| Mit seinem magischen Farbenspiel aus Grün- und Blautönen beflügelt der Blautopf seit Jahrhunderten die Fantasie. Eduard Mörike inspirierte er zu seiner „Historie von der schönen Lau“, einem Kunstmärchen um eine Nixe, die mit ihrem entenfüßigen Hofstaat am Grund der Karstquelle lebt. Verbannt von ihrem Mann, einem Donaunix, dem sie nur tote Kinder gebar. Um ihr Lachen beraubt und wankelmütig, provoziert die Lau Überschwemmungen, sucht aber zugleich die Nähe zur Dorfgemeinschaft, die am Ende auch zu ihrer Rettung wird: Aus einem Brunnen im Keller des Gasthauses belauscht sie die Wirtsfamilie, die sie so oft zum Lachen bringt, dass ihr Fluch schließlich gebrochen wird und sie fruchtbar zu ihrem Mann ins Schwarze Meer zurückkehren kann. |