Prolixletter
Dienstag, 9. Juni 2026
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GrĂĽne Quellen

Zwei GepardenbrĂĽder neu in der Wilhelma
Die Gepardenbrüder Sam und Frodo © Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
 
Zwei GepardenbrĂĽder neu in der Wilhelma
Geparden-Männchen Sam und Frodo sind von Münster nach Stuttgart gezogen

Ende Mai gab es in der Wilhelma einen tierischen Neuzugang im Doppelpack: Die Geparde Sam und Frodo sind im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart eingetroffen. Bei den fast zwei Jahre alten BrĂĽdern handelt es sich um Nachzuchten aus dem Allwetterzoo MĂĽnster.

Die Wilhelma hat in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Zuchterfolge bei den Geparden erzielt: 2022 brachte das Weibchen Niara FĂĽnflinge und 2025 sogar Sechslinge zur Welt. Die Jungtiere aus dem ersten Wurf leben mittlerweile im Zoo Basel und im Longleat Safari Park in GroĂźbritannien. Der Nachwuchs von 2025 ist noch bei seiner Mutter. Zawadi, der Vater aller Jungtiere, und sein Bruder Haraka lebten von 2019 bis 2025 in Stuttgart, wurden dann aber an den Zoo im norwegischen Kristiansand gegeben. An ihrer Stelle bringen jetzt die beiden GepardenbrĂĽder aus MĂĽnster frisches Blut in die Wilhelma.

Dort sind für die Männchen und das Weibchen der gepunkteten Katzen zwei unterschiedliche Anlagen vorhanden. Volker Grün, Leiter des Fachbereichs Zoologie in der Wilhelma, erklärt: „In der Natur treffen bei den Geparden Männchen und Weibchen nur zur Paarung zusammen. Dann gehen sie getrennte Wege. Die Jungtiere bleiben bis zu 1,5 Jahre bei ihrer Mutter, die ihnen in der Zwischenzeit alle Fähigkeiten für das Überleben in der Savanne beibringt. Die Reviere der Weibchen überschneiden sich oft mit denen unterschiedlicher Männchen oder Männergruppen. Sobald ein Weibchen nach der Entwöhnung ihrer Jungtiere wieder empfängnisbereit wird, werden daher die Karten bei der Partnerwahl wieder ganz neu gemischt. “

Sowohl für die Bestände von Wildtieren in ihren natürlichen Lebensräumen als auch für ihre Reservepopulation in menschlicher Obhut ist die genetische Vielfalt überlebenswichtig. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin erläutert: „Im Rahmen der Ex Situ-Programme des europäischen Zooverbands EAZA wird genau ermittelt, welche Geparde in Europas Zoos für die Zucht zueinander passen, um möglichst viel genetische Variabilität zu erhalten.“ Was im Grundsatz für alle Tierarten gilt, gilt für Geparden ganz besonders: Man geht davon aus, dass ihr Weltbestand infolge der letzten Eiszeit so stark schrumpfte, dass alle heute lebenden Individuen von sehr wenigen Vorfahren abstammen.

Die Wilhelma beteiligt sich nicht nur am Europäischen Ex Situ-Programm (EEP) für Geparde, sondern engagiert sich auch für den Schutz der bedrohten Art im südlichen Afrika: Seit 2021 spendet der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma jedes Jahr rund 25.000 € an den Cheetah Conservation Fund in Namibia. Insgesamt kamen auf diese Weise schon 156.000 € zusammen. Diese wurden für die Ausbildung von Herdenschutzhunden in Namibia eingesetzt. Hintergrund ist, dass zuvor regelmäßig Geparde von Farmern aus Sorge um ihr Vieh getötet wurden. Dank der Herdenschutzhunde, die alleine durch ihre Präsenz in der Lage sind, Geparde von Nutztieren fernzuhalten, wurde ein großer Beitrag geleistet, um eine friedliche Koexistenz zwischen Menschen und Geparden zu ermöglichen.

