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Sgraffito-Fassade am Markusplatz 1 in Bamberg wird restauriert
Bamberg: Wohnhaus Markusplatz 1 (c) Peter Schabe / DSD
 
Sgraffito-Fassade am Markusplatz 1 in Bamberg wird restauriert
Das Wohnhaus wurde 1889 im Stil der Neorenaissance errichtet

Bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 5. Februar 2026 um 14.00 Uhr ĂŒberbringt Herbert van Beek, Ortskurator Bamberg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank zahlreicher Spenden sowie der ErtrĂ€ge der Lotterie GlĂŒcksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 30.000 Euro fĂŒr die Überarbeitung und Restaurierung der Sgraffito-PutzflĂ€chen des Wohnhauses am Markusplatz 1 in Bamberg an Sabrina Göckel vom evangelischen Dekanat Bamberg. Das GebĂ€ude gehört nunmehr zu den ĂŒber 640 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlĂŒcksSpirale allein in Bayern fördern konnte.

Zum Objekt

Das Wohnhaus am Markusplatz 1 wurde 1889 im Stil der Neorenaissance errichtet und zĂ€hlt zu den frĂŒhen privaten MietwohngebĂ€uden auf der Westseite des neu angelegten Markusplatzes. Besonders prĂ€gend ist die zur Platzseite orientierte Sgraffito-Fassade, die als einzige ihrer Art in Bamberg bis heute erhalten ist. Die ornamental und figĂŒrlich gestalteten Putzdekore sind in der Region außergewöhnlich selten.

Im Inneren bewahrt das Haus weitgehend seine bauzeitliche Ausstattung. Dazu gehören das Treppenhaus in ursprĂŒnglicher Gestaltung, reich profilierte TĂŒren mit zugehörigen Futter- und Bekleidungselementen, teilweise erhaltene Oberlichter sowie Stuckdecken mit Hohlkehlen und Abschlussprofilen. In mehreren RĂ€umen ist zudem das historische frĂ€nkische Parkett erhalten.

Über viele Jahrzehnte befand sich das Anwesen in privatem Besitz, bevor es 1994 an die Evangelische Kirche Bamberg ĂŒberging und als Wohn- und Begegnungsort fĂŒr die evangelische Studierendengemeinde diente. Heute wird es gemeinsam mit der katholischen Hochschulgemeinde genutzt. Im Erd- und ersten Obergeschoss sind deren RĂ€ume untergebracht, wĂ€hrend im zweiten Obergeschoss vier Studierende gemeinschaftlich wohnen. Das Dachgeschoss wurde Ende der 1990er Jahre zu Meditations- und NebenrĂ€umen ausgebaut.
 
Eintrag vom: 08.02.2026  




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