Die OB-Wahl im April 2026 brachte ein eindeutiges Ergebnis. Der Amtsinhaber Martin Horn, der 2018 überraschend in zwei Wahlgängen gegen den damaligen Amtsinhaber Dieter Salomon gewonnen hatte, konnte dieses Mal bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen erringen. Damit war keine Stichwahl erforderlich. Der positive Trend bei der Wahlbeteiligung setzte sich auch bei der OB-Wahl fort. Im Vergleich der Großstädte in Baden-Württemberg liegt die Freiburger OB-Wahlbeteiligung aktuell sogar an der Spitze.
Dass OB-Wahlen Persönlichkeitswahlen sind, wurde einmal mehr deutlich: Herausforderin Monika Stein, wie bereits 2018 die einzige Frau im Bewerber_innenfeld, errang ein Viertel der Stimmen. Wahlsieger Horn erreichte in allen Stadtbezirken über 40 Prozent der Stimmen. Seine besten Ergebnisse mit jeweils deutlich über 60 Prozent erzielte Horn in den Ortschaften am Tuniberg, in Lehen und Hochdorf. Monika Stein konnte dagegen nur in den Stadtbezirken Vauban und Altstadt-Ring die meisten Stimmen einfahren. Insbesondere in den Tuniberg-Gemeinden fielen ihre Ergebnisse gering aus.
Aus organisatorischer Sicht lief alles reibungslos, obwohl die Vorbereitung der OB-Wahl in die heiße Phase der Landtagswahl fiel und bei der Briefwahl und bei der Zahl der Unterstützungsunterschriften für die Kandidierenden neue OB-Wahl-Rekorde erreicht wurden.
Der Bericht enthält auch eine Übersicht aller OB-Wahlen nach dem Zweiten Weltkrieg. Er kann ab sofort kostenlos unter www.freiburg.de/statistischeveroeffentlichungen heruntergeladen werden. |