Die Gepardenbrüder Sam und Frodo © Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
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Brillenbär José ist in der Wilhelma eingezogen
Brillenbär © Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
 
Brillenbär José ist in der Wilhelma eingezogen
Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart engagiert sich für die Nachzucht von Brillenbären

In der Wilhelma hat ein männlicher Brillenbär ein neues Zuhause gefunden: Ende Mai 2026 ist der 18 Jahre alte José aus dem ungarischen Sóstó Zoo im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart eingezogen. Nach einigen Tagen Eingewöhnung hat er mittlerweile begonnen, seine Anlage zu erkunden. Von dort nimmt er bereits Blick- und Geruchskontakt zu seiner achtjährigen Artgenossin Suyana auf. Noch halten sich beide Tiere in separaten Bereichen auf – aber das könnte sich bald ändern. Volker Grün, Leiter des Fachbereichs Zoologie in der Wilhelma, erklärt: „Unser Ziel ist es, mit dem Brillenbär-Männchen José und unserem Weibchen Suyana einen Beitrag zur Nachzucht dieser gefährdeten Art zu erzielen. In der Natur kommen beide Geschlechter in der Regel nur zur Paarung zusammen und leben den Rest des Jahres einzelgängerisch. Da unsere Anlage aus drei separaten Bereichen besteht, die bei Bedarf miteinander verbunden werden können, bieten wir dafür beste Voraussetzungen. Zunächst lassen wir José aber ausreichend Zeit, seine Anlage in Ruhe kennenzulernen und sich einzugewöhnen.“

Im Frühjahr 2025 gab es zuletzt einen Zuchtversuch bei den Brillenbären in der Wilhelma: Damals war das Männchen Hubärt aus der österreichischen Tierwelt Herberstein für rund zwei Monate zu Besuch im Zoologisch-Botanischen Garten. Die Zusammenführung mit Suyana erschien zunächst vielversprechend. Mehrfach kam es zu Paarungen, die leider dennoch nicht zum gewünschten Erfolg führten. Umso größer ist die Hoffnung, dass die Nachzucht mit José, der dauerhaft in der Wilhelma bleiben soll, besser klappen wird.

Bei Brillenbären handelt es sich um die einzige Bärenart Südamerikas. Ihren Lebensraum bilden sowohl Bergwälder als auch Trockenlandschaften in und entlang der Anden und ihrer Ausläufer, von Venezuela bis nach Bolivien. Aufgrund ihres Verbreitungsgebietes nennt man sie auch „Andenbären“. Der Namen „Brillenbär“ nimmt Bezug auf die markante, helle Gesichtszeichnung, die individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann.

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin macht deutlich, warum sich Zoos für die Zucht von Brillenbären einsetzen: „Aufgrund von Habitatverlust, vor allem bedingt durch fortschreitende landwirtschaftliche und bergbauliche Inanspruchnahme seiner Lebensräume, aber auch durch illegale Nachstellung, gilt der Brillenbär laut Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdete Art. Umso wichtiger ist der Erhalt einer Reservepopulation in menschlicher Obhut, was durch ein Ex Situ-Programm des Europäischen Zooverband EAZA gewährleistet wird, an dem auch die Wilhelma teilnimmt.“ In Ecuador leiste die Wilhelma außerdem einen direkten Beitrag für den Schutz der natürlichen Lebensräume, nicht nur des Brillenbären, sondern unzähliger weiterer Tier- und Pflanzenarten: Seit 2020 hat der Zoologisch-Botanische Garten mit Hilfe des von den Besucherinnen und Besuchern über den Wilhelma-Eintritt entrichteten Artenschutz-Euro sowie mit Mitteln des Vereins der Freunde und Förderer der Wilhelma über 700.000 € in den Erwerb von Landflächen in Ecuador investiert. Auf diese Weise konnte der dortige Kooperationspartner, die NGO Jocotoco, dabei unterstützt werden, Regenwälder zu schützen, ehemals gerodete Flächen wieder aufzuforsten und Biotope miteinander zu vernetzen.

