NABU-Präsident fordert Bundeskanzler zum Handeln auf
In einem offenen Brief dringt Krüger auf ein ambitionierteres Klimaschutzprogramm, konsequente Naturwiederherstellung und eine Zukunftskommission Klimaanpassung
Berlin - Nach dem heißesten Wochenende seit Beginn der Wetteraufzeichnungen fordert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in einem offenen Brief auf, Natur- und Klimaschutz zur Chefsache zu machen. Die Rekordtemperaturen und ihre Folgen für Menschen, Infrastruktur und Wirtschaft zeigten eindrücklich, dass Deutschland beim Klimaschutz und bei der Anpassung an die Klimakrise deutlich entschlossener handeln müsse.
„Die Natur ist unser wichtigster Verbündeter im Kampf gegen die Klimakrise. Intakte Wälder, Moore, Flüsse und Grünflächen schützen vor Hitze, Dürre und Hochwasser. Dieses Potenzial muss endlich zum festen Bestandteil der Politik werden“, sagt Krüger.
Der NABU fordert die Bundesregierung auf, das Klimaschutzprogramm 2026 ambitioniert zu überarbeiten, die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur (WVO) konsequent umzusetzen, das Natürliche-Infrastruktur-Gesetz wirksam auszugestalten und eine Zukunftskommission Klimaanpassung einzusetzen. Mit dem offenen Brief appelliert der NABU stellvertretend für seine mehr als 980.000 Mitglieder an den Bundeskanzler, den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zur politischen Priorität zu machen. |