| Das Wasserschloss Menzingen blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Im Mittelalter als Tiefburg im gotischen Stil erbaut, wurde sie im Bauernkrieg von den Aufständischen niedergebrannt. Zwischen 1529 und 1539 baute der Ritter Peter von Mentzingen sie als dreistöckige und dreiflügelige Anlage im Stil der Renaissance wieder auf – mit der Hilfe eines begabten jungen Steinmetzes, der an der Zerstörung der Burg beteiligt war. Für seine Begnadigung musste er im Frondienst den Wiederaufbau leiten. Sein Steinmetzzeichen ist überall verewigt. Der Bombenangriff von 1945 machte das Schloss zur Ruine, legte damit aber auch Bauelemente und Mauerteile der mittelalterlichen Burg frei. Die Anlage ist im Privatbesitz und kann nicht betreten werden. Am außerhalb gelegenen Rastplatz gibt es aber eine Infotafel mit freiem Blick. |