zum Bild oben:
Viel GrĂĽn sorgt fĂĽr eine naturnahe Umgebung.
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
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Zotteliger Neuzugang in der Wilhelma
In der Wilhelma ist ein Yak-Weibchen neu eingezogen © Wilhelma / B.Meierjohann
 
Zotteliger Neuzugang in der Wilhelma
Weibliches Yak zieht im Asiatischen Dorf im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart ein

Aufmerksame Besucherinnen und Besuchern der Wilhelma mögen es bereits bemerkt haben: Seit dem 19. Mai 2026 steht bei den Hausyaks im Asiatischen Dorf ein neues Tier auf der Weide. Im Gegensatz zu seinen dunkelbraun gefärbten Artgenossen fällt es neben seiner geringeren Größe und den noch eher zierlichen Hörnern vor allem durch den breiten weißen Streifen auf, der sich von der Stirn über den Rücken, den buschigen Schwanz bis zu den Hinterbeinen zieht. Kuratorin Kerstin Ludmann erklärt: „Bei unserem Neuzugang handelt es sich um eine einjährige Yak-Kuh, die wir aus dem Thüringer Zoopark Erfurt erhalten haben. Nachdem das Tier zunächst vorschriftsmäßig in Quarantäne war, durfte es nun erstmals auf seine neue Anlage. Noch ist es etwas zurückhaltend gegenüber seinen Artgenossen, wird sich aber sicher schnell in die Gruppe einleben.“

Das Hausyak ist ein in den Gebirgsregionen Zentralasiens sehr verbreitetes Nutztier, besonders in Teilen Chinas und der Mongolei. Sein Vorfahre, das Wildyak, wurde bereits vor mehreren tausend Jahren domestiziert. Im Gegensatz zum dunkelbraun bis schwarz gefärbten Wildyak sind bei Hausyaks durch Züchtung auch andere Farbschläge entstanden. Hausyaks dienen als Lasttier sowie als Lieferant für Fleisch, Milch und Fell. Außerdem wird der Kot der Yaks in getrockneter Form als Brenn- und Heizmaterial verwendet, vor allem in baumarmen Hochgebirgslagen. Während das Hausyak in Teilen Asiens millionenfach gehalten wird, gilt das Wildyak laut Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet. Nachdem die Wilderei, die zeitweise die größte Bedrohung für die Art darstellte, mittlerweile in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes eingedämmt wurde, sind heute der Verlust von Lebensräumen und die Konkurrenz um Weideflächen mit vom Menschen gehaltenen Viehherden die größten Gefahren für den Fortbestand der Wildform.

Die Hausyaks in der Wilhelma wohnen in direkter Nachbarschaft zu den Trampeltieren, welche den Neuzugang bereits über den Zaun hinweg neugierig beäugen. Wenige Schritte entfernt befindet sich der Asiatische Schaubauernhof mit Kaschmirziegen, Romanovschafen, Vietnamesischen Hängebauchschweinen und Ayam-Cemani-Hühnern. Der Bereich präsentiert damit eine kleine Auswahl von Nutztierrassen des asiatischen Kontinents, ergänzt durch typische Nutzpflanzen wie Reis und Bananen. Auf diese Weise werden nicht nur ausgewählte Formen der traditionellen Landwirtschaft in Asien exemplarisch dargestellt. Ebenfalls im Fokus steht der Mensch-Tier-Konflikt, der – nicht nur in Asien – überall dort entsteht, wo sich menschlicher Siedlungsraum und die Lebensräume von Wildtieren treffen oder sogar überschneiden.
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Instandsetzung ist der erste Schritt der Gesamtsanierung
Bamberg-Nord: Kleinhaus ehem.Gärtnerhaus Siechenstr.51 (c) Guido Siebert / DSD
 
Instandsetzung ist der erste Schritt der Gesamtsanierung
Scheune eines früheren Gärtnerhauses in Bamberg wird saniert und umgebaut

Dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale kann die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Sanierung und den Umbau der Scheune des ehemaligen Gärtnerhauses in der Siechenstraße 51 in Bamberg mit 35.000 Euro unterstützen.

