Am Mittwoch (12.8.) befördert ein Kranwagen das benötigte Material in den Dachstuhl
Stadttauben sind ein weltweites Phänomen und Problem. Von Vancouver bis Sydney, von Peking bis Buenos Aires – kaum eine Stadt kommt ohne ihre Columbidae aus. Da jede Taube pro Jahr 4 bis 12 Kilo Kot hinterlässt und diverse Krankheiten übertragen kann, gehen viele Städte gegen große Taubenpopulationen vor. Selten im Sinne von Georg Kreisler („Tauben vergiften im Park“), oft aber durch betreute Taubenschläge, in denen die Vögel versorgt und die Eier brütender Paare durch Attrappen ausgetauscht werden.
Auch Freiburg hat sein Taubenproblem. Hier ist besonders der Münsterplatz betroffen. Mittel der Taubenabwehr waren lange Zeit über kostspielige Stachelketten an den Gebäuden am Münsterplatz, ergänzt durch einen kleinen Taubenschlag im Dachgeschoss des Historischen Kaufhauses.
Nun hat die Stadtverwaltung in Kooperation mit der ASF in mehreren Stadtteilen das Konzept eines sehr großen Taubenschlages mit eng getakteter Betreuung getestet. Die Ergebnisse waren überzeugend, jetzt wird das Konzept auch am Münsterplatz angewendet. Dafür muss der bestehende Taubenschlag im Dachgeschoss des Historischen Kaufhauses erheblich erweitert werden. Für die anstehenden Zimmereiarbeiten und das dafür benötigte Material wird am Mittwoch, 12. August, nachmittags ein Kran aufgestellt. Die eigentlichen Zimmereiarbeiten finden dann im Inneren des Dachstuhls statt und sind von außen nicht zu sehen. Unter anderem wird auch ein notwendiger Frischwasseranschluss ins Dachgeschoss gelegt und der Brandschutz zum Nachbargebäude verbessert. Wegen der Lärmbelastung, die bei den Arbeiten im Haus entstehen, wurden sie in Abstimmung mit der FWTM in eine veranstaltungsfreie Zeit im Historischen Kaufhaus gelegt – also in die Sommerferien.
Die Kosten für den Taubenschlag liegen bei 100.000 Euro. Da die Reinigungsarbeiten damit günstiger werden und die Gebäudeschäden durch Taubenkot abnehmen, wird er sich in überschaubarer Zeit amortisiert haben. |