Am 11. März 2026 wurde im Zoo Basel ein Weibchen der seltenen und vom Aussterben bedrohten Kordofan-Giraffe (Giraffa camelopardalis antiquorum) geboren. Für Giraffenkuh Sophie (15) ist es das siebte Jungtier, für Vater Xamburu (16) das elfte. Ab heute Nachmittag ist das Antilopenhaus wieder zeitweise geöffnet.
Das am 11. März 2026 im Zoo Basel geborene Kalb der seltenen Kordofan-Giraffe (Giraffa camelopardalis antiquorum) trägt den Namen Xahara und ist ein Weibchen. Der Name leitet sich aus dem Arabischen ab und bedeutet «Wüstenblume». Für Giraffenkuh Sophie (15) ist es das siebte Jungtier, für Vater Xamburu (16) der elfte Nachwuchs.
Früher als erwartet
Als die Tierpfleger:innen am Morgen des 11. März 2026 eintrafen, war das Jungtier bereits geboren. Da es noch feucht war, dürfte die Geburt erst kurz zuvor stattgefunden haben. Die Geburt erfolgte etwas früher als angenommen – ursprünglich war sie in rund zwei Wochen erwartet –, liegt jedoch innerhalb der natürlichen Tragzeit von 13 bis 15 Monaten.
Zucht seit 15 Jahren
Der Zoo Basel hält die auf der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten der Weltnaturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht (critically endangered) geführten Kordofan-Giraffen seit 15 Jahren. Der Wildbestand wird auf rund 1’400 Tiere geschätzt, mit weiterhin abnehmender Tendenz. Mit Xahara umfasst die Gruppe Kordofan-Giraffen im Zolli nun fünf Tiere: die beiden Bullen Xamburu (16) und Vizuri (2) sowie die Kühe Sophie (15), Violette (3) und das aktuelle Jungtier.
Populationsmanagement
Das EAZA Ex-situ-Programm (EEP, Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria) bildet derzeit eine Reservepopulation der Kordofan-Giraffen. Es ist stark bemüht, die Population langfristig wachsen zu lassen, um künftig möglicherweise wieder Tiere auswildern zu können. Der Zoo Basel und die Geburt von Xahara leisten dazu einen wichtigen Beitrag.
Das Antilopenhaus blieb die letzten Tage geschlossen, um die Bindung zwischen Mutter und Kalb zu festigen. Ab heute Nachmittag können Besucher:innen das Antilopenhaus wieder zeitweise betreten. Es bleibt jedoch weiterhin phasenweise geschlossen, um den Tieren Ruhe zu gewähren. |