Den dazugehörigen Fördervertrag überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 19. Mai 2026 um 15.00 Uhr Herbert van Beek, Ortskurator Bamberg der DSD, an Denkmaleigentümer Robert Dörfler. Die Instandsetzung der Scheune ist der erste Schritt der Gesamtsanierung des Anwesens. Die Maßnahme ist schonend und denkmalgerecht geplant und zielt auf den größtmöglichen Erhalt von bauzeitlicher Substanz ab.

Der eingeschossige Wohnhausbau dieses Kleinhauses in der Siechenstraße ist ein Satteldachbau mit Fachwerkgiebel. Es stammt im Kern aus dem 17./18. Jahrhundert, doch wurden die heutigen Fassaden wohl erst im 19. Jahrhundert wie vorhanden gegliedert. Die angebaute Scheune im rückwärtigen Bereich ist das eigentliche Förderprojekt. Auch sie entstand im 17./18. Jahrhundert, wohl im Zuge der Errichtung des Vorderhauses als zeittypische Konstruktion mit verzapften Trag- und Spannelementen. Teile der Scheune wurden im 19. bzw. frühen 20. Jahrhundert im Erdgeschoss für Werkstattzwecke umgebaut.

Das Gärtnerhaus in Bamberg gehört somit zu den über 680 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.
 
 

Slow Food Deutschland startet „PeerFarm“
Bauern auf Traktor (c) Pixabay / wfranz
 
Slow Food Deutschland startet „PeerFarm“
Digitaler Wissenstransfer stärkt nachhaltige Landwirtschaft

Mit dem Projekt „PeerFarm“ startete im April ein innovatives Forschungsvorhaben, das den praxisnahen Austausch zwischen Landwirt:innen in den Mittelpunkt stellt. Denn dieser Peer-to-Peer-Wissensaustausch bleibt bislang oft auf einzelne Betriebe oder Regionen begrenzt. Hier setzt PeerFarm an: Das Projekt untersucht, wie sich P2P-Lernen in digitale und hybride Formate übertragen lässt, um mehr Betriebe zu erreichen. Ziel ist es, Lern- und Transferansätze zu entwickeln, die bewährte agrarökologische Methoden breiter zugänglich machen und so die nachhaltige Transformation der Landwirtschaft zu unterstützen.

Wie lassen sich wertvolle Praxiserfahrungen aus der Landwirtschaft so verbreiten, dass möglichst viele Betriebe davon profitieren? Genau dieser Frage geht das neue Projekt „PeerFarm“ nach. Durch die Symbiose von Peer-to-Peer-Ansätzen (P2P) und digitalen Bildungsformaten wird ein innovativer Ansatz entwickelt, um Wissen effizient, praxisnah und ortsunabhängig zugänglich zu machen. P2P-Lernen gilt als besonders effektiv, ist bislang jedoch oft schwer skalierbar und erreicht nur begrenzte Zielgruppen. „PeerFarm“ entwickelt daher neue Ansätze, um die Vorteile dieses Lernprinzips mit digitalen Bildungsformaten zu verbinden und so eine breitere Wirkung zu erzielen.

Von Peers lernen und Praxiswissen zugänglich machen

Im Zentrum des Projekts steht der Wissenstransfer zu landwirtschaftlichen Praktiken der Kreislaufwirtschaft – darunter Kompostierung, Humusaufbau, Agroforstsysteme und ganzheitliches Weidemanagement. Diese Methoden tragen nicht nur zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität bei, sondern stärken auch die wirtschaftliche Resilienz landwirtschaftlicher Betriebe.

