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Freitag, 10. Juli 2026
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Qaskiya, Khalil und Naran
Kamelfohlen auf dem Mundenhof (c) Patrick Seeger/Stadt Freiburg
 
Qaskiya, Khalil und Naran
Mundenhof freut sich ĂĽber dreifachen Kamel-Nachwuchs

Alle Kamelfohlen und -stuten sind wohlauf

Gleich dreifachen Kamelnachwuchs gibt es auf dem Mundenhof: Qaskiya, Khalil und Naran heißen die Fohlen, die am Mittwoch, 6. Mai, am Mittwoch, 20. Mai, und am Samstag, 27. Juni, zur Welt gekommen sind. Den Jungtieren und ihren Müttern geht es gut, die zwei Hengste und die Stute tollen mittlerweile fröhlich durch das Gehege.

Die Geburten der drei hätten unterschiedlicher nicht sein können: Während Stutenfohlen Qaskiya – was aus dem Kurdischen übersetzt „edel“ bedeutet – am Morgen gesund und munter auf der Koppel lag, war die Geburt von Hengstfohlen Khalil (aus dem Arabischen: Freund) etwas turbulenter. Sie zog sich über mehrere Tage und Khalil hat dabei etwas Fruchtwasser geschluckt. Mittlerweile ist er aber topfit und entwickelt sich gut. Der Dritte im Bunde hat etwas länger auf sich warten lassen. Weil seine Mutter ihn nicht säugt, wird Naran mit dem Fläschchen gefüttert. Benannt werden die Kamele in der Regel von ihren Betreuungspersonen. Der Name Naran kommt aus dem Mongolischen und bedeutet der/die Sonnige.

Auf dem Mundenhof gab es schon länger keine Kameljungtiere mehr: Das letzte Fohlen ist dort 2019 geboren worden. Kamelweibchen sind zwischen 12 und 14 Monate trächtig und bringen danach ein Fohlen auf die Welt. Die Jungtiere sind sogenannte Nestflüchter – sie können innerhalb kürzester Zeit selbstständig laufen. Auf dem Mundenhof bleiben die drei Kamelfohlen etwa eineinhalb Jahre bei ihren Müttern bevor sie entwöhnt werden.

Wenn von einem Kamel die Rede ist, ist meistens das Trampeltier gemeint. Der Begriff „Kamel“ bezeichnet eine Familie der Säugetiere. Dazu gehören Altweltkamele (Trampeltiere und Dromedare) und Neuweltkamele (Guanakos, Vikunjas, Lamas und Alpakas). Sie unterscheiden sich vor allem durch die Anzahl ihrer Höcker: Trampeltiere besitzen zwei, Dromedare einen und Neuweltkamele gar keinen Höcker. Die drei neugeborenen Fohlen auf dem Mundenhof gehören zu den Trampeltieren. Übrigens: Alle Kamele kommen zunächst ohne Höcker zur Welt. Dieser speichert nicht – wie meist angenommen – Wasser, sondern Fett.

Trampeltiere sind sehr gesellige Tiere. Sie leben in Gruppen zusammen und sind ideal an das Leben in der Wüste angepasst. So können sie ihre Körpertemperatur um bis zu drei Grad verändern. Sie schwitzen also deutlich später und halten es auch bei 40 Grad Hitze aus. Aber auch extreme Kälte vertragen die Tiere gut. Temperaturen von bis zu -30 Grad sind kein Problem für sie. Und was hat es mit dem Begriff „Wüstenschiff“ auf sich? Kamele werden so bezeichnet, weil sie gemächlich schwankend laufen. Das liegt an ihrer besonderen Gangart, dem Passgang. Sie bewegen dabei jeweils die Beine einer Körperseite gleichzeitig nach vorn, was ein Schaukeln verursacht.

Insgesamt gibt es auf dem Mundenhof acht erwachsene Trampeltiere, 14 Lamas und sieben Alpakas. Mit Qaskiya, Khalil und Naran kommen nun drei Kamelfohlen dazu. Besucher*innen können die sanftmütigen Nutztiere im Bereich Asien bewundern. Für Kinder ab acht Jahren bietet der Mundenhof auch Kamelreiten an. Mehr Informationen zu den Kamelen und allen Tieren auf dem Mundenhof gibt es auf: www.freiburg.de/mundenhof.
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Eintrag vom: 10.07.2026  




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