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Dienstag, 17. März 2026
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Fast verlorenes Erbe: Hilfe für den Erhalt vom Gutshof Öttershausen in Volkach
Volkach-Gaibach: Gutshof Öttershausen (C) Roland Rossner / DSD
 
Fast verlorenes Erbe: Hilfe für den Erhalt vom Gutshof Öttershausen in Volkach
Eine der letzten landwirtschaftlichen Anlagen vom berühmten Barockbaumeister Neumann

Der Verein Gutshof Öttershausen erhält von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) Unterstützung zur Rettung und Wiederherstellung der noch erhaltenen Gebäude in Volkach. Mit 176.000 Euro werden für die bereits begonnene Notsicherung des Winkelbaus, die Erstellung eines statischen Gutachtens und erste Zimmerarbeiten dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale unterstützt.

Der entsprechende Fördervertrag wird am Donnerstag, den 19. März 2026, 10.30 Uhr vor Ort, Öttershausen 1 in 97332 Volkach, übergeben. Der Erste Vorsitzende vom Gutshof Öttershausen e. V., Reinhold Mast, wird den Vertrag von Reinhold Schöpf, DSD-Ortskurator Fränkische Stadtbaumeister, entgegennehmen.

Zum Objekt:
Von der einst vierseitigen Hofanlage sind nur noch der Schüttbau – hier wurde einst Getreide aufgeschüttet und gelagert – und der L-förmige Winkelbau, in dem sich einst auch eine Brennerei befand, übrig. Nachdem der Gutshof über 35 Jahre leer stand, wurde 2011 ein Teil der bis dato vorhandenen zehn Gebäude abgerissen; bis auf den nun denkmalgeschützten Schütt- und Winkelbau.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Gutshof im elften Jahrhundert. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts gehört er dem Adelsgeschlecht von Schönborn. Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn beauftragte Balthasar Neumann ab 1740 mit dem Umbau und der Erweiterung der Anlage.

Der noch existierende zwischen 1745 und 1747 erbaute Schüttbau gilt heute als eines der letzten erhaltenen landwirtschaftlichen Gebäude, die Neumann im Auftrag der Familie der Grafen von Schönborn entworfen hat. Gewölbe auf allen Geschossen, ein repräsentatives Treppenhaus mit Schlossanmutung, eine innovative Bauweise – lange Eisenschrauben, um die hölzernen Dachbalken zu verstärken, Zuganker im Gewölbe – charakterisieren den Bau.

Neumann gilt als einer der bedeutendsten Baumeister des süddeutschen Barocks. 1719 wurde er von Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn zum fürstbischöflichen Baudirektor Würzburgs berufen. Als solcher übernahm Neumann nicht nur die Planung für den Neubau der Würzburger Residenz.
Nachfahre Paul Graf von Schönborn hat dem Gutshof-Verein per Erbpacht ein 50-jähriges Nutzungsrecht eingeräumt. Der Verein möchte ein Balthasar-Neumann-Zentrum einrichten und über Neumanns Leben, seine Bauwerke, seine Unterstützer informieren. Für das Gut kann nach wie vor gespendet werden: www.denkmalschutz.de/denkmal/hofgut.html

Spendeninformation
Empfänger: Deutsche Stiftung Denkmalschutz
IBAN: DE71 500 400 500 400 500 400
Verwendungszweck: Gutshof Öttershausen

Mehr Informationen: Beitrag im DSD-Förderer-Magazin Monumente im Februar 2026 über den Gutshof als „Denkmal in Not“ - klicke auf "mehr"
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Eintrag vom: 17.03.2026  




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