Ein zentrales Problem besteht bislang darin, dass entsprechendes Erfahrungswissen häufig nur bei wenigen Modellbetrieben vorhanden ist und kaum systematisch weitergegeben wird. Klassische Demonstrationsformate sind oft aufwendig und erreichen nur eine begrenzte Zahl an Interessierten. „PeerFarm“ begegnet dieser Herausforderung, indem es digitale Lern- und Austauschformate für Landwirte gemeinsam mit den Zielgruppen entwickelt (Co-Produktion) und praxisnah erprobt.

Digitale Lernplattform und neue Austauschformate

Am Ende des Projekts stehen Bildungsformate fĂĽr digitale Lernplattformen, auf denen praxisorientierte Inhalte in Form von Videos, Podcasts oder interaktiven Modulen bereitgestellt werden. Besonders im Fokus stehen dabei niedrigschwellige Microlearning-Formate, die sich flexibel in den Arbeitsalltag integrieren lassen.

Das Projekt verfolgt einen transdisziplinären Ansatz: Wissenschaftliche Expertise wird eng mit praktischem Erfahrungswissen aus der Landwirtschaft verknüpft. Die Inhalte werden gemeinsam mit erfahrenen Betrieben entwickelt und im Rahmen eines Reallabors getestet und weiterentwickelt.

Starke Partner aus Forschung und Praxis

Das Projekt wird vom inter 3 Institut für Ressourcenmanagement als Projektleitung und anwendungsorientierter Forschungspartner koordiniert. Als Praxis-, Bildungs- und Netzwerkpartner bringt Slow Food Deutschland seine umfassende Erfahrung in der agrarökologischen Wissensvermittlung sowie ein breites Netzwerk landwirtschaftlicher Betriebe ein. Durch diese enge Zusammenarbeit von Forschung und Praxis wird sichergestellt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse direkt mit konkretem Erfahrungswissen aus der landwirtschaftlichen Anwendung verknüpft werden.

Impulse fĂĽr Bildung und Praxis

Langfristig soll „PeerFarm“ nicht nur konkrete Bildungsangebote schaffen, sondern auch Impulse für die berufliche Aus- und Weiterbildung in der Landwirtschaft setzen. Die entwickelten Materialien werden als frei zugängliche Lernressourcen bereitgestellt und können von Bildungseinrichtungen und weiteren Akteuren genutzt werden.

Das Projekt „PeerFarm“ wird im Rahmen des Programms „Nachhaltig im Beruf - zukunftsorientiert ausbilden“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie online
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Nachwuchs bei den seltenen Waldantilopen
Bongo-Jungtier in der Wilhelma © Bild: Wilhelma Stuttgart/Julia Hüfner
 
Nachwuchs bei den seltenen Waldantilopen
Weibliches Bongo-Jungtier in der Wilhelma geboren. Erfolgreiche Nachzucht in zweiter Generation.

Stuttgart, Mai 2026 – In der Wilhelma gibt es erfreuliche Neuigkeiten: Am Samstag, 25. April 2026, ist ein weibliches Bongo-Jungtier zur Welt gekommen. Muttertier ist die sechsjährige Sabah, die selbst 2020 in der Wilhelma geboren wurde. Deren Mutter ist die ebenfalls in der Wilhelma lebende Bongo-Kuh Assante. Damit setzt sich die erfolgreiche Zucht dieser selten gehaltenen Antilopenart in Stuttgart über mehrere Generationen hinweg fort.

Geschwister zeigen groĂźes Interesse
In den ersten Lebenstagen blieb das Jungtier gemeinsam mit seiner Mutter im geschĂĽtzten Vorgehege. Seit heute ist das kleine Bongo-Weibchen gemeinsam mit ihrer Mutter und den beiden Schwestern auch im AuĂźengehege unterwegs und gut fĂĽr Besucherinnen und Besucher zu sehen. Dort zeigt sich der Nachwuchs bereits ausgesprochen aktiv: Immer wieder erkundet das Jungtier im Familienverbund aufmerksam seine Umgebung.

