Zur Erinnerung an die private Förderung
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) konnte dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der GlücksSpirale die Restaurierung der Innenraumschale mit den Wandbildern der Schlosskapelle Mater Dolorosa in Otting mit 25.000 Euro unterstützen. Manfred Kiesel, Ortskurator Dinkelsbühl der DSD, überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 28. Oktober 2026 um 11.00 Uhr eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ an Bürgermeister Wolfgang Lechner. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung der Denkmalpflege motivieren.
Die Schlosskapelle Mater Dolorosa steht am Ortsrand von Otting in der Nähe des ehemaligen Schlossareals. Bereits die mittelalterliche Burg verfügte über eine Kapelle, die 1393 urkundlich erwähnt wurde. Im Jahr 1685 ließ Franz Josef Freiherr von Freyberg für ein Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes eine Kapelle errichten, die vermutlich in der heutigen Sakristei erhalten ist. Die heutige Schlosskapelle entstand zwischen 1702 und 1705 unter dem Hofmarkherrn Johann Karl Freiherr von Westernach.
Der einschiffige Bau mit seiner reich gegliederten Westfassade, dem oktogonalen Dachreiter und der charakteristischen Zwiebelhaube diente zeitweise auch als Wallfahrtskapelle. Besonders bemerkenswert ist die weitgehend erhaltene barocke Ausstattung. Im Inneren haben sich qualitätvolle Stuckaturen von Benedikt Vogel aus Oettingen und Melchior Paul aus Ellwangen sowie Wandfresken aus dem Jahr 1704 erhalten. Sie gehören zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen der Kapelle und vermitteln trotz späterer Veränderungen noch heute einen Eindruck von der ursprünglichen Raumpracht.
Nachdem 1853 das steinerne Gewölbe eingestürzt war, gingen die Deckenfresken verloren. Die Wandfresken, die Stuckausstattung, der Hochaltar von 1705 mit einer Pietà aus dem späten 16. Jahrhundert sowie weitere Teile der historischen Ausstattung blieben jedoch erhalten. Die geförderten Kirchenmalerarbeiten tragen dazu bei, diese bedeutenden Zeugnisse barocker Sakralkunst dauerhaft zu bewahren.
Die Schlosskapelle gehört zu den über 680 Denkmalen, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Bayern gefördert hat. |