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Donnerstag, 28. Mai 2026
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Zotteliger Neuzugang in der Wilhelma
In der Wilhelma ist ein Yak-Weibchen neu eingezogen © Wilhelma / B.Meierjohann
 
Zotteliger Neuzugang in der Wilhelma
Weibliches Yak zieht im Asiatischen Dorf im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart ein

Aufmerksame Besucherinnen und Besuchern der Wilhelma mögen es bereits bemerkt haben: Seit dem 19. Mai 2026 steht bei den Hausyaks im Asiatischen Dorf ein neues Tier auf der Weide. Im Gegensatz zu seinen dunkelbraun gefĂ€rbten Artgenossen fĂ€llt es neben seiner geringeren GrĂ¶ĂŸe und den noch eher zierlichen Hörnern vor allem durch den breiten weißen Streifen auf, der sich von der Stirn ĂŒber den RĂŒcken, den buschigen Schwanz bis zu den Hinterbeinen zieht. Kuratorin Kerstin Ludmann erklĂ€rt: „Bei unserem Neuzugang handelt es sich um eine einjĂ€hrige Yak-Kuh, die wir aus dem ThĂŒringer Zoopark Erfurt erhalten haben. Nachdem das Tier zunĂ€chst vorschriftsmĂ€ĂŸig in QuarantĂ€ne war, durfte es nun erstmals auf seine neue Anlage. Noch ist es etwas zurĂŒckhaltend gegenĂŒber seinen Artgenossen, wird sich aber sicher schnell in die Gruppe einleben.“

Das Hausyak ist ein in den Gebirgsregionen Zentralasiens sehr verbreitetes Nutztier, besonders in Teilen Chinas und der Mongolei. Sein Vorfahre, das Wildyak, wurde bereits vor mehreren tausend Jahren domestiziert. Im Gegensatz zum dunkelbraun bis schwarz gefĂ€rbten Wildyak sind bei Hausyaks durch ZĂŒchtung auch andere FarbschlĂ€ge entstanden. Hausyaks dienen als Lasttier sowie als Lieferant fĂŒr Fleisch, Milch und Fell. Außerdem wird der Kot der Yaks in getrockneter Form als Brenn- und Heizmaterial verwendet, vor allem in baumarmen Hochgebirgslagen. WĂ€hrend das Hausyak in Teilen Asiens millionenfach gehalten wird, gilt das Wildyak laut Weltnaturschutzunion IUCN als gefĂ€hrdet. Nachdem die Wilderei, die zeitweise die grĂ¶ĂŸte Bedrohung fĂŒr die Art darstellte, mittlerweile in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes eingedĂ€mmt wurde, sind heute der Verlust von LebensrĂ€umen und die Konkurrenz um WeideflĂ€chen mit vom Menschen gehaltenen Viehherden die grĂ¶ĂŸten Gefahren fĂŒr den Fortbestand der Wildform.

Die Hausyaks in der Wilhelma wohnen in direkter Nachbarschaft zu den Trampeltieren, welche den Neuzugang bereits ĂŒber den Zaun hinweg neugierig beĂ€ugen. Wenige Schritte entfernt befindet sich der Asiatische Schaubauernhof mit Kaschmirziegen, Romanovschafen, Vietnamesischen HĂ€ngebauchschweinen und Ayam-Cemani-HĂŒhnern. Der Bereich prĂ€sentiert damit eine kleine Auswahl von Nutztierrassen des asiatischen Kontinents, ergĂ€nzt durch typische Nutzpflanzen wie Reis und Bananen. Auf diese Weise werden nicht nur ausgewĂ€hlte Formen der traditionellen Landwirtschaft in Asien exemplarisch dargestellt. Ebenfalls im Fokus steht der Mensch-Tier-Konflikt, der – nicht nur in Asien – ĂŒberall dort entsteht, wo sich menschlicher Siedlungsraum und die LebensrĂ€ume von Wildtieren treffen oder sogar ĂŒberschneiden.
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Eintrag vom: 27.05.2026  




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