Perfekt angepasst an das Leben im Regenwald
Bongos (Tragelaphus eurycerus) zählen zu den größten und zugleich scheuesten Waldantilopen Afrikas. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt in den dichten Regen- und Bergwäldern Zentralafrikas. Charakteristisch ist ihr kastanienbraunes Fell mit auffälligen weißen Querstreifen, die im gefleckten Licht des Waldes eine effektive Tarnung bieten. Sowohl männliche als auch weibliche Tiere tragen spiralig gedrehte Hörner.

Bedrohte Art im Fokus des Artenschutzes
In der Natur sind Bongos stark bedroht. Lebensraumverlust durch Abholzung sowie Wilderei haben vielerorts zu drastischen Bestandsrückgängen geführt. Besonders die Unterart der Bergbongos gilt laut Weltnaturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht. Wissenschaftlich geführte zoologische Einrichtungen wie die Wilhelma engagieren sich daher im Rahmen international koordinierter Erhaltungszuchtprogramme für den Aufbau stabiler Reservepopulationen.

Darüber hinaus laufen internationale Projekte zur Wiederansiedlung des stark bedrohten Östlichen Bongos in Kenia. Gemeinsam mit dem Kenya Wildlife Service und der Mount Kenya Wildlife Conservancy beteiligen sich mehrere europäische Zoos an der Vorbereitung von Auswilderungen. Anfang 2026 wurden männliche Tiere unter anderem aus den Zoos Frankfurt und Berlin nach Kenia gebracht, wo sie schrittweise an ein Leben in der Natur herangeführt werden sollen. Ziel des Projekts ist es, langfristig wieder stabile Bongo-Bestände in den Bergwäldern Kenias aufzubauen.

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin betont: „Jedes Jungtier ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser faszinierenden und seltenen Tierart. Gleichzeitig ermöglichen uns solche Nachzuchten, Besucherinnen und Besucher für die Bedrohung tropischer Waldökosysteme zu sensibilisieren und Ex situ Artenschutz zu betreiben.“

Mit etwas Glück aus nächster Nähe zu beobachten
Da das Jungtier inzwischen regelmäßig gemeinsam mit seiner Familie im Außengehege unterwegs ist, bestehen derzeit besonders gute Chancen, den Nachwuchs bei seinen ersten Erkundungstouren zu beobachten.
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Wonnemonat Mai im Zoo Leipzig
Täglich 10.15 Uhr geht's in den Innenpool @ Zoo Leipzig
 
Wonnemonat Mai im Zoo Leipzig
Täglich 10 Stunden tierische Abenteuer erleben

Ab dem 1. Mai hat der Zoo Leipzig wieder täglich zehn Stunden am Tag seine Pforten für tierische Abenteuer geöffnet. Denn der Mai hat es in sich – und hält mit dem 1.-Mai-Wochenende, Himmelfahrt und Pfingsten gleich drei Wochenenden für eine tierisch ausgiebige Familien- und Freunde-Zeit bereit. Zudem gesellen sich auch der Vater- und Muttertag in diesen Reigen ein. Bereits ab 9 Uhr morgens bis 19 Uhr am Abend locken tierische Erlebnisse in der spannenden Tierwelt. Schon um 10.15 Uhr tauchen die Elefanten in ihren Innenpool im Elefantentempel Ganesha Mandir ein. Die neuen Vogelwelten Amazonien und Loriversum sind ganztägig geöffnet und werden im Rahmen der neuen Kommentierungen durch die Tierpfleger vorgestellt. Die Aras und Sittiche leben sich gut in den neuen Flugvolieren ein, neue Arten kommen dazu und versprechen farbenfrohe, lautstarke Erlebnisse. Zudem geben zahlreiche weitere Fütterungen und Kommentierungen in allen Erlebniswelten Einblick in den zoologischen Alltag, tierisches Wissen und überraschende Fakten. Wer seinen Tag vorab planen möchte, findet hier die Übersicht.

