbei können die Gäste noch schnell ihre Päckchen abschicken.“
Stephan Bartosch, VAG-Vorstand, ergänzte: „Die Bauarbeiten fanden aufgrund parallel stattfindender Arbeiten unter großem Zeitdruck statt und waren für das Team herausfordernd.“ Andere Baustellen im Liniennetz sowie der dafür eingerichtete SEV mussten in der Planung berücksichtigt werden. „Umso schöner ist es jetzt, nicht nur ein gutes Ergebnis zu sehen, sondern auch Lob von allen Seiten zu bekommen.“
Die Kosten für den barrierefreien Ausbau sowie den Ausbau der Ladeinfrastruktur bei E-Bussen liegen für die VAG bei zwei Millionen Euro. Davon sind 75 Prozent vom Land Baden-Württemberg gefördert. Die Tiefbauarbeiten und die Ampelanlage des GuT haben rund 860.000 Euro gekostet. Das Land fördert das Projekt mit rund 395.000 Euro. | | | | | |
| | | | | | FR1 am 24. März auf Höhe der Brauerei Ganter gesperrt | Das Garten- und Tiefbauamt repariert die Beleuchtung entlang der Radvorrangroute 1 (FR1). Deshalb wird der Radweg auf Höhe der Brauerei Ganter zwischen der Fabrikstraße und der Leo-Wohleb-Straße am 24. März gesperrt. Um die Einschränkungen möglichst gering zu halten, werden die Arbeiten an einem Tag gebündelt erledigt.
Während der Sperrung werden Radfahrende und Fußgänger*innen über die Fabrikstraße, die Kartäuserstraße und den Schwabentorring beziehungsweise den Greiffeneggring umgeleitet. Die Umleitung ist ausgeschildert.
Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis für die Verkehrsbeeinträchtigungen. | | | | | |
| (c) mitwelt.org | | | | | Das AKW-Gösgen (CH) und die Bar in Crans-Montana | Vor 15 Jahren schaute die Welt auf die Atomkatastrophe im japanischen AKW Fukushima. Zu Jahresbeginn schaute die Welt auf den Brand in der Bar von Crans-Montana. Mit einem gewissen zeitlichen Abstand lässt das veröffentlichte Interesse an brennbaren Bar-Decken und an alten AKW deutlich nach …
Das Risiko-AKW Gösgen (CH) liegt 21 km von der deutschen Grenze entfernt. Es ist seit dem 24. Mai 2025 (Jahresrevision) wegen der Reparatur der technischen Sicherheitsprobleme abgeschaltet und soll nach massiven Verzögerungen am 21. März 2026 wieder ans Netz.
Ein unabhängiges Gutachten im Auftrag der Schweizerischen Energiestiftung bestätigt: „Das Atomkraftwerk Gösgen wurde seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1979 mit einem fundamentalen Sicherheitsmangel betrieben. Im Störfall drohte die Kühlung des Reaktors zu versagen. Mögliche Konsequenz: schwere Kernschäden bis hin zur Kernschmelze.“ Diese Sicherheitsprobleme wurden schon in den 1990er-Jahren entdeckt. Sie werden aber erst jetzt behoben.
Eine der Ursachen beim verheerenden Brand in der Bar in Crans-Montana waren die mangelnden staatlichen Kontrollen der Bar. Was ist von einer AKW-Kontrolle zu halten, die riskante Schwachstellen sehr spät entdeckt und dann nicht auf eine sofortige Behebung der Probleme drängt? Ein schwerer Unfall hätte verheerende Folgen für die Schweiz und die Nachbarländer.
