Prolixletter
Samstag, 21. März 2026
  --- Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter auf unserer Startseite !  --- Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter auf unserer Startseite !
Uhr


 
Beschäftigung fördern und Schulabbrüche verhindern
Der Europäische Sozialfonds Plus (ESF Plus) unterstützt Projekte

Wer Projektideen hat, kann bis Montag, 1. Juni, Zuschüsse für 2027 beantragen

Wie können Menschen in Ausbildung oder Beschäftigung gebracht werden, die es schwer am Arbeitsmarkt haben? Und wie lassen sich Schulabbrüche verhindern? Wer Projektideen hat, kann bis Montag, 1. Juni, beim Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) Zuschüsse für 2027 beantragen. Rund 188.000 Euro stehen für das kommende Jahr in Freiburg zur Verfügung.

ESF Plus ist das zentrale Instrument der Europäischen Union zur Beschäftigungsförderung. Es unterstützt benachteiligte Arbeitslose dabei, einen besseren Zugang zu Beschäftigung zu bekommen. Zudem will der Sozialfonds mit niedrigschwelligen außerschulischen Angeboten Schulabbrüche verhindern. Deshalb fördert ESF Plus verstärkt Angebote für Schüler*innen, die als „nicht praktikumsreif“ gelten oder nicht auf Unterstützungsangebote von Schule und Jugendhilfe reagieren.

In der kommenden Förderperiode liegt der Fokus auf Menschen mit psychischen Belastungen und schwer erreichbaren Personen – sowohl bei der Förderlinie für benachteiligte Schüler*innen und marginalisierte junge Menschen als auch bei der Förderlinie für besonders schwer zu vermittelnde Langzeitarbeitslose. Darüber hinaus sind Projekte, die Quartier- und Sozialraum berücksichtigen, willkommen.

Weitere Informationen zum Antragsverfahren und den Förderschwerpunkten gibt es unter www.freiburg.de/esf, telefonisch bei der ESF-Geschäftsstelle Freiburg (Christine Asal, 0761 201-3687) sowie unter www.esf-bw.de. Die Antragsunterlagen für die regionale Förderung 2027 finden Interessierte im ELAN-Portal (Elektronisches Antragsverfahren) unter https://elan.esf-bw.de. Hier gibt es auch umfassende Informationen zur Antragstellung. Eine Kopie des Antrags ist per E-Mail bei der ESF-Geschäftsstelle Freiburg einzureichen (esf@freiburg.de).

Gefördert werden Projekte mit ein- und zweijähriger Laufzeit und gesicherter Kofinanzierung. Sie müssen chancengleich und geschlechtergerecht ausgestaltet sein und die EU-Charta der Grundrechte einhalten. Erwünscht sind Projekte, die nicht nur die Jobvermittlung, sondern auch die soziale und digitale Teilhabe in den Blick nehmen.

In der Förderperiode für das Jahr 2025 erhielten drei Projekte aus Freiburg Förderung vom ESF Plus. Eines davon war das Projekt „Neue Wege 4.0“ der Volkshochschule (VHS). Es richtete sich an Schüler*innen des zweiten Bildungswegs, die im bestehenden Fördersystem nicht berücksichtigt werden. Die VHS unterstützte die Teilnehmenden dabei, eine neue berufliche Perspektive zu entwickeln. Von den 16 Teilnehmenden konnten fünf eine Ausbildung beginnen oder eine Arbeitsstelle antreten, ein Teilnehmer hat ein FSJ begonnen und eine Teilnehmerin hat eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle gefunden. Besonders erfolgreich war die gemeinsame Erstellung von Online-Bewerbungsunterlagen. Diese sind mittlerweile meist Voraussetzung, um sich bei Unternehmen vorstellen zu können. Vielen Teilnehmenden fehlten dazu zu Projektbeginn noch die technischen Kompetenzen und die notwendige Ausstattung.

Zwei ESF Plus-Projekte der gemeinnützigen Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft (FQB) aus dem vergangenen Jahr zeigen, wie vielfältig das Förderspektrum ist. Mit dem Projekt „Berufsorientierung Richtung Ausbildung“ unterstützte die FQB junge Menschen dabei, Praktika zu finden. Die Teilnehmenden bekamen die Möglichkeit, sich auszuprobieren, aus Fehlern zu lernen und Erfahrung für den späteren Einstieg in den Arbeitsmarkt zu sammeln. Das Projekt „INDIGO – integrativ – digital – gesundheitsorientiert“ richtete sich hingegen an Langzeitarbeitslose, die besonders von Armut und Ausgrenzung bedroht sind. In der individuellen Betreuung ging es darum, die Bedürfnisse der Teilnehmenden herauszufinden und die Voraussetzungen für ein aktives, selbstbestimmtes Leben zu benennen. Das Projekt führte die FQB mit dem Caritasverband Freiburg-Stadt und dem Diakonischen Werk Freiburg durch.

Hintergrund: Der Europäische Sozialfonds Plus
Der Europäische Sozialfonds Plus in der Förderperiode 2021 bis 2027 fördert den sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalt in Europa und unterstützt künftig auch das Politikziel „Ein sozialeres Europa“. Die Mittel decken Förderbedarfe, die nicht (allein) aus Mitteln des Bundes, des Landes und der Kommunen finanziert werden können. In der Förderperiode 2021 bis 2027 stehen dem Land Baden-Württemberg knapp 220 Millionen Euro zur Verfügung. Davon fließen 76 Millionen in die Förderung von Projekten vor Ort zur Beschäftigungsförderung und zur Armutsbekämpfung. Sie werden anteilig zu 30 bis 40 Prozent finanziert. Eine Ko-Finanzierung mit anderen ESF-Mitteln ist nicht möglich. Die Mittel werden über das Sozialministerium des Landes an die Stadt- und Landkreise verteilt. Dort schlagen die regionalen ESF-Arbeitskreise vor, welche der eingereichten Anträge den Zuschlag bekommen.
Mehr
Eintrag vom: 21.03.2026  




zurück
freiburger-stf.jpg
oekoplus.gif
gruenequellen.jpg
historixBanner.jpg

Mittagstisch-in-Freiburg




Copyright 2010 - 2026 B. Jäger