Wer auf der Suche nach einem Muttertagsgeschenk ein tierisches Abenteuer im Blick hat, kann aus zahlreichen Tourenangeboten im Mai wählen. Einen besonderen Schwerpunkt auf die Mütter der Tierwelt legt die Frühtour am 10. Mai um 8 Uhr. Aber auch Liebhaber der Pflanzenwelt in Gondwanaland und Technikinteressierte kommen bei Spezialtouren im Aquarium oder der Tropenhalle auf ihre Kosten. Wer bei seinem Lieblingstier gern hinter die Kulissen schauen möchte, findet ebenso ein vielfältiges Angebot, um gemeinsam mit den erfahrenen Zoolotsen auf Expedition zu gehen.

Das Himmelfahrtswochenende vom 14. bis 17. Mai. und Pfingsten vom 23. bis 25. Mai stehen im Zeichen tierischer Abenteuer und Mitmachaktionen. Mit dem Onlineticket ist nicht nur die Anreise mit den Leipziger Verkehrsbetrieben, sondern auch der direkte Weg durchs Drehkreuz enthalten. Hier geht’s zum Ticketshop: www.zooleipzig.de/tickets.
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Zuwachs bei den Kaschmirziegen in der Wilhelma
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
 
Zuwachs bei den Kaschmirziegen in der Wilhelma
Weiterer Nachwuchs auf dem Asiatischen Schaubauernhof

Nach dem Ende der Osterferien hat sich im Asiatischen Schaubauernhof der Wilhelma erneut tierischer Nachwuchs eingestellt: Mitte April sind bei den Kaschmirziegen drei gesunde Zicklein zur Welt gekommen. Die Jungtiere stammen von zwei unterschiedlichen MĂĽttern und sorgen derzeit fĂĽr lebhafte Bewegung auf der Anlage.

Die kleinen Ziegen präsentieren sich bereits wenige Tage nach der Geburt aufmerksam und neugierig. Beide Zicklein haben ein dichtes, weißes Fell. Wie für Ziegen typisch, folgen sie ihren Müttern eng und erkunden zunehmend eigenständig ihre Umgebung, wobei sie spielerisch ihre Koordination und Trittsicherheit entwickeln.

Die Kaschmirziege hat ihren Ursprung in den Hochgebirgsregionen Asiens, insbesondere im Himalaya. Dort ist sie an extreme klimatische Bedingungen angepasst, die durch starke Temperaturschwankungen und karge Vegetation geprägt sind. Charakteristisch für die Rasse ist ihre feine Unterwolle, das sogenannte Kaschmirhaar, das zu den wertvollsten Naturfasern weltweit zählt. Diese isolierende Schicht schützt die Tiere effektiv vor Kälte und wird seit Jahrtausenden vom Menschen genutzt.

Bereits kurz vor der Geburt der Zicklein hatte es im Schaubauernhof Nachwuchs bei den Romanovschafen gegeben, die mit den Kaschmirziegen auf einer Anlage zusammenleben. Für Besucherinnen und Besucher ist diese teilweise begehbar. Es bietet sich daher die Möglichkeit, den Schafen und Ziegen mit ihren Jungtieren aus nächster Nähe zu begegnen. Über Durchgangsschleusen, die vom Menschen nicht passierbar sind, können sich die Tiere aber jederzeit in ruhige Bereiche zurückziehen. Darüber hinaus wurde etwa einen Monat zuvor in der benachbarten Anlage ein Jungtier bei den Trampeltieren geboren.

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Mitte April 2026 gab es Nachwuchs bei den Kaschmirziegen.
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
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