Die finanziellen Folgen des Ausfalls liegen bei bis zu 500 Millionen Schweizer Franken. Es gibt ein erstaunliches und erschreckendes Phänomen. Im grenznahen Deutschland ist der Zustand des AKW-Gösgen (fast) kein Thema. In der Schweiz wird jetzt viel über die massiven finanziellen Folgen der Abschaltung berichtet. Über die lange verdrängten möglichen Gefahren für Mensch und Umwelt, die Grund für die Abschaltung waren, wird wenig öffentlich berichtet und diskutiert. Was sagt diese Gewichtung der Debatte über den Zustand der Medien und einer Gesellschaft aus?
Was haben wir aus Fukushima und Tschernobyl gelernt?
Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein | | Mehr | | | |
| | | | | | Mehr Geld für mehr Grün | Höhere Fördersätze im Förderprogramm GebäudeGrün hoch³
Start der zehnten Beratungswoche: Informationsveranstaltungen am 23. und 27. März
Programm für eine artenreichere, kühlere und klimaangepasste Stadt
Mit dem Förderprogramm „GebäudeGrün hoch³“ unterstützt die Stadt seit Oktober 2021 Gebäudeeigentümer*innen, Vereine, Mieter*innen und Unternehmen bei der Begrünung von Gebäuden und der Entsiegelung von Flächen. Die zehnte Beratungswoche, die vom 23. bis 27. März stattfindet, bringt gute Neuigkeiten: Die Stadt hat die Fördersätze erhöht, um Freiburg noch artenreicher, kühler und grüner zu machen.
Seit November können Freiburger*innen bis zu 60 Prozent der Kosten als Zuschuss bekommen: Ein grünes Carportdach kann so günstiger sein als ein neues Kiesdach. Bei Kombination verschiedener Maßnahmen aus unterschiedlichen Fördermodulen sind bis zu 25.000 Euro Förderung pro Grundstück möglich. Neu ist auch, dass der Regenwasserrückhalt und die Versickerung bezuschusst werden. Ebenfalls interessant: Wer selbst Hand anlegt, bekommt Geld – Eigenleistungen werden jetzt auch gefördert. Zusätzliche Förderung gibt es auch für Solar-Gründächer, der Kombination von Photovoltaik und Gründach.
Über die neuen Fördermöglichkeiten informiert die zehnte Fachberatungswoche. Los geht’s am Montag, den 23. März: Ab 18.30 Uhr stellt das Umweltschutzamt in einer Onlineveranstaltung unter dem Titel „Trägt ihr Haus schon grün? Gute Gründe für die Begrünung Ihres Hauses“ das Förderprogramm GebäudeGrün hoch³ vor. Es gibt umfangreiche Informationen zur Dach- und Fassadenbegrünung, zur Entsiegelung, zum Regenwasserrückhalt sowie Praxisbeispiele und alles Wissenswerte rund um den Antrag zur Förderung eigener Begrünungsmaßnahmen.
Am Donnerstag, den 27. März, können sich Interessierte von 14 bis 20 Uhr individuell beraten lassen. Die Gespräche dauern etwa 30 Minuten und finden im Rathaus im Stühlinger statt. Das Angebot richtet sich an Hausbesitzer*innen, interessierte Mieter*innen, Vereine, Institutionen und Unternehmen im Freiburger Stadtgebiet, die ihr Dach, ihre Fassade oder ihren Hof entsiegeln und begrünen wollen oder Maßnahmen zur Speicherung von Regenwasser auf Ihrem Grundstück umsetzen möchten. Eine Anmeldung für den Informationsabend sowie für die individuelle Begrünungsberatung ist unter www.gebaeudegruen.info/Info-Abend möglich.
Interessierte können auch außerhalb der Beratungswochen immer Förderanträge für Dach- und Fassadenbegrünung sowie Entsiegelungs- und Regenwasserrückhaltungsmaßnahmen beim Umweltschutzamt stellen. Der Online-Förderantrag, die Formulare, die neuen Förderbedingungen sowie Terminvereinbarung zur kostenlosen Erstberatung beim Bundesverband GebäudeGrün (BUGG) gibt es online | | Mehr | | | |
|
Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
|
|
|